Freimaurer

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Moderator: Hubertus

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Pit
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Beitrag von Pit » Dienstag 11. Juli 2006, 17:56

Hallo HeGe,

schau doch einfach unter www.scoutnet.de nach und gib dort in der Suchmaschine "Grundlagen" ein. Dann findest Du einen etwas textlastigen, aber sehr guten Text über die Grundlagen der (internationalen) Pfadfinderbewegung.

Sollte Dein zugebenermaßen wirklich etwas provozierender Text darauf abspielen sollen, daß die Pfadfinder (oder deren Gründer) Freimaurer sind, dann bitte ich Dich nun um etwas:

Beweise mir bitte stichhaltig und nachweisbar, daß entweder die Pfadfinderbewegung eine Organisation der Freimaurer ist, oder dass der Gründer der internationalen Pfadfinderbewegung - Robert Baden-Powell - Freimaurer war.

Danke, Pit

P.S.:

Nichts gegen Dich persönlich, da ich Dich sehr schätze, aber mich kotzt es langsam an, mich als Pfadfinder in diesem Forum ständig rechtfertigen zu müssen, nur, weil die Internationale Pfadfinderbewegung keine ausdrücklich rein römisch-katholische Jugendbewegung ist.
HeGe hat geschrieben:
Ideale der Pfadfinderbewegung? :hmm:
Nicht explizit katholisch zu sein? Auch andere Religionen zu tolerieren? Religion als Privatsache jedes einzelnen? Nur die Arbeit an sich selbst?
Woher kenne ich das nur?
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John Grantham
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Beitrag von John Grantham » Dienstag 11. Juli 2006, 18:26

Pit hat geschrieben:mich kotzt es langsam an, mich als Pfadfinder in diesem Forum ständig rechtfertigen zu müssen, nur, weil die Internationale Pfadfinderbewegung keine ausdrücklich rein römisch-katholische Jugendbewegung ist.
Ich sehe nicht, wo Du überhaupt etwas rechtfertigen mußt. Seit wann dürfen Römisch-Katholiken nur noch in rein römisch-katholischen Gruppen aktiv sein?

Wenn das so ist, gebt bitte Eure deutsche Staatsbürgerschaft ab. :floet:

Cheers,

John
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Pit
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Beitrag von Pit » Dienstag 11. Juli 2006, 18:46

Hallo John,

zuersteinmal:
Du hast Recht!

Da die Pfadfinderbewegung keine rein römisch-katholische Bewegung ist, können logischerweise auch Nichtkatholiken Mitglieder sein. Warum auch nicht?
Zum Thema Rechtfertgung möchte ich aus dem Thread "Freimaurerei und Kirche" (ausschnittsweise) einen Beitrag von Linus zitieren:

Zitatbeginn (auschnittsweise)

"Die Pfadfinder i.Allg. kann man als eine "FM-Vor-und Zöglingsschule" bezeichnen, war doch Baden-Powell selbst Freimaurer (merkt man auch, wenn man sich die netten Grußformel der Pfadfinder ansieht)..."

"Das es dennoch christliche Versuche einer Pfadfinderschaft gibt, ist sicher gut, die Frage bleibt aber, wie weit man sich von Baden-Powells Grundgedanken entfernt hat/entfernen kann."

Zitatende

Nun, sollte ich daraus ableiten, daß Linus sowohl Baden-Powell als auch die Internationale Pfadfinderbewegung nicht (!) für freimaurerisch hält, und nicht (!) der Meinung ist, daß die Pfadfinderbewegung christlichen Werten widerspricht ?
Jedenfalls ist er mir, wenn ich mich nicht täusche, eine Erklärung seiner Überzeugung bisher schuldig geblieben. Deshalb noch einmal an Linus und alle, die ähnlich denken:

War Baden-Powell Freimaurer ?
Ist die Pfadfinderbewegung eine Freimaurerbewegung?

Wenn ihr dieser Meinung seid, belegt es mir bitte!!!

Gruß, Pit



[quote="John Grantham"

Ich sehe nicht, wo Du überhaupt etwas rechtfertigen mußt. Seit wann dürfen Römisch-Katholiken nur noch in rein römisch-katholischen Gruppen aktiv sein?

Wenn das so ist, gebt bitte Eure deutsche Staatsbürgerschaft ab. :floet:

Cheers,

John[/quote]
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Cosimo
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Beitrag von Cosimo » Dienstag 11. Juli 2006, 19:10

naja, zumindest war der General Angehöriger der abtrünnigen Anglikanischen Gemeinschaft. Schlimm genug. Ob er denn nun Freimaurer war oder nicht wäre im Grunde genommen gar nicht allein ausschlaggebend der Pfadfinderbewegung kritisch und distanziert gegegenüber zu stehen. Die paramilitärische Ausbildung plus der Uniformierung, Halstuchknoten plus Gruß lassen Distanzierung zu dieser Verbindung doch als angeraten erscheinen. Desweiteren kann man die PF-Bewegung durchaus auch als weiteres Mittel zur völligen Entpersönlichung und Gleichschaltung der Individuen betrachten.

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Pit
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Beitrag von Pit » Dienstag 11. Juli 2006, 20:19

- paramilitärische Ausbildung bei den Pfadfindern ? Wo und wie ?

- Uniformierung ?
Die Kluft ist keine Uniform, denn durch eine Uniform soll der Einzelne der Gruppe untergeordnet werden.

Zu Baden-Powells Zeiten konnte man aber an Hand der Kleidung erkennen, aus welcher Gesellschaftsschicht ein Kind stammte. Da ihm (Baden-Powell) aber der Mensch wichtiger war, als die soziale Herkunft, sollte die Kluft bei den Pfadfindern dazu dienen, diese sozialen Unterschiede nicht so in den Vordergrund "zu spielen". Also wurde die Würde des einzelnen Menschen (damals) gerade durch die Kluft mehr hervorgehoben.
Und heutzutage tragen wir Pfadfinder ja auch nicht ständig Kluft.

Und was ist denn an dem Halstuch bzw. dem Pfadfindergruss abzulehnen und warum ?

Und wieso trägt die Pfadfinderbewegung zu einer Gleichschaltung der Individuen bei ?

Gruß und Gut Pfad,

Pit
Cosimo hat geschrieben:naja, zumindest war der General Angehöriger der abtrünnigen Anglikanischen Gemeinschaft. Schlimm genug. Ob er denn nun Freimaurer war oder nicht wäre im Grunde genommen gar nicht allein ausschlaggebend der Pfadfinderbewegung kritisch und distanziert gegegenüber zu stehen. Die paramilitärische Ausbildung plus der Uniformierung, Halstuchknoten plus Gruß lassen Distanzierung zu dieser Verbindung doch angeraten erscheinen. Desweiteren kann man die PF-Bewegung durchaus auch als weiteres Mittel zur völligen Entpersönlichung und Gleichschaltung der Individuen betrachten.
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John Grantham
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Beitrag von John Grantham » Dienstag 11. Juli 2006, 20:30

Cosimo hat geschrieben:naja, zumindest war der General Angehöriger der abtrünnigen Anglikanischen Gemeinschaft.
Schock! Horror! Sachen gibt's! :roll:
Cosimo hat geschrieben:Desweiteren kann man die PF-Bewegung durchaus auch als weiteres Mittel zur völligen Entpersönlichung und Gleichschaltung der Individuen betrachten.
Dann kann ich nur sagen -- entschuldige die Schärfe, aber in diesem Fall muss es sein --, mit dem Zitat zeigst Du, dass Du nicht die geringste Ahnung von der Pfadfinderschaft bzw. Scouting hast. Ich war etwa 12 Jahre lang dort aktiv, meine Familie noch länger. "Völlige Entpersönlichung und Gleichschaltung der Individuen" ist einfach völlig von der Realität entfernt.

Scouting ist letztendlich ein Weg, Gemeinsamkeiten mit allen Menschen zu finden, egal welcher Herkunft, Hintergrund, Nationalität, Sozialschicht oder Konfession -- aber auch ein Weg, individuelle Fähigkeiten zu entwickeln und Selbständigkeit zu fördern. Eine durchaus christliche Aufgabenstellung also. Mit gutem Grund haben die Nazis damals Scouting verboten bzw. bis zur Unkenntlichkeit verfremdet -- weil es der Gegenteil deren wirklichen Plan der Entpersönlichung und Gleichschaltung der Individuen darstellte.

Scheinbar verwechselst Du Scouting mit Jugendgruppen, die tatsächlich eine "völlige Entpersönlichung und Gleichschaltung der Individuen" versucht haben -- etwa HJ oder FDJ. Aber das war eine Entfremdung von dem, was Scouting eigentlich sein soll und hat nichts, aber gar nichts mit Scouting zu tun.

Cheers,

John
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Sakristan
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Beitrag von Sakristan » Dienstag 11. Juli 2006, 20:42

Kaum ist das eine "Freimaurer-Forum" geschlossen geht´s im nächsten weiter :sauer:

Ich verstehe diese ganze(n) Diskussion(en) um die Freimaurer überhaupt nicht.

WAS bitte ist so wichtig an der Freimauererei, dass Ihr Euch hier Seitenweisen Argumente und Gegenargumente für und wieder der Freimaurerei um die Ohren schlagen müsst?

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Pit
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Beitrag von Pit » Dienstag 11. Juli 2006, 20:45

richtig, John!

Nicht ohne Grund wurden in Deutschland unter den Nazis sämtliche Pfadfinderverbände verboten, weil sie sich nicht der "Gleichschaltung" seitens der NS-"Strategen" beugen wollten.

Gruß, Pit
John Grantham hat geschrieben:
Mit gutem Grund haben die Nazis damals Scouting verboten bzw. bis zur Unkenntlichkeit verfremdet -- weil es der Gegenteil deren wirklichen Plan der Entpersönlichung und Gleichschaltung der Individuen darstellte.

Cheers,

John
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Skandal! Freimaurer als Beichtvater des Papstes!

Beitrag von sofaklecks » Dienstag 11. Juli 2006, 20:54

Wenn ich daran denke, dass ich in der Lenderschen Lehranstalt bei den Pfadfindern war. Wenn die das gewusst hätten! Wahrscheinlich hab ich garnicht gemerkt, dass die ganze Schule freimaurerisch verseucht war. Jetzt wird mir auch auch klar, warum der Freimaurer Johannes XXIII Augustin Kardinal Bea, der dort ebenfalls Schüler war, zum Vorsitzenden der Einheitskomission während des Konzils gemacht hat. Ein Komplott der Freimaurer, ganz offenbar. Und den Maurern ist es sogar gelungen, Bea in die Schlüsselstellung des Beichtvaters und Ratgebers des Papstes einzuschleusen. Nein, nicht von Johannes XXIII, nein, als Beichtvater von Pius XII. Skandal! Komplott!

Bei uns damals gingen die einen zu den Pfadfindern und die anderen zur Schönstattbewegung. Jeder wie er wollte. Und niemand wäre auf den Gedanken gekommen, einen anderen deshalb zu diffamieren.

sofaklecks

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Pit
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Beitrag von Pit » Dienstag 11. Juli 2006, 21:56

Hallo Sakristan,

nun, in meinen letzten Beiträgen - und speziell im letzten - geht es mir nicht um die Freimaurerei, sondern um einige Vorwürfe des Users Cosimo gegenüber der Pfadfinderbewegung.
Sollte er das geschrieben (Pfadfinderkluft = Uniform, Pfadfinder werden gleichgeschaltet und paramilitärisch erzogen usw.) lediglich auf Grund mangelnden Wissens über die Pfadfinderbewegung geschrieben haben, ist das selbstredend verzeihlich und ich hoffen, ihm weiterhelfen zu können (durch Informationen).
Sollte er das jedoch ernsthaft vertreten ohne es konkret belegen zu können, würde ich es eher als eine Form des Rufmordes gegenüber den - durch den Internationalen Pfadfinderverband anerkannten- Verbänden (und damit auch gegenüber der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg) empfinden.
Du merkst, um die Freimaurer geht es mir allenfalls ganz am Rande, wenn überhaupt.

Gruß, Pit
Sakristan hat geschrieben:Kaum ist das eine "Freimaurer-Forum" geschlossen geht´s im nächsten weiter :sauer:

Ich verstehe diese ganze(n) Diskussion(en) um die Freimaurer überhaupt nicht.

WAS bitte ist so wichtig an der Freimauererei, dass Ihr Euch hier Seitenweisen Argumente und Gegenargumente für und wieder der Freimaurerei um die Ohren schlagen müsst?
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HeGe
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Beitrag von HeGe » Mittwoch 12. Juli 2006, 00:22

Pit hat geschrieben:Sollte Dein zugebenermaßen wirklich etwas provozierender Text darauf abspielen sollen, daß die Pfadfinder (oder deren Gründer) Freimaurer sind, dann bitte ich Dich nun um etwas:

Beweise mir bitte stichhaltig und nachweisbar, daß entweder die Pfadfinderbewegung eine Organisation der Freimaurer ist, oder dass der Gründer der internationalen Pfadfinderbewegung - Robert Baden-Powell - Freimaurer war.

Danke, Pit

P.S.:

Nichts gegen Dich persönlich, da ich Dich sehr schätze, aber mich kotzt es langsam an, mich als Pfadfinder in diesem Forum ständig rechtfertigen zu müssen, nur, weil die Internationale Pfadfinderbewegung keine ausdrücklich rein römisch-katholische Jugendbewegung ist.
Oh wow, du bist aber heute gereizt. :ikb_tomato:
Kann deinen Frust aber nachvollziehen.

War doch nur spaßig gemeint. Ich habe von dem Thema eh keine Ahnung. :ikb_bag:

Ich hatte einmal einen kurzen, einmaligen Gastauftritt bei den Pfadfindern in unserer Gegend (ich glaube auch DPSG). War aber nicht mein Ding. Bin nicht so fürs Zelten.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Pit
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Beitrag von Pit » Mittwoch 12. Juli 2006, 17:38

tja, zugegeben: Gestern war ich wirklich etwas reizbar. (Stress im Beruf etc.)

Zum Stichwort DPSG empfehle ich Dir mal einen Blick auf die Homepage des Verbandes: www.dpsg.de

Was Pfadfinder (bzw. die Grundideen) betrifft, kann ich Dir ebenfalls die Homepage www.scoutnet.de empfehlen. Gib índ deren Suchmaschine mal "Grundlagen" ein, dann gibt es einen etwas textlastigen aber guten Text über die Grundlagen/-ideen der Pfadfinderbewegung. Es lohnt sich wirklich, denn Pfadfinder beschäftigen sich - entgegen allen Klischees - nicht nur mit dem Zelten - wobei gegen ein schönes Zeltlager auch nichts einzuwenden ist. ;-)

Gruß, Pit

Ansonsten:
Keine Angst, ich habe es nicht wirklich übel genommen, ich bin nur eben Pfadfinder aus Überzeung. :-)

HeGe hat geschrieben:
Oh wow, du bist aber heute gereizt. :ikb_tomato:
Kann deinen Frust aber nachvollziehen.

War doch nur spaßig gemeint. Ich habe von dem Thema eh keine Ahnung. :ikb_bag:

Ich hatte einmal einen kurzen, einmaligen Gastauftritt bei den Pfadfindern in unserer Gegend (ich glaube auch DPSG). War aber nicht mein Ding. Bin nicht so fürs Zelten.
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Walter
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Beitrag von Walter » Mittwoch 12. Juli 2006, 20:48

Pit hat geschrieben:tja, zugegeben: Gestern war ich wirklich etwas reizbar. (Stress im Beruf etc.)

Zum Stichwort DPSG empfehle ich Dir mal einen Blick auf die Homepage des Verbandes: www.dpsg.de

Was Pfadfinder (bzw. die Grundideen) betrifft, kann ich Dir ebenfalls die Homepage www.scoutnet.de empfehlen. Gib índ deren Suchmaschine mal "Grundlagen" ein, dann gibt es einen etwas textlastigen aber guten Text über die Grundlagen/-ideen der Pfadfinderbewegung. Es lohnt sich wirklich, denn Pfadfinder beschäftigen sich - entgegen allen Klischees - nicht nur mit dem Zelten - wobei gegen ein schönes Zeltlager auch nichts einzuwenden ist. ;-)

Gruß, Pit
Hier der Text, den Pit meint, zum Direktanklicken: http://www.scoutnet.de/rdp/grundlagen/grundlagen.html
Ich habe daraus die für diesen Thread relevanten Passagen einmal rauskopiert (die drei farblichen Hervorhebungen sind von mir). Also bitte den Pit nächstens nicht mehr mit irgendwelchen Märchen "reizen", sondern sich auf diesen (oder einen anderen authentischen) Grundlagentext beziehen. ;)
Die WOSM hat geschrieben:
Die Grundlagen der Pfadfinderbewegung
beschrieben vom Weltpfadfinderverband WOSM
Einleitung

Das Wort Grundlagen wird im Pfadfindertum gebraucht, um die Grundelemente, auf denen sich die Gemeinschaft der Bewegung aufbaut, zu beschreiben. Sie beinhalten Zweck, Prinzipien und Methode. Obwohl das Pfadfindertum, je nach den Bedürfnissen der jeweiligen Gesellschaft, in vielen verschiedenen Formen existiert, sind dies die allgemein gültigen Grundlagen, die die Pfadfinderbewegung weltweit verbinden.

[...]

Definition

Die Pfadfinderbewegung ist definiert als: »Eine freiwillige, nicht-politische Erziehungsbewegung für junge Leute die offen ist für alle, ohne Unterschiede von Herkunft, Rasse oder Glaubensbekenntnis, übereinstimmend mit dem Zweck, den Prinzipien und der Methode, die vom Gründer der Bewegung entwickelt wurden und unten dargestellt sind«

[...]

Das Pfadfindertum ist offen für alle, ohne Unterschied in Herkunft, Rasse, Klasse oder Glauben. Eine der Grundprinzipien der Bewegung ist das Prinzip der Nichtdiskriminierung, sofern die betreffende Person sich freiwillig zu dem Zweck, den Prinzipien und der Methode der Bewegung bekennt.

Der Zweck der Pfadfinderbewegung

Der Zweck der Pfadfinderbewegung begründet ihre Existenz und beschreibt ihre Ziele.
Zweck der Pfadfinderbewegung ist es: »zur Entwicklung junger Menschen beizutragen, damit sie ihre vollen körperlichen, intellektuellen, sozialen und geistigen Fähigkeiten als Persönlichkeiten, als verantwortungsbewußte Bürger und als Mitglieder ihrer örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaft einsetzen können.«

[...]

Die Prinzipien der Pfadfinderbewegung

Die Prinzipien sind die fundamentalen Regeln und Einstellungen, welche zur Erreichung des Ziels beachtet werden müssen. Sie beschreiben einen Verhaltenskodex, der alle Mitglieder charakterisiert. Das Pfadfindertum basiert auf drei Grundprinzipien, die seine fundamentalen Regeln und Einstellungen beschreibt. Diese sind:
  • die Pflicht gegenüber Gott
  • die Pflicht gegenüber Dritten
  • die Pflicht gegenüber sich selbst
Diese erste beschreibt die persönliche Beziehung zu den geistigen Werten des Lebens, die zweite ist die persönliche Beziehung zur Gesellschaft im weitesten Sinne und das dritte benennt die Verpflichtung einer Person gegenüber sich selbst.

Die Pflicht gegenüber Gott

Das erste der oben genannten Prinzipien der Pfadfinderbewegung wird definiert als »Festhalten an geistlichen Grundsätzen, Treue zur Religion, die diese ausdrückt, und Anerkennen von Verpflichtungen, die daraus erwachsen.«
Im Gegensatz zum Titel, enthält der eigentliche Text das Wort »Gott« nicht. Dadurch soll klar werden, daß diese Beschreibung auch Religionen einschließt, die nicht an einen Gott glauben, wie z.B. der Hinduismus, oder solche, die keinen festen Gott kennen, wie z. B. der Buddhismus.
Über den Ursprung der Religion im Pfadfindertum befragt, antwortete B.-P.: »Sie kommt nicht hinein. Sie ist bereits da. Die Religion ist ein grundlegender Faktor des Pfadfindertums.«
Eine sorgfältige Analyse der Schriften des Gründers zeigt, daß das Konzept einer übermenschlichen Macht grundlegend für das Pfadfindertum ist. Das ganze erzieherische Bemühen der Bewegung zielt darauf, jungen Menschen zu helfen, über die materialistische Welt hinaus die spirituellen Werte des Lebens zu finden.

[...]

Die pfadfinderische Methode

Eine Methode kann als Mittel, das zur Zielerreichung benutzt wird, oder aber als Abfolge von Schritten auf das Ziel zu definiert werden. Wenn, wie das bei der Pfadfinderbewegung der Fall ist, eine Bewegung auf gewissen Grundlagen basiert, so müssen die Methoden auf diesen Grundlagen aufbauen.
Die pfadfinderische Methode ist definiert als: »ein System fortschreitender Selbsterziehung durch:
  • Gesetz und Versprechen
  • Learning by doing
  • Bildung kleiner Gruppen (z. B. Sippen), welche, unter Führung Erwachsener, fortschreitendes Entdecken und Übernehmen von Verantwortung sowie die Erziehung zu Selbständigkeit durch die Entwicklung des Charakters, Anerkennung von Verantwortlichkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Führung, einbeziehen.
  • Fortschreitende und attraktive Programme verschiedenartiger Aktivitäten, die auf den Interessen der Teilnehmer beruhen wie Spiele, sinnvolle Fertigkeiten, Dienst im Gemeinwesen, die weitgehend in engem Kontakt mit Natur und Umwelt stattfinden.
Die pfadfinderische Methode ist also ein System fortschreitender Selbsterziehung.

[...]

Schließlich spielt die Natur noch eine grundlegende Rolle in der religiösen Entwicklung junger Menschen. Mit den Worten des Gründers: »Die Atheisten behaupten, daß eine Religion, die aus einem von Menschen geschriebenen Buch stammt, nicht echt sein kann. Aber sie scheinen nicht zu sehen, daß uns Gott neben den gedruckten Büchern das großartige Buch der Natur zu lesen gab. Und sie können nicht behaupten, daß darin die Unwahrheit steht - die Tatsachen stehen dem entgegen. Ich bin nicht dafür das Studium der Natur als eine Form des Gottesdienstes oder als Ersatzreligion zu verwenden, aber ich trete dafür ein, das Verständnis der Natur in verschiedenen Fällen als einen Schritt hin zur Religion zu sehen.«
Folgerichtig ist für Baden-Powell: »...das Wunder aller Wunder, wie manche Lehrer diese einfache und todsichere Möglichkeit der Erziehung (das Studium der Natur) vernachlässigen und stattdessen darauf bestehen, als ersten Schritt biblische Unterweisungen durchzuführen, um unruhige und lebhafte Jungen zum Nachdenken über tiefgründige Dinge zu bewegen.«
GuPf und LG
Walter

PS: Weil es ja hier off topic ist, und um Deine und meine Nerven zu schonen, habe ich zu Deinem Zitat auch noch einen neuen Thread "Pfadfinder in Deutschland" eröffnet, in dem es ausdrücklich nicht um Freimaurerei geht.
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Beitrag von Pit » Dienstag 15. August 2006, 21:04

Nun, ob Pfadfinder Freimaurer sind oder nicht, dürfte hinreichend disskutiert worden sein. Aber ich habe einen Text gefunden, der vieleicht den einen oder anderen interessieren könnte:

"Keiner taugt viel, der nicht an Gott glaubt, und seinen Willen befolgt.; daher soll jeder Pfadfinder einer Religionsgemeinschaft angehören.
Religion ist etwas sehr Einfaches:
Erstens: Liebe Gott und diene ihm.
Zweitens:Liebe Deinem Nächsten und diene ihm.

In Erfüllung Deiner Pflichten gegen Gott sei ihm immer dankbar....."

Das Zitat stammt übrigens von Robert Baden-Powell, Lord of Gilwell, dem Gründer der internationalen Pfadfinderbewegung.

Gruß, Pit
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Linus
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Beitrag von Linus » Dienstag 15. August 2006, 22:34

Was macht dann bloss ein Buddhist odert Taoist, in diesen Religionen gibts ja keine Götter, grad mal Geister (zumindest in einigen Lehrarten)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Beitrag von Sein_oder_Nichtsein » Donnerstag 17. August 2006, 04:16

Linus hat geschrieben:Was macht dann bloss ein Buddhist odert Taoist, in diesen Religionen gibts ja keine Götter, grad mal Geister (zumindest in einigen Lehrarten)
Heißer Tipp: Tao Te King.

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Donnerstag 17. August 2006, 10:06

Ist der mit King Kong verwandt?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Beitrag von pierre10 » Donnerstag 17. August 2006, 15:42

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ist der mit King Kong verwandt?
Klar, es ist sein Vater. Siehste doch an der Ähnlichkeit

Pierre mit einem Lächeln
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

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Geheimniskraemer
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Beitrag von Geheimniskraemer » Donnerstag 17. August 2006, 19:28

Linus hat geschrieben:Was macht dann bloss ein Buddhist odert Taoist, in diesen Religionen gibts ja keine Götter, grad mal Geister (zumindest in einigen Lehrarten)
Tja, es sind halt einfach keine Religionen, sondern Philosophien.

Wer das Dao De Jing nicht versteht, braucht die Quabbalah gar nicht erst andenken.

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Beitrag von Linus » Donnerstag 17. August 2006, 22:58

Mir reicht wenn ich Dao Fu als Tofu beim Chinesen erkenne, liebes Mysterienkiosk.

PS. und dein Blablablah reicht mir völlig. ich brauch kein Quabalblah Gäbe es hier eine Plonklist ich nutzte sie für dich....
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Beitrag von Geheimniskraemer » Donnerstag 17. August 2006, 23:05

Linus hat geschrieben:Mir reicht wenn ich Dao Fu als Tofu beim Chinesen erkenne, liebes Mysterienkiosk.

PS. Ist Luther King der Urenkel von King Kong ;)
:ikb_chinese:

:mrgreen: Der war gut, das zeigt wenigstens geradlinigen Humor!

Und immer aufpassen das das MSG Dir nicht die Energie hinter Deinem Bauchnabel herauszieht. Schön transfomieren... alle Säfte in der richtigen Reihenfolge... :)

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Beitrag von Peregrin » Sonntag 26. November 2006, 20:23

Pit hat geschrieben: Aber da hier im "Kreuzgang" auch schon Robert Baden-Powell unterstellt wurde, er wäre Freimaurer gewesen, ohne einen stichhaltigen Beleg dafür zu bringen,
Der Gedanke hat mich auch schon verschiedentlich beschlichen. Hinweise wäre das allein noch unverdächtige Programm, junge Menschen zu formen, verbunden mit einem offenbar synkretistischen Religionsverständnis und seine für einen nominellen Christen seltsame Idee, sein Grab mit diesem Kreissymbol mit Punkt statt einem Kreuz verzieren zu lassen. Angeblich ja ein "Bodenzeichen", aber wo er das wirklich her hat, möchte ich einmal wissen. Auch war er als höherer, später geadelter Offizier mit beträchtlicher Öffentlichkeitswirkung jemand, den eine Loge damals wohl anzuwerben versucht haben könnte. Zumal die in Engeland sowieso stark präsent waren.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Beitrag von Walter » Sonntag 26. November 2006, 22:10

Peregrin hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Aber da hier im "Kreuzgang" auch schon Robert Baden-Powell unterstellt wurde, er wäre Freimaurer gewesen, ohne einen stichhaltigen Beleg dafür zu bringen,
Der Gedanke hat mich auch schon verschiedentlich beschlichen. Hinweise wäre das allein noch unverdächtige Programm, junge Menschen zu formen, verbunden mit einem offenbar synkretistischen Religionsverständnis und seine für einen nominellen Christen seltsame Idee, sein Grab mit diesem Kreissymbol mit Punkt statt einem Kreuz verzieren zu lassen. Angeblich ja ein "Bodenzeichen", aber wo er das wirklich her hat, möchte ich einmal wissen.
Wenn Du mal bei den Pfadfindern warst, wird man Dir sicher sog. Waldläuferzeichen beigebracht haben. Die haben nichts mit Magie zu tun, sondern sind meist einfache Kombinationen von Steinen oder Stöcken, die im Gelände Hinweise geben, welchen Weg die Vorausgegangen einschlagen haben. Das angesprochene Zeichen Bild bedeutet: "I have gone home."

Alles weitere zu dem Thema (was nicht schon x-fach dort geschrieben wurde) bitte in "Sind die Pfadfinder eine Freimaurer-Bewegung?" oder allgemein in den Thread "Freimaurerei" schreiben!

Gut Pfad
Walter
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Beitrag von Pit » Sonntag 26. November 2006, 22:24

Danke für die Erklärungen, Walter.
Eine synkretistische Religionsauffassung vertrat B.P., wie er von Freunden genannt wurde, keineswegs, er war selber gläubiger Christ.
Aber er akzeptierte auch andere Glaubensgemeinschaften und Religionen, da die Pfadfinderbewegung von Anfang an keine rein christliche und auch keine rein katholische Organisation war.
Das "Grab" in St.Pauls / London ist übrigens lediglich eine Art Grab- oder besser Gedenkplatte, denn das eigentliche Grab von ihm befindet sich auf dem Gelände seiner damaligen Farm in Kenia.

Gut Pfad, Pit
Walter hat geschrieben:
Wenn Du mal bei den Pfadfindern warst, wird man Dir sicher sog. Waldläuferzeichen beigebracht haben. Die haben nichts mit Magie zu tun, sondern sind meist einfache Kombinationen von Steinen oder Stöcken, die im Gelände Hinweise geben, welchen Weg die Vorausgegangen einschlagen haben. Das angesprochene Zeichen Bild bedeutet: "I have gone home."

Alles weitere zu dem Thema (was nicht schon x-fach dort geschrieben wurde) bitte in "Sind die Pfadfinder eine Freimaurer-Bewegung?" oder allgemein in den Thread "Freimaurerei" schreiben!

Gut Pfad
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Bischof als Freimaurer?

Beitrag von Petur » Dienstag 20. Mai 2008, 16:47

Hallo!

Der Wikipedia-Artikel schreibt das über den grossen französischen Bischof Dupanloup:

"1875 trat er als Mitglied der Académie française zurück, um gegen die Wahl von Émile Littré, dem Autor des Dictionnaire de la langue française zu protestieren. Im selben Jahr bat beim Grand Orient de France um Aufnahme als Freimaurer. Auf die Frage, ob er an die Existenz Gottes glaube, antwortete er: „Ein Weiser des Altertums, dem ein König die gleiche Frage stellte, dachte Tag für Tag nach und fühlte sich niemals in der Lage, zu antworten. Ich bitte Sie, auch von mir weder Bejahung noch Verneinung zu verlangen. Keine Wissenschaft leugnet eine ›erste Ursache‹, denn nirgends trifft sie etwas, was gegen eine solche zeugt, noch eine solche beweist. Alles Wissen ist relativ, immer wieder stößt man auf Wesenheiten und Urgesetze, deren tiefsten Grund wir nicht erkennen. Wer mit Entschiedenheit ausspricht, dass er weder gottgläubig noch Gottesleugner ist, beweist nur sein Unverständnis für das Problem des Werdens und Vergehens der Dinge.[1]“

Dupanloup als Freimaurer? Und derartige Gedanken von ihm?
Nein, das ist sicher nicht wahr!

Alles Gute!

Petur

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Beitrag von Linus » Dienstag 20. Mai 2008, 17:00

Warum nicht, es soll deren mehrere Geben. (wobe soll getrost durch es gibt ersetzt werden kann)
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Petur
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Beitrag von Petur » Dienstag 20. Mai 2008, 17:23

Linus hat geschrieben:Warum nicht, es soll deren mehrere Geben. (wobe soll getrost durch es gibt ersetzt werden kann)
Hier-in Zusammenhang mit einem Buch des Bischofs- schreibt man aber eben das Gegenteil:


DUPANLOUP, FELIX ANTOINE PHILIBERT L' Atheísme et le péril social.
Paris, Douniol 1866. 21 cm. 192 S. ¶ - Stammhammer I, 68 - LThK vergleiche III, 491f. - Erstausgabe. Dupanloup, Bischof von Orléans, wirkte für die Kirche hinsichtlich des höheren Unterrichts sowie in der Bekämpfung der Freimaurerei (LThK).

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Esperanto
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Beitrag von Esperanto » Dienstag 20. Mai 2008, 19:05

Vielleicht gehen ja auch manche in die Freimaurerei, um sie von innen zu zersetzen!

ad_hoc
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Beitrag von ad_hoc » Mittwoch 21. Mai 2008, 00:24

Dass Priester, Bischöfe und sogar Kardinäle Freimaurer waren, bzw. sind, ist kein Novum.

Etwas anderes ist viel gravierender:
Demzufolge soll der französische Autor Arrai Daniele nachgewisen haben, dass Angelo Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII., als er Nuntius in Paris war, regelmäßig jeden Freitag die Großloge der Pariser Freimaurer aufgesucht haben.
1989 war in der freimaurerischen Zeitschrift "Humanisme" zu lesen, dass Roncalli, der spätere Papst also, sich mit Alexandre Chevalier, dem späteren Großmeister der Pariser Loge, sich getroffen hatte, der Vorschläge u. a. zur Veränderung des kanonischen Rechts vorgetragen hatte.
Es besteht tatsächlich der Verdacht, dass die Freimaurer am Konzil mitgewirkt hatten. In einem Brief des Kardinals Tisserants an einen Professor des kanonischen Rechts erklärte er die Wahl Roncallis für unrechtmäßig, da diese Wahl vorbereitet wurde von Kräften, die dem Hl. Geist fremd sind.

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Nachforschungen des Arrai Daniele, müssen viele Aussagen und Maßnahmen des Papstes Johannes XXIII. in einem anderen Licht neu beurteilt werden.

Gruß, ad_hoc
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 21. Mai 2008, 02:01

Petur hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Warum nicht, es soll deren mehrere Geben. (wobe soll getrost durch es gibt ersetzt werden kann)
Hier-in Zusammenhang mit einem Buch des Bischofs- schreibt man aber eben das Gegenteil:


DUPANLOUP, FELIX ANTOINE PHILIBERT L' Atheísme et le péril social.
Paris, Douniol 1866. 21 cm. 192 S. ¶ - Stammhammer I, 68 - LThK vergleiche III, 491f. - Erstausgabe. Dupanloup, Bischof von Orléans, wirkte für die Kirche hinsichtlich des höheren Unterrichts sowie in der Bekämpfung der Freimaurerei (LThK).
Lies mal hier nach: http://www.newadvent.org/cathen/05202a.htm

Offensichtlich ist der Wikipedia-Artikel völliger Müll. Die Freimaurersache ist aus Lenhoffs Maurerlexikon abgeschrieben. Das ist keine Quelle. Daß Dupanloup als "liberal" gegolten habe, ist ebensolcher Unfug. Bearbeite doch den Artikel (unter Berufung auf LThK und CathEnc).

(Freimaurer mit Bischofsmütze hat es natürlich dennoch gegeben, z. B. Dalberg. Gibt es auch sicher immer noch. Aber ohne Belege will ich da jetzt nicht mitspekulieren.)
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rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Beitrag von Raphaela » Mittwoch 21. Mai 2008, 08:55

ad_hoc hat geschrieben:Dass Priester, Bischöfe und sogar Kardinäle Freimaurer waren, bzw. sind, ist kein Novum.

Etwas anderes ist viel gravierender:
Demzufolge soll der französische Autor Arrai Daniele nachgewisen haben, dass Angelo Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII., als er Nuntius in Paris war, regelmäßig jeden Freitag die Großloge der Pariser Freimaurer aufgesucht haben.
1989 war in der freimaurerischen Zeitschrift "Humanisme" zu lesen, dass Roncalli, der spätere Papst also, sich mit Alexandre Chevalier, dem späteren Großmeister der Pariser Loge, sich getroffen hatte, der Vorschläge u. a. zur Veränderung des kanonischen Rechts vorgetragen hatte.
Es besteht tatsächlich der Verdacht, dass die Freimaurer am Konzil mitgewirkt hatten. In einem Brief des Kardinals Tisserants an einen Professor des kanonischen Rechts erklärte er die Wahl Roncallis für unrechtmäßig, da diese Wahl vorbereitet wurde von Kräften, die dem Hl. Geist fremd sind.

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Nachforschungen des Arrai Daniele, müssen viele Aussagen und Maßnahmen des Papstes Johannes XXIII. in einem anderen Licht neu beurteilt werden.

Gruß, ad_hoc
Der Heilige Geist kennt bestimmt viele Wege, um "Seinen" Kanditaten zum Papst zu machen.....

Franziska
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Beitrag von Franziska » Mittwoch 21. Mai 2008, 09:17

ad_hoc hat geschrieben:Dass Priester, Bischöfe und sogar Kardinäle Freimaurer waren, bzw. sind, ist kein Novum.

Etwas anderes ist viel gravierender:
Demzufolge soll der französische Autor Arrai Daniele nachgewisen haben, dass Angelo Roncalli, der spätere Papst Johannes XXIII., als er Nuntius in Paris war, regelmäßig jeden Freitag die Großloge der Pariser Freimaurer aufgesucht haben.
1989 war in der freimaurerischen Zeitschrift "Humanisme" zu lesen, dass Roncalli, der spätere Papst also, sich mit Alexandre Chevalier, dem späteren Großmeister der Pariser Loge, sich getroffen hatte, der Vorschläge u. a. zur Veränderung des kanonischen Rechts vorgetragen hatte.
Es besteht tatsächlich der Verdacht, dass die Freimaurer am Konzil mitgewirkt hatten. In einem Brief des Kardinals Tisserants an einen Professor des kanonischen Rechts erklärte er die Wahl Roncallis für unrechtmäßig, da diese Wahl vorbereitet wurde von Kräften, die dem Hl. Geist fremd sind.

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der Nachforschungen des Arrai Daniele, müssen viele Aussagen und Maßnahmen des Papstes Johannes XXIII. in einem anderen Licht neu beurteilt werden.

Gruß, ad_hoc
Das scheint mir doch sehr unglaubwürdig, weil extrem tendenziös zu sein! Und interessant ist ja auch, aus welcher Richtung das kommt... :/

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