Nachrichten aus den Bistümern V

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Juergen
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Montag 11. März 2019, 14:32

Hier noch was zum Hintergrund der Verzögerung :roll:
https://www.wp.de/staedte/balve/kommt-d ... 32675.html

Bevor Abriss und Neubau des Pfarrheims überhaupt beginnen können, muss erst noch ein gerade neu geschaffenes Gremium des Erzbistums sei Okay für das Bauvorhaben geben: der Diözesan-Vermögensverwaltungsrat (DVVR).

Eingerichtet worden ist dieser runde Tisch als Reaktion auf den Skandal rund um den Luxus-Neubau im Bistum Limburg durch den damaligen Bischof Franz-Peter Tevartz-van Elst. Mitreden darf und muss das Gremium bei Vorhaben über 500 000 Euro.

Die Crux für Balve: Zwar wusste man von der Existenz und will grundsätzlich die Sinnhaftigkeit dieser Gruppe auch gar nicht in Zweifel ziehen. Allerdings war man davon ausgegangen, nicht unter diese Zuständigkeit, sondern noch unter das alte Vergaberecht zu fallen. Denn das Gremium hat offiziell zum 1.1. 2019 seine Arbeit aufgenommen. Und die Planungen für das neue Pfarrheim im Herzen Balves laufen ja bereits seit 2010.
:roll:
Gruß
Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.

Juergen
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Montag 11. März 2019, 17:41

Frage & Antwort: Zukunft der Kirche (YOUPAX)

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Juergen
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Juergen » Montag 11. März 2019, 18:47

Ich verlinke das Video hier mal obwohl ich mir nicht angesehen habe, nach dem ich die Beschreibung las. So etwas kann man sich antun, muß man aber nicht.


Aufzeichnung vom 11. März 2019 in Lingen

Zum Auftakt der Frühjahrs-Vollversammlung in Lingen hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Montag, 11. März 2019 gesagt, es gehe jetzt darum, weitere konkrete Schritte umzusetzen, wie sie die im Herbst vorgestellte Missbrauchsstudie angeregt habe. Konkret wollten sich die Bischöfe mit dem Monitoring in Sachen Missbrauchsprävention, der Einrichtung von mehr unabhängigen Anlaufstellen für Opfer und der finanziellen Anerkennung des Leids befassen. Zudem gehe es um die „systemischen Gefährdungen in der Kirche“.


https://dbk.de/presse/aktuelles/meldung ... en/detail/
Gruß
Jürgen
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taddeo
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von taddeo » Montag 11. März 2019, 19:32

Auch nach Jahren gilt noch das Statement, das mal ein hochverdienter früherer User dieses Forums abgegeben hat:
cantus planus hat geschrieben:
Donnerstag 5. März 2009, 20:46
Ich werte das Gesamtergebnis dieser Beratungen eher als Bankrotterklärung. Immer, wenn man meint, es könne nicht mehr schlimmer werden, tagt die Bischofskonferenz...

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martin v. tours
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von martin v. tours » Montag 11. März 2019, 20:12

:daumen-rauf: :daumen-rauf:
(ja, cantus planus fehlt hier wirklich)
Ich kann mir solche videos nur ein paar Minuten antun. Warum habe ich dabei immer das Gefühl es spricht ein geschulter Pressesprecher einer NGO, oder ein Manager eines Konzerns ?
Die Kirche, so wie sie sich in den Filmchen darstellt ist für mich ein belangloser Verein.

Wo ist ein Bischof der wirklich Buße tun will für all die Verbrechen die im aktuellen Missbrauchsskandal geschehen sind?
Wo ist ein Bischof der sagt: Asche auf mein Haupt" ?
Wo ist der Bischof der, auch wenn er keine persönliche Schuld auf sich geladen hat, zurücktritt um in einem Kloster für die Betroffenen zu beten?

Ihr hochwohlgeborenen Herren, verschont uns mit diesem Gelaber über "Arbeitsgruppen" und "Gremien". Ich will wieder das Gefühl haben das ihr die Nachfolger der Apostel seid und nicht Greenpeace oder Amnesty International - Manager in komischer Berufskleidung.
Ihr seid das Salz das seinen Geschmack verloren hat.
So ein Salz nützt niemandem und das braucht auch keiner. Leider habt ihr es noch nicht gemerkt.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Benedikt
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Benedikt » Montag 11. März 2019, 21:00

Die KFD, sozusagen der Volkssturm des Katholizismus, hat bei der Tagung der DBK mit Taschenlampen protestiert:
https://twitter.com/Strack_C/status/1105187841284419585
"Kommt ihm der Staatsumwälzer nicht wie Sisyphus vor? Die Last wird nie oben bleiben, wenn nicht eine Anziehung gegen den Himmel sie auf der Höhe schwebend erhält." - Novalis: Europa

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Libertas Ecclesiae
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Donnerstag 14. März 2019, 18:44

Die neue Bescheidenheit hält Einzug in Fulda. Der neue Bischof residiert künftig im Nebenhaus:

Bischofssitz ohne Luxusbadewanne

:roll:
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Herr v. Liliencron » Donnerstag 14. März 2019, 19:22

Eine gewöhnliche Badewanne könnte der Bischof schon haben. 86 qm ist mE für eine Person auch schon sehr luxoriös, finde ich.

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Benedikt
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Benedikt » Donnerstag 14. März 2019, 19:56

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 18:44
Die neue Bescheidenheit hält Einzug in Fulda. Der neue Bischof residiert künftig im Nebenhaus:

Bischofssitz ohne Luxusbadewanne

:roll:
Sein Vorgänger hatte sich öftersmal über seine Dienstwohnung beschwert:
Der Fuldaer Bischof Heinz-Josef Algermissen lebt nach eigenen Angaben wider Willen in barockem Luxus. Auf 174 Quadratmeter Wohnfläche zu residieren sei „natürlich nicht zeitgemäß“. „Für mich ist es eine Zumutung, darin zu wohnen“, sagt er. „Der ganze Komplex ist ziemlich groß.“ Algermissen hätte lieber eine kleinere Dienstwohnung.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... hoefe.html
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Lycobates
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 14. März 2019, 23:20

Benedikt hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 19:56
Sein Vorgänger hatte sich öftersmal über seine Dienstwohnung beschwert:
Der Fuldaer Bischof Heinz-Josef Algermissen lebt nach eigenen Angaben wider Willen in barockem Luxus. Auf 174 Quadratmeter Wohnfläche zu residieren sei „natürlich nicht zeitgemäß“. „Für mich ist es eine Zumutung, darin zu wohnen“, sagt er. „Der ganze Komplex ist ziemlich groß.“ Algermissen hätte lieber eine kleinere Dienstwohnung.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... hoefe.html
Nicht zeitgemäß?
174 Quadratmeter?

Nun, da sage ich mal lieber nichts :tuete:

Hat der Herr keine Bücher?
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
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Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Herr v. Liliencron » Freitag 15. März 2019, 09:59

Barocker Luxus kann nach heutigen Kriterien gerade ziemlich wenig komfortabel sein. Die Bibliothek des Bischofs muss ja nicht unbedingt im eigentlichen Wohnbereich untergebracht sein.

CIC_Fan
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Freitag 15. März 2019, 10:09

eine große Wohnung ist nur wirklich dann komfortabel wenn entsprechend viele Menschen in einem Haushalt leben

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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 15. März 2019, 18:49

https://gloria.tv/video/CqdqxJVQGe8C4dCBxCpsoAeg4

Das soll eine Messe zum Aschermittwoch in Köln gewesen sein.

War nicht letzte Woche der Sirenen-Probealarm ? Der war aber erst am Donnerstag.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

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Lycobates
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von Lycobates » Freitag 15. März 2019, 22:20

Herr v. Liliencron hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 09:59
Barocker Luxus kann nach heutigen Kriterien gerade ziemlich wenig komfortabel sein. Die Bibliothek des Bischofs muss ja nicht unbedingt im eigentlichen Wohnbereich untergebracht sein.
Nun ja.
Meine persönliche Handbibliothek, mittlerweile immerhin etwa 7000 Bücher (ich kaufe noch jede Woche ein neues, oder altes, Buch, sofern es nicht schon in der Familienbibliothek steht), habe ich doch gern zur Hand, direkt in der eigenen Stadtwohnung, entsprechend groß.

Was Komfort angeht, da stimme ich zu.
Ich erinnere mich gern an meine Besuche der 60er und 70er Jahre an eine Großtante, die mit ihrer Mutter, meiner Urgroßmutter, allein in einem weitläufigen Anwesen wohnte, wo wir Kinder uns verloren und Verstecken spielten. Übernachtet haben wir, jeder für sich, in einem eiskalten Himmelbett, das mitten in einem riesigen Schlafzimmer stand, und morgens wurde uns, ein Badezimmer gab es nicht, eine große Porzellanschüssel heißen Wassers auf die Kommode gebracht mit allem Zubehör für die Morgentoilette. Baden konnte man bei Bedarf allerdings auch, in einem Nebenraum der Küche, im Untergeschoß, wo eine Wanne stand, auf vier Messingpfoten, die mit eigens gekochtem Wasser aus der Küche gefüllt wurde.
Ein wenig Barock und doch recht spartanisch nach „heutigen Kriterien“. :blinker:
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Re: Nachrichten aus den Bistümern V

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 21. März 2019, 11:00

Wenn das stimmt
http://www.kath.net/news/67382
frage ich mich warum keine Gegenstimme

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