Mißbrauchsanschuldigungen I
Re: Nachrichten aus den Bistümern III
Auch ein Beichtgespräch ist eine Beichte, lediglich in etwas "entspannterer" Form. Ergo: Es zählt das Beichtgeheimnis.
???
Re: Nachrichten aus den Bistümern III
Für diesen Fall ist allerdings die Aussage des Sprechers von Kardinal Schönborn glatter Unsinn, denn ein in der Beichte erhaltenes Wissen darf der Priester nicht gebrauchen, schon gar nicht um in irgendeiner Form tätig zu werden:anneke6 hat geschrieben:Auch ein Beichtgespräch ist eine Beichte, lediglich in etwas "entspannterer" Form. Ergo: Es zählt das Beichtgeheimnis.
Wären dabei schwerwiegende Vorwürfe zu Sprache gekommen, hätte Schönborn weitere Vergehen verhindert und wäre in irgendeiner Form tätig geworden, so der Sprecher des Kardinals.
Re: Nachrichten aus den Bistümern III
Ich verstehe das so, daß zB bei der Beichte die Lossprechung verweigert worden wäre, bis der Betreffende selbst Schritte unternimmt, um sich der weltlichen Justiz zu überantworten. Das ist doch ein normales Vorgehen, oder?Gamaliel hat geschrieben:Für diesen Fall ist allerdings die Aussage des Sprechers von Kardinal Schönborn glatter Unsinn, denn ein in der Beichte erhaltenes Wissen darf der Priester nicht gebrauchen, schon gar nicht um in irgendeiner Form tätig zu werden:anneke6 hat geschrieben:Auch ein Beichtgespräch ist eine Beichte, lediglich in etwas "entspannterer" Form. Ergo: Es zählt das Beichtgeheimnis.
Wären dabei schwerwiegende Vorwürfe zu Sprache gekommen, hätte Schönborn weitere Vergehen verhindert und wäre in irgendeiner Form tätig geworden, so der Sprecher des Kardinals.
Mißbrauchsanschuldigungen
taddeo hat geschrieben:Ich verstehe das so, daß zB bei der Beichte die Lossprechung verweigert worden wäre, bis der Betreffende selbst Schritte unternimmt, um sich der weltlichen Justiz zu überantworten. Das ist doch ein normales Vorgehen, oder?Gamaliel hat geschrieben:Für diesen Fall ist allerdings die Aussage des Sprechers von Kardinal Schönborn glatter Unsinn, denn ein in der Beichte erhaltenes Wissen darf der Priester nicht gebrauchen, schon gar nicht um in irgendeiner Form tätig zu werden:anneke6 hat geschrieben:Auch ein Beichtgespräch ist eine Beichte, lediglich in etwas "entspannterer" Form. Ergo: Es zählt das Beichtgeheimnis.
Wären dabei schwerwiegende Vorwürfe zu Sprache gekommen, hätte Schönborn weitere Vergehen verhindert und wäre in irgendeiner Form tätig geworden, so der Sprecher des Kardinals.
In den medialen Berichten geht es ja darum, daß eine Frau (das "Opfer") dem Weihbischof Schönborn innerhalb der Beichte etwas über einen Priester (den "Täter") gesagt hat. Wären diese Informationen schwerwiegend gewesen, dann wäre - laut Sprecher des Kardinals - Schönborn tätig geworden.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ach so, sorry, dann hab ich was falsch aufgefaßt. 
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Vir Probatus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Die Beichte In der Form einer "Beschwerde":Gamaliel hat geschrieben:taddeo hat geschrieben:Ich verstehe das so, daß zB bei der Beichte die Lossprechung verweigert worden wäre, bis der Betreffende selbst Schritte unternimmt, um sich der weltlichen Justiz zu überantworten. Das ist doch ein normales Vorgehen, oder?Gamaliel hat geschrieben:Für diesen Fall ist allerdings die Aussage des Sprechers von Kardinal Schönborn glatter Unsinn, denn ein in der Beichte erhaltenes Wissen darf der Priester nicht gebrauchen, schon gar nicht um in irgendeiner Form tätig zu werden:anneke6 hat geschrieben:Auch ein Beichtgespräch ist eine Beichte, lediglich in etwas "entspannterer" Form. Ergo: Es zählt das Beichtgeheimnis.
Wären dabei schwerwiegende Vorwürfe zu Sprache gekommen, hätte Schönborn weitere Vergehen verhindert und wäre in irgendeiner Form tätig geworden, so der Sprecher des Kardinals.![]()
In den medialen Berichten geht es ja darum, daß eine Frau (das "Opfer") dem Weihbischof Schönborn innerhalb der Beichte etwas über einen Priester (den "Täter") gesagt hat. Wären diese Informationen schwerwiegend gewesen, dann wäre - laut Sprecher des Kardinals - Schönborn tätig geworden.
Pönitentin A beichtet bei Weihbischof S und"beschwert" sich über Kleriker M: Nun soll Weihbischof S dieses Wissen nutzen dürfen um gegen Kleriker M tätig werden zu können ?
Ich dachte immer, in einer Beichte spreche ich über meine Sünden und nicht über das, was mir an anderen nicht passt (.bzw. deren mutmassliche Sünden)
Mein Beichtunterricht war übrigens "vorkonziliar", 1961.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
So ist es, allerdings ändert das nichts daran, daß sich diese Frau - mißbräuchlicherweise - über Dritte in der "Beichte" geäußert hat und es ihr der Beichtvater anscheinend nicht verwehrt hat. Für mich ist allerdings anhand der gegenwärtigen medialen Berichtslage nicht klar, ob es sich überhaupt um eine Beichte bzw.ein Beichtgespräch gehandelt hat oder ob dies nur eine Schutzbehauptung ist, um die Untätigkeit des Weihbischofs zu rechtfertigen.Vir Probatus hat geschrieben:Ich dachte immer, in einer Beichte spreche ich über meine Sünden und nicht über das, was mir an anderen nicht passt (.bzw. deren mutmassliche Sünden)
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Irische Orden müssen Vermögenslage offenlegen
Daraus:
Daraus:
Die Orden in Irland verfügen nach Berechnungen des Bildungsministeriums über ein Gesamtvermögen von über 3,8 Milliarden Euro. Das geht aus Unterlagen der von Minister Ruairi Quinn geleiteten Behörde hervor, aus denen die Tageszeitung "Irish Examiner" (Montag) zitierte.
[...]
Die Gesamtsumme der Entschädigungszahlungen an Opfer wird inzwischen mit 1,36 Milliarden Euro veranschlagt. Die Orden erklärten sich 2009 bereit, sich mit 476 Millionen Euro daran zu beteiligen.
Das ist Bildungsminister Quinn zu wenig. Er verlangt, dass Staat und kirchliche Institute jeweils die Hälfte der Kompensationen tragen sollen. Dies bedeutet für die Orden Mehrkosten von 200 Millionen Euro.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ja, mit dem Zugriff auf's Eigentum und dem Schüren von Neid fing noch jede antikirchliche Revolution an...Gamaliel hat geschrieben:Irische Orden müssen Vermögenslage offenlegen
Daraus:
Die Orden in Irland verfügen nach Berechnungen des Bildungsministeriums über ein Gesamtvermögen von über 3,8 Milliarden Euro. Das geht aus Unterlagen der von Minister Ruairi Quinn geleiteten Behörde hervor, aus denen die Tageszeitung "Irish Examiner" (Montag) zitierte.
[...]
Die Gesamtsumme der Entschädigungszahlungen an Opfer wird inzwischen mit 1,36 Milliarden Euro veranschlagt. Die Orden erklärten sich 2009 bereit, sich mit 476 Millionen Euro daran zu beteiligen.
Das ist Bildungsminister Quinn zu wenig. Er verlangt, dass Staat und kirchliche Institute jeweils die Hälfte der Kompensationen tragen sollen. Dies bedeutet für die Orden Mehrkosten von 200 Millionen Euro.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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Re: Nachrichten aus den Bistümern III
ottaviani hat geschrieben:Wenn das war ist trifft das die neo Konservativen bis ins Mark das geht in die direkte Umgebung des Kardinals hier in der Diözese für die Kirche als solches ist es wurscht den der Ruf ist dahin
http://derstandard.at/138679679944/Sac ... -Noetigung
http://www.kath.net/detail.php?id=32229Vorwürfe gegen Leo Maasburg offiziell ausgeräumt
Staatsanwaltschaft Wien bestätigt: Tatbestand der Nötigung ist „objektiv nicht erfüllt“[...]
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 44367.htmlMit einer detaillierten Untersuchung zum sexuellen Missbrauch durch Priester und Ordensleute will die katholische Kirche in Deutschland Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Die Ermittler erhalten Zugriff auf sämtliche Personalakten.
Die Bischöfe würden dazu dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in allen 27 Diözesen Zugriff auf sämtliche Personalakten der vergangenen zehn Jahre gewähren, schreibt der „Spiegel“. Zusätzlich werde in 9 der 27 Bistümer sogar bis ins Jahr 1945 zurück untersucht. Einen einstimmigen Beschluss dazu fasste die Deutsche Bischofskonferenz bereits am 2. Juni, so das Nachrichtenmagazin.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Geht's noch dümmer? - Vielleicht können Msgr. Zollitsch & Co regelmäßig im Privatfernsehen in Nachmittagstalkshows auftreten und dort offen über sexuelle Verfehlungen und überhaupt den ganzen Themenbereich Rede und Antwort stehen. Wenn sie das gut machen, müßten sich die Leute doch von der Glaubwürdigkeit der Kirche überzeugen lassen...
Es ist unerhört, wie sich gewisse Leute an den Zeitgeist anbiedern und nach säkularer Absolution gieren.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
civilisation hat geschrieben:Die Ermittler erhalten Zugriff auf sämtliche Personalakten.
Oh, da werde ich auch gleich mehrfach gefilzt. Ich habe zwar nichts zu verbergen, aber finde es schon ein starkes Stück, dass hier quasi von einer selbsternannten Rechtsinstanz gegen mich ermittelt wird. Wenigstens weiss man es vorher, wenn heute die Gestapo umherschleicht. Dass Datenschutz in Deutschland mittlerweile ein Fremdwort ist, ist ja auch nicht gerade neu...
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ich frage mich auch, was eine derartige "Aktion" bringen soll.
Das grenzt schon an puren Aktionismus, ja es ist einer.

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Wahrscheinlich sollen demnächst noch mehr Leichensynoden abgehalten werden, wenn man wirklich bis 1945 zurückgeht (wieso eigentlich nicht weiter? Akten dürften ja zumindest für weitere 50 Jahre großteils vorhanden sein)...

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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Es ist mit Sicherheit eine ungeheur vertrauensbildende Maßnahme, wenn die Bischöfe signalisieren: "Alle, die für uns arbeiten, sind möglicherweise Kinderschänder. Wir müssen sie nur erst finden."
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Gut beobachtet!cantus planus hat geschrieben:Es ist mit Sicherheit eine ungeheur vertrauensbildende Maßnahme, wenn die Bischöfe signalisieren: "Alle, die für uns arbeiten, sind möglicherweise Kinderschänder. Wir müssen sie nur erst finden."
Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!
Alle Welt soll eben wissen, daß die DBK für gar niemanden garantieren kann und jeder so lange "verdächtig" ist, bis er die zivile Lossprechung erhalten hat.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ich wurde als unbedarfter Zivi auch sexuell "missbraucht" - wer gibt mir jetzt die 1 Mrd Euro? 
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Oh, ich kenne das KFN.civilisation hat geschrieben:Die Bischöfe würden dazu dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in allen 27 Diözesen Zugriff auf sämtliche Personalakten der vergangenen zehn Jahre gewähren, schreibt der „Spiegel“.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
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Vir Probatus
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Re: Nachrichten aus den Bistümern III
Direkt dazu: Missbrauchsopfer überlebt Selbstmord nur knapp:HeGe hat geschrieben:ottaviani hat geschrieben:Wenn das war ist trifft das die neo Konservativen bis ins Mark das geht in die direkte Umgebung des Kardinals hier in der Diözese für die Kirche als solches ist es wurscht den der Ruf ist dahin
http://derstandard.at/138679679944/Sac ... -Noetigunghttp://www.kath.net/detail.php?id=32229Vorwürfe gegen Leo Maasburg offiziell ausgeräumt
Staatsanwaltschaft Wien bestätigt: Tatbestand der Nötigung ist „objektiv nicht erfüllt“[...]
http://www.kronehit.at/#/news/TOPSTORIES/119873
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Der hier verlinkte Beitrag ist ein Musterbeispiel für Propaganda, Manipulation und unsauberen Journalismus: eine psychisch kranke Frau scheitert beim Selbstmordversuch. Das wäre an sich keiner Meldung wert.
Nun kommt aber die Kirche ins Spiel, und der Artikel wird zur Sensation: obwohl sowohl die kirchliche, als auch die staatsanwaltschaftliche Ermittlung ergeben haben, dass keinerlei Mißbrauch vorliegt, wird von Mißbrauch, Tätern und Opfern geredet. Ja, der Kirche wird gleich noch die Schuld für den Selbstmordversuch in die Schuhe geschoben.
Die Staatsanwaltschaft durfte scheinbar wiederum nur so lang ermitteln, wie die Kirche das zuließ: "Die Kirche hatte behauptet die Vorwürfe seien haltlos, die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen die Geistlichen daraufhin eingestellt."
Dass lupenrein eine Unschuld des Geistlichen, der demzufolge kein Täter ist, von unabhängigen Instanzen nachgewiesen werden und darüberhinaus ebenfalls festgestellt werden konnte, dass die Frau unter einer psychischen Störung leidet, die dringender Behandlung bedarf, interessiert den Sender offenkundig überhaupt nicht.
Es kommt noch schlimmer: nicht nur wird die klare Faktenlage ignoriert. Kommentarlos wird ein Video angeboten, in dem die Frau ihre Vorwürfe unkommentiert ausbreiten kann.
Dieser Artikel ist ja schlimmer als alles, was Joseph Goebbels jemals in ähnlichen Zusammenhängen von sich gab. Man sollte den Sender gerichtlich zu einer Gegendarstellung zwingen.
Nun kommt aber die Kirche ins Spiel, und der Artikel wird zur Sensation: obwohl sowohl die kirchliche, als auch die staatsanwaltschaftliche Ermittlung ergeben haben, dass keinerlei Mißbrauch vorliegt, wird von Mißbrauch, Tätern und Opfern geredet. Ja, der Kirche wird gleich noch die Schuld für den Selbstmordversuch in die Schuhe geschoben.
Die Staatsanwaltschaft durfte scheinbar wiederum nur so lang ermitteln, wie die Kirche das zuließ: "Die Kirche hatte behauptet die Vorwürfe seien haltlos, die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen die Geistlichen daraufhin eingestellt."
Dass lupenrein eine Unschuld des Geistlichen, der demzufolge kein Täter ist, von unabhängigen Instanzen nachgewiesen werden und darüberhinaus ebenfalls festgestellt werden konnte, dass die Frau unter einer psychischen Störung leidet, die dringender Behandlung bedarf, interessiert den Sender offenkundig überhaupt nicht.
Es kommt noch schlimmer: nicht nur wird die klare Faktenlage ignoriert. Kommentarlos wird ein Video angeboten, in dem die Frau ihre Vorwürfe unkommentiert ausbreiten kann.
Dieser Artikel ist ja schlimmer als alles, was Joseph Goebbels jemals in ähnlichen Zusammenhängen von sich gab. Man sollte den Sender gerichtlich zu einer Gegendarstellung zwingen.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ich erlaube mir zu Dokumentationszwecken ein vollständiges Zitat des oben von mir kritisierten Beitrags, falls Kronehit.at auf die Idee kommen sollte, den Artikel inhaltlich zu ändern:
Stand: 10.07.2011 14:43Kronehit.at hat geschrieben:Kirche: Missbrauchsopfer überlebt Selbstmord nur knapp
Mit einer traurigen Wende endet vorerst der jüngste Missbrauchsskandal der röm. kath. Kirche in Österreich: Mirjam -- jene Frau, die Missio-Chef Leo Maasburg sexuellen Missbrauch vorgeworfen hat und Kardinal Schönborn Mitwisserschaft -- wollte sich am Donnerstag das Leben nehmen. Auslöser für die Verzweiflungstat: Die Kirche hatte behauptet die Vorwürfe seien haltlos, die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen die Geistlichen daraufhin eingestellt. Damit wollte die 45-jährige nicht mehr leben – sie überlebte die Tat – allerdings nur knapp. “Es gibt keine Gerechtigkeit”, schreibt die Frau in einem Abschiedsbrief.
Das mutmaßliche Missbrauchsopfer hatte vor zwei Wochen in einem Videointerview ihre Qualen geschildert. Das Video findest du nochmals hier: [...]
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Und: Hast Du das Video mal angesehen ? Glaubst Du, das seien alles Phantasien ? Wunschträume am Ende ?cantus planus hat geschrieben:Ich erlaube mir zu Dokumentationszwecken ein vollständiges Zitat des oben von mir kritisierten Beitrags, falls Kronehit.at auf die Idee kommen sollte, den Artikel inhaltlich zu ändern:
Stand: 10.07.2011 14:43Kronehit.at hat geschrieben:Kirche: Missbrauchsopfer überlebt Selbstmord nur knapp
Mit einer traurigen Wende endet vorerst der jüngste Missbrauchsskandal der röm. kath. Kirche in Österreich: Mirjam -- jene Frau, die Missio-Chef Leo Maasburg sexuellen Missbrauch vorgeworfen hat und Kardinal Schönborn Mitwisserschaft -- wollte sich am Donnerstag das Leben nehmen. Auslöser für die Verzweiflungstat: Die Kirche hatte behauptet die Vorwürfe seien haltlos, die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen gegen die Geistlichen daraufhin eingestellt. Damit wollte die 45-jährige nicht mehr leben – sie überlebte die Tat – allerdings nur knapp. “Es gibt keine Gerechtigkeit”, schreibt die Frau in einem Abschiedsbrief.
Das mutmaßliche Missbrauchsopfer hatte vor zwei Wochen in einem Videointerview ihre Qualen geschildert. Das Video findest du nochmals hier: [...]
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Psychisch kranke Menschen können äußerst überzeugend auftreten, mein Lieber. Gerade beim Borderline-Syndrom ist das typisch. Diese Leute phantasieren durchaus nicht, sondern erleben das, was sie behaupten in gewisser Weise tatsächlich.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Hier auch noch mal:cantus planus hat geschrieben:Psychisch kranke Menschen können äußerst überzeugend auftreten, mein Lieber. Gerade beim Borderline-Syndrom ist das typisch. Diese Leute phantasieren durchaus nicht, sondern erleben das, was sie behaupten in gewisser Weise tatsächlich.
http://diepresse.com/home/panorama/reli ... n/index.do
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ja nun, wenn die Staatsanwaltschaft zu dem Schluß kommt, daß diese Vorwürfe objektiv falsch seien, dann wird man wohl von Phantasien ausgehen müssen. Und sich mit der Möglichkeit anfreunden müssen, daß manche Menschen die in Opferrollen schlüpfen eben gewiefte Lügner sind.Vir Probatus hat geschrieben:Und: Hast Du das Video mal angesehen ? Glaubst Du, das seien alles Phantasien ?
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Moment mal .... so eine Frau wird ja nicht aus heiterem Himmel psychisch krank.
Da war doch mal was - bei Borderlinerinnen typischerweise ein Missbrauch in ihrer Jugend oder Kindheit.
Das sind doch nicht einfach die geborenen, notorischen Lügnerinnen. Sondern in ihrem Leben ist durch einen Missbrauch einmal etwas dermaßen kaputt gegangen, dass sie nur noch mit notorischem Verdrängen damit leben können. Und dabei geht dann auch die Unterscheidung zwischen wahr und Wunsch mit baden.
Auch wenn die Vorwürfe gegen den Bischof jetzt eindeutig unwahr sind, so ist diese Frau trotzdem durch Missbrauch für ihr Leben geschädigt. (auch wenn es durch jemand anders war) So billig geht es also nicht. Und, solche Menschen brauchen einiges an Hilfe, um wieder in gesunde Bahnen zu kommen. Ich weiß wovon ich rede, denn von unseren Patientinnen kenne ich mehrere davon näher und sehe, wie sie versuchen mit ihrer Vergangenheit zu leben.
Das beste, was die Kirche ihnen anbieten könnte, wäre Innere Heilung. Aber damit kennen sich leider zu wenige Seelsorger aus.
Die blinde Propaganda die die Yellow Press daraus erntet ist ein eigenes Kapitel. Eine Katastrophe für sich, aber eben das Wesen der Yellow Press.
Da war doch mal was - bei Borderlinerinnen typischerweise ein Missbrauch in ihrer Jugend oder Kindheit.
Das sind doch nicht einfach die geborenen, notorischen Lügnerinnen. Sondern in ihrem Leben ist durch einen Missbrauch einmal etwas dermaßen kaputt gegangen, dass sie nur noch mit notorischem Verdrängen damit leben können. Und dabei geht dann auch die Unterscheidung zwischen wahr und Wunsch mit baden.
Auch wenn die Vorwürfe gegen den Bischof jetzt eindeutig unwahr sind, so ist diese Frau trotzdem durch Missbrauch für ihr Leben geschädigt. (auch wenn es durch jemand anders war) So billig geht es also nicht. Und, solche Menschen brauchen einiges an Hilfe, um wieder in gesunde Bahnen zu kommen. Ich weiß wovon ich rede, denn von unseren Patientinnen kenne ich mehrere davon näher und sehe, wie sie versuchen mit ihrer Vergangenheit zu leben.
Das beste, was die Kirche ihnen anbieten könnte, wäre Innere Heilung. Aber damit kennen sich leider zu wenige Seelsorger aus.
Die blinde Propaganda die die Yellow Press daraus erntet ist ein eigenes Kapitel. Eine Katastrophe für sich, aber eben das Wesen der Yellow Press.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Es bestreitet niemand - oder zumindest ich nicht - dass die Frau tatsächlich mißbraucht worden sein kann. Ich bestreite lediglich, dass das, was in dem zitierten Artikel daraus gemacht wird, sachlich richtig und journalistisch zulässig ist.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Was soll denn das?Reinhard hat geschrieben:Moment mal .... so eine Frau wird ja nicht aus heiterem Himmel psychisch krank.
Da war doch mal was - bei Borderlinerinnen typischerweise ein Missbrauch in ihrer Jugend oder Kindheit.
Das sind doch nicht einfach die geborenen, notorischen Lügnerinnen. Sondern in ihrem Leben ist durch einen Missbrauch einmal etwas dermaßen kaputt gegangen, dass sie nur noch mit notorischem Verdrängen damit leben können. Und dabei geht dann auch die Unterscheidung zwischen wahr und Wunsch mit baden.
Auch wenn die Vorwürfe gegen den Bischof jetzt eindeutig unwahr sind, so ist diese Frau trotzdem durch Missbrauch für ihr Leben geschädigt. (auch wenn es durch jemand anders war) So billig geht es also nicht. Und, solche Menschen brauchen einiges an Hilfe, um wieder in gesunde Bahnen zu kommen.
Wenn du dich mit dem Fall beschäftigt hättest, statt nur mal so aus der Hüfte unreflektiert den Mund aufzumachen, dann hättest du erfahren können, dass diese Dame seit Jahren aus genau diesen Gründen seelsorgerisch betreut wird und in Therapien war, die teilweise auch durch die Kirche angeregt, vermittelt und bezahlt wurden. Was dein Vorwurf »so billig geht es also nicht« in diesem Fall soll, erschließt sich mir ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht mehr.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
- Reinhard
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
lifestylekatholik:
Du übersiehst, dass mein Beitrag vor allem eine Antwort auf Gallus war.
Das "billig" bezieht sich auf unser Urteil über die Frau und andere Opfer, nicht auf das was die Kirche für sie getan hat und tut !
Du übersiehst, dass mein Beitrag vor allem eine Antwort auf Gallus war.
Das "billig" bezieht sich auf unser Urteil über die Frau und andere Opfer, nicht auf das was die Kirche für sie getan hat und tut !
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
In Irland wurde heute der Abschlußbericht zur Untersuchung der Diözese Cloyne veröffentlicht. Diese Diözese stand besonders unter Beschuß im Hinblick auf mangelhaften Umgang mit Mißbrauchsanschuldigungen. Der verantwortliche Bischof trat letztes Jahr zurück. (Übersicht bei Wiki: Sexual abuse scandal in Cloyne diocese).
Die Durchleuchtung erfolgte staatlicherseits und betraf den Umgang mit Mißbrauchsanschuldigungen in den Jahren 1996-2005. Das Konvolut umfaßt 421 Seiten und kann hier nachgelesen werden: The Cloyne report
Das relativ bescheidene Ergebnis der staatlichen Untersuchung: Die Diözese hat 9 Beschuldigungen gegen Kleriker nicht an die staatliche Autorität gemeldet.
1996 hatte die Diözese 163 Kleriker inkardiniert. Betrachtet man alle Inkardinierten der Jahre 1996-2005 der Diözese Cloyne, dann wurden insgesamt gegen 15 Kleriker Vorwürfe wegen Mißbrauchs geäußert. Bei der Mehrheit ging es um Beschuldigungen in jeweils "nur" einem einzigen Fall.
Von diesen 15 sind inzwischen 8 verstorben, 3 in Pension, 2 weiter im Dienst der Diözese und 2 üben ihr Priestertum nicht mehr aus.
Die Durchleuchtung erfolgte staatlicherseits und betraf den Umgang mit Mißbrauchsanschuldigungen in den Jahren 1996-2005. Das Konvolut umfaßt 421 Seiten und kann hier nachgelesen werden: The Cloyne report
Das relativ bescheidene Ergebnis der staatlichen Untersuchung: Die Diözese hat 9 Beschuldigungen gegen Kleriker nicht an die staatliche Autorität gemeldet.
1996 hatte die Diözese 163 Kleriker inkardiniert. Betrachtet man alle Inkardinierten der Jahre 1996-2005 der Diözese Cloyne, dann wurden insgesamt gegen 15 Kleriker Vorwürfe wegen Mißbrauchs geäußert. Bei der Mehrheit ging es um Beschuldigungen in jeweils "nur" einem einzigen Fall.
Von diesen 15 sind inzwischen 8 verstorben, 3 in Pension, 2 weiter im Dienst der Diözese und 2 üben ihr Priestertum nicht mehr aus.
- Christiane
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ganz ehrlich, ich glaub ich muss gleichcantus planus hat geschrieben:civilisation hat geschrieben:Die Ermittler erhalten Zugriff auf sämtliche Personalakten.![]()
Oh, da werde ich auch gleich mehrfach gefilzt. Ich habe zwar nichts zu verbergen, aber finde es schon ein starkes Stück, dass hier quasi von einer selbsternannten Rechtsinstanz gegen mich ermittelt wird. Wenigstens weiss man es vorher, wenn heute die Gestapo umherschleicht. Dass Datenschutz in Deutschland mittlerweile ein Fremdwort ist, ist ja auch nicht gerade neu...
P.S. Ich beziehe mich natürlich auf die Pressemeldung, nicht auf cantus' Kommentar dazu.
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)