Ein Prälat findet deutliche Worte

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ottaviani
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Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von ottaviani » Montag 27. Februar 2012, 12:12

http://212.77.9.15/audiomp3/3279.MP3
hätten wir nur solche Bischöfe

civilisation
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von civilisation » Montag 27. Februar 2012, 12:51

Wer lieber liest (zu dieser Gruppe gehöre ich jedenfalls ;) ), hier das Interview :
http://www.oecumene.radiovaticana.org/t ... p?c=564771

(Ich brachte ja schon gestern, weil's passte, einen Auszug im lit. Mißbrauchsstrang.)

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Melody
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Melody » Montag 27. Februar 2012, 13:03

civilisation hat geschrieben:Wer lieber liest (zu dieser Gruppe gehöre ich jedenfalls ;) ), hier das Interview :
http://www.oecumene.radiovaticana.org/t ... p?c=564771
Danke, civi, auch ich lese lieber! :)

Noch ein schönes Zitat:
"Ich habe neulich schon einmal darauf hingewiesen, dass das Jahr des Glaubens dann ein Erfolg wird, wenn wir die Zeiten der Sitzungen halbieren und die Zeiten vor dem Tabernakel verdoppeln."
:daumen-rauf:
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»

civilisation
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von civilisation » Montag 27. Februar 2012, 13:13

Melody hat geschrieben: Noch ein schönes Zitat:
"Ich habe neulich schon einmal darauf hingewiesen, dass das Jahr des Glaubens dann ein Erfolg wird, wenn wir die Zeiten der Sitzungen halbieren und die Zeiten vor dem Tabernakel verdoppeln."
:daumen-rauf:
Das wäre ein gewaltiger und äußerst anzustrebender Schritt.

Ich glaube jedoch, daß das nicht funktionieren wird, wenn ich an diesen unseligen - von der DBK initiierten - Dialogprozess denke. :|

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von civilisation » Montag 27. Februar 2012, 16:07

Leicht OT:

Oben wurde das "Jahr des Glaubens" erwähnt.

Dazu passt folgendes, was ich gerade im Kommentar "Es überrascht nur das, was FEHLT! – Die Themen der Bischofskonferenz" (= http://www.kath.net/detail.php?id=35356 ) gelesen habe.
Bei der Themenvorgabe für die Frühjahrvollversammlung der Deutschen Bischofkonferenz, welche am heutigen Montag in Regensburg beginnt, überrascht nur das, was FEHLT: Beispielsweise wird das von Papst Benedikt ausgerufene „Jahr des Glaubens“ NICHT erwähnt, obwohl es schon im kommenden Oktober eröffnet werden wird. ...
Man fragt sich unwillkürlich: Wann und wo wird die Deutsche Bischofskonferenz über Initiativen zum „Jahr des Glaubens“ sprechen, wenn nicht auf ihrer nächsten Vollversammlung nach dieser Ankündigung? Wenn zwar der Dialogprozess, nicht aber das „Jahr des Glaubens“ einen eigenen Themenpunkt auf der Frühjahrvollversammlung wert ist, dann stellt sich die Frage: Ist der christliche Glaube möglicherweise NICHT der Mittelpunkt des Denkens und Handelns unserer Bischöfe?

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Edi » Montag 27. Februar 2012, 20:21

ottaviani hat geschrieben:http://212.77.9.15/audiomp3/00302790.MP3
hätten wir nur solche Bischöfe
Leider werden Leute wie Prälat Imkamp selten zum Bischof ernannt. Rom nahm unter dem vorigen Papst eher andere, die lieber Wischi-waschi predigen.

Ich bin allerdings erstaunt, dass Frau Lorleberg in Ihrem obigen von civilisation verlinkten kath.net Kommertar so deutllich schreibt. Bisher war sie immer zurückhaltender.
Zuletzt geändert von Edi am Montag 27. Februar 2012, 20:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von taddeo » Montag 27. Februar 2012, 20:29

Edi hat geschrieben:
ottaviani hat geschrieben:http://212.77.9.15/audiomp3/00302790.MP3
hätten wir nur solche Bischöfe
Leider werden Leute wie Prälat Imkamp selten zum Bischof ernannt. Rom nahm unter dem vorigen Papst eher andere, die lieber Wischi-waschi predigen.
Als feister Wallfahrtsprälat polternd predigen ist eines, als Bischof diese Polterei in die Tat umsetzen, etwas anderes.
Ein poltender Bischof hat bis zu 70 gnadenlose Häscher hinter sich, denen er sich nicht entziehen kann, sobald wieder Vollversammlung der DBK ist. Und so eine Meute episkopaler Rott- und Violettweiler kann jeden zerfleischen, der die Linie allzu offensichtlich verläßt.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von TomS » Montag 27. Februar 2012, 20:42

Die "Wir-sind-Kirche"-Fraktion in den Presbyterien der Bistümer reicht doch schon aus, um so manchen Bischof ins Bockshorn zu jagen.
Dafür ist gar keine Bischofskonferenz notwendig, obwohl sie ihre Wirkung natürlich auch nicht verfehlt.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von taddeo » Montag 27. Februar 2012, 20:50

TomS hat geschrieben:Die "Wir-sind-Kirche"-Fraktion in den Presbyterien der Bistümer reicht doch schon aus, um so manchen Bischof ins Bockshorn zu jagen.
Dafür ist gar keine Bischofskonferenz notwendig, obwohl sie ihre Wirkung natürlich auch nicht verfehlt.
Ein Bischof mit etwas Rückgrat hält die WisiKi-Rollatorgang locker aus -
aber er ist auf Dauer machtlos gegen die Hannibal Lecters, die ihm das Rückgrat Wirbel für Wirbel einzeln aus dem Leib krallen können.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von TomS » Montag 27. Februar 2012, 20:53

Wieso lassen sich dann die österreichischen Bischöfe seit geraumer Zeit von der "Pfarrer Initiative" auf der Nase rumtanzen? Wenn eine ausreichend große Zahl der eigenen Priester rebelliert, kuschen die Bischöfe in ihrer Gesamtheit schnell genug. Da bleibt vom Rückgrat nicht viel übrig.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Edi » Montag 27. Februar 2012, 20:54

taddeo hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
ottaviani hat geschrieben:http://212.77.9.15/audiomp3/00302790.MP3
hätten wir nur solche Bischöfe
Leider werden Leute wie Prälat Imkamp selten zum Bischof ernannt. Rom nahm unter dem vorigen Papst eher andere, die lieber Wischi-waschi predigen.
Als feister Wallfahrtsprälat polternd predigen ist eines, als Bischof diese Polterei in die Tat umsetzen, etwas anderes.
Ein poltender Bischof hat bis zu 70 gnadenlose Häscher hinter sich, denen er sich nicht entziehen kann, sobald wieder Vollversammlung der DBK ist. Und so eine Meute episkopaler Rott- und Violettweiler kann jeden zerfleischen, der die Linie allzu offensichtlich verläßt.
Das mag ja mehr oder weniger zutreffen. Jedoch geht es andere Bischöfe GAR NICHTS an, was einer ihrer Kollegen sagt, solange der sich nicht verfehlt oder gegen die Kirche oder den Glauben Aussagen macht. Immerhin ist jeder Bischof in seiner Diözese autark und müsste nicht einmal an einer Bischofskonferenz teilnehmen. Zudem könnten sich denkende Bischöfe, wenn es noch solche gibt, zusammentun.
Dass Bischöfe sich in bestimmen Fragen abstimmen z.B. bei dem Vorgehen in Sachen Vorgehensweise bezüglich Kindesmisbrauchs ist deswegen nicht ausgeschlossen.
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Edi » Montag 27. Februar 2012, 20:57

TomS hat geschrieben:Wieso lassen sich dann die österreichischen Bischöfe seit geraumer Zeit von der "Pfarrer Initiative" auf der Nase rumtanzen? Wenn eine ausreichend große Zahl der eigenen Priester rebelliert, kuschen die Bischöfe in ihrer Gesamtheit schnell genug. Da bleibt vom Rückgrat nicht viel übrig.
Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die selber in ihrem Denken von den Priesterrebellen gar so weit nicht entfernt sind und weitgehend nur die Tonlage dieser Initiative monieren.
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von taddeo » Montag 27. Februar 2012, 21:55

Edi hat geschrieben:Jedoch geht es andere Bischöfe GAR NICHTS an, was einer ihrer Kollegen sagt, solange der sich nicht verfehlt oder gegen die Kirche oder den Glauben Aussagen macht. Immerhin ist jeder Bischof in seiner Diözese autark und müsste nicht einmal an einer Bischofskonferenz teilnehmen.
Eine Bischofskonferenz ist dort, wo sie errichtet ist, ein ordentliches Gremium, zu dem ein Bischof qua Amt gehört, ob er will oder nicht. Und selbst in den Fällen, wo es die Kollegen rechtlich nichts angeht, was ein einzelner Diözesanbischof macht, gibt es subtile Methoden genug, etwa in der Form "Lieber Mitbruder, es geht mich ja nichts an, aber Du weißt schon, daß ... ?". Von Psychologie bis Geld gibt es da jede Menge Druckmittel, und irgendeine Leiche im Keller findet man bei jedem Menschen, wenn man gründlich genug sucht. Mixa ist überall, das könnte jedem anderen Bischof genauso passieren.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von ar26 » Montag 27. Februar 2012, 22:23

Taddeo, Deine Kritik an Hw. Imkamp ist ungerecht, weil sie suggeriert, er würde nur schwätzen können und nicht handeln. Ich kenne seine Amtsführung als Priester nicht näher, offenbar hat er sich aber einen bestimmten Ruf erworben. Daß er (noch) nicht unter Beweis stellen darf, daß er als Bischof das umsetzen kann, was er jetzt fordert, liegt sicher nicht an ihm.

Etwas anderes wäre es, wenn wir über Hw. Wagner sprechen würden, der sich offenbar nicht in der Lage sah als Bischof entsprechend zu halten.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von taddeo » Montag 27. Februar 2012, 22:42

ar26 hat geschrieben:Taddeo, Deine Kritik an Hw. Imkamp ist ungerecht, weil sie suggeriert, er würde nur schwätzen können und nicht handeln. Ich kenne seine Amtsführung als Priester nicht näher, offenbar hat er sich aber einen bestimmten Ruf erworben.
Ich kenne den Prälaten auch nicht näher. Er scheint, nach allem was man hört, ein überaus fähiger Seelsorger zu sein - das wäre ja schon mal eine hervorragende Qualifikation. Er hatte jedoch bisher keine Gelegenheit, das, was er so markig in die Öffentlichkeit hinausposaunt, auch groß in "Kirchenpolitik" umzusetzen. Und darauf will ich eben hinweisen: nur weil einer vielleicht weiß, was zu tun wäre, und weil er sich das auch zu sagen traut, bedeutet das noch lange nicht, daß er es als Bischof auch in die Tat umsetzen könnte. Es gibt im Episkopat gruppendynamische Prozesse, die nur ein Phantast ignorieren kann.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von ar26 » Montag 27. Februar 2012, 22:55

Mir ist schon klar, daß die Bischofsweihe in deutschen Landen kein Auftakt eines Freundschaftspiel ist, jedoch sollte man jemandem, der bislang nicht auf den Platz durfte, nicht das Talent absprechen. Der Begriff "feister Wallfahrtsdirektor" ist da nicht sonderlich passend.
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Edi » Montag 27. Februar 2012, 23:54

Dass man als Bischof die Kirche nicht schlagartig und kurzfristig umkrempeln kann, selbst wenn man noch so gute Absichten und Einsichten hätte, dürfte klar sein. Nur, wenn man schon als Priester das gar nicht will und die Einsichten fehlen, wird es gleich gar nichts werden. Nicht wenigen heutigen Bischöfen fehlt doch schon die Einsicht und sie tun so als gäbe es in der Kirche kaum ein Glaubensproblem. Diese werden dann auch nichts dazu tun, dass sich langsam etwas ändert und wenn sich etwas ändern soll, dann kann es nur langsam gehen, denn die Mängel sind nicht erst in den letzten zwei Jahren entstanden, sondern haben eine jahruehntelange Vorgeschichte.

Um auf den hier genannten Priester Wagner zurückzukommen: Der mann hat sich in der Seelsorge bewährt und weiß wo die Mängel liegen. So jemand würde m.E. als Bischof seine Einsichten auch in die Tat umsetzen, auch wenn er nicht alle schnell umsetzen kann. In seinem Fall hat aber der lotterige Bischof Schwarz letztlich mit seinen Rückzug zu verantworten, denn auch ein Herr Wagner wäre wie jeder andere auf einen Vorgesetzten, der ihn unterstützt angewiesen. So wie der Bischof auch eine Unterstützung gebraucht hätte, gerade weil er nicht sehr durchsetzungsfähig ist.

Rom sollte wie auch schon Kirchenrechtler May indirekt sagte, erfahrene Priester als Bischöfe ernennen und nicht so sehr Uniprofessoren, die wie Herr Lehmann kaum etwas mit Seelsorge anfangen können und nur Papier vollschreiben, Reden halten und Sitzungen abhalten.
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Niels » Dienstag 28. Februar 2012, 01:33

Edi hat geschrieben:Rom sollte wie auch schon Kirchenrechtler May indirekt sagte, erfahrene Priester als Bischöfe ernennen und nicht so sehr Uniprofessoren, die wie Herr Lehmann kaum etwas mit Seelsorge anfangen können und nur Papier vollschreiben, Reden halten und Sitzungen abhalten.
:emil:
Da ist Differenzierung vonnöten... und geboten...
Du als "Rom" hättest Bischof Tebartz-van Elst wohl nie ernannt... :(
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in dir uns all verbinden,
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dein' Freundlichkeit verkünden,
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von ottaviani » Dienstag 28. Februar 2012, 11:30

taddeo hat geschrieben:
Edi hat geschrieben:
ottaviani hat geschrieben:http://212.77.9.15/audiomp3/00302790.MP3
hätten wir nur solche Bischöfe
Leider werden Leute wie Prälat Imkamp selten zum Bischof ernannt. Rom nahm unter dem vorigen Papst eher andere, die lieber Wischi-waschi predigen.
Als feister Wallfahrtsprälat polternd predigen ist eines, als Bischof diese Polterei in die Tat umsetzen, etwas anderes.
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Was ergibt sich daraus für eine Konsequenz?

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Marion » Dienstag 28. Februar 2012, 11:57

Es sind schon viele im Kampf dür den Herrn zerfleischt worden. Das sind unsere Sieger, das sind unsere Helden, wenn sie bis zum Tod durchhalten! Das sind keine Verlierer, die nichts gebacken kriegen.
Ich kann das Argument von Gläubigen, welches hier öfter fällt überhaupt nicht nachvollziehen. Das ist doch genau das was dem Herrn gefällt. Daß sie ohne Angst, und voll Vertrauen auf ihn, für ihn kämpfen. Er hat ihnen dafür nicht den einzelnen Erfolg versprochen oder ein angenehmes Leben auf Erden, oder daß sie gemocht werden und Ansehen haben, so wie es hier rüber kommt, sondern etwas viel größeres!
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von civilisation » Freitag 9. März 2012, 19:18

Und schon wieder Prälat Imkamp.

Ist keinesfalls negativ gemeint, denn der Prälat trifft den Nagel auf den Kopf. :klatsch:

"Selbstgespräche sind noch lange kein Dialogprozess"
http://www.vatican-magazin.de/index.php ... itel-thema
daraus:
Tatsächlich habe ich das Reden von Dialogprozessen und Gesprächsfähigkeit oft als faktische Ausgrenzung erlebt. Häufig genug machen sich Räte zu Inquisitionstribunalen und fällen Urteile über Abwesende – auch in Glaubensdingen! Die Geräusche, die bei diesen Selbstgesprächen einer Funktionärskaste entstehen, sind noch lange kein Dialogprozess! Dieses ganze System ist eine Realsatire, ein sehr teures Schulbeispiel für Selbstreferenzialität, über deren materiellen Kosten man einmal reden sollte. Natürlich wird eine solche Aussage sofort als undifferenziert oder fundamentalistisch qualifiziert. Der „mündige“ Laie ist häufig genug nur der Nachsprecher von klerikalen „Groß“-Theologen, die eine andere Kirche wollen.

Nochmals :klatsch:
... und "Danke", Prälat Imkamp.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Niels » Freitag 9. März 2012, 21:53

:daumen-rauf:
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von taddeo » Freitag 9. März 2012, 22:01

civilisation hat geschrieben:
Der „mündige“ Laie ist häufig genug nur der Nachsprecher von klerikalen „Groß“-Theologen, die eine andere Kirche wollen.
Entschuldigt bitte meine spontane Assoziation, aber diese Aussage gilt weiß Gott nicht nur für die Verhältnisse in Teilen der deutschsprachigen "Amtskirchen". Exakt dasselbe könnte man von anderen scheinkatholischen Gruppierungen und ihren Sympathisanten auch sagen.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von ottaviani » Sonnabend 10. März 2012, 09:33

wo haben den diese Gruppen Dialogprozesse eingeleitet

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Vir Probatus » Sonnabend 10. März 2012, 11:00

http://www.welt.de/fernsehen/article292 ... rerin.html
Mir ist der gute Mann ein wenig zu exzentrisch und vor allem immer zu nah am "Fürstenhaus". "Durchlaucht" scheint ihn wie einen Hausgeistlichen zu halten.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Fridericus » Sonnabend 10. März 2012, 11:13

Vir Probatus hat geschrieben:http://www.welt.de/fernsehen/article292 ... rerin.html
Mir ist der gute Mann ein wenig zu exzentrisch und vor allem immer zu nah am "Fürstenhaus". "Durchlaucht" scheint ihn wie einen Hausgeistlichen zu halten.
Das einzige was der Artikel zeigt ist, wie wenig Ahnung der Autor hat und auf welch niedrigem Niveau die kirchenhassende Presse agiert.

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 10. März 2012, 11:22

Vir Probatus hat geschrieben:Mir ist der gute Mann ein wenig zu exzentrisch und vor allem immer zu nah am "Fürstenhaus". "Durchlaucht" scheint ihn wie einen Hausgeistlichen zu halten.
Fridericus hat geschrieben:Das einzige was der Artikel zeigt ist, wie wenig Ahnung der Autor hat und auf welch niedrigem Niveau die kirchenhassende Presse agiert.
Zustimmung zu beidem.

Ich schätze Prälat Imkamp sehr und würde ihn gerne als Bischof sehen. Dass er sich oft hart an der Grenze zu fürstbischöflichem Verhalten und einem etwas sehr barockem Lebensstil bewegt, kann man sicherlich so sehen. Es hat eben jeder so seine Eitelkeiten. Wir jene, er diese...

Dass der "Welt"-Artikel Schrott ist, liegt auf der Hand. Da häuft sich so viel Müll, dass sich eine detaillierte Erwiderung verbietet. Schon die fast zwangsläufig kommende Bemerkung, man solle nicht über kirchliche Themen diskutieren, sondern über Probleme wie Armut und Krieg... Noch tiefer aus der Klamottenkiste geht kaum.

Allerdings ist der Artikel auch schon aus dem Jahre 2008. Daher sehe ich nicht unbedingt, warum er ausgerechnet jetzt wieder hervorgezogen werden sollte...?
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von civilisation » Sonnabend 10. März 2012, 12:10

Nähe zum Fürstenhaus hin, Artikel aus 2008 her.

Eigentlich ist das "hervorgekramte" und die Anspielung des v.p. für das, was Prälat Imkamp sagt, unerheblich. Denn Imkamp legt den Finger auf die Wunde, und das tut natürlich weh. Auch den Kirchenfernen, Kirchenhassern und Revolutionären.

Natürlich hat jeder seine Macken. Insofern muß ich c.p. zustimmen, was den Lebensstil von Imkamp betrifft.

Aber er sagt nunmal das, was viele sich nur denken.

Und die Taktik, mit der ein bestimmter User in vielen seiner Postings sein Gift aussprüht, ist bekannt. Insofern: :gaehn:

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von civilisation » Mittwoch 11. April 2012, 20:37

Herzlichen Glückwunsch, Herr Prälat Imkamp!
Der Augsburger Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa war als Pilger mit einem großen Geschenk gekommen. Nach dem Pilgeramt verkündete er in der Wallfahrtskirche feierlich die Ernennung von Prälat Dr. Wilhelm Imkamp zum apostolischen Protonotar.
-> http://www.augsburger-allgemeine.de/kru ... 6766.html

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von HeGe » Donnerstag 12. April 2012, 00:16

civilisation hat geschrieben:Herzlichen Glückwunsch, Herr Prälat Imkamp!
Der Augsburger Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa war als Pilger mit einem großen Geschenk gekommen. Nach dem Pilgeramt verkündete er in der Wallfahrtskirche feierlich die Ernennung von Prälat Dr. Wilhelm Imkamp zum apostolischen Protonotar.
-> http://www.augsburger-allgemeine.de/kru ... 6766.html
:klatsch:
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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von silentium sacrum » Donnerstag 12. April 2012, 00:58

Ich wüsste ja einen vakanten deutschen Bischofssitz für Hw. Imkamp. Aber mich fragt ja wieder niemand...

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Re: Ein Prälat findet deutliche Worte

Beitrag von Niels » Montag 24. Juli 2017, 19:21

Prälat Imkamp gibt Leitung von Maria Vesperbild aus gesundheitlichen Gründen ab: http://www.kath.net/news/60382
:(
Bleibt nur, ihm gesundheitlich alles Gute zu wünschen...
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