Rechtsextremismus

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Moderator: Hubertus

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Juergen
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Juergen » Mittwoch 29. August 2012, 11:41

lifestylekatholik hat geschrieben:
Juergen hat geschrieben:Ähm, OK, aber warum schreibt man es dann nicht verständlich?

Ach… ich vergaß… das waren ja Linke, die das geschrieben haben…
Dass rechte Aktionsgruppen verständlicheres Deutsch schrieben, wäre mir neu. Schau dich z. B. mal in der Kameradschaftsszene um.
OK.

Allerdings sind die - soweit es sie gibt - denkenkönnende Rechten eher nicht für Gesamtschulen und ähnlichen Quark.
Gruß
Jürgen

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lifestylekatholik
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 29. August 2012, 12:01

Juergen hat geschrieben:die - soweit es sie gibt - denkenkönnende Rechten
Ich meine, ich kann denken. :ikb_shy:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Torsten
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Torsten » Mittwoch 29. August 2012, 13:07

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg- ... he11.html

Das Absägen der Eiche zeige, dass der Aufarbeitungsprozess noch längst nicht beendet sei.(Senatorin Liane Melzer SPD)
Der Aufarbeitungsprozess. Das ist keine menschliche Sprache. Menschen reden von Vergebung und Nächstenliebe. Und solange das nicht erreicht ist, wird der Aufarbeitungsprozess kein Ende finden. Weil ihm jeder Inhalt fehlt, es nicht mehr ist als ein leeres, geistloses Wort und Versprechen.

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Torsten
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Torsten » Mittwoch 29. August 2012, 13:10

Und? Habt ihr schon eure Leistung in der Glaubensarbeit gesteigert? Der Weg dahin führt über Gebetseffizienz ..

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Haiduk
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Haiduk » Mittwoch 29. August 2012, 13:41

Im FAZ-Kommentarbereich meinen sie, daß Linksextreme das zu verantworten haben. Außer Linken und Grünen soll niemand gegen den Baum gewesen sein und es soll auch niemand sonst gegen die Rede des Bundesbaumpflanzers protestiert haben.
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Mt. 5, 37)
Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. (2. Kor. 10,4)

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Juergen
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Juergen » Mittwoch 29. August 2012, 13:53

Haiduk hat geschrieben:Im FAZ-Kommentarbereich meinen sie, daß Linksextreme das zu verantworten haben. Außer Linken und Grünen soll niemand gegen den Baum gewesen sein und es soll auch niemand sonst gegen die Rede des Bundesbaumpflanzers protestiert haben.
Grundsätzlich gilt folgendes:

Wenn Linke etwas tun ist anzunehmen, daß es gut ist
wenn Grüne etwas tun ist anzunehmen, daß es ökologisch sinnvoll ist
wenn die CDU/CSU etwas tut ist anzunehmen, daß ein Waffenkonzert irgendwie involviert ist
wenn die FDP etwas tut ist anzunehmen, daß es Lobbyarbeit ist
wenn die Piraten etwas tun, ist anzunehmen, daß die Sache bei Facebook vorangekündigt wurde

:narr:
Gruß
Jürgen

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lifestylekatholik
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von lifestylekatholik » Mittwoch 29. August 2012, 14:03

Haiduk hat geschrieben:Im FAZ-Kommentarbereich meinen sie, daß Linksextreme das zu verantworten haben.
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=628517#p628517
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Haiduk
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Haiduk » Mittwoch 29. August 2012, 14:08

Rostock-Lichtenhagen: Linke fällen neugepflanzte Friedenseiche:
Im Internet bekannte sich das linke Netzwerk indymedia zu der Tat.
Wie sollte ein Rechter auch zu so einer Tat fähig sein?

Die unglückselige Eiche konnte nichts für ihre Instrumentalisierung :heul:
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Mt. 5, 37)
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Haiduk » Mittwoch 29. August 2012, 14:12

lifestylekatholik hat geschrieben:
Haiduk hat geschrieben:Im FAZ-Kommentarbereich meinen sie, daß Linksextreme das zu verantworten haben.
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=628517#p628517
Hatte ich übersehen. Sorry.
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Mt. 5, 37)
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Juergen » Donnerstag 30. August 2012, 17:02

2 Cent (mit Eichenlaub auf der Rückseite) für die Eiche
http://daquodiubes.blogspot.de/212/8/ ... eiche.html
Gruß
Jürgen

Pilgerer
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Pilgerer » Donnerstag 30. August 2012, 21:17

Haiduk hat geschrieben:Rostock-Lichtenhagen: Linke fällen neugepflanzte Friedenseiche:
Im Internet bekannte sich das linke Netzwerk indymedia zu der Tat.
Wie sollte ein Rechter auch zu so einer Tat fähig sein?
War es eine deutsche Eiche?
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Haiduk » Sonntag 2. September 2012, 01:02

Pilgerer hat geschrieben:
Haiduk hat geschrieben:Rostock-Lichtenhagen: Linke fällen neugepflanzte Friedenseiche:
Im Internet bekannte sich das linke Netzwerk indymedia zu der Tat.
Wie sollte ein Rechter auch zu so einer Tat fähig sein?
War es eine deutsche Eiche?

Weiß nicht. Sie wurde als "deutsch" denunziert.

Bild
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. (Mt. 5, 37)
Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. (2. Kor. 10,4)

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Peregrin
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Peregrin » Sonntag 2. September 2012, 02:59

Juergen hat geschrieben: Oder soll die Wendung "dieser Baum" sich allgemein auf die Baumart beziehen?
Im Sinne von: „Diese Art von Bäumen, nämlich Eichen, wurden auch in der Zeit des NS gepflanzt.“
Und deshalb müssen sie jetzt alle weg. Kritisch wird's allerdings, wenn die draufkommen, was der deutsche Militarismus noch so alles gepflanzt hat:
Bild
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Ewald Mrnka
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Ewald Mrnka » Montag 1. Oktober 2012, 14:44

Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Torsten
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Torsten » Montag 1. Oktober 2012, 20:36

Ewald Mrnka hat geschrieben:1. Gebetsmüller
2. Gebetsmüller
Innenminister Friedrich warnt vor Unterwanderung durch Neonazis in Ostdeutschland.
Bundespräsident Gauck spricht sich für anhaltende Wachsamkeit gegenüber Rechtsextremismus aus.
____________________________________________________________
"Experten" aus dem Westen, die die Landesämter für Verfassungsschutz im Osten leiten, halten Neonazis an,
um die Unterwanderung des dortigen Rechtsextremismus zu forcieren, was zu einer nachlassenden Wachsamkeit führt.

q.e.d.

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Torsten
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Torsten » Montag 1. Oktober 2012, 21:01

Das Innere des Staates warnt und die repräsentative Spitze spricht es aus. Die Organe unterliegen der Gefahr der Unterwanderung. Aufgrund der anhaltenden Wachsamkeit, die sich nicht nur auf Thematisierung beschränkt, sondern ans "Eingemachte" geht. Der Verfassungsschutz spielt hier die undankbare aber wichtige Rolle des Blinddarms, der mit seiner Entzündung die Gefahr einer seit Jahrzehnten verschleppten Infektion anzeigt, die im Rahmen der NSU-Mordserie akut ausgebrochen ist. Der Körper wäre in der Lage, mit dieser Infektion fertig zu werden. Nur ist es mit der Entfernung des Blinddarms, die alternativlos ist, alleine nicht getan. Der Patient muss sich zukünftig um einen gesünderen Lebenswandel bemühen, oder er wird bei lebendigem Leibe verfaulen.

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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 4. Oktober 2012, 12:01

Ursachen & Nährböden:

http://www.pnn.de/meinung/686479/
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Niels
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Niels » Donnerstag 4. Oktober 2012, 15:47

Aussage zu "Neonazismus" "präzisisiert": http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... oblem.html
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat seine Aussage über eine teilweise Unterwanderung Ostdeutschlands durch Neonazis präzisiert. "Ich habe nie behauptet, dass das ein ostdeutsches Problem sei", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in der ARD. Neonazismus sei ein gesamtdeutsches und europäisches Problem. Zuvor war Friedrich heftig kritisiert worden, ihm war vorgeworfen worden, den Osten zu diskreditieren und den Rechtsextremismus im Westen auszublenden. (...)
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Torsten
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Torsten » Mittwoch 17. Oktober 2012, 20:56

SpOn hat geschrieben:Jenaer Video-Projekt zu Rechtsterroristen
"Etwas Bedrohliches war in dieser Stadt"
Von Julia Jüttner, Jena

Eine Stadt stellt sich ihrem Erbe: In Jena wuchsen die Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe auf, hier radikalisierten sie sich. Jugendliche haben 20 Beteiligte von damals interviewt. Entstanden ist ein eindrucksvoller Film.
Junge Gemeide Stadtmitte

Wir wünschen Viel Spaß beim anschauen!
Na mal sehen, ob ich den haben werden.

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Peregrin
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Peregrin » Mittwoch 17. Oktober 2012, 21:43

Torsten hat geschrieben:
SpOn hat geschrieben:Jenaer Video-Projekt zu Rechtsterroristen
"Etwas Bedrohliches war in dieser Stadt"
Von Julia Jüttner, Jena
Junge Gemeide Stadtmitte

Wir wünschen Viel Spaß beim anschauen!
Na mal sehen, ob ich den haben werden.
Sicher spannend wie ein James Bond, bei den vielen Agenten, die da sicher aufreten.
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 28. Oktober 2012, 15:39

Man ziehe sich einmal diesen religiös überhöhten Artikel eines verhinderten
Propheten rein: http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... werin.html und
beachte besonders auch die Leserkommentare.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
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Protasius
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Protasius » Sonntag 28. Oktober 2012, 19:18

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Man ziehe sich einmal diesen religiös überhöhten Artikel eines verhinderten
Propheten rein: http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... werin.html und
beachte besonders auch die Leserkommentare.
Und von friesischer Literatur hat er auch keine Ahnung; Störtebekers Motto war "Gotts fründ und allerwelts Feind", "Lever dood as slaav" stammt wahlweise aus Pidder Lüng oder aus dem nordfriesischen Wappen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 28. Oktober 2012, 19:47

Protasius hat geschrieben:"Lever dood as slaav" stammt wahlweise aus Pidder Lüng oder aus dem nordfriesischen Wappen.
Außerdem klingt mir das ziemlich platt, oder? – Habe auf friesisch (öömrang vermutlich, jedenfalls
war ich da früher öfter) »Lewer duad üs Slaw« in Erinnerung.
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Peregrin » Sonntag 28. Oktober 2012, 19:49

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Protasius hat geschrieben:"Lever dood as slaav" stammt wahlweise aus Pidder Lüng oder aus dem nordfriesischen Wappen.
Außerdem klingt mir das ziemlich platt, oder?
Zur Plattheit neigt der Artikel ja nun allgemein.
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 28. Oktober 2012, 21:05

Peregrin hat geschrieben:Zur Plattheit neigt der Artikel ja nun allgemein.
Ja, Platitüden, pathetisch aufgemotzt. Aber ich meinte natürlich die nie-
derdeutsche Mundart und auch bloß jenen Spruch, nicht den Artikel.
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Ewald Mrnka » Sonnabend 3. November 2012, 14:14

Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
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Torsten
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Torsten » Donnerstag 8. November 2012, 22:10

Verfahren gegen Beate Zschäpe eröffnet.

Beate Zschäpe - das emotionale Bindeglied des NSU

Gibt es in München eigentlich noch das Fallbeil? Nur zum zeigen, um herauszufinden, ob da noch etwas ist. Ich sehe nämlich nichts. Und nein, das hat primär nichts damit zu tun, dass sie eine Rechtsterroristin und rassistische Mörderin ist, das ist nur nachrangig.

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Peregrin
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Peregrin » Donnerstag 8. November 2012, 22:38

Torsten hat geschrieben:Verfahren gegen Beate Zschäpe eröffnet.
Wurden mittlerweile also genug Akten versehentlich geschreddert, um Peinlichkeiten im Prozeß ausschließen zu können?
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Ivo Matthäus
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Ivo Matthäus » Donnerstag 8. November 2012, 22:49

Torsten hat geschrieben:Verfahren gegen Beate Zschäpe eröffnet.

Beate Zschäpe - das emotionale Bindeglied des NSU

Gibt es in München eigentlich noch das Fallbeil? Nur zum zeigen, um herauszufinden, ob da noch etwas ist. Ich sehe nämlich nichts. Und nein, das hat primär nichts damit zu tun, dass sie eine Rechtsterroristin und rassistische Mörderin ist, das ist nur nachrangig.
Nein, das Fallbeil gibt es nicht mehr, aber in Bayern gibt es gemäß dem Bonmot des langjährigen Spiegelreporters Gerhard Mauz den Willen, einen (revisionssicheren) Weg zum Lebenslänglich zu finden. Es spricht auch wegen der Schwerpunktes, der sich aus den fünf in Bayern verübten Morde ergibt, das Verfahren nach München zu geben. Zumal als Vorsitzender Richter des zuständigen 6. Strafsenats am Oberlandesgericht der langjährige Vorsitzende der Schwurgerichtskammer des Landgericht München I (Stadt-Landkreis München), Manfred Götzl, amtiert. Er gilt als fachlich hochversierter Richter und hat das Strafmass eigentlich immer bis ganz nach oben ausgereizt. Die Urteile aus der Schwurgerichtszeit sollen in der Revision vor dem 1. Strafsenat ("Süddeutscher Senat") des BGH eigentlich immer gehalten haben. Ob das auch beim jetzt zuständigen 3. Strafsenat des BGH ("Staatsschutzsenat") gilt, wird man sehen.

Heribert Prantl hat das in seinen Kommentar ganz gut auf den Punkt gebracht. Die Ankläger müssen aus den ganzen Indizen und Beweisen ein Gesamtbild einer gleichrangigen Mittäterin, die erhebliche Tatbeiträge geleistet hat und "Tatherrschaft" durch Organisationsmacht besaß, erschaffen und dass für jeden einzelnen Straftat. Das kommt dem Ausräumen der Ställe des Augias gleich, die Verteidiger werden es aber auch nicht leichter haben, da es schwer abzuschätzen ist, ab der Lückenschluß des Gesamtbildes beweißtechnisch erbracht sein wird. Nur dann gibt es Lebenslänglich und in diesen Fall allein aus der Vielzahl der Verbrechen und der zeitlichen Dauer der Mordserie die besondere Schwere der Schuld, was die Strafdauer deutlich über 25 Jahre hinaus verlängern dürfte.

I. M.
Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch. Ich nehme das Herz von Stein aus Eurer Brust und gebe Euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist auf Euch und bewirke, dass .. Ihr auf meine Gebote achtet und sie erfüllt. (Ez 36)

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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Peregrin » Freitag 9. November 2012, 00:21

Ivo Matthäus hat geschrieben:... in Bayern gibt es gemäß dem Bonmot des langjährigen Spiegelreporters Gerhard Mauz den Willen, einen (revisionssicheren) Weg zum Lebenslänglich zu finden. ... Manfred Götzl, ... gilt als fachlich hochversierter Richter und hat das Strafmass eigentlich immer bis ganz nach oben ausgereizt.
Hier braucht es freilich weniger den Willen, die Angeklagte unbedingt zu verknacken, als den, der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Man wird ja sehen, wieweit die geheimdienstlichen Verstrickungen im Prozeß zur Sprache kommen.
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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Tipheret » Freitag 9. November 2012, 18:37

Ist das jetzt auch Polemik, oder Zufall, dass am Jahrestag des großen Pogromes 9. November 1938, heute in Greifswald dies passiert ist:
Spiegel hat geschrieben:Es ist vermutlich die Tat von Rechtsextremen: Vor dem Jahrestag der Pogromnacht sind alle Greifswalder Gedenksteine für NS-Opfer aus dem Boden gerissen worden. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.
Oder nur "Spiegelpropaganda? "
Was Du auch tust, handele klug und bedenke das Ende
quidquid agis, prudenter agas et respice finem

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Re: Rechtsextremismus

Beitrag von Ivo Matthäus » Freitag 9. November 2012, 21:22

Peregrin hat geschrieben:
Ivo Matthäus hat geschrieben:... in Bayern gibt es gemäß dem Bonmot des langjährigen Spiegelreporters Gerhard Mauz den Willen, einen (revisionssicheren) Weg zum Lebenslänglich zu finden. ... Manfred Götzl, ... gilt als fachlich hochversierter Richter und hat das Strafmass eigentlich immer bis ganz nach oben ausgereizt.
Hier braucht es freilich weniger den Willen, die Angeklagte unbedingt zu verknacken, als den, der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Man wird ja sehen, wieweit die geheimdienstlichen Verstrickungen im Prozeß zur Sprache kommen.
Da geht es um Gerechtigkeit, nicht umbedingt um Wahrheit. Aus Sicht der Verteidigung mag das zwar ein Weg sein, Verwortung weiterzureichen, gerade der Mord in Kassel wäre ein guter Ausgangspunkt. Aber es müsste dargelegt werden, dass die Geheimdienste von Anfang an mitgespielt haben und selbst das könnte für eine Entlastung als Mittäterin nicht reichen, wenn der Strafsenat am OLG zur Überzeugung käme, dass es sich um Exzesstaten außer Kontrolle geratenen V-Leute gehandelt hat, was trotzdem ein Knaller wäre.

Kurz gefasst, muss die Bundesanwaltschaft nur einen Mord in Mittäterschaft nachweisen, um die Höchststrafe und die besondere Schwere der Schuld sicherzustellen, während die Verteidigung es schaffen muss, für jeden einzelnen Mord ernsthafte Zweifel an der Mittäterschaft zu säen, um zu 15 Jahren (drunter gehts wahrscheinlich kaum) zu kommen. Hier könnten sich dann auch prozessökonomische Überlegungen unter Umständen auswirken, zumal der Vorsitzender kein großer Freund unnötig in die Länge gezogener Verfahren (Mordfall Böhringer) ist. Gleichzeitig kann erwartet werden, dass sowohl Bundesanwaltschaft als auch die Verteidigung in Fall des Verfehlen des selbst gesteckten Ziels die Revision zum 3. Strafsenat des BGH anstreben werden, so dass das Urteil auf einer stabilen Tatsachenbasis stehen muss, um zu halten.

Es kann also durchaus mit Einblicken in geheimdienstlichen Tätigkeiten gerechnet werden, aber das ist nur ein Schauplatz in diesen sehr umfangreichen Prozess, auf den die Beteiligten, wenn nicht gerade Gravierendes zu Tage tritt, nicht mehr Liebesmüh verschwenden werden, als unbedingt nötig.

I. M.
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