Situation in China

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Niels
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Re: Situation in China

Beitrag von Niels » Freitag 6. April 2018, 16:16

"Bibel aus Onlinehandel verbannt": http://religion.orf.at/stories/2905122/
Resurrexit, sicut dixit, alleluia

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Lycobates
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Re: Situation in China

Beitrag von Lycobates » Freitag 6. April 2018, 17:05

Niels hat geschrieben:
Freitag 6. April 2018, 16:16
"Bibel aus Onlinehandel verbannt": http://religion.orf.at/stories/2905122/
Na ja, was für eine "Bibel" ist das denn?
Wenn das die "New Revised Standard Version" ist, wie auf dem Bild gezeigt, oder eine andere von einer protestantischen Bibelgesellschaft vertriebene "Bibel", ist das sogar eine zu begrüßende Maßnahme.
Überhaupt, Bibelübersetzungen sind doch generell suspekt, wenn man von Septuaginta, fürs AT, und der Sixto-Clementina absieht.

Fides ex auditu.
Das gilt auch für Chinesen.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

PascalBlaise
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Re: Situation in China

Beitrag von PascalBlaise » Freitag 6. April 2018, 17:10

Lycobates hat geschrieben:
Freitag 6. April 2018, 17:05
Niels hat geschrieben:
Freitag 6. April 2018, 16:16
"Bibel aus Onlinehandel verbannt": http://religion.orf.at/stories/2905122/
Na ja, was für eine "Bibel" ist das denn?
Wenn das die "New Revised Standard Version" ist, wie auf dem Bild gezeigt, oder eine andere von einer protestantischen Bibelgesellschaft vertriebene "Bibel", ist das sogar eine zu begrüßende Maßnahme.
Überhaupt, Bibelübersetzungen sind doch generell suspekt, wenn man von Septuaginta, fürs AT, und der Sixto-Clementina absieht.

Fides ex auditu.
Das gilt auch für Chinesen.
Tja, wieviele Chinesen wohl Altgriechisch oder Latein lesen können, bzw. bereit sind, zu lernen?
Das schränkt die potentiellen Addressaten schon stark ein.
Wobei meiner Vermutung nach das unangeleitete Studium der Bibel nach Meinung eines Lycobates vermutlich ohnehin ein Unding ist...
– et lux in tenebris lucet et tenebrae eam non comprehenderunt –

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Lycobates
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Re: Situation in China

Beitrag von Lycobates » Freitag 6. April 2018, 17:16

PascalBlaise hat geschrieben:
Freitag 6. April 2018, 17:10
Lycobates hat geschrieben:
Freitag 6. April 2018, 17:05
Niels hat geschrieben:
Freitag 6. April 2018, 16:16
"Bibel aus Onlinehandel verbannt": http://religion.orf.at/stories/2905122/
Na ja, was für eine "Bibel" ist das denn?
Wenn das die "New Revised Standard Version" ist, wie auf dem Bild gezeigt, oder eine andere von einer protestantischen Bibelgesellschaft vertriebene "Bibel", ist das sogar eine zu begrüßende Maßnahme.
Überhaupt, Bibelübersetzungen sind doch generell suspekt, wenn man von Septuaginta, fürs AT, und der Sixto-Clementina absieht.

Fides ex auditu.
Das gilt auch für Chinesen.
Tja, wieviele Chinesen wohl Altgriechisch oder Latein lesen können, bzw. bereit sind, zu lernen?
Das schränkt die potentiellen Addressaten schon stark ein.
Wobei meiner Vermutung nach das unangeleitete Studium der Bibel nach Meinung eines Lycobates vermutlich ohnehin ein Unding ist...
Ganz klar.
Die haben doch ihre Priester, bzw. das lebendige Zeugnis der Christen um sie herum.
So hat sich schon immer Mission gestaltet.
Wir sind keine Buchreligion.

(Mir ist schon klar, daß dieser Grundsatz in einem reformatorisch und bildungsbürgertum-geprägten (und oft dito verbildeten) Land wie Deutschland einen schweren Stand hat, aber es ist ein grundkatholischer Grundsatz, vgl. die Sätze 79, 80, 81, 82, 84, 85 gegen Quesnel, und er muß gewahrt werden)
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Lycobates
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Re: Situation in China

Beitrag von Lycobates » Freitag 6. April 2018, 18:13

Möglicherweise wurde dieser Index hier schon einmal verlinkt:
http://www.bishops-in-china.com/default.asp?iId=JIDHJ

Er enthält reichlich Informationen zur Hierarchie, diverser Couleur, in China.
Sehr interessant.
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Benedikt
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Re: Situation in China

Beitrag von Benedikt » Donnerstag 24. Mai 2018, 15:53

China: Neue Angriffe auf religiöse Vielfalt
Bisher wurde aber vielfach religiöses Leben toleriert, das in rechtlichen Graubereichen stattfand. Die revidierten "Vorschriften" sollen diese Grauzonen offenbar schließen. Sie enthalten mehr Verbote als bisher und konkrete Strafanordnungen. Geldstrafen von bis zu 4.000 Euro drohen jetzt beispielsweise Menschen, die Voraussetzungen für nicht genehmigte Gottesdienste schaffen, indem sie zum Beispiel Räume dafür zur Verfügung stellen. Stärkere Kontrolle gilt künftig den Auslandskontakten der Religionen, außerdem den religiösen Diensten im Internet und der Trennung von Erziehung und Religion. Seit 1. Februar wurde mehrfach gemeldet, dass Versammlungsstätten im Untergrund mit Verweis auf die Vorschriften geschlossen wurden. Ende März wurde der Verkauf von Bibeln auch in Onlinebestelldiensten gestoppt. Besorgniserregend sind Meldungen aus einigen Regionen, dass Minderjährige keine Gottesdienste mehr besuchen und die Gemeinden keine Religionskurse für Kinder mehr abhalten dürfen.
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Benedikt
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Re: Situation in China

Beitrag von Benedikt » Freitag 25. Mai 2018, 14:20

Derzeit prüft die chinesische Regierung eine Lockerung der Zwei-Kind-Politik: https://stream.org/goodbye-china-child-limits/
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