Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

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klaus j
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von klaus j »

Wahrer Mensch und wahrer Gott

@apokalypsis

Jesus starb seiner Menschheit nach, während seine Gottheit immer mit Ihm vereint war. Er ging als wahrer Mensch und wahrer Gott in die Hölle, weil der Tod seine Menschheit nicht festhalten konnte, denn Jesus war seiner Menschheit nach ohne Sünde.

Während Jesus aus unserer Sicht am 3. Tag auferstand, war er hier in der Hölle mit seiner vollen Autorität um die Gerechten des alten Bundes in das Paradies zu führen, alle, von Adam und Eva bis zum rechten Verbrecher am Kreuz, der als erster Mensch vor unseren Augen und Ohren die Gewissheit seiner Rettung erhielt.

Wir können die jenseitige Welt mit unseren Begriffen nicht vollständig beschreiben. Die Zeit gilt hier nicht, weil sie mit dem Tod verbunden ist. Für uns endet sie spätestens am jüngsten Tag, wenn der Tod besiegt ist.

Dante besuchte die Hölle im Auftrage Gottes in Begleitung seines Schutzengels zu seinen Lebzeiten um darüber zu berichten. Ebenso durften die Kinder von Fatima zur Stärkung unseres Glaubens die Hölle sehen.

Jesus wollte wieder bei uns sein, so kam er wohl am 3. Tag aber nach einer Zeit von weniger als 48 Stunden zu uns zurück und besuchte seine Mutter, eine geheimnisvolle Frau, die wir nicht genug zu loben vermögen, weil sie unseren Gott weit mehr liebt, als wir es je können.

Gott segne Dich

Klaus

San Marco
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von San Marco »

klaus j hat geschrieben:Jesus wollte wieder bei uns sein, so kam er wohl am 3. Tag aber nach einer Zeit von weniger als 48 Stunden zu uns zurück und besuchte seine Mutter....
Wo wird das genannt?

apokalypsis
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von apokalypsis »

klaus j hat geschrieben: Er ging als wahrer Mensch und wahrer Gott in die Hölle, weil der Tod seine Menschheit nicht festhalten konnte, denn Jesus war seiner Menschheit nach ohne Sünde.
Verstehe ich das richtig?
Jesus ist gar nicht gestorben, sondern als Mensch d.h. lebendig in die Hölle gegangen?
klaus j hat geschrieben:Jesus wollte wieder bei uns sein, so kam er wohl am 3. Tag aber nach einer Zeit von weniger als 48 Stunden zu uns zurück...
Jesus hat sich demnach selbst zum Leben wieder auferweckt bzw. ist von selbst wieder zurückgekehrt ohne zutun des Vaters?

klaus j hat geschrieben: war er hier in der Hölle mit seiner vollen Autorität um die Gerechten des alten Bundes in das Paradies zu führen, alle, von Adam und Eva bis zum rechten Verbrecher am Kreuz, der als erster Mensch vor unseren Augen und Ohren die Gewissheit seiner Rettung erhielt.
Aha! Da habe ich wieder was dazu gelernt! Die Gerechten des alten Bundes befanden sich demnach bis zur Auferstehung in der Hölle. Ich habe letztens noch Jesu Gleichnis von Lazarus und dem reichen Mann im Lukas Evangelium gelesen, da steht:
Lukas 16,22-23 22 Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben.
23 In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß.


Ich dachte bisher Abraham und auch der arme Mann haben sich im Paradies befunden.

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Athanasius0570
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von Athanasius0570 »

Christ86 hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Hallo
[...]
Meine Frage nun: ist der Glaube an Gott, den Dreieinen, verlorengegangen in unserer Gesellschaft und somit zur Häresiefalle Nummer 1 geworden unter den "Christen" oder ist das von mir so einseitig erfahren worden?

Danke für die Antworten.
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Das ist auch wenig verwunderlich, woher sollen Leute in unserem Alter denn etwas über die Trinität wissen? Was einem niemand sagt, kann man auch nicht wissen.
Ich habe mich z.B. mal mit einem Katholiken unterhalten, der meinte, die Kirche lehre ganz bestimmt nicht, daß Jesus Gott sei; immerhin habe er 13 Jahre Religionsunterricht gehabt und hätte dort bestimmt davon gehört, wenn die Kirche so einen Quatsch lehre. Er war regelrecht empört darüber, wie ich nur auf so einen Unsinn kommen könne.
Ich war auch erschrocken, vor allem, weil die eine Katholikin ja in die Kirche geht. Sie kam dann später, viele Wochen nach der Diskussion zu mir und sagte, ich hätte wohl doch Recht gehabt. In der Messe habe der Pfarrer von Gott, dem Vater, Sohn und Hl. Geist gesprochen.

Man sollte die Religionslehrer, die es nicht schaffen, die grundlegenden Lehren zu vermitteln, ersetzen.
Durch wen den bitte? Ich kann doch nicht alle Religionsstunden im deutschsprachigen Raum übernehmen. :doktor:

Im Ernst: Mir dreht sich bei Treffen von Religionslehrern regelmäßig der Magen um, wenn es um Glaubensinhalte geht. Der einzig relevante scheint nämlich zu sein: "Du darfst glauben, was immer dir gut tut! Etwas anderes kann Gott nicht wollen. Aber du darfst ja nicht glauben, was seit 2000 Jahren in der Kirche geglaubt wird. Das ist nämlich nicht zeitgemäß." Besonders mag ich Aussagen, die beginnen mit "Für mich ist Jesus/die Bibel/..."
Gerade in Gesprächsrunden mit (wohlgesonnenen!) muslimischen Kollegen tut mir diese Indifferenz besonders weh.

Dabei ist es gar keine Hexerei, den Schülern in der ersten Klasse Volksschule zu erzählen, dass die drei: Vater - Sohn - Hl. Geist der EINE Gott sind. Ob sie das später auch noch glauben, hängt nicht alleine von mir ab.
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus. (1 Thess 5, 16-18)

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taddeo
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von taddeo »

Athanasius0570 hat geschrieben:Im Ernst: Mir dreht sich bei Treffen von Religionslehrern regelmäßig der Magen um, wenn es um Glaubensinhalte geht. Der einzig relevante scheint nämlich zu sein: "Du darfst glauben, was immer dir gut tut! Etwas anderes kann Gott nicht wollen. Aber du darfst ja nicht glauben, was seit 2000 Jahren in der Kirche geglaubt wird. Das ist nämlich nicht zeitgemäß." Besonders mag ich Aussagen, die beginnen mit "Für mich ist Jesus/die Bibel/..."
Das ist völlig klar, das ist auch so gewollt. Denn der RU soll heutzutage ganz dezidiert NICHT Katechismusunterricht sein, sondern fußt derzeit auf dem pädagogischen Konzept des Konstruktivismus. Das ist einerseits den staatlichen Vorgaben geschuldet, andererseits der entsprechenden Mitwirkung und Duldung durch die kirchlichen Schulämter, die die entsprechenden pädagogischen Ansätze kritiklos hinnehmen, die von den Hochschulprofessoren entwickelt werden.
Man kann dazu stehen, wie man will, aber das sind die amtlichen Vorgaben, die dann natürlich auch in der Aus- und Fortbildung der Religionslehrer vertreten werden.

apokalypsis
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von apokalypsis »

Athanasius0570 hat geschrieben:Dabei ist es gar keine Hexerei, den Schülern in der ersten Klasse Volksschule zu erzählen, dass die drei: Vater - Sohn - Hl. Geist der EINE Gott sind. Ob sie das später auch noch glauben, hängt nicht alleine von mir ab.
Die Frage ist doch, ob man den Schülern damit einen Gefallen macht, wenn sie diese Lehre nicht verstehen. Das könnte auch nach hinten los gehen.

Aber du kannst ja gerne mal deine pädagogischen Fähigkeiten demonstrieren :) , indem du mir die Trinität im Kontext des Todes und der Auferstehung Jesu erklärst. So richtig verinnerlicht, habe ich das Ganze nämlich immer noch nicht. Am besten verständlich aber dogmatisch korrekt, gerne auch unter Bezugnahme auf die Schrift und die Tradition.

San Marco
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von San Marco »

apokalypsis hat geschrieben:
San Marco hat geschrieben:Gerade deshalb war der Arianismus doch so populär. Weil die Trinität von niemand begriffen wurde.
Arianismus? Soll das die Antwort auf das Problem sein?
Irgendein kluger Theologe wird sich doch bestimmt eine schöne Lösung für dieses Problem ausgedacht haben.

Wie erklärt man Tod und Auferstehung Jesu im Kontext der Dreifaltigkeit?

Ich meine nicht, dass Arianismus die Antwort auf dein Problem ist.

Aber dir dürfte klar sein, warum der Arianismus bis Ende des 4. Jahrhundert so populär ein eingängig war. Offenkundig waren die Gläubigen insbesondere im östlichen Teil des römischen Reiches von der komplizierten theologischen Erklärungen der Trinität nicht so überzeugt.

Lies mal diesen Bericht zu Prof. Menke:

http://www.thf-paderborn.de/index.php?i ... 127bf84c56

Vielleicht hilft dir diese Erklärung weiter: (Zitat), Hervorhebungen durch mich

"Mit „hypostatischer Union“, so Menke, ist gemeint, dass sich Gott nicht in dem Menschen Jesus, sondern als dieser Mensch offenbart habe. Die personale Identität des Menschen Jesus mit dem innertrinitarischen Logos bedeute die Selbstaussage der Person des Logos als Jesus von Nazareth.

Wie auch schon in seiner 28 erschienenen Monographie Jesus ist Gott der Sohn. Denkformen und Brennpunkte der Christologie stellte Menke mit Nachdruck heraus, dass der Mensch Jesus als personal identisch zu verstehen sei mit dem innertrinitarischen Logos. Die Aussagen, vor allem des Konzils von Chalkedon, laufen – so Menke – darauf hinaus, dass Christus unverkürzt als eine Person in beiden Naturen zu denken ist, der menschlichen und der göttlichen. Jesus sei nicht bloß irgendeine Repräsentation oder nur ein Medium des Logos, denn dann wäre sein Menschsein nur „die im Tod abgestreifte Larve seiner Gottheit“. Jesus sei aber auch nicht nur wahrer Mensch gewesen, ohne wahrer Gott zu sein. Die gesamte Tradition betone, dass er von Anfang seines Lebens an göttliche Person war. Andernfalls wäre Jesus bestenfalls ein heroisches Beispiel einer besonderen Selbstlosigkeit; er könnte uns aber nie retten aus der „Scheol“, wie Menke mit Hans-Urs von Balthasar die Trennung des sündigen Menschen von Gott deutet.

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Athanasius0570
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von Athanasius0570 »

taddeo hat geschrieben:
Athanasius57 hat geschrieben:Im Ernst: Mir dreht sich bei Treffen von Religionslehrern regelmäßig der Magen um, wenn es um Glaubensinhalte geht. Der einzig relevante scheint nämlich zu sein: "Du darfst glauben, was immer dir gut tut! Etwas anderes kann Gott nicht wollen. Aber du darfst ja nicht glauben, was seit 2 Jahren in der Kirche geglaubt wird. Das ist nämlich nicht zeitgemäß." Besonders mag ich Aussagen, die beginnen mit "Für mich ist Jesus/die Bibel/..."
Das ist völlig klar, das ist auch so gewollt. Denn der RU soll heutzutage ganz dezidiert NICHT Katechismusunterricht sein, sondern fußt derzeit auf dem pädagogischen Konzept des Konstruktivismus. Das ist einerseits den staatlichen Vorgaben geschuldet, andererseits der entsprechenden Mitwirkung und Duldung durch die kirchlichen Schulämter, die die entsprechenden pädagogischen Ansätze kritiklos hinnehmen, die von den Hochschulprofessoren entwickelt werden.
Man kann dazu stehen, wie man will, aber das sind die amtlichen Vorgaben, die dann natürlich auch in der Aus- und Fortbildung der Religionslehrer vertreten werden.
Ich weiß nicht, wie das in Deutschland ist, in der Rahmenordnung für Religionslehrer der österreichischen Diözesen (http://www.dioezese-linz.at/redaktion/d ... li26.pdf, S. 4ff.) heißt es:
1.2 Mit der missio canonica übernehmen RL die Verpflichtung, den Unterricht in Übereinstimmung mit dem Glauben und der Lehre der Kirche und gemäß den den Religionsunterricht betreffenden kirchlichen Vorschriften zu erteilen und ihr Leben am Evangelium zu orientieren.
Und im Lehrplan für Volksschulen (http://www.dioezese-linz.at/redsys/data ... U-21.PDF) steht unter anderem:
Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt seinen Standpunkt aus der Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition.
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus. (1 Thess 5, 16-18)

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Athanasius0570
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Re: Lehre über die Hl. Dreifaltigkeit- Häresiefalle der Moderne?

Beitrag von Athanasius0570 »

apokalypsis hat geschrieben:
Athanasius0570 hat geschrieben:Dabei ist es gar keine Hexerei, den Schülern in der ersten Klasse Volksschule zu erzählen, dass die drei: Vater - Sohn - Hl. Geist der EINE Gott sind. Ob sie das später auch noch glauben, hängt nicht alleine von mir ab.
Die Frage ist doch, ob man den Schülern damit einen Gefallen macht, wenn sie diese Lehre nicht verstehen. Das könnte auch nach hinten los gehen.

Aber du kannst ja gerne mal deine pädagogischen Fähigkeiten demonstrieren :) , indem du mir die Trinität im Kontext des Todes und der Auferstehung Jesu erklärst. So richtig verinnerlicht, habe ich das Ganze nämlich immer noch nicht. Am besten verständlich aber dogmatisch korrekt, gerne auch unter Bezugnahme auf die Schrift und die Tradition.
Man kann zu einer Lehre nur Stellung nehmen, wenn man sie jemals vermittelt bekommen hat. In welche Richtung der Schuss dann los geht, dafür sind viele Umstände mitverantwortlich. Ich möchte den Grund dafür legen, dass überhaupt etwas zünden kann ...
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus. (1 Thess 5, 16-18)

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