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 Das Heilige Meßopfer im überlieferten Ritus 

Wer hat schon einmal an einer Messe im überlieferten Ritus - nach der Liturgiereform - teilgenommen
Ja, ich - es sollte mehr Messen im alten Ritus geben 55%  55%  [ 40 ]
Ja, ich - gut daß es die Liturgiereform gibt 11%  11%  [ 8 ]
Nein, aber ich würde gerne eine solche Messe besuchen 21%  21%  [ 15 ]
Nein, kommt auch nicht in Frage 14%  14%  [ 10 ]
Abstimmungen insgesamt : 73

 Das Heilige Meßopfer im überlieferten Ritus 
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Ketelhohn hat geschrieben:
Edith hat geschrieben:
»- Rosenkranzbeten während der Messe«

Ist mir nicht aufgefallen.

Edith hat geschrieben:
»- lesen von frommen Büchlein während der Messe«

Du meinst doch nicht etwa den Schott, oder?

(Denk nur, bei uns hier lesen in der „neuen“ Messe fast alle irgendwelche Bücher. Die liegen sogar am Eingang aus. Drauf steht »Gotteslob« oder so.)


Rosenkranz: wird natürlich leise gebetet, aber laut genug, um den Davorknienden zu nerven. Besonders während der Wandlung finde ich das extrem ehrfurchtslos vor der Heiligen Handlung.....

Schott: natürlich nicht! das wäre ja Liturgie. (wenn man litugische Texte mitlesen würde). Nein, es sind so fromme Hefterl...


Donnerstag 30. Oktober 2003, 21:41
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Pinguin hat geschrieben:
Zitat:
Knie dich mal in einer solchen Messe NICHT zur Wandlung oder Kommunion hin.... - wenn Blicke töten könnten.

Umgekehrt, bleib mal mancher Orts heute im nachkonziliaren Ritus nach der Wandlung knien,.........der Blick des Priesters ist dir gewiss, und was für einer.


eben, das meine ich. Beiderseits ist das völlig blöd un unchristlich.

Ich kenne übrigens hier in München keine Gemeinde, wo jemand komisch angesehen wird, der kniet. In München kniet man bis zum Geheimnis des Glaubens......(fast) überall.

Aber... ich würde es auch nicht bemerken :-) .... da ich da meist die Augen geschlossen habe - ob ich stehe oder knie :)


Donnerstag 30. Oktober 2003, 21:45
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Juergen hat geschrieben:
Nur ein Gerücht ?!

Soeben hörte ich, daß angeblich (!) am Montag nach Allerheiligen im Paderborner Dom das Kapitelsamt als Requiem (Kapitelsrequiem) für den verstorbenen Erzbischof, die verstorbenen Weihbischöfe und verstorbenen Domkapitulare im alten Ritus gefeiert wird.


Geh am besten hin und erzähle, wie es war ...


Donnerstag 30. Oktober 2003, 23:07
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Tullius hat geschrieben:
»Aber es gibt auch gute Gründe nicht zu knien.«

Holzbein zum Beispiel.

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Donnerstag 30. Oktober 2003, 23:11
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ivanhoe hat geschrieben:
na ja, eigentlich gab es nur eine Auseinandersetzung und zwar die mit Erzbischof Lefebvre. Aus dieser Auseinandersetztung entstand später die Piusbruderschaft.


Seine Eminenz Erzbischof Lefebvre hat die Piusbruderschaft soweit ich weiß 1970 gegründet. Es ist richtig, daß er wohl der Einzige war, der die überlieferte Liturgie bis in die späten achtziger Jahre hinübergerettet hat.
Im Nachgang zu seiner Exkommunikation (die wegen unerlaubter Bischofsweihen, nicht aber wegen der alten Messe erfolgte, haben sich einige Priester der Piusbruderschaft gelöst und im Einvernehmen mit Rom die Petrusbruderschaft gegründet.

Zitat:
Summa Summarum: die Bewahrung der alten Liturgie dient nicht nur den Gläubigen, die die Messe anders feiern möchten, sondern sie ist ein Bestandteil der Bewahrung des (römisch-katholischen) Glaubens.


Das ist richtig. Der überlieferte Ritus wird aber keineswegs nur von der Petrusbruderschaft gepflegt, sondern auch von einigen Klöstern, Instituten (z.B. Christus König), einigen "freien" Gemeinden sowie z.B. von einigen Initiativen, die u.a von S.E. Kardinal Meisner unterstützt werden. Vor einigen Monaten wurde die alte Messe auch in Rom von Kardinal Hoyos - zum ersten Mal nach der Litrugiereform - wieder gefeiert.

Fakt ist auch, daß der überlieferte Ritus längst nicht mehr "nur für die ältere Generation" beibehalten wird, sondern immer mehr bei jungen Menschen, jungen Familien und auch bei jungen Priesteramtskandidation wiederentdeckt wird.
Sicher geht es auch um die Theologie, die dahintersteckt - aber auch um eine echte Alternative zu liturgischen Angeboten, die immer mehr Menschen nicht mehr ansprechen, weil sie ihre Zeit hinter sich haben.

Ob eine Indultregelung noch seine Berechtigung hat, wage ich zu bezweifeln.


Donnerstag 30. Oktober 2003, 23:20
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Stefan hat geschrieben:
...einigen "freien" Gemeinden...

freien Gemeinden?
wen meinst Du?


Freitag 31. Oktober 2003, 00:05
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Beitrag 
Stefan hat geschrieben:
Ob eine Indultregelung noch seine Berechtigung hat, wage ich zu bezweifeln.


Ich auch. Denn wenn der alte Ritus niemals abrogiert (abgeschafft) wurde (was eine mehrköpfige Kardinalkommission im Auftrag des Papstes schon vor Jahren festgestellt hat), sind Indultregelungen überflüssig.

Übrigens kommen in Frankreich mittlerweile ein Viertel der Neupriester aus Orden oder Gemeinschaften geweiht, die nur den alten Ritus pflegen.


Freitag 31. Oktober 2003, 00:45
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Niels hat geschrieben:
Stefan hat geschrieben:
Übrigens kommen in Frankreich mittlerweile ein Viertel der Neupriester aus Orden oder Gemeinschaften geweiht, die nur den alten Ritus pflegen.


ja das glaub ich gerne.
Nur meine ich, daß das nicht am Ritus als solchem liegt, in dem zelebriert wird, sondern an der Spiritualität, die gepflegt wird.


Freitag 31. Oktober 2003, 07:54
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Wenn du mal die Orationen des alten und des neuen Ordo Missæ vergleichst, dann wird dir vielleicht auffallen, daß darin heute ein anderer Geist herrscht. Die Rede von unserer Sünde, unserer Schwachheit und unserm Unvermögen ebenso wie der flehentliche Ruf um das Erbarmen Gottes wurden weitgehend eliminiert zugunsten frommen Selbstbewußtseins, das auf eigene Kraft und Gutheit setzt und gelegentlich, wenn uns nicht alles gleich ganz leicht gelingt, Gott um etwas Hilfe bittet, er möge uns doch mal eben zur Hand gehen.

Dies ist in der Tendenz bereits im lateinischen Original des Novus Ordo sehr deutlich greifbar, in der deutschen Übersetzung wird es vollends manifest. Ich weiß, daß viele sich dieses verborgenen Pelagianismus des Novus Ordo nicht bewußt sind. Die Gewöhnung tut ihr Teil. Lex orandi, lex credendi: Das gilt auch hier. Das Gebet lehrt den Glauben, und wenn das Gebet leer ist, dann leert es ihn.

Um also dieser Gefahr zu entgehen, vergleicht selber einmal. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wirst du mir sofort zustimmen, oder deine Reaktion angesichts der Texte des alten Ordo wird sein: O nein, diese altertümliche Sprache versteht man doch kaum mehr, das kann man heutzutage niemandem zumuten.

Ist dies deine Reaktion, dann sage ich dir: Falsch, du kennst dich selber nicht. Deine unwillkürliche Aversion gegen diese Texte kommt nicht von der Sprache oder deren Altertümlichkeit, sondern von der Sache, vom Inhalt: Dieser ist dir zuwider, erscheint so gar veraltet und modernen Menschen gar nicht zumutbar. Wie kann einer es wagen, dich als nichtswürdig und unnütz zu bezeichnen! Bist du nicht deinem Mann und deiner Frau immer treuer Gatte gewesen? Hast gesorgt um deine Familie? Hast sogar freiwillig und ehrenamtlich der Kirche Dienste geleistet?

Das soll doch nun auch mal anerkannt werden, oder? Leistung muß sich lohnen. Klar, alles hast du auch nicht allein geschafft, und manchmal ist’s schon praktisch, wenn einer mitanpackt. Dafür ist Gott doch auch da. Aber dein Lebenswerk, das soll dir keiner nehmen.

Denkste, erwidere ich. Einen Sсhеіßdreck hast du dir verdient. Nichts hast du geleistet, was am Ende zählt. Und nichts ist dir nötiger als das Gebet nach Art des Psalms 50 (51), nach Art der alten Orationen des früheren römischen Ritus. Wehe dem Hirten, der dich darum bringt.

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Freitag 31. Oktober 2003, 10:10
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Ketelhohn hat geschrieben:
... Lex orandi, lex credendi: Das gilt auch hier. Das Gebet lehrt den Glauben, und wenn das Gebet leer ist, dann leert es ihn. ...

Dieser Grundsatz von Prosper von Aquitanien behält m.E übrigens in beide Richtungen verstanden seine Gültigkeit.

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Freitag 31. Oktober 2003, 10:18
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Zuletzt geändert von Lucia am Mittwoch 16. Februar 2005, 21:50, insgesamt 1-mal geändert.



Freitag 31. Oktober 2003, 11:00
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Ketelhohn hat geschrieben:
...Denkste, erwidere ich. Einen Sсhеіßdreck hast du dir verdient. Nichts hast du geleistet, was am Ende zählt. Und nichts ist dir nötiger als das Gebet nach Art des Psalms 50 (51), nach Art der alten Orationen des früheren römischen Ritus. Wehe dem Hirten, der dich darum bringt.

Oh, ja, PS 50 (51) - bald kann ich ihn wieder in der Sprache der Kirche singen, - während der Prozession bei der Messe der Elendenbruderschaft am Mittwoch nach Allerheiligen.

Aber mal zurück zum alten Ritus:
Schon die Gegenüberstellung "alter Ritus" vs. "Neuer Ritus" halte ich nicht für sehr hilfreich. Eine solche Gegenüberstellung fordert gleichsam eine Entscheidung heraus. Bin ich für diesen oder für jenen. Das übersieht, daß es in beiden Riten positives wie negatives gibt. Ein wertungsfreies Nebeneinander der beiden Riten wäre schon besser.
Ich bin in dieser Hinsicht sehr für eine "Angebotskirche", d.h. daß beide Riten gleichberechtigt nebeneinander angeboten werden. Wem das eine gefällt, der geht da hin; wem das andere gefällt, dort hin. Ebenso befürworte ich es, wenn eine Gemeinde einen "Dies orientalis" anbietet, also mal eine Messe in einem Ostkichenritus.

Beim alten Ritus halte ich z.B. die Bestimmung, daß für alle Sonntage des Advents und der Zeit nach Pfingsten die Dreifaltigkeitspräfation vorgeschrieben ist. Das Festgeheimnis dieser Präfation ist nicht mehr ein Heilsdatum, sondern ein dogmatisches Bekenntnis. Hier preist die Kirche den dreifaltigen Gott, der zwar "irgenwie noch" etwas mit dem Heil der Menschen zu tun hat, aber diese wird nicht mehr konkret fassbar in einer Heilstat.


Freitag 31. Oktober 2003, 11:25
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Lucia Hünermann hat geschrieben:
Gerade beim Beten mit den Kindern empfinde ich es doch als wertvoll, in der Sprache der Kinder zu beten, und die verstehen "gebenedeit" oder "nichtswürdig" nun mal nicht.
was verstehen sie dann? - "... pi, pi, pi, wir haben uns alle lieb!..." ? - ist das alles, was man ihnen vermittelt?
Dann bleiben die Kinder weiterhin Kinder, auch dann, wenn sie 60 oder älter sind.

Lucia Hünermann hat geschrieben:
Wenn ich allerdings von Gott nur in einer Sprache spreche, die mit der Alltagssprache der Kinder nichts zu tun hat, dann schleicht sich schnell der Verdacht ein: "Gott hat mit meinem Alltag nichts zu tun".
bei wem? - bei den Kindern oder bei den Erwachsenen? Wenn die Kinder die Bedeutung solcher Begriffe wie "gebenedeit" und "nichtswürdig" nicht verstehen (wie Du schreibst), dann verstehen sie auch nicht, was Gott mit ihrem Alltag zu tun haben sollte.

Lucia Hünermann hat geschrieben:
Mein Sohn betete neulich: "Guter Gott, du bist voll cool, und du passt gut auf mich auf. Du hast mich immer lieb, auch wenn ich voll den [Zensur] gemacht habe und böse bin."
schon klar! ;)
- Gott hat uns immer lieb und wehe ihm, wenn er aufhören sollte!
- Er ist ihm verboten uns nicht lieb zu haben!
- Es ist unsere Pflicht, die Kindern zu sagen, daß Gott uns immer lieb haben muß!
- Es ist unsere Pflicht, den Kindern zu vermitteln, daß Gott keine andere Wahl hat, als uns zu lieben!


Freitag 31. Oktober 2003, 11:42
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ivanhoe hat geschrieben:

schon klar! ;)
- Gott hat uns immer lieb und wehe ihm, wenn er aufhören sollte!
- Er ist ihm verboten uns nicht lieb zu haben!
- Es ist unsere Pflicht, die Kindern zu sagen, daß Gott uns immer lieb haben muß!
- Es ist unsere Pflicht, den Kindern zu vermitteln, daß Gott keine andere Wahl hat, als uns zu lieben!



Pfeiffer, Sie faseln.

(Feuerzangenbowle).


Freitag 31. Oktober 2003, 13:16
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Freitag 31. Oktober 2003, 13:26
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Hier ein Link zum Institut Christus-König und Hoherpriester.

Ein besonderer Hinweis auf die lesenswerten Institutsnachrichten, die als PDF-Dateien bereitgestellt werden (Zu finden auf der Homepage).

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Aus der Selbstbeschreibung:

Das Institut Christus König und Hoherpriester ist eine Gesellschaft apostolischen Lebens, die seit dem 1. September 1990 kanonisch errichtet ist und heute schon Niederlassungen in mehreren Kontinenten besitzt.

- Das Ziel des Instituts ist die Ehre Gottes und die Heiligung der Priester im Dienst der Kirche und der Seelen durch geistliche Bildung in Glaubenslehre und Frömmigkeit. Seine spezifische Ausrichtung ist die Mission als Ausbreitung und Verteidigung der Herrschaft unseres Herrn Jesus Christus in allen Bereichen des menschlichen Lebens.

- Christus, dem König und Hohenpriester, geweiht, verehrt das Institut die Unbefleckt Empfangene Jungfrau und Gottesmutter Maria als Hauptpatronin. Zusätzlich hat es sich unter den Schutz des HI. Franz von Sales, des Hl. Thomas von Aquin und des Hl. Benedikt gestellt.

- Das Priesterseminar des Institutes liegt in Gricigliano bei Florenz in der Toskana. Dort werden die zukünftigen Priester in einem lebendigen römisch-katholischen Geist erzogen.Die Maßstäbe dazu gibt die Kirche selbst in der Nachfolge Christi, deren Kriterien sich in Schrift und Tradition finden, verstanden im Lichte des päpstlichen Lehramts, des Kirchenrechts und der Dokumente der Konzilien. Im deutschen Fortbildungshaus des Institutes in Bayerisch Gmain bei Bad Reichenhall findet sich die gleiche Atmosphäre.

- Die Priester sind zur Seelsorge in allen ihren Aspekten bestimmt und bemühen sich, in den Niederlassungen des Institutes Glaubensinseln zu schaffen, wo die übernatürlichen und menschlichen Werte der christlichen Zivilisation in einer Zusammenschau von Kultur und Christentum verwirklicht werden.

- Mit päpstlichem Indult pflegt das Institut die Liturgie von 1962, die von Papst Johannes XXIII promulgiert worden ist. Die klassische Liturgie und das gemeinsame Chorgebet in der Sprache der Kirche sind daher wichtige Pfeiler der Spiritualität des Institutes. Das Gemeinschaftsleben folgt nach Möglichkeit dem Beispiel der Regularkanoniker.


Freitag 31. Oktober 2003, 14:49
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