Die abgebrochene Brautmesse
Verfasst: Montag 4. Juni 2012, 22:33
Wenn das Beispiel Schule machen würde, könnte man nicht nur die allermeisten Trauungen, sondern vor allem auch Beerdigungen absagen und die Leute verscharren wie Hunde.iustus hat geschrieben:http://www.waltroper-zeitung.de/lokales ... 342,759664
Also ich finde das positiv. Wenn jemand eine Brautmesse will, sollte er auch die Gäste mitbringen, die halbwegs wissen, wie man sich in einer KIrche verhält. Das gleiche gilt für ein Seelenamt. Dieser Pfarrer hat ein Zeichen gesetzt. Zukünftig wird sich das Publikum danach richten.taddeo hat geschrieben:Wenn das Beispiel Schule machen würde, könnte man nicht nur die allermeisten Trauungen, sondern vor allem auch Beerdigungen absagen und die Leute verscharren wie Hunde.iustus hat geschrieben:http://www.waltroper-zeitung.de/lokales ... 342,759664
Meines Erachtes sollte dies auf alle Fälle vor der Messe schon mit dem Traupaar abgesprochen werden! Wenn auch nur eine Person in diesem Gottesdienst war, der die Heilige Messe wichtig ist, dann ist dies für mich eine Fehlentscheidung des Pfarrers.Vir Probatus hat geschrieben:Also ich finde das positiv. Wenn jemand eine Brautmesse will, sollte er auch die Gäste mitbringen, die halbwegs wissen, wie man sich in einer KIrche verhält. Das gleiche gilt für ein Seelenamt. Dieser Pfarrer hat ein Zeichen gesetzt. Zukünftig wird sich das Publikum danach richten.taddeo hat geschrieben:Wenn das Beispiel Schule machen würde, könnte man nicht nur die allermeisten Trauungen, sondern vor allem auch Beerdigungen absagen und die Leute verscharren wie Hunde.iustus hat geschrieben:http://www.waltroper-zeitung.de/lokales ... 342,759664
Was das Verscharren angeht: Ich bin auch dagegen, daß "mit Rücksicht auf die Angehörigen" Ausgetretene kirchlich beerdigt werden. Für manchen Pfarrer sind aber der Friedwald und die Einäscherung wohl grössere Probleme.
Ich habe jetzt zweimal erlebt, dass der Pfarrer bzw. der Diakon im schwarzen Anzug ohne Talar eine Beerdigung eines Ausgetretenen leitete, mit angemessenen Texten - die gibt es wohl von Seiten der Bischofskonferenz für solche Fälle.Vir Probatus hat geschrieben: Was das Verscharren angeht: Ich bin auch dagegen, daß "mit Rücksicht auf die Angehörigen" Ausgetretene kirchlich beerdigt werden.
Mir ist sicher die Hl. Messe wichtig, aber für eine solche Entscheidung des Pfarrers hätte ich höchstes Verständnis.Raphaela hat geschrieben:Wenn auch nur eine Person in diesem Gottesdienst war, der die Heilige Messe wichtig ist, dann ist dies für mich eine Fehlentscheidung des Pfarrers.
Ich nicht.iustus hat geschrieben:Mir ist sicher die Hl. Messe wichtig, aber für eine solche Entscheidung des Pfarrers hätte ich höchstes Verständnis.Raphaela hat geschrieben:Wenn auch nur eine Person in diesem Gottesdienst war, der die Heilige Messe wichtig ist, dann ist dies für mich eine Fehlentscheidung des Pfarrers.
Melody hat geschrieben:Ich nicht.iustus hat geschrieben:Mir ist sicher die Hl. Messe wichtig, aber für eine solche Entscheidung des Pfarrers hätte ich höchstes Verständnis.Raphaela hat geschrieben:Wenn auch nur eine Person in diesem Gottesdienst war, der die Heilige Messe wichtig ist, dann ist dies für mich eine Fehlentscheidung des Pfarrers.
Im übrigen, was macht der Pfarrer denn auf Erstkommunionsfeiern und Firmungen?!
In dem Artikel steht aber nicht, dass sich die Leute danebenbenommen hätten, dann hätte ich das ja noch verstanden, aber da steht nur: "Als ich aber eine nur sehr geringe Beteiligung bei Gesang, Antworten und liturgischen Handlungen wahrnahm, fuhren meine Emotionen Karussell." und "Ich nehme jedoch auch wahr, dass sehr vielen das, was wir hier tun, fremd ist. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach so. Ich kann die Heilige Messe in einer solchen Atmosphäre aber nicht feiern."Wenzel hat geschrieben:Erwarten kann man sicherlich von den Besuchern, daß diese sich dem Ort und der Handlung entsprechend benehmen.
Es geht aber aus dem Bericht der Zeitung nicht hervor, dass sich die Gäste ungebührlich benommen hätten, sondern nur "passiv". Wenn die bei der Braumesse gegessen, geschwatzt oder sonstwas hätten, verstünde ich die Reaktion des Pfarrers. So aber halte ich das für übertrieben.Wenzel hat geschrieben: Erwarten kann man sicherlich von den Besuchern, daß diese sich dem Ort und der Handlung entsprechend benehmen.
Das klärt man zum Traugespräch und nicht MITTEN in der Hochzeit...Nach dem Aufstecken der Ringe und vor der Eucharistiefeier verkündete der Pfarrer, dass er die Kommunion nicht austeilen könne, weil sie nicht in die Kirche gingen.
Die Kommentare dort sagen viel mehr aus als der Bericht.Melody hat geschrieben:http://www.derwesten.de/staedte/unser-v ... 20466.html
Ich wüsste mal gerne, wieviel in dieser Version des ganzen Vorfalls Wahrheit und wieviel Dichtung ist...
Das klärt man zum Traugespräch und nicht MITTEN in der Hochzeit...Nach dem Aufstecken der Ringe und vor der Eucharistiefeier verkündete der Pfarrer, dass er die Kommunion nicht austeilen könne, weil sie nicht in die Kirche gingen.
Es geht also ums Austeilen…Nach dem Aufstecken der Ringe und vor der Eucharistiefeier verkündete der Pfarrer, dass er die Kommunion nicht austeilen könne, weil sie nicht in die Kirche gingen.
Da wirst du gröbere Probleme bekommen, wenns eine alte Form sein solllMelody hat geschrieben: Im übrigen wäre MIR sehr wichtig, dass meine Hochzeit auch eine Hl. Messe wäre.
Das ist zwar jetzt OT, und ich glaub auch nicht, dass das jemals für mich Thema wird, aber ich verstehe trotzdem nicht, was Du mir mit Deiner Aussage sagen möchtest?Linus hat geschrieben:Da wirst du gröbere Probleme bekommen, wenns eine alte Form sein solllMelody hat geschrieben:Im übrigen wäre MIR sehr wichtig, dass meine Hochzeit auch eine Hl. Messe wäre.![]()
In der alten Form ist es aber auch so, daß Du die Frage bejahen musst, ob Du "dem Manne untertan sein willst". Für mich ist das ein Unding.Melody hat geschrieben:Das ist zwar jetzt OT, und ich glaub auch nicht, dass das jemals für mich Thema wird, aber ich verstehe trotzdem nicht, was Du mir mit Deiner Aussage sagen möchtest?Linus hat geschrieben:Da wirst du gröbere Probleme bekommen, wenns eine alte Form sein solllMelody hat geschrieben:Im übrigen wäre MIR sehr wichtig, dass meine Hochzeit auch eine Hl. Messe wäre.![]()
In der alten Form ist es meines Wissens wohl so, dass zunächst die Trauungszeremonie stattfindet und dann die Hl. Messe folgt.
Was? Du willst deinem Mann nicht untertan sein? Ist ja unerhört!Vera Probata hat geschrieben:In der alten Form ist es aber auch so, daß Du die Frage bejahen musst, ob Du "dem Manne untertan sein willst". Für mich ist das ein Unding.
Wieso? Er hat doch einen normalen Trauungsgottesdienst gefeiert. Es muss ja auch in der Kath. Kirche nicht immer eine Messe sein.taddeo hat geschrieben:Wenn das Beispiel Schule machen würde, könnte man nicht nur die allermeisten Trauungen, sondern vor allem auch Beerdigungen absagen und die Leute verscharren wie Hunde.iustus hat geschrieben:http://www.waltroper-zeitung.de/lokales ... 342,759664
Genau so interpretiere ich das auch: Nach dem Motto, er hat niemanden der eine Messe besuchen wollte, um diese Messe gebracht, sondern es gab drei Messen am gleichen Tag.Senensis hat geschrieben:Ich hab das jetzt andersrum verstanden. Also daß die, die eine normale Werktagsmesse wollen in seiner Gemeinde, in eine andere Messe gehen und nicht in die Brautmesse...
Wenn sie nicht glauben, was kümmert es sie, wo ihr verfaulendes Fleisch liegt? Was kümmert es uns?taddeo hat geschrieben:Wenn das Beispiel Schule machen würde, könnte man nicht nur die allermeisten Trauungen, sondern vor allem auch Beerdigungen absagen und die Leute verscharren wie Hunde.iustus hat geschrieben:http://www.waltroper-zeitung.de/lokales ... 342,759664
Du schriebst "Trauung eine Heilige Messe" - im alten Ritus findet die Trauung nicht während der Messe statt. sondern eben davor.Melody hat geschrieben:Das ist zwar jetzt OT, und ich glaub auch nicht, dass das jemals für mich Thema wird, aber ich verstehe trotzdem nicht, was Du mir mit Deiner Aussage sagen möchtest?Linus hat geschrieben:Da wirst du gröbere Probleme bekommen, wenns eine alte Form sein solllMelody hat geschrieben:Im übrigen wäre MIR sehr wichtig, dass meine Hochzeit auch eine Hl. Messe wäre.![]()
In der alten Form ist es meines Wissens wohl so, dass zunächst die Trauungszeremonie stattfindet und dann die Hl. Messe folgt.
Oder in bestimmten Fällen auch nachher (vor dem Schlußevangelium)Linus hat geschrieben:…im alten Ritus findet die Trauung nicht während der Messe statt. sondern eben davor.
Korinthen...... das weiß ich auch... das ist ja wohl wurscht... manmanman...Linus hat geschrieben:Du schriebst "Trauung eine Heilige Messe" - im alten Ritus findet die Trauung nicht während der Messe statt. sondern eben davor.
In der Messe feiern wir Gott. Nicht Menschen.C.o.m.a hat geschrieben:er konnte nicht ihre Liebe zueinander so feiern, wie es angedacht war
Ja, eben - deshalb ja war ich so entsetzt über den Pfarrer. Denn es wollten zwei Menschen, die sich lieben (und die Liebe kommt ja von Gott), Gott danken, Gottes Segen und vor Gott und mit Gott ins gemeinsame Leben gehen. Das meinte ich mit "wie es gedacht war". (Ich meinte nicht daß die Feier ihrer Liebe nicht wie gedacht ablief, denn die wird wo auch immer, aber nicht im Gotteshaus gefeiert.)lifestylekatholik hat geschrieben:In der Messe feiern wir Gott. Nicht Menschen.C.o.m.a hat geschrieben:er konnte nicht ihre Liebe zueinander so feiern, wie es angedacht war
Muß der Mann auch bejahen, daß er seine Frau lieben will? *grins* (Und falls ja, machen das die Männer? *frech grins*)lifestylekatholik hat geschrieben:Was? Du willst deinem Mann nicht untertan sein? Ist ja unerhört!Vera Probata hat geschrieben:In der alten Form ist es aber auch so, daß Du die Frage bejahen musst, ob Du "dem Manne untertan sein willst". Für mich ist das ein Unding.
Nach Paulus muss der Mann seine Frau lieben. Die Frau muss das nicht.C.o.m.a hat geschrieben:Muß der Mann auch bejahen, daß er seine Frau lieben will? *grins* (Und falls ja, machen das die Männer? *frech grins*)lifestylekatholik hat geschrieben:Was? Du willst deinem Mann nicht untertan sein? Ist ja unerhört!Vera Probata hat geschrieben:In der alten Form ist es aber auch so, daß Du die Frage bejahen musst, ob Du "dem Manne untertan sein willst". Für mich ist das ein Unding.
Es ist doch das Brautpaar und es sind die Hochzeitsgäste, die ihr Ego über Gott stellen, wenn sie die Messe so feiern wollen, wie es ihren Wünschen entspricht und nicht um Gott zu ehren.C.o.m.a hat geschrieben:Gerade von jemandem, der es zu seinem Beruf gemacht hat, die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen, finde ich es unglaublich, daß er an einem solchen Tag sein Ego über das eines Brautpaares stellt. Er konnte es nicht den Tag dieses Paares sein lassen, er konnte nicht ihre Liebe zueinander so feiern, wie es angedacht war, er konnte sich nicht in den Dienst der Liebe Gottes für diese zwei Menschen stellen.
? Die Messe wurde doch zuvor mit dem Pfarrer abgesprochen und DER hat dann mittendrin was eigenmächtig geändert! Wo stellt denn da das Paar sein Ego über Gott? Das Paar wird kaum teilnahmslos gewesen sein und der Vorwurf des Pfarrers ging an die Hochzeitsgesellschaft! Ein Brautpaar kann aber niemandem vorschreiben, mitzusingen oder was die Katholiken immer zwischendurch sagen "müssen". Ich kenne das auch nicht alles und bin dennoch nicht teilnahmslos im Gottesdienst. Wie kann man denn mehr noch Gott ehren, als wenn man seine Liebe und seine Ehe und seine künftigen Kinder ihm anvertraut und um seinen Segen bittet und das im Rahmen eines Gottesdienstes mit Handlungen, die zu Ehren Gottes sind?HeGe hat geschrieben:Es ist doch das Brautpaar und es sind die Hochzeitsgäste, die ihr Ego über Gott stellen, wenn sie die Messe so feiern wollen, wie es ihren Wünschen entspricht und nicht um Gott zu ehren.C.o.m.a hat geschrieben:Gerade von jemandem, der es zu seinem Beruf gemacht hat, die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen, finde ich es unglaublich, daß er an einem solchen Tag sein Ego über das eines Brautpaares stellt. Er konnte es nicht den Tag dieses Paares sein lassen, er konnte nicht ihre Liebe zueinander so feiern, wie es angedacht war, er konnte sich nicht in den Dienst der Liebe Gottes für diese zwei Menschen stellen.