Medienbeobachtung

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Siard
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Siard » Sonntag 26. April 2015, 20:55

Hubertus hat geschrieben::patsch: Ach, der links. Ich hab' zuerst auf den rechts geschaut und mir gedacht: "gar nicht so weit hergeholt, wenn man manche Klöster kennt ..." :blinker:
:kugel:
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JosefBordat
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Mittwoch 20. Mai 2015, 09:17

Öffentlich finanzierte Großprojekte verschlingen Milliarden an Kosten. Zum Beispiel Tebartz-van Elst. - https://jobo72.wordpress.com/215/5/2 ... endebakel/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Mittwoch 27. Mai 2015, 13:24

Was für Hans Fußball ist für Anna Häkeln. - "FIFA empört: Blogger vergleicht Fußball mit Häkeln!" - https://jobo72.wordpress.com/215/5/27/ein-vergleich/

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JosefBordat
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Freitag 29. Mai 2015, 10:53

Momentan gibt es keine Kriege mehr, keinen Hunger, keine Christenverfolgung, keinen Terror, keine Umweltzerstörung und keine Schiefe Ebene, nicht mal im bioethischen Diskurs, sondern – jetzt, wo der Bahnstreik vorbei ist – nur noch die FIFA. Und die Homo-Ehe. - https://jobo72.wordpress.com/215/5/29 ... -homo-ehe/

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overkott
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von overkott » Freitag 29. Mai 2015, 11:04

Wichtiger als FIFA ist das Thema Europa: Der britische Premier besucht die Bundeskanzlerin, um zu jammern. Diese wird ihn freundlich anhören und fragen, wie er denn das Problem mit den Schotten gelöst habe.

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Niels
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Niels » Freitag 29. Mai 2015, 12:08

overkott hat geschrieben:Wichtiger als FIFA ist das Thema Europa: Der britische Premier besucht die Bundeskanzlerin, um zu jammern. Diese wird ihn freundlich anhören und fragen, wie er denn das Problem mit den Schotten gelöst habe.
Er wird dann vielleicht sagen: "Die Schotten sind dicht."
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Sonntag 31. Mai 2015, 12:13

Ein Einzelschicksal, das tief blicken lässt. - https://jobo72.wordpress.com/215/5/31 ... von-ronne/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Cath1105 » Sonntag 31. Mai 2015, 12:19

Lieber Josef Bordat,

was ist denn da passiert?
ET VERBUM CARO FACTUM EST

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Sonntag 31. Mai 2015, 12:53

Eine Autorin wird im Meinungsstreit kurzerhand mundtot gemacht. - Sie hatte sich zum Thema Feminismus kritisch geäußert, in der Weise, dass sie etwa meinte, er, der Feminismus, sei überholt und nütze den Frauen eigentlich nicht, zu ihrem Recht zu kommen (eher im Gegenteil). Daraufhin gab es einen "shitstorm", der letztlich in massive Drohungen mündete, aufgrund derer die Autorin ihr Blog geschlossen hat.

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Exilfranke » Montag 1. Juni 2015, 11:33

Druck von links:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 35958.html
Deutschland debattiert über die Homo-Ehe - die katholische Kirche schweigt. Und sperrt sich gegen fortschrittliche Gedanken. Das zeigen der Text eines Theologen und die Geschichte seiner Unterdrückung.
Autor: Na, wer wohl?

Dass eine Redaktion einen Text ablehnt oder auf Eis legt, ist nun wirklich kein Aufreger, das weiß der Wensierski aber auch ganz genau.
Wenn die Chefredaktion vom Spiegel einen Text nicht abdruckt, weil er nicht ins Konzept passt, ist das dann eine schützenswerte Autonomie der Redaktion oder auch ein "autoritäre Kommunikationsmuster"? Es gibt ja kein Recht auf Veröffentlichung.

Typische Konstruktion also, um Druck auszuüben. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Scholz und der Wensierski schon vorher in Kontakt standen, für den Fall ... dann hat man den Text so geschrieben, dass er für die RKK untragbar ist. Win Win Situation! Hätte katholisch.de ihn abgedruckt, hätte es beim Spiegel einen Artikel gegeben a la "Katholische Kirche in Deutschland kann Homo-Ehe biblisch begründen" oder so. Wetten?
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

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Juergen
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Juergen » Montag 1. Juni 2015, 17:33

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 35958.html

Homosexualität: Diesen Text wollte die katholische Kirche nicht veröffentlichen
Deutschland debattiert über die Homo-Ehe - die katholische Kirche schweigt. Und sperrt sich gegen fortschrittliche Gedanken. Das zeigen der Text eines Theologen und die Geschichte seiner Unterdrückung.

Die deutschen Bischöfe waren im Herbst 2012 sehr stolz auf ihren Relaunch. Die Webseite "katholisch.de" sollte "neue User" ansprechen, "modernere Milieus" und "jüngere Zielgruppen". Sogar Katholiken, die sich von der Kirche entfernt hatten. Das Design mit schicken Bildern, einer ausgefeilten Typografie und ruhigen Farben entwickelte sogar eine renommierte Werbeagentur, die Hamburger Jung von Matt…
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... ener-sache

Stellungnahme
In eigener Sache

Zum Spiegel Online-Artikel "Diesen Text wollte die katholische Kirche nicht veröffentlichen"

Liebe Leserinnen und Leser, der Artikel "Diesen Text wollte die katholische Kirche nicht veröffentlichen", der am heutigen Montag bei Spiegel Online erschienen ist, erweckt den Eindruck, katholisch.de würde mit Blick auf die laufende Diskussion um die "Homo-Ehe" und den künftigen Umgang mit Homosexuellen in der katholischen Kirche "inhaltliche Zensur" betreiben.

Katholisch.de hat sich in den vergangenen Wochen sehr intensiv – mit Nachrichten, Analysen und Kommentaren – an der laufenden Diskussion beteiligt. Wir bedauern, dass Peter Wensierski, der Autor des Artikels bei Spiegel Online, diese Berichterstattung bei katholisch.de nicht erwähnt.…
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

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JosefBordat
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Dienstag 2. Juni 2015, 13:34

Satire ist, wenn sich der Schwache über den Starken lustig macht. Wenn sich der Starke über den Schwachen lustig macht, dann ist das Mobbing. Wenn viele dabei mitmachen, dann nennt man das Shitstorm. - https://jobo72.wordpress.com/215/6/2 ... shitstorm/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Donnerstag 4. Juni 2015, 13:22

Unglaublich: „Tausende Katholiken wollen durch Mitte ziehen.“ (Tagesspiegel) - https://jobo72.wordpress.com/215/6/4 ... in-berlin/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Juergen » Donnerstag 4. Juni 2015, 13:56

http://mightymightykingbear.blogspot.de ... liken.html

Vorsicht! Freilaufende Katholiken!
Der Tagesspiegel, das Berliner Pflichtblatt für gutbürgerliche Linksliberale, präsentierte seinen Lesern in seiner gestrigen Ausgabe eine erstaunliche Sicherheitswarnung für den heutigen Tag:

"Tausende Katholiken wollen durch Mitte ziehen" !

Das klingt dramatisch; nicht umsonst erscheint der Artikel in der Rubrik Polizei & Justiz. - Was aber fällt den Katholiken, diesem sonderbaren Volk, ein, sich zu Tausenden zusammenzurotten? Der Tagesspiegel klärt auf: Es ist Fronleichnam, "das 'Hochfest des Leibes und Blutes Christi'". "In katholischen Bundesländern ist Fronleichnam ein offizieller Feiertag, in Berlin muss am Donnerstag ganz normal gearbeitet werden." Empörend! Aber damit nicht genug: "Trotzdem (!) wollen sich Berlins Katholiken am Donnerstagabend versammeln, um das Fest zu begehen". Frechheit! Kann man dagegen denn gar nichts tun?

Man muss den Hut ziehen davor, wie der Tagesspiegel es schafft, mit einer so kurzen Meldung sämtliche seit dem 19. Jh. verbreiteten antikatholischen Ressentiments zu aktivieren. Es fehlt im Grunde nur der Hinweis, anständige Berliner Bürger sollten heute zwischen 18 und 21 Uhr ihre Kinder nicht auf die Straße lassen - und die Wäsche von der Leine nehmen.…
Gruß Jürgen

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von overkott » Donnerstag 4. Juni 2015, 14:16

Das neue Preußendeutschland hat außer seiner Ämterbesetzung und seiner Bundesratsrepräsentation eine seltsame Berlinfixierung, die noch über die der Weimarer Republik hinausreicht.

Sicher gleicht Berlin einem Regierungsbezirk, umfasst also auch ländliche Gegenden, und hat daher einen großen Einzugsbereich. Aber ist das in Köln etwa anders?

Kirchlich gesehen, ist die Stadt nicht bedeutender als Paderborn, Mainz oder München. Daher sollte auch eine unspektakuläre Glaubensveranstaltung nicht überbewertet werden.

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Niels » Mittwoch 17. Juni 2015, 08:39

"Veronika Wawatschek erneut mit manipulativem Beitrag im Bayerischen Rundfunk": https://fairemedien.de/veronika-wawatsc ... -rundfunk/

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overkott
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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von overkott » Donnerstag 18. Juni 2015, 17:00

Eine Umstellung in der Finanzierung erleichtert jedenfalls, dass Geschmähte nicht auch noch für die Schmähung zahlen müssen. Das muss keinesfalls zum Ende des BR führen, sondern erfordert einen Strukturwandel zum modernen Medienunternehmen.

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Samstag 27. Juni 2015, 14:43

Ist die Äußerung Dungas rassendiskriminierend oder macht sie nicht vielmehr auf Rassendiskriminierung und damit verbundene soziale Verschleierungsmechanismen in Brasilien aufmerksam? - https://jobo72.wordpress.com/215/6/27/dunga-dunga/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Montag 29. Juni 2015, 22:02

Andreas Püttmann nimmt in der Online-Ausgabe des Cicero zum “autoritären, antiliberalen Stammtisch-Laizismus” Stellung. - https://jobo72.wordpress.com/215/6/29 ... ie-es-ist/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Dienstag 30. Juni 2015, 16:12

Niels hat geschrieben:"Veronika Wawatschek erneut mit manipulativem Beitrag im Bayerischen Rundfunk": https://fairemedien.de/veronika-wawatsc ... -rundfunk/
Offener Brief: Beschwerde gegen erneuten Tendenzjournalismus beim Bayerischen Rundfunk:

Petition an den Intendanten des Bayerischen Rundfunks Ulrich Wilhelm und den Vorsitzenden des BR-Rundfunkrats Dr. Lorenz Wolf
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Dienstag 30. Juni 2015, 17:16

“Die Milchmädchenrechnung eines vollkommen irrelevanten Bloggers". Diskussionskultur 2.: https://jobo72.wordpress.com/215/6/3/ach-wikipedia/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Donnerstag 2. Juli 2015, 12:28

„Wann darf ich das Profilbild wieder ändern?“ - Gar nicht: https://jobo72.wordpress.com/215/7/2 ... er-andern/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Donnerstag 2. Juli 2015, 17:13

Wenn Menschen Angst haben, das Nicht-Bekenntnis zu einer Sache könne negative Folgen haben, dann muss man ernsthaft untersuchen, ob das an den Menschen oder an der Sache liegt. - https://jobo72.wordpress.com/215/7/2 ... itarismus/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von overkott » Donnerstag 2. Juli 2015, 17:57

JosefBordat hat geschrieben:Wenn Menschen Angst haben, das Nicht-Bekenntnis zu einer Sache könne negative Folgen haben, dann muss man ernsthaft untersuchen, ob das an den Menschen oder an der Sache liegt. - https://jobo72.wordpress.com/215/7/2 ... itarismus/

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Du meinst "ideologisch" im Sinne von Schwarz-Weiß-Denken oder Freund-Feind-Schema.

"Totalitär" bedeutet die völlige Verfügung des Staates über den Menschen und die sich daraus ergebende Missachtung der Menschenrechte. Der Totalitarismusbegriff ist politisch umstritten, weil er zunächst einmal im Hinblick auf die völlige Unterordnung des Individuums unter den Staat nicht zwischen rechts und links unterscheidet.

Die aktuelle Debatte im Bundestag um die weitere Aushöhlung des Menschenrechts auf Leben gibt der Debatte um eine totalitäre Demokratie einen neuen Impuls. Talmon meinte mit dem Begriff der totalitären Demokratie politische Systeme der Herrschaft über das Volk, die sich auf das Konzept Rousseaus berufen im Hinblick auf die volonté de tous ( einer zum Beispiel entscheidet für alle ) im Gegensatz zur volonté générale ( jeder entscheidet mit ). Zwar höhlt ein Staat durch die Einführung von Beihilfe zum Selbstmord den staatlichen Schutz für das Lebensrecht seiner Bürger aus, indem er die Überprüfung möglicher Interessenskonflikte in asymetrischen Beziehungen zugunsten an Kompetenz überlegener Personen abbaut, gleichwohl handelt es sich dabei noch nicht um Totalitarismus. Der weiter gehende Schritt zum Totalitarismus wäre, Alte und Kranke gesetzlich in Heime zum assistierten Suizid einzuweisen.

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von overkott » Donnerstag 2. Juli 2015, 18:22

Die zwangsfinanzierte Propaganda für Sterbehilfe läuft unter dem Motto: Beihilfe zum Selbstmord sei legal. Damit wird die unterlassene Hilfeleistung als untergeordneter Tatbestand ebenfalls als legal dargestellt.

Eine Normenkontrollklage vor dem Bundesverfassungsgericht als politisch besetztem Gremium könnte zur Folge haben, dass sich das Gericht schlicht die rechtspositivistische Auslegung zu eigen macht. Dabei meint Rechtspositivismus, dass auch totalitäre Staaten formal nach geschriebenem und in diesem Sinne positiven Recht handeln, ohne sich um die fehlende Grundlage des materiellen Rechts zu kümmern. Rechtspositivisten fühlen sich nicht an das Menschenrecht gebunden, sondern begnügen sich mit dem formellen Entscheid durch ein Gremium.

Eine hilfslose Person, die stark alkoholisiert mit schwacher Atmung im Winter im Park gefunden wird, müsste sich darauf einstellen, dass sie eventuell erst am nächsten Tag abgeholt wird, ohne dass sich irgendein Gericht um den Fall kümmert.

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Montag 6. Juli 2015, 14:08

Es ist schön, dass Spiegel Online über die Südamerikareise des Papstes berichtet. Nicht ganz so schön ist, wie Spiegel Online über die Südamerikareise des Papstes berichtet. - https://jobo72.wordpress.com/215/7/6/errata/

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von overkott » Montag 6. Juli 2015, 17:10

Der Papst ist gestern gelandet. Nächste Woche fliegt er schon wieder nach Hause.

Auch eine Deutschland-Tournee ist geplant.

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Dienstag 7. Juli 2015, 06:22

overkott hat geschrieben:Auch eine Deutschland-Tournee ist geplant.
Hat er jetzt seinen Job aufgegeben und macht auf Pop-Star? :detektiv:
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Niels » Dienstag 7. Juli 2015, 08:29

"Rundfunkrat des BR berät über Programmbeschwerde": http://www.kath.net/news/51247

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von HeGe » Dienstag 7. Juli 2015, 10:14

Niels hat geschrieben:"Rundfunkrat des BR berät über Programmbeschwerde": http://www.kath.net/news/51247
Ich bin sicher, die Autorin des Beitrags zittert schon vor den immensen Konsequenzen dieser Beschwerde... :unbeteiligttu:
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Dienstag 7. Juli 2015, 11:01

HeGe hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:"Rundfunkrat des BR berät über Programmbeschwerde": http://www.kath.net/news/51247
Ich bin sicher, die Autorin des Beitrags zittert schon vor den immensen Konsequenzen dieser Beschwerde... :unbeteiligttu:
In der Tat! :D :D :D

Das führt mit Sicherheit zur sofortigen Entlassung mit anschließender Teerung und Federung auf dem Münchener Marienplatz! :roll:
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

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Re: Medienbeobachtung

Beitrag von JosefBordat » Donnerstag 13. August 2015, 10:52

Besonders enttäuschend ist für mich, wenn unter katholischen Christen nicht nur kein Unterschied mehr gemacht wird zwischen Person und Position (geschweige denn zwischen Position a und Position b, die – man lese und staune – von ein und derselben Person vertreten werden können), sondern, wenn aus Personen Lager werden, die sich in Feindbildmanier jegliche Verbindung zu etwas Geteiltem absprechen. - https://jobo72.wordpress.com/215/8/13 ... oenliches/

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