Alles zum Thema "Organspende"

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Seraphina
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Seraphina » Donnerstag 2. August 2012, 21:48

Da hast du natürlich recht. Und plötzlich kommt mir die Diskussion vor, wie jene bezüglich der Abtreibung "ab wann ist ein Mensch ein Mensch", die ebenso unsinnig ist, geführt zu werden...
Das menschliche Leben ist zu schützen von der Zeugung bis zum endgültigen Tod.

Aber wie will man eine solche These vertreten als einfache Jugendlich aus dem Glauben heraus, wenn selbst Bischöfe etwas anderes sagen...?
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taddeo
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von taddeo » Donnerstag 2. August 2012, 23:15

Seraphina hat geschrieben:Aber wie will man eine solche These vertreten als einfache Jugendlich aus dem Glauben heraus, wenn selbst Bischöfe etwas anderes sagen...?
Indem Du nicht einfach eine solche These vertrittst, wenn Du mit "Höhergestellten" darüber redest, sondern vielmehr die Thesen Deiner Gesprächspartner hinterfragst. Das ist ein unbestreitbares Recht gerade der Jugend, die Richtigkeit von Aussagen in Frage zu stellen, selbst wenn sie von einem Bischof kommen: "Aber warum ist es dann so, daß ..."
Man wird Dich viel eher ernstnehmen, glaub mir.
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Seraphina
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Seraphina » Freitag 3. August 2012, 13:42

taddeo hat geschrieben:
Seraphina hat geschrieben:Aber wie will man eine solche These vertreten als einfache Jugendlich aus dem Glauben heraus, wenn selbst Bischöfe etwas anderes sagen...?
Indem Du nicht einfach eine solche These vertrittst, wenn Du mit "Höhergestellten" darüber redest, sondern vielmehr die Thesen Deiner Gesprächspartner hinterfragst. Das ist ein unbestreitbares Recht gerade der Jugend, die Richtigkeit von Aussagen in Frage zu stellen, selbst wenn sie von einem Bischof kommen: "Aber warum ist es dann so, daß ..."
Man wird Dich viel eher ernstnehmen, glaub mir.
Okay, ich werde mir Mühe geben. ;-)
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iustus
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Sonnabend 4. August 2012, 14:21

Seraphina hat geschrieben:Da hast du natürlich recht. Und plötzlich kommt mir die Diskussion vor, wie jene bezüglich der Abtreibung "ab wann ist ein Mensch ein Mensch", die ebenso unsinnig ist, geführt zu werden...
Das menschliche Leben ist zu schützen von der Zeugung bis zum endgültigen Tod.
Also was mit Hirntoten tun? Sie müssten dann am Leben erhalten werden (siehe vorige Seite) wie Wachkomapatienten. Eine schlüssige Begründung, warum man ausgerechnet bei Hirntoten die künstliche Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen unterlassen dürfte, hat mir noch niemand mitgeteilt.
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lifestylekatholik
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 4. August 2012, 15:35

iustus hat geschrieben:Also was mit Hirntoten tun? Sie müssten dann am Leben erhalten werden (siehe vorige Seite)
Äh, warum? (Das soll keine Fangfrage sein, ich weiß es ehrlich nicht.)
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Sonnabend 4. August 2012, 15:47

lifestylekatholik hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:Also was mit Hirntoten tun? Sie müssten dann am Leben erhalten werden (siehe vorige Seite)
Äh, warum? (Das soll keine Fangfrage sein, ich weiß es ehrlich nicht.)
Ich gehe einmal grundsätzlich davon aus, dass wir - um das Leben zu erhalten - auch verpflichtet sind, bestimmte Maßnahmen zur Lebenserhaltung zu ergreifen. Die Frage ist: Welche dürfen (bzw. hier: müssen) das sein? Wann ist es erlaubt, diese Maßnahmen nicht zu ergreifen und damit von der "Lebenserhaltung" abzusehen?

Mit einer Blinddarm-OP wird Leben künstlich erhalten, das ansonsten zuende gehen würde. Ein anderes Beispiel ist die künstliche Ernährung über eine Sonde. Und die Frage konsequent weitergestellt, komme ich zur Lebenserhaltung bei Hirntoten.

Oder würdest Du sagen: Es besteht in keinem Fall und nie eine Pflicht zur künstlichen Aufrechterhaltung des Lebens?

Falls eine solche aber besteht: Bei welchen künstlichen Mitteln hört sie auf?
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Seraphina
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Seraphina » Sonnabend 4. August 2012, 16:07

Das ist eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe, besonders da manche Menschen ja auch gar nicht künstlich am Leben erhalten werden möchten, sondern sagen, "wenn ich sterben soll, dann lasst mich sterben" und es unter Umständen eine große Qual für diese Menschen bedeutet, weiterzuleben, gefangen in ihrem Körper, unfähig noch irgendwas alleine zu tun.

Wobei das eigentlich OT ist, aber wenn wir darauf eine Antwort haben, könnten wir sie evtl auf "hirntote" übertragen.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Sonnabend 4. August 2012, 16:14

Seraphina hat geschrieben: Wobei das eigentlich OT ist, aber wenn wir darauf eine Antwort haben, könnten wir sie evtl auf "hirntote" übertragen.
Für mich hängt es insofern mit dem Thema zusammen als ich in der Organspende die Lösung dieser Frage erkenne: Ich würde eine Pflicht zur Aufrechterhaltung des Lebens durch künstliche Maßnahmen bejahen - konsequenterweise auch bei Hirnoten (denn wie gesagt erkenne ich keinen Unterschied zu beispielsweise Wachkoma oder der mangelnden Fähigkeit, Nahrung aufzunehmen, der eine Einstellung der Lebenserhaltung rechtfertigen würde: Warum bei dem einen, aber nicht bei dem anderen?).

Das Leben hinzugeben für jemanden anderen, der dadurch weiterleben kann, macht für mich Sinn. Wie gesagt: Gamaliel hat mit allerlei komplizierten Ausführungen einmal versucht dazulegen, warum die Organspende dennoch moralisch unerlaubt sein soll. Diese Ausführungen haben mich nicht überzeugt.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Sonnabend 4. August 2012, 16:16

Seraphina hat geschrieben:Das ist eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe, besonders da manche Menschen ja auch gar nicht künstlich am Leben erhalten werden möchten, sondern sagen, "wenn ich sterben soll, dann lasst mich sterben" und es unter Umständen eine große Qual für diese Menschen bedeutet, weiterzuleben, gefangen in ihrem Körper, unfähig noch irgendwas alleine zu tun.
Eben. Wie ist diese Frage zu beantworten?
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 4. August 2012, 16:20

iustus hat geschrieben:Für mich hängt es insofern mit dem Thema zusammen als ich in der Organspende die Lösung dieser Frage erkenne: Ich würde eine Pflicht zur Aufrechterhaltung des Lebens durch künstliche Maßnahmen bejahen - konsequenterweise auch bei Hirnoten (denn wie gesagt erkenne ich keinen Unterschied zu beispielsweise Wachkoma oder der mangelnden Fähigkeit, Nahrung aufzunehmen, der eine Einstellung der Lebenserhaltung rechtfertigen würde: Warum bei dem einen, aber nicht bei dem anderen?).
Nein, das ist falsch, auch wenn du es noch x-mal wiederholst:

Ein "Hirntoter" ist noch nicht tot. Er befindet sich im Sterbeprozess. Nachdem er gestorben ist, darf man ihm die Organe entnehmen, aber nicht vorher. Wer vorher lebenswichtige Organe entnimmt, ermordet ihn durch sein aktives Handeln. Du darfst aber niemanden zum Mörder machen.

Du darfst (und musst) aber unter Umständen Menschen sterben lassen, die sich bereits im Sterbeprozess befinden und für die du nichts mehr tun kannst. Das ist aber eine andere Frage, die, wie Seraphina bereits sagte, kaum etwas mit der Frage der Organspende zu tun hat.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Sonnabend 4. August 2012, 16:24

lifestylekatholik hat geschrieben: Du darfst (und musst) aber unter Umständen Menschen sterben lassen, die sich bereits im Sterbeprozess befinden und für die du nichts mehr tun kannst.
Der Sterbeprozess beginnt mit der Geburt.

Für Hirnote können wir sehr wohl etwas tun: sie mit der entsprechenden Technik weiterleben lassen.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Sonnabend 4. August 2012, 16:26

lifestylekatholik hat geschrieben: Ein "Hirntoter" ist noch nicht tot. Er befindet sich im Sterbeprozess.
Siehe oben. Wieso? Wann beginnt der Sterbeprozess?
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von lifestylekatholik » Sonnabend 4. August 2012, 16:33

iustus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben: Du darfst (und musst) aber unter Umständen Menschen sterben lassen, die sich bereits im Sterbeprozess befinden und für die du nichts mehr tun kannst.
Der Sterbeprozess beginnt mit der Geburt.

Für Hirnote können wir sehr wohl etwas tun: sie mit der entsprechenden Technik weiterleben lassen.
iustus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben: Ein "Hirntoter" ist noch nicht tot. Er befindet sich im Sterbeprozess.
Siehe oben. Wieso? Wann beginnt der Sterbeprozess?
Das sind andere Fragen. Sie haben mit dem Thema Organspende nichts zu tun. Daraus lässt sich keine Rechtfertigung der Spende lebensnotwendiger Organe von noch Lebenden ableiten. :roll:
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Sonnabend 4. August 2012, 16:42

Mir ist ziemlich egal, in welchem Thread diese Fragen beantwortet werden. Ich weise in diesem Thread nur deshalb auf diese Fragen hin, weil ich es für widersprüchlich halte, die Organspende mit dem Argument abzulehnen, dass der Spender dabei getötet wird, es aber für zulässig zu halten, die lebenserhaltenden Maschinen abzustellen. Denn dadurch wird er ebenfalls getötet.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Pit » Sonnabend 4. August 2012, 23:27

iustus hat geschrieben: ......die lebenserhaltenden Maschinen abzustellen. Denn dadurch wird er ebenfalls getötet.
Aber nur, wenn die Hirntätigkeit noch gegeben ist,denn wenn das Hirn die lebenswichtigen Organe nicht mehr "in Gang hält", dann lebt der Mensch nicht mehr.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 23. August 2012, 17:28

Kennt jemand die folgende Webseite?

http://organos.info/

Hier kann man (angeblich) rechtswirksame, länderspezifische Widerspruchsdokumente gegen die Organentnahme bestellen.

Was ist davon zu halten? Wer steckt hinter dieser Initiative? Mir kommt das irgendwie nicht ganz seriös vor. Ein Impressum ist nicht vorhanden.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 23. August 2012, 17:37

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Kennt jemand die folgende Webseite?

http://organos.info/

Hier kann man (angeblich) rechtswirksame, länderspezifische Widerspruchsdokumente gegen die Organentnahme bestellen.

Was ist davon zu halten? Wer steckt hinter dieser Initiative? Mir kommt das irgendwie nicht ganz seriös vor. Ein Impressum ist nicht vorhanden.
Ein formelles Impressum fehlt in der Tat, aber der Urheber der Seite hebt sein Visier durchaus: http://organos.info/AboutUs.html
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 23. August 2012, 17:43

Ah, ja. Und hältst Du das Ganze für seriös?
:hmm:
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 23. August 2012, 17:46

Schwer zu sagen. Ich habe noch nicht alles durchgelesen. Ich bin skeptisch, habe allerdings noch keinen Anhaltspunkt für Unseriosität gefunden. Auf jeden Fall scheint das ein Ein-Mann-Unternehmen zu sein, semiprofessionell geführt.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von lifestylekatholik » Donnerstag 23. August 2012, 17:52

Beschaffe dir doch einfach einen Organspendeausweis. Darauf findet sich folgender Text:
Organspendeausweis nach § 2 des Transplantationsgesetzes hat geschrieben:Für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen/Geweben zur Transplantation in Frage kommt, erkläre ich:

... (blablabla) ...

[ ] NEIN, ich widerspreche einer Entnahme von Organen oder Geweben.

... (blablabla) ...

DATUM UNTERSCHRIFT
Du musst nur noch ankreuzen und unterschreiben.
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von iustus » Donnerstag 23. August 2012, 17:53

lifestylekatholik hat geschrieben:Beschaffe dir doch einfach einen Organspendeausweis. (...) Du musst nur noch ankreuzen und unterschreiben.
Zum Download hier:

http://www.organspendeausweis.org/
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)

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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 23. August 2012, 18:27

iustus hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Beschaffe dir doch einfach einen Organspendeausweis. (...) Du musst nur noch ankreuzen und unterschreiben.
Zum Download hier:

http://www.organspendeausweis.org/
Vielen Dank Euch für den Hinweis!
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Seraphina » Montag 3. September 2012, 20:39

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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 3. September 2012, 22:10

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Ah, ja. Und hältst Du das Ganze für seriös?
:hmm:
Durchaus. Was sollte da unseriös sein?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Wenzel » Mittwoch 31. Oktober 2012, 14:54

So ab morgen (01.11.) wird es ernst
es tritt die "Organspende"-Reform in Kraft
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... rntod.html
http://www.welt.de/finanzen/verbraucher ... ember.html

Da sind wir doch mal gespannt, was ab jetzt für Mengen steuergeldfinanzierter und krankenkassenbeitragsfinanzierter Werbung
"pro Organspende" gefahren werden
:pirat:
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Hubertus » Mittwoch 31. Oktober 2012, 18:39

Wenzel hat geschrieben:So ab morgen (01.11.) wird es ernst
es tritt die "Organspende"-Reform in Kraft
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... rntod.html
http://www.welt.de/finanzen/verbraucher ... ember.html

Da sind wir doch mal gespannt, was ab jetzt für Mengen steuergeldfinanzierter und krankenkassenbeitragsfinanzierter Werbung
"pro Organspende" gefahren werden
:pirat:
Blöd nur, daß die Schlagzeilen, in welche die
"Organspende" gerade geraten ist, den Propa-
gandisten z.Zt. nicht gerade in die Hände spie-
len. Die Kommentare unter den Artikeln dürf-
ten der Lobby gar nicht gefallen. :)
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von civilisation » Mittwoch 31. Oktober 2012, 19:12

Und dann gab es noch diese Meldung:
Im Oktober gab es deutschlandweit nur rund 6 statt wie üblich 1 Organspenden pro Monat. Der Grund dürfte die Verunsicherung durch Tricksereien bei der Organvergabe sein.
-> http://www.stern.de/panorama/weniger-or ... 18862.html

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Hubertus
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Hubertus » Mittwoch 31. Oktober 2012, 21:09

civilisation hat geschrieben:Und dann gab es noch diese Meldung:
Im Oktober gab es deutschlandweit nur rund 6 statt wie üblich 1 Organspenden pro Monat. Der Grund dürfte die Verunsicherung durch Tricksereien bei der Organvergabe sein.
-> http://www.stern.de/panorama/weniger-or ... 18862.html
... was natürlich andererseits wieder Druck erzeugt, für mehr "Nachwuchs" zu sorgen.
Bin mal gespannt, wann in Deutschland die Widerspruchsregelung umgedreht wird, wie
ja auch im Ausland. Nimmt uns vllt. auch einfach die EU mit einer einheitlichen Regelung
ab. :|
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Seraphina » Mittwoch 31. Oktober 2012, 21:38

Mal ne Frage... Als Arzt, der an einer Organspende mitwirkt, macht man sich ja irgendwie schon schuldig, weil man ja für gewöhnlich wissen sollte, dass man den Menschen tötet und er nicht bereits tot ist... (diese Diskussion müssen wir jetzt nicht zum zweihundertsten Mal neu aufrollen bitte, ja?)
Aber wie sieht das eigentlich aus, wenn man das weiß, aber dennoch selber Organspender ist..?
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Wenzel » Mittwoch 31. Oktober 2012, 21:59

Seraphina hat geschrieben:Mal ne Frage... Als Arzt, der an einer Organspende mitwirkt, macht man sich ja irgendwie schon schuldig, weil man ja für gewöhnlich wissen sollte, dass man den Menschen tötet und er nicht bereits tot ist... (diese Diskussion müssen wir jetzt nicht zum zweihundertsten Mal neu aufrollen bitte, ja?)
Aber wie sieht das eigentlich aus, wenn man das weiß, aber dennoch selber Organspender ist..?
Dann wäre das dann wie Selbstmord - mit Beihilfe :achselzuck:
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Seraphina » Mittwoch 31. Oktober 2012, 22:43

Wenzel hat geschrieben:
Seraphina hat geschrieben:Mal ne Frage... Als Arzt, der an einer Organspende mitwirkt, macht man sich ja irgendwie schon schuldig, weil man ja für gewöhnlich wissen sollte, dass man den Menschen tötet und er nicht bereits tot ist... (diese Diskussion müssen wir jetzt nicht zum zweihundertsten Mal neu aufrollen bitte, ja?)
Aber wie sieht das eigentlich aus, wenn man das weiß, aber dennoch selber Organspender ist..?
Dann wäre das dann wie Selbstmord - mit Beihilfe :achselzuck:
Eben, das dachte ich mir auch... :hmm:
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Re: Organspende: Kirchlich erlaubt?

Beitrag von Seraphina » Mittwoch 31. Oktober 2012, 22:45

Seraphina hat geschrieben:
Wenzel hat geschrieben:
Seraphina hat geschrieben:Mal ne Frage... Als Arzt, der an einer Organspende mitwirkt, macht man sich ja irgendwie schon schuldig, weil man ja für gewöhnlich wissen sollte, dass man den Menschen tötet und er nicht bereits tot ist... (diese Diskussion müssen wir jetzt nicht zum zweihundertsten Mal neu aufrollen bitte, ja?)
Aber wie sieht das eigentlich aus, wenn man das weiß, aber dennoch selber Organspender ist..?
Dann wäre das dann wie Selbstmord - mit Beihilfe :achselzuck:
Eben, das dachte ich mir auch... :hmm:
Und wenn andere das nicht wissen und einen Organspendeausweis haben, aber man selber das weiß...dann muss man ihnen es sagen, oder, sonst macht man sich selbst schuldig, oder?
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