Porno-Videos im Kloster gefunden...
Das ist wohl war. Es muß irgendwelche Programme geben, mit denen man eine Datei manipulieren kann, daß sie in der Suchmaschine auf einen Begriff anspringt. Ich suchte damals nach einem Drehbuch (ich lese gerne Drehbücher), und es tauchte eins auf mit exakt dem selben Namen. Stattdessen war es eine Media Player Datei von wenigen Sekunden, und was dort zu sehen war, das war einfach nur widerlich.
In der Pattlochbibel steht in der Einleitung zum Hohenlied, daß es für junge und unreife Personen nicht geeignet ist. Aber ich glaube, wer wirklich noch jung und unreif ist, der steigt da gar nicht durch.
anneke6, ein Heuhaufen umsteckt von Rosen.
In der Pattlochbibel steht in der Einleitung zum Hohenlied, daß es für junge und unreife Personen nicht geeignet ist. Aber ich glaube, wer wirklich noch jung und unreif ist, der steigt da gar nicht durch.
anneke6, ein Heuhaufen umsteckt von Rosen.
Dabei ist das Hohelied Weltliteratur. Man merkt den Unterschied, wenn man der Name der Rose als Buch liest und als Film sieht. Der Film ist an dieser Stelle einfach nur platt, weil äußerlich. Ein schmutziges Bauernmädchen, ein paar flüchtige Bilder, das war's. Da bleibt nicht viel Raum für Konflikt und Katharsis. Drehbücher haben nur 120 Seiten und müssen einfach stark reduzieren.
Für den Film wurde ja geworben mit "Ein Palimpsest von einem Roman von Umberto Eco". Abgeschabt und neu beschrieben.
Schmutz spielt in dem Film auf jeden Fall eine große Rolle, und was die meisten Mönche angeht, so ist einer häßlicher als der andere. (Venantius sah allerdings gut aus. Aber warum schwarz?)
Nicht nur die Anspielungen auf das Hohelied gehen verloren — auch der Plot um das Buch ist stark vereinfacht. Und es fehlt Adsons Traum, inspiriert von der Coena Cypriani. Als ich das zum ersten Male im Buch gelesen habe, habe ich laut gelacht.
Aber, darauf machte mich eine Freundin aufmerksam, gibt es in dem Buch einen schönen Satz. "Hast Du jemals einen Ort gesehen, an dem Gott sich ganz und gar wohl gefühlt hätte?"
Als ich damals in diesem Männerkloster untergebracht wurde, fühlte ich mich anfangs wie im Paradies. Aber die Schlange war auch dort.
Schmutz spielt in dem Film auf jeden Fall eine große Rolle, und was die meisten Mönche angeht, so ist einer häßlicher als der andere. (Venantius sah allerdings gut aus. Aber warum schwarz?)
Nicht nur die Anspielungen auf das Hohelied gehen verloren — auch der Plot um das Buch ist stark vereinfacht. Und es fehlt Adsons Traum, inspiriert von der Coena Cypriani. Als ich das zum ersten Male im Buch gelesen habe, habe ich laut gelacht.
Aber, darauf machte mich eine Freundin aufmerksam, gibt es in dem Buch einen schönen Satz. "Hast Du jemals einen Ort gesehen, an dem Gott sich ganz und gar wohl gefühlt hätte?"
Als ich damals in diesem Männerkloster untergebracht wurde, fühlte ich mich anfangs wie im Paradies. Aber die Schlange war auch dort.
Inhaltlich ja. Aber die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden: Ob blond, ob braun, man(n) liebt ja alle Frau'n.anneke6 hat geschrieben:Genau das denke ich auch, Overkott. Es ist mir ein Rätsel, wie man die sammeln kann, denn die sind doch so ziemlich alle gleich…
Nachtrag: …hab ich mir sagen lassen.
Linus, in seinem Leben genau 5 Minuten Porno gesehen habend (neben seiner Frau), dann eingeschlafen
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Re: Primas
Sorry, aber Du hast sehr klischeehafte Vorstellungen, die ich eher von kreuz.net als von Dir erwartet hätte.sofaklecks hat geschrieben:Ich meinte eigentlich nicht, dass man gleich die Zelle durchsucht. Man merkt sowas am Verhalten des Betroffenen. Er zieht sich zurück, kapselt sich ab, reagiert nervös, launisch, ja aggressiv.
Wenn Pornos nur von nervösen launischen und aggresiven Leuten konsumiert würden, könnte man damit nicht so viel Geld scheffeln. Schon der Umsatz verrät: Die meisten Konsumenten sind ganz normale Leute wie Du und ich.
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sofaklecks
- Beiträge: 2776
- Registriert: Sonntag 28. Mai 2006, 16:29
Missverständnis
Ich meinte mit meiner Verhaltensbeschreibung einen Süchtigen.
Nicht jeder, der sich solche Filme ansieht, ist süchtig. Aber bei jemandem, der sie so hortet, ja sie sich ohne Rücksicht auf die Entdeckungsgefahr, wie geschehen, beschaffen muss, liegt die Diagnose Sucht nahe.
Und die Schizophrenie des Verhaltens, mal Mönch, mal Sexsüchtiger, das Abhängigsein, das nicht Wollen, aber Müssen, das Verbergenmüssen, das alles bleibt nicht ohne Folgen für die Psyche. Und das sollte in einer Gemeinschaft auffallen.
Dass nur Süchtige sich in dieser Second World aufhalten, hab ich nie gesagt. Eher das Gegenteil mit dem Hinweis, dass es diese DVDs nicht geben würde, würden nur kleine Minderheiten sie konsumieren. Das kann man nur missverstehen, wenn man es missverstehen will.
Ich hätte ja gerne noch gefragt, wie die Öffentlichkeit wohl reagiert hätte, wenn es DVDs mt gewaltverherrlichendem Inhalt gewesen wäre, die der Pater geklaut hätte.
Aber über die klischeehaften Vorstellungen hab ich mich jetzt geärgert und deshalb lass ich's.
sofa
Nicht jeder, der sich solche Filme ansieht, ist süchtig. Aber bei jemandem, der sie so hortet, ja sie sich ohne Rücksicht auf die Entdeckungsgefahr, wie geschehen, beschaffen muss, liegt die Diagnose Sucht nahe.
Und die Schizophrenie des Verhaltens, mal Mönch, mal Sexsüchtiger, das Abhängigsein, das nicht Wollen, aber Müssen, das Verbergenmüssen, das alles bleibt nicht ohne Folgen für die Psyche. Und das sollte in einer Gemeinschaft auffallen.
Dass nur Süchtige sich in dieser Second World aufhalten, hab ich nie gesagt. Eher das Gegenteil mit dem Hinweis, dass es diese DVDs nicht geben würde, würden nur kleine Minderheiten sie konsumieren. Das kann man nur missverstehen, wenn man es missverstehen will.
Ich hätte ja gerne noch gefragt, wie die Öffentlichkeit wohl reagiert hätte, wenn es DVDs mt gewaltverherrlichendem Inhalt gewesen wäre, die der Pater geklaut hätte.
Aber über die klischeehaften Vorstellungen hab ich mich jetzt geärgert und deshalb lass ich's.
sofa
Ich glaube auch, dass da Sucht vorliegt. Nicht jeder Rollenwechsel muss schizophren sein, aber extreme Gegensätze können doch seelisch sehr anstrengend sein. Die Fastenzeit kann helfen, sich mit Blick auf Christus von Süchten zu reinigen. Sie ist eine Sabbatzeit, eine Ruhezeit, wo man statt immer mehr haben wollen auch mal sein lassen kann.
Lieber Sofaklecks,
vielen Dank für Deine Beiträge zum Thema. Sie geben mir einiges an "Hausaufgaben" mit auf den Weg, sprich sie geben mir sehr gute Impulse, mich noch einmal näher mit dem Thema "Sucht" auseinanderzusetzen.
Ein schönes Wochenende und einen gesegneten Sonntag Dir und allen Foris hier - ich darf heute Nachmittag an einer Sonderprobe zum Brahms-Requiem teilnehmen *freu* *ächz*
Liebe Grüße

vielen Dank für Deine Beiträge zum Thema. Sie geben mir einiges an "Hausaufgaben" mit auf den Weg, sprich sie geben mir sehr gute Impulse, mich noch einmal näher mit dem Thema "Sucht" auseinanderzusetzen.
Ein schönes Wochenende und einen gesegneten Sonntag Dir und allen Foris hier - ich darf heute Nachmittag an einer Sonderprobe zum Brahms-Requiem teilnehmen *freu* *ächz*
Liebe Grüße
Das Deutsche Requiem von Brahms habe ich mal im Konzert erlebt. Ich kam allerdings in letzer Minute, mit dem Applaus für den Dirigenten.
Ich hatte hochhackige Schuhe an und konnte meinen Platz nicht finden. Ich ging langsam auf einen Ordner zu, der mich zu ignorieren schien. Klack, klack…derweil ging es los. "Selig sind, die da Leid tragen…" Ich entschied mich um als ich in den vordersten Reihen noch leere Plätze sah. Auf die Gefahr hin, daß ich vertrieben würde, ging es dort hing. Klack, klack…denn sie sollen getröstet werden.
Ein paar unter den Zuhörern hätten mich wohl würgen können.
Ich hatte hochhackige Schuhe an und konnte meinen Platz nicht finden. Ich ging langsam auf einen Ordner zu, der mich zu ignorieren schien. Klack, klack…derweil ging es los. "Selig sind, die da Leid tragen…" Ich entschied mich um als ich in den vordersten Reihen noch leere Plätze sah. Auf die Gefahr hin, daß ich vertrieben würde, ging es dort hing. Klack, klack…denn sie sollen getröstet werden.
Ein paar unter den Zuhörern hätten mich wohl würgen können.
Ob es noch die Sucht ist, die jemandem einredet, er hätte kein Problem oder zumindest kein so großes Problem, als dass er Ärzte, Seelsorger, um Hilfe bitte müsste? Oder ist der eigentlich Knackpunkt der Stolz? Der Betreffende war wohl schon ein wenig prominent?
Das ist jetzt keine rhetorische Frage, sondern ernst gemeint. Süchtler glauben manchmal, sie hätten noch alles im Griff, und irgendwann müsste man mal was tun, das wäre kein Problem. Andere geheimen Süchtler erkennen klar, dass sie gefangen sind und packen nur das Bekennen nicht.
Das ist jetzt keine rhetorische Frage, sondern ernst gemeint. Süchtler glauben manchmal, sie hätten noch alles im Griff, und irgendwann müsste man mal was tun, das wäre kein Problem. Andere geheimen Süchtler erkennen klar, dass sie gefangen sind und packen nur das Bekennen nicht.
Re: Missverständnis
Das war mir schon klar, ich habe mich zugegebenermaßen schlecht ausgedrückt.sofaklecks hat geschrieben:Ich meinte mit meiner Verhaltensbeschreibung einen Süchtigen.
Auf Süchtige trifft allerdings das gleiche zu. Sehr viele Süchtige leben ein völlig normales Berufsleben, ohne daß jemand was merkt. Christoph Daum oder Ronald Schill sind da nur die bekanntesten Beispiele.
Stell doch mal bitte ein Ganz-Foto mit den Hochhackigen von Dir ein, anneke6. Wir, die Spezialisten, wollen uns gerne selbst ein Urteil bilden.anneke6 hat geschrieben:Da ich aussehe wie eine Walküre, habe ich auch so Aufmerksamkeit. Aber da ich normalerweise sehr schlicht angezogen bin, wollte ich für den Abend schick sein.Clemens hat geschrieben:Hast Du das nötig?anneke6 hat geschrieben: Ich hatte hochhackige Schuhe an
Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)
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sofaklecks
- Beiträge: 2776
- Registriert: Sonntag 28. Mai 2006, 16:29
Klischees
Sorry,
ich hatte es auch nicht vom Berufsleben, sondern von dem privaten Verhalten, dem Verhältnis zum Partner oder zur Gemeinschaft.
Richtig ist, dass der Beruf meist zuletzt, dann aber massiv betroffen ist. Das war bei beiden von dir genannten Beispielen typischerweise der Fall. Ich kenne jede Menge Kollegen, bei denen ich nach drei Uhr mittags nicht mehr anrufen kann, die aber noch immer praktizieren. Und immer mehr Frauen.
Und ja, natürlich, keine(r) hat ein Problem. Ein Gläschen in Ehren. Einen Video reinziehen, wir sind doch Männer. Wie sagte Dr. Kolmar: Normales tierpsychologisches Verhalten.
Nein, die beste Beschreibung eines Süchtigen, seiner Ausreden und dem, was zu entgegnen ist, findet sich in "Die grosse Scheidung" von C. S. Lewis. Als ich da die Stelle gelesen habe, wo der Mann mit dem Eidechse auf der Schulter dem Engel begegnet, wurde mir einiges in meinem Verhalten klar.
Zum Beispiel meine schönen Klischees.
Ja sicher, nicht jeder Mensch ist gleich süchtig. Die Grenze ist da überschritten, wo er das, was er will, muss.
sofaklecks
ich hatte es auch nicht vom Berufsleben, sondern von dem privaten Verhalten, dem Verhältnis zum Partner oder zur Gemeinschaft.
Richtig ist, dass der Beruf meist zuletzt, dann aber massiv betroffen ist. Das war bei beiden von dir genannten Beispielen typischerweise der Fall. Ich kenne jede Menge Kollegen, bei denen ich nach drei Uhr mittags nicht mehr anrufen kann, die aber noch immer praktizieren. Und immer mehr Frauen.
Und ja, natürlich, keine(r) hat ein Problem. Ein Gläschen in Ehren. Einen Video reinziehen, wir sind doch Männer. Wie sagte Dr. Kolmar: Normales tierpsychologisches Verhalten.
Nein, die beste Beschreibung eines Süchtigen, seiner Ausreden und dem, was zu entgegnen ist, findet sich in "Die grosse Scheidung" von C. S. Lewis. Als ich da die Stelle gelesen habe, wo der Mann mit dem Eidechse auf der Schulter dem Engel begegnet, wurde mir einiges in meinem Verhalten klar.
Zum Beispiel meine schönen Klischees.
Ja sicher, nicht jeder Mensch ist gleich süchtig. Die Grenze ist da überschritten, wo er das, was er will, muss.
sofaklecks
Das Kloster hat finanzielle Probleme und stand vor Jahren bereits vor dem Konkurs. Momentan scheint es ihnen auch nicht besser zu gehen.anneke6 hat geschrieben:
Aber daß ein so reiches Kloster wie Maria Laach — Habt ihr euch schon mal die Preise angeguckt, was die da für ihre Devotionalien nehmen? Und diesen Hosentaschenzerreißengel haben die sich patentieren lassen —