Wer ist Christ?

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Wer ist Christ?

Wer an Christum glaubt (und sich auf die Taufe vorbereitet).
5
13%
Wer an Christum glaubt und getauft ist (auch wenn die Taufe außerhalb der Kirche erfolgte).
1
3%
Wer an Christum glaubt und getauft ist, auch wenn er außerhalb der Kirche steht (durch Schisma oder Häresie).
5
13%
Nur wer getauft ist, alles glaubt, was die Kirche lehrt, und in voller Gemeinschaft mit ihr steht.
6
15%
Nur wer getauft ist, glaubt, in voller Gemeinschaft mit der Kirche und Unterordnung unter die kirchliche Autorität steht.
4
10%
Es reicht, wenn er in sichtbarer Gemeinschaft mit der Kirche steht, unabhängig von Glauben.
0
Keine Stimmen
Es reicht, wenn er in sichtbarer Gemeinschaft mit der Kirche steht, unabhängig von der Unterordnung.
0
Keine Stimmen
Es reicht, wenn er in sichtbarer Gemeinschaft mit der Kirche steht, unabhängig davon, ob er alles glaubt oder sich unterordnet.
0
Keine Stimmen
Jesus von Nazareth.
4
10%
Ich.
11
28%
Ich nicht.
2
5%
Keine Ahnung.
2
5%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 40

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Marion
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Marion »

Herzlich willkommen Heinrich :huhu:
Heinrich hat geschrieben:Brauche ich wirklich die Sakramente, wo doch mein Glaube auch außerhalb der Kirche ungebrochen ist?
Die Taufe ist heilsnotwendig. Johannes Capitel 3
Der Glaube kann nicht ungebrochen sein, wenn das nicht geglaubt wird.
Der Glaube ohne tun zu wollen was der Herr will (in diesem Fall die Taufe) ist (noch) nicht genug Glaube fürs Himmelreich.
Heinrich hat geschrieben:Aber an erster Stelle, auch vor dem äußerlichen Vollzug eines Religionsbeitritts sollte doch der Glaube stehen, der allein durch Gottes Gnade gewährt wird.
:ja:
Die Taufe ist allerdings nicht nur ein äußerlicher Vollzug/ die Reihenfolge stimmt aber trotzdem
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

Na gut, das sagt Johannes. Aber wann sagt er das? Zu einer Zeit, als es um die Entscheidung ging Heidentum, Judentum oder eben Christentum. Steht es nicht heute um die Kirche und den Glauben so düster wie nie zuvor? Ich befürchte, dass die Menschen von heute, die durch einen brutalen (Markt-) Liberalismus zum Materialismus verführt werden, mit solchen Argumenten kaum zu erreichen sind.
Ich sehe unseren Materialismus als düsterste Form des Götzendienstes. Weil er nämlich den Sinn des Menschen für das Göttliche systematisch verdunkelt und die Gier zur höchsten Tugend erklärt hat.

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ad-fontes
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von ad-fontes »

Heinrich hat geschrieben: Ich sehe unseren Materialismus als düsterste Form des Götzendienstes. Weil er nämlich den Sinn des Menschen für das Göttliche systematisch verdunkelt und die Gier zur höchsten Tugend erklärt hat.
:klatsch: :daumen-rauf:
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

ad-fontes hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben: Ich sehe unseren Materialismus als düsterste Form des Götzendienstes. Weil er nämlich den Sinn des Menschen für das Göttliche systematisch verdunkelt und die Gier zur höchsten Tugend erklärt hat.
:klatsch: :daumen-rauf:
Ich freue mich über die Zustimmung, wie können wir dem aber entgegenwirken? Sollte die Kirche nicht viel mehr als Institution in die Öffentlichkeit treten, die Befreiung bringt? Warum können die Kirchen aus der immer stärker werdenden Kapitalismuskritik kein "Kapital" schlagen? Böse Zungen könnten gar behaupten, die Kirche wäre nicht ganz unbefleckt vom "ökonomischen Absolutismus". Eigentlich wäre eine neue Armutsdebatte an der Zeit.

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Juergen
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Juergen »

Heinrich hat geschrieben:Sollte die Kirche nicht viel mehr als Institution in die Öffentlichkeit treten, die Befreiung bringt?

Wen willst Du von irgendwas befreien, was ihn nicht belastet?
Heinrich hat geschrieben:Warum können die Kirchen aus der immer stärker werdenden Kapitalismuskritik kein "Kapital" schlagen?
Weil die Kirche Teil des kapitalistischen Systems ist.
Auf der einen Seite will sie dies zwar nicht sein - und redet auch so; auf der anderen Seite wird das Handeln durch das vorhandene Kapital gelenkt.
Gruß Jürgen

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ad-fontes
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von ad-fontes »

Juergen hat geschrieben: Auf der einen Seite will sie dies zwar nicht sein - und redet auch so; auf der anderen Seite wird das Handeln durch das vorhandene Kapital gelenkt.
Muß die Kirche wieder arm werden, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von ad-fontes »

Juergen hat geschrieben:
Raphaela hat geschrieben:Wer den ersten Punkt ankreuzt, muss als Erwachsener getauft sein, jedenfalls ist dann jeder von uns, der als Baby getauft wurde ausgeschlossen.
Eigentlich fehlt sowieso der Auswahlpunkt, der besagt, daß man mit der Taufe Christ wird.
Ein zentraler Gesichtspunkt; fehlt er wirklich als Auswahlmöglichkeit?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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overkott
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von overkott »

Heinrich hat geschrieben:Brauche ich wirklich die Sakramente, wo doch mein Glaube auch außerhalb der Kirche ungebrochen ist?
Lass dich nicht unüberlegt taufen. Geh nicht ungetauft zur Beichte. Geh nicht mit schlechtem Gewissen zur Kommunion. Bekräftige nicht in der Firmung, was du noch nicht empfangen hast. Vollziehe nicht das Sakrament der Ehe, wenn du nicht dazu bereit bist. Nimm die Krankensalbung nicht in Anspruch, wenn du nicht krank bist.

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Juergen
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Juergen »

ad-fontes hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Auf der einen Seite will sie dies zwar nicht sein - und redet auch so; auf der anderen Seite wird das Handeln durch das vorhandene Kapital gelenkt.
Muß die Kirche wieder arm werden, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?
Die Welt muß arm werden, damit die Kirche reich werden kann und auch dazu stehen kann. :maske:
Gruß Jürgen

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taddeo
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von taddeo »

ad-fontes hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben: Auf der einen Seite will sie dies zwar nicht sein - und redet auch so; auf der anderen Seite wird das Handeln durch das vorhandene Kapital gelenkt.
Muß die Kirche wieder arm werden, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?
Wenn man betrachtet, welche Folgen die Säkularisation Anfang des 19. Jh.s hatte, und welche Nachwirkungen sie bis heute zeitigt, dann wage ich es zu bezweifeln, ob die Kirche dadurch heute an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen könnte.
Innerkirchlich-geistlich könnte es vielleicht zu einer Erneuerung kommen; aber diese würde vermutlich durch den endgültigen Verlust an Einfluß auf die Gesellschaft erkauft werden.

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Marion
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Marion »

Heinrich hat geschrieben:Na gut, das sagt Johannes. Aber wann sagt er das? Zu einer Zeit, als es um die Entscheidung ging Heidentum, Judentum oder eben Christentum. Steht es nicht heute um die Kirche und den Glauben so düster wie nie zuvor? Ich befürchte, dass die Menschen von heute, die durch einen brutalen (Markt-) Liberalismus zum Materialismus verführt werden, mit solchen Argumenten kaum zu erreichen sind.
Wenn dir das Argument nicht reicht, daß die Taufe heilsnotwendig ist, also ohne Taufe nix mit Himmel sondern ab in die Hölle, das im Johannesevangelium direkt vom Herrn offenbart ist. Dann weiß ich auch nicht weiter :hmm:

Aber ich wollte eigentlich gar nicht argumentieren, da du ja sagtest, daß du bereits glaubst, sondern nur eine von dir gestellte Glaubensfrage beantworten.
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Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

overkott hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben:Brauche ich wirklich die Sakramente, wo doch mein Glaube auch außerhalb der Kirche ungebrochen ist?
Lass dich nicht unüberlegt taufen. Geh nicht ungetauft zur Beichte. Geh nicht mit schlechtem Gewissen zur Kommunion. Bekräftige nicht in der Firmung, was du noch nicht empfangen hast. Vollziehe nicht das Sakrament der Ehe, wenn du nicht dazu bereit bist. Nimm die Krankensalbung nicht in Anspruch, wenn du nicht krank bist.
Danke für den guten Rat! Ich werde mit noch Zeit lassen mit dieser wichtigen Entscheidung. Im übrigen glaube ich nicht, dass ich deshalb in der Hölle lande, weil ich noch immer nicht getauft bin. Denn ich erfahre Gott in der Liebe und habe mich niemals bedroht gefühlt trotz seiner Allmacht.

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Marion
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Marion »

Heinrich hat geschrieben:Im übrigen glaube ich nicht, dass ich deshalb in der Hölle lande, weil ich noch immer nicht getauft bin.
Das brauchst de auch nicht glauben, das ist nämlich falsch.
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Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

taddeo hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben: Auf der einen Seite will sie dies zwar nicht sein - und redet auch so; auf der anderen Seite wird das Handeln durch das vorhandene Kapital gelenkt.
Muß die Kirche wieder arm werden, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?
Wenn man betrachtet, welche Folgen die Säkularisation Anfang des 19. Jh.s hatte, und welche Nachwirkungen sie bis heute zeitigt, dann wage ich es zu bezweifeln, ob die Kirche dadurch heute an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen könnte.
Innerkirchlich-geistlich könnte es vielleicht zu einer Erneuerung kommen; aber diese würde vermutlich durch den endgültigen Verlust an Einfluß auf die Gesellschaft erkauft werden.
Angesichts der (unlösbaren) ökologischen, ökonomischen, politischen etc. Probleme, die unsere Welt in eine Sackgasse gebracht hat, denke ich, dass wir (auch wider Willen) in eine Epoche des Messianismus geraten. Die existenzielle Erfahrung der Christen, dass das Weltenende nahe ist, wurde ja nur durch 2000 Jahre mehr oder weniger stabiler Epochen quasi betäubt. Doch nun, nachdem die Menschen den Glauben an Gott verloren haben und inzwischen den Glauben an die Moderne verlieren, wäre es an der Zeit, sich auf die Wiederkehr Christi vorzubereiten. Nur wünsche ich mir, dass alle Menschen erlöst werden. Nicht aus Egoismus, sondern weil so viele Menschen unverschuldet ungläubig sind, u.a. weil die Kirche ihre Seelsorgepflicht verletzt hat.

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Juergen
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Juergen »

taddeo hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben: Auf der einen Seite will sie dies zwar nicht sein - und redet auch so; auf der anderen Seite wird das Handeln durch das vorhandene Kapital gelenkt.
Muß die Kirche wieder arm werden, um Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen?
Wenn man betrachtet, welche Folgen die Säkularisation Anfang des 19. Jh.s hatte, und welche Nachwirkungen sie bis heute zeitigt, dann wage ich es zu bezweifeln, ob die Kirche dadurch heute an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen könnte.
Innerkirchlich-geistlich könnte es vielleicht zu einer Erneuerung kommen; aber diese würde vermutlich durch den endgültigen Verlust an Einfluß auf die Gesellschaft erkauft werden.
Wenn man die Situation in Deutschland betrachtet, dann hat die Kirche einen riesigen und teuren Wasserkopf, der finanziert werden muß bzw. wird und der innerlich bzw. geistig leer ist. Dieser teure Wasserkopf gebiert so einige teure Kinder, die dann in der Gesellschaft auffallen und wahrgenommen werden.
Das ist die innere dt. Kirchenkrankheit.
Die nach außen wahrgenommenen Dinge, sind jene, die was kosten - also Kapital notwendig machen - aber geistig gar nichts bringen, sondern nur auf der sozialen Schiene wirkungsvoll sind. Ich will diese Sachen nicht verteufeln, denn sie gehören zum Christentum genuin dazu (vgl. sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit), aber sie dürfen nicht vorrangig vor der Sorge um die Seelen sein: nur "Duzi duzi ich hab dich lieb" reicht eben nicht.
Doch so selbstverliebt, wie man hier im Lande in diese Dinge ist, trägt man sie als Schild voran, klopft sich auf die Schulter und sagt: "Schaut, was wir alles leisten!"


Vgl. dazu was der Papst sagte:
Benedikt 2006 in München hat geschrieben:Die katholische Kirche in Deutschland ist großartig durch ihre sozialen Aktivitäten, durch ihre Bereitschaft zu helfen, wo immer es not tut.

Immer wieder erzählen mir die Bischöfe, zuletzt aus Afrika, bei ihren Ad-Limina-Besuchen dankbar von der Großherzigkeit der deutschen Katholiken und beauftragen mich, diesen Dank weiterzugeben, was ich hier einmal öffentlich tun möchte.

Auch die Bischöfe aus den baltischen Ländern, die zuletzt da waren, haben mir berichtet, wie großartig ihnen deutsche Katholiken beim Wiederaufbau ihrer durch Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft schlimm zerstörten Kirchen halfen.

Dann und wann sagt aber ein afrikanischer Bischof zu mir: „Wenn ich in Deutschland soziale Projekte vorlege, finde ich sofort offene Türen. Aber wenn ich mit einem Evangelisierungsprojekt komme, stoße ich eher auf Zurückhaltung.“

Offenbar herrscht da doch bei manchen die Meinung, die sozialen Projekte muß man mit höchster Dringlichkeit voranbringen; die Dinge mit Gott oder gar mit dem katholischen Glauben, seien doch eher partikulär und nicht gar so vordringlich.

Und doch ist es gerade die Erfahrung dieser Bischöfe, daß die Evangelisierung vorausgehen muß; daß der Gott Jesu Christi bekannt, geglaubt, geliebt werden, die Herzen umkehren muß, damit auch die sozialen Dinge vorangehen; damit Versöhnung werde; damit zum Beispiel Aids wirklich von den tiefen Ursachen her bekämpft und die Kranken mit der nötigen Zuwendung und Liebe gepflegt werden können.
Gruß Jürgen

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Sempre
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Sempre »

Heinrich hat geschrieben:Ist diese eine Kirche nicht der Bau aus lebendigen Steinen, von dem Petrus spricht? Und hat nicht Jesus Christus das Fundament gelegt, auf dem die Kirche erbaut wurde? Aber hat nicht Paulus uns selbst einen Tempel genannt? Wie sehr sind wir selbst also der Tempel und inwiefern ist es die Kirche? Paulus hat uns ja etwas im Unklaren gelassen darüber. Lese ich dagegen bei mittelalterlichen Theologen wie Hugo von St. Viktor, dann ist es ja mehr der Einzelne, der sich als solcher Tempel erkennen soll. Aber an erster Stelle, auch vor dem äußerlichen Vollzug eines Religionsbeitritts sollte doch der Glaube stehen, der allein durch Gottes Gnade gewährt wird.
Ich empfehle folgende Herangehensweise, um die Frage zu beantworten, was denn die Kirche sei und was daraus für Dich folgt:

Nicht selbst eine N plus erste Privatantwort stricken, sondern die Antworten der verschiedenen Institutionen studieren, die vorgeben, Institut des Herrn zu sein.

Gruß
Sempre
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
———
Quomodo facta est meretrix civitas fidelis (Is 1:21)

Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

Ich mag den Papst für seine sehr klaren Worte. Doch wie soll man die Menschen am besten zur Liebe Gottes bringen? Wie passt das eigentlich zusammen, dass einerseits die Menschen ein dringendes Bedürfnis nach Spiritualität haben, aber die Kirchen sie lieber zu passiven Zuhörern der Predigt machen? Ist christliche Spiritualität nur noch Sache von Mönchen und spezialisierten Geisteswissenschaftlern?

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Gamaliel
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Gamaliel »

Entscheidend ist, was die Kirche lehrt. Zum Thema des Threads daher ein Zitat aus der Enzyklika "Mystici corporis":
Papst Pius XII. hat geschrieben:Den Gliedern der Kirche aber sind in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bad der Wiedergeburt empfingen, sich zum wahren Glauben bekennen und sich weder selbst zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes getrennt haben, noch wegen schwerer Verstöße durch die rechtmäßige kirchliche Obrigkeit davon ausgeschlossen worden sind. "Denn - so sagt der Apostel - durch einen Geist wurden wir alle zu einem Leibe getauft, ob Juden oder Heiden, ob Sklaven oder Freie" (l. Cor. 12, 13.).

Wie es also in der wahren Gemeinschaft der Christgläubigen nur einen Leib gibt, nur einen Geist, einen Herrn und eine Taufe, so kann es auch nur einen Glauben in ihr geben (Eph. 4, 5.); und deshalb ist, wer die Kirche zu hören sich weigert, nach dem Gebot des Herrn als Heide und öffentlicher Sünder zu betrachten (Matth. 18, 17.). Aus diesem Grunde können die, welche im Glauben oder in der Leitung voneinander getrennt sind, nicht in diesem einen Leib und aus seinem einen göttlichen Geiste leben.
:regel:
Zuletzt geändert von taddeo am Dienstag 26. Oktober 2010, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beleidigende Äußerung entfernt.

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Juergen
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Juergen »

Heinrich hat geschrieben:Ich mag den Papst für seine sehr klaren Worte. Doch wie soll man die Menschen am besten zur Liebe Gottes bringen? Wie passt das eigentlich zusammen, dass einerseits die Menschen ein dringendes Bedürfnis nach Spiritualität haben, aber die Kirchen sie lieber zu passiven Zuhörern der Predigt machen? Ist christliche Spiritualität nur noch Sache von Mönchen und spezialisierten Geisteswissenschaftlern?
Ich würde genau das "passive Zuhören der Predigt" als ersten Schritt sehen. Paulus hat sich auch nicht irgendwo in Tarsus in seinem Haus verkrochen, hat mal hin und wieder mit einem Geschichtsschreiber gesprochen und bei einem großen Fest den Pfingstochsen gespielt.
Warum reist nicht der Bischof durch seine Diözese und predigt jeden Tag in einer anderen Stadt und spendet die Sakramente und steht den Leuten Rede und Antwort? Wir haben hier im Erzbistum rund 570 Pfarreien. Und wir haben einen Erzbischof und drei Weihbischöfe. Mit gutem Willen könnte mind. 1x pro Jahr in jeder Pfarrei ein Bischof anwesend sein. Da kann er dann Messe feiern, predigen und in einem öffentlichen Forum Rede und Antwort stehen und die Lehre der Kirche darlegen.

Das wäre doch mal ein Anfang.

Und wo Du schon die Mönche ansprichst.
Was ist den aus den Missionsorden geworden?
Wo sind die in Deutschland?
Was machen die öffentlich?
Wo verkünden die die Lehre?

Raus mit den Mönchen aus dem Kloster. Hört auf mit esoterischen Meditationsangeboten für Manager!
Stellt Euch auf dem Marktplatz eine Kanzel auf und predigt denen die es hören wollen - komme es gelegen oder ungelegen.

Auch das wäre doch mal ein Anfang.
Gruß Jürgen

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overkott
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von overkott »

Marion hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben:Na gut, das sagt Johannes. Aber wann sagt er das? Zu einer Zeit, als es um die Entscheidung ging Heidentum, Judentum oder eben Christentum. Steht es nicht heute um die Kirche und den Glauben so düster wie nie zuvor? Ich befürchte, dass die Menschen von heute, die durch einen brutalen (Markt-) Liberalismus zum Materialismus verführt werden, mit solchen Argumenten kaum zu erreichen sind.
Wenn dir das Argument nicht reicht, daß die Taufe heilsnotwendig ist, also ohne Taufe nix mit Himmel sondern ab in die Hölle, das im Johannesevangelium direkt vom Herrn offenbart ist. Dann weiß ich auch nicht weiter :hmm:

Aber ich wollte eigentlich gar nicht argumentieren, da du ja sagtest, daß du bereits glaubst, sondern nur eine von dir gestellte Glaubensfrage beantworten.
Ist denn für einen vollkommenen Hochleistungsbüßer die Taufe überhaupt nötig, Marion?

Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

Gamaliel hat geschrieben:Entscheidend ist, was die Kirche lehrt. Zum Thema des Threads daher ein Zitat aus der Enzyklika "Mystici corporis":
Papst Pius XII. hat geschrieben:Den Gliedern der Kirche aber sind in Wahrheit nur jene zuzuzählen, die das Bad der Wiedergeburt empfingen, sich zum wahren Glauben bekennen und sich weder selbst zu ihrem Unsegen vom Zusammenhang des Leibes getrennt haben, noch wegen schwerer Verstöße durch die rechtmäßige kirchliche Obrigkeit davon ausgeschlossen worden sind. "Denn - so sagt der Apostel - durch einen Geist wurden wir alle zu einem Leibe getauft, ob Juden oder Heiden, ob Sklaven oder Freie" (l. Cor. 12, 13.).

Wie es also in der wahren Gemeinschaft der Christgläubigen nur einen Leib gibt, nur einen Geist, einen Herrn und eine Taufe, so kann es auch nur einen Glauben in ihr geben (Eph. 4, 5.); und deshalb ist, wer die Kirche zu hören sich weigert, nach dem Gebot des Herrn als Heide und öffentlicher Sünder zu betrachten (Matth. 18, 17.). Aus diesem Grunde können die, welche im Glauben oder in der Leitung voneinander getrennt sind, nicht in diesem einen Leib und aus seinem einen göttlichen Geiste leben.
:regel:
Dann brauchen wir natürlich nicht mehr diskutieren, wenns Pius XII. gesagt hat. "Ich" halte aber genau diese autoritäre Argumentation als Grund dafür, dass sich die Menschen heute nicht mehr für Gott interessieren wollen, und damit als Folge der Vernachlässigung der Seelesorgepflicht der Kirche. Väter wie Augustinus haben noch versucht, sich auf ihr Gegenüber einzustellen. Dass fällt der (katholischen) Kirche heute anscheinend schwer.
Zuletzt geändert von taddeo am Dienstag 26. Oktober 2010, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat angepaßt.

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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Marion »

overkott hat geschrieben:Ist denn für einen vollkommenen Hochleistungsbüßer die Taufe überhaupt nötig, Marion?
Für jeden selbstverständlich der davon gehört hat und die Möglichkeit dazu hat. Niemand wird wohl büßen weil der Herr das will aber bei der Taufe sagen: Nö, das lass mal, dazu hab ich nun keinen Bock - Herr das glaub ich dir jetzt nicht, daß das auch noch nötig ist ...

Der Beitrag von gestern hat dich aber nun richtig gejuckt :freude: Was ist es denn genau was dir da gegen den Strich geht?
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Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

Juergen hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben:Ich mag den Papst für seine sehr klaren Worte. Doch wie soll man die Menschen am besten zur Liebe Gottes bringen? Wie passt das eigentlich zusammen, dass einerseits die Menschen ein dringendes Bedürfnis nach Spiritualität haben, aber die Kirchen sie lieber zu passiven Zuhörern der Predigt machen? Ist christliche Spiritualität nur noch Sache von Mönchen und spezialisierten Geisteswissenschaftlern?
...
Und wo Du schon die Mönche ansprichst.
Was ist den aus den Missionsorden geworden?
Wo sind die in Deutschland?
Was machen die öffentlich?
Wo verkünden die die Lehre?

Raus mit den Mönchen aus dem Kloster. Hört auf mit esoterischen Meditationsangeboten für Manager!
Stellt Euch auf dem Marktplatz eine Kanzel auf und predigt denen die es hören wollen - komme es gelegen oder ungelegen.

Auch das wäre doch mal ein Anfang.
Genau so stelle ich mir das vor!! Stattdessen begegnen mir in der Stadt nur Werbeplakate mit zweifelhaften Heilsversprechen und Menschen, die heillos dem Kult des Kommerzes verfallen sind. Ist die Kirche etwa schüchtern geworden? Sind ihr die Argumente ausgegangen? Oder ist sie denhalb so kleinlaut, weil sie selbst dem Geld verfallen ist?

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overkott
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von overkott »

Heinrich hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben:Brauche ich wirklich die Sakramente, wo doch mein Glaube auch außerhalb der Kirche ungebrochen ist?
Lass dich nicht unüberlegt taufen. Geh nicht ungetauft zur Beichte. Geh nicht mit schlechtem Gewissen zur Kommunion. Bekräftige nicht in der Firmung, was du noch nicht empfangen hast. Vollziehe nicht das Sakrament der Ehe, wenn du nicht dazu bereit bist. Nimm die Krankensalbung nicht in Anspruch, wenn du nicht krank bist.
Danke für den guten Rat! Ich werde mit noch Zeit lassen mit dieser wichtigen Entscheidung. Im übrigen glaube ich nicht, dass ich deshalb in der Hölle lande, weil ich noch immer nicht getauft bin. Denn ich erfahre Gott in der Liebe und habe mich niemals bedroht gefühlt trotz seiner Allmacht.
Gerne. Drängel nicht und drück dich nicht.

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Gamaliel
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Gamaliel »

Heinrich hat geschrieben:Dann brauchen wir natürlich nicht mehr diskutieren, wenns Pius XII. gesagt hat.
Richtig!

Heinrich hat geschrieben:"Ich" halte aber genau diese autoritäre Argumentation als Grund dafür, dass sich die Menschen heute nicht mehr für Gott interessieren wollen, und damit als Folge der Vernachlässigung der Seelesorgepflicht der Kirche.
:gaehn:

Über die Wahrheit gibt es keine Diskussion, sie ist so, wie sie ist. Die Schüler müssen auch akzeptieren, daß 2+2=4 ist, ebenfalls ohne Diskussion über "autoritäres" Verhalten der Mathematiklehrer. ;)

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Juergen
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Juergen »

Heinrich hat geschrieben:Kirche etwa schüchtern geworden?
Teils schon. - Oder besser gesagt: die Verantwortlichen wollen nicht anecken.
Heinrich hat geschrieben:Sind ihr die Argumente ausgegangen?
Ihnen sind eher die richtigen Argumentatoren ausgegangen.
Zwei Typen sind gibt es noch von ihnen.

1. Diejenigen, die den Menschen nicht zuhören, und wenn sie auf Fragen Antworten, die Antworten nicht argumentativ und verständlich geben, sondern einmal mit dem Dogmenbuch zuschlagen, so daß die Leute mit einer Beule am Kopf weglaufen. Natürlich sind Wahrheiten nicht diskutabel, aber sie sind verständlich darlegbar. Wenn ich einem Kind die ersten Dinge der Mathematik erkläre, dann sage ich auch nicht (traditypisch): "3+3=6 und damit Basta. Das steht so im Lehrbuch! Lern das auswendig", sondern man erklärt es anschaulich indem man ihm zeigt mit den Fingern oder Gegenständen zu rechnen: "Hier sind 3 Äpfel und da legen wir 3 dazu, jetzt zähl mal wie viele es sind."

2. Diejenigen, die nur rumstammeln und im Prinzip gar nichts sagen.
Heinrich hat geschrieben:Oder ist sie denhalb so kleinlaut, weil sie selbst dem Geld verfallen ist?
Auch: Wer die Musik bestellt, bestimmt auch was gespielt wird. Wer einen kirchl. Vertreter als "Redner" einlädt, will auch hören, wofür er bezahlt hat und war ihm gefällt.
Siehe auch: Managerseminare mit Zen Meditation, Jasmintee und dem "guten Gefühl danach".
Gruß Jürgen

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Heinrich
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Heinrich »

Gamaliel hat geschrieben:
Heinrich hat geschrieben:Dann brauchen wir natürlich nicht mehr diskutieren, wenns Pius XII. gesagt hat.
Über die Wahrheit gibt es keine Diskussion, sie ist so, wie sie ist. Die Schüler müssen auch akzeptieren, daß 2+2=4 ist, ebenfalls ohne Diskussion über "autoritäres" Verhalten der Mathematiklehrer. ;)
Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass mir mein Lehrer sehr einleuchtend erklären konnte, warum 2+2=4 ist. Mit dem Unfehlbarkeitdogma habe ich ohnehin so meine Probleme. Das war doch der Anfang vom Ende. Ich finde, der Mensch sollte sich nicht zum Richter über Gottes Dinge aufschwingen, das gebietet die Demut. Auch wenn er ein Papst ist.

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Gamaliel
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Re: Wer ist Christ?

Beitrag von Gamaliel »

Heinrich hat geschrieben:Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass mir mein Lehrer sehr einleuchtend erklären konnte, warum 2+2=4 ist.
Soll das heißen, daß eine Wahrheit nur dann wahr ist, wenn sie Deinem (oder meinem) Verstand einleuchtet?

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Juergen
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...bis taddeo den anderen Strang wieder aufmacht...

Beitrag von Juergen »

Kurzfassung zum Thema "Lehre erklären" -- Habe keine Lust mein längeres Posting neu zu schreiben. :unbeteiligttu:



Heute muß sich die Kirche auf einem "Markt der Lehren" behaupten.
Nur mit dem Himmel zu locken und der Hölle zu drohen, ist da zu wenig. Wenn sie dann als Begründung nur ihr Dogmatikbuch bringt, und die Inhalte niemandem verständlich machen kann, ist das äußerst mager.

Warum soll man glauben, daß man getauft werden muß, wenn doch ein anderer Guru mit Verweis auf seine Tradition sagt, daß man dazu dreimal bei Vollmond um den Haselnußstrauch laufen soll?

:indianer:
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Marion
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Re: ...bis taddeo den anderen Strang wieder aufmacht...

Beitrag von Marion »

Juergen hat geschrieben:Warum soll man glauben, daß man getauft werden muß, wenn doch ein anderer Guru mit Verweis auf seine Tradition sagt, daß man dazu dreimal bei Vollmond um den Haselnußstrauch laufen soll?
Dazu braucht es die Gnade des Herrn :)
Die Seinigen erkennen IHN.

Oder meinst du , du kannst mit Finger- und Äpfel abzählen lassen erklären daß die Taufe wirklich ein heilsnotwendiges Sakrament ist mit welchem dem Herr die Sünden vergibt? Glaub ich kaum! Dazu braucht es Vertrauen in die Kirche und auch, daß die Kirche kein Menschenwerk ist sondern vom Herrn gegründet ....
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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Juergen
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Re: ...bis taddeo den anderen Strang wieder aufmacht...

Beitrag von Juergen »

Marion vertritt gerade die verworfene Lehre der Prädestination.
Demnach hat also der Herr manche für den Himmel und manche für die Hölle bestimmt. Letzteren gibt er nicht die notwendige Gnade, um ihm zu folgen.

Marion ist eine kleine Häretikerin.



Oh, hätte ich doch dieses Posting des ignorierten Mitglieds nicht aus Neugier doch gelesen... :/
Zuletzt geändert von Juergen am Dienstag 26. Oktober 2010, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Jürgen

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Marion
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Re: ...bis taddeo den anderen Strang wieder aufmacht...

Beitrag von Marion »

Bin ich nicht :P

Muddu annehmen die Gnade :)


Aber erklär mal mit den Äpfeln und so das mit der Taufe - Ich bin ganz Ohr
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat

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