Pfarrer des Amtes enthoben

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Robert Ketelhohn
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ich kenne zwar nicht die Wahrheit über diesen Fall, aber wenn ich Aussagen
wie diese lese: „Die betroffenen Familien fühlten sich durch dieses Agieren so
massiv unter Druck gesetzt, daß die Verletzungen der Vergangenheit wieder
aufgebrochen und neue Traumatisierungen entstanden sind«, dann stinkt mir
die Sache doch sehr. Ich nehme noch hinzu, daß der Vater eines der Betrof-
fenen seine Anklage damals lauthals vor der versammelten Gemeinde heraus-
posaunt hatte und daß der Vorwurf am Ende gerade mal für zwei Jahre auf
Bewährung ausreichte.

Wie gesagt, ob oder inwiefern Pfr. Weiß schuldig ist, weiß ich nicht. Die mir
bekannten Begleitumstände wecken erhebliche Zweifel. Wie aber das Würz-
burger Ordinariat jetzt agiert, ist in jedem Fall maßlos überzogen und schlech-
terdings untragbar.
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julius echter
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von julius echter »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich kenne zwar nicht die Wahrheit über diesen Fall, aber wenn ich Aussagen
wie diese lese: „Die betroffenen Familien fühlten sich durch dieses Agieren so
massiv unter Druck gesetzt, daß die Verletzungen der Vergangenheit wieder
aufgebrochen und neue Traumatisierungen entstanden sind«, dann stinkt mir
die Sache doch sehr. Ich nehme noch hinzu, daß der Vater eines der Betrof-
fenen seine Anklage damals lauthals vor der versammelten Gemeinde heraus-
posaunt hatte und daß der Vorwurf am Ende gerade mal für zwei Jahre auf
Bewährung ausreichte.

Wie gesagt, ob oder inwiefern Pfr. Weiß schuldig ist, weiß ich nicht. Die mir
bekannten Begleitumstände wecken erhebliche Zweifel. Wie aber das Würz-
burger Ordinariat jetzt agiert, ist in jedem Fall maßlos überzogen und schlech-
terdings untragbar.

Wenn das Ordinariat so reagiert dann wird schon an der sach dran sein, denn anderer Seits würde es sich angreifbar machen.
Die reaktionen des Ordinariats ist mienern Ansich nur die reaktion auf diese unsäglichen Aktionen des Pfr. Weiß.
Denn wie inder ersten Reaktion des Ordinariates war ja noch nicht mal den Name des Expriesters klar genannt worden, sie haben sich also Zurückhaltend verhalten. Nur nachdem Weiß sich auch nict mehr Zurückhaltend verhalten hatte, hat das Ordinariat sich nicht mehr dazu verpflichtet gefühlt.
Wer sich hier nicht anständig benimmt ist eindeutig diese Pfr. Weiß
Die Raektion der Eltern ist nur als verständlich zu bezeichnen, denn ich bin mir sicher dass sich auch der Hr. Robert Ketelhorn in einer solchen Situation verhalten würde, wenn es seine eigenen Kinder betreffen würde.

Am Ende wird die Wahrheit eigentlich voll und ganz nicht ans Licht kommen, denn das würde erst recht eine widerliche Schlammschlacht auslösen. Wobei ich diese Taten nicht verharmlosen will und kann.
Nur wenn das Bistum alles erdenklich mögliche anbietet um den Priester einen Weg in Normalität zu führen, er dies aber ablehnt und sich verweigert, was kann dann das Bistum noch machen?
Immerhin ist ein solcher Schritt eines Bistums auch nicht nur so eine Aktion die im Vorbeigehn durchgeführt wird.
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ad_hoc
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von ad_hoc »

Deine Art und Weise des Denkens ist genau so fragwürdig wie das Ergebnis, was hierbei heraus kommt:
Julius Echter hat geschrieben:
Unschuldig fühlen hin - Unschuldig fühlen her;
Was eine Rethorik.....

eines ist sicher die Verurteilung ist rechtskräftig.
Die Tatsache, dass eine Veurteilung rechtskräftig ist, bedeutet nicht unbedingt, dass der ergangene Spruch auch aufgrund von tatsächlich als absolut nachgewiesenen Fakten, welche die Schuld des Priesters bewiesen haben, ergangen ist. D. h. nichts anderes, als dass bei einem rechtskräftigen Urteil in Wirklichkeit auch ein Fehlurteil ergangen sein könnte. Es wäre nicht das erste Fehlurteil gewesen, wie Beispiele im Internet mehr als ausreichend belegen.

Immerhin wurde von Seiten der Diözese dem Geistlichen mindestens eine akzeptable Stelle angeboten worden die er ablehnte und ich kann mir nicht vorstellen dass die Diözese dem Geistlichen eine inakzeptable Stelle anbieten würde.

Und was hat dies mit dem Fall zu tun?


Jedenfalls haltre ich es für verwerflich was der Priester getan hat, nämlich Druck auf die Opfer seiner Delikte auszuüben, dass schadet dem öffentlichen Bild eines Priesters.
Ich halte nicht das Verhalten des Priesters für verwerflich, sondern Deine nachträgliche billige Plattmache eines möglicherweise auch zu Unrecht verurteilten Menschen, der womöglich nichts anderes versucht, als Beweise dafür zu finden, welche die ihm zur Last gelegten Vorwürfe widerlegen; und wenn es auch nur darum ginge, dass die Eltern der Kinder oder diese selbst zugeben, dass die Vorwürfe tatsächlich unberechtigt waren.
Wenn das Ordinariat so reagiert dann wird schon an der sach dran sein, denn anderer Seits würde es sich angreifbar machen.
Die reaktionen des Ordinariats ist mienern Ansich nur die reaktion auf diese unsäglichen Aktionen des Pfr. Weiß.
Noch zwei weitere Beispiele solcher außerordentlich dummen Sprüche.
Wenn das Ordinariat das also nur deshalb so sieht, weil es sich ansonsten angreifbar machen würde......?
Und als weiterer Schluß wohl die Hypothese, dass auf ein angeblich unsägliches Verhalten auch ein unsägliches Verhalten des Ordinariats gerechtfertigt wäre?


Denn wie inder ersten Reaktion des Ordinariates war ja noch nicht mal den Name des Expriesters klar genannt worden, sie haben sich also Zurückhaltend verhalten. Nur nachdem Weiß sich auch nict mehr Zurückhaltend verhalten hatte, hat das Ordinariat sich nicht mehr dazu verpflichtet gefühlt.
Wer sich hier nicht anständig benimmt ist eindeutig diese Pfr. Weiß
Die Raektion der Eltern ist nur als verständlich zu bezeichnen, denn ich bin mir sicher dass sich auch der Hr. Robert Ketelhorn in einer solchen Situation verhalten würde, wenn es seine eigenen Kinder betreffen würde.
In aller Offenheit: Wenn nach so vielen Jahren der Priester noch nicht müde geworden ist, seine Unschuld zu beteuern und darüber hinaus alles versucht, diese auch zu beweisen, dann kann zumindest der Anschein der Unschuld nicht außer Acht gelassen werden. Dass der Priester anstelle von Detektiven besser eine Person des Vertrauens hinzugezogen hätte, kann diskutiert werden, genau so wie auch diskutiert werden kann, welches Mittel zum Beweis der Unschuld denn in der Anwendung verhältnismäßig gewesen wäre.

Am Ende wird die Wahrheit eigentlich voll und ganz nicht ans Licht kommen, denn das würde erst recht eine widerliche Schlammschlacht auslösen. Wobei ich diese Taten nicht verharmlosen will und kann.
Worauf beruht denn Deine Vermutung?
Aber lasse es, ich will's gar nicht wissen.


Nur wenn das Bistum alles erdenklich mögliche anbietet um den Priester einen Weg in Normalität zu führen, er dies aber ablehnt und sich verweigert, was kann dann das Bistum noch machen?
Immerhin ist ein solcher Schritt eines Bistums auch nicht nur so eine Aktion die im Vorbeigehn durchgeführt wird.
Ich weiß die Wahrheit, was damals eigentlich passiert sein soll, genau so wenig, wie Du. Aber was wäre, wenn tatsächlich irgendwann eines Tages ans Licht käme, dass der Pfarrer zu Unrecht beschuldigt worden ist?
Wie würde sich das Ordinariat dann verhalten?
Jetzt glaubt es nämlich zumindest, richtig auf den Priester einhauen zu müssen, damit ja nicht der Anschein erweckt werden könnte, der zuständige Bischof würde mit Stillschweigen reagieren und damit erst recht für Aufruhr in der Medienlandschaft sorgen.
Vor vielen Jahren hat es mal Aufregung gegeben, als ein Lehrer beschuldigt worden war, mehrere Kinder sexuell belästigt zu haben. Damals hatten Emanzipierte-Weiber-Organisationen, die sich für berechtigt hielten, in Kindesmißbräuchen Kompetenz zu besitzen, die Kinder derart behandelt, dass sie vor Gericht genau das aussagten, was man hören wollte.
Nur durch besondere Umstände konnten die Ursachen der Aussagen der Kinder nachträglich ermittelt werden, so dass der Lehrer, der ebenfalls stets seine Unschuld beteuert hatte, von den Vorwürfen freigesprochen wurde.
Und in Worms fiel mal der Vorwurf gegenüber einer ganzen Verwandschaftsgruppe in sich zusammen, der zur Last gelegt worden war, ihre Kinder für die gewerbsmäßige Unzucht freigegeben zu haben. Es gab damals keine Verurteilungen.

Ich denke, dass die Zahl der zu Unrecht beschuldigten und auch zu Unrecht verurteilten Menschen heutzutage bereits außerordentliche Ausmaße angenommen haben.
Vor diesem Hintergrund sollte man die Vorwürfe gegen diesen Priester und dessen Verurteilung bedenken. Dummes Geschwafel ist jedenfalls nicht hilfreich.

ad_hoc
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Raphaela
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Raphaela »

Jedenfalls haltre ich es für verwerflich was der Priester getan hat, nämlich Druck auf die Opfer seiner Delikte auszuüben, dass schadet dem öffentlichen Bild eines Priesters.
Ich halte nicht das Verhalten des Priesters für verwerflich, sondern Deine nachträgliche billige Plattmache eines möglicherweise auch zu Unrecht verurteilten Menschen, der womöglich nichts anderes versucht, als Beweise dafür zu finden, welche die ihm zur Last gelegten Vorwürfe widerlegen; und wenn es auch nur darum ginge, dass die Eltern der Kinder oder diese selbst zugeben, dass die Vorwürfe tatsächlich unberechtigt waren.
Ich weiß jetzt nicht, ob die in Blau geschriebene Antwort von Julius Echter oder von ad_hoc stammt, daher nur als Zitat.
Aber jeder, der sich auskennt, empfindet diese Antwort als Frechheit. Es ist bewiesen, dass Täter meistens die Schuld von sich weisen, nichts damit zu tun haben wollen. Es ist auch erwiesen, dass oft gerade die Umgebung zum Täter hält, weil er eben "zwei Gesichter" hat und sein Tun vor den Menschen, mit denen er normalerweise zu tun hat, gut verbergen kann.
Wer von einer "billigen Plattmache" spricht/schreibt, sollte sich mal ganz genau über dieses Thema informieren.
Ich selber werde über solche Spüche immer wieder wütend! :motz: Und dass garantiert zu Recht! Ich nehme an, dass es genügend User gibt, die so wie ich denken.

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julius echter
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von julius echter »

Ich möchte nichts und niemand Plattmachen.
Es ist nur komisch dass ein in 13 Fällen für Schuldig befundener sich so plumb an die Opfer heranwagt.
Ebenso hatte er ja auch die Möglichkeit eines Einspruches genutzt und in dieser Verhandlung ist das Urteil ja bestätigt worden.
Ausserdem wäre es besser gewessen für den Geistlichen auf die Angebote des Bistums einzugehn und sie nicht auszuschlagen. Denn wenn ich, zum Beispiel, in eine solche Situation unschuldig geraden würde wäre ich dankbar für die Unterstützung der Diözese.
Ich denk dass der Geistliche über das Ziel hinausgeschossen ist und unbedacht eine Kette von Aktionen und Reaktionen losgetreten hat, die ihm nicht weiterhilft sondern seine ungemütliche Situation verschärft.
Auch muss man sich die psychischen Belsatungen für die Opfer und deren Familien vor Augen führen.
Ich persönlich habe keine Kinder aber ich denk dass viele hier, die Kinder haben, auch so reagieren würden wie es die Eltern der Opfer es taten.
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ad_hoc
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von ad_hoc »

Raphaela und Julius Echter

Das in blauer Farbe Geschriebene in den zitierten echterschen Texten stammt von mir.

"Aber jeder, der sich auskennt, empfindet diese Antwort als Frechheit. Es ist bewiesen, dass Täter meistens die Schuld von sich weisen, nichts damit zu tun haben wollen. Es ist auch erwiesen, dass oft gerade die Umgebung zum Täter hält, weil er eben "zwei Gesichter" hat und sein Tun vor den Menschen, mit denen er normalerweise zu tun hat, gut verbergen kann", meint Raphaela.
So, so. Und Du kennst Dich aus? Wenn Du bei solchen "Sprüchen" wütend wirst, dann wäre es doch besser, Du würdest einige Zeit abwarten, um die Gefahr einer unüberlegten Antwort zu vermeiden.
Bewiesen, dass Täter meistens die Schuld von sich weisen, hast Du jedenfalls mit Deiner Aussage nicht. Man kann aufgrund gewisser Erfahrungswerte höchstens davon ausgehen, dass der Täter die Tat zumindest so lange bestreitet - nicht alle Täter - bis ihm die Tat lückenlos nachgewiesen werden kann. Würde man Deine Aussage ernst nehmen, dann macht sich ein möglicher Täter bereits verdächtig, wenn er die ihm vorgeworfene Tat abstreitet.
Und dann die "zwei Gesichter", mit denen der Täter sein Tun vor denen, mit denen er normalerweise zu tun hat, gut verbergen kann, anscheinend aber nicht vor den anderen. Das ist - gelinde ausgedrückt - Quatsch mit Soße. Denn Deiner Aussage nach haben Fremde einen besseren Einblick in die Persönlichkeit eines Menschen als diejenigen, die diesen Menschen kennen. Unberücksichtigt davon bleibt die Tatsache, dass es Bekannte des Täters gibt, die diesem eine bestimmte Tat zutrauen, und das es Bekannte des gleichen Täters gibt, die ihm diese Tat nicht zutrauen.
Auch Deine Aussagen, Raphaela, sind billige Plattmacherei mittels platter Allgemeinheiten, die einer näheren Überprüfung nicht standhalten.

Und nochmals: was die eine Seite als Druck empfindet, empfindet die andere Gruppe als notwendige Kontaktaufnahme, um über die Tat zu sprechen. Möglicherweise wurde der Druck erst durch die Detektive erzeugt, möglicherweise auch nicht. Vielleicht wurde allein die Ansprache des Themas bereits als Druck empfunden. Was weißt Du darüber??

Und weiter: Gesetzt den Fall, morgen oder in fünf Jahren käme heraus, dass die Vorwürfe gegen den Priester aus der Luft gegriffen waren.
Käme es Dir Raphaela, oder Dir Julius Echter, nicht in den Sinn, dass es besser gewesen wäre, seinerzeit ganz einfach das M..l gehalten zu haben, anstatt sich an einem totalen Vernichtungsfeldzug zu beteiligen auf jemanden, der bereits am Boden liegt; möglicherweise auch unschuldig? Und wenn er schuldig wäre, dann ist das Urteil bereits gesprochen und bedarf keiner weiteren Betroffenheitsäußerungen.

Abgesehen davon: Auch mir kommen die ganzen Umstände äußerst dubios vor, nicht nur der Weg der Verurteilung, sondern auch das Verhalten des zuständigen Bischofs und seines Adjutanten, Hillebrand (wie auch immer).

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Peregrin
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Peregrin »

ad_hoc hat geschrieben: Bewiesen, dass Täter meistens die Schuld von sich weisen, hast Du jedenfalls mit Deiner Aussage nicht.
Das ist eigentlich auch wurscht, denn sogar wenn das so wäre, folgte umgekehrt ja nicht, daß jemand, der seine Schuld bestreitet, deshalb auch schon der Täter sein muß. Das wäre ja eine geradezu teuflische Unlogik.

Man muß jemandem, der sich für ungerecht verurteilt hält, wohl das Recht zuerkennen, sich mit legalen Mitteln um die Wiederherstellung seines Rufs zu bemühen. Ich halte es für sehr fragwürdig, dem zur Disziplinierung gleich einmal die Pension zu kürzen. Daß das überhaupt geht, gibt es da ein ordentliches kirchengerichtliches Verfahren, oder dekretiert der Bischof sowas nach Gutdünken?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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taddeo
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von taddeo »

Peregrin hat geschrieben:Ich halte es für sehr fragwürdig, dem zur Disziplinierung gleich einmal die Pension zu kürzen. Daß das überhaupt geht, gibt es da ein ordentliches kirchengerichtliches Verfahren, oder dekretiert der Bischof sowas nach Gutdünken?
Nein, dazu braucht es kein formales kirchenrechtliches Verfahren. Ein Kleriker ist kein "Angestellter" des Bischofs mit tarifvertraglichen Rechten. Der Bischof kann das Gehalt oder die Pension eines Klerikers jederzeit per Verwaltungsakt neu bemessen.

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Robert Ketelhohn
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Julius Echter hat geschrieben:Es ist nur komisch, daß ein in 13 Fällen für schuldig befundener sich so
plump an die Opfer heranwagt.
Es waren wohl sieben vorgeworfene Taten, nicht dreizehn. Ferner solltest
du die Möglichkeit, daß der Beschuldigte hier unschuldig verurteilt worden
sein könnte, einmal einkalkulieren. Nicht als gewisses Faktum, nein, aber
als Denkmöglichkeit.

Wenn ich dies tue, stellt sich sein Handeln durchaus als in sich schlüssig
und plausibel dar. Gewiß, das Urteil ist rechtskräftig und als solches, so-
lange es besteht, zu beachten. Das hat Pfarrer Weiß aber, soweit ich sehe,
auch getan.

Daß er andererseits eine Wiederaufnahme des Verfahrens erreichen möchte
und dafür Beweise oder Zeugenaussagen sucht, die seine Unschuldsbehaup-
tung untermauern könnten, ist nachvollziehbar und nicht verwerflich, so-
lange er nicht verwerfliche Mittel dazu einsetzt. Das kann ich aber nach der
mir bekannten Sachlage nicht erkennen.

Julius Echter hat geschrieben:Ebenso hatte er ja auch die Möglichkeit eines Einspruches genutzt, und
in dieser Verhandlung ist das Urteil ja bestätigt worden.
Wie gesagt, sich unter Beibringung neuer Beweise um eine Wiederaufnahme
eines abgeschlossenen Verfahrens zu bemühen ist weder verboten noch ver-
werflich. Und Fehlurteile kommen auch in höheren Instanzen vor.

Julius Echter hat geschrieben:Außerdem wäre es besser gewessen für den Geistlichen, auf die Angebote
des Bistums einzugehn und sie nicht auszuschlagen. Denn wenn ich, zum
Beispiel, in eine solche Situation unschuldig geraden würde, wäre ich dank-
bar für die Unterstützung der Diözese.
Na ja. Wenn die Angebote faktisch die Schuld voraussetzen und zugleich
bekräftigen – wie es bei Therapieangeboten wohl unabweislich der Fall ist –,
dann ist es für mich einigermaßen nachvollziehbar, daß einer, der sich als un-
schuldig ansieht, dankend ablehnt.

Julius Echter hat geschrieben:Auch muß man sich die psychischen Belastungen für die Opfer und
deren Familien vor Augen führen.
Hm ja, das soll wohl so etwa das heißen, was das Ordinariat so formulierte:
Die betroffenen Familien fühlten sich durch dieses Agieren so massiv unter
Druck gesetzt, daß die Verletzungen der Vergangenheit wieder aufgebro-
chen und neue Traumatisierungen entstanden sind
Das drückt für meinen Geschmack etwas zu stark auf die Tränendrüse, um
glaubwürdig zu sein. Ich weiß zwar nicht, worin exakt die Vorwürfe damals,
vor über einem Jahrzehnt, bestanden. In Anbetracht des Strafmaßes dürfte
der Vorwurf jedenfalls eher in Richtung „Belästigung“ tendieren denn „Ver-
gewaltigung“. Wie auch immer, daß ein inzwischen erwachsener junger
Mann derart traumatische Rückfälle erleidet, daß er gleich Öffentlichkeit
und Bistumsleitung informieren muß, wenn über Privatdetektive angefragt
wird, ob er seine frühere Aussage nicht widerrufen wolle, überzeugt mich
nicht.

Julius Echter hat geschrieben:Ich persönlich habe keine Kinder, aber ich denk, daß viele hier, die Kinder
haben, auch so reagieren würden, wie die Eltern der Opfer es taten.
Öffentlich in der Messe die Anklage gegen den Priester vom Stapel lassen?
– Nein, das täte ich sicher nicht. Je nach Umständen zunächst den Mann
persönlich zur Rede stellen, seinen Oberen, den Bischof, die Polizei – das
sind die Möglichkeiten. Aber keine Schmierenkomödie.
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ad_hoc
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von ad_hoc »

Peregrin hat geschrieben:
ad_hoc hat geschrieben: Bewiesen, dass Täter meistens die Schuld von sich weisen, hast Du jedenfalls mit Deiner Aussage nicht.
Das ist eigentlich auch wurscht, denn sogar wenn das so wäre, folgte umgekehrt ja nicht, daß jemand, der seine Schuld bestreitet, deshalb auch schon der Täter sein muß. Das wäre ja eine geradezu teuflische Unlogik.

Man muß jemandem, der sich für ungerecht verurteilt hält, wohl das Recht zuerkennen, sich mit legalen Mitteln um die Wiederherstellung seines Rufs zu bemühen. Ich halte es für sehr fragwürdig, dem zur Disziplinierung gleich einmal die Pension zu kürzen. Daß das überhaupt geht, gibt es da ein ordentliches kirchengerichtliches Verfahren, oder dekretiert der Bischof sowas nach Gutdünken?
Hallo Peregrin

Du hast Recht. Mein von Dir zitierter Satz ist so nicht richtig.
Schreiben wollte ich:
"Die Schuld des potentiellen Täters ist nicht dadurch bewiesen, dass dieser die Tat abstreitet."

Gruß, ad_hoc
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michaelis
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von michaelis »

Zurück zum "Ausgangs-Fall" (Pfarrer Jung):

Die Apostolische Signatur hat die Klage von Pfarrer Jung gegen seine Amtsenthebung als Pfarrer angenommen.
Quelle

Jetzt ist das ganze Verfahren wieder in der Schwebe.
(Und die Gemeinde hängt weiter in der Luft) :motz:

regina 32
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von regina 32 »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich kenne zwar nicht die Wahrheit über diesen Fall, aber wenn ich Aussagen
wie diese lese: „Die betroffenen Familien fühlten sich durch dieses Agieren so
massiv unter Druck gesetzt, daß die Verletzungen der Vergangenheit wieder
aufgebrochen und neue Traumatisierungen entstanden sind«, dann stinkt mir
die Sache doch sehr. r.
Sollte damals wirklich etwas "passiert" sein, dann ist es klar, logisch und natürlich, dass bei einem erneuten Ereignis, das mit dem damaligen im Zusammenhang steht erneute Traumatisierungen entstehen, bzw. Traumaerinnerungen hochkommen... Das hat ncihts mit "stinken" zu tun, sondern mit den normalen Psychischen Folgen eines Missbrauches

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Dottore Cusamano
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Dottore Cusamano »

michaelis hat geschrieben:Zurück zum "Ausgangs-Fall" (Pfarrer Jung):

Die Apostolische Signatur hat die Klage von Pfarrer Jung gegen seine Amtsenthebung als Pfarrer angenommen.
Quelle

Jetzt ist das ganze Verfahren wieder in der Schwebe.
(Und die Gemeinde hängt weiter in der Luft) :motz:
Weiß jemand (vielleicht die Rheinländer hier im Forum), wie die "Angelegenheit Pfarrer Jung" ausgegangen ist bzw. kennt jemand den derzeitigen Sachstand?
"Da erhob sich ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und auch der Drache und seine Engel kämpften. Doch sie richteten nichts aus und es blieb kein Platz mehr für sie im Himmel." (Offb 12, 7-8)

michaelis
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von michaelis »

Die Sache ist wohl noch in der Schwebe.

Der Seelsorgebereich Meckenheim nennt beim "Seelsorgeteam" (schrecklicher Ausdruck) Dr. Reinhold Malcherek als "Pfarrverweser."

Gleichlautend heißt es im Amtsblatt vom März 2010:
Amtsblatt März 2010, Seite 107 hat geschrieben:Vom Herrn Erzbischof wurde ernannt am:
(...)
01.02. Herr Dechant Dr. Reinhold Malcherek – unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben – zum kommissarischen Vorsitzenden des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Meckenheim und zum Pfarrverweser an den Pfarreien St. Petrus in Meckenheim-Lüftelberg, St. Jakobus in Meckenheim-Ersdorf, St. Johannes der Täufer in Meckenheim, St. Martin in Meckenheim-Wormersdorf sowie zum Rektoratspfarrverweser an der Rektoratspfarrei St. Michael in Meckenheim-Merl im Seelsorgebereich „Meckenheim“ des Dekanates Meckenheim/Rheinbach.
Schade für die Gemeinde! :traurigtaps:

Ich versteige mich übrigens mal zu der Vermutung, daß Herr Jung selbst für den Fall, daß er in Rom gewinnt, nicht wieder Pfarrer im EB Köln wird. Zur Not löst unser Kanalmeister die Gemeinden einfach auf und errichtet eine neue Pfarrei. Damit würde automatisch auch das Amt des Pfarrers erlöschen.

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Peregrin
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Peregrin »

Raimund Josef H. hat geschrieben:... es hiess, er habe bei seiner Weihe vor 10 Jahren den lebenslangen Zölibates bewusst gewählt, aber im Leben gebe es eben Ereignisse da sei innerhalb einer Minute nichts mehr wie vorher.

Es ist zu wünschen und zu hoffen, daß dann wenigstens diese Ehe lebenslang hält.
Das werden viele Minuten, innerhalb derer sich das ändern kann.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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cantus planus
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von cantus planus »

Vor allem zeigen Änderungen im Minutentakt nicht von einer reifen Entscheidung...
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

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civilisation
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von civilisation »

Ex-Pfarrer
Jung soll in Ruhestand gehen
http://www.rundschau-online.de/html/art ... 8754.shtml

daraus:
Michael Jung war außer sich: „Jeder in diesem System muss schweigen. Wer redet, wird rausgemobbt.“ Kurz vorher am Montagvormittag hatte der 44-jährige Meckenheimer Ex-Pfarrer nach eigenen Angaben im Personalgespräch im Generalvikariat Köln erfahren, dass er zum 1. Juli in den Ruhestand versetzt wird. Mit entsprechend gekürzten Bezügen. Auch die Dienstwohnung im Pfarrhaus in Meckenheim ist zu räumen. Aber Jung, der seit mehr als einem Jahr in heftiger Auseinandersetzung mit dem Kölner Erzbistum steht, bleibt streitbar. Die kirchlichen Instanzen sind ausgeschöpft, Jung will sich deshalb ans Verwaltungsgericht wenden.
Am Wochenende hatte das Bistum die Meckenheimer Gemeinden per Proklamandum informiert, dass die Apostolische Signatur, das höchste vatikanische Gericht, Jungs Widerspruch (Rekurs) gegen seine Amtsenthebung vom 12. September 28 zurückgewiesen hat (die Rundschau berichtete).
siehe auch hier:
Pfarrer Jung will weiter kämpfen: http://www.rundschau-online.de/html/art ... 4114.shtml
Michael Jung gibt noch nicht auf: http://www.general-anzeiger-bonn.de/ind ... lid=751912

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Dottore Cusamano
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Dottore Cusamano »

Vielen Dank für die Informationen, civilisation!

Möge Herr Jung doch endlich Ruhe geben. Er fügt unserer Kirche und sich selbst durch sein uneinsichtiges und selbstsüchtiges Verhalten großen Schaden zu. Er hat sich scheinbar hoffnungslos verrannt und schafft es offenbar nicht mehr, sich auf seine priesterlichen Pflichten zu besinnen. Wir sollten alle für ihn und sein Seelenheil beten!
"Da erhob sich ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und auch der Drache und seine Engel kämpften. Doch sie richteten nichts aus und es blieb kein Platz mehr für sie im Himmel." (Offb 12, 7-8)

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Niels
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Niels »

Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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cantus planus
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von cantus planus »

Niels hat geschrieben:Neues von Pfr. Jung: http://www.rundschau-online.de/html/art ... 7913.shtml
Ein notorischer Querulant. Schade, dass solche Leute nicht merken, wie sie sich selbst schaden... :nein:
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

‎Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky

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taddeo
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von taddeo »

cantus planus hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Neues von Pfr. Jung: http://www.rundschau-online.de/html/art ... 7913.shtml
Ein notorischer Querulant. Schade, dass solche Leute nicht merken, wie sie sich selbst schaden... :nein:
Ich frag mich eigentlich vor allem, warum der Herr mit seinen 45 Jahren "in den Ruhestand" versetzt wurde. Das ist ja eigentlich eine Belohnung für sein Verhalten, auch wenn er noch kein allzu hohes Ruhegehalt beisammen hat. Eine Suspendierung bei drastisch gekürzten Bezügen würde ich da für weitaus angemessener und sinnvoller halten, das würde ihn womöglich sogar zur Besinnung bringen.

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Niels
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Niels »

Das scheint wohl nicht unüblich zu sein:
Quelle hat geschrieben:2008 waren zwei Geistliche aus Hamm und Bielefeld ebenfalls wegen Kinderpornos in das Visier der Strafverfolger geraten. Gegen den Bielefelder Priester sei das Verfahren eingestellt worden.
Er wurde mit der Maßgabe, nicht mehr als Seelsorger zu arbeiten, in den Vorruhestand entlassen.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

Raphaela
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von Raphaela »

Niels hat geschrieben:Das scheint wohl nicht unüblich zu sein:
Quelle hat geschrieben:2008 waren zwei Geistliche aus Hamm und Bielefeld ebenfalls wegen Kinderpornos in das Visier der Strafverfolger geraten. Gegen den Bielefelder Priester sei das Verfahren eingestellt worden.
Er wurde mit der Maßgabe, nicht mehr als Seelsorger zu arbeiten, in den Vorruhestand entlassen.
Ich hoffe, der Bielefelder Priester darf auch nicht mehr als Seelsorger arbeiten; ich habe noch nie so einen unglaubwürdigen Priester wie ihn kennengelernt!
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

conscientia
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von conscientia »

Hallo,

ich bin weder katholischer Priester noch Verteidigungsminister! Was muss ich tun, um mit 45 in den Vorruhestand entlassen zu werden? Zweckdienliche Hinweise erbeten (nötigenfalls mit pn).

Ciao,c.

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taddeo
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von taddeo »

conscientia hat geschrieben:Hallo,

ich bin weder katholischer Priester noch Verteidigungsminister! Was muss ich tun, um mit 45 in den Vorruhestand entlassen zu werden? Zweckdienliche Hinweise erbeten (nötigenfalls mit pn).

Ciao,c.
Das mindeste wird sein, daß Du unehrlich bist. Und das nicht zu knapp. :pfeif:

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cantus planus
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von cantus planus »

taddeo hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Neues von Pfr. Jung: http://www.rundschau-online.de/html/art ... 7913.shtml
Ein notorischer Querulant. Schade, dass solche Leute nicht merken, wie sie sich selbst schaden... :nein:
Ich frag mich eigentlich vor allem, warum der Herr mit seinen 45 Jahren "in den Ruhestand" versetzt wurde. Das ist ja eigentlich eine Belohnung für sein Verhalten, auch wenn er noch kein allzu hohes Ruhegehalt beisammen hat. Eine Suspendierung bei drastisch gekürzten Bezügen würde ich da für weitaus angemessener und sinnvoller halten, das würde ihn womöglich sogar zur Besinnung bringen.
Ich nehme an, dass Erzbistum will endlich Ruhe haben. Wenn sie die Bezüge kürzen, klagt der Mann doch sofort wieder an sämtlichen Stellen, was zunächst mal weitere Kosten verursacht.
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HeGe
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von HeGe »

Jung bleibt in Pfarrerwohnung

Daraus
[...]Für Jung käme eine gütliche Einigung nur unter Bedingungen in Frage. Eine wäre, seine Bewerbung auf die freie Meckenheimer Pfarrerstelle müsse akzeptiert werden. Wie berichtet, hatte sich Jung auf seine alte Stelle beworben, weitere Bewerber gab es nicht. Weitere Bedingungen: Er müsse zum Studium des Kirchenrechts freigestellt werden oder eine volle Stelle in der Gemeindeseelsorge erhalten.

Seine Strafanzeige gegen Kardinal Meisner und Generalvikar Dominik Schwaderlapp würde er aufrecht erhalten.[...]
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ChrisCross
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von ChrisCross »

HeGe hat geschrieben:Jung bleibt in Pfarrerwohnung

Daraus
[...]Für Jung käme eine gütliche Einigung nur unter Bedingungen in Frage. Eine wäre, seine Bewerbung auf die freie Meckenheimer Pfarrerstelle müsse akzeptiert werden. Wie berichtet, hatte sich Jung auf seine alte Stelle beworben, weitere Bewerber gab es nicht. Weitere Bedingungen: Er müsse zum Studium des Kirchenrechts freigestellt werden oder eine volle Stelle in der Gemeindeseelsorge erhalten.

Seine Strafanzeige gegen Kardinal Meisner und Generalvikar Dominik Schwaderlapp würde er aufrecht erhalten.[...]
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Jetzt weiß ich endlich, wie man sich wirklich lächerlich machen kann.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Augustinus Conf. I. 1

HeGe
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von HeGe »

Pfarrer Michael Jung muss ausziehen

Dieser Fall nimmt langsam wirklich tragische Züge an. :(
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overkott
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von overkott »

Lasset uns beten:

Allmächtiger, ewiger Gott, erbarme dich deines Dieners Michael und schenke ihm ein neues Herz. So bitten wir dich für die Gesundheit seiner Seele: Gewähre ihm neue Freude in einer neuen Aufgabe. Lass ihn ziehen in Frieden.

ad_hoc
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von ad_hoc »

Allmächtiger, ewiger Gott, erbarme dich deines Dieners Michael und schenke ihm ein neues Herz. So bitten wir dich für die Gesundheit seiner Seele: Gewähre ihm neue Freude in einer neuen Aufgabe. Lass ihn ziehen in Frieden.

Herr Jesus Christus. Erbarme Dich vor allem derer, die durch den Pfarrer Jung in die Irre geführt worden sind. Verzeihe alle jenen, denen Pfarrer Jung selbst zum Ärgernis geworden sind und die diesen Ärger wiederum in die Welt hinaus tragen. Erleuchte diejenigen, die nicht imstande sind ihre eigenen Fehler zu erkennen, aber jederzeit bereit sind, die Fehler anderer in indirekter Weise anzuprangern.
Rechne es denjenigen nicht als Sünde an, die in exhibitionistischer Art und Weise ihren Glauben und ihr Gutmenschentum in aller Aufdringlichkeit nach außen darstellen müssen, da sie solches aus unerfindlichen Gründen, wenn vielleicht auch nur aus Gründen einer ungefragten Belehrung, als notwendig erachten.

Lasse, o Herr, Pfarrer Jung ganz und gar nicht in Frieden ziehen. Wecke sein Gewissen, auf dass es ihn ständig auf sein falsches Verständnis und auf sein falsches Verhalten aufmerksam macht, so dass er sein Fehlverhalten bereuen, den entstandenen Schaden, soweit möglich, wieder beheben, Buße tun und sein Leben wieder auf Dich hin o Gott ausrichten kann, so dass er nicht verlorengeht, sondern gerettet wird.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

HeGe
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Re: Pfarrer des Amtes enthoben

Beitrag von HeGe »

Neues in diesem Fall:
General-Anzeiger hat geschrieben:Ehemaliger Meckenheimer Pfarrer Jung hat Stelle im Bistum Trier

Michael Jung hat zum 1. Januar eine Aufgabe im Bistum Trier übernommen. "Er ist Kooperator in Kyllburg in der Eifel und arbeitet dort als Priester in einer Pfarrei in der Seelsorge mit", sagte der Leiter der bischöflichen Pressestelle in Trier, Stephan Kronenburg, auf GA-Anfrage.[...]
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