Was die Exkommunikation des Kirchen- Papst- und Lehramtsgegners Martin Luthers einerseits, und des zweifelsohne rechtgläubigen Erzbischofs Marcel Lefebvre andererseits anbelangt, so liegen dazwischen Universen.taddeo hat geschrieben:Seliggesprochen ist ja keiner von beiden - zumindest nicht offiziell.ChrisCross hat geschrieben:Ich habe so meine Vermutungen, dass sich zumindest einer der Herren woanders die Füße wärmen könnte
Und exkommuniziert waren beide beim Ableben, soweit öffentlich bekannt ist.
Also kommen, bei Licht besehen, theoretisch beide für Deine "Heizung" in Frage.
Ich erinnere an Athanasius, der ja auch mehrmals exkommuniziert und wieder in die Kirche aufgenommen wurde.
Und ich erinnere daran, dass nie eine förmliche Eckommunikation des verehrten Erzbischofs ausgesprochen wurde, sondern man immer wieder darauf hinwies, dass durch die Tat eine solche eingetreten sei.
So viele wie es gibt, die fachkundig und kompetenterweise der Meinung sind, dass der Erzbischof im Schisma wäre, so viele gibt es auch, die ebenfalls fachkundig und kompetent der Meinung sind, dass ein Schisma eben nicht eingetreten sei.
Bei Erzbischof Marcel Lefebvre habe ich keine Zweifel daran, dass er sich bereits der Gegenwart Gottes erfreuen darf.
Bei Martin Luther, diesem Lügner, Verführer, Betrüger, Volksverhetzer, Hurenbock, etc. etc., der sich, eigenen Angaben zufolge, auch zeitweise gerne mit dem Teufel unterhielt und sich von ihm davon überzeugen ließ, dass Kirche und Papst des Teufels seien, befindet sich, zumindest nach meinem Verständnis eines menschlichen Ermessens, in der Hölle. Es ist nicht bekannt geworden, dass er zeit seines Lebens, auch nicht unmittelbar vor seinem Tod, wie etliche Zeugen an und für sich es bestätigt hätten, wenn dem so gewesen wäre, seine Irrtümer bereut und über eine ordentliche Beichte und tätige Reue hinaus wieder in den Schoß der einzig wahren Kirche zurückgekehrt wäre.
Bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Das ist richtig. Aber Gott ist nicht nur unendlich barmherzig, Gott ist auch unendlich gerecht. Und die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit sind nicht voneinander zu trennen.
Deshalb versündigen sich diejenigen schwer, die, obwohl sie es besser wissen könnten, den unsäglichen Menschenverführer Martin Luther als großen Reformer ansehen, als Kirchenlehrer womöglich, der aber tatsächlich als Revoluzzer und Putscher angesehen werden muss, der zahlreiches Leid bis heute verursachte und weiterhin verursacht, der eine unübersehbare Menge von Menschen durch die Jahrhunderte hinweg von der einzig wahren Erkenntnisquelle, die allein in der römisch-katholischen Kirche zu finden ist, abgehalten hat - vielleicht oftmals zu deren Verderben.
Also schön langsam damit: Wie kann man einen Menschenverderber wie Luther mit einem Menschen wie dem außerordentlichen und tiefreligiösen Menschen, Erzbischof Marcel Lefebvre, auch nur ansatzweise, miteinander vergleichen und auf eine Ebene stellen wollen!?
Gruß, ad_hoc