Die Deutsche Bischofskonferenz

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Juergen
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Juergen » Sonntag 27. September 2015, 18:58

Torsten hat geschrieben:
katholisches.info hat geschrieben:„Verbloggung führt zur Verblödung“? Kardinal Marx über katholische Kritik am Kurs der deutschen Kirche
[...]
aber das Christentum hat in seinem Gründer ein so starkes Korrektiv, unüberbietbar, also wer kann sich denn auf Jesus von Nazareth berufen und einen anderen Menschen erniedrigen, wer kann das tun? Niemand kann das tun! Da muss doch jeder seinen klaren Kopf behalten und sagen, Du kannst ver… vielleicht ein intelligenter Mensch sein, aber Christ bist du nicht. So ist das halt. Wir ham klare Linien, wo die Grenze ist.(Kardinal Marx)
Vielleicht hat sich diese "Margrethe" auch schon vom Glauben losgesagt? Das weiß ich nicht.
Sie wäre besser bei Betrachtungen der Entwicklung der Getreidepolitiken geblieben statt sich mit kirchlichen Themen zu beschäftigen.
Gruß
Jürgen
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CIC_Fan
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von CIC_Fan » Montag 28. September 2015, 07:50

Gallus hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Yeti hat geschrieben:Es soll ja auch Bischöfe geben, die gar nicht wissen, was in ihrer Diözese los ist.
Wieso sollte Erzbischof Reinhard wissen, was in seiner Diözese los ist, der ist doch ständig auf Achse zwischen DBK, COMECE, Rom,…
Hatte Papst Franziskus zu Beginn seines Pontifikats nicht mal gegen Bischöfe gewettert, die ständig auf Reisen sind? :hmm:
nun der Kardinal reist ja entweder im päpstlichen Auftrag oder im Auftrag der Bischofskonferenz
eine reizvolle Frage wann dieser Weihbischof zu letzt seine Diözese gesehen hat
http://www.icrss.it/wp-content/uploads/ ... neider.jpg

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Niels
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Niels » Montag 28. September 2015, 07:55

Soweit ich weiß, bekommt Mons. Schneider jedenfalls keine Mittel aus irgendwelchen Kirchensteuertöpfen. :anton:

CIC_Fan
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von CIC_Fan » Montag 28. September 2015, 08:28

das war nicht die frage warum arbeitet er nicht in seiner Diözese solche Bischöfe meinte wohl der Papst

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Niels
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Niels » Montag 28. September 2015, 08:30

Die Piusbruderschaft hat er wohl in päpstlichem Auftrag besucht.

CIC_Fan
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von CIC_Fan » Montag 28. September 2015, 14:04

und der rest ??????????

maliems
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von maliems » Dienstag 29. September 2015, 00:13

CIC_Fan hat geschrieben:und der rest ??????????
in Kasachstan gibts wohl nicht soooo viel zu tun. Eine Fehlentwicklung unter JoPa, dass die da nen Weihbischof haben. Aber ich finds trotzdem gut, weil er das richtige sagt.

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Libertas Ecclesiae
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Re: Nachrichten aus den Bistümern IV

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Mittwoch 30. September 2015, 18:05

Kardinal Marx kennt keine Blogs, sagt aber, dass sie "zur Verblödung führen" und wirft katholischen Bloggern vor, lediglich Selbstbestätigung zu suchen und Dialog zu verweigern.
Der [jesuitengesteuerte] Radio-Vatikan-Blog hat geschrieben:Verbloggung und Verblödug
Pater Bernd Hagenkord SJ: Lächerlichmachen ist ein wirkungsvolles Instrument:

Der Leiter der deutschsprachigen Abteilung hat am Mittwoch bei „Radio Vatikan“ unter dem Motto „Verbloggung und Verblödug“ eine Breitseite auf katholische Blogger losgelassen und erntet scharfe Kritik.


@ Mod. Vielleicht sollte man die Blogger-und-Verblödungs-Diskussion hier heraustrennen und einen neuen Strang eröffnen. Als Titel schlage ich vor: „Verbloggung und Verblödug“, wenn der nicht urheberrechtlich geschützt ist.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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offertorium
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von offertorium » Mittwoch 30. September 2015, 20:17

Um es mal freundlich auszudrücken: Pater Bernd Hagenkord ist nicht gerade derjenige, der sich bar seiner schriftlichen Äußerungen über andere erheben sollte.

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Niels
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Niels » Donnerstag 1. Oktober 2015, 14:09

Du aber auch nicht. :roll: :zirkusdirektor:

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Clemens
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Clemens » Donnerstag 1. Oktober 2015, 15:47

offertorium hat geschrieben:Um es mal freundlich auszudrücken: Pater Bernd Hagenkord ist nicht gerade derjenige, der sich bar seiner schriftlichen Äußerungen über andere erheben sollte.
???

Was heißt "bar seiner schriftlichen Äußerungen" auf deutsch? :hae?:

Vir Probatus
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Vir Probatus » Samstag 3. Oktober 2015, 04:18

Kardinal Marx wird sich wohl noch an Geistbraus und die Episode mit seinen 3 Portionen Braten an einem Freitag in der Fastenzeit erinnern. Es ist klar, dass er so etwas nicht gerne liest. Aber verblöden kann nur einer, der das nicht liest.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Hubertus
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Hubertus » Samstag 3. Oktober 2015, 08:08

Vir Probatus hat geschrieben:Kardinal Marx wird sich wohl noch an Geistbraus und die Episode mit seinen 3 Portionen Braten an einem Freitag in der Fastenzeit erinnern. Es ist klar, dass er so etwas nicht gerne liest.
Gerade dieser Bericht dürfte ihn eigentlich herzlich genig gejuckt haben (übrigens erschien der ursprünglich im 'Cicero', meine ich) - nach den Regeln der"KircheDesKonzils™" gibt es da nichts zu beanstanden: Die Fastenzeit hat sie abgeschafft und das Freitagsopfer in der trad. Form gleich mit.
Aber verblöden kann nur einer, der das nicht liest.
Das stimmt allerdings. :ikb_thumbsup:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Pilger » Montag 5. Oktober 2015, 15:49

Neues aus dem Wolkenkuckucksheim des Elfenbeinen Turms aus dem Tal der Ahnungslosen in Utopia

„Bleiben Sie engagiert!“ Wort der deutschen Bischöfe zur Hilfe für die Flüchtling

Ok ich weiß die Herren Bischöfe fühlen sich der herrschenden Nomenklatura zugehörig und möchten so auch in deren Sinn verkünden, nach der reinen Lehre des Neoliberalismus wessen Brot ich ess dessen Lied ich sing. Würden die Herren Bischöfe im Sinne der Nächstenliebe handeln dann hätten sie auch deutliche Worte in der Diskussion um die sozial Reformen vor 10 Jahren gefunden allerdings war das vor 10 Jahren nicht im Sinne der Machthaber also hüllten sich die Bischöfe in stilles schweigen. Die Nächstenliebe gegenüber den Armen in D war kein Thema eines Hirtenworts.

Sollte sich ein Bischof nicht zuerst um die ihn anvertraute Herde sorgen?
Warum fordern die Herren Bischöfe dann von ihren Herden einen selbstzerstörerischen Altruismus eine durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise ein fremd dienliches Verhalten das der eigenen Herde nachteilige Folgen bringt aber nur den Mächtigen in Wirtschaft und Gesellschaft Nutzen bringt.

Die Verweltlichung der katholischen Kirche in D hat einen neuen Zenit erreicht. Das alte wird abgerissen und neues wird Stein für Stein mit Zirkel und Winkel neu aufgebaut.
Zuletzt geändert von Pilger am Montag 5. Oktober 2015, 15:57, insgesamt 3-mal geändert.
Komm bald Herr Jesu
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden."

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Sascha B. » Montag 5. Oktober 2015, 15:51

Pilger hat geschrieben:Neues aus dem Wolkenkuckucksheim des Elfenbeinen Turms aus dem Tal der Ahnungslosen in Utopia

„Bleiben Sie engagiert!“ Wort der deutschen Bischöfe zur Hilfe für die Flüchtling
Den Blödsinn haben sie bei uns Samstags in der VAM verlesen. Ich wäre fast aufgestanden und gegangen hab das Leiden dann aber doch lieber für die Bischöfe der DBK aufgeopfert.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von umusungu » Montag 5. Oktober 2015, 15:52

ach du gute Güte! Neues vom Pilgerweg .......

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Edi » Montag 5. Oktober 2015, 16:01

Kein Wort von solchen Bischöfen zur Ursache der Flüchtlingsströme. Da sagen ja einige, wenn auch wenige, Politiker schon mehr dazu. Es ist ist äusserst blamabel bei dem Thema nicht auch die Ursachen anzusprechen. Kriegen ihr Gehalt vom Staat und drucken sich in der Hinsicht weg. Hat man vom Papst dazu schon etwas gehört, etwa bei seinem USA-Besuch?Ich habe davon nichts mitbekommen, aber ich kann ja auch nicht alles lesen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 6. Oktober 2015, 06:30

Hubertus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Kardinal Marx wird sich wohl noch an Geistbraus und die Episode mit seinen 3 Portionen Braten an einem Freitag in der Fastenzeit erinnern. Es ist klar, dass er so etwas nicht gerne liest.
Gerade dieser Bericht dürfte ihn eigentlich herzlich genig gejuckt haben (übrigens erschien der ursprünglich im 'Cicero', meine ich) - nach den Regeln der"KircheDesKonzils™" gibt es da nichts zu beanstanden: Die Fastenzeit hat sie abgeschafft und das Freitagsopfer in der trad. Form gleich mit.
Aber verblöden kann nur einer, der das nicht liest.
Das stimmt allerdings. :ikb_thumbsup:
Ich bin auch fest davon überzeugt, dass ihn die Tatsache in der Form am Büffet zugeschlagen zu haben, nicht juckt. Aber wenn darüber wahrheitsgemäss geschrieben wird, bringt das solche Leute in Rage.
Ich wüsste auch nicht, dass die Fastenzeit abgeschafft wurde. Sie wird jedes Jahr neu erwähnt, es wird darüber gepredigt. Es gibt Früh-, Spät- und Sonderschichten, Meditationen über das Hungertuch und noch Fastenpredigten am Sonntagnachmittag. Und man nutzt die Gelegenheit, den Gläubigen möglichst tief in die Tasche zu greifen, alles unter dem Motto Fastenzeit.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Gallus » Dienstag 6. Oktober 2015, 09:08

Vir Probatus hat geschrieben:Ich wüsste auch nicht, dass die Fastenzeit abgeschafft wurde. Sie wird jedes Jahr neu erwähnt, es wird darüber gepredigt.
Ja, aber sie wurde doch völlig neu interpretiert. Die traditionellen Fasten- und Abstinenzregeln wurden tatsächlich bis zur Unkenntlichkeit gelockert. Moderne Pfarreien rufen dagegen heute gerne mal zum "Autofasten" auf. Oder nutzen die Zeit für spirituelle Angebote, die den Schäfchen klar machen, daß die Sünde abgeschafft ist und sie so okay sind, wie sie sind, mithin gar nicht erlösungsbedürftig. :narr:

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Lupus
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Lupus » Dienstag 6. Oktober 2015, 09:25

Ach, du liebe Zeit!
Muss man denn immer gleich so übertreiben?
Die Fastenzeit ist keineswegs abgeschafft, auch wenn es den Anschein erweckt, als ob die kirchlichen Oberen allzu sehr "dem Volk aufs Maul schauen" und deshalb "Erleichterungen" und Ausnahmen zugestehen.
Hier aber ist die sonst doch so gepriesene "Selbstverwirklichung" gefragt, die mir die Chance eröffnet, ernst zu machen mit etwaigen "Fastenvorsätzen" und ernsthaftem Verzicht. Nicht deshalb, weil ich anderen damit Gutes tue, sondern, weil es mir um mein Seelenheil gehen muss!

Und da ist der Hinweis unseres probaten Vir´s dahingehend ( behaupte ich einfach mal) zu verstehen, dass mein Sack voller Sünden und Schwächen ruhig einmal ernsthaft geplündert werden sollte.

Nicht soviel darüber "klugscheißen", sondern sich ernsthaft und im Stillen an die Kandare nehmen. Das muss gar niemand merken, außer Gott!
+L.
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Raphaela » Dienstag 6. Oktober 2015, 09:27

Hubertus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Kardinal Marx wird sich wohl noch an Geistbraus und die Episode mit seinen 3 Portionen Braten an einem Freitag in der Fastenzeit erinnern. Es ist klar, dass er so etwas nicht gerne liest.
Gerade dieser Bericht dürfte ihn eigentlich herzlich genig gejuckt haben (übrigens erschien der ursprünglich im 'Cicero', meine ich) - nach den Regeln der"KircheDesKonzils™" gibt es da nichts zu beanstanden: Die Fastenzeit hat sie abgeschafft und das Freitagsopfer in der trad. Form gleich mit.
Aber verblöden kann nur einer, der das nicht liest.
Das stimmt allerdings. :ikb_thumbsup:
Ich kenne diesen Blog nicht, ich muss auch nicht alles lesen - gerade deshalb, weil ich nicht alles lese, verblöde ich nicht!
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Gallus » Dienstag 6. Oktober 2015, 10:16

Lupus hat geschrieben:Hier aber ist die sonst doch so gepriesene "Selbstverwirklichung" gefragt, die mir die Chance eröffnet, ernst zu machen mit etwaigen "Fastenvorsätzen" und ernsthaftem Verzicht. ... Nicht soviel darüber "klugscheißen", sondern sich ernsthaft und im Stillen an die Kandare nehmen. Das muss gar niemand merken, außer Gott!
+L.
Das ist sicher völlig richtig. Das Problem ist nur, wir sind doch alle auch oft genug schwach und könnten in solchen Fragen der Disziplin einen Anstoß von Mutter Kirche immer gut brauchen. Ich sehe das jedenfalls an mir selbst. Bei allen guten Vorsätzen, aber wenn ich versuche zu fasten (was bei mir ehrlich gesagt ziemlich viel Zusammenreißen erfordert) und dann lese, daß ein deutscher Erzbischof an einem Freitag in der Fastenzeit in aller Öffentlichkeit über den Braten herfällt, dann hat das auf meine Disziplin durchaus auch negative Auswirkungen. Als einfacher Laie denke ich mir dann: Na gut, wenn's dem egal ist, dann kann das ja alles nicht so wichtig sein. Bin halt auch nur ein schwacher Mensch auf der Suche nach Ausreden.

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 6. Oktober 2015, 13:03

Lupus hat geschrieben:Ach, du liebe Zeit!
Muss man denn immer gleich so übertreiben?
Die Fastenzeit ist keineswegs abgeschafft, auch wenn es den Anschein erweckt, als ob die kirchlichen Oberen allzu sehr "dem Volk aufs Maul schauen" und deshalb "Erleichterungen" und Ausnahmen zugestehen.
Hier aber ist die sonst doch so gepriesene "Selbstverwirklichung" gefragt, die mir die Chance eröffnet, ernst zu machen mit etwaigen "Fastenvorsätzen" und ernsthaftem Verzicht. Nicht deshalb, weil ich anderen damit Gutes tue, sondern, weil es mir um mein Seelenheil gehen muss!

Und da ist der Hinweis unseres probaten Vir´s dahingehend ( behaupte ich einfach mal) zu verstehen, dass mein Sack voller Sünden und Schwächen ruhig einmal ernsthaft geplündert werden sollte.

Nicht soviel darüber "klugscheißen", sondern sich ernsthaft und im Stillen an die Kandare nehmen. Das muss gar niemand merken, außer Gott!
+L.
es ist bei der fastenzeit wie bei allen andern dingen niemand wird daran gehindert an der alten Ordnung fest zu halten

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Marion » Dienstag 6. Oktober 2015, 14:26

CIC_Fan hat geschrieben:Es ist bei der Fastenzeit wie bei allen andern Dingen. Niemand wird daran gehindert an der alten Ordnung fest zu halten
Wenn sie nicht mehr als ein Gebot (mit Strafandrohung bei Übertretung) wahrgenommen wird, wird zwar tatsächlich Niemand daran gehindert am Gebot festzuhalten, aber ein jeder Normalo denkt, was soll das dann?
Lupus hat geschrieben:Hier aber ist die sonst doch so gepriesene "Selbstverwirklichung" gefragt, die mir die Chance eröffnet, ernst zu machen mit etwaigen "Fastenvorsätzen" und ernsthaftem Verzicht. Nicht deshalb, weil ich anderen damit Gutes tue, sondern, weil es mir um mein Seelenheil gehen muss!
Ich verstehe das nicht. Wer preist denn die "Selbstverwirklichung"? Und was hat diese mit dem ernsthaftem Verzicht zutun, bei dem es um das Seelenheil geht? Wenn man nicht nun mal nicht mehr wahrnimmt, daß es tatsächlich um das Seelenheil geht, dann ist es ja gar nicht mehr ernst. Dann geht das eben nur noch an solche Schäflein, die schon so weit sind nicht "nur" das normale Seelenheil erlangen zu wollen, sondern noch extra Krönchen zu verdienen.
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von taddeo » Dienstag 6. Oktober 2015, 16:50

Sobald ich mir ein "extra Krönchen verdienen" will, hab ich schon nicht mehr die richtige Einstellung als Katholik.
Verdienen können wir uns gar nichts, was nicht Gott aus Gnade schenkt. "Wenn ihr alles getan habt, was man euch aufgetragen hat, dann sagt: Wir sind nur unnütze Knechte."

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Marion » Dienstag 6. Oktober 2015, 18:54

taddeo hat geschrieben:Sobald ich mir ein "extra Krönchen verdienen" will, hab ich schon nicht mehr die richtige Einstellung als Katholik.
Verdienen können wir uns gar nichts, was nicht Gott aus Gnade schenkt. "Wenn ihr alles getan habt, was man euch aufgetragen hat, dann sagt: Wir sind nur unnütze Knechte."


Das Konzil von Trient lehrt, daß der Blick auf den Lohn, (remuneratione) keine "falsche Einstellung als Katholik" ist.
Daher ist es offenbar, dass diejenigen, welche sagen, der Gerechte sündige in jedem guten Werke wenigstens lässlich, oder, was noch unerträglicher ist, verdient dadurch ewige Strafen, Widersacher der wahrgläubigen Religionslehrer sind, und eben so auch diejenigen, die annehmen, dass die Gerechten in allen Werken sündigen, wenn sie bei denselben, um ihre eigene Latzheit aufzuwecken, und sich zum Laufen in der Rennbahn zu ermuntern, zugleich, wie vorzüglich auf die Verherrlichung Gottes, auch auf die ewige Belohnung hinschauen; denn es steht geschrieben (Ps 118,112): „Ich habe mein Herz zur Erfüllung deiner Gerechtigkeit hingewendet, um der Vergeltung willen;“ und von Moses sagt der Apostel (Hebr 11,26): „dass er hinblickte auf die Wiederbelohnung.“ http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... ortlaut%29

26. Kanon
Wenn jemand sagt (oben, Kap. 16), die Gerechten dürfen für die guten Werke, die in Gott getan werden, nicht eine ewige Belohnung von Gott, durch seine Barmherzigkeit, und das Verdienst Christi, erwarten und hoffen, wenn sie im Gutes tun, und in der Beobachtung der göttlichen Gebote bis (Mt 24, 13) ans Ende verharren, der sei im Bann.
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von taddeo » Dienstag 6. Oktober 2015, 23:30

Marion hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Sobald ich mir ein "extra Krönchen verdienen" will, hab ich schon nicht mehr die richtige Einstellung als Katholik.
Verdienen können wir uns gar nichts, was nicht Gott aus Gnade schenkt. "Wenn ihr alles getan habt, was man euch aufgetragen hat, dann sagt: Wir sind nur unnütze Knechte."


Das Konzil von Trient lehrt, daß der Blick auf den Lohn, (remuneratione) keine "falsche Einstellung als Katholik" ist.
Daher ist es offenbar, dass diejenigen, welche sagen, der Gerechte sündige in jedem guten Werke wenigstens lässlich, oder, was noch unerträglicher ist, verdient dadurch ewige Strafen, Widersacher der wahrgläubigen Religionslehrer sind, und eben so auch diejenigen, die annehmen, dass die Gerechten in allen Werken sündigen, wenn sie bei denselben, um ihre eigene Latzheit aufzuwecken, und sich zum Laufen in der Rennbahn zu ermuntern, zugleich, wie vorzüglich auf die Verherrlichung Gottes, auch auf die ewige Belohnung hinschauen; denn es steht geschrieben (Ps 118,112): „Ich habe mein Herz zur Erfüllung deiner Gerechtigkeit hingewendet, um der Vergeltung willen;“ und von Moses sagt der Apostel (Hebr 11,26): „dass er hinblickte auf die Wiederbelohnung.“ http://www.kathpedia.com/index.php?titl ... ortlaut%29

26. Kanon
Wenn jemand sagt (oben, Kap. 16), die Gerechten dürfen für die guten Werke, die in Gott getan werden, nicht eine ewige Belohnung von Gott, durch seine Barmherzigkeit, und das Verdienst Christi, erwarten und hoffen, wenn sie im Gutes tun, und in der Beobachtung der göttlichen Gebote bis (Mt 24, 13) ans Ende verharren, der sei im Bann.
Aha. Sag ich's doch. "Durch seine Barmherzigkeit und das Verdienst Christi". Nicht aus eigenem Verdienen. Danke für die Fundstelle. :daumen-rauf:

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Hubertus » Mittwoch 7. Oktober 2015, 06:31

Lupus hat geschrieben:Ach, du liebe Zeit!
Muss man denn immer gleich so übertreiben?
Die Fastenzeit ist keineswegs abgeschafft
Doch, als grundsätzlich verpflichtende Fastenzeit existiert die Quadragesima nicht mehr. Verpflichtend zu fasten ist nur noch an Aschermittwoch und Karfreitag. An die erste Stelle der neuen Fastenpräfationen hat man die hier gestellt:
Denn jedes Jahr schenkst du deinen Gläubigen die Gnade, das Osterfest in der Freude des Heiligen Geistes zu erwarten. Du mahnst uns in dieser Zeit der Buße zum Gebet und zu Werken der Liebe, du rufst uns zur Feier der Geheimnisse, die in uns die Gnade der Kindschaft erneuern. So führst du uns mit geläutertem Herzen zur österlichen Freude und zur Fülle des Lebens durch unseren Herrn Jesus Christus
(zit. nach http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites ... szeit.html). Auch die Fastenpräfationen II und III vermeiden den Begriff des Fastens. Lediglich die traditionelle Präfation für die Fastenzeit, die als IV. und letzte beibehalten wurde, greift nach wie vor den Sinn des körperlichen Fastens auf:
Durch das Fasten des Leibes hältst du die Sünde nieder, erhebst du den Geist, gibst du uns die Kraft und den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus.
(Hier eine Übersicht der Texte)

Man kann es drehen und wenden wie man will: die Fastenzeit im tradierten Verständnis existiert schlichtweg nicht mehr, sie wurde abgeschafft.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 7. Oktober 2015, 07:06

Lupus hat geschrieben:Ach, du liebe Zeit!
Muss man denn immer gleich so übertreiben?
Die Fastenzeit ist keineswegs abgeschafft, auch wenn es den Anschein erweckt, als ob die kirchlichen Oberen allzu sehr "dem Volk aufs Maul schauen" und deshalb "Erleichterungen" und Ausnahmen zugestehen.
Hier aber ist die sonst doch so gepriesene "Selbstverwirklichung" gefragt, die mir die Chance eröffnet, ernst zu machen mit etwaigen "Fastenvorsätzen" und ernsthaftem Verzicht. Nicht deshalb, weil ich anderen damit Gutes tue, sondern, weil es mir um mein Seelenheil gehen muss!

Und da ist der Hinweis unseres probaten Vir´s dahingehend ( behaupte ich einfach mal) zu verstehen, dass mein Sack voller Sünden und Schwächen ruhig einmal ernsthaft geplündert werden sollte.

Nicht soviel darüber "klugscheißen", sondern sich ernsthaft und im Stillen an die Kandare nehmen. Das muss gar niemand merken, außer Gott!
+L.
Ich denke, bei Ihnen HW Lupus könnte man ernsthaft mal (nach etlichen Jahrzehnten) über das Ablegen einer Beichte nachdenken. :daumen-rauf:
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 7. Oktober 2015, 07:10

Raphaela hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Kardinal Marx wird sich wohl noch an Geistbraus und die Episode mit seinen 3 Portionen Braten an einem Freitag in der Fastenzeit erinnern. Es ist klar, dass er so etwas nicht gerne liest.
Gerade dieser Bericht dürfte ihn eigentlich herzlich genig gejuckt haben (übrigens erschien der ursprünglich im 'Cicero', meine ich) - nach den Regeln der"KircheDesKonzils™" gibt es da nichts zu beanstanden: Die Fastenzeit hat sie abgeschafft und das Freitagsopfer in der trad. Form gleich mit.
Aber verblöden kann nur einer, der das nicht liest.
Das stimmt allerdings. :ikb_thumbsup:
Ich kenne diesen Blog nicht, ich muss auch nicht alles lesen - gerade deshalb, weil ich nicht alles lese, verblöde ich nicht!
Der Blog wurde vor ein paar Monaten eingestellt. Und zwar weil herausgekommen war, wer der Blogautor ist.
Der hat dann wohl begonnen, sich zu fürchten. Das allein, daß sich ein solcher Autor fürchten muss, vor was auch immer, ist ein Skandal und nicht der Blog.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Lupus » Mittwoch 7. Oktober 2015, 09:30

Hubertus hat geschrieben:
Lupus hat geschrieben:Ach, du liebe Zeit!
Muss man denn immer gleich so übertreiben?
Die Fastenzeit ist keineswegs abgeschafft
Doch, als grundsätzlich verpflichtende Fastenzeit existiert die Quadragesima nicht mehr. Verpflichtend zu fasten ist nur noch an Aschermittwoch und Karfreitag.Man kann es drehen und wenden wie man will: die Fastenzeit im tradierten Verständnis existiert schlichtweg nicht mehr, sie wurde abgeschafft.
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Nun denn, da will ich mich der Mühe unterziehen, hier wenigstens in Auszügen mitzuteilen, was sogar im Direktorium der sonst doch als liberal verschrieenen Diözese Rottenburg/Stuttgart zu lesen ist:
"Die Fastenzeit dient der Vorbereitung auf die Feier des Todes und der Auferstehung Christi. Die Liturgie der Vierzig Tage führt die Gläubigen zur Feier des Ostergeheimnisses durch Taufgedächtnis und tätige Buße...
In der Fastenzeit wird empfohlen, die aus der alten römischen Tradition stammenden "Segensgebete über das Volk" zum Abschluss der Messfeier zu verwenden...
Der Bußcharakter der Fastenzeit wird in der Liturgie zeichenhaft dargestellt. Der Altar wird nicht mit Blumen geschmückt. Instrumentalmusik dient nur zur Unterstützung des Gesangs...
In der Fastenzeit sollen Gottesdienstformen gepflegt werden, die auf die Feier des Paschamysteriums vorbereiten: Fastenpredigten,...Wortgottesdienste und Andachten (vor allem die Betrachtung des Kreuzweges)...
Das Abstinenzgebot mit dem Fastenopfer nach der freien Verantwortung des einzelnen Christen sowiem der Verzicht auf Fleischspeisen am Aschermittwoch und Karfreitag verpflichtet alle nach dem vollendeten 14. Lebensjahr. Das Fastengebot (Verzicht auf Fleischspeisen, einmalige Sättigung am Tage) ...verpflichtet zwischen dem vollendeten 18. bis zum Beginn des 60. Lebensjahres...
Alle Freitage des Jahres sind im Gedenken an das Leiden und Sterben des Herrn kirchliche Bußtage, an denen die Gläubigen zu einem Fastenopfer verpflichtet sind...Das Freitagsopfer kann verschiedene Formen annehmen: Verzicht auf Fleischspeisen, der nach wie vor sinnvoll und angemessen ist; spürbare Einschränkung beim Konsum, besonders bei Genussmitteln; Dienste und Hilfeleistungen für den Nächsten. Das durch das Freitagsopfer Ersparte sollte mit Menschen in Not geteilt werden."

Wenn wir das alles ernsthaft in Erwägung ziehen wollten und unseren Lebenstil z.B. in der Fastenzeit danach einrichteten, dann hätten wir genug zu tun und dürften dabei die Gewissheit gewinnen, wirklich zum Heil unserer Seele zu wirken.

+L.
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Marion
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Re: Die Deutsche Bischofskonferenz

Beitrag von Marion » Mittwoch 7. Oktober 2015, 12:04

Der Spiegel berichtet im Jahr 1967
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46394448.html
KIRCHE / FASTEN
Strenge Bräuche


Fleisch am Freitag bleibt deutschen Katholiken weiterhin verwehrt, obwohl es den Gläubigen in den meisten Nachbarländern neuerdings erlaubt ist.

Der freitägliche Fleischverzicht war für die Katholiken in aller Welt "zu einem konfessionellen Erkennungszeichen und damit zu einem sichtbaren Bekenntnis geworden" -- so der Limburger Weihbischof Walther Kampe. Mit dieser Tradition brach Papst Paul VI. Er gab die Tisch-Sitten frei, die bis dahin der Heilige Stuhl geregelt hatte:

Die jeweiligen nationalen Bischofskonferenzen, so bestimmte der Heilige Vater, dürften fortan selbst "die Normen festsetzen, die sie in ihrem pastoralen Eifer und in ihrer Klugheit sowie aus direkter Kenntnis der lokalen Verhältnisse für die geeignetsten und wirksamsten halten".

In vielen Ländern beeilten sich die Bischöfe, die Fleischabstinenz am Freitag aufzuheben. Die Österreicher beispielsweise forderten ihre Gläubigen zu einem "Verzicht nach eigener Wahl" auf. Das könne, wie die Exzellenzen erläuterten, ein Fleischverzicht ebensogut sein wie "Verzicht auf Nikotin und Alkohol, Verzicht auf Eis und Süßigkeiten, maßvoller Gebrauch von Radio und Fernsehen". Am besten verzichte jeder "auf jenes Gut, das die Gefahr der Süchtigkeit mit sich bringt".

Ähnliche Bestimmungen veröffentlichten die Bischöfe auch in den USA, in Frankreich, Belgien, Holland, Italien und zahlreichen anderen Ländern. Die neuen Fasten-Regeln wurden ausnahmslos vom Heiligen Stuhl genehmigt und nur gelegentlich von der heimischen Fischwirtschaft getadelt. In Belgien beispielsweise befürchten die 3 Fischer und Fischhändler, wie ihr Sprecher verlautbarte, einen Umsatzrückgang um 25 Prozent. Der Bischof von Brügge, De Smedt, rief seine Gläubigen daraufhin auf, in der diesjährigen Fastenzeit (vom Aschermittwoch bis Karfreitag) noch beim Fisch zu bleiben -- "nicht wegen des Gesetzes, sondern wegen der Nächstenliebe" ...
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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