Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

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Vir Probatus
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 4. August 2017, 16:44

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 16:03
Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 13:40
Ein Beitrag zum Umgang der Kirche mit einem ständigen Diakon:

https://www.ncronline.org/blogs/ncr-tod ... s-laicized
Dr. Gerard Weigel of Somerset, Kentucky, is 89, old enough to know something about what makes him happy.

Close to the top of his list is being married. "My personality is suited to feminine companionship," he said.
In 2010 his wife Dorothy died. They had been married 53 years and were the parents of eight and the grandparents of 28. "It gets tough at Christmas," Weigel joked to NCR about his large family.

And then, life got better. "I met a lady who's been a gift to me," said Weigel. He and his now-wife Gayle, a fellow parishioner at St. Mildred Catholic Church in Somerset, got married last summer.
Einen 89 jährigen Diakon zu laiisieren, weil der nach dem Tod (!) seiner ersten Frau noch einmal geheiratet hat: Da kann der Klerikermangel ja so schlimm nicht sein, wenn man sich das leisten kann.
Und welchen Sinn das machen soll, dazu braucht es wohl eine besondere Form von Katechese.
Oder einfach aufmerksameres Lesen des Textes:
He promised before ordination that he would follow the discipline of the Roman Catholic Church which prohibits deacons who are widowed from remarrying, unless they receive a rarely granted dispensation.
Selbstverständlich habe ich diesen Satz gelesen.

Gerade deshalb habe ich ja diese Frage gestellt:
Und welchen Sinn das machen soll, dazu braucht es wohl eine besondere Form von Katechese.
Und natürlich darf man mir auch die Antwort geben, daß Fragen nicht gestellt werden dürfen.
Das ist ja in Kirchenkreisen auch eher die Regel.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Hubertus
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Hubertus » Freitag 4. August 2017, 18:24

Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 16:44
Gerade deshalb habe ich ja diese Frage gestellt:
Und welchen Sinn das machen soll, dazu braucht es wohl eine besondere Form von Katechese.
Und natürlich darf man mir auch die Antwort geben, daß Fragen nicht gestellt werden dürfen.
Das ist ja in Kirchenkreisen auch eher die Regel.
Worin Du erkannst haben willst, ich hätte 'die Antwort gegeben, daß Fragen nicht gestellt werden dürfen', bleibt Dein Geheimnis.
Im Text steht, daß die Diakone das Versprechen gegeben haben, ehelos zu bleiben, wenn ihre Gattin verstirbt, falls nicht ein Dispens erwirkt wird.
An dieses Versprechen ist und bleibt er gebunden - er hat es vor Gott und der Kirche gegeben. Daß er, wenn er eine Eheschließung unter Umgehung dieses Versprechens anstrebt, dem Recht also zuwider handelt, rechtliche Konsequenzen zu tragen hat, sollte a) ihn kaum überraschen und b) eigentlich von selbst intelligibel sein. Einer 'besonderen Form der Katechese' (was soll das eigentlich sein?) bedarf allerhöchstens die Frage, warum die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen grundsätzlich dem Ehestand vorzuziehen ist. Allgemein kann zu dieser Frage empfohlen werden:

Pius XII.: Enzyklika "Sacra virginitas" über die heilige Jungfräulichkeit (25. März 1954)
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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umusungu
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von umusungu » Freitag 4. August 2017, 20:49

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 18:24
Einer 'besonderen Form der Katechese' (was soll das eigentlich sein?) bedarf allerhöchstens die Frage, warum die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen grundsätzlich dem Ehestand vorzuziehen ist. Allgemein kann zu dieser Frage empfohlen werden:
Pius XII.: Enzyklika "Sacra virginitas" über die heilige Jungfräulichkeit (25. März 1954)
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit gegenüber der Ehe war in meinen Augen eine Beweihrächerung des eigenen ehelosten Standes.
Es wurde völlig übersehen, dass die Ehe ein Sakrament ist - die Ehelosigkeit aber keinesfalls.
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit hat die Eheleute schwer verletzt! Das haben meine Eltern oft genug zum Ausdruck gebracht.
Es ist gut, dass dieses Denken in unserer Kirche überwunden ist....

Vir Probatus
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 4. August 2017, 22:33

umusungu hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 20:49
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 18:24
Einer 'besonderen Form der Katechese' (was soll das eigentlich sein?) bedarf allerhöchstens die Frage, warum die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen grundsätzlich dem Ehestand vorzuziehen ist. Allgemein kann zu dieser Frage empfohlen werden:
Pius XII.: Enzyklika "Sacra virginitas" über die heilige Jungfräulichkeit (25. März 1954)
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit gegenüber der Ehe war in meinen Augen eine Beweihrächerung des eigenen ehelosten Standes.
Es wurde völlig übersehen, dass die Ehe ein Sakrament ist - die Ehelosigkeit aber keinesfalls.
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit hat die Eheleute schwer verletzt! Das haben meine Eltern oft genug zum Ausdruck gebracht.
Es ist gut, dass dieses Denken in unserer Kirche überwunden ist....
Offensichtlich ist dieses Denken eben nicht überwunden.
Der von mir zitierte Artikel über die Laiisierung eines 89 (!) jährigen Diakons ist aus Mai 2017.
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von HeGe » Sonntag 6. August 2017, 12:09

Hubertus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 18:24
Worin Du erkannst haben willst, ich hätte 'die Antwort gegeben, daß Fragen nicht gestellt werden dürfen', bleibt Dein Geheimnis.
Im Text steht, daß die Diakone das Versprechen gegeben haben, ehelos zu bleiben, wenn ihre Gattin verstirbt, falls nicht ein Dispens erwirkt wird.
An dieses Versprechen ist und bleibt er gebunden - er hat es vor Gott und der Kirche gegeben. Daß er, wenn er eine Eheschließung unter Umgehung dieses Versprechens anstrebt, dem Recht also zuwider handelt, rechtliche Konsequenzen zu tragen hat, sollte a) ihn kaum überraschen und b) eigentlich von selbst intelligibel sein. Einer 'besonderen Form der Katechese' (was soll das eigentlich sein?) bedarf allerhöchstens die Frage, warum die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen grundsätzlich dem Ehestand vorzuziehen ist. Allgemein kann zu dieser Frage empfohlen werden:

Pius XII.: Enzyklika "Sacra virginitas" über die heilige Jungfräulichkeit (25. März 1954)
Das Problem ist, dass Treue zu eigenen Versprechen offensichtlich kein Wert ist, der heute noch etwas zählt, jedenfalls dann nicht, wenn das Versprechen gegenüber Gott gegeben wurde. Hätte der verheiratete Diakon seine Frau samt Kindern verlassen, um sich mit einer anderen Frau einzulassen, wäre Vir Probatus der erste gewesen, der mit Steinen geworfen hätte. Aber wenn es um Versprechen gegenüber Gott geht, zählt nur das kurzfristige, persönliche und sehr vermeintliche Glück. Der ewige Widersacher lässt grüßen.
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von ar26 » Sonntag 6. August 2017, 14:36

umusungu hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 20:49
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 18:24
Einer 'besonderen Form der Katechese' (was soll das eigentlich sein?) bedarf allerhöchstens die Frage, warum die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen grundsätzlich dem Ehestand vorzuziehen ist. Allgemein kann zu dieser Frage empfohlen werden:
Pius XII.: Enzyklika "Sacra virginitas" über die heilige Jungfräulichkeit (25. März 1954)
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit gegenüber der Ehe war in meinen Augen eine Beweihrächerung des eigenen ehelosten Standes.
Es wurde völlig übersehen, dass die Ehe ein Sakrament ist - die Ehelosigkeit aber keinesfalls.
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit hat die Eheleute schwer verletzt! Das haben meine Eltern oft genug zum Ausdruck gebracht.
Es ist gut, dass dieses Denken in unserer Kirche überwunden ist....
So. Jetzt mal von Ehemann (2 geborene, ein ungeborenes Kind) zu zölibaterem Kleriker. Ich fühle mich nicht(!) davon verletzt, dass die Kirche lehrt, Dein Stand steht über meinem. Vielmehr erwarte ich, dass Du die Freiheiten Deines Standes nutzt, um mehr mit Gott zu kommunizieren und ihm zu dienen, als ich es durch meinen Stand, jedenfalls gegenwärtig, je könnte; also beten, die Sakramente spenden und die Gläubigen lehren. Der Zölibat ist nicht mein Thema, ich kann mir aber kaum vorstellen, daß man Kleriker sein kann, wenn man gleichzeitig familiäre Pflichten hat, wie ich sie habe.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von TeDeum » Dienstag 8. August 2017, 16:59

Wahre Worte, denen nichts hinzuzufügen ist.

(TeDeum, selber Papa von zwei Kindern)

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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Vir Probatus » Donnerstag 10. August 2017, 09:30

TeDeum hat geschrieben:
Dienstag 8. August 2017, 16:59
Wahre Worte, denen nichts hinzuzufügen ist.

(TeDeum, selber Papa von zwei Kindern)
Das Wort "nicht" im ersten Satz würde ich für mich streichen.
Wer sich selbst erhöht... : Das gilt auch für den Klerus. Der ist da keine Ausnahme.
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Raphaela
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 10. August 2017, 16:13

Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 13:40
Ein Beitrag zum Umgang der Kirche mit einem ständigen Diakon:

Einen 89 jährigen Diakon zu laiisieren, weil der nach dem Tod (!) seiner ersten Frau noch einmal geheiratet hat: Da kann der Klerikermangel ja so schlimm nicht sein, wenn man sich das leisten kann.
Und welchen Sinn das machen soll, dazu braucht es wohl eine besondere Form von Katechese.
Sobald jemand Diakon ist, entscheidet er sich damit auch, nicht nochmals zu heiraten, bzw gar nicht zu heiraten. - Es gehört zum Sakrament der Weihe.
Übrigens kenne ich aus einem Bistum in Deutschland zwei Fälle von Diakonen, die geheiratet haben: Einer war jung und hatte Kinder zu versorgen. Er durfte weiterhin Diakon sein. Der andere war über 70 Jahre, seine Frau ist an Krebs gestorben. Er heiratete nochmals und wurde laiisiert.
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 10. August 2017, 16:19

ar26 hat geschrieben:
Sonntag 6. August 2017, 14:36
umusungu hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 20:49
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 18:24
Einer 'besonderen Form der Katechese' (was soll das eigentlich sein?) bedarf allerhöchstens die Frage, warum die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen grundsätzlich dem Ehestand vorzuziehen ist. Allgemein kann zu dieser Frage empfohlen werden:
Pius XII.: Enzyklika "Sacra virginitas" über die heilige Jungfräulichkeit (25. März 1954)
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit gegenüber der Ehe war in meinen Augen eine Beweihrächerung des eigenen ehelosten Standes.
Es wurde völlig übersehen, dass die Ehe ein Sakrament ist - die Ehelosigkeit aber keinesfalls.
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit hat die Eheleute schwer verletzt! Das haben meine Eltern oft genug zum Ausdruck gebracht.
Es ist gut, dass dieses Denken in unserer Kirche überwunden ist....
So. Jetzt mal von Ehemann (2 geborene, ein ungeborenes Kind) zu zölibaterem Kleriker. Ich fühle mich nicht(!) davon verletzt, dass die Kirche lehrt, Dein Stand steht über meinem. Vielmehr erwarte ich, dass Du die Freiheiten Deines Standes nutzt, um mehr mit Gott zu kommunizieren und ihm zu dienen, als ich es durch meinen Stand, jedenfalls gegenwärtig, je könnte; also beten, die Sakramente spenden und die Gläubigen lehren. Der Zölibat ist nicht mein Thema, ich kann mir aber kaum vorstellen, daß man Kleriker sein kann, wenn man gleichzeitig familiäre Pflichten hat, wie ich sie habe.
Da ich eine zölibatäre Berufung lebe:
Welche Vorteile deines Standes als verheirateter Familienvater nutzt du denn? Beziehungsweise welche Pflichten? Oder gehörst du auch zu den Personen, die sagen, dass die Religionslehrer und die Kirche dafür zuständig sind, den Kindern den Glauben an Gott beizubringen???
Gläubige lehren nennst du als einen Punkt. Das geht nur, wenn die Eltern auch offen dafür sind, mit ihrem Kind selbst über den Glauben sprechen, dies im Glauben erziehen! Das ist also ein Thema von dir und eine familiere Pflicht! Du bist dazu berufen, mit deinen Kindern zu beten und sie zu gläubigen Menschen zu erziehen.
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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polyglotta
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von polyglotta » Donnerstag 10. August 2017, 17:43

Raphaela hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 16:19
ar26 hat geschrieben:
Sonntag 6. August 2017, 14:36
So. Jetzt mal von Ehemann (2 geborene, ein ungeborenes Kind) zu zölibaterem Kleriker. Ich fühle mich nicht(!) davon verletzt, dass die Kirche lehrt, Dein Stand steht über meinem. Vielmehr erwarte ich, dass Du die Freiheiten Deines Standes nutzt, um mehr mit Gott zu kommunizieren und ihm zu dienen, als ich es durch meinen Stand, jedenfalls gegenwärtig, je könnte; also beten, die Sakramente spenden und die Gläubigen lehren. Der Zölibat ist nicht mein Thema, ich kann mir aber kaum vorstellen, daß man Kleriker sein kann, wenn man gleichzeitig familiäre Pflichten hat, wie ich sie habe.
Da ich eine zölibatäre Berufung lebe:
Welche Vorteile deines Standes als verheirateter Familienvater nutzt du denn? Beziehungsweise welche Pflichten? Oder gehörst du auch zu den Personen, die sagen, dass die Religionslehrer und die Kirche dafür zuständig sind, den Kindern den Glauben an Gott beizubringen???
Gläubige lehren nennst du als einen Punkt. Das geht nur, wenn die Eltern auch offen dafür sind, mit ihrem Kind selbst über den Glauben sprechen, dies im Glauben erziehen! Das ist also ein Thema von dir und eine familiere Pflicht! Du bist dazu berufen, mit deinen Kindern zu beten und sie zu gläubigen Menschen zu erziehen.
Raphaela, was bringt Dich dazu, aus dem Halbsatz "mehr als ich es je könnte" zu schließen, ar26 würde Elternpflichten auch nur im Mindesten vernachlässigen oder abschieben?

-edited-

Raphaela
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Raphaela » Donnerstag 10. August 2017, 19:21

polyglotta hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 17:43
Raphaela hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 16:19
ar26 hat geschrieben:
Sonntag 6. August 2017, 14:36
So. Jetzt mal von Ehemann (2 geborene, ein ungeborenes Kind) zu zölibaterem Kleriker. Ich fühle mich nicht(!) davon verletzt, dass die Kirche lehrt, Dein Stand steht über meinem. Vielmehr erwarte ich, dass Du die Freiheiten Deines Standes nutzt, um mehr mit Gott zu kommunizieren und ihm zu dienen, als ich es durch meinen Stand, jedenfalls gegenwärtig, je könnte; also beten, die Sakramente spenden und die Gläubigen lehren. Der Zölibat ist nicht mein Thema, ich kann mir aber kaum vorstellen, daß man Kleriker sein kann, wenn man gleichzeitig familiäre Pflichten hat, wie ich sie habe.
Da ich eine zölibatäre Berufung lebe:
Welche Vorteile deines Standes als verheirateter Familienvater nutzt du denn? Beziehungsweise welche Pflichten? Oder gehörst du auch zu den Personen, die sagen, dass die Religionslehrer und die Kirche dafür zuständig sind, den Kindern den Glauben an Gott beizubringen???
Gläubige lehren nennst du als einen Punkt. Das geht nur, wenn die Eltern auch offen dafür sind, mit ihrem Kind selbst über den Glauben sprechen, dies im Glauben erziehen! Das ist also ein Thema von dir und eine familiere Pflicht! Du bist dazu berufen, mit deinen Kindern zu beten und sie zu gläubigen Menschen zu erziehen.
Raphaela, was bringt Dich dazu, aus dem Halbsatz "mehr als ich es je könnte" zu schließen, ar26 würde Elternpflichten auch nur im Mindesten vernachlässigen oder abschieben?

-edited-
Ich weiß,wie oft ein Beitrag negativ beantwortet wird, nur weil der Beitrag von umusungu ist.
Für mich hat sich es so gelesen, als ob ar26 sich eben über umusungu aufregen will.
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 11. August 2017, 07:15

Raphaela hat geschrieben:
Donnerstag 10. August 2017, 16:19
ar26 hat geschrieben:
Sonntag 6. August 2017, 14:36
umusungu hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 20:49
Hubertus hat geschrieben:
Freitag 4. August 2017, 18:24
Einer 'besonderen Form der Katechese' (was soll das eigentlich sein?) bedarf allerhöchstens die Frage, warum die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen grundsätzlich dem Ehestand vorzuziehen ist. Allgemein kann zu dieser Frage empfohlen werden:
Pius XII.: Enzyklika "Sacra virginitas" über die heilige Jungfräulichkeit (25. März 1954)
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit gegenüber der Ehe war in meinen Augen eine Beweihrächerung des eigenen ehelosten Standes.
Es wurde völlig übersehen, dass die Ehe ein Sakrament ist - die Ehelosigkeit aber keinesfalls.
Diese Bevorzugung der Ehelosigkeit hat die Eheleute schwer verletzt! Das haben meine Eltern oft genug zum Ausdruck gebracht.
Es ist gut, dass dieses Denken in unserer Kirche überwunden ist....
So. Jetzt mal von Ehemann (2 geborene, ein ungeborenes Kind) zu zölibaterem Kleriker. Ich fühle mich nicht(!) davon verletzt, dass die Kirche lehrt, Dein Stand steht über meinem. Vielmehr erwarte ich, dass Du die Freiheiten Deines Standes nutzt, um mehr mit Gott zu kommunizieren und ihm zu dienen, als ich es durch meinen Stand, jedenfalls gegenwärtig, je könnte; also beten, die Sakramente spenden und die Gläubigen lehren. Der Zölibat ist nicht mein Thema, ich kann mir aber kaum vorstellen, daß man Kleriker sein kann, wenn man gleichzeitig familiäre Pflichten hat, wie ich sie habe.
Da ich eine zölibatäre Berufung lebe:
Welche Vorteile deines Standes als verheirateter Familienvater nutzt du denn? Beziehungsweise welche Pflichten? Oder gehörst du auch zu den Personen, die sagen, dass die Religionslehrer und die Kirche dafür zuständig sind, den Kindern den Glauben an Gott beizubringen???
Gläubige lehren nennst du als einen Punkt. Das geht nur, wenn die Eltern auch offen dafür sind, mit ihrem Kind selbst über den Glauben sprechen, dies im Glauben erziehen! Das ist also ein Thema von dir und eine familiere Pflicht! Du bist dazu berufen, mit deinen Kindern zu beten und sie zu gläubigen Menschen zu erziehen.
"Zölibatäre Berufung": Was ist das?
Gibt es das überhaupt "offiziell"?
Und was ist daran besser als eine Mutter, egal wie viele Kinder sie hat? Gibt es Dir das Recht, dich über diese Mutter zu erheben?

In der Kirche gibt es letztlich so ziemlich alles, nur oft inoffiziell. So auch den wiederverheirateten Diakon.
Meine Frage ging aber dahin, ob man sich diese Regeln heute noch leisten kann.
Und es ist auch ein humanitärer Gesichtspunkt dabei. Wenn ein 89 jähriger heiratet, hat das wohl ach Gründe in der Altersversorgung und zwar auf beiden Seiten.
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Re: Ständiger Diakon - Erfahrungen?

Beitrag von ar26 » Montag 14. August 2017, 23:17

@Raphaela
Ich denke, nach ein paar Tausend Beiträgen hier, kann man den Nutzer ein wenig einschätzen. Religion ist Teil unseres familiären Lebens, das ist selbstverständlich. Unter der Woche erschöpft sich das bei mir allerdings damit, mit meiner Tochter im Auto zu beten, während wir zum Kindergarten fahren, Credo, Vater unser und
Ave Maria kann sie schon mitbeten, wenn sie sich konzentriert; zudem formuliert sie auch ein eigenes Gebet für die Familie usw. Mein Sohn ist erst etwas mehr als ein Jahr.

Umusungus Beitrag war für mich kein Aufreger, ihm war aber zu widersprechen. Denn er hat aus einer Rolle heraus argumentiert, die nicht seine ist, aber meine.
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