Bischof von Trier: Dr. Stephan Ackermann

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Edi
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Edi » Sonntag 13. Mai 2012, 13:28

ad_hoc hat geschrieben: Es hat ja einige Zeit so ausgesehen, als würde Bischof Ackermann es sowohl den Hauptakteuren der DBK recht machen wollen, als gleichzeitig auch dem Papst. Beides geht nicht, so wird er erkannt haben. Es sieht so aus, als hätte er sich für die falsche Seite entschieden.

Der Bischof war mal vor einiger Zeit bei einer Diskussion im Fernsehen in der Nähe von Stuttgart, wo u.a. auch das Thema Schwule behandelt wurde. Er hat kein Wort dazu gesagt und denen, die die Sodomie für gut und richtig halten, auch nicht ein bißchen widersprochen.
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cantus planus
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Sonntag 13. Mai 2012, 13:50

Es ist ja offensichtlich, dass Ackermann dazu nicht die Eier in der Hose hätte, selbst wenn er widersprechen wollte. Diesem Mann sieht man die Angst vor Nackenschlägen schon auf dem ersten Blick an. Als Hirte seiner Herde ist er so ungeeignet wie ein Hütehund, der jaulend und mit eingezogenem Schwanz die Flucht ergreift, wenn ein Schaf ihn anblökt.

Das allerdings ist charakteristisch für den Übergang von offenen Häretikern wie Lehmann oder Kasper hin zu ihrer Schülergeneration: diese Leute wollen nicht nur mehr für den Katholizismus eintreten, sie sind dazu aus unterschiedlichen Gründen gar nicht mehr imstande. Da fehlt es einfach an allem.

Insofern ist mir ein Bischof Ackermann auch nicht halb so viel Ärgernis wie der Häretiker Lehmann in Mainz. Im Gegenteil ist der gute Mann ernsthaft zu bedauern. Die Gläubigen hingegen, denen er Bischof sein sollte, sidn wahrlich zu beklagen.

Es ist ein Trauerspiel.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 15. Mai 2012, 11:09

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 11:13

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ächz.
Genau das dachte ich eben auch, und verkniff es mir noch, das zu verlinken. Wie ich schon im Osnabrück-Strang schrieb: das Hauptproblem der Kirche sind im Moment Bischöfe wie Zollitsch, Lehmann, Bode, Ackermann, Jaschke... und die Liste liesse sich ziemlich weit fortsetzen. Übrigens macht Bischof Ackermann mit seinen Taufaussagen nur eines deutlich: dass er keine Ahnung von der katholischen Sakramentenlehre hat. Es ist einfach nur erschreckend.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Lupus » Dienstag 15. Mai 2012, 11:24

Warum ächzet Ihr??

Die gute Tante zeigt Bischof Ackermann doch nur auf dem beigefügten Bild, was sie von ihm hält und denkt bei ihrer Aktion heimlich:" Mann Du spinnst! Weißt Du, unter Freunden: "Du hast einen Vogel!"+L. :achselzuck:

PS.: Das ist so dumm wie jener [Punkt] :vogel:
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 11:26

Ich gehe schon seit längerem davon aus, dass die Protestanten sich über die Dämlichkeit der deutschen Bischöfe im Stillen köstlich amüsieren. Und mir graut schon jetzt vor den bischöflichen Stellungnahmen zum Reformationsjubiläum: in jenem Jahr wird man wohl Baldriantropfen im Abonnement bestellen müssen...
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Peti » Dienstag 15. Mai 2012, 11:42

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von civilisation » Dienstag 15. Mai 2012, 13:14

Was wollt ihr eigentlich?

Ackermann ist eine willfährige Marionette, die immer genau das tut, was von ihr erwartet wird, wenn man an ihren Strippen zieht. Das hat sich bei dieser "Däumchen-Näschen-Stirnchen-Aktion" doch wieder mal ausgezeichnet erwiesen.

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Yeti
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Yeti » Dienstag 15. Mai 2012, 17:00

civilisation hat geschrieben:Was wollt ihr eigentlich?

Ackermann ist eine willfährige Marionette, die immer genau das tut, was von ihr erwartet wird, wenn man an ihren Strippen zieht. Das hat sich bei dieser "Däumchen-Näschen-Stirnchen-Aktion" doch wieder mal ausgezeichnet erwiesen.
Ja, aber jammert nicht so laut, sonst werden wir noch von Alois Glück als die bösen Internetbuben zitiert, die die Rollator-Revoluzzer so aufmischen. Der Ackermann hingegen tut wirklich genau das, was man von ihm erwartet. Wie die meisten seiner Angestellten zeigt er zumindest öffentlich kaum einen Funken von der Fähigkeit selber zu denken. Und die Leut' im ach so "katholischen" (oder was man dafür hält) Trier sind begeistert, hat er doch so schön gezeigt, dass Christentum was schönes ist, weil's Harmonie bringt. Im Grunde genommen bricht er damit der Ökumene wirklich das Genick mit, weil er die Tiefe der Argumente sich und denen verweigert, die er eigentlich belehren müsste. Er ist - wie Zollitsch und Konsorten - ein Verwalter des Bestehenden und damit dessen Totengräber.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Stephen Dedalus » Dienstag 15. Mai 2012, 17:07

Wenn man sich bei der eigenen Urteilsbildung auf das verlinkte Medium und Artikel der säkularen Tagespresse verläßt, geht das zwangsläufig schief.

Natürlich handelt es sich bei einem Taufgedächtnisgottesdienst nicht um einen 'Taufgottesdienst'. Ebenso ist ein Taufgedächtnis keine Taufe, auch keine 'symbolische Taufe'. Beide Akte miteinander zu verwechseln kann nur religiös oder theologisch völlig Uninformierten unterlaufen. Bei Journalisten ist dies leider heute üblich, bei Kreuz.net Methode.

Wer nicht in der Lage ist, zwischen Taufe und Taufgedächtnis zu unterscheiden, sollte sich nach meinem Dafürhalten bei der Beurteilung des Katholischseins von Diözesanbischöfen zurückhalten.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von ad-fontes » Dienstag 15. Mai 2012, 17:13

Stephen Dedalus hat geschrieben:Wenn man sich bei der eigenen Urteilsbildung auf das verlinkte Medium und Artikel der säkularen Tagespresse verläßt, geht das zwangsläufig schief.

Natürlich handelt es sich bei einem Taufgedächtnisgottesdienst nicht um einen 'Taufgottesdienst'. Ebenso ist ein Taufgedächtnis keine Taufe, auch keine 'symbolische Taufe'. Beide Akte miteinander zu verwechseln kann nur religiös oder theologisch völlig Uninformierten unterlaufen. Bei Journalisten ist dies leider heute üblich, bei Kreuz.net Methode.

Wer nicht in der Lage ist, zwischen Taufe und Taufgedächtnis zu unterscheiden, sollte sich nach meinem Dafürhalten bei der Beurteilung des Katholischseins von Diözesanbischöfen zurückhalten.
Daß ein Laie die Chuzpe hat, die Stirn eines Gottesmannes zu berühren (und dieser in diese gotteslästerliche Tat einwilligt - offenkundig weil er sich seiner Amtswürde nicht bewußt ist), ist schon unfaßbar genug; - da erübrigt sich jede Diskussion, was genau das nun war.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Yeti » Dienstag 15. Mai 2012, 17:20

Stephen Dedalus hat geschrieben:Wenn man sich bei der eigenen Urteilsbildung auf das verlinkte Medium und Artikel der säkularen Tagespresse verläßt, geht das zwangsläufig schief.

Natürlich handelt es sich bei einem Taufgedächtnisgottesdienst nicht um einen 'Taufgottesdienst'. Ebenso ist ein Taufgedächtnis keine Taufe, auch keine 'symbolische Taufe'. Beide Akte miteinander zu verwechseln kann nur religiös oder theologisch völlig Uninformierten unterlaufen. Bei Journalisten ist dies leider heute üblich, bei Kreuz.net Methode.

Wer nicht in der Lage ist, zwischen Taufe und Taufgedächtnis zu unterscheiden, sollte sich nach meinem Dafürhalten bei der Beurteilung des Katholischseins von Diözesanbischöfen zurückhalten.
Das stimmt sogar, der Inhalt des ursprünglichen Artikels ist so seicht und inhaltslos, dass sogar die Interessenvertretung von dreibeinigen Transvestiten, Zen-Buddhisten und Salafisten nichts dagegen gehabt hätten da mitzumischen. Vielleicht hätten die sich höchstens ein paar Steinigungen mehr gewünscht. Aber der Bischof hat immerhin billigend in Kauf genommen, dass da zweierlei vermischt wird. Und das ganz kalkuliert, abseits von jeglichem Sophismus und theologischer Haarspalterei.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Stephen Dedalus » Dienstag 15. Mai 2012, 17:26

ad-fontes hat geschrieben: Daß ein Laie die Chuzpe hat, die Stirn eines Gottesmannes zu berühren (und dieser in diese gotteslästerliche Tat einwilligt - offenkundig weil er sich seiner Amtswürde nicht bewußt ist), ist schon unfaßbar genug; - da erübrigt sich jede Diskussion, was genau das nun war.
Mir scheint, dass Deine Stirne dringend der Kühlung bedürfte. Allerdings wohl eher durch eine Kompresse. ;)
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Pilgerer » Dienstag 15. Mai 2012, 17:43

Von außen betrachtet wirkt jeder katholische Bischof oder Priester zunächst einmal "katholisch". Wie stark ein solcher der katholischen Orthodoxie folgt, vermag ich von außen nicht zu beurteilen.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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cantus planus
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 19:27

Stephen Dedalus hat geschrieben:Wenn man sich bei der eigenen Urteilsbildung auf das verlinkte Medium und Artikel der säkularen Tagespresse verläßt, geht das zwangsläufig schief.

Natürlich handelt es sich bei einem Taufgedächtnisgottesdienst nicht um einen 'Taufgottesdienst'. Ebenso ist ein Taufgedächtnis keine Taufe, auch keine 'symbolische Taufe'. Beide Akte miteinander zu verwechseln kann nur religiös oder theologisch völlig Uninformierten unterlaufen. Bei Journalisten ist dies leider heute üblich, bei Kreuz.net Methode.

Wer nicht in der Lage ist, zwischen Taufe und Taufgedächtnis zu unterscheiden, sollte sich nach meinem Dafürhalten bei der Beurteilung des Katholischseins von Diözesanbischöfen zurückhalten.
Und warum sollte deiner Meinung nach ein katholischer Bischof zur Erneuerung seines Taufgedächtnisses bei den Protestanten antreten, wenn doch die Protestanten nur deshalb eine gültige Taufe haben, weil sie dieses Sakrament (widerrechtlich) aus der Kirche entlehnt haben? Nein, das kann man noch so schön zu reden versuchen: Bischof Ackermanns Erklärung dazu macht deutlich, dass er von katholischer Ekklesiologie und Sakramentenlehre nichts verstanden hat (womit er allerdings durchaus in einer Argumentationslinie mit der verunglückten vatikanischen Pastoralversammlung von 1962 steht).

Ich persönlich (und ich ahne schon, wer jetzt alles widersprechen wird) gehe davon aus, dass ein weiterer deutscher Bischofsstuhl vakant ist. Allmählich könnte man eine Liste anfertigen...
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von ziphen » Dienstag 15. Mai 2012, 19:34

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ächz.
:D :P
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 15. Mai 2012, 19:56

cantus planus hat geschrieben:Ich persönlich gehe davon aus, dass ein weiterer deutscher Bischofsstuhl vakant ist.
Dass Bischof Stephan keine Ahnung hat und auch nicht haben will, ist klar. Wieso sollte deshalb aber der Bischofsstuhl vakant sein?

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 19:59

lifestylekatholik hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ich persönlich gehe davon aus, dass ein weiterer deutscher Bischofsstuhl vakant ist.
Dass Bischof Stephan keine Ahnung hat und auch nicht haben will, ist klar. Wieso sollte deshalb aber der Bischofsstuhl vakant sein?
Ich sehe diese klare Manifestation des Glaubensabfalls als gravierend an. Selbst bei seiner offenkundigen Verwirrung über das Sakrament (und diese Verwirrung ist ihm erstmal zugute zu halten) müsste einem Bischof und studierten Theologen klar sein, dass ein solche Akt unmöglich ist. Dieser Meinung muss sich niemand anschliessen, und für normale Gläubige ist das ohnehin erstmal nicht relevant. Aber falls jemand z. B. in Trier eine Weihe zu empfangen gedenkt, würde ich diesem dringend nahelegen, sich um eine sub-conditione-Weihe andernorts zu bemühen, falls es sich nicht vermeiden lässt, in Trier geweiht zu werden.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 15. Mai 2012, 20:09

Ohne nähere Erläuterung kann ich deine Meinung nicht nachvollziehen. Kannst du das bitte genauer ausführen, gern auch mit Bezug auf Quellen?

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 20:14

Das ist doch ganz offensichtlich: bei einem katholischen Bischof müssten doch von Haus aus sämtliche Alarmglocken läuten, wenn ein protestantischer Laie irgendwelche sakramentenähnlichen Handlungen oder bestimmte Sakramentalien vorzunehmen gedenkt. Selbst wenn Bischof Ackermann mit seinen Aussagen zur Taufe und dem zusammenhanglosen Gefasel über die in diesem Punkt ungeteilte Kirche und den ungeteilten Rock Christi deutlich genug demonstriert, dass er in diesem Punkt in einer Art und Weise irrt, die ihn sehr wahrscheinlich der persönlichen Verantwortung enthebt, so ist darüberhinaus doch offenbar geworden, dass er auch in Hinblick auf das Amt und die Ekklesiologie in einer Art und Weise irrt oder in Unkenntnis sich befindet, die ihm eine ordentliche Amtsführung unmöglich machten. Und so entsteht dann das, was "Yeti" hier treffend beschreibt: eine Marionette an der Diözesanspitze. Oder, wie ich es früher schon spitzer formulierte: da fehlt es einfach an allem.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 15. Mai 2012, 20:17

Ja, er hat keine Ahnung und will offensichtlich auch keine Ahnung bekommen. Aber warum sollten dann die Sakramente ungültig werden? Die hängen doch nicht daran, wie intellent ein Bischof ist. :hmm:

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 20:19

lifestylekatholik hat geschrieben:Ja, er hat keine Ahnung und will offensichtlich auch keine Ahnung bekommen. Aber warum sollten dann die Sakramente ungültig werden? Die hängen doch nicht daran, wie intellent ein Bischof ist. :hmm:
Nein. Aber er muss die Intention haben, zu tun was die Kirche tut. Und da habe ich Zweifel, ob das bei ihm überhaupt noch möglich ist, da er ja offensichtlich keine Ahnung davon hat, was die Kirche ist, geschweige denn, was sie will. Persönlicher Irrtum meinerseits in dieser Sache vorbehalten.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 20:22

Ich betone nochmals, was ich auch im Falle Kardinal Lehmann sagte: meine Auffassung. Man muss ihr nicht folgen. Durchaus nicht.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Yeti » Dienstag 15. Mai 2012, 20:23

cantus planus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Ich persönlich gehe davon aus, dass ein weiterer deutscher Bischofsstuhl vakant ist.
Dass Bischof Stephan keine Ahnung hat und auch nicht haben will, ist klar. Wieso sollte deshalb aber der Bischofsstuhl vakant sein?
Ich sehe diese klare Manifestation des Glaubensabfalls als gravierend an. Selbst bei seiner offenkundigen Verwirrung über das Sakrament (und diese Verwirrung ist ihm erstmal zugute zu halten) müsste einem Bischof und studierten Theologen klar sein, dass ein solche Akt unmöglich ist. Dieser Meinung muss sich niemand anschliessen, und für normale Gläubige ist das ohnehin erstmal nicht relevant. Aber falls jemand z. B. in Trier eine Weihe zu empfangen gedenkt, würde ich diesem dringend nahelegen, sich um eine sub-conditione-Weihe andernorts zu bemühen.
Dieser Bischof ist hier in Trier sehr beliebt (O-Ton:"...der lächelt immer so freundlich..."), ob er noch wirklich katholisch ist, fragt hier (fast) niemand. Solche Aktionen wie die "Wiedertaufe" laufen unter dem Attribut "volksnah". Unglücklicherweise spielt auch die - nun ja - etwas provinzielle Mentalität in der Region eine zur Stagnation neigende Rolle. Von einem, der Ackermann in seiner Zeit im Trierer Seminar als Regens hatte, weiß ich auch, dass diese "Volksnähe" nur Masche ist. Aber die Leute fallen darauf herein, weil die Wirklichkeit zu komplex ist und sie auch nicht erklärt wird. Im Gegenteil. Mir wurde erst kürzlich erzählt, dass in St. Mattheis (der Trierer Benediktinerabtei) bei der Sonntagsmesse ein älterer Mann aufstand und vor der Kommunion die Gemeinde bat, der Meinung des Papstes zu folgen und die Kommunion knieend und als Mundkommunion zu empfangen. Der Mensch wurde vom Zelebranten mit der Bemerkung zurückgepfiffen, dass "hier jeder selbst sich seine Meinung dazu bilden könne und nicht der Beeinflussung bedürfe". Ackermann spielt, wie so viele Bischöfe in Deutschland, den "good bishop". Wo der "bad bishop" sitzt, kann man sich dann denken. Die Folge ist, dass die Leute glauben, sie seien katholisch, aber in Wirklichkeit in einer Suppe aus Wohlfühlrhetorik, geistlicher Esoterik und regionaler Selbstbestätigungsphlegmatik dümpeln. Hilfe ist deshalb wahrscheinlich nur von außen zu erwarten, eben von einem neuen Bischof, ja. Aber der müsste wirklich dem Volk "aufgedrückt" werden, wie seinerzeit Kardinal Meisner in Köln. Den Rufer in der Wüste wollte Israel ja auch nicht hören.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 15. Mai 2012, 20:25

Yeti hat geschrieben:Dieser Bischof ist hier in Trier sehr beliebt (O-Ton:"...der lächelt immer so freundlich..."), ob er noch wirklich katholisch ist, fragt hier (fast) niemand.
Das Problem ist mir bekannt, nicht nur aus Trier. :nein:
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 15. Mai 2012, 20:31

Dieses Problem scheint mir derzeit in allen deutschen Landstrichen zu existieren, in denen es traditionell eine geschlossen katholische Bevölkerung gibt. In der Diaspora ist der Anteil der Katholiken unter den Etikettenkatholiken deutlich höher, und die Nichtkatholiken heißen auch zu einem großen Teil so und haben deshalb etwas weniger Einfluss. Der Anteil der Wölfe an der Bevölkerung ist nicht anders, aber zumindest laufen weniger Wölfe im Schafspelz herum.

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von civilisation » Dienstag 15. Mai 2012, 20:45

Eine Neujahrsansprache (die von 21): http://www.youtube.com/watch?v=SRjoC2Jlf4g

Einen Lottogewinn für die Stadtkasse Trier, das wünscht sich der Herr Bischof. :D

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Peti » Dienstag 15. Mai 2012, 21:02

Ich schließ mich da Ralf an:
"Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen. "
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von lifestylekatholik » Dienstag 15. Mai 2012, 21:09

Peti, hat dein Beitrag irgendeinen Bezug zu den jüngsten Beiträgen hier in diesem Strang? Ich sehe ihn nicht. :roll:

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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Yeti » Dienstag 15. Mai 2012, 21:18

civilisation hat geschrieben:Eine Neujahrsansprache (die von 21): http://www.youtube.com/watch?v=SRjoC2Jlf4g

Einen Lottogewinn für die Stadtkasse Trier, das wünscht sich der Herr Bischof. :D
Ich hätte da auch ein paar Tipps, um die Bistumskasse aufzubessern. Personalkosten fressen ja bekanntlich am meisten weg. Wobei "wegfressen" ja ein Verb, also ein "Tun-Wort" ist - in Verbindung mit Bistumsangestellten für all diejenigen eine contradictio in adiecto, die schon einmal unter der ungeheuren Schnelligkeit dieser "Dienstleistungsbehörde" leide....äh, erfahren durften. Wie wäre es da mit einem frommen Neujahrsgebet so in etwa: "Herr, lasse uns nicht vergessen, dass wir alle nicht nur wohltätig, sondern auch wohl tätig sein sollen". Und mit der Kaffeepause halten wir es am besten wie bei der Predigt: nie länger als zehn Minuten.
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Yeti » Dienstag 15. Mai 2012, 21:23

Peti hat geschrieben:Man sollte das nicht allzu ernst nehmen. "
Dann halt dich doch dran. :)
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Re: Ist Bischof Dr. Stephan Ackermann noch katholisch?

Beitrag von Raimund J. » Dienstag 15. Mai 2012, 23:42

Peti hat geschrieben:Ich schließ mich da Ralf an:
"Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen. "
:daumen-rauf:
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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