Bischofsernennungen

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taddeo
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von taddeo » Sonnabend 31. Mai 2014, 18:21

"Osterfestspiele" auf dem Katholikentag: http://kath.net/news/4624

CIC_Fan
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 31. Mai 2014, 18:54

Ich denke man kann von einem generatuionswechsel sprechen der sich jetzt vollzieht die jungen bischöfe sind eben eher "neokonservativ" das wird vielleicht den stil etwas verbessern aber an den Inhalten kaum etwas ändern und es kommt jetzt wirklich die Generation zum Zug die nicht versteht was die Traditionalisten wollen ,ja es nicht verstehen kann

taddeo
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von taddeo » Sonntag 1. Juni 2014, 09:08

CIC_Fan hat geschrieben:Ich denke man kann von einem generatuionswechsel sprechen der sich jetzt vollzieht die jungen bischöfe sind eben eher "neokonservativ" das wird vielleicht den stil etwas verbessern aber an den Inhalten kaum etwas ändern und es kommt jetzt wirklich die Generation zum Zug die nicht versteht was die Traditionalisten wollen ,ja es nicht verstehen kann
Hast Du die drei Zitate von Bischof Oster gelesen, die unter dem oben verlinkten Bericht stehen?
Die könnte ein Priester der FSSPX sicher unterschreiben, auch wenn er sie vielleicht etwas anders - "dogmatischer" - formulieren würde.

CIC_Fan
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 1. Juni 2014, 10:31

man kommt bei den Symptomen und deren Bekämpfung manchmal zum gleichen Ergebnis aber nicht bei der Diagnose der Ursache die ist und bleibt das Vatikanum II und das nachkonziliarte Lehramt und das verstehen eben die neokons. nicht sie doktorn an den Symptomen rum und verschlimmern dadurch die sache

evangelisch
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von evangelisch » Sonntag 1. Juni 2014, 23:13

Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.

Diese Personalentscheidungen sind doch eigentlich etwas, womit ein Papst über seine Amtszeit hinaus Richtungen vorgeben und Akzente setzen kann.
Daher wäre es eigentlich nötig, eine Phalanx von wirklich progressiven Bischöfen vom Schlage Kasper, Lehmann oder Zollitsch zu installieren. Aber das passiert nicht. Die Neuernannten für Passau und Freiburg wirken zwar nach außen hin modern, vor allem durch ihr verhältnismäßig junges Alter, aber scheinen in ihrem Denken im Grunde doch sehr konservativ und eher rückwärts gewandt zu sein (genau wie die Masche mancher Freikirchen: Nach außen hin jugendlich, hip, modern, aber innen stockkonservativ und gestrig). Von daher bin ich skeptisch und hätte mir von Franziskus mehr Mut gewünscht. Hoffentlich wird nun wenigstens für Köln ein Mann wie Bode (der mir auch als Vorsitzender der DBK lieber gewesen wäre als Marx) oder Ackermann gewählt und ernannt.

Im übrigen müssten die Bischofsernennungen wesentlich transparenter werden. Es wäre notwendig, nach erfolgter Wahl sowohl die vom Domkapitel in Rom eingereichte Liste als auch die von Rom endgültig festgelegte Terna zu veröffentlichen, damit jeder erkennen kann, was in Rom da noch geändert wurde. Ebenso sollten die Stimmanteile der jeweiligen Kandidaten veröffentlicht werden (so wie das bei jeder Wahl eines evangelischen Landesbischofs auch passiert). Bei Ernennungen ohne Wahl wird doch meines Wissens vom Nuntius ebenfalls eine Liste von möglichen Kandidaten nach Rom gegeben. Diese müsste ebenfalls veröffentlicht werden. Die Gläubigen haben doch ein Recht darauf zu erfahren, wie die Wahl ihres neuen Bischofs zustande gekommen ist?
Ganz abgesehen davon wäre die Wahl des Bischofs durch eine Synode natürlich der beste Weg der Neubesetzung.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von gc-148 » Sonntag 1. Juni 2014, 23:25

evangelisch hat geschrieben:Ganz abgesehen davon wäre die Wahl des Bischofs durch eine Synode natürlich der beste Weg der Neubesetzung.
DAS wäre die richtige und zeitgemäße Art der Wahl bzw Ernennung eines Bischofs.

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Edi
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Edi » Sonntag 1. Juni 2014, 23:32

evangelisch hat geschrieben:Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.

Diese Personalentscheidungen sind doch eigentlich etwas, womit ein Papst über seine Amtszeit hinaus Richtungen vorgeben und Akzente setzen kann.
Daher wäre es eigentlich nötig, eine Phalanx von wirklich progressiven Bischöfen vom Schlage Kasper, Lehmann oder Zollitsch zu installieren. Aber das passiert nicht. Die Neuernannten für Passau und Freiburg wirken zwar nach außen hin modern, vor allem durch ihr verhältnismäßig junges Alter, aber scheinen in ihrem Denken im Grunde doch sehr konservativ und eher rückwärts gewandt zu sein (genau wie die Masche mancher Freikirchen: Nach außen hin jugendlich, hip, modern, aber innen stockkonservativ und gestrig). Von daher bin ich skeptisch und hätte mir von Franziskus mehr Mut gewünscht. Hoffentlich wird nun wenigstens für Köln ein Mann wie Bode (der mir auch als Vorsitzender der DBK lieber gewesen wäre als Marx) oder Ackermann gewählt und ernannt.

Im übrigen müssten die Bischofsernennungen wesentlich transparenter werden. Es wäre notwendig, nach erfolgter Wahl sowohl die vom Domkapitel in Rom eingereichte Liste als auch die von Rom endgültig festgelegte Terna zu veröffentlichen, damit jeder erkennen kann, was in Rom da noch geändert wurde. Ebenso sollten die Stimmanteile der jeweiligen Kandidaten veröffentlicht werden (so wie das bei jeder Wahl eines evangelischen Landesbischofs auch passiert). Bei Ernennungen ohne Wahl wird doch meines Wissens vom Nuntius ebenfalls eine Liste von möglichen Kandidaten nach Rom gegeben. Diese müsste ebenfalls veröffentlicht werden. Die Gläubigen haben doch ein Recht darauf zu erfahren, wie die Wahl ihres neuen Bischofs zustande gekommen ist?
Ganz abgesehen davon wäre die Wahl des Bischofs durch eine Synode natürlich der beste Weg der Neubesetzung.
Sag doch lieber gleich, dir wäre es am liebsten, wenn die kath. Kirche evangelisch würde. Wahrscheinlich ginge dann der Kirchenbesuch noch schneller herunter auf die unter 5 % wie es bei den Evangelischen längst ist und die Moral ebenso. Eine Kirche, die sich wie die Evangelische nur noch der Welt anpasst und fast ein reiner Sozialverein ist, die reizt auf Dauer immer weniger Leute.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Lando II » Sonntag 1. Juni 2014, 23:41

evangelisch hat geschrieben:Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.

Diese Personalentscheidungen sind doch eigentlich etwas, womit ein Papst über seine Amtszeit hinaus Richtungen vorgeben und Akzente setzen kann.
Daher wäre es eigentlich nötig, eine Phalanx von wirklich progressiven Bischöfen vom Schlage Kasper, Lehmann oder Zollitsch zu installieren. Aber das passiert nicht. Die Neuernannten für Passau und Freiburg wirken zwar nach außen hin modern, vor allem durch ihr verhältnismäßig junges Alter, aber scheinen in ihrem Denken im Grunde doch sehr konservativ und eher rückwärts gewandt zu sein (genau wie die Masche mancher Freikirchen: Nach außen hin jugendlich, hip, modern, aber innen stockkonservativ und gestrig). Von daher bin ich skeptisch und hätte mir von Franziskus mehr Mut gewünscht. Hoffentlich wird nun wenigstens für Köln ein Mann wie Bode (der mir auch als Vorsitzender der DBK lieber gewesen wäre als Marx) oder Ackermann gewählt und ernannt.

Im übrigen müssten die Bischofsernennungen wesentlich transparenter werden. Es wäre notwendig, nach erfolgter Wahl sowohl die vom Domkapitel in Rom eingereichte Liste als auch die von Rom endgültig festgelegte Terna zu veröffentlichen, damit jeder erkennen kann, was in Rom da noch geändert wurde. Ebenso sollten die Stimmanteile der jeweiligen Kandidaten veröffentlicht werden (so wie das bei jeder Wahl eines evangelischen Landesbischofs auch passiert). Bei Ernennungen ohne Wahl wird doch meines Wissens vom Nuntius ebenfalls eine Liste von möglichen Kandidaten nach Rom gegeben. Diese müsste ebenfalls veröffentlicht werden. Die Gläubigen haben doch ein Recht darauf zu erfahren, wie die Wahl ihres neuen Bischofs zustande gekommen ist?
Ganz abgesehen davon wäre die Wahl des Bischofs durch eine Synode natürlich der beste Weg der Neubesetzung.
Du hast insofern Recht, dass man als Papst mit solchen Personalentscheidungen durchaus Richtungen vorgeben kann (kann, nicht muss). Aber wieso bist du dir so sicher, dass Franziskus bei diesen Ernennungen nicht genau das getan hat? Wenn es ihm egal gewesen wäre, hätte er den Vorschlag, den Freiburg geliefert hat, genau so belassen können! Vielleicht wollte er ganz bewusst keinen zweiten Zollitsch. Vielleicht wollte er bewusst einen, der noch weiß, was katholisch ist.
Das ist doch auch eine Richtung, die man vorgeben kann, nur eine andere, als die deutsche Presse erwartet hat...
Mich hatte schon gewundert, wie früh er Zollitsch abberufen hat, er hätte durchaus warten können, bis seine Zeit als Vorsitzender der DBK vorbei ist, aber er hat ihn quasi zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Rente geschickt.

Veröffentlichungen von solchen Wahlen sind immer ein zweischneidiges Schwert! Einerseits interessant, andererseits verbrennt man damit unterlegene Kandidaten. DAS sollte man auch immer mitbedenken. Und was würde sich für die Gläubigen wirklich ändern, wenn sie die Wahlergebnisse kennen würden? Ich glaube, nichts! Ist doch letztlich nur Befriedigung der eigenen Neugier.

Synoden? Wenn, dann weltweit, sonst ist das Quatsch!
Aber was wäre, wenn z.B. China oder Nordkorea seine Bischöfe selbst bestimmen könnte? Was wäre gewesen, wenn (ganz extrem) Hitler die deutschen Bischöfe hätte bestimmen können?
Es kann Fehlentscheidungen geben, aber das aktuelle System der Bischofswahlen ist gut so wie es ist. Demokratie hat Vorteile, in der Kirche ist sie aber letztlich fehl am Platz.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von evangelisch » Sonntag 1. Juni 2014, 23:41

Edi hat geschrieben: Sag doch lieber gleich, dir wäre es am liebsten, wenn die kath. Kirche evangelisch würde.
Nein, das sage ich ja gar nicht. Aber es ist doch unbestritten, dass die derzeitigen, intransparenten Methoden der Bischofsernennung von den Kirchenmitgliedern immer weniger verstanden und auch akzeptiert werden. Wie viele Konflikte zwischen Kirchenvolk und Kirchenleitung in den letzten Jahren - und damit auch wie viel Glaubwürdigkeitsverlust - hätte man sich ersparen können, wenn man die Gläubigen an Bischofsernennungen angemessen beteiligt hätte (ich nenne nur mal die Namen Haas, Tebartz-van Elst, Krenn, Mixa, Meisner, Huonder)? Ich behaupte mal, die meisten der Genannten (und die Liste ließe sich noch fortsetzen) wären unter anderen Umständen gar nicht erst ins Amt gekommen. Und gegen den Willen seines eigenen Kirchenvolkes kann nun mal kaum ein Bischof im Amt bleiben - TvE, Mixa, Krenn, Groer sind alle nicht mehr im Amt, Haas nur für den Preis der Spaltung der liechtensteinischen Gläubigen...

Natürlich ist auch ein demokratischeres Verfahren keine Geling-Garantie, aber das Konfliktpotential ließe sich im Vorfeld zumindest minimieren. Mir wäre aus dem Bauch heraus in jüngerer Vergangenheit kein Fall bekannt, in dem ein von einer Synode gewählter evangelischer Bischof auf Druck der eigenen Gläubigen vorzeitig zurücktreten musste...also kann unser System vergleichsweise so schlecht nicht sein.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von gc-148 » Sonntag 1. Juni 2014, 23:50

Die Bischofsernennung durch den Papst ist Modernismus ... Wahlen und Ernennunger vor Ort mit Präsention sind viel traditioneller!

taddeo
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von taddeo » Montag 2. Juni 2014, 00:11

gc-148 hat geschrieben:Die Bischofsernennung durch den Papst ist Modernismus ... Wahlen und Ernennunger vor Ort mit Präsention sind viel traditioneller!
Aber ein Modernismus, der mittlerweile "unvordenkliches Gewohnheitsrecht" für sich geltend machen kann. :pfeif:

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Quasinix » Montag 2. Juni 2014, 01:06

evangelisch hat geschrieben:Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.
Ich bin auch enttäuscht davon, daß die Protestanten nicht endlich wieder in den Schoß der Mutterkirche zurückkehren, die sie vor einem halben Jahrtausend verlassen haben. Stattdessen werden dort total basisdemokratisch Funktionsträger installiert, die immer weiter entfernt von jeglicher biblischen und christlichen Grundlage agieren.
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Exilfranke » Montag 2. Juni 2014, 01:19

Die Evangelen haben Bischöfe? Wofür?
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Ralf » Montag 2. Juni 2014, 08:35

Quasinix hat geschrieben:
evangelisch hat geschrieben:Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.
Ich bin auch enttäuscht davon, daß die Protestanten nicht endlich wieder in den Schoß der Mutterkirche zurückkehren, die sie vor einem halben Jahrtausend verlassen haben. Stattdessen werden dort total basisdemokratisch Funktionsträger installiert, die immer weiter entfernt von jeglicher biblischen und christlichen Grundlage agieren.
Ich stimme Sogutwienichts nicht selten zu, aber da vollumfänglich. Selbst in existentiellen Fragen (Lebensrecht) dient die Leitung der protestantischen kirchlichen Gemeinschaften dem Hedonismus.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Pelikan » Montag 2. Juni 2014, 09:25

Wer mehr innerkirchliche Demokratie fordert, betrachtet üblicherweise nur die eine Seite: mehr Rechte. Dabei wären solche Rechte, falls sie kommen, unweigerlich auch mit erhöhter Verantwortung und Verpflichtung verbunden. Apostaten und Häretiker müßten mit wesentlich schärferer Strafverfolgung rechnen, wenn ihre Stimmen bei einer Bischofswahl zur Disposition stehen. Laissez-faire ist nur gegenüber Machtlosen praktikabel.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Florianklaus » Montag 2. Juni 2014, 09:34

evangelisch hat geschrieben: Mir wäre aus dem Bauch heraus in jüngerer Vergangenheit kein Fall bekannt, in dem ein von einer Synode gewählter evangelischer Bischof auf Druck der eigenen Gläubigen vorzeitig zurücktreten musste
Das dürfte wohl auch daran liegen, daß Eure "Bischöfe" nur Grüßauguste sind, die sowieso nicht zu melden haben. In den meisten Landeskirchen sind sie ja nicht einmal Vorsitzende der Synode.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von CIC_Fan » Montag 2. Juni 2014, 10:16

deiner Meinung nach?

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Florianklaus » Montag 2. Juni 2014, 10:22

CIC_Fan hat geschrieben:deiner Meinung nach?
Ich verstehe Deine Frage leider nicht.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von HeGe » Montag 2. Juni 2014, 11:18

taddeo hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:Ich denke man kann von einem generatuionswechsel sprechen der sich jetzt vollzieht die jungen bischöfe sind eben eher "neokonservativ" das wird vielleicht den stil etwas verbessern aber an den Inhalten kaum etwas ändern und es kommt jetzt wirklich die Generation zum Zug die nicht versteht was die Traditionalisten wollen ,ja es nicht verstehen kann
Hast Du die drei Zitate von Bischof Oster gelesen, die unter dem oben verlinkten Bericht stehen?
Die könnte ein Priester der FSSPX sicher unterschreiben, auch wenn er sie vielleicht etwas anders - "dogmatischer" - formulieren würde.
Der einzige Bischof, der eventuell Ottis Ansprüchen genügt, ist ohnehin Seine allerheiligste Allheiligkeit Marcel Lefebvre, Vater der Kirche, Tröster der Betrübten, König der Engel. Und auch dabei bin ich mir nicht ganz sicher.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von HeGe » Montag 2. Juni 2014, 11:23

evangelisch hat geschrieben:Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.

Diese Personalentscheidungen sind doch eigentlich etwas, womit ein Papst über seine Amtszeit hinaus Richtungen vorgeben und Akzente setzen kann.
Daher wäre es eigentlich nötig, eine Phalanx von wirklich progressiven Bischöfen vom Schlage Kasper, Lehmann oder Zollitsch zu installieren. Aber das passiert nicht. Die Neuernannten für Passau und Freiburg wirken zwar nach außen hin modern, vor allem durch ihr verhältnismäßig junges Alter, aber scheinen in ihrem Denken im Grunde doch sehr konservativ und eher rückwärts gewandt zu sein (genau wie die Masche mancher Freikirchen: Nach außen hin jugendlich, hip, modern, aber innen stockkonservativ und gestrig). Von daher bin ich skeptisch und hätte mir von Franziskus mehr Mut gewünscht. Hoffentlich wird nun wenigstens für Köln ein Mann wie Bode (der mir auch als Vorsitzender der DBK lieber gewesen wäre als Marx) oder Ackermann gewählt und ernannt.

Im übrigen müssten die Bischofsernennungen wesentlich transparenter werden. Es wäre notwendig, nach erfolgter Wahl sowohl die vom Domkapitel in Rom eingereichte Liste als auch die von Rom endgültig festgelegte Terna zu veröffentlichen, damit jeder erkennen kann, was in Rom da noch geändert wurde. Ebenso sollten die Stimmanteile der jeweiligen Kandidaten veröffentlicht werden (so wie das bei jeder Wahl eines evangelischen Landesbischofs auch passiert). Bei Ernennungen ohne Wahl wird doch meines Wissens vom Nuntius ebenfalls eine Liste von möglichen Kandidaten nach Rom gegeben. Diese müsste ebenfalls veröffentlicht werden. Die Gläubigen haben doch ein Recht darauf zu erfahren, wie die Wahl ihres neuen Bischofs zustande gekommen ist?
Ganz abgesehen davon wäre die Wahl des Bischofs durch eine Synode natürlich der beste Weg der Neubesetzung.
Damit die Kirche zu genau dem gleichen verrotteten Lion's Club-Klon wird, wie große Teile der evangelischen Gemeinschaften? Danke, aber nein danke.

Kümmere dich einfach um deinen eigenen Verein und lass deine allenfalls gut gemeinten ( :ikb_devil2: ) Ratschläge zu Dingen, die dich nichts angehen.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Didymus » Montag 2. Juni 2014, 12:32

gc-148 hat geschrieben:Die Bischofsernennung durch den Papst ist Modernismus ... Wahlen und Ernennunger vor Ort mit Präsention sind viel traditioneller!
Und wie sagtest du selbst so schön:
gc-148 hat geschrieben:auch darüber sind die Läufe der Zeit hinweggegangen......
viewtopic.php?p=726163#p726163)
:breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von iustus » Montag 2. Juni 2014, 13:33

evangelisch hat geschrieben:Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.
Als interessiertem Beobachter "von innen" geht es mir ganz anders. Ich muss ehrlich sagen, dass ich von den beiden Bischofsernennungen von Papst Franziskus in Deutschland hellauf begeistert bin.
Diese Personalentscheidungen sind doch eigentlich etwas, womit ein Papst über seine Amtszeit hinaus Richtungen vorgeben und Akzente setzen kann.
:ja: Auf jeden Fall.
Daher wäre es eigentlich nötig, eine Phalanx von wirklich progressiven Bischöfen vom Schlage Kasper, Lehmann oder Zollitsch zu installieren.
:D Das Gegenteil ist der Fall.

Aber das passiert nicht.
Ja, Gott sei Dank.
Die Neuernannten für Passau und Freiburg wirken zwar nach außen hin modern, vor allem durch ihr verhältnismäßig junges Alter, aber scheinen in ihrem Denken im Grunde doch sehr konservativ und eher rückwärts gewandt zu sein (genau wie die Masche mancher Freikirchen: Nach außen hin jugendlich, hip, modern, aber innen stockkonservativ und gestrig).
Das ist genau das, was die Kirche und die Welt heute brauchen.
Von daher bin ich skeptisch und hätte mir von Franziskus mehr Mut gewünscht.
Von daher bin ich guter Hoffnung und finde, dass Franziskus Mut bewiesen hat.
Hoffentlich wird nun wenigstens für Köln ein Mann wie Bode (der mir auch als Vorsitzender der DBK lieber gewesen wäre als Marx) oder Ackermann gewählt und ernannt.
Gott bewahre.
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von evangelisch » Montag 2. Juni 2014, 19:31

Florianklaus hat geschrieben: In den meisten Landeskirchen sind sie ja nicht einmal Vorsitzende der Synode.
Das ist ja auch nur folgerichtig. Oder ist der Ministerpräsident eines Bundeslandes gleichzeitig Präsident des Landtages? Ist Frau Merkel gleichzeitig Bundeskanzlerin und Bundestagspräsidentin? Die Trennung zwischen "Exekutive" und "Legislative" macht durchaus Sinn...
HeGe hat geschrieben: Kümmere dich einfach um deinen eigenen Verein und lass deine allenfalls gut gemeinten ( :ikb_devil2: ) Ratschläge zu Dingen, die dich nichts angehen.
Naja, es wird ja wohl erlaubt sein, sich um die Vorgänge in der "Schwesterkirche", mit der wir ja fleißig Ökumene betreiben, Gedanken zu machen. Und wenn dort Entwicklungen im Gange sind, die ich bedenklich finde, artikuliere ich das auch.

Auf Klischees und Provokationen wie "Sozialverein" oder "Lion's Club" gehe ich gar nicht erst groß ein. Geh einfach mal in einen x-beliebigen evangelischen Gottesdienst in Deiner Nähe. Kaum zu glauben, aber da wird von Gott die Rede sein...

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Edi » Montag 2. Juni 2014, 20:09

evangelisch hat geschrieben: Auf Klischees und Provokationen wie "Sozialverein" oder "Lion's Club" gehe ich gar nicht erst groß ein. Geh einfach mal in einen x-beliebigen evangelischen Gottesdienst in Deiner Nähe. Kaum zu glauben, aber da wird von Gott die Rede sein...

Das sagt noch lange nichts. Merkel und Gauck reden auch von Gott und viele andere. Die Frage ist nur, wie handeln sie und diese Frage muß man erst recht der EKD stellen, die sich kaum mehr an biblische Normen hält. Dabei beruft sich der Protestantismus doch ursprünglich mal auf den Gott der Bibel.
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von CIC_Fan » Montag 2. Juni 2014, 21:11

Florianklaus hat geschrieben:
CIC_Fan hat geschrieben:deiner Meinung nach?
Ich verstehe Deine Frage leider nicht.
Entschuldigung die frage war an deinen Vorposter gerichtet ich hatte dein Posting nicht gesehen

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Exilfranke » Montag 2. Juni 2014, 21:15

Das ist ja auch nur folgerichtig. Oder ist der Ministerpräsident eines Bundeslandes gleichzeitig Präsident des Landtages? Ist Frau Merkel gleichzeitig Bundeskanzlerin und Bundestagspräsidentin? Die Trennung zwischen "Exekutive" und "Legislative" macht durchaus Sinn...
Man merkt hier deutlich, wie verweltlicht evangelisches Denken inzwischen daherkommen kann. Krass. Seit wann gelten weltliche Konventionen für die Kirche? Die Kirche steht mit der Welt, aber nicht unter ihr. Weltliche Konventionen haben da nichts verloren. Jesus Christus war gleichzeitig Mensch und Gott. Komm du ihm hier mal mit deiner Kleinbürger-Logik.
Auf Klischees und Provokationen wie "Sozialverein" oder "Lion's Club" gehe ich gar nicht erst groß ein. Geh einfach mal in einen x-beliebigen evangelischen Gottesdienst in Deiner Nähe. Kaum zu glauben, aber da wird von Gott die Rede sein...
Fragt sich, von welchem.
Naja, es wird ja wohl erlaubt sein, sich um die Vorgänge in der "Schwesterkirche", mit der wir ja fleißig Ökumene betreiben.
Ökumene ist für mich, wenn ich beim Marsch für das Leben in Berlin gemeinsam mit Evangelen, Freikirchlern, Orhtodoxen etc. Gottesdienst feiere. Nicht deine politisierte Kampfsicht auf die Kirche, dieses Einteilen in progressiv/konservativ, links/rechts, gut/böse. So lange du das nicht einsiehst, verweigere ich mich deinem "Betreiben" von Ökumene.

Besten Gruß

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Ralf » Montag 2. Juni 2014, 22:04

evangelisch hat geschrieben:
Florianklaus hat geschrieben: In den meisten Landeskirchen sind sie ja nicht einmal Vorsitzende der Synode.
Das ist ja auch nur folgerichtig. Oder ist der Ministerpräsident eines Bundeslandes gleichzeitig Präsident des Landtages? Ist Frau Merkel gleichzeitig Bundeskanzlerin und Bundestagspräsidentin? Die Trennung zwischen "Exekutive" und "Legislative" macht durchaus Sinn...
Seid Ihr schon so verweltlicht? Das mag ich nicht glauben .....
HeGe hat geschrieben: Kümmere dich einfach um deinen eigenen Verein und lass deine allenfalls gut gemeinten ( :ikb_devil2: ) Ratschläge zu Dingen, die dich nichts angehen.
Naja, es wird ja wohl erlaubt sein, sich um die Vorgänge in der "Schwesterkirche", mit der wir ja fleißig Ökumene betreiben, Gedanken zu machen. Und wenn dort Entwicklungen im Gange sind, die ich bedenklich finde, artikuliere ich das auch.
Natürlich darfst Du das. Aber da die real existierende Evangelische Kirche für die allermeisten Forumsschreiber hier der Inbegriff von NichtKirche ist und deren Verfassung alles andere als erstrebenswert erscheint, wirst Du Dich über entsprechende Kommentare nicht wundern.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von evangelisch » Montag 2. Juni 2014, 22:19

Exilfranke hat geschrieben:Man merkt hier deutlich, wie verweltlicht evangelisches Denken inzwischen daherkommen kann. Krass. Seit wann gelten weltliche Konventionen für die Kirche? Die Kirche steht mit der Welt, aber nicht unter ihr. Weltliche Konventionen haben da nichts verloren. Jesus Christus war gleichzeitig Mensch und Gott. Komm du ihm hier mal mit deiner Kleinbürger-Logik.
Der Vergleich mit der "weltlichen" Demokratie drängt sich bei einer demokratisch verfassten Kirche nun mal auf. Die Strukturen sind ja auch nicht unähnlich (Kirchengemeinderat-weltlicher Gemeinderat, Bezirkssynode-Kreistag, Landessynode-Landtag). Und das ist ja auch nichts schlechtes. Die demokratischen Strukturen haben sich sowohl in der Kirche als auch in der Welt bewährt.
Exilfranke hat geschrieben:Nicht deine politisierte Kampfsicht auf die Kirche, dieses Einteilen in progressiv/konservativ, links/rechts, gut/böse. So lange du das nicht einsiehst, verweigere ich mich deinem "Betreiben" von Ökumene.
Auch wenn man das Schubladendenken nicht mag, es gibt diese Lager nun mal, und sie gehen quer durch beide Kirchen. Solange das so ist, ist es auch nötig, sich innerkirchlich zu positionieren.
Wenn man das überwinden möchte, wäre es nötig, dass das konfessionelle Spektrum, das momentan sehr heterogen ist, homogener wird. Das heißt also, es müsste entlang den bekannten Lagern "Wanderungsbewegungen" geben. Konkret: Liberale Katholiken müssten altkatholisch oder evangelisch werden, die konservativen Landeskirchler vermehrt zu Freikirchen/SELK gehen. Aber das passiert ja nicht (warum auch immer).
Exilfranke hat geschrieben: Exilfranke (jung, modern, gebildet und vermutlich "gestrig")
Schlimm genug...

Ralf
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Ralf » Montag 2. Juni 2014, 22:39

evangelisch hat geschrieben:Die demokratischen Strukturen haben sich sowohl in der Kirche als auch in der Welt bewährt.
Nun, dies werden hier die allermeisten anders sehen (ich auch), zumindest was die Kirche angeht.

Ich gehöre übrigens keiner Konfession an, da ich außer dem Öffentlichen Glaubensbekenntnis (das Apostolische oder noch lieber das Nizäa-Konstantinopolitanische) und dem Bekenntnis meiner Sünden (gegenüber dem Priester) nichts bekenne.

Ich bin davon überzeugt, der Einen Kirche Jesu Christi anzugehören (allerdings nur voll, wenn ich im Stand der Gnade bin). Der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen.
Hier im Kreuzgang-Forum ist es weit verbreitet, Gericht über die Bischöfe als Hirten der Kirche zu halten. Manch einer dünkt sich besonders schlau und autoritativ. Man sollte das nicht allzu ernst nehmen.

gc-148
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von gc-148 » Montag 2. Juni 2014, 23:09

iustus hat geschrieben:Als interessiertem Beobachter "von innen" geht es mir ganz anders. Ich muss ehrlich sagen, dass ich von den beiden Bischofsernennungen von Papst Franziskus in Deutschland hellauf begeistert bin.
Kennst Du den Freiburger - oder nur das eine Bild von ihm in Soutane?

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Pit
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Pit » Montag 2. Juni 2014, 23:14

iustus hat geschrieben:
evangelisch hat geschrieben:Als interessierter Beobachter "von außen" muss ich ehrlich sagen, dass ich von den Bischofsernennungen von Papst Franziskus im deutschsprachigen Raum (Salzburg, Passau, Freiburg) bislang recht enttäuscht bin.
Als interessiertem Beobachter "von innen" geht es mir ganz anders. Ich muss ehrlich sagen, dass ich von den beiden Bischofsernennungen von Papst Franziskus in Deutschland hellauf begeistert bin.
[/quote]

"evangelisch" schrieb,dass der neue Bischof von Passau eigentlich konservativ ist und ich ergänze meine Meinung zu dem Thema:Gott sei dank!"
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Niels
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Re: Bischofsernennungen

Beitrag von Niels » Montag 2. Juni 2014, 23:54

evangelisch hat geschrieben: Naja, es wird ja wohl erlaubt sein, sich um die Vorgänge in der "Schwesterkirche", mit der wir ja fleißig Ökumene betreiben, Gedanken zu machen. Und wenn dort Entwicklungen im Gange sind, die ich bedenklich finde, artikuliere ich das auch.
Meinen Segen haste. :nuckel:
Gedanken kann sich jeder machen. Aber begründete und sachlich fundierte Äüßerungen wären nicht unhilfreich. :blinker:
evangelisch hat geschrieben:Auf Klischees und Provokationen wie "Sozialverein" oder "Lion's Club" gehe ich gar nicht erst groß ein.
Wieso nicht? :detektiv: Hast Du keine Lust - oder keine Argumente? Oder fehlt beides?
Geh einfach mal in einen x-beliebigen evangelischen Gottesdienst in Deiner Nähe. Kaum zu glauben, aber da wird von Gott die Rede sein...[/quote] :kugel:
Mit diesem Satz bedienst Du jedes Klischee...
O Herr, verleih, dass Lieb' und Treu'
in dir uns all verbinden,
dass Hand und Mund zu jeder Stund'
dein' Freundlichkeit verkünden,
bis nach der Zeit den Platz bereit'
an deinem Tisch wir finden.

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