lutherbeck hat geschrieben:Nur 'mal so als Denkanstoß:
Die Fama weiß zu berichten, daß es schon 'mal Theologiestudenten gegeben haben soll, deren Glauben während des Studiums verdunstete!
Und wenn man sich die Verhältnisse an den sich katholisch nennenden Fakultäten in D'land anschaut, kann man sich glücklich schätzen, wenn man dort nicht Theologie studieren muß(te), sondern sonstwo sein spirituelles Fortkommen förderte und fördern ließ.
Raphael, was sagen denn die Leiter und Studenten dieser von Dir auf diese Weise kritisierten Fakultäten zu solchen Anschuldigungen - sollten wir sie mal zu einer Diskussion im Forum einladen um auch die andere Seite zu hören und so etwas Klarheit zu bekommen?
Lutherbeck

Raphael hat schon recht, mein Lieber. Mein Theologiestudium ist zwar schon zwanzig Jahre her, aber sogar damals hieß es schon "bis zum Vordiplom wird man Atheist, und bis zum Hauptdiplom kann man es dann begründen". Die Situation der Lehre hat sich seitdem nicht im Mindesten verbessert, man findet an den (staatlich alimentierten) theologischen Fakultäten kaum einen Dozenten, der mit beiden Beinen voll und ganz auf dem Boden der gesunden kirchlichen Lehre stehen würde. Solche Leute haben nämlich in den Berufungsverfahren von vornherein keine Chance. Je kirchenkritischer sich einer gibt, desto größer ist seine Aussicht auf Ernennung.
(In Regensburg "hängt" derzeit allerdings die Neubesetzung eines Theologielehrstuhls, weil sich Bischof Müller angeblich gegen die nach den Bewerbungsvorlesungen erstellte Kandidatenliste sperrt - es seien keine oder zuwenig Priester darunter, und die Kandidaten seien zu "modernistisch", habe ich gehört. Die Fakultät, die ja ohnehin mit dem Bischof total über Kreuz liegt - Dekanin Demel, mehr sog i ned - beharrt natürlich auf "ihren" Kandidaten, Knatsch ist also vorprogrammiert.)