Mißbrauchsanschuldigungen I
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Im Forschungskonzept von Prof. Pfeiffer wird das geplante Vorgehen detaillierter dargelegt: http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/d ... brauch.pdf
Interessanter Gastbeitrag Pfeiffers in der Süddeutschen vom März 21:
http://www.sueddeutsche.de/politik/miss ... er-1.24359
Interessanter Gastbeitrag Pfeiffers in der Süddeutschen vom März 21:
http://www.sueddeutsche.de/politik/miss ... er-1.24359
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Wieso sollte nicht die Kirche selbst systematisch untersuchen lassen, was tatsächlich passiert ist?
Dass man dazu auf Personalakten zugreifen muss, versteht sich. Im Übrigen:
Dass man dazu auf Personalakten zugreifen muss, versteht sich. Im Übrigen:
So Pfeiffer im Interview mit der "Zeit": http://www.zeit.de/211/29/Interview-PfeifferAus Gründen des Datenschutzes, auf den sowohl Opfer als auch Täter ein Recht haben, kann man das Dokument nicht öffentlich zugänglich machen. Auch wir werden aus diesem Grund in unseren Texten strikt anonymisieren und zudem nicht erkennbar werden lassen, in welcher Diözese sich einzelne Vorfälle abgespielt haben.
- Robert Ketelhohn
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Pfeiffer mit drei -f-
Der Herr Pfeiffer hat sich offenbar gezielt den Bürokraten der Bischofs-
konferenz angedient, bis er den Auftrag bekommen hat.
Aus meiner Sicht freilich disqualifizieren ihn seine Beiträge zum Thema
eher. Zur abwegigen Behauptung, der Zölibat sei verantwortlich, wenn
Priester sich an Kindern vergingen, faselt er herum und redet von der
Notwendigkeit einer empirischen Untersuchung zur Überprüfung der
angeblichen Hypothese.
In Wahrheit entziehen die nackten, längst bekannten, auch Herrn Pfeif-
fer bekannten Zahlenverhältnisse jener Behauptung sofort den Boden,
und zwar so gründlich, daß es keiner weiteren Untersuchung bedarf.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein zum Zölibat verpflichteter Priester sich
an einem Kind vergeht, ist signifikant geringer (nämlich nur ein Bruch-
teil) als diejenige, daß eine sonstige geschlechtsreife männliche Person
dies tut.
Und ein zweites läßt Pfeiffer völlig außer acht. Er redet von Pädophilen,
vom Mißbrauch vorpubertärer Kinder. Wo haben wir das bei den (weni-
gen) Fällen im kirchlichen Raum? – Es geht da ganz überwiegend (zu
mindestens 80 %) um Sodomiten (oder homoerotisch Geprägte), die pu-
bertäre Jungen begrabschen (selten Schlimmeres). Der Rest entfällt auf
normal orientierte Männer, die zu jungen Mädchen zu nahe kommen. Im
Bevölkerungsdurchschnitt ist das Verhältnis gerade andersherum.
Daraus folgt eines ganz eindeutig: Die Kirche hat kein Zölibatsproblem,
sie hat auch kein Pädophilenproblem, o nein. Die Kirche hat aber seit ein
paar Jahrzehnten ein Schwuchtelproblem im Klerus. Deren Nester aber
rührt man nicht an. Da liegt der Hase im Pfeffer, oder das Schwein in der
Sülze.
konferenz angedient, bis er den Auftrag bekommen hat.
Aus meiner Sicht freilich disqualifizieren ihn seine Beiträge zum Thema
eher. Zur abwegigen Behauptung, der Zölibat sei verantwortlich, wenn
Priester sich an Kindern vergingen, faselt er herum und redet von der
Notwendigkeit einer empirischen Untersuchung zur Überprüfung der
angeblichen Hypothese.
In Wahrheit entziehen die nackten, längst bekannten, auch Herrn Pfeif-
fer bekannten Zahlenverhältnisse jener Behauptung sofort den Boden,
und zwar so gründlich, daß es keiner weiteren Untersuchung bedarf.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein zum Zölibat verpflichteter Priester sich
an einem Kind vergeht, ist signifikant geringer (nämlich nur ein Bruch-
teil) als diejenige, daß eine sonstige geschlechtsreife männliche Person
dies tut.
Und ein zweites läßt Pfeiffer völlig außer acht. Er redet von Pädophilen,
vom Mißbrauch vorpubertärer Kinder. Wo haben wir das bei den (weni-
gen) Fällen im kirchlichen Raum? – Es geht da ganz überwiegend (zu
mindestens 80 %) um Sodomiten (oder homoerotisch Geprägte), die pu-
bertäre Jungen begrabschen (selten Schlimmeres). Der Rest entfällt auf
normal orientierte Männer, die zu jungen Mädchen zu nahe kommen. Im
Bevölkerungsdurchschnitt ist das Verhältnis gerade andersherum.
Daraus folgt eines ganz eindeutig: Die Kirche hat kein Zölibatsproblem,
sie hat auch kein Pädophilenproblem, o nein. Die Kirche hat aber seit ein
paar Jahrzehnten ein Schwuchtelproblem im Klerus. Deren Nester aber
rührt man nicht an. Da liegt der Hase im Pfeffer, oder das Schwein in der
Sülze.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Pfeiffer mit drei -f-
Wo kann man diese Zahlenverhältnisse denn nachlesen?Robert Ketelhohn hat geschrieben:
die nackten, längst bekannten, auch Herrn Pfeif-
fer bekannten Zahlenverhältnisse (...)
- Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Pfeiffer äußert sich ja selber dazu, obgleich er die Zahlen „sicherheitshalber“
zuungunsten der Kirche verbiegt. – Abgesehen davon hatten wir das vor Mo-
naten bzw. voriges Jahr hier irgendwo diskutiert. Muß oben in diesem Strang
oder in seinem Vorgänger stecken.
zuungunsten der Kirche verbiegt. – Abgesehen davon hatten wir das vor Mo-
naten bzw. voriges Jahr hier irgendwo diskutiert. Muß oben in diesem Strang
oder in seinem Vorgänger stecken.
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- Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Übrigens ist noch mehr an Pfeiffers Äußerungen merkwürdig. Zum Beispiel
seine Mutmaßung, Opfer würden viel eher Täter aus dem Familienkreis an-
zeigen als einen Priester, weil dem gegenüber eine besondere Scheu bestehe.
Diese Idee hätte ich gern einmal empirisch belegt. Auf den ersten Blick plau-
sibel und psychologisch nachvollziehbar ist nämlich exakt das Gegenteil.
seine Mutmaßung, Opfer würden viel eher Täter aus dem Familienkreis an-
zeigen als einen Priester, weil dem gegenüber eine besondere Scheu bestehe.
Diese Idee hätte ich gern einmal empirisch belegt. Auf den ersten Blick plau-
sibel und psychologisch nachvollziehbar ist nämlich exakt das Gegenteil.
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- Christiane
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Re: Pfeiffer mit drei -f-
Und wo sind diese Nester deiner Meinung nach (ernstgemeinte Frage)?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Die Kirche hat aber seit ein
paar Jahrzehnten ein Schwuchtelproblem im Klerus. Deren Nester aber
rührt man nicht an.
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)
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- Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ich werde mich schwer hüten, hier eine öffentliche Liste aufzustellen.
Beispiele kannst du möglicherweise über die Suchfunktion des Kreuz-
gangs finden.
Beispiele kannst du möglicherweise über die Suchfunktion des Kreuz-
gangs finden.
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Re: Pfeiffer mit drei -f-
Nochmal: Wo finde ich denn diese Zahlenverhältnisse genau?Robert Ketelhohn hat geschrieben:
In Wahrheit entziehen die nackten, längst bekannten, auch Herrn Pfeif-
fer bekannten Zahlenverhältnisse jener Behauptung sofort den Boden,
und zwar so gründlich, daß es keiner weiteren Untersuchung bedarf.
Welche Äußerung im Interview meinst Du?
-
civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Die Einzelheiten der von der DBK in Auftrag gegebenen Projekte:
http://www.dbk.de/presse/details/?press ... e6bfa91c1a
Was das Ganze wohl kosten mag?
http://www.dbk.de/presse/details/?press ... e6bfa91c1a
Was das Ganze wohl kosten mag?
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Das habe ich mich auch gefragt.civilisation hat geschrieben:Die Einzelheiten der von der DBK in Auftrag gegebenen Projekte:
http://www.dbk.de/presse/details/?press ... e6bfa91c1a
Was das Ganze wohl kosten mag?
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
- Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Sieh da: http://www.kreuz.net/article.13532.html
Geheimes Dokument der Deutschen Bischofskonferenz
Das wollen die deutschen Bischöfe mit ihren Priestern machen
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- Robert Ketelhohn
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Falls sich einer wundert, wie kreuz.net da drankommt: Die Frage ist in diesem Fall leicht
zu beantworten:
zu beantworten:
- Es müssen alle 27 Diözesen ihre Personalakten rausrücken.
- Einige konnten, wie man hört, nur durch massiven Druck „überredet“ werden.
- Viele Priester jeglicher Couleur sind entsetzt, wie mit ihren Personalakten verfahren
wird. - Das sich da irgendwo ein frustrierter Ordinariatsrat findet, der das ganze Ding an
kreuz.net schickt, kann nicht verwundern. Im Gegenteil, ich schätze, kreuz.net kann
aus diversen Quellen schöpfen.
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Obwohl ich ab dem 1. Dezember 2011 in Pension geschickt werde, frage ich mich schon, ob es denn überhaupt möglich ist, dass die Bischöfe so ohne Weiteres und ohne die Zustimmung der Betroffenen die einschlägigen Personalakten einsehbar machen dürfen.
Wie steht es denn mit dem Vertrauen in den Datenschutz?
Könnte ich gegebenenfalls meinen Anwalt beauftragen, meine Personalakte im bischöfl. Ordinariat unter Verschluss zu halten? Nicht, weil ich etwa "Dreck am Stecken" hätte, sondern, weil es mir einfach sauer aufstößt, dass ich da irgendwem, den ich nicht kenne, ihm also auch nicht vertraue, Einsicht in meine Akte gewähren soll!
+L.
Wie steht es denn mit dem Vertrauen in den Datenschutz?
Könnte ich gegebenenfalls meinen Anwalt beauftragen, meine Personalakte im bischöfl. Ordinariat unter Verschluss zu halten? Nicht, weil ich etwa "Dreck am Stecken" hätte, sondern, weil es mir einfach sauer aufstößt, dass ich da irgendwem, den ich nicht kenne, ihm also auch nicht vertraue, Einsicht in meine Akte gewähren soll!
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Ich finde es ungeheuerlich, was da geplant ist. Ich würde an Deiner Stelle der Weitergabe der Daten widersprechen. (Vielleicht können die Juristen hier im Forum etwas dazu sagen.)Lupus hat geschrieben: Könnte ich gegebenenfalls meinen Anwalt beauftragen, meine Personalakte im bischöfl. Ordinariat unter Verschluss zu halten? Nicht, weil ich etwa "Dreck am Stecken" hätte, sondern, weil es mir einfach sauer aufstößt, dass ich da irgendwem, den ich nicht kenne, ihm also auch nicht vertraue, Einsicht in meine Akte gewähren soll!
+L.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Zum Einstieg:
Für die Bistümer gilt nicht das staatliche Datenschutzrecht (das Bundesdatenschutzgesetz und die Datenschutzgesetze der Länder), sondern (aufgrund des Selbstverwaltungsrechts der Kirche) kirchliches Datenschutzrecht, das heißt die "Anordnungen über den kirchlichen Datenschutz (KDO)" der Bistümer, die vom Bischof erlassen werden. Auch sind für besondere Lebensbereiche wie kirchliche Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Friedhöfe, Archive und für den Umgang mit moderner Technik besondere Vorschriften erlassen worden.
Weitere Infos auf:
http://www.datenschutz-kirche.de/sites/ ... ah_26.pdf
und
http://www.datenschutz-kirche.de/node/9
Daraus:
An den könntest Du Dich auf jeden Fall wenden, Lupus!
Für die Bistümer gilt nicht das staatliche Datenschutzrecht (das Bundesdatenschutzgesetz und die Datenschutzgesetze der Länder), sondern (aufgrund des Selbstverwaltungsrechts der Kirche) kirchliches Datenschutzrecht, das heißt die "Anordnungen über den kirchlichen Datenschutz (KDO)" der Bistümer, die vom Bischof erlassen werden. Auch sind für besondere Lebensbereiche wie kirchliche Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Friedhöfe, Archive und für den Umgang mit moderner Technik besondere Vorschriften erlassen worden.
Weitere Infos auf:
http://www.datenschutz-kirche.de/sites/ ... ah_26.pdf
und
http://www.datenschutz-kirche.de/node/9
Daraus:
In Ausübung des Selbstverwaltungsrechts hat die Katholische Kirche auch eigene Aufsichtsbehörden geschaffen, die die Anwendung des Rechts überwachen. In jedem Bistum gibt es daher einen Diözesandatenschutzbeauftragten. Er wird unmittelbar vom Bischof bestellt und nimmt sein Amt unabhängig wahr. (...) Darüber hinaus ist er Ansprechpartner für jeden, der sich durch kirchliche Datenverarbeitung in seinen Rechten verletzt fühlt.
An den könntest Du Dich auf jeden Fall wenden, Lupus!
-
civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Hab's gefunden:Niels hat geschrieben:Das habe ich mich auch gefragt.civilisation hat geschrieben:Die Einzelheiten der von der DBK in Auftrag gegebenen Projekte:
http://www.dbk.de/presse/details/?press ... e6bfa91c1a
Was das Ganze wohl kosten mag?
Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/pol ... 92276.htmlDas KFN-Forschungsprojekt kostet die Bistümer 5 Euro.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Hier die Liste der Datenschutzbeauftragten der Bistümer: http://www.datenschutz-kirche.de/ansprechpartneriustus hat geschrieben:In Ausübung des Selbstverwaltungsrechts hat die Katholische Kirche auch eigene Aufsichtsbehörden geschaffen, die die Anwendung des Rechts überwachen. In jedem Bistum gibt es daher einen Diözesandatenschutzbeauftragten. Er wird unmittelbar vom Bischof bestellt und nimmt sein Amt unabhängig wahr. (...) Darüber hinaus ist er Ansprechpartner für jeden, der sich durch kirchliche Datenverarbeitung in seinen Rechten verletzt fühlt.
An den könntest Du Dich auf jeden Fall wenden, Lupus!
-
civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Sieh da: http://www.kreuz.net/article.13532.html
Geheimes Dokument der Deutschen Bischofskonferenz
Das wollen die deutschen Bischöfe mit ihren Priestern machen
Hört, hört ...
Ich finde es gar nicht mal so schlecht, daß das Dokument offenbar +.net zugespielt worden ist.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Im auf +.net veröffentlichten Dokument ist alles haarklein aufgelistet.civilisation hat geschrieben:Hab's gefunden:Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/pol ... 92276.htmlDas KFN-Forschungsprojekt kostet die Bistümer 5 Euro.
Dieses Projekt wird mit deutscher Gründlichkeit durchgeführt. Und wird Fragen beantworten wie diese:Das KFN beantragt zur Durchführung der oben skizzierten Untersuchung beim VDD eine Projektforderung in Höhe von 445.471 €.
Oder aber auch:Wie haben sich die Zahlen der vier Tätertypen im Laufe der 65 Jahre verändert? Bestätigt sich auch für Deutschland der in den USA ermittelte Befund aus der Aktenanalyse des John Jay Colleges(*1), wonach die Quote der pädophilen Täter über die Jahrzehnte hinweg relativ konstant bleibt, während der starke Rückgang der Missbrauchszahlen dort vor allem darauf beruht, dass die Zahl der „Ersatzhandlungstäter“ seit den 7er Jahren drastisch gesunken ist?
Wir dürfen gespannt, wie die Homosexuellengruppierungen auf das Ergebnis reagieren. Wahrscheinlich absehbar.• Welche Besonderheiten weisen Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige, die Täter des sexuellen Missbrauchs waren, im Hinblick auf ihre Kindheit, ihre Jugend und ihr soziales Umfeld auf? Welche Besonderheiten ergeben sich hier im Hinblick auf die Täter, die zur Durchsetzung ihrer Missbrauchswünsche oder als Mittel der sexuellen Befriedigung Gewalt eingesetzt haben?
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Man darf getrost davon ausgehen, daß diese offensichtliche Besonderheit weitgehend ignoriert wird. Zwei Papis sind ja heute auch nichts Besonderes mehr, die gibt es seit den 90ern schon im Nachmittagsfernsehen.Torsten hat geschrieben:Wir dürfen gespannt, wie die Homosexuellengruppierungen auf das Ergebnis reagieren. Wahrscheinlich absehbar.• Welche Besonderheiten weisen Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige, die Täter des sexuellen Missbrauchs waren, im Hinblick auf ihre Kindheit, ihre Jugend und ihr soziales Umfeld auf? Welche Besonderheiten ergeben sich hier im Hinblick auf die Täter, die zur Durchsetzung ihrer Missbrauchswünsche oder als Mittel der sexuellen Befriedigung Gewalt eingesetzt haben?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Noch aufschlussreicher ist der heutige Kreuz.net Artikel zu diesem Thema:
http://www.kreuz.net/article.13539.html
Mit der Untersuchung betraut wird das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.: http://www.kfn.de/home.htm . Direktor dieses Ladens ist ein ehemalige Sozen-Justizminister, der seinerzeit im Jahr 2 den angeblichen Mord im Schwimmbad in Sebnitz/Sachsen kolportiere, welcher sich später als heiße Luft herausstellte.
Kurzum die Sache ist ein einziger Skandal. Man könnte fast meinen, hier wird gezielt versucht, mittels von ein paar verirrten Schafen das katholische Priestertum in Deutschland zu demontieren bzw. unbequeme Geistliche platt zu machen. Dabei dürfen sich linksliberale "Wissenschaftler" mit unseren Kirchensteuern auch noch den Wanst in Höhe einer halben Million Euro vollschlagen.
@ Lupus
Du solltest Dich im Interesse Deiner jüngeren Mitbrüder, die möglicherweise nicht so mutig sein können, mit allen kirchenrechtlich gebotenen Mitteln dagegen zur Wehr setzen. Suche Dir einen im katholischen Kirchenrecht bewanderten, von den Ordinariaten unabhängigen Anwalt und lege Rechtsmittel gegen die "Verwendung" Deiner Personalakte ein.
http://www.kreuz.net/article.13539.html
Mit der Untersuchung betraut wird das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.: http://www.kfn.de/home.htm . Direktor dieses Ladens ist ein ehemalige Sozen-Justizminister, der seinerzeit im Jahr 2 den angeblichen Mord im Schwimmbad in Sebnitz/Sachsen kolportiere, welcher sich später als heiße Luft herausstellte.
Kurzum die Sache ist ein einziger Skandal. Man könnte fast meinen, hier wird gezielt versucht, mittels von ein paar verirrten Schafen das katholische Priestertum in Deutschland zu demontieren bzw. unbequeme Geistliche platt zu machen. Dabei dürfen sich linksliberale "Wissenschaftler" mit unseren Kirchensteuern auch noch den Wanst in Höhe einer halben Million Euro vollschlagen.
@ Lupus
Du solltest Dich im Interesse Deiner jüngeren Mitbrüder, die möglicherweise nicht so mutig sein können, mit allen kirchenrechtlich gebotenen Mitteln dagegen zur Wehr setzen. Suche Dir einen im katholischen Kirchenrecht bewanderten, von den Ordinariaten unabhängigen Anwalt und lege Rechtsmittel gegen die "Verwendung" Deiner Personalakte ein.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!
- Christiane
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Leute, lasst uns für unsere Priester beten. Sie brauchen unsere Unterstützung. Was hier abgeht, ist echt nicht mehr normal.
"Die Demokratie feiert den Kult der Menschheit auf einer Pyramide von Schädeln." - Nicolás Gómez Dávila
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)
"Gott kann machen, dass eine Communio entsteht zwischen dem Idiot und dem Arschloch." (Ausspruch auf einem NK-Gemeinschaftstag)
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Haben wir nicht einen Thread zu Verschwörungstheorien?ar26 hat geschrieben: Man könnte fast meinen, hier wird gezielt versucht, mittels von ein paar verirrten Schafen das katholische Priestertum in Deutschland zu demontieren bzw. unbequeme Geistliche platt zu machen.
Das katholische Priestertum in Deutschland wird schon seit mehreren Jahrzehnten systematisch demontiert und unbequeme Geistliche werden plattgemacht. Dagegen ist die Forschung anhand von Personalakten doch allenfalls die Spitze des Eisbergs!
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Anscheinend sollen doch Kirchenmitarbeiter unter Aufsicht eines KFN-Teams, bestehend aus pensionierten Staatsanwälten und Richtern, die Akten auf Hinweise zu sexuellen Übergriffen durchsuchen. In einem zweiten Schritt soll das KFN-Team die Verdachtsakten auswerten.
Also geschieht doch da etwas, dass ohnehin geschehen sollte: Kirchenmitarbeiter sollten anhand der Personalakten Verdachtsfälle ermitteln. Dass sie sich dabei externen Sachverstandes bedienen, halte ich nicht für verkehrt.
Und nochmal: Die Texte des KFN werden strikt anonymisiert und es wird nicht erkennbar sein, in welcher Diözese sich einzelne Vorfälle abgespielt haben.
Ich kann da keinen Skandal erkennen.
Also geschieht doch da etwas, dass ohnehin geschehen sollte: Kirchenmitarbeiter sollten anhand der Personalakten Verdachtsfälle ermitteln. Dass sie sich dabei externen Sachverstandes bedienen, halte ich nicht für verkehrt.
Und nochmal: Die Texte des KFN werden strikt anonymisiert und es wird nicht erkennbar sein, in welcher Diözese sich einzelne Vorfälle abgespielt haben.
Ich kann da keinen Skandal erkennen.
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Auch wenn das seitens der DBK und des KFN verneint wird, so werden m.E. alle Priester unter Generalverdacht gestellt. Das ist imho der Knackpunkt. Die DBK und damit jeder einzelne Bischof, der diesem Projekt zugestimmt hat, sind auf einem vollkommen falschen Weg.
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
civilisation hat geschrieben:Auch wenn das seitens der DBK und des KFN verneint wird, so werden m.E. alle Priester unter Generalverdacht gestellt. Das ist imho der Knackpunkt. Die DBK und damit jeder einzelne Bischof, der diesem Projekt zugestimmt hat, sind auf einem vollkommen falschen Weg.
Das ist exakt das Hauptproblem dabei. Verdachtsunabhängig werden alle katholischen Priester (warum nur diese und nicht auch andere Angestellte?) als potentielle "Täter" gebrandmarkt. Das sollte mal einer mit allen Lehrern probieren, oder mit allen Mitarbeitern von VW ... da gibt's bestimmt auch Mißbrauchsfälle.
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Bischöfe sind ja auch Priester.
Werden ihre Personalakten auch untersucht?
Werden ihre Personalakten auch untersucht?
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
civilisation hat geschrieben:Bischöfe sind ja auch Priester.
Werden ihre Personalakten auch untersucht?
Inwieweit wird bei den oben genannten Personen das Wissen herrschen, dass Bischöfe auch Priester sind?Christian Pfeiffer / Lena Stadler
1. Die fünf Ziele des Forschungsprojekts
a) Die Untersuchung soll erstens belastbare Zahlen zum sexuellen Missbrauch durch Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige erbringen
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Eine gute Frage. Angesichts der Vorfälle in Belgien (oder war's in Holland?) und Österreich wäre das durchaus sinnvoll.civilisation hat geschrieben:Bischöfe sind ja auch Priester.
Werden ihre Personalakten auch untersucht?
Was mich auch noch interessieren würde: Dürfen Priester eigentlich selbst jederzeit Einsicht in ihre Personalakte nehmen?
Aus meiner Studienzeit gibt es für mich auch eine, aber die hab ich noch nie zu Gesicht gekriegt. Muß ich direkt mal nachfragen, wie das ausschaut.
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civilisation
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Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Nach dem öffentlichen Dienstrecht können Beamte jederzeit ihre Personalakten einsehen. Personalakten werden sogar auch an andere Behörden weitergegeben (z.B. im Rahmen von Bewerbungen bei anderen Dienstherren).
Nur da steht u.U. nicht das Interessanteste drin. Dafür werden nämlich noch andere Akten geführt (nennen sich "Personalunterlagen" oder auch "Beiakten"), die nicht zu den eigentlichen "Personalakten" zählen.
Wie das allerdings bei Kirchens aussieht, weiß ich nicht. Könnte aber ähnlich wie im öffentlichen Dienstrecht sein. Und bei einzelnen Priestern, die stark im "Rampenlicht" des öffentlichen Interesses (z.B. Beschwerden) stehen, wird es sicher auch komplizierter (Umfang!!).
Nur da steht u.U. nicht das Interessanteste drin. Dafür werden nämlich noch andere Akten geführt (nennen sich "Personalunterlagen" oder auch "Beiakten"), die nicht zu den eigentlichen "Personalakten" zählen.
Wie das allerdings bei Kirchens aussieht, weiß ich nicht. Könnte aber ähnlich wie im öffentlichen Dienstrecht sein. Und bei einzelnen Priestern, die stark im "Rampenlicht" des öffentlichen Interesses (z.B. Beschwerden) stehen, wird es sicher auch komplizierter (Umfang!!).
Re: Mißbrauchsanschuldigungen
Dem Widerspruch gerade von Priestern gegen das Screening ihrer Akten räume ich weniger Chancen ein - Priestern gegenüber können die Bischöfe auf deren Versprechen des Gehorsams rekurrieren.
An einer vorbeugenden Demontage von Prof. Pfeiffer würde ich mich nicht beteiligen. Pfeiffer versteht nicht nur sein Handwerk (das würde ich als statistische Rechtssoziologie bezeichnen), er hat auch schon öfter erkennen lassen, daß er sich nicht auf political correctness verpflichten läßt und dafür Ärger mit seiner Partei bekommen.
Mehr Sorgen bereitet mir, daß man (ich weiß nicht genau, wer das propagiert) an den "Erkenntnissen" der John Jay-Studie zu orientieren scheint.
Womit wir umstandslos wieder beim Lieblingsthema Zölibat wären.
An einer vorbeugenden Demontage von Prof. Pfeiffer würde ich mich nicht beteiligen. Pfeiffer versteht nicht nur sein Handwerk (das würde ich als statistische Rechtssoziologie bezeichnen), er hat auch schon öfter erkennen lassen, daß er sich nicht auf political correctness verpflichten läßt und dafür Ärger mit seiner Partei bekommen.
Mehr Sorgen bereitet mir, daß man (ich weiß nicht genau, wer das propagiert) an den "Erkenntnissen" der John Jay-Studie zu orientieren scheint.
Dieser so daregestellte Befund wird von den John Jay-Leuten nämlich dahingehend interpretiert, daß "Ersatzhandlungen" deshalb nicht mehr nötig sind, weil die Bischöfeseit dieser Zeit den diskreten Zölibatsbruch (wohlanständiges Konkubinat oder Mätressentum) stillschweigend tolerierten und damit die armen triebgesteuerten Priester von der Notwendigkeit befreiten, in der Sakristei über süße Ministranten herzufallen.Wie haben sich die Zahlen der vier Tätertypen im Laufe der 65 Jahre verändert? Bestätigt sich auch für Deutschland der in den USA ermittelte Befund aus der Aktenanalyse des John Jay Colleges(*10), wonach die Quote der pädophilen Täter über die Jahrzehnte hinweg relativ konstant bleibt, während der starke Rückgang der Missbrauchszahlen dort vor allem darauf beruht, dass die Zahl der „Ersatzhandlungstäter“ seit den 70er Jahren drastisch gesunken ist?
Womit wir umstandslos wieder beim Lieblingsthema Zölibat wären.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)