Opus Dei

Klöster, Klerus, Laienschaft. Besondere Nachfolge.

Moderator: Ecce Homo

John-Paul
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Beitrag von John-Paul » Sonnabend 7. April 2007, 21:48

Ecce Homo hat geschrieben:Anmerkung am Rande: Die Bemerkung ("der beste Weg") habe ich aber auch von einigen Mitgliedern des OD in München schon gehört... wörtlich zu mir...
Aber was haben sie denn damit gemeint?

Daß das OD "der beste Weg" für alle Christen sei, können sie ja eigentlich nicht gemeint haben - denn dann wäre in der Tat die Behauptung, das OD sei nicht der einzige Weg in der Kirche, ja schon fast ein Widerspruch.

Oder meinten sie einfach, das OD sei für sie selbst - in ihrer konkreten Lebenssituation - "der beste Weg"? Daran wäre ja wohl wenig auszusetzen. Genau so betrachte auch ich selbst das OD: als den - soweit ich das beurteilen kann - für mich selbst besten Weg (als Laie, Familienvater, mit meinen spezifischen spirituellen Interessen etc.). Jedenfalls spüre ich deutlich die positiven Spuren, welche meine Verbindungen zum Werk und die Befolgung der Normen des OD in meinem Leben hinterlassen.

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cooltobecatholic
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Beitrag von cooltobecatholic » Sonnabend 7. April 2007, 23:11

John-Paul hat geschrieben: Das mag ja sein. Nur sollte man sich hüten, das - wenn es denn stimmt - zu verallgemeinern und als repräsentativ für das ganze Opus Dei zu nehmen.
Hab ich das?
cooltobecatholic hat geschrieben:
Darf ein Opus-Dei-Priester keine Meinung darüber haben, wie ein ihm bekannter Mensch der Kirche am wirkungsvollsten dienen könnte? "Unspirituell" wäre es nach meiner bescheidenen Auffassung, wenn er den Rat an den Ordensinteressenten nicht im Gebet erwogen hätte. Ich weiß zwar, daß im Opus Dei über mögliche Berufungen viel im Gebet gerungen wird. Ob das auch in diesem Fall so war, kann ich nicht beurteilen. Du schon?
Also, wenn er im Gebet den "Fall" betrachtet, dann kommt er drauf, daß eine qualifizierte Ausbildung im Kloster Verschwendung ist. Und dann ist es spirituell? Weil er im Gebet darauf kam? Verstehtst Du was ich meine? Die Aussage an sich ist m.E. nicht spirituell, sondern materialistisch.


John-Paul hat geschrieben:
Was schließen wir dann also aus der Tatsache, daß mir gleich mehrere Nicht-OD-Priester abgeraten haben, dem Werk beizutreten, für die Kirche insgesamt?
Vielleicht hatten diese Nicht-OD-Priester schlechte Erfahrungen mit dem Werk? Soll ja vorkommen.
John-Paul hat geschrieben:
cooltobecatholic hat geschrieben:
John-Paul hat geschrieben: Mir hat im Opus Dei noch nie irgendjemand gesagt, daß das Opus Dei der einzige Weg zu Gott sei.
Der einzige nicht, aber der beste.... 8)
Wer aus dem Werk hat das wann wo so gesagt? Nach Möglichkeit mit Beleg, bitte.
Den Beleg hat ecce homo ja eben gebracht, aber schon interpretierst Du es anders. Was soll also Ecce homo jetzt machen, wenn sie noch nicht im OD ist. Sie geht offenbar nicht den Weg, der der beste für sie wäre. :shock:

Also Ecce homo: schnell eintreten. :roll:
John-Paul hat geschrieben: Daß das OD "der beste Weg" für alle Christen sei, können sie ja eigentlich nicht gemeint haben - denn dann wäre in der Tat die Behauptung, das OD sei nicht der einzige Weg in der Kirche, ja schon fast ein Widerspruch.
:hmm:
vielleicht sagen sie ja nur jenen, daß das OD nicht der einzige Weg in der Kirche sei, bei denen sie erkannt haben, daß es für denjenigen der beste Weg sei.

Also für Ecce homo ist es der beste Weg, das wird ihr gesagt. Da Du ihn ja schon gehst, deinen besten Weg, ist es wichtig, zu wissen: es gibt auch andere....

:hmm:

Ich mein ja nur.... so könnte man diesen Widerspruch erklären
:hmm:

duck und weg

Biggi
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Beitrag von Biggi » Sonntag 8. April 2007, 15:56

Athanasius2 hat geschrieben: Msgr. Escrivá war aber auch "Anhänger" der "alten Messe". Er hat diese bis zuletzt in Rom gefeiert. Auch wenn er Mitbrüdern zugestand die neue zu folgen, weil ja Paul VI. das ausdrücklich wünschte.
Auch wenn du das in deinen Postings mehrfach beteuerst, wird das dadurch keinen Deut wahrer. Woher hast du das eigentlich? Diesen Unsinn habe ich bislang ausschließlich in Traditionalisten-Kreisen im Internet gelesen. Und da scheint das einer vom anderen abzuschreiben, weil es so schön ins eigene Weltbild passt.

Das Gegenteil stimmt! Bei der Liturgiereform hatte der hl. Josemaría bereits über 40 Jahre lang täglich die Eucharistie im bis dahin gültigen Ritus gefeiert. Und natürlich fiel ihm die Umstellung schwer, zumal sie bedeutete, die Aufmerksamkeit zunächst mal mehr auf die Äußerlichkeiten zu richten als auf das Geheimnis, das da gefeiert wird. So gab es in seinem Umfeld Überlegungen, für ihn - er ging immerhin allmählich auf die 70 zu - beim Hl. Stuhl die Erlaubnis zu erbitten, weiterhin in dem ihm vertrauten Ritus zu zelebrieren. Deise Erlaubnis wurde damals älteren Priester zuhauf erteilt. - Als der Gründer des Opus Dei von diesen Überlegungen erfuhr, hat er dem entschieden widersprochen, weil er der Kirche - auch in Fragen der Liturgie - gehorchen wollte und für sich keine Ausnahme wollte.

Biggi
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Beitrag von Biggi » Sonntag 8. April 2007, 16:14

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Athanasius2 hat geschrieben:Das Opus Dei hat wenigstens Priester die beichthören wollen. In der Tat haben OD-Priester als Mitglieder einer Personellen Prälatur des Papstes kein Bedarf an "Erlaubnis" des Ortspfarrers zum Beichthören, obwohl es aus Höflichkeit sehr wohl gebeten werden soll.
Doch. über die Spendung der Sakramente entscheidet immer noch der Kirchenrektor oder Pfarrer.
Der Opus-Dei Priester darf Opus-Dei-Angehörigen (Laien oder Priestern) immer und überall das Bußsakrament spenden, die Erlaubnis seiner eigenen Oberen vorausgesetzt. Er darf in Einrichtungen des Opus Dei (oder meinetwegen unterwegs bei einer vom Opus Dei organisierten Wallfahrt) ebenso uneingeschränkt Beichte hören.

In Ortskirchen oder Pfarräumen oder dergleichen darf er es ohne Erlaubnis des zuständigen Bischofs oder hilfsweise Pfarrers nicht.
Grundsätzlich richtig. Aber da alle Priester des Opus Dei, die hier in Deutschland leben und priesterlich arbeiten, von dem jeweiligen Ortsbischof die Beichtlizenz haben und da es meines Wissens innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz die Vereinbarung gibt, dass eine in irgendeinem deutschen Bistum erteilte Beichtlizenz auch in allen anderen deutschen Bistümern gilt, kannst du davon ausgehen, dass jeder länger in Deutschland lebende Priester der Prälatur die erforderliche Erlaubnis hat und nicht eigens erbitten muss.

Für den oben von cooltobecatholic beschriebenen "Skandal" finde ich es für die Beurteilung entscheidend, ob dieser Opus Dei-Priester regelmäßig in dieser Kirche Beichte hören wollte - dann fände ich das Verschweigen seiner Zugehörigkeit zum Opus Dei in der Tat skandalös - oder ob es um einen einmaligen konkreten Fall ging, bei dem jemand bei ihm beichten wollte und man eben einen Beichtstuhl suchte. Dann könnte ich das Verschweigen eher als Vergesslichkeit verstehen. - Es kommt eben doch auf den Kontext an.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 » Sonntag 8. April 2007, 16:23

Biggi hat geschrieben: Auch wenn du das in deinen Postings mehrfach beteuerst, wird das dadurch keinen Deut wahrer. Woher hast du das eigentlich? Diesen Unsinn habe ich bislang ausschließlich in Traditionalisten-Kreisen im Internet gelesen. Und da scheint das einer vom anderen abzuschreiben, weil es so schön ins eigene Weltbild passt.

Das Gegenteil stimmt! Bei der Liturgiereform hatte der hl. Josemaría bereits über 40 Jahre lang täglich die Eucharistie im bis dahin gültigen Ritus gefeiert. Und natürlich fiel ihm die Umstellung schwer, zumal sie bedeutete, die Aufmerksamkeit zunächst mal mehr auf die Äußerlichkeiten zu richten als auf das Geheimnis, das da gefeiert wird. So gab es in seinem Umfeld Überlegungen, für ihn - er ging immerhin allmählich auf die 70 zu - beim Hl. Stuhl die Erlaubnis zu erbitten, weiterhin in dem ihm vertrauten Ritus zu zelebrieren. Deise Erlaubnis wurde damals älteren Priester zuhauf erteilt. - Als der Gründer des Opus Dei von diesen Überlegungen erfuhr, hat er dem entschieden widersprochen, weil er der Kirche - auch in Fragen der Liturgie - gehorchen wollte und für sich keine Ausnahme wollte.
Du bist Opus Dei-Mitglied, denke ich mal.... Oder im Umkreis des OD.

Und Deine Quelle? Meine Quelle ist nämlich der Biograph Escrivas.

Ich weiss sehr wohl, dass heutigen Opus Dei-Mitgliedern diese Tatsache schwer fällt, es ist aber einfach so. Übrigens hat Escrivá seinen OD-Priestern zugestanden den neuen Ritus zu zelebrieren, weil diese gehorchen müssten, sagte er. Er hat aber den Feiern des Papstes usw. beigewohnt, das ist wahr. Da hast Du Recht. Er hat aber selbst im alten Ritus weitergefeiert. Menschen aus seinem Umkreis, teilweise heutige Progressisten, berichten dass Msgr. Escrivá damals sogar das "erneuerte Messbuch" in den Mülleimer geworfen haben soll....

Ich habe meine Bedenken beim Opus Dei. Heutzutage veranstaltet man z.B. Grillabende am Freitag. Von allen Tagen, Freitag.

Weiterhin ist es mir übrigens egal, ob und wie Du darüber denkst. Ich habe Quellen gelesen. Nur wer mir ein Video, oder eine Schrift von Escrivá besorgen kann, in dem er darüber schreibt, wie er im neuen Ritus feiert usw., kann mich überzeugen. Heutzutage versucht das O.D., deren Führung, aktiv diese Geschichte zu Escrivá runter zu kriegen, da es nicht in der Machtsstrategie passt. Im Vatikan ist das nicht die Weise um akzeptiert zu werden. Man muss heute in (Neu-)Vatikanstadt den "Fortschritt" heiligsprechen. Und jede Reform.
Hier ein Paar Videos zu Escrivá....

http://www.youtube.com/watch?v=N799YYbMi4Q

Biggi
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Beitrag von Biggi » Sonntag 8. April 2007, 16:48

cooltobecatholic hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Tja, das ist leider nur allzu wahr die Einstellung vom Opus Dei, wie ich erst kürzlich miterleben mußte. Es scheint so, als könne jemand von "wo anders" (also einem Movimenti, bsp.) der in gesitlicher Begleitung beim Werk ist, relativ schnell abgeworben werden..... (Sozusagen "Alles andere außer dem Werk ist ineffizient.")

:roll:
Als obs bei Gott um Effizienz ginge; Entschiedenheit ist nötig
Zeitgleich hat mir ein junger Mann, der sich für das Ordensleben interessiert, gesagt, daß ihm der OD-Priester abgeraten habe: mit seinen Fähigkeiten sei es doch Verschwendung, sich im Kloster einzuschließen, er könne in der Welt viel mehr bewirken.

Soviel zum Thema: Gott beruft. - Nö, nicht Gott scheint zu berufen
Hier würde mich doch sehr der Kontext interessieren. WENN jemand das o.g. Argument als ausschlaggebendes und entscheidendes betrachtet, finde ich das völlig bescheuert. WENN das eine Überlegung im Kontext eines Abwägens von zahlreichen anderen - und wichtigeren! - Argumenten ist, mag das ja angehen. Ich finde es ziemlich vermessen, aus einem solchen Einzelfall, den wir viel zu wenig kennen und beurteilen können, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen.

Im übrigen: in meiner mehr als dreißigjährigen Zugehörigkeit zum Opus Dei habe ich zahlreiche Fälle erlebt, bei denen Menschen durch das Opus Dei ihre Berufung zu einer anderen Gemeinschaft, zu einem Orden oder zum Diözesanpriestertum gefunden haben. Manchmal waren das Menschen, die durchaus mit dem Gedanken an eine Berufung zum Opus Dei liebäugelten, aber es war klar, dass das nicht ihr Weg war. - Eine Mitstudentin, mit der ich vor vielen Jahren in einem Studentinnenheim des Opus Dei wohnte, ist auf diese Weise in einem Klarissenkloster "gelandet" und - soweit ich von Mitgliedern des Opus Dei, mit denen sie nach wie vor Briefkontakt hat, höre - dort sehr glücklich.

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Beitrag von Biggi » Sonntag 8. April 2007, 16:50

Athanasius2 hat geschrieben:Und Deine Quelle? Meine Quelle ist nämlich der Biograph Escrivas.
Welcher? Da es zahlreiche Biographien gibt, gibt es nicht "den" Biograph. Könntest du deine Quelle konkreter benennen?

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cooltobecatholic
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Beitrag von cooltobecatholic » Sonntag 8. April 2007, 16:58

Biggi hat geschrieben: Für den oben von cooltobecatholic beschriebenen "Skandal" finde ich es für die Beurteilung entscheidend, ob dieser Opus Dei-Priester regelmäßig in dieser Kirche Beichte hören wollte - dann fände ich das Verschweigen seiner Zugehörigkeit zum Opus Dei in der Tat skandalös - oder ob es um einen einmaligen konkreten Fall ging, bei dem jemand bei ihm beichten wollte und man eben einen Beichtstuhl suchte. Dann könnte ich das Verschweigen eher als Vergesslichkeit verstehen. - Es kommt eben doch auf den Kontext an.
Salve Biggi,

na, auf keinen Fall ist es ein einmaliger konkreter Fall, wo man eben einen Beichtstuhl suchte. Regelmäßiges Angebot hätte es werden können.... aber das sind nun wirklich alles Spekulationen, weil es ja dann sofort diesen "Knall" gab, der mir immer noch in den Ohren hallt. Denn es hat noch kein Ende - hinter den Kulissen. Außerdem hat er nicht verschwiegen, daß er OD ist, er hat niemandem gesagt, daß er kommt - dh keinem Verantwortlichen der Pfarrei. Vielleicht hat er auch gedacht, die Jugendlichen hätten das geregelt. Nur das hätte er ja dann bitte dem Pfarrer bei der Auseinandersetzung sagen können, da kam es halt so rüber, als das alles o.k. ist und er nicht versteht warum Ärger ist. Ich persönlich glaube letztere Aussage überhaupt nicht.

Immerhin hat mir das Forum hier geholfen mich erst mal abzuregen. Ich kann das nun mit etwas mehr Distanz sehen. Das ist jetzt einmal passiert und Punkt. Die Frage für mich ist nun, wie geht es weiter. Und da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten. Es zeigt ja auch ein Bedürfnis der jungen Leute an, und das ist ja in Ordnung. Die Frage ist, was machen wir nun, so daß es gut weitergeht. Also ich hätte hier nicht gerne ein allgemeines "gegeneinander" - das wäre ja sowas von unglaubwürdig...

Ich selber mag momentan gar nicht mehr soviel dazu schreiben. Für mich war das schon heftig, aber irgendwann ist ja auch mal gut, also, noch mehr Kommentare darüber zu bringen, da meine ich, ist das ganze dann doch etwas überbewertet.

:ikb_surrender:

CtbC

PS: während ich hier tippsele vurde noch ein Beitrag von Biggi gepostet, auf den ich noch kurz eingehe:
Biggi hat geschrieben:WENN jemand das o.g. Argument als ausschlaggebendes und entscheidendes betrachtet, finde ich das völlig bescheuert. WENN das eine Überlegung im Kontext eines Abwägens von zahlreichen anderen - und wichtigeren! - Argumenten ist, mag das ja angehen. Ich finde es ziemlich vermessen, aus einem solchen Einzelfall, den wir viel zu wenig kennen und beurteilen können, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen.
Der Mensch hat mir aber nur dieses Argument genannt. Und Du weißt nicht, wieviel ich weiß, oder nicht. Ein bisschen kommt es mir so vor: es passieren Sachen, die Außenstehenden nicht so ganz o.k. erscheinen. Wenn man darüber etwas sagt, kommts Ihr OD´ler an und sagt: jaaaa, ihr wart ja nicht dabei, ihr könnt das ja nicht wissen, und so weiter. Und dann sollen wir wohl sagen: ja ja, alles bestens, wie kann ich nur so übel denken. Es sind doch keine Einzelfälle, die hier immer wieder aus verschiedenen Ecken auftauchen.... Warum gebt Ihr nicht zu, daß da nicht alles immer korrekt läuft? Läuft es doch nirgendwo??

Biggi
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Beitrag von Biggi » Sonntag 8. April 2007, 17:11

cooltobecatholic hat geschrieben: Ein bisschen kommt es mir so vor: es passieren Sachen, die Außenstehenden nicht so ganz o.k. erscheinen. Wenn man darüber etwas sagt, kommts Ihr OD´ler an und sagt: jaaaa, ihr wart ja nicht dabei, ihr könnt das ja nicht wissen, und so weiter. Und dann sollen wir wohl sagen: ja ja, alles bestens, wie kann ich nur so übel denken. Es sind doch keine Einzelfälle, die hier immer wieder aus verschiedenen Ecken auftauchen.... Warum gebt Ihr nicht zu, daß da nicht alles immer korrekt läuft? Läuft es doch nirgendwo??
Äääh... hab ich das irgendwo gesagt oder geschrieben? Weißt du, im Opus Dei pflegen wir ziemlich regelmäßig zu beichten. Und üblicherweise fehlt es da nicht an "Stoff". Da wo Menschen sind und zusammenleben, menschelt es halt. So what?

Im übrigen:
Biggi hat geschrieben:WENN jemand das o.g. Argument als ausschlaggebendes und entscheidendes betrachtet, finde ich das völlig bescheuert.
Ich hatte eigentlich noch hinzufügen wollen: "Nicht, als könne ein Priester des Opus Dei nicht auch mal was Bescheuertes sagen, aber das WISSEN wir einfach nicht." Ich habs dann weggelassen. Aber nun füge ich es halt jetzt an.

Trotzdem möchte ich davor warnen, aus einem solchen Vorfall, wenn er sich denn wie beschrieben zugetragen hat, eine Haltung "des" Opus Dei abzuleiten. Das wäre noch bescheuerter!

Und im übrigen zeigen die Beiträge von Athanasius in diesem Thread, wie sehr die Brille, die jemand auf der Nase trägt, die Wahrnehmung beeinflussen... Übel nur, wenn man dann die eigene Wahrnehmung als die Realität ausgibt.

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Beitrag von cooltobecatholic » Sonntag 8. April 2007, 17:24

Biggi hat geschrieben: Äääh... hab ich das irgendwo gesagt oder geschrieben? Weißt du, im Opus Dei pflegen wir ziemlich regelmäßig zu beichten. Und üblicherweise fehlt es da nicht an "Stoff". Da wo Menschen sind und zusammenleben, menschelt es halt. So what?
:ikb_notworthy: o.k. o.k.
Biggi hat geschrieben: Im übrigen:
Biggi hat geschrieben:WENN jemand das o.g. Argument als ausschlaggebendes und entscheidendes betrachtet, finde ich das völlig bescheuert.
Ich hatte eigentlich noch hinzufügen wollen: "Nicht, als könne ein Priester des Opus Dei nicht auch mal was Bescheuertes sagen, aber das WISSEN wir einfach nicht." Ich habs dann weggelassen. Aber nun füge ich es halt jetzt an.
:ikb_notworthy: danke
Biggi hat geschrieben: Trotzdem möchte ich davor warnen, aus einem solchen Vorfall, wenn er sich denn wie beschrieben zugetragen hat, eine Haltung "des" Opus Dei abzuleiten. Das wäre noch bescheuerter!
:hmm: ich arbeite dran...

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Linus
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Beitrag von Linus » Sonntag 8. April 2007, 18:12

Biggi hat geschrieben: Weißt du, im Opus Dei pflegen wir ziemlich regelmäßig zu beichten.
Geh ich richtig in der Annahme, daß das ca alle zwei Wochen (oder öfter) heißt?

Linus, als "so gut wie Ausschließlich bei OD-Priestern Beichtender" fällt mir immer auf, das immer die selben Leute entweder kurz vor oder nach einem zum gleichen Priester gehen....
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Beitrag von cooltobecatholic » Sonntag 8. April 2007, 19:15

cooltobecatholic hat geschrieben:
Biggi hat geschrieben: Äääh... hab ich das irgendwo gesagt oder geschrieben? Weißt du, im Opus Dei pflegen wir ziemlich regelmäßig zu beichten. Und üblicherweise fehlt es da nicht an "Stoff". Da wo Menschen sind und zusammenleben, menschelt es halt. So what?
:ikb_notworthy: o.k. o.k.

.... so ca. 2 Stunden nach dieser Deiner Aussage finde ich es echt gut, daß ich damit nicht allein bin (mit dem üppigen Stoff)

:ikb_shy:

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Beitrag von cooltobecatholic » Sonntag 8. April 2007, 19:18

Linus hat geschrieben:
Biggi hat geschrieben: Weißt du, im Opus Dei pflegen wir ziemlich regelmäßig zu beichten.
Geh ich richtig in der Annahme, daß das ca alle zwei Wochen (oder öfter) heißt?

Linus, als "so gut wie Ausschließlich bei OD-Priestern Beichtender" fällt mir immer auf, das immer die selben Leute entweder kurz vor oder nach einem zum gleichen Priester gehen....
Ich hab das Gerücht gehört, daß Mitglieder des OD wöchentlich beichten. Wobei da bestimmt nicht jeder, der regelmäßig auftaucht, Mitglied des OD ist.

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Beitrag von Linus » Sonntag 8. April 2007, 23:12

Wobei da bestimmt nicht jeder, der regelmäßig auftaucht, Mitglied des OD ist
:ja: :D :kiss:
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Leguan
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Beitrag von Leguan » Montag 9. April 2007, 00:38

Biggi hat geschrieben: Auch wenn du das in deinen Postings mehrfach beteuerst, wird das dadurch keinen Deut wahrer. Woher hast du das eigentlich? Diesen Unsinn habe ich bislang ausschließlich in Traditionalisten-Kreisen im Internet gelesen. Und da scheint das einer vom anderen abzuschreiben, weil es so schön ins eigene Weltbild passt.
Also ich kenne die Story aus einem der Anti-Opus-Bücher aus der liberalen Ecke, aber welches kann ich nicht mehr sagen.
Ob das als Quelle besser ist, sei dahingestellt, aber es stammt definitiv nicht nur aus Internet-Tradi-Kreisen.

Flo84
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Beitrag von Flo84 » Montag 9. April 2007, 13:03

Zu den "Anti-Opus-Büchern":
Als ich noch Protestant war, habe ich vieles Schlechtes über die Katholische Kirche gehört, von Götzenanbetung bis Sekte, alles war dabei. Auf dem Weg in unsere hl. Mutter Kirche habe ich nochmal absichtlich Literatur gelesen, welche die Katholische Kirche schlecht darstellen will, und solche, die die Dogmen, den Glauben, einfach alles erklärt. Wenn man den anti-katholischen Büchern, Reden/Predigten usw. glauben würde, dann wären wir eine Skete, die Götzen anbetet, und durch unser Abkommen vom Glauben der Hölle schon sicher.

Als ich den Kontakt zum Opus Dei aufnahm, habe ich auch kritische Berichte über Opus Dei gelesen, und tue es auch heute noch - nicht weil ich diesen Glauben schenke, nein um zu erfahren was für Gedanken, Geschichten usw. über Opus Dei im Umlauf sind.
Leider wird einem Hertel, der durch seine Bücher gegen Opus Dei nicht schlecht verdient, heute mehr Glauben und Achtung geschenkt, als Menschen, die einfach nur die Heiligkeit anstreben, in einem bescheidenen Leben, aber voller Reichtum im Glauben und der Liebe zu Gott und untereinander.

Übrigens, wenn ich dass eine oder andere mal, mit meinen Postings etwas zu harsch oder radikal geklungen habe, tut mir dieses Leid. Durch meine wunderbaren Erfahrungen in Opus Dei war / bin ich etwas erschrocken über dass was manchmal hier geschrieben wird, was mich dann übereifrig antworten ließ!

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Beitrag von John-Paul » Montag 9. April 2007, 14:43

Flo84 hat geschrieben:Als ich den Kontakt zum Opus Dei aufnahm, habe ich auch kritische Berichte über Opus Dei gelesen, und tue es auch heute noch - nicht weil ich diesen Glauben schenke, nein um zu erfahren was für Gedanken, Geschichten usw. über Opus Dei im Umlauf sind.
Leider wird einem Hertel, der durch seine Bücher gegen Opus Dei nicht schlecht verdient, heute mehr Glauben und Achtung geschenkt, als Menschen, die einfach nur die Heiligkeit anstreben, in einem bescheidenen Leben, aber voller Reichtum im Glauben und der Liebe zu Gott und untereinander.
Das sehe ich genauso. Gerade aber die Darstellungen von Hertel sind ausgesprochen widersprüchlich (um das Mindeste zu sagen). Siehe näher hier:

http://www.kath.net/detail.php?id=16302

Flo84
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Beitrag von Flo84 » Montag 9. April 2007, 15:42

http://www.kath.net/detail.php?id=16302 = toller Link für Hertel-Fans :mrgreen:
Danke John-Paul :)

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Beitrag von Ecce Homo » Dienstag 10. April 2007, 00:02

cooltobecatholic hat geschrieben:Ich hab das Gerücht gehört, daß Mitglieder des OD wöchentlich beichten. Wobei da bestimmt nicht jeder, der regelmäßig auftaucht, Mitglied des OD ist.
Ich weiß es von jemandem aus dem OD, dass ans Herz gelegt wird, dass man wöchentlich beichtet, ja. Aber! Er sagte auch, dass man nicht gezwungen wird - man müsse es letzten Endes mit seinem Gewissen und seinem BV ausmachen, wie oft es dann tatsächlich wird oder nicht... (Info von einem OD-Priester, den ich sehr schätze... )
o{]:¬) God Doesn't Call the Qualified...God Qualifies the Called! (⌐:[}o
In POVERTY, she gives all that she HAS;
in CHASTITY she gives all that she IS;
and in OBEDIENCE she gives all that she will BECOME.

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Beitrag von cooltobecatholic » Dienstag 10. April 2007, 08:31

Ecce Homo hat geschrieben:
cooltobecatholic hat geschrieben:Ich hab das Gerücht gehört, daß Mitglieder des OD wöchentlich beichten. Wobei da bestimmt nicht jeder, der regelmäßig auftaucht, Mitglied des OD ist.
Ich weiß es von jemandem aus dem OD, dass ans Herz gelegt wird, dass man wöchentlich beichtet, ja. Aber! Er sagte auch, dass man nicht gezwungen wird - man müsse es letzten Endes mit seinem Gewissen und seinem BV ausmachen, wie oft es dann tatsächlich wird oder nicht... (Info von einem OD-Priester, den ich sehr schätze... )
Was ich persönlich auch gar nicht "zuviel" finde. Nachdem ich mich bekehrt hatte, ging ich erst mal so alle Monate einmal, oder auch etwas weniger. Mit der Zeit war es alle zwei Wochen, bis mich ein Pater kurzerhand wegschickte, alle zwei Wochen wäre viel zu oft. Na gut, ich hatte dieses Bedürfnis aber trotzdem noch und ein anderer Pater meinte dann, es sei nicht zu oft, und nun hat es sich nach Jahren bei mir auch im Wochenrhythmus eingependelt. Und ich habe nicht weniger zu beichten, als nach einem Monat, sondern eher mehr. Das sagen aber auch andere geistliche Leute, daß das normal ist, daß man um so mehr hat, je häufiger man beichtet... Letztens fand dies ein junger nicht OD-Pater ganz richtig, und meinte, man wird halt sensibler. Das finde ich verständlich, und zumindest mal nicht unwünschenswert...

Aber vermutlich gehört dies in einen anderen Thread....

C.

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 » Dienstag 10. April 2007, 10:11

Leguan hat geschrieben: Also ich kenne die Story aus einem der Anti-Opus-Bücher aus der liberalen Ecke, aber welches kann ich nicht mehr sagen.
Ob das als Quelle besser ist, sei dahingestellt, aber es stammt definitiv nicht nur aus Internet-Tradi-Kreisen.
Die von mir erwähnte Geschichte mit dem Missále ist auch enthalten. In bestimmten Büchern steht, Monsignore Escrivá habe das neue Missale von Paul VI. in die Ecke geschmissen, andere sagen, in den Mülleimer. Sicherlich habe ich dás nicht von Internet-Tradi-Kreisen.

Hier Escrivá in 1972 bei der Feier der Heiligen Messe:
Bild

Fürwahr ist das eine tridentinische hl. Messe. Das sieht man am Missale (sehr gross, zudem hat es zwei Kolumnen wie im alten Missale immer, und im neuen nicht) und vor allem an den "index fingers" (Englisch), welche er auf dem Altar hält an den Spitzen. Das ist eine Geste des "Suscipe sancta Trinitas"-Gebets, welches es im Novus Ordo-Ritus gar nicht gibt. Auch sieht man die Patene abseits liegen am Kelchfuss, teilweise unter dem Corporále, und die Hl. Hostie "nackt" auf dem Corporále. Im neuen Ritus liegt die Patene immer direkt unter der Hl. Hostie, auf dem Corporále.

Wahrlich ich habe kein Interesse daran Escrivá als Traditionalisten o.ä. darzustellen durch frei erfundene Geschichten oder Lügen. Ich bin ja kein sonderlicher Anhänger seiner Bücher, obwohl ich die liberale und ultra-sedisvakantistische Kritik an "Faschist" bzw. "Judaisator" Escrivá zurückweise und mancher seiner Gedanken in "Der Weg" recht gut finde. Zudem habe ich mir Filme angeschaut, in denen er Jüdinnen und Protestantinnen zur Bekehrung angeregt hat; 1973 ist das für mich Beweis einer wirklichen Rechtgläubigkeit.

Ich empfinde es aber als Geschichtsfälschung, daß im Opus Dei seit 1980 - natürlich im Lichte der Lefebvre-Kontroverse - diese Wahrheit (zum Alten Ritus-Escrivá) über Msgr. Escrivá de Balaguér verschwiegen bzw. geleugnet wird. Es passt denen ja nicht ins Machtkonzept (nein, keine Schlumpfung, nur Realismus) im Vatikan um sich zu als Tridentinische Partisanen darzustellen.

Ein amerikanischer Freund von mir sagt aber, dass dort viele Opus Dei-Priester, vor allem jüngere, zum alten Ritus sehnen, aber bestimmte Machthaber im Opus Dei sogar eine Indultmesse für diese verbieten.

Mir ist das Opus Dei im Endeffekt für mein persönliches Leben völlig egal. Obwohl es bei uns an der Universität Opus Dei-Professoren gibt, und das OD ein Studentenhaus in einer Stadt in der Nähe besitzt, und dort Lesungen usw. abhält, war ich noch nie da, obwohl ein Quasinachbar von mir, der in einer Villa wohnt und schon sehr alt (aber wiederverheiratet mit 85 nach Hinscheiden seiner Ehefrau!) ist, mich wiederholt gebeten hat mit zum OD zu gehen, weil die Leute dort ja gut seien und sie mich schon einmal beobachtet (sic!) hätten in einer Ortskirche hier.....

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Beitrag von Athanasius2 » Dienstag 10. April 2007, 10:17

cooltobecatholic hat geschrieben:
Ich hab das Gerücht gehört, daß Mitglieder des OD wöchentlich beichten. Wobei da bestimmt nicht jeder, der regelmäßig auftaucht, Mitglied des OD ist.
Daran ist ja nichts falsches. Auch wenn es uns übertrieben erscheint. Ich kenne noch Leute die das machen. Die Devotionsbeichte ist von Pius XII. ausdrücklich gelobt worden. Wir müssen nicht nur beichten bei Todsünden!

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Beitrag von cooltobecatholic » Dienstag 10. April 2007, 14:05

Athanasius2 hat geschrieben:..., mich wiederholt gebeten hat mit zum OD zu gehen, weil die Leute dort ja gut seien und sie mich schon einmal beobachtet (sic!) hätten in einer Ortskirche hier.....
Hmm, das macht man so im OD. Ich sag ja. Die Methoden sind sonderbar. Die helfen da aktiv nach, bis jemand eingetreten ist... Sie suchen dich gezielt aus, und dann hast Du eine Menge zufälliger Begegnungen und Gespräche,die von denen geplant sind. Mir hat einmal eine Dame davon erzählt, die leider gar keine OD-Ambitionen hatte, und auch beobachtet wurde, ausgefragt wurde, über ihr persönliches Leben usw. Sie hat denen aber nicht ausführlich berichtet. Später hat sie gesehen, wie sich zwei von denen an jemand anders ranpirschten, beobachteten etc.

Es ist so. Man mag es ja kaum glauben. Das ist ja auch einer meiner Kritikpunkte. Ich finde, so geht es halt nicht.

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Peregrin
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Beitrag von Peregrin » Dienstag 10. April 2007, 23:10

Diese Menschenfischerhunde!
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cooltobecatholic
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Beitrag von cooltobecatholic » Dienstag 10. April 2007, 23:15

Peregrin hat geschrieben:Diese Menschenfischerhunde!
meinst Du damit, daß die Apostell die Angelegenheit auch so systematisch durchgeführt haben? Meiner Meinung nach sind nach Predigten die Leute dort freiwillig gekommen, um sich taufen zu lassen.

Ob die Apostel gläubige Juden in der Synagoge beobachtet haben, und dann entsprechend zwei von sich darauf angesetzt haben, mit Gesprächen und dem Angebot von Freundschaft, zum Christentum zu bekehren, bleibt in der Apostelgeschichte jedenfalls unerwähnt.


Denn das hat ja auch System im OD - man bietet seine Freundschaft an. Dass diese Freundschaft absichtlich geschlossen wird, mit dem Ziel, daß der Freund ins OD eintritt, läßt für mich schon alleine den Begriff Freundschaft merkwürdig erscheinen. Aber klar, man tut dem Freund ja was gutes, indem auch er bald den besten Weg zu Christus geht. :| :/

Über diese seine befreundeten Aktivitäten hat man dann Rechenschaft abzugeben, ob man auch stetig dran bleibt. So kommen die Leute schon unter Druck und es kann ein penetrantes Werben erfolgen.
Zuletzt geändert von cooltobecatholic am Dienstag 10. April 2007, 23:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Peregrin » Dienstag 10. April 2007, 23:19

cooltobecatholic hat geschrieben: Ob die Apostel gläubige Juden in der Synagoge beobachtet haben, und dann entsprechend zwei von sich darauf angesetzt haben, mit Gesprächen und dem Angebot von Freundschaft, zum Christentum zu bekehren bleibt in der Apostelgeschichte jedenfalls unerwähnt.
Jetzt kommen wir endlich einmal drauf, wieso die zu zwein ausgesandt worden sind. :D
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Beitrag von cooltobecatholic » Dienstag 10. April 2007, 23:22

Peregrin hat geschrieben:
cooltobecatholic hat geschrieben: Ob die Apostel gläubige Juden in der Synagoge beobachtet haben, und dann entsprechend zwei von sich darauf angesetzt haben, mit Gesprächen und dem Angebot von Freundschaft, zum Christentum zu bekehren bleibt in der Apostelgeschichte jedenfalls unerwähnt.
Jetzt kommen wir endlich einmal drauf, wieso die zu zwein ausgesandt worden sind. :D
Na ja, das hat Jesus ja auch gemacht, und sogar bei den Zeugen Jehovas hat sich das schon rumgesprochen, die sind auch nie allein, wenn sie Menschen fischen. Ebenfalls gut ausgebildet dazu. Ich kam jedenfalls nie dazwischen, wenn die losgelegt haben.

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Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 11. April 2007, 07:33

Peregrin hat geschrieben:Diese Menschenfischerhunde!
Also bitte, ich würde keinen Menschen als Hund bezeichnen wollen... :/ ;)
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Beitrag von holzi » Mittwoch 11. April 2007, 08:05

Ecce Homo hat geschrieben:
Peregrin hat geschrieben:Diese Menschenfischerhunde!
Also bitte, ich würde keinen Menschen als Hund bezeichnen wollen... :/ ;)
Naja, zumindest im soziokulterellen Kontext des süddeutschen Sprachraumes ist mit dem "Hund" eine eher positive Konnotation verbunden! :mrgreen:
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
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Beitrag von cooltobecatholic » Mittwoch 11. April 2007, 08:08

Ecce Homo hat geschrieben:
Peregrin hat geschrieben:Diese Menschenfischerhunde!
Also bitte, ich würde keinen Menschen als Hund bezeichnen wollen... :/ ;)
:hmm: und ich dachte jetzt, Peregrin hätte das ironisch gemeint, um aufzuzeigen, wie biblisch dieses Verhalten doch ist ;D

ich selber finde es unsäglich, eine Freundschaft vorzutäuschen, um jemand in eine religiöse Gruppierung zu zerren. :poeh:

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Beitrag von Ecce Homo » Mittwoch 11. April 2007, 08:21

cooltobecatholic hat geschrieben:

ich selber finde es unsäglich, eine Freundschaft vorzutäuschen, um jemand in eine religiöse Gruppierung zu zerren. :poeh:
Wenn ich es so höre, wie du es jetzt schreibst, klar - aber woher wissen wir, dass das wirklich bewusst von den betreffenden OD-Leuten intendiert ist? Vielleicht kennen sie es einfach nicht anders, so dass sie schon von vorneherein so auf Leute zugehen, ohne bewusst zu reflektieren, was sie eigentlich tun?
Ich meine, rein vom Prinzip her, wäre ich auch von "Interesse" gewesen für das OD, während und nach meines Studiums. Und ich habe einige Bekanntschaften im OD. Und lange bei einem OD Priester gebeichtet. Er sagte mir sogar mal deutlich: Mensch, es wär natürlich schon toll, wenn ich mir das OD mal genauer auf meinem Berufungsweg anschauen würde ("könnte sich lohnen") - aber er (das ist jetzt aus dem Gedächtnis, doch fast wörtlich!) würde es mir nicht empfehlen, da er als mein BV nicht den Eindruck hat, dass die Spiritualität des OD auf Dauer zu mir passt... Ich gehe, sagte er, eher in die benediktinische Richtung, was die geistliche Orientierung angeht...

Und ich habe bis heute einen guten und innigen freundschaftlichen Kontakt zu ihm und zu anderen - aber mit dem OD habe ich nie sonst etwas zu tun gehabt...

Im Zweifelsfall gilt für mich also auch in der Frage der "vorgetäuschten" Freundschaft: In dubio pro reo...
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Beitrag von cooltobecatholic » Mittwoch 11. April 2007, 08:46

Ecce Homo hat geschrieben: Und lange bei einem OD Priester gebeichtet. Er sagte mir sogar mal deutlich: Mensch, es wär natürlich schon toll, wenn ich mir das OD mal genauer auf meinem Berufungsweg anschauen würde ("könnte sich lohnen") - aber er (das ist jetzt aus dem Gedächtnis, doch fast wörtlich!) würde es mir nicht empfehlen, da er als mein BV nicht den Eindruck hat, dass die Spiritualität des OD auf Dauer zu mir passt... Ich gehe, sagte er, eher in die benediktinische Richtung, was die geistliche Orientierung angeht...

Und ich habe bis heute einen guten und innigen freundschaftlichen Kontakt zu ihm und zu anderen - aber mit dem OD habe ich nie sonst etwas zu tun gehabt...

Im Zweifelsfall gilt für mich also auch in der Frage der "vorgetäuschten" Freundschaft: In dubio pro reo...
das tut mir jetzt ziemlich gut, sowas zu hören. Diese ganzen Negativberichte tun sich mir auf, seit diesem Vorfall, den ich da berichtet habe. Es gibt hier offenbar eine Menge Leute, die negative Erfahrungen haben, und da kommt die große Angst auf, daß sich das ausweitet. So ganz von der Hand weisen würde ich es nicht, es handelt sich bei diesen Freundschaften nämlich um die Laien des Werkes, nicht um die Priester. Und, wie gesagt, ich erlebe gerade ganz penetrante Werbung. Nervt kollossal. Und das mit dem Beobachten, was Athanasius2 hier geschrieben hat, stimmt auch, das haben die Leute mir hier auch schon berichtet.

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