Nur zur Info: Die Originalerklärung des ehemaligen Provinzials vom 7.5.2010 gibt's hier.Robert Ketelhohn hat geschrieben:»So sah die „Vertuschung von Mißbräuchen“ aus«
Mißbrauchsanschuldigungen I
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
St. Mariä Geburt
Zusage des Bischofs ist da, Personal fehlt
http://www.derwesten.de/staedte/muelhei ... 9146.html
daraus:
Zusage des Bischofs ist da, Personal fehlt
http://www.derwesten.de/staedte/muelhei ... 9146.html
daraus:
Der Weggang des 31-jährigen Paters, nach vier Jahren Einsatz auf dem Mülheimer Kirchenhügel, war von vorneherein geplant. Er sollte ganz regulär nach Duisburg wechseln. Aufsehen erregte dann allerdings sein Geständnis vor versammelter Gemeinde, den Zölibat mit einem anderen jungen Mann gebrochen zu haben.
Dieser, ein 22-Jähriger, erhob den Vorwurf sexueller Nötigung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, und vorerst ist der Priester von seinem Dienst beurlaubt.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Nicht daß es uns überraschen oder an der öffentlichen Wahrnehmung irgend etwas ändern würde...
Now we have real evidence – sexual abuse is not a ‘Catholic problem’
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Vatikan lehnt Rücktritt zweier irischer Bischöfe ab
Daraus:

Daraus:
Der Vatikan hat im Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche Irlands den Rücktritt zweier Weihbischöfe abgelehnt, die Fälle vertuscht haben sollen. Das geht aus einem Schreiben des Erzbischofs von Dublin, Diarmuid Martin, hervor, das der Nachrichtenagentur AP heute vorlag.
Martin hatte seine Auxiliarbischöfe zum Rücktritt gedrängt, nachdem eine von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission im vergangenen Jahr zu dem Schluss gekommen war, beide Geistliche hätten es in den 90er Jahren versäumt, die staatlichen Stellen über die Missbrauchsfälle in der Kirche zu informieren.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Nebulös. Hat da jemand einen aussagekräftigeren Link zur Hand?
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
- Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Mir scheint, man hat da etwas gründlicher geprüft als jüngst im Falle Augsburg.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Also alles heiße Luft?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Mir scheint, man hat da etwas gründlicher geprüft als jüngst im Falle Augsburg.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Warum schickt dieser Martin da gleich ein Schreiben an AP?Gamaliel hat geschrieben:Vatikan lehnt Rücktritt zweier irischer Bischöfe ab
Daraus:
Der Vatikan hat im Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche Irlands den Rücktritt zweier Weihbischöfe abgelehnt, die Fälle vertuscht haben sollen. Das geht aus einem Schreiben des Erzbischofs von Dublin, Diarmuid Martin, hervor, das der Nachrichtenagentur AP heute vorlag.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Das steht nicht in der Meldung.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
So scheint es:Niels hat geschrieben:Also alles heiße Luft?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Mir scheint, man hat da etwas gründlicher geprüft als jüngst im Falle Augsburg.
Resignation offers were 'for benefit of abuse victims'
Daraus:
Das Rücktrittsangebote dürfte also allein aufgrund medialen Drucks erfolgt sein.Neither auxiliary bishop was singled out for criticism by the Murphy Report.
However, they came under intense pressure to resign amid criticism they were collectively responsible for permitting clerical sexual abuse to continue in Dublin.
In a letter sent to clergy in December as part of a campaign of support from local priests, Bishop Walsh strongly denied suggestions that he should step down because of "guilt by association".
But amid mounting pressure, he and Bishop Field finally announced their decision to offer their resignations in a joint-statement issued on Christmas Eve.
Ebenfalls interessant:
Bishops' resignations rejected
Daraus:
Senior Vatican figures are said to be concerned about the possibility of a "domino effect" if it were to emerge that other Irish bishops had mishandled allegations of clerical child sex abuse cases, and this is understood to have played a part in Pope Benedict's decision.
To a certain extent, the pope has opted to differentiate between sins of "omission" and sins of "commission" in relation to the clerical sex abuse scandals, Vatican observers also said.
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Soeben in der WDR-Aktuellen Stunde gesehen bzw. gehört.
Auf einer Ministranten- und/oder Jugendfreizeit einer Xantener Pfarrei soll ein 14jähriger von seinen Altersgenossen sexuell mißbraucht worden sein.
Näheres folgt.
Auf einer Ministranten- und/oder Jugendfreizeit einer Xantener Pfarrei soll ein 14jähriger von seinen Altersgenossen sexuell mißbraucht worden sein.
Näheres folgt.
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Hier der Artikel aus "Der Westen" von 18. Uhr:
Staatsanwalt: Anklage gegen Messdiener
http://www.derwesten.de/staedte/rheinbe ... 56818.html
daraus:
Staatsanwalt: Anklage gegen Messdiener
http://www.derwesten.de/staedte/rheinbe ... 56818.html
daraus:
Gegenstand der Anklage ist der Vorwurf der gemeinschaftlichen Körperverletzung und sexuellen Nötigung. Die Übergriffe auf einen ebenfalls 14-jährigen Messdiener sollen laut Anklage während der Ferienfahrt der Messdiener in einer Hütte des Feriendorfes Mielepark bei Meldorf geschehen sein. Nach der Aussage von Teilnehmern der Fahrt hätten die Übergriffe das Maß der sogenannten Hüttenrituale bei weitem überschritten.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Bleibt abzuwarten, was da "ermittelt" wird.
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Filius Custodis
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
http://nachrichten.rp-online.de/panoram ... gt-1.96488
Nun ja, es wurde geklärt, "wer der Macker ist".
Hoffentlich wissen sie noch, wer der Macker war,
Nun ja, es wurde geklärt, "wer der Macker ist".
Hoffentlich wissen sie noch, wer der Macker war,
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Was eigentlich passiert sein soll, weiß aber anscheinend niemand. Hauptsache, "Meßdiener" und "sexuelle Nötigung" wieder einmal im gleichen Satz verwendet.
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Filius Custodis
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Nach einem solchen Zeitungsbereicht ist die Sache doch abgehakt.Peregrin hat geschrieben:Was eigentlich passiert sein soll, weiß aber anscheinend niemand. Hauptsache, "Meßdiener" und "sexuelle Nötigung" wieder einmal im gleichen Satz verwendet.
Ich kann dieses ewige "die böse Presse" nicht mehr hören. Man sollte seine Wortwahl vorher überdenken, nachher ist es zu spät.
Dementieren ist der Versuch, Zahnpasta zurück in die Tube zu schieben.
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Clementine
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
@ Filius Custodis: Wieso ist die Sache abgehakt? Ist Dir denn klar, was passiert ist? Dann aber sicherlich nicht auf Grund des oben verlinkten Artikels?Filius Custodis hat geschrieben:Nach einem solchen Zeitungsbereicht ist die Sache doch abgehakt.Peregrin hat geschrieben:Was eigentlich passiert sein soll, weiß aber anscheinend niemand. Hauptsache, "Meßdiener" und "sexuelle Nötigung" wieder einmal im gleichen Satz verwendet.
Ich kann dieses ewige "die böse Presse" nicht mehr hören.
Filius Custodis hat geschrieben:Man sollte seine Wortwahl vorher überdenken, nachher ist es zu spät.
Filius Custodis hat geschrieben:Dementieren ist der Versuch, Zahnpasta zurück in die Tube zu schieben.
Also, mit der Umsetzung Deiner obigen Erkenntnis musst Du wohl noch etwas üben. Aber mach Dir nichts draus, das wird sicherlich eine Weile dauern, bis Du Dich umgewöhnt hast. Aber versuch es trotzdem weiter!
Es gibt drei Arten von Menschen: Haie, Haifischfutter und Menschen, die es gelernt haben mit den Haien zu schwimmen ohne gefressen zu werden.
Halte Deine Stadt sauber! Iß täglich eine Taube!
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Filius Custodis
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ich weiss zawr nicht, was diese "Spitzen" jetzt sollen, aber:Clementine hat geschrieben:@ Filius Custodis: Wieso ist die Sache abgehakt? Ist Dir denn klar, was passiert ist? Dann aber sicherlich nicht auf Grund des oben verlinkten Artikels?Filius Custodis hat geschrieben:Nach einem solchen Zeitungsbereicht ist die Sache doch abgehakt.Peregrin hat geschrieben:Was eigentlich passiert sein soll, weiß aber anscheinend niemand. Hauptsache, "Meßdiener" und "sexuelle Nötigung" wieder einmal im gleichen Satz verwendet.
Ich kann dieses ewige "die böse Presse" nicht mehr hören.Filius Custodis hat geschrieben:Man sollte seine Wortwahl vorher überdenken, nachher ist es zu spät.Mensch, finde ich klasse, dass Du Dich zu dieser Einsicht durchgerungen hast. Und für die Zukunft kann dann die Umsetzung in der Praxis erfolgen!
Filius Custodis hat geschrieben:Dementieren ist der Versuch, Zahnpasta zurück in die Tube zu schieben.Erstens: wer hat denn hier irgendwas dementiert? Zweitens: Zum dementieren müsste man zunächst einmmal wissen, was passiert sein soll, oder?
Also, mit der Umsetzung Deiner obigen Erkenntnis musst Du wohl noch etwas üben. Aber mach Dir nichts draus, das wird sicherlich eine Weile dauern, bis Du Dich umgewöhnt hast. Aber versuch es trotzdem weiter!
Ich wollte mit meinem Erstbeitrag meine Verwunderung darüber kundtun, dass katholische Messdiener und/oder Ihr Umfeld mit einem derartigen Sprachgebrauch "feststellen wer der Macker ist" in die Zeitung gehen. Und der zuständige Kaplan hat das doch dementiert "Das ist nicht unser Sprachgebrauch". Steht doch so in dem Artikel.
"Vom Ende einer Ethik-Agentur"
"Mit "weichen" Themen erkaufte sich die Kirche in der säkularisierten Gesellschaft ein Mitspracherecht. Nach dem Missbrauchsskandal taugt sie nicht mehr als Ethik-Agentur. Jetzt bleibt nur die Rückkehr zum Kerngeschäft": http://www.kath.net/detail.php?id=27795
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: "Vom Ende einer Ethik-Agentur"
Ein hervorragender Kommentar!Niels hat geschrieben:"Mit "weichen" Themen erkaufte sich die Kirche in der säkularisierten Gesellschaft ein Mitspracherecht. Nach dem Missbrauchsskandal taugt sie nicht mehr als Ethik-Agentur. Jetzt bleibt nur die Rückkehr zum Kerngeschäft": http://www.kath.net/detail.php?id=27795
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Neue US-Missbrauchsklage gegen den Vatikan
Daraus:
Daraus:
In den USA gibt es eine neue Missbrauchsklage gegen den Vatikan: Sieben mutmaßliche Opfer aus der US-Diözese Oakland haben Klage wegen Vertuschung sexuellen Missbrauchs eingereicht. Die Diözese habe sich nicht ausreichend um die Suspendierung eines Priesters gekümmert und die Eltern nicht rechtzeitig gewarnt, zitierten US-Medien aus den Anklageschriften.
[...]
In den USA laufen derzeit zwei weitere Klagen von Missbrauchsopfern gegen den Vatikan. In der Vorwoche wurde im Bundesstaat Kentucky eine Klage gegen Benedikt XVI. und weitere führende Kurienvertreter wegen Vertuschung zurückgezogen. Die Kläger waren am Nachweis gescheitert, dass die US-Bischöfe als Angestellte des Vatikan betrachtet werden könnten und dieser somit eine Mitverantwortung für Missbrauchsfälle in den USA trage.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Daraus:Gamaliel hat geschrieben:Neue US-Missbrauchsklage gegen den Vatikan
Schon klar. Verheiratet, aber auffallen konnte natürlich niemandem was. Der Zölibat ist schuld.1982 heiratete der Priester. Obwohl der damalige Ortsbischof mehrmals den Vatikan um die Laisierung des Priesters gebeten habe, sei dies bis 1987 nicht erfolgt.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Sexuelle Belästigung: Priester zeigt sich an
Speyer (dpa/lrs) - Ein Diözesanpriester des Bistums Speyer hat sich selbst wegen sexueller Belästigung einer Jugendlichen angezeigt. Er wurde vorerst beurlaubt und darf bis zur Klärung des Vorwurfs nicht als Seelsorger arbeiten, wie das Bistum am Freitag mitteilte....
--> http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufm ... 69,3394835
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Leitlinien gegen den Missbrauch
Die katholischen Bischöfe wollen in Würzburg die verschärften Leitlinien zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der Kirche auf den Weg bringen. [...] Der genaue Zeitpunkt für das Inkrafttreten stehe noch nicht fest, sagte der Trierer Bischof. "Wir sprechen hier aber nicht mehr von Monaten, sondern von Wochen." Der Freiburger Erzbischof und DBK-Vorsitzende Robert Zollitsch hatte kürzlich in einem Interview erklärt, die katholische Kirche müsse ihren Umgang mit der Sexualität ändern. Die Kirche müsse umdenken und sich dem Thema ohne Tabus stellen.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)
- lutherbeck
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Mal im Ernst: wäre es nicht doch denkbar, daß ein Priester heiratet und dies geheimbleibt?Peregrin hat geschrieben:Daraus:Gamaliel hat geschrieben:Neue US-Missbrauchsklage gegen den VatikanSchon klar. Verheiratet, aber auffallen konnte natürlich niemandem was. Der Zölibat ist schuld.1982 heiratete der Priester. Obwohl der damalige Ortsbischof mehrmals den Vatikan um die Laisierung des Priesters gebeten habe, sei dies bis 1987 nicht erfolgt.
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".
- cantus planus
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ich halte es in der Tat für skandalös, dass ein Priester erklärt, sein Amt nicht mehr ausüben zu wollen, die Laisierung beantragt, darin mehrfach von seinem Ordinarius unterstützt wird, heiratet - und der Vatikan dennoch fast ein Jahrzehnt für die Laisierung benötigt. Bei allem Verständnis für eine gründliche Prüfung: solche Fälle sollten in der Tat schneller abgewickelt werden. Da werden ja mittlerweile Seligsprechungen fast schneller abgewickelt.
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
@cantus
Deine Einschätzung entspringt wohl mehr dem "Bauchgefühl", als dem Kirchenrecht. Eine Erklärung sein Priestertum nicht mehr ausüben zu wollen gibt es kanonisch nicht, ebensowenig wie ein Ehegatte erklären kann, daß er nicht mehr verheiratet sein will. Ob (und wann) der Apostolische Stuhl das Reskript zur Laisierung gewährt, liegt alleine bei ihm; in der Zwischenzeit hat der betroffene Priester seine versprochenen Pflichten zu erfüllen.
Daß sich derartige Rebellenpriester freilich nicht um ihre Standespflichten scheren und sich auch nicht um irgendwelche "Paragraphen" kümmern, ist noch lange kein Grund für den Papst ihnen zu Willen zu sein. Eine Gunst ist eine Gunst und kann nicht gefordert, sondern nur erbeten werden.
Deine Einschätzung entspringt wohl mehr dem "Bauchgefühl", als dem Kirchenrecht. Eine Erklärung sein Priestertum nicht mehr ausüben zu wollen gibt es kanonisch nicht, ebensowenig wie ein Ehegatte erklären kann, daß er nicht mehr verheiratet sein will. Ob (und wann) der Apostolische Stuhl das Reskript zur Laisierung gewährt, liegt alleine bei ihm; in der Zwischenzeit hat der betroffene Priester seine versprochenen Pflichten zu erfüllen.
Daß sich derartige Rebellenpriester freilich nicht um ihre Standespflichten scheren und sich auch nicht um irgendwelche "Paragraphen" kümmern, ist noch lange kein Grund für den Papst ihnen zu Willen zu sein. Eine Gunst ist eine Gunst und kann nicht gefordert, sondern nur erbeten werden.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Nachdem sich unter dem Pontifikat Pauls VI. die Gesuche um Laisierung in einem nie dagewesen Umfang häuften, hat Johannes Paul II relativ früh einige Regeln aufgestellt. Die Details sind mir nicht gegenwärtig, aber es gab ein Mindestalter, eine relativ lange Mindestwartezeit und den völligen Verzicht auf die Laisierung von Bischöfen, wobei von letzterem allerdings unter Papst Benedikt in einem (wohl politisch begründeten) Fall abgewichen wurde. Johannes Paul II wandte sich entschieden dagegen, das Priestertum als ein Gewand zu betrachten, das man an einem Tag anlegt und an einem anderen wieder ablegt.Gamaliel hat geschrieben:@cantus
Deine Einschätzung entspringt wohl mehr dem "Bauchgefühl", als dem Kirchenrecht. Eine Erklärung sein Priestertum nicht mehr ausüben zu wollen gibt es kanonisch nicht, ebensowenig wie ein Ehegatte erklären kann, daß er nicht mehr verheiratet sein will. Ob (und wann) der Apostolische Stuhl das Reskript zur Laisierung gewährt, liegt alleine bei ihm; in der Zwischenzeit hat der betroffene Priester seine versprochenen Pflichten zu erfüllen.
Gerade im Zusammenhang mit Mißbrauchsfällen spricht gegen eine Laisierung auch der Umstand, daß Priester, solange sie nicht laisisert sind, in einem (zumindest theoretischen) Gehorsamsverhältnis zu ihrem Bischof stehen, der ihnen z.B. den Aufenthalt in einem Kloster vorschreiben könnte. Mit der Laisierung erlischt auch jegliche Disziplinargewalt. Aber das ist wohl nur noch reine Theorie.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Zur Ergänzung:
Normalerweise wird die Dispens nur aus Gründen gewährt, die bereits vor der Weihe vorlagen, sodaß diese Priester eigentlich nie hätten geweiht werden dürfen.
Bei Gründen, die erst nach der Weihe aufgetreten sind, wird die Dispens nur gewährt, wenn der betroffene Priester schon seit vielen Jahren den mit der Weihe verbundenen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist und keine Hoffnung auf Wiederaufnahme des priesterlichen Lebens besteht und er selbst "aufrichtig und bußfertig" um Dispens bittet.
[quote="JP II in "Novo incipiente" Nr.9"]There is a widespread view which is the result of ambiguity, if not of bad faith. It maintains that priestly celibacy is nothing but a custom imposed by law on those who receive the Sacrament of Orders. We all know that this is not so.
Every Christian who is about to receive the Sacrament of Orders accepts the duty of celibacy with full awareness and freedom after many years of preparation and after giving careful reflection and much prayer to the subject. He decides on a life of celibacy only after being firmly convinced that Christ is bestowing this gift on him for the benefit of the en tire Church and the service of others. Only then does he accept a celibacy which he must maintain for the rest of his life.
It is clear, then, that a decision thus taken obliges him not only in virtue of a law the Church has passed but also because he is aware of a personal responsibility. The issue, then, is fidelity to promises made to Christ and the Church. Fidelity to the promise the priest has made is a proof of his interior maturity and an expression of his personal dignity.
All this is clearly manifested whenever the fidelity promised to Christ in the conscious and free commitment to perpetual celibacy runs into difficulties, is put to the test, or is even, at times, exposed to temptation. The priest is not spared any of these trials any more than is any other human being and Christian.[/quote]
40 Jahre, davor gibt es (kaum) keine Aussicht auf Dispens.Bernado hat geschrieben:Die Details sind mir nicht gegenwärtig, aber es gab ein Mindestalter,...
Normalerweise wird die Dispens nur aus Gründen gewährt, die bereits vor der Weihe vorlagen, sodaß diese Priester eigentlich nie hätten geweiht werden dürfen.
Bei Gründen, die erst nach der Weihe aufgetreten sind, wird die Dispens nur gewährt, wenn der betroffene Priester schon seit vielen Jahren den mit der Weihe verbundenen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist und keine Hoffnung auf Wiederaufnahme des priesterlichen Lebens besteht und er selbst "aufrichtig und bußfertig" um Dispens bittet.
Siehe dazu:Bernado hat geschrieben:Johannes Paul II wandte sich entschieden dagegen, das Priestertum als ein Gewand zu betrachten, das man an einem Tag anlegt und an einem anderen wieder ablegt.
[quote="JP II in "Novo incipiente" Nr.9"]There is a widespread view which is the result of ambiguity, if not of bad faith. It maintains that priestly celibacy is nothing but a custom imposed by law on those who receive the Sacrament of Orders. We all know that this is not so.
Every Christian who is about to receive the Sacrament of Orders accepts the duty of celibacy with full awareness and freedom after many years of preparation and after giving careful reflection and much prayer to the subject. He decides on a life of celibacy only after being firmly convinced that Christ is bestowing this gift on him for the benefit of the en tire Church and the service of others. Only then does he accept a celibacy which he must maintain for the rest of his life.
It is clear, then, that a decision thus taken obliges him not only in virtue of a law the Church has passed but also because he is aware of a personal responsibility. The issue, then, is fidelity to promises made to Christ and the Church. Fidelity to the promise the priest has made is a proof of his interior maturity and an expression of his personal dignity.
All this is clearly manifested whenever the fidelity promised to Christ in the conscious and free commitment to perpetual celibacy runs into difficulties, is put to the test, or is even, at times, exposed to temptation. The priest is not spared any of these trials any more than is any other human being and Christian.[/quote]
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Es entbehrt jedenfalls nicht einer gewissen Komik, daß der Vatikan nun dafür gerügt wird, den verheirateten Priester nicht schnell genug aus seinem Amt entfernt zu haben.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Das Interview ist gar nicht mal so schlecht (wenn auch inhaltlich nicht neu)...
Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie über sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche
Norbert Leygraf im Gespräch mit Jan-Christoph Kitzler
Daraus:
Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie über sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche
Norbert Leygraf im Gespräch mit Jan-Christoph Kitzler
Daraus:
Kitzler: Trotzdem, bei den Missbrauchsfällen, über die zuletzt ja sehr viel berichtet wurde, war der Fokus in den meisten Medien vor allem auf die Kirche gerichtet. Ist das in Ihren Augen gerechtfertigt?
Leygraf: Also zahlenmäßig ist es ganz sicherlich nicht gerechtfertigt, denn alles das, was man bislang weiß, spricht dafür, dass derartige Handlungen von Priestern weitaus seltener begangen werden als von anderen Männern.[...]
Kitzler: Es wird ja oft ein Zusammenhang hergestellt zwischen den Missbrauchsfällen und dem Zölibat, der in der katholischen Kirche für Priester verpflichtend ist. Sehen Sie denn als Psychiater diesen Zusammenhang?
Leygraf: Nein, also pädophile Sexualität entwickelt sich während der Pubertät und Zölibat kommt sehr viel später. Also durch das Zölibat wird kein Mensch irgendwie pädophil veranlagt. [...] Zölibat heißt ja [...] dass man auf ausgelebte Sexualität verzichten soll. Also warum das dazu führen soll, dass dann jemand sexuelle Handlungen an Kindern begeht, ist nicht sehr sonderlich einleuchtend.
Kitzler: Wer Priester werden will, der weiß, worauf er sich einlässt, der weiß, dass er zölibatär leben muss. Sind das überdurchschnittlich viele Menschen, die eine sag ich mal abnorme Form der Sexualität haben?
Leygraf: Nein, also das ist auch so eine Vermutung, die immer wieder geäußert worden ist, weil es offenbar für uns sehr schwer zu verstehen ist, dass Leute ganz auf Sexualität verzichten von sich aus. Irgendwelche Studien, die belegen würden, dass das nun besonders häufig Leute mit einer abnormen Sexualität werden, gibt es nicht.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Zwar vmtl. hier schon allgemein bekannt, aber trotzdem noch einmal:
Psychiater: Kein Zusammenhang zwischen Zölibat und Mißbrauch
Psychiater: Kein Zusammenhang zwischen Zölibat und Mißbrauch
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)