Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

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Robert Ketelhohn
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Firmian hat geschrieben:Ist halt die Frage, wo man hin will: Möglichst viele firmen, damit vielleicht ein paar was Positives mitnehmen, oder eher wenige, bei denen die Chance dann höher ist, daß sie bleiben.
Wenn du die Sechsjährigen schon mit den Sakramenten stärkst, werden auch mit sechzehn mehr bleiben, als wenn du sie bis sechzehn verwildern läßt. (Daß das auch nur begrenzt hilft, liegt daran, daß es zumeist keine Unterstützung im Elternhaus gibt. Aber selbst diesbezüglich hast du bessere Chancen, auch mal Eltern mitanzusprechen, wenn du zehn Jahre eher anfängst.)
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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

Zur Kleinkinderfirmung noch etwas aus o.g. Artikel
...Das aus karolingischer Zeit stammende, gelasianische Sakramentar von Prag hat nach der Erwähnung der postbaptismalen Chrisamsalbung durch den Priester die Rubrik. »Deinde ab Episcopo post octo dies datur eis Spiritus septiformis.« Auch Rabanus Maurus (ca. 780-856), Schüler Alkuins und Erzbischof von Mainz, bezeugt als bevorzugten Firmtermin den Weißen Sonntag. Die Firmung wurde dann verbunden mit dem Ablegen des Taufkleides, d.h. mit der Abnahme des Taufhäubchens, des Chrismale...
Das oben von mir erwähnte Reiten und Firmen findet man im gleichen Artikel
...Über Land reisende Bischöfe scheinen das Chrisamgefäß stets griffbereit bei sich gehabt zu haben. Von Thomas Becket (+1170) wird berichtet, er sei, wenn er unterwegs ungefirmte Kinder getroffen habe, vom Pferd gestiegen und habe sie an Ort und Stelle gefirmt. Der Gewährsmann lobt den Erzbischof von Canterbury wegen seiner so bewiesenen Ehrfurcht vor dem Firmsakrament. Üblicherweise machten die über Land reitenden Bischöfe sich die Schuhe nicht schmutzig; sie firmten vom Pferde aus, indem sie den ihnen entgegengehaltenen Kindern die Hand auflegten und das Chrisamkreuz auf die Stirn zeichneten. Auch Durandus erwähnt die offenbar gar nicht so seltene Firmung »in campo«. Das Alter der Kinder spielte als Zulassungskriterium keine Rolle...
Gruß Jürgen

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AxelLCH
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von AxelLCH »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ist halt die Frage, wo man hin will: Möglichst viele firmen, damit vielleicht ein paar was Positives mitnehmen, oder eher wenige, bei denen die Chance dann höher ist, daß sie bleiben.
Wenn du die Sechsjährigen schon mit den Sakramenten stärkst, werden auch mit sechzehn mehr bleiben, als wenn du sie bis sechzehn verwildern läßt. (Daß das auch nur begrenzt hilft, liegt daran, daß es zumeist keine Unterstützung im Elternhaus gibt. Aber selbst diesbezüglich hast du bessere Chancen, auch mal Eltern mitanzusprechen, wenn du zehn Jahre eher anfängst.)
stimm ich vollkomen zu! :)

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Firmian
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Firmian »

(Wahrscheinlich würden viele Eltern eine Zusammenlegung begrüßen. Aber nicht aus theologischen Gründen, sondern weil sie dann nur einmal die bucklige Verwandtschaft einladen müssen ;D )

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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ist halt die Frage, wo man hin will: Möglichst viele firmen, damit vielleicht ein paar was Positives mitnehmen, oder eher wenige, bei denen die Chance dann höher ist, daß sie bleiben.
Wenn du die Sechsjährigen schon mit den Sakramenten stärkst, werden auch mit sechzehn mehr bleiben, als wenn du sie bis sechzehn verwildern läßt.
Eine gewagte These.
Gruß Jürgen

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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

Das wichtigste ist vor allem die Kontinuität. Die Kirche muss sich endlich von dem Selbstbetrug verabschieden, die religiöse Erziehung käme aus dem Elternhaus. Selbst gutwillige Eltern sind dazu oft nicht mehr fähig. Bei der Mehrheit allerdings liegt auch schlichtes Desinteresse vor.

Wenn man nun die Kinder einige Wochen lang auf die Erstkommunion vorbereitet, und dann nochmal einige Wochen lang auf die Firmung, beschränkt sich ihr Kirchenkontakt (jeweils eine Unterrichtsstunde angenommen) auf etwa 50 bis 70 Stunden! Das sind zwei bis drei Tage, die Kinder auf dem Weg von der Taufe bis zur Hochzeit mit dem Christentum konfrontiert werden. Dazu kommt der eine oder andere Schulgottesdienst, über die man meistens besser das Mäntelchen des Schweigens deckt...

Diese nackten Zahlen und Tatsachen muss man sich einfach vor Augen halten, wenn man begreifen will, warum es kontinuierlich bergab geht. Das Interesse an Religion wächst - und geht voll an der Kirche vorbei, weil sie keine Angebote schafft, um genau diesen Wissensdurst zu löschen.

Zwei Tage, um den christlichen Glauben kennenzulernen...?

Dort, wo gute Arbeit kontinuierlich und kirchentreu geschieht, wie z. B. in Heiligenkreuz, rennen die jungen Leute der Kirche die Tür ein.

(Ich habe hier den Religionsunterricht bewusst ausgeklammert, weil er anders strukturiert ist und andere Zielsetzungen hat. Das ist ein eigenes Problem.)
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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

cantus planus hat geschrieben:Das wichtigste ist vor allem die Kontinuität. Die Kirche muss sich endlich von dem Selbstbetrug verabschieden, die religiöse Erziehung käme aus dem Elternhaus. Selbst gutwillige Eltern sind dazu oft nicht mehr fähig. Bei der Mehrheit allerdings liegt auch schlichtes Desinteresse vor.
Eben.
cantus planus hat geschrieben:Das Interesse an Religion wächst - und geht voll an der Kirche vorbei, weil sie keine Angebote schafft, um genau diesen Wissensdurst zu löschen
.

Ich habe es schon öfters zitiert:
Hubert Windisch in 'Laien - Priester' (S. 30f.) hat geschrieben:Inzwischen wird von der Kirche oftmals erwartet abzusegnen, was Adolf Holl als Fluxreligion bezeichnet ... Er charaterisiert sie so: "In Zeitalter des Wassermanns, das angeblich bereits begonnen hat, macht der Mensch (im Januar, H.W.) eine Fastenkur, absolviert im Februar einen Zenkurs, geht im März zu einer Vortragsreihe über astrologische Partnerwahl, tanzt im April mit einem Derwisch, läßt sich im Mai in abgelebte Existenzen zurückführen, wandert im Juni durch Nepal, lernt im Juli eine Schmanin kennen, besucht im August einen Workshop in temenzentrierter Interaktion, beschäftigt sich im Oktober mit Bergkristallen, erlebt im November eine Todesmediation und wünscht sich zu Weihnachten eine Gehirnwellenmaschine."
Norbert Jernej bringt die Sachlage ironisch auf den Punkt ...:

Gestern ging seng ich feng shui.
Heute reiki ich mir träume aus.
Morgen couet der wind ins siebte haus.

Montag buddha ich mir ein grab.
Dienstag druide ich hinab.
Mitwoch ist europacup.

Die fünf tibeter monden später.
Amfortas ante portas
taofrisch am pendeltisch
... und alle Jahre wieder kommt
das christuskind...
Soviel zum Thema: Antwort auf religiöse Fragen.
Gruß Jürgen

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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

Das Zitat sehe ich zum ersten Mal. Danke, Jürgen, dass du nochmal darauf hinweist! Da bringt Prof. Windisch die Sache perfekt auf den Punkt! :daumen-rauf:
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Marion
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Marion »

Juergen hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ist halt die Frage, wo man hin will: Möglichst viele firmen, damit vielleicht ein paar was Positives mitnehmen, oder eher wenige, bei denen die Chance dann höher ist, daß sie bleiben.
Wenn du die Sechsjährigen schon mit den Sakramenten stärkst, werden auch mit sechzehn mehr bleiben, als wenn du sie bis sechzehn verwildern läßt.
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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

Marion hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ist halt die Frage, wo man hin will: Möglichst viele firmen, damit vielleicht ein paar was Positives mitnehmen, oder eher wenige, bei denen die Chance dann höher ist, daß sie bleiben.
Wenn du die Sechsjährigen schon mit den Sakramenten stärkst, werden auch mit sechzehn mehr bleiben, als wenn du sie bis sechzehn verwildern läßt.
Eine gewagte These.
Für jemand der an die Wirkung der Sakramente glaubt ist das keine gewagte These, sondern Selbstverständlichkeit.
Das ist ziemlich naiv und quasimagisch gedacht.
Gruß Jürgen

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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

Eben. Säen wird der Herr, aber unsere Aufgabe ist es, den Ackerboden zu bereiten.
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Robert Ketelhohn
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Juergen hat geschrieben:
Marion hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:Ist halt die Frage, wo man hin will: Möglichst viele firmen, damit vielleicht ein paar was Positives mitnehmen, oder eher wenige, bei denen die Chance dann höher ist, daß sie bleiben.
Wenn du die Sechsjährigen schon mit den Sakramenten stärkst, werden auch mit sechzehn mehr bleiben, als wenn du sie bis sechzehn verwildern läßt.
Eine gewagte These.
Für jemand der an die Wirkung der Sakramente glaubt ist das keine gewagte These, sondern Selbstverständlichkeit.
Das ist ziemlich naiv und quasimagisch gedacht.
Nein, durchaus nicht. Die Gnade der Sakramente sollen wir nicht unterschätzen. Richtig ist natürlich, daß die Pflänzchen auch gehegt und gepflegt werden müssen. Wenn Cantus planus oben also meinte, »das Wichtigste« sei »vor allem die Kontinuität«, so gehört das auch darzu, und anders wollte ich nicht verstanden wissen, was ich schrieb.

Aber du hast bei Sechsjährigen auch bessere Chancen, oder anders gesagt: du erzielst eine deutlich größere Kontinuitätsquote, wenn ich das mal so sagen darf, als wenn du überhaupt erst bei Sechzehnjährigen beginnst. Da findest du zuallermeist von vornherein gar keinen Zugang mehr.

Ich gehe bei diesen Feststellungen übrigens neben dem gesunden Menschenverstand, der das bereits nahelegt, auch von meinen konkreten Beobachtungen aus. Allerdings, so gebe ich zu, kommt in all diesen Fällen, die ich beobachten konnte und kann, zum frühen Beginn des Lebens in und mit der Kirche auch die Unterstützung im Elternhaus. Ich kann also nicht empirisch nachweisen, was davon Haupt- und was Nebenursache ist.

Nötig ist meines Erachtens beides: möglichst früh die Kinder anzusprechen und ins sakramentale Leben der Kirche einzugliedern und zugleich die Eltern zu ermutigen, diesen Weg mitzugehen oder auch für sich neu zu entdecken. Dabei möglichst keine „Zielgruppenangebote“ machen, sondern immer die ganze Familie in den Blick nehmen. Also gerade nicht: Krabbelgruppe, Häkelnachmittag, Männerkreis getrennt veranstalten. Und auch die mit hineinnehmen, die keine Familien sind oder haben.
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cantus planus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von cantus planus »

:klatsch: :klatschhops: :klatsch: :klatschhops: :klatsch:
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Linus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Linus »

Juergen hat geschrieben:Das ist ziemlich naiv und quasimagisch gedacht.
Nur eine kleine Anektote: Anfang der 60er wurde in einem Ordensspital im Westen Wiens eine Frau muslimischen Glaubens mit einem Sohn entbunden, der (ohne die Eltern gefragt zu haben) sofort getauft wurde.("Mal schnell in der Spitalskapelle waschen") Der Betreffende bekam noch weitere Brüder und Schwestern - aber alle ungetauft und wie der Täufling moslemisch erzogen. Heute ist das damals getaufte Kind nicht nur Glied der Kirche sondern sogar Priester.
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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, durchaus nicht. Die Gnade der Sakramente sollen wir nicht unterschätzen. Richtig ist natürlich, daß die Pflänzchen auch gehegt und gepflegt werden müssen. Wenn Cantus planus oben also meinte, »das Wichtigste« sei »vor allem die Kontinuität«, so gehört das auch darzu, und anders wollte ich nicht verstanden wissen, was ich schrieb.

Aber du hast bei Sechsjährigen auch bessere Chancen, oder anders gesagt: du erzielst eine deutlich größere Kontinuitätsquote, wenn ich das mal so sagen darf, als wenn du überhaupt erst bei Sechzehnjährigen beginnst. Da findest du zuallermeist von vornherein gar keinen Zugang mehr.

Ich gehe bei diesen Feststellungen übrigens neben dem gesunden Menschenverstand, der das bereits nahelegt, auch von meinen konkreten Beobachtungen aus. Allerdings, so gebe ich zu, kommt in all diesen Fällen, die ich beobachten konnte und kann, zum frühen Beginn des Lebens in und mit der Kirche auch die Unterstützung im Elternhaus. Ich kann also nicht empirisch nachweisen, was davon Haupt- und was Nebenursache ist.

Nötig ist meines Erachtens beides: möglichst früh die Kinder anzusprechen und ins sakramentale Leben der Kirche einzugliedern und zugleich die Eltern zu ermutigen, diesen Weg mitzugehen oder auch für sich neu zu entdecken. Dabei möglichst keine „Zielgruppenangebote“ machen, sondern immer die ganze Familie in den Blick nehmen. Also gerade nicht: Krabbelgruppe, Häkelnachmittag, Männerkreis getrennt veranstalten. Und auch die mit hineinnehmen, die keine Familien sind oder haben.
Ich gehe mal davon aus, daß es bei Deinen Kindern wurscht sein wird, ob sie mit 6 oder mit 16 gefirmt werden.

Bei anderen mit einem nur auf dem Papier katholischen Elternhaus, sieht es so aus, daß mit dann mit 6 gefirmt werden, mit 9 zur Kommunion gehen und das war's dann. Die Firmung und Kommunion wird dann nämlich nur gemacht, weil alle es machen oder "man" es eben so macht. Durch die punktuellen Ereignisse wird aber keine Kontinuität erzeugt.

Ich habe da so etwas mein Patenkind im Blick. Der Vater ist schon vor x Jahren aus der Kirche ausgetreten, die Mutter hat es auch nicht so mit Kirche. (Die Trauung war - nebenbei bemerkt - die erste, die mein Heimatpfarrer nach über 40 Jahren Priesterseins gemacht hat, bei der er das Formular "Trauung eines Katholiken mit einem Partner, der nicht an Gott glaubt" hat nehmen müssen.)
OK, z.B. Weihnachten geht man dann zur "Messe" - genauer: Heiligabend am Nachmittag zum Krippenspiel. (Aber die Eltern bezeichnen alles als "Messe" was irgendwie in der Kirche stattfindet; selbst so ein Krippenspiel.)
Hätte nicht meine Mutter bei beiden Kindern der Familie "Babysitter" gemacht, und die Kinder immer mal durch die Kirche geführt (die liegt auf halbem Weg zwischen meinem Elternhaus und dem der Kinder) und ihnen dort alles mögliche erklärt und hätte sie nicht immer mit den Kindern gebetet, dann hätten die heute von Tuten und Blasen keine Ahnung. -- Ich habe also meine Patenpflichten gleichsam an meine Mutter delegiert. :tuete: Wie dem auch sei, der Ältere ist inzwischen zur Kommunion gegangen und will jetzt sogar Meßdiener werden; mein Patenkind hat damit noch ein paar Jahre Zeit.
Aber nochmals: von Seiten der Eltern ist da gar nichts zu erwarten. - Sie stellen sich nicht dagegen, aber sie fördern die Kinder auch nicht.
Gruß Jürgen

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Firmian
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Firmian »

Ja, das sehe ich sehr ähnlich wie Jürgen.

Wenn wir vom Durchschnitts-Taufscheinkatholiken ausgehen, und das ist leider die Mehrheit, da werden kleinere Kinder von der Firmung gar nichts haben. Dann lieber mit 16 aufgrund freier Entscheidung (auch wenn dieser Ausdruck hier verpönt ist), da bleibt dann wenigstens was hängen. Im Idealfall zumindest.

Vulpius Herbipolensis
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Vulpius Herbipolensis »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:was spricht denn prinzipiell gegen die Erstkommunion von Zehnjährigen? Nichts!
Doch, das Frühkommuniondekret Pii X ebenso wie der gesunde Menschenverstand. Das ist viel zu spät.
;D
Firmian hat geschrieben:wobei bekanntlich nirgends steht, daß das in Form einer Gemeinschaftsmesse aller Gleichaltrigen geschehen muß. Wenn Eltern ihren Kindern das früher zutrauen und sie selbst unterrichten, ist das m.E. auch in Ordnung.
:ja:

Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.

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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
Firmian hat geschrieben:wobei bekanntlich nirgends steht, daß das in Form einer Gemeinschaftsmesse aller Gleichaltrigen geschehen muß. Wenn Eltern ihren Kindern das früher zutrauen und sie selbst unterrichten, ist das m.E. auch in Ordnung.
:ja:
Ein Bekannter von mir ist mit 6 Jahren zur Erstkommunion gegangen.
OK, der kommt aus einer kleinen Bauernschaft im Münsterland und seine Eltern waren Küster, so daß er mit 6 Jahren mehr Zeit in der Kirche verbracht hat, als anderen Kinder mit 10 Jahren. Dafür ist er nicht In den Kindergarten gegangen... das war ihm "zu albern" dort.

:kugel:
Gruß Jürgen

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Robert Ketelhohn
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Unsere Larissa war gute sechs bei der Erstkommunion, Victor knapp sechs.
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Linus
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Linus »

Homeschooling? ;)

Linus, selbst 6 gewesen, die Schwester 5 und der Bruder 8
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Robert Ketelhohn
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Abgesehen von zwei Vorbereitungsgesprächen oder so in der Kirche haben wir sie selber vorbereitet.
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Knecht Ruprecht
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Knecht Ruprecht »

So, der deutsche Priester der Kirche die ich Sonntags besuche, ist wohl auf Urlaub, was heißt, dass die langweiligen Gottesdienste, nach denen man gar nicht mehr weiß, was der Priester gesprochen hat, ebenfalls auf Urlaub sind. :freude:
Es ist wieder der gleiche Priester aus Indien da, der schon letztes Jahr die Urlaubsvertretung gemacht hat. Prompt ist der Gottesdienst nicht mehr langweilig und man weiß auch noch nach dem Gesprochenen, was der Priester gesprochen hat, während man bei diesem ständig anwensenden Priester schon beim sprechen nicht mehr weiß, worüber er spricht.

Interessant und erfreulich ist auch, dass neben dem deutschen Priester, auch die Gewandfrauen am Altar nicht mehr zu sehen sind. :freude:

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Christiane
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Christiane »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Unsere Larissa war gute sechs bei der Erstkommunion, Victor knapp sechs.
Ich war 26. ;D
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila

"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)

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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

Knecht Ruprecht hat geschrieben:Interessant und erfreulich ist auch, dass neben dem deutschen Priester, auch die Gewandfrauen am Altar nicht mehr zu sehen sind. :freude:
Die ist nach Leipzig gezogen und arbeitet im Gewandhaus :pfeif:
Gruß Jürgen

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Niels
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Niels »

Juergen hat geschrieben:
Knecht Ruprecht hat geschrieben:Interessant und erfreulich ist auch, dass neben dem deutschen Priester, auch die Gewandfrauen am Altar nicht mehr zu sehen sind. :freude:
Die ist nach Leipzig gezogen und arbeitet im Gewandhaus :pfeif:
:kugel:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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Niels
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Niels »

Christiane hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Unsere Larissa war gute sechs bei der Erstkommunion, Victor knapp sechs.
Ich war 26. ;D
:daumen-rauf:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Raimund J. »

Niels hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Unsere Larissa war gute sechs bei der Erstkommunion, Victor knapp sechs.
Ich war 26. ;D
:daumen-rauf:
Erstaunlich!
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Christiane
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Christiane »

Raimund Josef H. hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Unsere Larissa war gute sechs bei der Erstkommunion, Victor knapp sechs.
Ich war 26. ;D
:daumen-rauf:
Erstaunlich!
Tja, Erwachsenentaufe + Firmung halt. Und dann am selben Abend die erste Kommunion. Alles in der Osternacht 2009. :ja:

http://i411.photobucket.com/albums/pp19 ... C04014.jpg

http://i411.photobucket.com/albums/pp19 ... C05064.jpg

Christiane
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Raimund J.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Raimund J. »

Christiane hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Unsere Larissa war gute sechs bei der Erstkommunion, Victor knapp sechs.
Ich war 26. ;D
:daumen-rauf:
Erstaunlich!
Tja, Erwachsenentaufe + Firmung halt. Und dann am selben Abend die erste Kommunion. Alles in der Osternacht 2009. :ja:

http://i411.photobucket.com/albums/pp19 ... C04014.jpg

http://i411.photobucket.com/albums/pp19 ... C05064.jpg

Christiane
:daumen-rauf:

Erstaunlich, vor allem deshalb, weil Du ja erst wie 24 ausschaust! :breitgrins:
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Juergen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Juergen »

Christiane hat geschrieben:Tja, Erwachsenentaufe + Firmung halt. Und dann am selben Abend die erste Kommunion. Alles in der Osternacht 2009. :ja:
http://i411.photobucket.com/albums/pp19 ... C04014.jpg
http://i411.photobucket.com/albums/pp19 ... C05064.jpg
Wo war das denn?



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Zuletzt geändert von Juergen am Sonntag 1. August 2010, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Jürgen

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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Niels »

Scherzkeks. :roll:
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Robert Ketelhohn
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Christiane hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Unsere Larissa war gute sechs bei der Erstkommunion, Victor knapp sechs.
Ich war 26. ;D
Ich war 25. :P Schneller!
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