"Die Kirche und das liebe Geld"

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Petrus
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Sonnabend 11. November 2017, 01:26

Die "Ortskirchensteuer" stellt sich für mich, wie ich den oben verlinkten Artikeln entnahm, vor allem als innerkirchliches "Kampfgebiet" dar.

Die jeweilige Pfarrei entscheidet, ob Ortskirchensteuer erhoben wird. Das (wohl ziemlich geringe) Ergebnis der Ortskirchensteuer fließt, anders als das Ergebnis der Kirchensteuer, direkt der jeweiligen Pfarrei zu.

Nun aber kommen nur diejenigen Pfarreien, die Ortskirchensteuer erheben, in den Genuß der vollen Zuschüsse der Diözese.

Da ist die Entscheidung nicht ganz einfach, für die Pfarrei. Wollen wir nun Ärger mit den Gläubigen und die vollen Zuschüsse der Diözese, oder Frieden und weniger Geld?

Die Diözese ist da natürlich fein raus - die Pfarrei entscheidet ja ...

Und ausbaden darf das dann das Personal vor Ort. Die In der Zentrale könnnen sich entspannt zurücklehnen.
Fröhliche Weihnachten!

Caviteño
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 11. November 2017, 01:31

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 15:27
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die Einziehung einer Ortskirchensteuer, auch Kirchgeld genannt, in allen deutschen Bistümern seit langem übliche Praxis ist.
In NRW wäre Erhebung eines Ortskirchengeldes vom Kirchensteuergesetz gedeckt:
§ 2

(1) Kirchensteuern können nach Maßgabe der Steuerordnungen

1. als Diözesankirchensteuer oder Landeskirchensteuer,

2. als Ortskirchensteuer

3. nebeneinander als Diözesankirchensteuer oder Landeskirchensteuer und als Ortskirchensteuer

erhoben werden.

(2) Die Steuerordnungen werden von den Diözesen der Katholischen Kirche und den Evangelischen Landeskirchen erlassen.
http://www.steuer-forum-kirche.de/kistg-l-nrw.htm

Die Erhebung des oben erwähnten "besonderen Kirchgeldes" wäre auch in NRW möglich (§ 4 I Zif. 5 KiStG NRW).

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von HeGe » Sonnabend 11. November 2017, 15:03

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 18:12
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 15:27
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die Einziehung einer Ortskirchensteuer, auch Kirchgeld genannt, in allen deutschen Bistümern seit langem übliche Praxis ist.
Im Bistum Aachen unbekannt....
Im Erzbistum Köln gibt es das auch nicht, jedenfalls hätte ich noch nie davon gehört.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Sascha B. » Sonnabend 11. November 2017, 15:09

HeGe hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 15:03
umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 18:12
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 15:27
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die Einziehung einer Ortskirchensteuer, auch Kirchgeld genannt, in allen deutschen Bistümern seit langem übliche Praxis ist.
Im Bistum Aachen unbekannt....
Im Erzbistum Köln gibt es das auch nicht, jedenfalls hätte ich noch nie davon gehört.
Im Bistum Regensburg gibt es sie, wobei sie kaum wer bezahlt und die Gemeinden das Geld auch nicht eintreiben.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Niels » Sonnabend 11. November 2017, 15:17

So etwas ist auch nicht nötig, sondern führt vermutlich eher zu noch mehr Kirchenaustritten.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Sonnabend 11. November 2017, 16:27

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 15:09
HeGe hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 15:03
umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 18:12
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 15:27
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die Einziehung einer Ortskirchensteuer, auch Kirchgeld genannt, in allen deutschen Bistümern seit langem übliche Praxis ist.
Im Bistum Aachen unbekannt....
Im Erzbistum Köln gibt es das auch nicht, jedenfalls hätte ich noch nie davon gehört.
Im Bistum Regensburg gibt es sie, wobei sie kaum wer bezahlt und die Gemeinden das Geld auch nicht eintreiben.
Offensichtlich ist die Ahnungslosigkeit hinsichtlich der Kirchensteuer selbst bei praktizierenden Katholiken erheblich. :auweia:

Details kann man zutreffend zB bei Frl. Vicky Pedia nachlesen. Grundsätzlich ist es so, daß die Kirchensteuer in Deutschland je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist. In Bayern und Baden-Würrtemberg beträgt sie 8% der Lohnsteuer, in allen anderen Bundesändern 9%. Dafür wird in Bayern (von BW weiß ich es nicht) zusätzlich das sogenannte "Kirchgeld" erhoben, das ungeschmälert der Pfarrei zukommt und meist um die 2-3 € pro Person mit eigenem Einkommen beträgt. Eingetrieben wird das nicht, weil der Aufwand es nicht lohnt. Meine Erfahrung ist, daß es die regelmäßigen Kirchgänger gerne zahlen und meist einen deutlich höheren Betrag spenden als verlangt, so daß doch ein schöner Betrag für die Pfarreibelange zusammenkommt.
In den Bundesländern mit dem 9%-Satz wird dafür i. d. R. auf das Kirchgeld verzichtet.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Niels » Sonnabend 11. November 2017, 17:46

Für mich schädigt das die Glaubwürdigkeit der Kirche. Besser wäre eine Türkollekte für ortskirchliche Belange.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Libertas Ecclesiae
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 11. November 2017, 22:08

taddeo hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 16:27
Offensichtlich ist die Ahnungslosigkeit hinsichtlich der Kirchensteuer selbst bei praktizierenden Katholiken erheblich. :auweia:

Details kann man zutreffend zB bei Frl. Vicky Pedia nachlesen. Grundsätzlich ist es so, daß die Kirchensteuer in Deutschland je nach Bundesland unterschiedlich geregelt ist. In Bayern und Baden-Würrtemberg beträgt sie 8% der Lohnsteuer, in allen anderen Bundesändern 9%. Dafür wird in Bayern (von BW weiß ich es nicht) zusätzlich das sogenannte "Kirchgeld" erhoben, das ungeschmälert der Pfarrei zukommt und meist um die 2-3 € pro Person mit eigenem Einkommen beträgt. Eingetrieben wird das nicht, weil der Aufwand es nicht lohnt. Meine Erfahrung ist, daß es die regelmäßigen Kirchgänger gerne zahlen und meist einen deutlich höheren Betrag spenden als verlangt, so daß doch ein schöner Betrag für die Pfarreibelange zusammenkommt.
In den Bundesländern mit dem 9%-Satz wird dafür i. d. R. auf das Kirchgeld verzichtet.
Das stimmt so nicht ganz. Das sogenannte Kirchgeld wird durchaus auch in Bundesländern mit dem Neun-Prozent-Satz erhoben, beispielsweise in Hessen und Thüringen. Hier wird sogar ein „besonderes Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe“ verlangt.

Im Bistum Fulda kann die Ortskirchensteuer als festes oder gestaffeltes Kirchgeld erhoben werden, in ländlichen Gemeinden (gestaffelt nach der Höhe der Einkünfte oder Bezüge) sogar bis zu einer Höhe von 400 Euro!

Auch Renter oder Pensionisten sind zur Zahlung des Kirchgelds verpflichtet, normalerweise aber nur bis zu einer Höhe von 40 Euro.
Wer einen Ritus ändert, verletzt einen Gott.
(Nicolás Gómez Dávila)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von ziphen » Sonnabend 11. November 2017, 22:54

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 22:08
Hier wird sogar ein „besonderes Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe“ verlangt.
Das ist üblich. Ich glaube, das gibt es in jeder Landeskirche und jedem Bistum. Das wird statt der Kirchensteuer erhoben, wenn eigentlich nur ein Ehepartner bei gemeinsamer steuerlicher Veranlagung kirchensteuerpflichtig wäre.

In Niedersachsen ist die Ortskirchensteuer übrigens auch generell möglich. Das niedersächsische Kirchensteuerrahmengesetz ermöglicht die Erhebung. Die Hannoversche Landeskirche hat auch aufgrund dessen weitergehende Regelungen dazu in ihrem Kirchensteuerrecht. Gemeinden könnten diese erheben, falls sie wollten und die Landeskirche es genehmigte. Ich weiß nicht, ob das von Gemeinden gemacht wird. Was die Bistümer machen, weiß ich nicht.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 12. November 2017, 09:32

die BRD ist schon ein komisches Land hier gibts den Kirchenbeitrag und sonst nichts

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von umusungu » Montag 13. November 2017, 23:17

Niels hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 17:46
Für mich schädigt das die Glaubwürdigkeit der Kirche. Besser wäre eine Türkollekte für ortskirchliche Belange.
Die meisten Kollekten sind hier bei uns für die Pfarrei.

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Niels » Dienstag 14. November 2017, 02:24

So kenne ich das auch.

Alles andere ist aus meiner Sicht kontraproduktiv.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von taddeo » Dienstag 28. November 2017, 21:32

Sascha B. hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 15:09
HeGe hat geschrieben:
Sonnabend 11. November 2017, 15:03
umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 18:12
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Freitag 10. November 2017, 15:27
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass die Einziehung einer Ortskirchensteuer, auch Kirchgeld genannt, in allen deutschen Bistümern seit langem übliche Praxis ist.
Im Bistum Aachen unbekannt....
Im Erzbistum Köln gibt es das auch nicht, jedenfalls hätte ich noch nie davon gehört.
Im Bistum Regensburg gibt es sie, wobei sie kaum wer bezahlt und die Gemeinden das Geld auch nicht eintreiben.
Ein kleiner Nachtrag dazu, weil ich das zufällig grad gelesen habe:

Die Pfarrei Passau-Innstadt (St. Severin und St. Gertraud) hat ca. 4.000 Katholiken, ist also eine mittelgroße Stadtpfarrei. Im jüngsten Pfarrbrief ist zu lesen:
Auch in diesem Jahr haben Pfarrangehörige und Gäste durch großzügige Spenden beim Kirchgeld zur Finanzierung unserer Pfarrei einen wesentlichen Beitrag geleistet. Das Kirchgeld ist ein wesentlicher Pfeiler unser Einnahmen. Bis Ende Oktober 2017 sind bisher 13.575 € eingegangen. Und es „tröpfelt“ immer noch ein wenig weiter. Dafür allen Spendern vielen herzlichen Dank.
So wenig ist das also gar nicht, selbst in einer Stadtpfarrei mit sehr vielen Studenten in der Bevölkerung.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Yeti » Donnerstag 7. Dezember 2017, 12:16

Wie geht es nach dem Finanzskandal im Freiburger Erzbistum weiter?
Am Freitag und Samstag geht es um den Etat der Erzdiözese Freiburg für die kommenden beiden Jahre. Die Kirchensteuervertretung, ein 40-köpfiges Gremium aus Geistlichen und Laien, wird den Finanzplan beraten – der ist geprägt von gewaltigen Rückstellungen. Denn die Erzdiözese will 160 Millionen Euro bereit halten, um alle möglichen Folgen aus dem im Oktober öffentlich gewordenen Finanzskandal um Sozialbeiträge aufzufangen. Erzbischof Stephan Burger hatte Transparenz und Offenheit auch für die Finanzen seiner Diözese versprochen. Doch davon ist wenig zu verspüren, wenn man derzeit mehr über die näheren Umstände des Finanzskandals wissen will. Auch zwei Monate nach dessen Bekanntwerden heißt es stets: Es gebe keine neuen Erkenntnisse, an der Summe von 160 Millionen Euro mache man deshalb auch keine Abstriche.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Petrus » Donnerstag 7. Dezember 2017, 14:43

danke, Yeti.

Was ich in diesem Zusammenhang interessant finde:

es gibt ja in jeder (deutschen) (Erz-)Diözese zwei Haushalte. Der eine ist der veröffentlichte Haushalt, mit Kirchensteueraufkommen, Schaubilder, Grafiken, und so.

Der zweite Haushalt ist der des (erz-)bischöflichen Stuhls.

Hat jemand Ahnung, wie es damit im Erzbistum Freiburg ausschaut?
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Yeti » Donnerstag 7. Dezember 2017, 14:58

Petrus hat geschrieben:
Donnerstag 7. Dezember 2017, 14:43
danke, Yeti.

Was ich in diesem Zusammenhang interessant finde:

es gibt ja in jeder (deutschen) (Erz-)Diözese zwei Haushalte. Der eine ist der veröffentlichte Haushalt, mit Kirchensteueraufkommen, Schaubilder, Grafiken, und so.

Der zweite Haushalt ist der des (erz-)bischöflichen Stuhls.

Hat jemand Ahnung, wie es damit im Erzbistum Freiburg ausschaut?
Das Ganze ist noch viel perfider: Letztendlich haftet anscheinend jede einzelne Pfarrgemeinde für entstandene Schäden selbst:
Badische Zeitung hat geschrieben:Damit stehen am Ende die Stiftungsräte, die offiziell das Vermögen ihrer Gemeinde eigenständig verwalten und über das Personal entscheiden, alleine in der Verantwortung. In Paragraph 21 der Ordnung für die Stiftungsräte heißt es im ersten Satz: "Im Falle einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung haften die Mitglieder des Stiftungsrates der Kirchengemeinde für den dadurch entstandenen Schaden." Will heißen: Pfarrer und engagierte Gemeindemitglieder haften mit ihrem persönlichen Vermögen für Schäden durch unzureichende Rentenzahlungen – auch wenn die unzureichend sind aufgrund der Beratung durch die Verrechnungsstelle. Und vor deren Fehler sie auch der bistumseigene Rechnungshof nicht hat schützen können.
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Re: "Die Kirche und das liebe Geld"

Beitrag von Yeti » Donnerstag 7. Dezember 2017, 15:09

Hier findet man den letzten publizierten Haushaltsplan der Erzdiözese Freiburg. Mein Eindruck ist, dass die einzelnen Posten ziemlich allgemein gehalten sind. Um die Finanzströme der realen Buchführung nachvollziehen zu können, sitzen wir vermutlich alle am falschen Platz.
#gottmensch statt #gutmensch

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