Friede auf Erden!
Verfasst: Donnerstag 1. Januar 2009, 12:39
Der Papst schreibt zum Weltfriedenstag 2009 in der Weihnachtszeit.
overkott hat geschrieben:Der Papst schreibt zum Weltfriedenstag 2009 in der Weihnachtszeit.
Aber das bloß mal so am Rande … Friede allen! Pax omnibus vobis.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das Fest am 2. Februar – volkstümlich Mariä Lichtmeß – nennt man offiziell übrigens auch nicht mehr purificatio Mariæ (Reinigung Mariens), sondern præsentatio Domini (Darstellung des Herrn [im Tempel]). Das wird damit begründet, es sei doch eigentlich ein Herrenfest. Doch mit dem Fest der Beschneidung hat man das Gegenteil getan, nämlich ein Herrenfest eliminiert, obgleich es im Ablauf des Weihnachtsfestkreises genau dort, am 1. Januar, seinen ordentlichen Platz hätte. Ebenso ergibt sich der Termin des 2. Februar unmittelbar zuerst für das Reinigungsopfer Mariens am 40. Tag, auch wenn die Darstellung dann praktischerweise zugleich geschah.
Warum also beide Änderungen? – Man wollte wohl, scheint mir, solche anstößigen Sachen den aufgeklärten Gläubigen nicht länger zumuten. Daß man den kleinen Jesus tatsächlich am Gottseibeiuns beschnitten hat, das ist doch wirklich pfui und baba! Und daß eine Wöchnerin ein Reinigungsopfer darbringen muß, wo man diesen natürlichsten aller Vorgänge doch wunderschön am Nachmittag im Fernsehen zeigen kann, das ist doch …! Und dann auch noch in der Kirche drüber reden – pfui pfui, schnell drei Kreuze geschlagen!
Was, Jesus war Jude? Natürlich! Unser älterer Bruder! Wie, was, die Juden tun das – beschn... – psssst! Geh mir weg damit, das sind halt Bräuche, aber hier geht um Theologie und um unser Glaubenszeugnis. Bleib doch weg mit irgendwelchen alten Riten. – Was, historisch war es … jetzt aber Schluß! Es geht doch darum, daß Gott Mensch werden kann! Wie bei Jesus, so bei mir und dir. Dafür ist Jesus uns ein Vorbild, aber mit der <nuschelnuschel> hat das doch wirklich <schüttel> nichts zu tun. Und was soll überhaupt immer diese alte Geschichte! Hier und heute sollen wir uns vergöttlichen! Aber das ist eine geistige Sache! Und jetzt Schluß mit diesem Thema. Sie sind ja völlig leibfeindlich!
Raphael hat geschrieben:Das wünsche ich Dir auch, lieber [Punkt]
Auf das in diesem Jahr die Gedankengänge geradeaus laufen und damit nachvollziehbarer werden!
Eigentlich sollte wir den Weltfriedenstag als echtes Weihnachtsfest verstehen. Darüber hinaus wünsche ich mir noch das Hochfest des barmherzigen Samariters. Aber das feiern wir ja eigentlich nicht nur Weihnachten, sondern an vielen Heiligenfesten.Robert Ketelhohn hat geschrieben:overkott hat geschrieben:Der Papst schreibt zum Weltfriedenstag 2009 in der Weihnachtszeit.Hm. Dieser Botschaft kann ich in manchem lebhaft und freudig zustimmen, an andern Stellen habe ich – teils sogar massive – Einwände. Aber abgesehen von den einzelnen Inhalten, kommt mir das ganze sonderbar deplaciert vor.
Offiziell begeht ja die Kirche heute ein sogenanntes „Hochfest der Gottesmutter Maria“. Wieso muß man da nach VN-Art einen „Weltfriedenstag“ drüberlegen? – Nun ja, vielleicht, weil seit der Einführung dieses bis heute seltsam künstlich wirkenden (weil eines Anlasses entbehrenden) Hochfestes der Gottesmutter Maria keiner dessen Sinn so recht verstanden hat?
Nach Art der Welt statt dessen profane Welt-irgendwas-Tage zu begehen scheint aber auch nicht wesentlich passender. Eigentlich ist der achte Tag nach der Geburt Jesu – abgesehen von der Oktavfeier – ja der Tag der Beschneidung. Zur Eliminierung dieses Fests schrieb ich einmal:Aber das bloß mal so am Rande … Friede allen! Pax omnibus vobis.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Das Fest am 2. Februar – volkstümlich Mariä Lichtmeß – nennt man offiziell übrigens auch nicht mehr purificatio Mariæ (Reinigung Mariens), sondern præsentatio Domini (Darstellung des Herrn [im Tempel]). Das wird damit begründet, es sei doch eigentlich ein Herrenfest. Doch mit dem Fest der Beschneidung hat man das Gegenteil getan, nämlich ein Herrenfest eliminiert, obgleich es im Ablauf des Weihnachtsfestkreises genau dort, am 1. Januar, seinen ordentlichen Platz hätte. Ebenso ergibt sich der Termin des 2. Februar unmittelbar zuerst für das Reinigungsopfer Mariens am 40. Tag, auch wenn die Darstellung dann praktischerweise zugleich geschah.
Warum also beide Änderungen? – Man wollte wohl, scheint mir, solche anstößigen Sachen den aufgeklärten Gläubigen nicht länger zumuten. Daß man den kleinen Jesus tatsächlich am Gottseibeiuns beschnitten hat, das ist doch wirklich pfui und baba! Und daß eine Wöchnerin ein Reinigungsopfer darbringen muß, wo man diesen natürlichsten aller Vorgänge doch wunderschön am Nachmittag im Fernsehen zeigen kann, das ist doch …! Und dann auch noch in der Kirche drüber reden – pfui pfui, schnell drei Kreuze geschlagen!
Was, Jesus war Jude? Natürlich! Unser älterer Bruder! Wie, was, die Juden tun das – beschn... – psssst! Geh mir weg damit, das sind halt Bräuche, aber hier geht um Theologie und um unser Glaubenszeugnis. Bleib doch weg mit irgendwelchen alten Riten. – Was, historisch war es … jetzt aber Schluß! Es geht doch darum, daß Gott Mensch werden kann! Wie bei Jesus, so bei mir und dir. Dafür ist Jesus uns ein Vorbild, aber mit der <nuschelnuschel> hat das doch wirklich <schüttel> nichts zu tun. Und was soll überhaupt immer diese alte Geschichte! Hier und heute sollen wir uns vergöttlichen! Aber das ist eine geistige Sache! Und jetzt Schluß mit diesem Thema. Sie sind ja völlig leibfeindlich!