Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

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Piusderdritte
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Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Piusderdritte » Freitag 21. März 2014, 16:56

Die ständigen Versuche das Bargeld abzuschaffen b.z.w. schlecht zu reden ist nur ein weiterer Schritt Richtung Tyrannei!
Wie schnell es geht Konten oder Kreditkarten zu sperren sieht man am Beispiel Russlands:

Visa und Mastercard stellen Transaktionen für die Rossija-Bank ein

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 59951.html

Jeder Person, kann zu jederzeit, das Konto b.z.w. Kreditkarte aus fahdenscheinigen Gründen gesperrt werden.
Auch aus diesem Grunde sollte man immer über genügend Bargeld verfügen.
Zinsen gibt es nicht, von daher ist es egal ob das Geld auf dem Konto ist oder in der Geldbörse.

gruss, PiusIII.
"Katholische Haus- und Schulbibel" (aus1928) von Paul Bergmann, ist eine sehr gute Zusammenfassung der Bibel! Sollte jeder Katholik mal gelesen haben. Verständlich geschrieben und schnell durchgelesen!

heiliger_raphael
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von heiliger_raphael » Freitag 21. März 2014, 21:09

Vor allem fördert der bargeldlose Verkehr Maßlosigkeit, Verschuldung, Verwirrung.

San Marco
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von San Marco » Freitag 21. März 2014, 22:47

Wenn irgendwelche verkommenen Angehörigen von russischen Oligarchensippen plötzlich im Ausland keine Kreditkarte mehr nutzen können, gibt das denen doch sehr zu denken. Denn Shopping, Rumhuren und Buffet-im-Luxushotel-Leerfressen wird interessanterweise gerne in Europa und den USA gemacht.

Tritonus
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Tritonus » Freitag 21. März 2014, 23:13

San Marco hat geschrieben:... Rumhuren und Buffet-im-Luxushotel-Leerfressen wird interessanterweise gerne in Europa und den USA gemacht.
Was sollten die Typen denn auch sonst hier? Zum Schwimmen und Sonnen fährt man ans Schwarze Meer, zum Bergsteigen in den Kaukasus, zum Rumhuren nach Deutschland. Deutschland ist Prostitutions-Europameister. "Kernkompetenz" nennt man das.

Du hast in Deiner Liste übrigens noch was vergessen: Pressekonferenzen ( http://www.spiegel.de/video/michail-cho ... 1744.html ).

Caviteño
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 22. März 2014, 09:46

heiliger_raphael hat geschrieben:Vor allem fördert der bargeldlose Verkehr Maßlosigkeit, Verschuldung, Verwirrung.
:hae?: :achselzuck:
Den Stand auf dem eigenen Konto kann man schneller überprüfen, als das eigene Geld nachzuzählen und Verschuldung hat es auch schon vor Einführung des Buchgeldes gegeben.
San Marco hat geschrieben: Wenn irgendwelche verkommenen Angehörigen von russischen Oligarchensippen plötzlich im Ausland keine Kreditkarte mehr nutzen können, gibt das denen doch sehr zu denken. Denn Shopping, Rumhuren und Buffet-im-Luxushotel-Leerfressen wird interessanterweise gerne in Europa und den USA gemacht.
:D :D :D

Glaubst Du wirklich, daß "Angehörigen von russischen Oligarchensippen" im Ausland zwar Häuser, Wohnungen oder Landgüter aber keine eigenen Konten haben? :kugel: Kreditkarten können sie auch von den westlichen Banken bekommen - vor allem, wenn sie über entsprechende Guthaben verfügen. Kontensperrungen und Einreiseverweigerungen wurden bisher nur für wenige "Oligarchen" ausgesprochen - die Kreditkartensperre betrifft aber alle Russen mit einer Kreditkarte der entsprechenden russischen Bank.

Woher weißt Du denn überhaupt, daß die Oligarchen mit Kreditkarten bezahlen? Die reichen Araber aus Saudi-Arabien bringen jedenfalls in ihren eigenen Jets Koffer mit Bargeld(!) mit, wenn sie ihr Haus in Paris besuchen oder in Las Vegas zocken wollen. So berichtete es mir mein Schwager, der jahrelang mit einem Prinzen als Teil der Bediensteten um die Welt flog. Im Bedarfsfall wird der Jet zurückgeschickt und neues Bargeld geholt - im Koffer!

Betroffen von der Maßnahme ist doch nur die russische Mittelklasse, die ihren Urlaub in Zypern oder Dubai verbringt und dort bequem ohne Bargeld zahlen will.
Es handelt sich um einen typischen Show-Effekt: Man täuscht Aktionismus vor und trifft nur die Falschen. Wie würdest Du Dich wohl fühlen, wenn Du bei Ankunft Deines zweiwöchigen Urlaubs in Dubai/Türkei/Zypern erfährst, daß Deine Kreditkarte nicht akzeptiert wird und Du nur wenig Bargeld mitgenommen hast? :/

heiliger_raphael
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von heiliger_raphael » Sonnabend 22. März 2014, 10:12

Caviteño hat geschrieben: Den Stand auf dem eigenen Konto kann man schneller überprüfen, als das eigene Geld nachzuzählen und Verschuldung hat es auch schon vor Einführung des Buchgeldes gegeben.
Es gab mal eine Untersuchung, dass die Hemmschwelle durch die Kombination online verfügbarer Waren und dem Kreditkartenverkehr (alternativ Paypal, Giropay etc), bei dem ein reales Empfinden, wieviel Geld gerade ausgegeben wird, Geld auszugeben oder Neuanschaffungen zu tätigen, deutlich sinkt. Dazu kommen noch diverse Verbraucherkredite für Neuanschaffungen, die Menschen dazu verleiten, Dinge zu kaufen, die sie sich nicht leisten können. Die Verschuldung pro Kopf hat mittlerweile deutlich zugenommen.
Einerseits ist natürlich jeder selbst dazu angehalten, verantwortungsvoll mit seinem Geld umzugehen, andererseits kann man aber auch nicht leugnen, dass die Entwicklung des Marktes mittlerweile auf die gezielte Verschuldung von Menschen ausgelegt ist.
Ich müsste mal schauen, ob ich die im Netz noch irgendwas zu der Studie finde.

Caviteño
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 22. März 2014, 11:22

heiliger_raphael hat geschrieben: Einerseits ist natürlich jeder selbst dazu angehalten, verantwortungsvoll mit seinem Geld umzugehen, andererseits kann man aber auch nicht leugnen, dass die Entwicklung des Marktes mittlerweile auf die gezielte Verschuldung von Menschen ausgelegt ist.
An Kenntnissen der Wirtschaft hapert es in D.. Wenn man in den Schulen irgendwelche Projektwochen für die Dritte Welt, den Umweltschutz oä für wichtiger hält, als den Schülern das Führen eines Haushaltsbuches oder Grundbegriffe des Kontoverkehrs zu vermitteln, ist das auch kein Wunder. Prozent- und Zinsrechnen anhand praktischer Beispiele gehörten auch dazu. Auf den PH habe bisher noch niemanden gefunden, der den Jahreszinssatz des dort üblichen "five-six" (100 Geldeinheiten werden in den folgenden 30 Tagen jeden Tag mit 4 Geldeinheiten zurückgezahlt) auch nur näherungsweise richtig schätzen konnte. Ich nehme einmal an, daß das Ergebnis in den Schulen hier nicht viel anders ausfiele. Wie soll aber ein Kredit beurteilt werden können, wenn man über die Zinsauswirkung keine Vorstellung hat? :achselzuck:

Daß aufgrund der Warenvielfalt der Wunsch steigt, sich einen großen Teil auch leisten zu können, ist verständlich. Dabei dem bargeldlosen Zahlungsverkehr mehr oder weniger die (Teil-)Schuld zuzuweisen, entspricht der häufig anzutreffenden Einstellung, daß andere für das eigene Fehlverhalten - zumindest teilweise - verantwortlich sind. Es ist schon traurig genug, daß erwachsenen Menschen hier "Hilfsangebote" gemacht werden müssen. Noch trauriger ist es, wenn die Betroffenen diese Angebote noch nicht einmal annehmen.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von heiliger_raphael » Sonnabend 22. März 2014, 11:33

Caviteño hat geschrieben: Daß aufgrund der Warenvielfalt der Wunsch steigt, sich einen großen Teil auch leisten zu können, ist verständlich. Dabei dem bargeldlosen Zahlungsverkehr mehr oder weniger die (Teil-)Schuld zuzuweisen, entspricht der häufig anzutreffenden Einstellung, daß andere für das eigene Fehlverhalten - zumindest teilweise - verantwortlich sind. Es ist schon traurig genug, daß erwachsenen Menschen hier "Hilfsangebote" gemacht werden müssen. Noch trauriger ist es, wenn die Betroffenen diese Angebote noch nicht einmal annehmen.
Mir ist unverständlich, wieso man aus der Zielrichtung der Wirtschaft zwangsläufig eine Schuldverschiebung weg vom Individuum ableiten sollte. Die ausschließliche Schuld beim Individuum zu suchen ignoriert hingegen den Fakt, dass Werbepsychologen und Marktstrategen ganz gezielt psychologische Muster in Menschen nutzen, um den Absatz ankurbeln zu können. Wenn wir also von Schuld sprechen, dann sollten wir auch jene Strategen berücksichtigen, die wissentlich und freiwillig Menschen in den Ruin treiben, weil sie psychologische Muster nutzen. Es gibt hier also einmal die Verantwortung des Einzelnen, die aus Gründen die Du selbst beschreibst, vermindert werden kann, und die Verantwortung von Menschen, die so weit Einblick haben, dass sie wissentlich Schaden verursachen. Es geht hier also nicht um Schuldverschiebungen, sondern um Betrachtung von individueller Schuld und Verantwortung auf beiden Seiten. Beides ist Teil des Systems.

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Raphael
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Raphael » Sonnabend 22. März 2014, 11:44

Jetzt fragt mich doch so’n Typ ob ich studier,
ich sag: „ja Wirtschaftspolitik drum sitz ich hier“.
Da sacht der dass er von der Zeitung wär’,
und er wäre der Lokalredakteur.

Ein Rentner ruft: „ihr solltet euch was schämen!“,
ein andrer meint das liege alles am system.
Das ist so krank wie meine Leber sag ich barsch,
Die 12 Semester waren noch nicht so ganz um sonst.

Kreuzberger Nächte sind lang,
Kreuzberger Nächte sind lang,
Erst fang sie ganz langsam an,
Aber dann, aber dann.
(Quelle)
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 22. März 2014, 12:36

heiliger_raphael hat geschrieben:
Mir ist unverständlich, wieso man aus der Zielrichtung der Wirtschaft zwangsläufig eine Schuldverschiebung weg vom Individuum ableiten sollte. Die ausschließliche Schuld beim Individuum zu suchen ignoriert hingegen den Fakt, dass Werbepsychologen und Marktstrategen ganz gezielt psychologische Muster in Menschen nutzen, um den Absatz ankurbeln zu können. Wenn wir also von Schuld sprechen, dann sollten wir auch jene Strategen berücksichtigen, die wissentlich und freiwillig Menschen in den Ruin treiben, weil sie psychologische Muster nutzen. Es gibt hier also einmal die Verantwortung des Einzelnen, die aus Gründen die Du selbst beschreibst, vermindert werden kann, und die Verantwortung von Menschen, die so weit Einblick haben, dass sie wissentlich Schaden verursachen. Es geht hier also nicht um Schuldverschiebungen, sondern um Betrachtung von individueller Schuld und Verantwortung auf beiden Seiten. Beides ist Teil des Systems.
Der Marktingfachmann, der die Aufgabe hat, ein Produkt zu verkaufen, hat doch keinen Einfluß darauf, ob dieses Produkt von einem Kunden mit Kontostand +x oder -y gekauft wird. In dem einen Fall wäre es für Dich ok, in dem anderen Fall würde der Käufer durch die böse Tätigkeit des Werbefachmanns "in den Ruin" getrieben. Einmal abgesehen von der Tatsache, daß es sich um schon um eine Großanschaffung handeln muß, wenn man dadurch "in den Ruin getrieben" wird: Warum trägt der Werbefachmann eine Verantwortung - wenn losgelöst von seinem Einfluß - der Kauf durch den einen Kunden vertretbar und bei einem anderen Kunden nicht vertretbar ist? Er macht Werbung für das Produkt und nicht zielgerichtet auf die Leute mit einem Kontostand von -y.

Wenn der "Ruin" durch viele kleine einzelne Kauftransaktionen hervorgerufen wird, greift aber wieder der "Blick auf das Konto". Es wandert langsam auf die falsche Seite, es gibt genügend Zeit, um diesen Vorgang abzubremsen. Nur muß man das erkennen und nicht weitershoppen wie bisher.

Die Aufgabe des Marketings ist es , das Produkt zu vermarkten. Zum Schutz vor Überschuldung könnte man jedoch wie bei den Zigarettenschachteln über einen Warnhinweis ("Achtung: Der Kauf dieses Produktes vermindert Ihren Kontostand um den zu zahlenden Preis") nachdenken. :breitgrins:

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TeDeum
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von TeDeum » Sonnabend 22. März 2014, 12:54

Wir wickeln heute bereits die Mehrheit aller Zahlungen bargeldlos ab. Bargeldloses Bezahlen per Kreditkarte & co. ist erstmal kein Problem. Problematisch ist die Abhängig von der Bank / Kreditkartengesellschaft. Und ich möchte gar nicht darüber nachdenken, wie heiß einige Amtsschimmel bei dem Gedanken werden, einem Individuum per Mausklick sein gesamtes Vermögen zu sperren, bis er oder sie nach der Pfeiffe tanzt ... :dudu:

Glaube aber, dass dies nie passieren wird. Und wenn, werden sich Menschen einen Ersatz suchen - Gold und Silbermünzen, Amazon Gutscheine oder was weiß ich ...
Zuletzt geändert von TeDeum am Sonnabend 22. März 2014, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.

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lutherbeck
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von lutherbeck » Sonnabend 22. März 2014, 13:17

Klar ist aber,
dass der bargeldlose Markt v. a. dazu geschaffen wurde,
die Massen zu kontrollieren und disziplinieren.

So ist jeder gesparte Euro dem Staat bestens bekannt
und wird v. a. in der Endphase des Lebens von diesem wieder eingefordert,
um etwa die Leistungen der Altenversorgung zu finanzieren!

Aber auch alle, die sonst in Not kommen,
müssen erst einmal ihre Konten leerräumen,
bevor es staatliche "Leistungen" (HARTZ) gibt...

Umgehen kann man das nur dadurch,
indem man sein Geld zu Hause behält
und auf die niedrigen Zinsen sch...

Oder es ins Ausland schafft...

:pfeif:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Quasinix
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Sonntag 6. April 2014, 06:52

Interessant in diesem Zusammenhang:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... bschaffen/
Vorausgesetzt, man betrachtet die Zentralbanken als die wichtigsten Regierungen der Welt [[Punkt]], erspart die Abschaffung des Bargelds bei gleichzeitiger Einführung von Negativ-Zinsen den Herren des globalen Finanzsystems den mühsamen Umweg über nationalstaatliche Regierungen. Diese müssen die Zwangs-Abgabe eintreiben – ein möglicher Weise mühsames Unterfangen, wie der IWF selbst einräumt.

Die Kombination von Negativ-Zinsen auf Spareinlagen mit der Abschaffung von Bargeld dagegen verschafft dem Finanz-System den direkten Zugriff auf den Sparer: Es hat gar keine Alternativen mehr, als sein Geld entweder schleunigst auszugeben – oder er verliert es über die Negativ-Zinsen.

Mit diesen Überlegungen wird die Bezahlung der global angehäuften Schulden tatsächlich alternativlos für den Bürger. Er muss nicht einmal mehr enteignet werden, um sein Erspartes loszuwerden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 34637.html
Der Weltwirtschaft drohen 30 Jahre Stagnation, prophezeit der Ökonom Larry Summers. Um aus dieser Falle herauszukommen, helfen nur radikale Lösungen - etwa ein Ende des Bargeldes oder eine Verstaatlichung aller Banken.
http://www.youtube.com/watch?v=MWRAFry0KBs

http://www.youtube.com/watch?v=JPKu6C7AyAg
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Dieter » Sonntag 6. April 2014, 11:08

lutherbeck hat geschrieben:Klar ist aber,
dass der bargeldlose Markt v. a. dazu geschaffen wurde,
die Massen zu kontrollieren und disziplinieren.

So ist jeder gesparte Euro dem Staat bestens bekannt
und wird v. a. in der Endphase des Lebens von diesem wieder eingefordert,
um etwa die Leistungen der Altenversorgung zu finanzieren!

Aber auch alle, die sonst in Not kommen,
müssen erst einmal ihre Konten leerräumen,
bevor es staatliche "Leistungen" (HARTZ) gibt...

Umgehen kann man das nur dadurch,
indem man sein Geld zu Hause behält
und auf die niedrigen Zinsen sch...

Oder es ins Ausland schafft...

:pfeif:


Toll! Dann haben wir demnächst also Leute, die von der Allgemeinheit (HartzIV) leben, aber zuhause die Koffer voller Bargeld haben.

Sehr christlich!

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lutherbeck
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von lutherbeck » Sonntag 6. April 2014, 11:14

Keine Sorge - so klug sind die meisten Leute eh nicht... :D
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

Didymus
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Didymus » Sonntag 6. April 2014, 12:36

Daß Bargeld ein Stück Freiheit bedeutet, liegt auf der Hand. Daß deswegen auf dessen Abschaffung hingearbeitet wird, folgt daraus.

Deswegen sollte jeder genügen Bargeld zu Hause haben und wenn möglich nicht bargeldlos bezahlen. Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, bar zu bezahlen, während ich früher oft mit Karte gezahlt habe.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Pit » Sonntag 6. April 2014, 15:42

heiliger_raphael hat geschrieben:Vor allem fördert der bargeldlose Verkehr Maßlosigkeit, Verschuldung, Verwirrung.
Er kann ihn fördern,aber wenn jemand nicht mit Geld umgehen und wirtschaften kann,dann kann er es auch nicht,wenn er Bargeld in der Hand hat,ausserdem ist der bargeldlose Zahlungsverkehr sooo neu auch nicht.
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Gallus
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Gallus » Sonntag 6. April 2014, 15:52

lutherbeck hat geschrieben:So ist jeder gesparte Euro dem Staat bestens bekannt
und wird v. a. in der Endphase des Lebens von diesem wieder eingefordert,
um etwa die Leistungen der Altenversorgung zu finanzieren!

Aber auch alle, die sonst in Not kommen,
müssen erst einmal ihre Konten leerräumen,
bevor es staatliche "Leistungen" (HARTZ) gibt...
Und das ist schlimm? Daß man erstmal mit seinen eigenen Mitteln für seinen Lebensunterhalt sorgt, bevor man staatliche Leistungen erhält? Das findest Du skandalös?

Wenn Meinungen wie die Deine Mainstream sind, dann leben wir wohl bereits in Schmarotzistan :hmm:

Lilaimmerdieselbe
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 6. April 2014, 16:27

Ich nehme an, dass lutherbeck nicht Schmarotzertum gutheißen wollte, sondern darauf hinweisen wollte, dass diese Kontrolle durchaus auch manchmal sinnvolles leistet.
Ich persönlich vermeide elektronischen Zahlungsverkehr, weil ich nicht mehr Datenspuren hinterlassen will als nötig und finde, wofür ich mein Geld ausgebe, geht niemand das etwas an.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Vir Probatus » Sonntag 6. April 2014, 16:34

Didymus hat geschrieben:Daß Bargeld ein Stück Freiheit bedeutet, liegt auf der Hand. Daß deswegen auf dessen Abschaffung hingearbeitet wird, folgt daraus.

Deswegen sollte jeder genügen Bargeld zu Hause haben und wenn möglich nicht bargeldlos bezahlen. Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, bar zu bezahlen, während ich früher oft mit Karte gezahlt habe.
Das ist doch vollkommen weltfremd:

1. Wo kann man heute Lohn oder Geld in bar bekommen ?
2. Nirgendwo kann man regelmässige Zahlungen wie Telefonrechnungen, Stromrechnungen, Mieten, Hypothekenraten in bar leisten.
3. Das Herumtragen hoher Bargeldbeträge ist ein Risiko (Überfall, Diebstahl, Verlust)
4. Das Umwandeln von Kontoguthaben in Bargeld ist mittlerweile nur noch an Geldausgabeautomaten möglich und kostet, sofern es nicht an der eigenen Bank gemacht wird, erhebliche Summen.

Und das ist auch nicht neu:
So existieren noch heute in den Tarifverträgen Regelungen, wo der Arbeitgeber die Kontogebühr übernimmt: und die Regelungen sind aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Weil den Arbeitgebern damals die Barauszahlung zu umständlich wurde.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Sonntag 6. April 2014, 16:47

> 1. Wo kann man heute Lohn oder Geld in bar bekommen ?
> 2. Nirgendwo kann man regelmässige Zahlungen wie Telefonrechnungen,
> Stromrechnungen, Mieten, Hypothekenraten in bar leisten.

Es geht ja nicht um die < 10 monatlichen Zahlungen wie Gehalt, Miete und Strom, die sowieso jedem Interessierten bekannt sind, sondern um die geplante generelle Unmöglichkeit, Einkäufe bar zu tätigen.

> 3. Das Herumtragen hoher Bargeldbeträge ist ein Risiko (Überfall, Diebstahl, Verlust)

Du sollst ja auch nicht beim Gang zum Bäcker mit hohen Bargeldbeträgen umeinandspazieren, aber das Recht haben, Deinen Einkauf dort in Bar zu bezahlen. Abgesehen davon genau eines der "Argumente" für die Abschaffung des Bargelds, s. die o.a. Links.

> 4. Das Umwandeln von Kontoguthaben in Bargeld ist mittlerweile nur noch an Geldausgabeautomaten
> möglich und kostet, sofern es nicht an der eigenen Bank gemacht wird, erhebliche Summen.

Tja, WARUM WOHL?
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Pit » Sonntag 6. April 2014, 17:04

Vir Probatus hat geschrieben: Das ist doch vollkommen weltfremd:

1. Wo kann man heute Lohn oder Geld in bar bekommen ?
2. Nirgendwo kann man regelmässige Zahlungen wie Telefonrechnungen, Stromrechnungen, Mieten, Hypothekenraten in bar leisten.
3. Das Herumtragen hoher Bargeldbeträge ist ein Risiko (Überfall, Diebstahl, Verlust)
...
zu den Punkten 1) und 2):
Es wäre möglich,seinen Lohn/sein Gehalt bar ausgezahlt zu bekommen - theoretisch und in kleineren Betrieben auch praktisch - aber ich möchte (!) nicht jeden Monat zur Krankenkasse und zur Rentenversicherung gehen müssen um dort meinen Beitrag zu bezahlen.
zu Punkt 3):
Das genau ist ein wesentlicher Punkt,warum schon recht früh in Europa der bargeldlose Zahlungsverkehr eingeführt wurde und sich im Handel auch schnell etablierte---besonders im Fernhandel.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Gallus » Sonntag 6. April 2014, 17:06

Quasinix hat geschrieben: > 4. Das Umwandeln von Kontoguthaben in Bargeld ist mittlerweile nur noch an Geldausgabeautomaten
> möglich und kostet, sofern es nicht an der eigenen Bank gemacht wird, erhebliche Summen.

Tja, WARUM WOHL?
Ganz einfach: Weil der Gesetzgeber inzwischen hinter jeder größeren Bargeldtransaktion Geldwäsche, Drogen-, Waffen-, oder Menschenhandel oder Steuerhinterziehung vermutet. Deshalb machen sie es einem ja auch schwer, Bargeld wieder aufs Konto einzuzahlen.

Ich habe letztes Jahr einen antiken Schrank verkauft. Passte einfach nicht mehr zu meiner Einrichtung und brachte mir 2.500 Euro, der Käufer zahlte bar. Kein Problem dachte ich, kann ich ja sofort auf mein Konto einzahlen. Von wegen! Denn mein Konto habe ich bei der Sparkasse A an meinem alten Heimatort, lebte aber inzwischen 200km entfernt in B. Zum Einzahlen hätte ich nach A fahren müssen, denn die Sparkasse in B hatte, weil ich dort eben kein Konto führte, ein Einzahlungslimit von 999 Euro. Geldwäschegesetz.

Geldwäsche kontrollieren, darum geht es. Das ist es dann aber auch schon. Kein Mensch hat ein Interesse daran, im elektronischen Zahlungsverkehr zu kontrollieren, ob Herr x sein Geld für den Osservatore Romano oder den Playboy überweist.

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Pit » Sonntag 6. April 2014, 17:10

Quasinix hat geschrieben: Du sollst ja auch nicht beim Gang zum Bäcker mit hohen Bargeldbeträgen umeinandspazieren, aber das Recht haben, Deinen Einkauf dort in Bar zu bezahlen.
Nun,beim Bäcker,Metzger usw.wird es sicher keine- wie mancher Zeitgenosse befürchtet - Unmöglichkeit geben,in bar zu zahlen,denn bei entsprechend kleinen Beträgen wäre der Aufwand für eine bargeldlose Zahlung zu gross.
Und bei Zahlungen in entsprechender Grösse- Kauf eines Autos,eines neuen Sofas usw. - kann ich zwar in bar zahlen,aber die Gefahr bestohlen zu werden oder auch nur das Geld zu verlieren,wäre mir zu gross.
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Sonntag 6. April 2014, 19:07

Pit hat geschrieben:Nun,beim Bäcker,Metzger usw.wird es sicher keine- wie mancher Zeitgenosse befürchtet - Unmöglichkeit geben,in bar zu zahlen,denn bei entsprechend kleinen Beträgen wäre der Aufwand für eine bargeldlose Zahlung zu gross.
Und bei Zahlungen in entsprechender Grösse- Kauf eines Autos,eines neuen Sofas usw. - kann ich zwar in bar zahlen,aber die Gefahr bestohlen zu werden oder auch nur das Geld zu verlieren,wäre mir zu gross.
Das ist aber das Ziel - schau Dir das Beispiel Schweden an und die von mir verlinkten Artikel. Da geht es um die GENERELLE Abschaffung von Bargeld.
Gallus hat geschrieben:Geldwäsche kontrollieren, darum geht es. Das ist es dann aber auch schon. Kein Mensch hat ein Interesse daran, im elektronischen Zahlungsverkehr zu kontrollieren, ob Herr x sein Geld für den Osservatore Romano oder den Playboy überweist.
Dito Thema verfehlt - lies halt mal die von mir verlinkten Artikel! Dein zweiter Satz ist mit Verlaub besonders daneben - 1. kann man Dich super erpressen, wenn man weiß, was Du so alles kaufst und 2. werden schon seit Jahren alle irgendwie verfügbaren Daten auf jede mögliche Weise miteinander verknüpft, und beim täglichen Einkauf fällt da eben wesentlich mehr und unmittelbar wirtschaftlich und persönlichkeitsprofilbildend Nutzbares an als bei dem einen Autokauf alle 5-10-15 Jahre. Auch zur "Terrorabwehr" ist das wichtig, kauf mal zufällig im Baumarkt die Zutaten eines "Knallers".
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Gallus » Sonntag 6. April 2014, 21:10

Quasinix hat geschrieben:Dito Thema verfehlt - lies halt mal die von mir verlinkten Artikel!
Die "Deutschen Wirtschaftsnachrichten". Und demnächst wird dann in einer Diskussion über Astronomie der Erich von Däniken zitiert.

Wenn wir über negative Zinssätze reden, dann müssen wir erst einmal klären, welchen Zins wir meinen. In der seriösen Diskussion wird ein negativer Satz vor allem für den Einlagenzins der Zentralbank erwogen. Die Geschäftsbanken hätten dann also auf ihre Einlagen bei der Zentralbank eine Art Gebühr zu zahlen. Das Ziel bestünde darin, die Geschäftsbanken dazu zu bewegen, ihre Liquidität in Form von Krediten an ihre Kunden weiter zu reichen anstatt das Geld bei der Zentralbank risikolos zu parken. Im Moment beträgt der entsprechende Satz übrigens ,%, ist also inflationsbereinigt bereits negativ. Es gibt ein paar Erfahrungen mit solchen negativen Zinssätzen, sie sind allesamt unspektakulär. Ein Beispiel ist Dänemark. Guckst Du hier:

http://ftalphaville.ft.com/213/5/7/1 ... -tells-us/

Vor allem gilt: Für die Privatkunden bleiben sowohl Guthaben- als auch Kreditzinsen positiv.

Der Münchau im von Dir zitierten Spiegel-Artikel will etwas völlig anderes, nämlich negative Guthabenzinsen auch für Privatkunden. Das ist eine typische spinnerte Münchau-Idee ohne jede Chance auf Realisierung. Nehmen wir mal an, das Bargeld würde abgeschafft, ich müsste mein Geld also scheinbar bei der Bank liegen lassen und dort spürbare nominale Verluste durch negative Zinsen hinnehmen. Was mache ich? Genau, Geld kann ich zwar nicht halten, aber ich kann für andere Dinge bieten, die gemeinhin für stabile Wertanlagen gehalten werden. Grundstücke, Häuser, Gold, Diamanten, all sowas. Jetzt wollen das alle anderen aber auch. Und alle anderen wissen, daß alle anderen das auch wollen. Ich kriege also in Nullkommanix extreme erwartete und dann auch tatsächliche Preissteigerungen auf allen Vermögensmärkten. Und irgendwann übernimmt dann auch im Zahlungsverkehr das Gold oder die Diamanten die Funktion, die vorher das Bargeld hatte. Also, man muß mit einer extremen Vermögenspreisinflation und vermutlich mit dem Zusammenbruch des herkömmlichen Finanzsystems rechnen, wenn man diesen Weg in einem nennenswerten Umfang gehen will. Das wird also keine Zentralbank mitmachen.

Bleibt schließlich die dritte genannte Option: Die einmalige Vermögensabgabe. Ja, kann man machen. Wird man aber auch nicht. Das wäre politischer Selbstmord. Aber vor allem muß man dafür nicht das Bargeld abschaffen, denn wenn jemand heute noch nennenswert was abhebt, dann wäre das nachzuvollziehen (Stichtag einer solchen Abgabe wäre in der Vergangenheit). Und das, was schreckhafte Rentner heute in bar unter der Matratze liegen haben, das sind nun wirklich Kleinigkeiten, auf die es bei einer solchen Abgabe nicht ankäme.

Also, einfach mal locker bleiben und nicht von unseriösen Internetportalen ins Bockshorn jagen lassen!

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Quasinix
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Sonntag 6. April 2014, 23:17

Verschließ nur die Augen davor - die alte Leier mit den "unseriösen Internetquellen" zieht halt einfach nicht, deswegen hatte ich ja auch SPON (kotzbrech) als zusätzliche Quelle angegeben. Und daß man bei allen neuen Ideen erstmal einzelne "Spinner" losschickt, um einen Testballon zu starten, ist doch auch nicht neu. Außer den Negativzinsen gibt es ja noch viele weitere Gründe für ein Bargeldverbot: Vollständige Kontrolle und Nachvollziehbarkeit aller Käufe und Verkäufe, Verunmöglichung von Bank Runs, wirtschaftliche Vernichtung von Dissidenten durch Kontoführungsverweigerung usw.

Und nochmal: Man schaue sich die Entwicklung in anderen Ländern an, da sieht man am lebenden Beispiel, wo die Reise hingehen soll. Zum Endziel des Ganzen: Ist die Offenbarung des Johannes für Dich eine "ernstzunehmende Quelle"?

> Ja, kann man machen. Wird man aber auch nicht. Das wäre politischer Selbstmord.

Das hätten wir vor 10, 20, 30 Jahren über so manche heute selbstverständliche Sache gesagt. Wart mal ab, was während der Fußball-WM unbemerkt von Otto Normalverbraucher durchgedrückt wird oder aufgrund "alternativloser Situationen". Für wen wäre sowas in GroKo-Zeiten "politischer Selbstmord"? Es gibt doch nur noch die Antideutsche Sozialistische Einheitsfront, und die hat biw mindestens Ende 2017 Zweidrittelmehrheit.

Kleiner Exkurs vom Bargeld zum Edelmetall: Im Jahr 1973 war in über 120 Staaten der Erde (viel mehr gab es damals eh nicht) der private Goldbesitz von Restriktionen betroffen. Mehr dazu garantiert "VT-frei" bei Blödipedia unter dem Stichwort "Goldverbot".

> Also, einfach mal locker bleiben und nicht von unseriösen Internetportalen ins Bockshorn jagen lassen!

Sinnvoll ist vor allem, den Unterschied zwischen "grundlos in nackte Panik verfallen" und "die Zeichen der Zeit erkennen und klug vorsorgen" zu erkennen und danach zu handeln.
Haltet die Welt an, ich will aussteigen!

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martin v. tours
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von martin v. tours » Montag 7. April 2014, 07:26

Hallo Quasinix

Der letzte Satz deines Beitrages ist die beste Herangehensweise an dieses Thema.
Das der Trend (wer macht den?) zur bargeldlosen Gesellschaft geht, ist für jeden der er sehen will offensichtlich. Dies würde einen Verlust an Anonymität und Freiheit bedeuten, die vielen erst bewusst würde, wenn es zu spät ist.
Schwarzmalen ist aber nur etwas für Lineardenker, die in ihren Überlegungen immer davon ausgehen, das es immer so weitergeht. Mit einem schwarzen Schwan rechnet niemand. http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schwarze_Schwan

Habe vor einiger Zeit einmal meine Büchersammlung sortiert und ausgemistet, da sind dann solche Perlen zum Vorschein gekommen wie z.B.
über den Bericht des Club of Rome Anfang der 7er Jahre (in zwanzig Jahren ist das Öl alle).
Ein Buch über die Zukunft der Sowjetunion aus den frühen 8er Jahren.
Ein Buch über den unaufhaltsamen Aufstieg Japans zur Weltsupermacht aus Ende der 8er Jahre.
Im Rückblick gelesen echte Brüller des unfreiwilligen Humors.

Als ich in den 7er Jahren in der Schule war bekamen wir erzählt, das die Gefahr bestünde, wenn Tito einmal stirbt, sich die Sowjetunion das abtrünnige Jugoslawien holt und dabei durch unser Österreich marschiert. Das klang für uns Jugendliche damals plausibel.
Hätte ich damals meinem Lehrer prophezeit das nichts dergleichen passiert sondern das es Jugoslawien in zwanzig Jahren nicht mehr geben wird sondern einen blutigen Bürgerkrieg und viele Nachfolgestaaten, wäre es wohl nicht so gut angekommen.
Deswegen gilt für mich der Grundsatz:
Mit dem schlimmsten rechnen aber das beste hoffen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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lutherbeck
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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von lutherbeck » Montag 7. April 2014, 15:43

Mit "Schmarotzistan" habe ich nichts am Hut -sonst wäre ich nicht seit mehr als 30 Jahren in allen möglichen Positionen sozial engagiert!

Dennoch bin ich der Meinung, daß der Staat jeden Euro seiner Bürger kennt - und im Notfall aktiv für sich nutzen wird! Es glaubt doch wohl niemand im Ernst, daß in den Schubladen des Finanzministeriums nicht schon längst Pläne liegen, wie man im Fall des Falles das Geld der Bürger schrittweise in Staatseigentum überführt.

Siehe Griechenland oder Zypern - dort wurde zum ersten Mal offen darüber gesprochen, die Schulden mit dem Vermögen der Bürger zu bezahlen.

Das wird man auch hier so machen - wenn es sein muß!

Dem entgeht nur noch das Geld "unter der eigenen Matratze"... :ja:
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Vir Probatus » Montag 7. April 2014, 17:19

Wenn man auf ein Konto 0 Zinsen bekommt und auch ohne etwas zu bewegen noch Gebühren zahlt, ist das gefühlsmässig ein negativer Zinssatz.
"Die Frau ist für die Kirche unabdingbar und wichtiger als manche Bischöfe." (Papst Franziskus)

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Gallus » Montag 7. April 2014, 17:34

lutherbeck hat geschrieben:Dennoch bin ich der Meinung, daß der Staat jeden Euro seiner Bürger kennt - und im Notfall aktiv für sich nutzen wird! Es glaubt doch wohl niemand im Ernst, daß in den Schubladen des Finanzministeriums nicht schon längst Pläne liegen, wie man im Fall des Falles das Geld der Bürger schrittweise in Staatseigentum überführt.
Klar, aber das ist doch nichts Besonderes. Steuern und Steuererhöhungen gehören seit jeher zum Arsenal moderner Finanzminister. ;)

Ich meine, man muss das alles mal nüchtern sehen. Wenn meine Finanzpolitik heute nicht nachhaltig ist, insbesondere wenn ich als Finanzminister dem Schuldendienst nicht mehr nachkommen kann, dann kann ich aktuellen staatlichen Konsum senken und das Geld stattdessen für Zinsen und Tilgung ausgeben, oder ich kann meine Steuereinnahmen erhöhen, oder ich kann meine Zahlungsunfähigkeit erklären und im Londoner und Pariser Club mit meinen Gläubigern darüber verhandeln, welchen Schuldenschnitt sie hinnehmen.

Wenn wir also nochmal in die Bredouille kommen, dann ist es erst einmal keinesfalls klar, dass es die Steuerzahler trifft. Aber nehmen wir an, es trifft sie. Ob ich dann als Finanzminister eine einmalige Vermögensabgabe beschließe und in einem großen Wurf die Schuldenlast senke, oder ob ich das über Jahrzehnte langsam mache, z.B. über höhere Einkommensteuern, ist vom Prinzip her doch erst einmal Jacke wie Hose. Am Ende sind die Verteilungswirkungen unter den Steuerzahlern anders und vielleicht auch die politischen Anreize (ob bei einer Erhöhung der Einkommensteuer die Einnahmen wirklich jahrzehntelang zuverlässig dem Schuldendienst zugute kommen, sei mal dahingestellt), aber im Prinzip ist beides sehr ähnlich.

Nehmen wir mal an, es käme zu einer Vermögensabgabe mit hohem Freibetrag. Jeder hat 100.000 Euro Nettovermögen frei, darüber hinaus gibt es eine einmalige Abgabe von 5% oder gar 10%. Ich persönlich bin grundsätzlich dagegen, weil ich denke, man könnte das Problem auch über sinkende Staatsausgaben lösen. Aber wenn es denn wirklich so käme (was ich für extremst unwahrscheinlich halte)... Würde die Welt untergehen? Ich glaube nicht. Das würde der gesunde deutsche Mittelständler schon noch verkraften, und die höheren Einkommensschichten sowieso.

Es gibt hier bei einigen so eine Neigung, sich über sehr unwahrscheinliche Steuer-, Abgaben- und Inflationsszenarien panische Gedanken zu machen... ich finde das irgendwie ungesund, gerade für Christen. Mt 6, 25-34? Hmm? :)

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Re: Abschaffung des Bargelds - letzter Schritt z. Versklavung

Beitrag von Quasinix » Montag 7. April 2014, 19:52

Gallus mag irgendwie den Titel dieses Strangs nicht - es geht nicht um einen Griff in die Tasche der Bürger, sondern um die Abschaffung des Bargelds. Geld bedeutet ab einer gewissen Menge Macht, und hier geht es um Macht und Kontrolle über die Bevölkerung. Wenn Du das für unwahrscheinlich hältst ("Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten"), dann lebe danach - und laß die anderen ihren irrationalen Ängsten nachgehen :roll: Schade, daß Du auf die Apokalypse des Johannes nicht eingehst.

@Martin: Klar, meistens kommen ganz andere schlimme Sachen als die "vorhergesagten" - man denke nur mal an die Horrorszenarien zum Waldsterben vor 25-30 Jahren usw. Wenn aber über lange Zeiträume ein Plan verfolgt wird, wenn nötig auch mit Rückschritten oder über Umwege, lassen sich Trends und Tendenzen eben doch ganz gut erkennen, und oftmals gibt es ja Analogien zu früheren Ereignissen. Damit im Hinterkopf kann man sich dann eben ein wenig besser aufs Ungewisse vorbereiten, und im Idealfall war es dann halt umsonst. Diesem Prinzip folgen auch Sicherheitsgurte, Fahrradhelme, Unfallversicherungen und Eichhörnchen. Was das mit Panikmache zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
Haltet die Welt an, ich will aussteigen!

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