Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

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Tinius
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Freitag 7. April 2017, 18:10

Ja...er ist sehr erkwürdig, dieser Abgeordnete.

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Hubertus
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Hubertus » Freitag 7. April 2017, 19:07

Tinius hat geschrieben:
Freitag 7. April 2017, 16:41
Landsleute sind Personen, die aus dem selben Land kommt wie eine andere. Singular ist Landsmann bzw. Landsfrau.
Echt? Ich kenne nur Landsmännin.
Aber ist so pöhse ungegendert, insofern muß es weg. :unbeteiligttu:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

maliems
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von maliems » Freitag 7. April 2017, 23:18

umusungu hat geschrieben:
Freitag 7. April 2017, 17:30
Marion hat geschrieben:
Freitag 7. April 2017, 14:23
Bretschneider untersagt dem AfD-Abgeordneten Dr. Gunter Jess das Wort „Landsleute“.
Dieser merkwürdige Herr unterscheidet in seiner Anrede Menschen nach Pass und Menschen nach Abstammung.
Diesem merkwürdigen Herrn ist es wichtig, Bürger seines Landes aus Mecklenburg und solche aus Vorpommern zu differenzieren. Somit meint er mit "Landsleute" lediglich die aus Vorpommern....... Seine Landsleute können dabei weiß oder schwarz, Heiden, Christen oder Moslem sein, Hauptsache aus Vorpommern!
Ich habe 3 Jahre in Vorpommern als Zugezogener gewohnt und gearbeitet. Ich habe da gelernt, dass die Vorpommern sich tatsächlich von den Mecklenburgern absetzen. Ich akzeptiere das.

Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 8. April 2017, 03:22

In der Berichterstattung über den Anschlag in Schweden weißt die FAZ auf Ähnlichkeit in der Parteienlandschaft hin:
Nur eine Partei sah sich schon 2010 bestätigt: Kurz vor dem Anschlagsversuch waren die Schwedendemokraten zum ersten Mal in den Reichstag eingezogen. In einem Land, das es nicht gewohnt war, kritisch über Integration und Einwanderung zu reden, traten sie offen fremdenfeindlich auf. „Sicherheit“ ist seitdem ein wichtiges Schlagwort. Sie veränderten langsam die Debatte, blieben aber gleichwohl politische Schmuddelkinder. Eine Koalition mit ihnen will keine der anderen Parteien eingehen. Bei der vergangenen Parlamentswahl 2014 erhielten sie fast 13 Prozent der Stimmen.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 62771.html

Als die Unterstützung für die Schwedendemokraten dann - insbesondere während der sog. "Flüchtlings"krise - immer weiter anstieg, war der Ministerpräsident gezwungen, die Grenzen zu schließen und die großzügige Asylpolitik zu beenden.
Man sieht daran, daß eine Oppositionspartei - auch wenn sie von den etablierten Parteien verachtet und nicht beachtet wird - durch ihre bloße Existenz im Parlament die übrigen Parteien zu einer Änderung der Politik zwingen kann. Im Gegensatz zu D. findet dann die Diskussion nicht nur in den talkshows des Fernsehens oder in den Medien statt, sondern es wird dort gestritten, wo der richtige Platz dafür ist: Im Parlament.
Ein Nebeneffekt: Während bei den talkshows usw. die Fernsehanstalten/die Medien die Möglichkeit haben, durch eine Auswahl der Gäste Einfluß auf den Gesprächsverlauf zu nehmen, ist das im Parlament - bis auf Geschäftsordnungstricks - nur eingeschränkt möglich.

Tinius
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Mittwoch 12. April 2017, 23:42

Aktuell vom 12.April:

Frauke Petry ist sich sicher, daß Landolf Ladig nicht zum Parteitag nach Köln kommt.

http://www.dnn.de/Mitteldeutschland/New ... dolf-Ladig

Tinius
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Freitag 14. April 2017, 12:15

Geil !!!

Der ganze Haufen demontiert sich:

https://michael-klonovsky.de/16-michael ... de-der-afd

Ach ja....Herr Klonovsky darf natürlich lustige Namen für Frauke und Brezel vergeben. Man nennt das wohl rechte Verfremdung.

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 14. April 2017, 12:48

Tinius hat geschrieben:
Freitag 14. April 2017, 12:15
Geil !!!

Der ganze Haufen demontiert sich:

https://michael-klonovsky.de/16-michael ... de-der-afd

Ach ja....Herr Klonovsky darf natürlich lustige Namen für Frauke und Brezel vergeben. Man nennt das wohl rechte Verfremdung.
Freu Dich 'mal nicht zu früh! :pfeif:
Frauke Petry trägt ihren Fahrschein ins Privatleben derzeit unter dem Herzen. Und Marcus Pretzell erscheint bereits in NRW weniger einflußreich zu sein als es Klonovsky darstellt.

Insgesamt erscheint der in Deinem Posting verlinkte Text von ihm eher mit heißem Herzen als mit kühlem Kopf geschrieben zu sein: Dem Herrn Klonovsky geht um seine Knete! :roll:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 14. April 2017, 13:24

Raphael hat geschrieben:
Freitag 14. April 2017, 12:48
Dem Herrn Klonovsky geht um seine Knete! :roll:
mit Recht!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Freitag 14. April 2017, 17:05

Und in Bayern kommt Bystron auch nicht besonders an.
Wenn er in diesem Stil weitermacht, rutscht seine Partei noch unter die fünf Prozent Hürde:
https://www.youtube.com/watch?v=rlYHkS8t9_E
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 14. April 2017, 18:10

Peti hat geschrieben:
Freitag 14. April 2017, 17:05
Und in Bayern kommt Bystron auch nicht besonders an.
Wenn er in diesem Stil weitermacht, rutscht seine Partei noch unter die fünf Prozent Hürde:
https://www.youtube.com/watch?v=rlYHkS8t9_E
Jawoll ......

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 16. April 2017, 12:59

umusungu hat geschrieben:
Freitag 14. April 2017, 13:24
Raphael hat geschrieben:
Freitag 14. April 2017, 12:48
Dem Herrn Klonovsky geht um seine Knete! :roll:
mit Recht!
Dieses Urteil erscheint vorschnell gefällt zu sein, denn:
Woher wollen Hochwürden wissen, ob die Angaben des Herrn Klonovsky korrekt sind? :detektiv:
Und:
Woher wollen Hochwürden wissen, ob die Angaben des Herrn Klonovsky die Sachlage vollständig wiedergeben? :detektiv:
Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Hallelujah singen!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 16. April 2017, 17:34

Raphael hat geschrieben:
Sonntag 16. April 2017, 12:59
umusungu hat geschrieben:
Freitag 14. April 2017, 13:24
Raphael hat geschrieben:
Freitag 14. April 2017, 12:48
Dem Herrn Klonovsky geht um seine Knete! :roll:
mit Recht!
Dieses Urteil erscheint vorschnell gefällt zu sein, denn:
Woher wollen Hochwürden wissen, ob die Angaben des Herrn Klonovsky korrekt sind? :detektiv:
Und:
Woher wollen Hochwürden wissen, ob die Angaben des Herrn Klonovsky die Sachlage vollständig wiedergeben? :detektiv:
Na ja, mitunter ist umusungu ein wenig vorschnell. Aber generell kann man ihm keinen Vorwurf machen, bekennt er sich doch nachweislich zu den Werten unseres Grundgesetzes (wenn es ihm denn paßt, denn er äußert nachweislich gewisse Zweifel):
umusungu hat geschrieben: Unsere Justiz urteilt hoffentlich ohne Ansehen der Person nach Recht und Gesetz!
Es scheint immer mal wieder in Erinnerung gerufen werden zu müssen ........ (aber katholisch sind wir bis aufs Blut!)
(Hervorhebung von mir zum besseren Verständnis)

http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... tz#p810119

Sag mal umusungu: Hälst die privatrechtliche Rechtsstreitigkeiten für ein wesentliches Kriterium der Stimmabgabe - sofern man nicht selbst betroffen ist?

Tinius
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Mittwoch 19. April 2017, 16:56

Frauke hat sich heute den Heimatschuss gegeben:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... kandidatur

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Mittwoch 19. April 2017, 17:55

Unser Kreuz hat keine Haken!

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 43900.html
mit brennender Sorge wenden sich die christlichen Kirchen in Köln gegen die AfD....

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Sascha B.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sascha B. » Mittwoch 19. April 2017, 18:02

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 19. April 2017, 17:55
Unser Kreuz hat keine Haken!

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 43900.html
mit brennender Sorge wenden sich die christlichen Kirchen in Köln gegen die AfD....
Vor 33 hatte es auch keine Haken, dann ging es recht schnell. In Österreich hatte es Krücken.
Sollte die AfD irgendwann regieren, was ich mir echt nicht Wünsche, sind solche Sprüche eh schnell wieder vergessen. Immerhin bezahlt der Staat die Herren Bischöfe ja ganz gut.

EDIT: Das soll kein genereller antikirchlicher Angriff sein, aber wer an bestimmten Orten auf sein Brustkreuz verzichtet ist kein Vorbild an Bekennermut und Standhaftigkeit.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Mittwoch 19. April 2017, 18:20

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 19. April 2017, 17:55
Unser Kreuz hat keine Haken!

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 43900.html
mit brennender Sorge wenden sich die christlichen Kirchen in Köln gegen die AfD....
Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider Deinen Nächsten. Wie auch immer man zur AfD stehen mag - mir ist sie zu wenig reaktionär im abendländischen Sinne - , ein national-sozialisches Programm vertritt sie nicht.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 19. April 2017, 18:34

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 19. April 2017, 17:55
Unser Kreuz hat keine Haken!

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 43900.html
mit brennender Sorge wenden sich die christlichen Kirchen in Köln gegen die AfD....
Die Kirchenvertreter erkennen offensichtlich überhaupt nicht, daß sie mit den ganzen Aufrufen kostenlose Werbung machen. Man hatte die AfD so schön aus den Schlagzeilen verbannt und jetzt kommt der Parteitag mit Großeinsatz von Polizei, zehntausenden von "Demonstranten" und jede gesellschaftliche Gruppe meint, ihren Senf dazugeben zu müssen. Abends gibt es wahrscheinlich Brennpunkte oder wie die Magazine sonst noch heißen mögen.

Den Medien bleibt doch nichts anderes übrig als zu berichten und welche Wirkung die ganze Berichterstattung hat, weiß niemand. Ist es denn so ausgeschlossen, daß es in die andere Richtung ("underdog", Mitleid oä) losgeht? Glaubt der Herr Stadtdechant denn wirklich, seine Worte würden potentielle AfD-Wähler umstimmen? :D

Ach so:
Die politische Hauptaufgabe des Journalisten in der postfaktischen BRD ist praktisch wieder dieselbe wie in der präfaktischen DDR: Oppositionskritik.
https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna - 18. April 2017 :D

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Edi
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Donnerstag 20. April 2017, 15:55

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 20. April 2017, 22:53

Kampfbeten gegen Rechts - Köln, die Amtskirchen und der kirchenamtliche Haß
Man unterschätze auch nicht die persönlichen Motive, die hier wirken. Zahlreiche Pfarrer, die Sonntag für Sonntag vor leeren Kirchbänken predigen müssen, sind tief frustriert, demoralisiert und therapiebedürftig. Indem sie sich am „Kampf gegen Rechts“ beteiligen, stehen sie wieder im Mittelpunkt des Interesses und therapieren sich selbst.
(...)
Zum islamistischen Terror und Machtanspruch und zum Leiden der Einheimischen schweigen unsere Amtskirchen hingegen. Auch die mörderischen Übergriffe gegen Christen in muslimischen Ländern lassen sie stumm bleiben.
Wie Sascha B schon richtig bemerkte: "Wer an bestimmten Orten auf sein Brustkreuz verzichtet ist kein Vorbild an Bekennermut und Standhaftigkeit."

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Donnerstag 20. April 2017, 23:46

Was kann die "Junge Freiheit" denn schon über die Kirchen sagen?" Die kennen sich dort nicht aus .....

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Hubertus
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 20. April 2017, 23:49

Edi hat geschrieben:
Donnerstag 20. April 2017, 15:55
http://www.faz.net/aktuell/politik/bund ... 78517.html
Interessanter Kommentar. Danke fürs Verlinken!
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Donnerstag 20. April 2017, 23:58

"Über den militanten Islam wollen Christen lieber nicht sprechen", was soll denn eine solche Ausage in einem Artikel über den Widerstand der Kirchen gegen die AfD?

Ja, es gibt bei den hiesigen Moslems eine große Zahl von Radikalen, von Militanten. Aber wie soll dagegen demonstriert werden?
Dieser Artikel suggeriert, dass "der Islam" militant sei .. was ein absoluter Unfug ist.

Wir erleben eine militante "Anti-Islam-Bewegung" mit vielen Terroranschlägen auf Flüchtlingsunterkünften, deren politische Arm die AfD ist.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Freitag 21. April 2017, 00:14

FAZ hat geschrieben:Die Kirchen sind aber weder [...] noch öffentliche Hygieneanstalten.
Reinhard Müller ruft Dich, umusungu, auf, nicht mehr einen auf Klofrau zu machen.

Nicht nur "Sedis" blicken, was los ist.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Freitag 21. April 2017, 11:16

umusungu hat geschrieben:
Donnerstag 20. April 2017, 23:58
"Über den militanten Islam wollen Christen lieber nicht sprechen", was soll denn eine solche Ausage in einem Artikel über den Widerstand der Kirchen gegen die AfD?

Ja, es gibt bei den hiesigen Moslems eine große Zahl von Radikalen, von Militanten. Aber wie soll dagegen demonstriert werden?
Dieser Artikel suggeriert, dass "der Islam" militant sei .. was ein absoluter Unfug ist.

Wir erleben eine militante "Anti-Islam-Bewegung" mit vielen Terroranschlägen auf Flüchtlingsunterkünften, deren politische Arm die AfD ist.
Nein. Natürlich ist er nicht militant. Seine schnelle Ausbreitung von der arabischen Halbinsel bis in Frankreichs grüne Auen binnen 100 Jahren verdankt er seinem sittlichen Wert, seinem Gebot der Nächstenliebe und der absoluten Gewaltfreiheit. Es war ein Skandal, dass Karl der Hammer diese Religion des Friedens mit blutiger Gewalt stoppte, sonst hätte sie Europa zu einem besseren Ort gemacht.

PS: Hohes Cartell, Du bist faktenresistenter, als die Kommunisten in meiner Kindheit. Ich hätte 1990 niemals geglaubt, dass ein Priester Jesu Christi in Ewigkeit schlimmer als jene sein könnte. Maranatha!
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Freitag 21. April 2017, 13:07

ar26 hat geschrieben:
Freitag 21. April 2017, 11:16
umusungu hat geschrieben:
Donnerstag 20. April 2017, 23:58
"Über den militanten Islam wollen Christen lieber nicht sprechen", was soll denn eine solche Ausage in einem Artikel über den Widerstand der Kirchen gegen die AfD?

Ja, es gibt bei den hiesigen Moslems eine große Zahl von Radikalen, von Militanten. Aber wie soll dagegen demonstriert werden?
Dieser Artikel suggeriert, dass "der Islam" militant sei .. was ein absoluter Unfug ist.

Wir erleben eine militante "Anti-Islam-Bewegung" mit vielen Terroranschlägen auf Flüchtlingsunterkünften, deren politische Arm die AfD ist.
Nein. Natürlich ist er nicht militant. Seine schnelle Ausbreitung von der arabischen Halbinsel bis in Frankreichs grüne Auen binnen 100 Jahren verdankt er seinem sittlichen Wert, seinem Gebot der Nächstenliebe und der absoluten Gewaltfreiheit. Es war ein Skandal, dass Karl der Hammer diese Religion des Friedens mit blutiger Gewalt stoppte, sonst hätte sie Europa zu einem besseren Ort gemacht.

PS: Hohes Cartell, Du bist faktenresistenter, als die Kommunisten in meiner Kindheit. Ich hätte 1990 niemals geglaubt, dass ein Priester Jesu Christi in Ewigkeit schlimmer als jene sein könnte. Maranatha!
Der Uhu hier, macht es seinem Chef in Rom nach, der ist auch betriebsblind.
Wenn man wissen will, was der Islam will, braucht man nur die Worte von Erdogan und das Verhalten der Saudis und ähnlicher zur Kenntnis nehmen. Dann weiß man, daß Europa islamisiert werden soll. In Saudiarabien darf man nicht mal eine Bibel haben oder als Besucher mitnehmen.
Solange die Mohammedaner bei uns in der Minderheit sind, gebärden sie sich moderater, wenn sie aber mal die Mehrheit haben, sieht es anders aus wie man anhand der Beispiele vieler islamischer Länder sehen kann, da werden Christen verfolgt. Aber selbst den Papst interessiert das kaum. Die hiesigen Islamvertreter wollen uns weis machen, der Islam bedeute Friede und Barmherzigkeit, aber selbst wenn man die islamischen Terroristen ausklammert, sieht man doch in bei vielen islamisch geprägten Ländern, daß Christen und andere nichtislamische Religionsanhänger oft verfolgt und unterdrückt werden. Selbst die unterschiedlichen Ausprägungen des Islam sind oft verfeindet und bekriegen sich wie wir seit langem auch im Irak und nun auch in Syrien sehen, aber auch anderswo. Wir müssen da nicht einmal den IS erwähnen. Aber ein hinterwäldlerischen Pfarrer muss das ja alles nicht zur Kenntnis nehmen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 22. April 2017, 14:04

Anschlag auf das Haus des Essener AfD-Politikers Guido Reil in Essen.

https://www.welt.de/regionales/nrw/arti ... tiker.html
Unbekannte demolierten Haus und Auto des AfD-Landtagskandidaten Guido Reil. „Fuck AfD“ und „Arbeiterverräter“ – gesprüht an die Hauswand und die Garage des Essener AfD-Politikers Guido Reil. Am Auto, das vor der Garage parkt, wurden alle Scheiben eingeschlagen, die Reifen zerstochen. Ein Blick in das Innere des Fahrzeugs zeigt: Auch hier waren die Täter zugange; die Lederausstattung wurde ebenfalls besprüht. Der Politiker selbst war zum Zeitpunkt des Anschlags nicht zu Hause, da er derzeit in Schleswig-Holstein auf Wahlkampftour ist.
PS: Bei uns habe ich noch kein AfD-Plakat gesehen und Wahlstände gab es heute in der Einkaufsstraße nur von den Altparteien (CDU, SPD, Grüne, FDP). Allerdings waren die auch nicht besucht und die Parteifreunde suchten nicht das Gespräch mit dem Bürger, sondern hielten sich an ihren Kaffeetassen fest.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Sonnabend 22. April 2017, 14:27

Habe heute vormittags auf Phoenix die Übertragung vom AFD Parteitag verfolgt:
Der niedersächsische AfD-Vorsitzende Armin Paul Hampel über die Kirche:
"In diesem Verein sollte keiner von uns Mitglied sein".
Danach großer Beifall im Saal.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 22. April 2017, 16:32

Kisslers Konter:

Kirchen gegen AfD - Die Einfalt der Vielfaltsapostel
Und sie wollen, kündigt die Ausschussvorsitzende an, den Politprotest hineintragen in die Gottesdienste, „mit einer Fürbitte oder dergleichen“ ein Zeichen der „Haltung“ setzen. Praktischerweise hält die Bibel Formulierungshilfe für solche Zwecke bereit. Man denke an das Gebet des Pharisäers: „Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute“, all diese „Ungerechten“.
:daumen-rauf:

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Sonnabend 22. April 2017, 16:48

Aber einen Aufruf zum Kirchenaustritt würde Kissler nicht unterstützen.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Yeti » Sonnabend 22. April 2017, 17:19

Peti hat geschrieben:
Sonnabend 22. April 2017, 14:27
Habe heute vormittags auf Phoenix die Übertragung vom AFD Parteitag verfolgt:
Der niedersächsische AfD-Vorsitzende Armin Paul Hampel über die Kirche:
"In diesem Verein sollte keiner von uns Mitglied sein".
Danach großer Beifall im Saal.
Hier einmal die kurze Rede von Paul Hampel im ganzen Zusammenhang (s. Link) mit Kennzeichnung der zuerst zitierten Passage:
Paul Hampel hat geschrieben:"Ja, liebe Mitstreiter, Herr Schmidt aus Bayern hat das gerade eben ganz gut ausgedrückt. Ich möcht's ein bisschen anders fassen, weil diejenigen unter uns, die einmal konfessionell gebunden waren oder sind ja ihre liebe Not mit den großen deutschen Amtskirchen haben. Ich bin vor 25 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten [Applaus] und als die Gemeinde dann in einem Brief nachfragte, ob ich freundlicherweise das begründen wolle, dann hab ich das gern getan. Und dann hab ich gesagt: Ich bleibe und bin ein überzeugter Christ und Lutheraner. Kommt in Köln vielleicht nur partiell rüber, aber da schlägt mein Herz. Aber ich habe allerhöchste Bedenken, weil ich an den lieben Gott glaube und weil ich daran glaube, dass ich eines Tages da oben vor dem Allmächtigen Rechenschaft ablegen muss, auch über die Zugehörigkeit zu einer Organisation, die längst das Wort 'christlich' aus ihrem Namen streichen sollte, weil sie das Christentum nicht mehr vertritt, liebe Freunde. [Applaus] Wenn die große Errungenschaft des christlichen Glaubens, nämlich die Botschaft der Liebe und die Botschaft des Vergebens so umkehrt wie das gerade Herr Schmidt formuliert hat in den Agitationen der beiden Kirchen gegen die Alternative für Deutschland, liebe Freunde, in dem Verein sollte keiner von uns mehr Mitglied sein, sondern sollte [...] durch den Austritt dokumentieren. [Applaus] Wir sind deshalb der Meinung, dass die Kirche nicht mehr den Staatsvertrag erfüllt, nämlich rechtstreu zu sein mit Kirchenasyl und anderem, das ist schon der Grund, diesen Antrag zu unterstützen, dass der Staat die Kirchensteuer nicht mehr einbringen sollte, das soll sie selber machen."
Rede Paul Hampel
#gottmensch statt #gutmensch

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 22. April 2017, 17:25

Peti hat geschrieben:
Sonnabend 22. April 2017, 16:48
Aber einen Aufruf zum Kirchenaustritt würde Kissler nicht unterstützen.
Da mußt Du ihn schon selber fragen.

Für mich wäre es jedenfalls nachvollziehbar, wenn z.B. Herr Reil, dessen Haus beschmiert und dessen Auto zerstört wurde, sich über einen Kirchenaustritt Gedanken machen würde. Es ist ja nicht nur Herr Reil, dessen Eigentum durch Anschläge beschädigt wurde. Selbst die WELT schrieb schon vor fast einem Jahr:
Es muss erschrecken, was dort an Angriffen auf eine Partei gesammelt wurde, die noch nicht einmal vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Das Spektrum reicht von Morddrohungen über Brandanschläge bis zu schwerer Sachbeschädigung an Parteibüros.
Angegriffen werden auch Privathäuser von Funktionären wie Parteivize Alexander Gauland, dessen Haus mit Farbbeuteln beworfen wurde. Und immer wieder trifft es die Berliner EU-Abgeordnete Beatrix von Storch, die mittlerweile unter Personenschutz des Landeskriminalamts steht.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... e-AfD.html

Zwar werden die Adressaten der kirchlichen Aufrufe (sofern sie überhaupt zur Kenntnis genommen werden) nicht zur Gewalt greifen. Gleichwohl wäre hier ein klares Wort auch notwendig. Aber stattdessen bezeichnet man die Parteivertreter "als politischen Arm" einer "militanten Anti-Islam-Bewegung" - ohne die militanten Linksradikalen und Antifa überhaupt zu erwähnen. Aber im "Kampf gegen rechts" scheint einigen alles erlaubt zu sein.

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Yeti
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Yeti » Sonnabend 22. April 2017, 17:32

Peti hat geschrieben:
Sonnabend 22. April 2017, 16:48
Aber einen Aufruf zum Kirchenaustritt würde Kissler nicht unterstützen.
Es ist doch völlig wurscht, was Kissler oder Paul Hampel unterstützen würde oder nicht. Dass ich einer Kirche angehöre, ist - wie eine Parteimitgliedschaft - eine persönliche Entscheidung. Leute, die sich gegen Kirchenmitgliedschaft aussprechen, findet man bei den Grünen, der Linkspartei und der SPD auch haufenweise. Interessanterweise forderten und fordern gerade modernistische Speerspitzen der Kirche aber nicht erst seit den 60-er Jahren und Karl Rahner vehement den "Dialog" mit diesen "der Kirche Fernstehenden" ein. Da klemmst du dir also wieder mal ein Argument unter die Arme, welches andere auch bringen, aber hier als Beispiel für die Unwählbarkeit der AfD von Christen dienen soll. Das funzt nicht.
#gottmensch statt #gutmensch

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