Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
In Ergänzung zu meiner Antwort auf Frage 3 hier die Vorschriften des Kirchenrechts:
Can. 916 — Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, darf ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe nicht feiern und nicht den Leib des Herrn empfangen, außer es liegt ein schwerwiegender Grund vor und es besteht keine Gelegenheit zur Beichte; in diesem Fall muß er sich der Verpflichtung bewußt sein, einen Akt der vollkommenen Reue zu erwecken, der den Vorsatz miteinschließt, sobald wie möglich zu beichten.
Can. 917* — Wer die heiligste Eucharistie schon empfangen hat, darf sie am selben Tag nur innerhalb einer Feier der Eucharistie, an der er teilnimmt, ein zweites Mal empfangen, unbeschadet der Vorschrift des can. 921, § 2.
Can. 921 — § 1. Gläubige, die sich, gleich aus welchem Grund, in Todesgefahr befinden, sind mit der heiligen Kommunion als Wegzehrung zu stärken.
§ 2. Auch wenn sie am selben Tag durch die heilige Kommunion gestärkt worden sind, ist es trotzdem sehr ratsam, daß jene, die in Lebensgefahr geraten sind, nochmals kommunizieren.
Can. 916 — Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, darf ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe nicht feiern und nicht den Leib des Herrn empfangen, außer es liegt ein schwerwiegender Grund vor und es besteht keine Gelegenheit zur Beichte; in diesem Fall muß er sich der Verpflichtung bewußt sein, einen Akt der vollkommenen Reue zu erwecken, der den Vorsatz miteinschließt, sobald wie möglich zu beichten.
Can. 917* — Wer die heiligste Eucharistie schon empfangen hat, darf sie am selben Tag nur innerhalb einer Feier der Eucharistie, an der er teilnimmt, ein zweites Mal empfangen, unbeschadet der Vorschrift des can. 921, § 2.
Can. 921 — § 1. Gläubige, die sich, gleich aus welchem Grund, in Todesgefahr befinden, sind mit der heiligen Kommunion als Wegzehrung zu stärken.
§ 2. Auch wenn sie am selben Tag durch die heilige Kommunion gestärkt worden sind, ist es trotzdem sehr ratsam, daß jene, die in Lebensgefahr geraten sind, nochmals kommunizieren.
Das bezieht sich jetzt auf den zelebrierenden Priester, oder? Ich meine, als Laie die Messe "mitzumachen", also durch Gesang, Anhören der Lesungen und der Predigt, Gebet und Anbetung, ist immer möglich, auch ohne Beichte. Und, wenn ich es recht verstehe, an Sonn- und Feiertagen auch geboten, selbst wenn man nicht kommunizieren darf oder will.iustus hat geschrieben:In Ergänzung zu meiner Antwort auf Frage 3 hier die Vorschriften des Kirchenrechts:
Can. 916 — Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, darf ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe nicht feiern und nicht den Leib des Herrn empfangen...
???
katholisch
Jemand ist nicht katholisch (kann auf familiären Gründen auch so schnell nicht eintreten) glaubt aber daran, dass Jesus in der Hostie gegenwärtig ist. Das es sein Leib ist. Er glaubt daran. Was ist dann?
Darf er empfangen oder nicht?
Und wieso hat Kardinal Ratzinger auf dem Petersplatz bei der Beisetzung von Joahannes Paul II.
Roger aus Taize (evangelisch) die Hoste gegeben?

P.S. Ich war heut auf einer Messe im freien. Als Altar wurde ein Biertisch genommen. So ein Holzbrett. Darauf würde Eucharistie gefeiert. Ist das erlaubt?
Darf er empfangen oder nicht?
Und wieso hat Kardinal Ratzinger auf dem Petersplatz bei der Beisetzung von Joahannes Paul II.
Roger aus Taize (evangelisch) die Hoste gegeben?

P.S. Ich war heut auf einer Messe im freien. Als Altar wurde ein Biertisch genommen. So ein Holzbrett. Darauf würde Eucharistie gefeiert. Ist das erlaubt?
Zuletzt geändert von Sascha am Sonntag 4. Mai 2008, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
Gott ist allmächtig.
Irgendwo gab`s mal einen Strang"Kommunionempfang des Priesters".
Hier im Umkreis hat es sich bei sämtlichen zelebrierenden Priestern
eingebürgert,daß sie sobald nur irgend ein anderer Seelsorgediensthabender
wie Pastoralreferent/in oder -assisten/tin,Diakon oder auch nur Kommunionhelfer
bei der Euchariestiefeier beteiligt ist diesem oder dieser die Hostien schon
austeilen bevor sie selbst kommuniziert haben.Das Kommunizieren erfolgt dann
synchron;der Kelch wird danach sogar zuerst vom Priester dem "Assistenten"
gereicht und von diesem danach mit den Worten "das Blut Christi" an den Priester
zurück,der dann erst daraus trinkt.Quelle dieser Unart ist der Dekan des
Kreises selbst.Der hat neulich bei der Erstkommunionfeier sogar zuerst alle
Erstkommunionkinder kommunizieren lassen,dann die Gemeinde und dann
erst haben er und die beteiligte Pastoralreferentin sowie Kommunionhelfer
synchron unter beiden Gestalten kommuniziert. Muß ihn doch mal in Ruhe
darauf ansprechen,was das soll.Kann mir jemand die exakten Vorschriften
raussuchen,daß das nicht erlaubt ist und warum.M.E.verdunkelt er damit die
besondere Würde des Priestertums-aber vermutlich aus falscher Demut in voller Absicht.
Hier im Umkreis hat es sich bei sämtlichen zelebrierenden Priestern
eingebürgert,daß sie sobald nur irgend ein anderer Seelsorgediensthabender
wie Pastoralreferent/in oder -assisten/tin,Diakon oder auch nur Kommunionhelfer
bei der Euchariestiefeier beteiligt ist diesem oder dieser die Hostien schon
austeilen bevor sie selbst kommuniziert haben.Das Kommunizieren erfolgt dann
synchron;der Kelch wird danach sogar zuerst vom Priester dem "Assistenten"
gereicht und von diesem danach mit den Worten "das Blut Christi" an den Priester
zurück,der dann erst daraus trinkt.Quelle dieser Unart ist der Dekan des
Kreises selbst.Der hat neulich bei der Erstkommunionfeier sogar zuerst alle
Erstkommunionkinder kommunizieren lassen,dann die Gemeinde und dann
erst haben er und die beteiligte Pastoralreferentin sowie Kommunionhelfer
synchron unter beiden Gestalten kommuniziert. Muß ihn doch mal in Ruhe
darauf ansprechen,was das soll.Kann mir jemand die exakten Vorschriften
raussuchen,daß das nicht erlaubt ist und warum.M.E.verdunkelt er damit die
besondere Würde des Priestertums-aber vermutlich aus falscher Demut in voller Absicht.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)
Re: Fragen
Wobei das erste mal am Tag ja nicht unbedingt innerhalb einer Messe stattfinden muß. Ich meine mich zu erinnern, daß von Bischof Lefebvre in einer Biographie der FSSPX berichtet wurde, daß dieser am Weg zur Schule täglich zu kommunizieren pflegte. - außerhalb der Messe.iustus hat geschrieben:Aber mehrere Messen mitfeiern und da jedesmal zur Kommunion gehen, das ist O.K. (vorausgesetzt, Du hast Dich keiner schweren Sünde schuldig gemacht!).
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Weniger das, als: wie kann er den Herren austeilen, ohne selbst von diese *hust - mir fällt grad kein weniger esoterisches Wort ein* "Kraftquelle" gestärkt worden zu sein.....incarnata hat geschrieben:M.E.verdunkelt er damit die
besondere Würde des Priestertums-aber vermutlich aus falscher Demut in voller Absicht.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
-
Raimund J.
- Beiträge: 6092
- Registriert: Dienstag 3. April 2007, 09:33
Die Grundordnung des römischen Messbuches (GRM 2002) sieht folgende Reihenfolge vor:incarnata hat geschrieben: Muß ihn doch mal in Ruhe
darauf ansprechen,was das soll.Kann mir jemand die exakten Vorschriften
raussuchen,daß das nicht erlaubt ist und warum.M.E.verdunkelt er damit die
besondere Würde des Priestertums-aber vermutlich aus falscher Demut in voller Absicht.
Die GRM ist klar, eindeutig und leicht nachzuvollziehen, ich verstehe nicht, daß hier bewußt ständig gegen viele Anweisungen verstossen wird (auch die Aufforderung bestimmte Gebete gemeinsam zu beten, die eigentlich vom Priester vorzutragen sind, reisst hier bei uns immer mehr ein).157. Hat der Priester das Gebet beendet, macht er eine Kniebeuge, nimmt eine in derselben Messe konsekrierte Hostie, und indem er sie etwas über der Patene beziehungsweise Hostienschale oder über dem Kelch erhoben hält, spricht er zum Volk gewandt: Seht das Lamm Gottes (Ecce Agnus Dei), und gemeinsam mit dem Volk fügt er hinzu: Herr, ich bin nicht würdig (Domine, non sum dignus).
158. Darauf spricht der Priester, zum Altar gewandt, still: Der Leib Christi bewahre mich zum ewigen Leben (Corpus Christi custodiat me in vitam aeternam), und ehrfürchtig empfängt er den Leib Christi. Dann nimmt er den Kelch, wobei er still spricht: Das Blut Christi bewahre mich zum ewigen Leben (Sanguis Christi custodiat me in vitam aeternam), und ehrfürchtig empfängt er das Blut Christi.
159. Während der Priester das Sakrament empfängt, wird der Gesang zur Kommunion begonnen (vgl. Nr. 86).
160. Danach nimmt der Priester die Patene beziehungsweise die Hostienschale und geht zu den Kommunikanten. Diese treten in der Regel in Form einer Prozession heran.
....
162f.
Die liturgischen Dienste haben nicht eher zum Altar zu treten, bevor nicht der Priester die Kommunion genommen hat, und sie haben immer das Gefäß, in dem die Gestalten des Allerheiligsten Sakraments zum Austeilen an die Gläubigen enthalten sind, aus der Hand des Zelebranten entgegenzunehmen.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore
Nec laudibus, nec timore
Re: katholisch
Ich sage nicht ja und nicht nein - aber, dann müsste dieser jemand auch so konsequent sein und zur Beichte gehen (sub conditione) - und die anderen Sachen auch annehmen (Sonntagspflicht etc...)Sascha hat geschrieben:Jemand ist nicht katholisch (kann auf familiären Gründen auch so schnell nicht eintreten) glaubt aber daran, dass Jesus in der Hostie gegenwärtig ist. Das es sein Leib ist. Er glaubt daran. Was ist dann?
Darf er empfangen oder nicht?
Zu Frere Roger siehe diesen Thread... das hatten wir schon...Sascha hat geschrieben:Und wieso hat Kardinal Ratzinger auf dem Petersplatz bei der Beisetzung von Joahannes Paul II.
Roger aus Taize (evangelisch) die Hoste gegeben?
![]()
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
Re: Fragen
Richtig. Das erste Mal muss nicht innerhalb der Messe stattfinden.Linus hat geschrieben:Wobei das erste mal am Tag ja nicht unbedingt innerhalb einer Messe stattfinden muß. Ich meine mich zu erinnern, daß von Bischof Lefebvre in einer Biographie der FSSPX berichtet wurde, daß dieser am Weg zur Schule täglich zu kommunizieren pflegte. - außerhalb der Messe.iustus hat geschrieben:Aber mehrere Messen mitfeiern und da jedesmal zur Kommunion gehen, das ist O.K. (vorausgesetzt, Du hast Dich keiner schweren Sünde schuldig gemacht!).
In der Kinderzeit EB Lefebvres galt allerdings ohnehin noch das alte Kirchenrecht (nach meiner Erinnerung: Kommunionempfang nur einmal am Tag erlaubt, später wurde ein zweiter Kommunionempfang bei bestimmten Anlässen (Exequien u.a.) durch ein päpstliches Dokument gestattet).
Mein alter Pfarrer hat diesen Ungehorsam mit dem Argument abgelehnt, dass es zur Zeit Jesu dem Anstand entsprach, wenn der Gastgeber zuerst nehme: "Nur wer, empfangen hat, kann auch weitergeben".incarnata hat geschrieben:M.E.verdunkelt er damit die
besondere Würde des Priestertums-aber vermutlich aus falscher Demut in voller Absicht.
Weiß nicht, ob da was dran ist ... Wie ist das heute in jüdischen Bräuchen?
Das Verbot, die Messe zu feiern, bezieht sich auf die Priester, wobei es dabei ja nicht allein um die Feier der Messe geht, sondern gerade auch um den Empfang der Kommunion als deren unverzichtbarer Teil.anneke6 hat geschrieben:Das bezieht sich jetzt auf den zelebrierenden Priester, oder?iustus hat geschrieben:In Ergänzung zu meiner Antwort auf Frage 3 hier die Vorschriften des Kirchenrechts:
Can. 916 — Wer sich einer schweren Sünde bewußt ist, darf ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe nicht feiern und nicht den Leib des Herrn empfangen...
Das Verbot, den Leib des Herrn zu empfangen, betrifft die Gläubigen (und bezieht sich natürlich auch auf den Empfang des Blutes).
Der Kanon ist nicht glücklich formuliert.
Zum Thema Kommunionempfang durch Nicht-Katholiken kann ich auch noch eine eigene Geschichte beisteuern.
Ich war damals im Krankenhaus — und ich sage nicht in welchem Bistum es sich befand — und der Krankenhauspfarrer brachte mir mehrmals die Kommunion. Ich hatte ein Zweibettzimmer, und einmal war meine Zimmergenossin auch da. Der Pfarrer fragte die Frau, ob sie auch die Kommunion empfangen wolle — der Bischof hätte ihn ausdrücklich dazu beauftragt, auch Evangelische einzuladen.
Die Frau lehnte dankend ab — was ich sehr gut fand.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit dem, was mir da nicht gefällt…
Sagen wir mal:
1. Wieso geht man davon aus, daß jeder nicht-katholische Patient evangelisch ist? Vielleicht war meine Bettnachbarin ja in gar keiner Kirche?
2. Ist es jetzt üblich, jedem Hans und Franz die Kommunion zu geben, ohne ihm überhaupt zu erklären, was das ist?
3. Alle anderen Dinge, die im Zusammenhang mit dem Thema immer wieder genannt werden. Der Katholik muß getauft sein und wenn er danach wieder gesündigt hat, gebeichtet haben — und bei einem Nicht-Katholiken genügt ein einfaches "Ich möchte gern"?
Ich war damals im Krankenhaus — und ich sage nicht in welchem Bistum es sich befand — und der Krankenhauspfarrer brachte mir mehrmals die Kommunion. Ich hatte ein Zweibettzimmer, und einmal war meine Zimmergenossin auch da. Der Pfarrer fragte die Frau, ob sie auch die Kommunion empfangen wolle — der Bischof hätte ihn ausdrücklich dazu beauftragt, auch Evangelische einzuladen.
Die Frau lehnte dankend ab — was ich sehr gut fand.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit dem, was mir da nicht gefällt…
Sagen wir mal:
1. Wieso geht man davon aus, daß jeder nicht-katholische Patient evangelisch ist? Vielleicht war meine Bettnachbarin ja in gar keiner Kirche?
2. Ist es jetzt üblich, jedem Hans und Franz die Kommunion zu geben, ohne ihm überhaupt zu erklären, was das ist?
3. Alle anderen Dinge, die im Zusammenhang mit dem Thema immer wieder genannt werden. Der Katholik muß getauft sein und wenn er danach wieder gesündigt hat, gebeichtet haben — und bei einem Nicht-Katholiken genügt ein einfaches "Ich möchte gern"?
???
Re: katholisch
Ja (Grundordnung der 3. Aufl. des Römischen Messbuchs, Nr. 297 Satz 2):Sascha hat geschrieben: P.S. Ich war heut auf einer Messe im freien. Als Altar wurde ein Biertisch genommen. So ein Holzbrett. Darauf würde Eucharistie gefeiert. Ist das erlaubt?
http://www.dbk.de/imperia/md/content/sc ... ah_215.pdfAußerhalb eines sakralen Raumes kann sie auch auf einem passenden Tisch gehalten werden, wobei immer ein Altartuch, das Korporale, Kreuz und Leuchter beizubehalten sind.
Wobei man sich natürlich immer streiten kann, ob ein "Biertisch" ein "passender Tisch" ist ...
Der Vater nimmt als erstes von Bot und Wein danach gehts mit einem Schabbat Schalom die familienrunde weiter.iustus hat geschrieben: Weiß nicht, ob da was dran ist ... Wie ist das heute in jüdischen Bräuchen?
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
-
Raphaela
- Beiträge: 5483
- Registriert: Dienstag 11. September 2007, 17:53
- Wohnort: Erzbistum Freiburg;südlichster Südschwarzwald "Dreiland": CH-D-F
Da ich in der Zeit, als ich als Gemeindereferentin eingesetzt war auch im Krankenhaus Besuche gemacht habe: Du kannst davon ausgehen, dass der Pfarrer Listen hatte mit den Patienten, auf denen eingetragen war, wer katholisch, bzw. evangelisch war.anneke6 hat geschrieben:Zum Thema Kommunionempfang durch Nicht-Katholiken kann ich auch noch eine eigene Geschichte beisteuern.
Ich war damals im Krankenhaus — und ich sage nicht in welchem Bistum es sich befand — und der Krankenhauspfarrer brachte mir mehrmals die Kommunion. Ich hatte ein Zweibettzimmer, und einmal war meine Zimmergenossin auch da. Der Pfarrer fragte die Frau, ob sie auch die Kommunion empfangen wolle — der Bischof hätte ihn ausdrücklich dazu beauftragt, auch Evangelische einzuladen.
Die Frau lehnte dankend ab — was ich sehr gut fand.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit dem, was mir da nicht gefällt…
Sagen wir mal:
1. Wieso geht man davon aus, daß jeder nicht-katholische Patient evangelisch ist? Vielleicht war meine Bettnachbarin ja in gar keiner Kirche?
Geht das nun schon wieder los…
Habe ich zufällig gesehen, als ich wegen was anderen bei kathnews war…
Habe ich zufällig gesehen, als ich wegen was anderen bei kathnews war…
???
Ich fürchte nur, daß es weitere Zerwürfnisse in der Kirche geben wird. Auf der einen Seite sind die, die Stunk machen, weil sie auf gar keinen Fall die Kommunion direkt in den Mund empfangen würden, und auf der anderen Seite könnte die andere Fraktion sich darin bestärkt fühlen, weiter zu polemisieren.
???
-
Paul Heliosch
- Beiträge: 1615
- Registriert: Samstag 15. Dezember 2007, 11:52
Es wurde uns nicht die Befreiung von Zerwürfnissen verheissen sondern es wurde uns Prüfung verheissen:anneke6 hat geschrieben:Ich fürchte nur, daß es weitere Zerwürfnisse in der Kirche geben wird. Auf der einen Seite sind die, die Stunk machen, weil sie auf gar keinen Fall die Kommunion direkt in den Mund empfangen würden, und auf der anderen Seite könnte die andere Fraktion sich darin bestärkt fühlen, weiter zu polemisieren.
1 Kor 11,19 "Denn es muss Parteiungen geben (..); nur so wird sichtbar, wer unter euch treu und zuverlässig ist."
"Polemisierung" nur um der Polemik willen ist indiskutabel - allerdings ist Polemik u.a. dann ein zulässiges Kommunikationsverfahren um gewisse Misstände nachhaltig ins Bewusstsein zu rufen...
Anneke! Warum wärmst du das alte Zeuch wieder auf - der Artikel ist schon einige Wochen alt... jetzt haben wir die Diskussion schon wieder hier...anneke6 hat geschrieben:Geht das nun schon wieder los…
Habe ich zufällig gesehen, als ich wegen was anderen bei kathnews war…
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
Ecce Homo hat an anneke6 geschrieben:
Gruß, ad_hoc
Liebe Ecce Homo. Laß sie doch. Vermutlich quält sich die Bedauernswerte mit ihrem Gewissen herum, weil sie immer noch nicht sicher ist, ob ihre Auffassung auch die richtige Auffassung ist.Anneke! Warum wärmst du das alte Zeuch wieder auf - der Artikel ist schon einige Wochen alt... jetzt haben wir die Diskussion schon wieder hier...
Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)
- Knecht Ruprecht
- Beiträge: 4553
- Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 21:08
- Wohnort: Zurück in OWL
Mit der Kommunion ist alles bestens, nur erschließt sich mir die Rolle "der Frau" im komischen Gewand nicht, das kein Messdienergewandt ist, aber Ähnlichkeit zum Priestergewandt hat.
Das Evangelium hat der Priester vorgetragen, da kein Diakon zur Stelle war und danach trat dann die Frau in Aktion und machte dann die Predigt oder was das auch immer sein sollte nach dem Evangelium. Ich finde das voll lächerlich, dieses künstliche Priester sein wollen.
Das Evangelium hat der Priester vorgetragen, da kein Diakon zur Stelle war und danach trat dann die Frau in Aktion und machte dann die Predigt oder was das auch immer sein sollte nach dem Evangelium. Ich finde das voll lächerlich, dieses künstliche Priester sein wollen.
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Es wird der Aufruf der Bischöfe zur Katholikentagskollekte verlesen worden sein. Dazu passt der Gebetssack.Petra hat geschrieben:Das war dann eine Ansprache oder BekanntmachungenKnecht Ruprecht hat geschrieben:und machte dann die Predigt oder was das auch immer sein sollte nach dem Evangelium
cp, ob der frechen Bemerkung und der zu erwartenden Repliken schon einmal prophylaktisch in der Ecke stehend.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
-
Raphaela
- Beiträge: 5483
- Registriert: Dienstag 11. September 2007, 17:53
- Wohnort: Erzbistum Freiburg;südlichster Südschwarzwald "Dreiland": CH-D-F
cantus planus hat geschrieben:Es wird der Aufruf der Bischöfe zur Katholikentagskollekte verlesen worden sein. Dazu passt der Gebetssack.Petra hat geschrieben:Das war dann eine Ansprache oder BekanntmachungenKnecht Ruprecht hat geschrieben:und machte dann die Predigt oder was das auch immer sein sollte nach dem Evangelium
cp, ob der frechen Bemerkung und der zu erwartenden Repliken schon einmal prophylaktisch in der Ecke stehend.
Also, ganz ehrlich: Ich glaube eher, dass es eine Gemeinde- oder Pastoralreferentin war, die (verbotenerweise) eine Ansprache gehalten hat.
Aber mal zurück zum eigentlichen Thema, nämlich dem Kommunionempfang:
Vieles liegt hier auch in der Verantwortung der Priester, diese kennen ihre Gemeinde recht gut.
Innerhalb der letzten Wochen habe ich gleich zwei Priester erlebt, die auch den Mut bewiesen, diese Verantwortung zu zeigen, indem sie wirklich darauf achten, ob die Gläubigen kommuniziern und wenn es sein muss, auch etwas sagen! (Oder hinterherlaufen)
Alle Achtung vor solchen Priestern!
Nicht so lächerlich, als wenn man eine Albe als "komisches Gewand, das kein Messdienergewandt ist, aber Ähnlichkeit zum Priestergewandt hat" bezeichnet. Schreibe bitte bis übermorgen 100 mal ALBE auf eine Schiefertafel, außerdem noch 50 mal GewanD"Knecht Ruprecht hat geschrieben:nn die Predigt oder was das auch immer sein sollte nach dem Evangelium. Ich finde das voll lächerlich, dieses künstliche Priester sein wollen.
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
So etwas lernt man im Religionsunterricht eben nicht. Das ist mittlerweile nur noch eine Art Sozialkundeunterricht. Die Kinder in meinem Jugendchor beschweren sich übrigens regelmäßig darüber, weil sie schon gerne etwas über unseren Glauben lernen würden.anneke6 hat geschrieben:Du fragst, ob man die Hostie in die Tasche stecken kann, willst bei der Kommunion Kaugummi kauen und weißt nicht, was eine Albe ist.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Wobei gerade diese Frage nach dem Kaugummi für jemanden, der sich über liturgische Zustände (Laienkommunionspender etc.) beklagt und der MK etc. fordert, eigentlich selbstverständlich sein sollte... 
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
- Knecht Ruprecht
- Beiträge: 4553
- Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 21:08
- Wohnort: Zurück in OWL
Die brennende Frage ist doch, wieso es flächendeckend in Deutschland Frauen in komischen Gewändern am Altar gibt? Wenn dann noch der Umstand vorliegt, dass kein Diakon vor Ort ist, dann fällt noch die Sonntagspredigt aus & die Frauen in komischen Gewändern tragen dann Gedichte vor oder so. Doch nach einer Predigt würde ich wahrscheinlich schlauer nach Hause gehen, darum gibt`s die ja im Sonntagsgottesdienst. 