Situation der deutschen Medienlandschaft

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Sempre
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Sempre » Mittwoch 29. März 2017, 22:39

Torsten hat geschrieben:
Mittwoch 29. März 2017, 22:28
Sempre hat geschrieben:
Mittwoch 29. März 2017, 22:06
Nein. Geistige Behinderung geht anders. Das hier ist Boshaftigkeit.
Es ist Schwäche. Die wirkliche Boshaftigkeit liegt - wie anderes auch - außerhalb menschlicher Vernunft, und zeigt sich mit aller Macht unterlegen in ihrem Überlebenskampf. Das Leid, das Elend, der Tod, von der Lüge gebracht, und zwar sprichwörtlich mit den Lügen, mit denen u.a. Kriege begründet werden, das alles wächst nie auf dem Mist eines einzelnen Menschen, so sehr er auch dämonisiert und verteufelt wird. Von Menschen.

An die persönliche Verantwortung zu erinnern ist aber auch kein Fehler, da hast du mehr als recht.
Der Mann ist nicht nur ein Massenmörder, sondern nach dem Massenmord prahlt er auch noch über seine eigenen Lügenmärchen, mit denen er seinen Massenmord vor den Augen der Welt unbehelligt durchführen konnte.

Pfarrer Torsten dazu: "An die persönliche Verantwortung zu erinnern ist aber auch kein Fehler."
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Torsten
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Mittwoch 29. März 2017, 22:43

Wird ein Georg W. Bush in nichts, in der Hölle oder im Himmel enden?

Das sind Fragen, die nie ein Mensch je beantworten können wird, weil darüber eine Vernunft entscheidet, die ein Mensch niemals erlangt. Aber auf eines dürfen wir wohl vertrauen: Dass diese Vernunft Tränen trocknet und Durst stillt.

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Torsten
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Mittwoch 29. März 2017, 22:52

Eines könnt ihr mir glauben: Dass dieses Tränen trocknen und Durst stillen nicht auf einem Gefühl befriedigter Rache basiert, sondern auf einem der geschlagenen Vernunft. Mit grenzenlosem Vertrauen in die Gerechtigkeit des Siegers.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Sempre » Mittwoch 29. März 2017, 23:18

Wenn der Schorsch nicht bereut und sich nicht zum wahren Glauben bekehrt, dann landet er sicher in der Hölle. Das ist offenbart.

Einstweilen interessanter: So sind die Eliten der westlichen Welt drauf, die Regierenden und die Medienvertreter.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von overkott » Mittwoch 12. April 2017, 19:53

Unter den Sozialen Kommunikationsmitteln gilt Twitter als Medium für alte Leute. Als Beispiel dafür wird der US-Präsident genannt, der dort seine Altersgruppe erreichen dürfte. Deutsche Sicherheitspolitiker zählen sich dagegen noch nicht zum alten Eisen und stehen Twitter kritisch gegenüber. Trump Tochter Ivanka, die nicht nur mit ihrem Vater einer Meinung ist, sondern auch manchmal mit ihm widerspricht, wurde wegen einer persönlichen Botschaft über Twitter von einem konkurrierenden Internetdienstleister aus Sunnyvalley lächerlich gemacht. Zum Paschafest hatte sie neben einem harmonischen Familienfoto an die Befreiung aus Ägypten erinnert und das zum Anlass der Erinnerung und des Dankes an die heutigen Freiheiten genommen. Da ist sie offenbar durch und durch katholisch. Kritiker möchten ihr gerne den Splitter aus dem Auge ziehen und sprechen von Doppelmoral. Ihrer Ansicht nach sei die biblische Botschaft eine moderne Migrantenideologie.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von overkott » Donnerstag 13. April 2017, 14:37

Die zwangsfinanzierte Tagesschau.de zieht vom Leder. Ihr Feindbild: Donald Trump. Ihre Methode: Üble Nachrede und persönliche Diffamierung bis hin zu Äußerlichkeiten der Frisur. Ein bayerischer Besserwisser will Wahrheit verbreiten, stochert mutmaßend im Nebel. Konstruktive Kommentare in der Sache und Hintergrundinformation, die ein Abo rechtfertigen würden, muss man offenbar anderswo suchen.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 13. April 2017, 19:11

Zum geplanten "Zensurgesetz" des Justizministers Maas ein Kommentar aus der Schweiz:

Deutschland, die Zensur-Republik
Die Deutschen haben die tiefsitzende Neigung, alle politischen Auseinandersetzungen als Rechtsprobleme zu behandeln. Sie sollten sich mehr auf die Stärke ihrer Demokratie und die Selbstreinigungskraft der öffentlichen Meinung verlassen und weniger auf Paragrafen. So viel Vertrauen zu sich selbst dürfen sie inzwischen aufbringen.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von overkott » Sonntag 16. April 2017, 10:55

Kommt Ostern im Zwangsfernsehen zu kurz?

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von overkott » Dienstag 18. April 2017, 16:39

Die Medien müssen sich fragen: Haben wir uns von Präsident Erdogan instrumentalisieren lassen und durch Polarisierung zwischen Deutschen und Türken die türkischen Wähler zu einer Wagenburg zusammengetrieben? Sehen Auslandstürken ihre Heimat durch eine rosarote Brille und viel unkritischer als ihre Landsleute daheim? Wie kann man die Entscheidung der Türken für die exklusive deutsche Staatsbürgerschaft erleichtern?

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Dienstag 18. April 2017, 18:29

overkott hat geschrieben:
Dienstag 18. April 2017, 16:39
Wie kann man die Entscheidung der Türken für die exklusive deutsche Staatsbürgerschaft erleichtern?
Durch klare Verhältnisse beim NSU-Prozess? :D :doktor:

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Dienstag 18. April 2017, 18:35

Der deutsche Verfassungsschutz: Ermordet (lässt ermorden) innerhalb von zehn Jahren zehn türkische Blumen- und Gemüsehändler. Und eine deutsche Polizistin.

Was seinem geistigen Niveau entspricht? Und das wird gedeckt.
Bis hoch ins Kanzleramt. Eigentlich unvorstellbar, aber die Realität.
Die sprichwörtliche Banalität des Bösen.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Dienstag 18. April 2017, 19:24

Ein Präsidialsystem mit Todesstrafe: Die USA. Funktioniert es?
Aber auf jeden Fall. Sogar weltweit. Also das mit dem Tod. Und die Wahl ab und zu, naja, wenn es mal nicht ganz so läuft wie geplant, dann war es eben der Russe. Aber der Kandidat ist ganz schnell wieder auf Wertebasis gebracht.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von umusungu » Dienstag 18. April 2017, 20:45

Der berühmt berüchtigte Kopp-Verlag für alle Themen, die die Welt nicht braucht und nicht errettet, hat seine online-Präsenz ruhiggestellt.
Die Leser haben zu wenig gespendet ........

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von taddeo » Dienstag 18. April 2017, 21:21

umusungu hat geschrieben:
Dienstag 18. April 2017, 20:45
Der berühmt berüchtigte Kopp-Verlag für alle Themen, die die Welt nicht braucht und nicht errettet, hat seine online-Präsenz ruhiggestellt.
Die Leser haben zu wenig gespendet ........
Ein kleiner Verlust für die Menschheit, eine große Chance für den Kreuzgang ... :pfeif: :D :ikb_devil2:
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von ziphen » Dienstag 18. April 2017, 23:31

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 18. April 2017, 21:21
umusungu hat geschrieben:
Dienstag 18. April 2017, 20:45
Der berühmt berüchtigte Kopp-Verlag für alle Themen, die die Welt nicht braucht und nicht errettet, hat seine online-Präsenz ruhiggestellt.
Die Leser haben zu wenig gespendet ........
Ein kleiner Verlust für die Menschheit, eine große Chance für den Kreuzgang ... :pfeif: :D :ikb_devil2:
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Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

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Niels
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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Mittwoch 19. April 2017, 10:35

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 18. April 2017, 21:21
umusungu hat geschrieben:
Dienstag 18. April 2017, 20:45
Der berühmt berüchtigte Kopp-Verlag für alle Themen, die die Welt nicht braucht und nicht errettet, hat seine online-Präsenz ruhiggestellt.
Die Leser haben zu wenig gespendet ........
Ein kleiner Verlust für die Menschheit, eine große Chance für den Kreuzgang ... :pfeif: :D :ikb_devil2:
Ich zumindest werde in niemandes Fußstapfen treten. Macht Euch da mal keinen Kopp. ;D
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 19. April 2017, 11:55

umusungu hat geschrieben:
Dienstag 18. April 2017, 20:45
Der berühmt berüchtigte Kopp-Verlag für alle Themen, die die Welt nicht braucht und nicht errettet, hat seine online-Präsenz ruhiggestellt.
Die Leser haben zu wenig gespendet ........
Da wird der Vorteil des öffentl.-rechtl. zwangsfinanzierten Rundfunks deutlich. Er ist nicht auf Spenden angewiesen, sondern kann sich bequem auch bei den - auch nicht zuschauenden - Bürgern bedienen und muß dabei nicht auf Qualität oder Wahrheit achten. Köln schon vergessen, umusungu?

Im übrigen werden durch eine Einstellung des online-Angebots weder die Nachrichten noch deren Verbreitung verschwinden. Es gibt inzwischen eine wachsende Anzahl von Herausgebern ähnlicher Inhalte.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Vir Probatus » Dienstag 25. April 2017, 08:42

http://de.radiovaticana.va/news/2017/04 ... in/1307677

Radio Vatikan hat geschrieben: Als erstes katholisches Bistum in Deutschland hat Augsburg den Umgang kirchlicher Mitarbeiter mit Sozialen Medien verbindlich geregelt. Betroffen seien rund 14.000 Personen aus allen Berufsgruppen, sagte der Datenschutzbeauftragte der Diözese, Stefan Frühwald, am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Augsburg. Verstöße können arbeitsrechtliche Folgen haben.

Wenn man zuerst einmal die kircheneigenen Computernetzwerke entsprechend sichern würde, müsste man nicht zuwarten, bis die Staatsanwaltschaft mit grossem Tamtam im Ordinariat die Kinderpornosammlung konfisziert, so wie neulich in Limburg.

Aber es ist natürlich wichtiger, die Meinungsfreiheit der Mitarbeiter (wieso nur hauptamtlicher ?) einzuschränken als den Zugriff auf Kinderpornos vom Dienst-PC. Das könnte vielleicht doch manche "Würdenträger" ernsthaft stören.

Hoffentlich wird kräftig dagegen geklagt.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Dienstag 25. April 2017, 18:36

Zeitungsauflagen brechen weiter ein

Einbußen tlw. im zweistelligen Bereich (BILD > 10%, BZ und Kölner Express > 12% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Da wird bald wieder die Diskussion starten, einen Teil der (zu erhöhenden) Rundfunkabgabe für die Printmedien zu verwenden....

auch interessant:

EU-Politiker fordern Google zu Werbeboykott von „Breitbart“ auf

Breitbart gilt diesen Politikern als "Haßseite" - die Politiker ua die Grünen Rebecca Harms, Jan Philipp Albrecht und Maria Heubuch.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 27. April 2017, 07:25

Neues von der Löschpolitik bei facebook. Der Post von Michael Klonovsky zur "Heldenstadt" Köln wurde gelöscht. Er kann hier nachgelesen werden:

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna - 20. April 2017 (bei dem Datum ist die Löschung natürlich nachvollziehbar... :breitgrins: )

Seine Bekanntgabe und Stellungnahme zur Löschung findet am 25. 04. 2017 Dabei finden sich auch Hinweise, wie man die facebook-Sperrung umgehen kann:
Bei dieser Gelegenheit fällt mir auf, wie leicht, ein geringes schreiberisches Talent vorausgesetzt, sich die Facebook-Löschmotorik umgehen lässt – und da jede Art von Regel besser ist als gar keine, könnten sogar diese Zensurautomatismen eine sittenveredelnde Wirkung zeitigen. Reizwörter wie "Nafri" kann man umgehen, indem man beispielsweise schreibt: "das menschliche Gold aus den Schiffen". Das plebejisch anmutende "Weibern an die Wäsche gehen" würde zensursicher im Bernstein der Formulierung: "an den Paradiesespforten der schon länger hier lebenden Mitbürgerinnen den Willkommensdank abstatten" oder "mit juvenilem Ungestüm die von Katrin Göring-Eckardt angekündigte Schenkungssteuer eintreiben".

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Sonntag 30. April 2017, 12:17

EU-Parlament: 30% Europa-Inhalte für Netflix und Co.

Das EU-Parlament hat eine Mindestquote von 30% für europ. Filmproduktionen bei streaming-Diensten gefordert. Was ist aber, wenn die Zuschauer lieber auf das us-amerikanische Filmangebot zurückgreifen und sich die europäischen Produktionen als Ladenhüter erweisen?
Sollen jetzt unsere fürsorglichen Politiker und die Parlamente entscheiden, was wir sehen dürfen?

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Dienstag 2. Mai 2017, 22:34

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 30. April 2017, 12:17
Sollen jetzt unsere fürsorglichen Politiker und die Parlamente entscheiden, was wir sehen dürfen?

Ein blindes Vertrauen in die unsichtbare Hand. Die kann einem auch schon viele Vorschriften machen. Oder man erkennt, oder erahnt zumindest die Logik dahinter. Die Entscheidungen trifft, die sich wirklich völlig fernab von dem bewegen, um was sich das EU-Parlament und unser guter Caviteño hier Gedanken macht.

Der dem Teufel ein wenig die Finger leckt. Andere fressen ihm aus der Hand, und werden dick und fett dabei. Von ihrem Platzen habe ich ein immer wiederkehrendes Bild: Eine Wolke aus Staub, deren Glitzern verfliegt, noch ehe sie auf den Boden der ewigen Tatsachen fällt.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Dienstag 2. Mai 2017, 22:37

Brutal ist dieses Leben. Mit Erbarmen wird ausgelesen für das Nächste. Aber nicht mit Blödheit.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Freitag 5. Mai 2017, 21:51

spon hat geschrieben:Eklat um Xavier Naidoo
Von Andreas Borcholte

[...]
Das ist die umstürzlerische, staatsfeindliche Rhetorik von Pegida und der AfD-Rechten, die sich schon im Titel eines gängigen Antisemitismus-Bildes bedient: Politik und Staat als Marionetten einer jüdisch-amerikanischen Finanzverschwörung. Den vollständigen Songtext kann man hier nachlesen.[...]
Von einer "jüdisch-amerikanischen Finanzverschwörung" lese ich im Songtext gar nichts? Dafür darüber beim "Spiegel" sehr viel?
Es wird einem schon beim Lesen dieser Hetzschrift übel, zudem taugt der Song noch nicht einmal musikalisch etwas - Naidoo rappt ihn holpernd und ohne Flow über einen billig anmutenden Elektropop-Beat. Ein Machwerk, über das man normalerweise den Mantel des Schweigens breiten würde. Und auch sollte.
Warum tut das Andreas Borcholte dann nicht?
Aber gut: Man weiß jetzt unzweifelhaft, wo Xavier Naidoo steht - sehr tief im Wutbürger-Morast nämlich, wo Kampfbegriffe wie "Lügenpresse" und "Volksverräter" gesellschaftszersetzend vor sich hin stinken. Ein tiefer Fall für einen christlichen Soulsänger, der sich einst für Liebe und Nächstenliebe engagierte, gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Man könnte diesen "Saviour" Naidoo gerade jetzt, angesichts von nationalistischem Getöse und Gewalt gegen Flüchtlinge gut gebrauchen. Er könnte sich mutig und öffentlichkeitswirksam für Versöhnung, Humanismus und Integration einsetzen. Stattdessen erntet er nun die Früchte dessen, was er über die letzten Jahre in zunehmender Wahnhaftigkeit gesät hat: Spaltung und Zerstörung.
Vom "#Duktus" her erinnert mich das an die "Propagandaschau". wordpress.com. Der Unterschied liegt darin, dass die einen berechtigt den Mund aufmachen, in der Anklage des Grauens der Vernichtung und des Todes, während die beim "Spiegel" nur das Maul aufreißen, um ihre Sprachlosigkeit dieser Verbrechen gegenüber zu bezeugen?

Ja.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Freitag 5. Mai 2017, 22:05

@ Andreas Borcholte

auf die Art Geld zu verdienen ... in Sachen Geld verdienen bin ich auch nicht besonders clever, und habe Respekt vor jedem Fensterputzer.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Niels » Sonnabend 6. Mai 2017, 06:53

Torsten hat geschrieben:
Freitag 5. Mai 2017, 22:05
@ Andreas Borcholte

auf die Art Geld zu verdienen ... in Sachen Geld verdienen bin ich auch nicht besonders clever, und habe Respekt vor jedem Fensterputzer.
Der Herr Borcholte ist ganz "mutig" (wichtig in diesen Tagen: einen sterbenden Löwen oder Tiger ganz "mutig" zu erlegen) und hat es wohl eher nicht nötig, Klinken oder Fenster putzen zu müssen. ;D
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 11. Mai 2017, 17:09

Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Donnerstag 11. Mai 2017, 22:54

Gut, dass ich keine "Feindsender" lese oder sehe. Sonst würde der Ärger darüber ja nur noch wachsen.
Nicht über die Gehälter, sondern sich mit so viel menschlicher Schamlosigkeit dem Teufel anzudienen, für ein etwas größeres Taschengeld. Und das wird noch schwer in der Tasche liegen. Oh ja Baby.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Donnerstag 11. Mai 2017, 22:56

Es sind Besessene, auf jeden Fall.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Torsten » Donnerstag 11. Mai 2017, 23:09

Vandalen in der Kirche.

Was ist denn Kirche? Eigentlich jeder. Aber uneigentlich ist es eben doch nicht jeder. Ud manche sind es so dermaßen nicht, dass man sich vor ihnen - vor allem geistig - schützen muss. Und da entspricht der "Duktus" der Propagandaschau auch meinem Gefühl. Wobei ich aus Respekt vor Gott versuche, diesem Gefühl keinen freien Lauf zu lassen. Und das läuft in der Vorstellung, dass viele, die Mehrheit, die sich da auf diese Weise schuldig machen, es bis zuletzt nicht blicken werden. Da mache ich mir überhaut keine Illusionen. Von wegen der Zeit und dem, was von ihr bleibt.

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 17. Mai 2017, 19:55

Da werden doch Erinnerungen an die Euro"rettung" und die Einrichtung des ESM wach: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz soll noch vor der BTW durch den Bundestag gepeitscht werden. Für die Diskussion über dieses wichtige Gesetz sind 60 (iW: sechzig) Minuten vorgesehen.
Am Dienstag veröffentlichten wir hier die Absicht der Koalitionsfraktionen, das sogenannte Netzdurchsetzungsgesetz noch am Freitag im Bundestag möglichst in erster und zweiter Lesung durchzuwinken. Am späten Dienstag bestätigte die SPD das Vorhaben; am Mittwoch lag allerdings noch immer keine Bundestagsdrucksache vor. Das heißt: Die Abgeordneten entscheiden wieder blind und unwissend über ein wichtiges Gesetz. Die Fraktionsvorsitzenden rufen – und die Abgeordneten folgen. Genau 60 Minuten sind dafür als Debatte vorgesehen; so soll der Anschlag auf die Meinungsfreiheit schnellstmöglichst durch das Plenum geschleust werden. Dann könnte das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode Gesetz werden und der Wahlkampf ganz ohne kritische Stimmen im Netz in Harmonie und Übereinstimmung von CDUSPD geführt werden.
Die chinesische Lösung der SPD - Zensur im Netz: Die Pläne der GroKo und der SPD

Bei den angedrohten Strafen - bis zu 50 Mio € (wo gibt es dann sonst?) - wird die sozialen Medien dazu bringen, im Zweifelsfall zu löschen. Die rechtliche Abwägung, ob es sich um Meinungsfreiheit oder eine strafrechtlich relevante Äußerung handelt, wird Privatunternehmen übertragen. Denkt man an die schwierige Entscheidung im Fall "Böhmermann" kann man erahnen, welche Probleme künftig auf facebook & Co zukommen werden. Diese Privatunternehmen werden „Ermittler, Richter und Henker über die Meinungsfreiheit“ (Markus Reiter, netzpolitik.org).

s. a. diesen Artikel:

Recht statt Verfolgung - NetzDG – Herr Maas, so geht Gesetzgebung richtig

Weitere Maßnahmen sind bereits in Vorbereitung. Der Rundfunkbegriff soll ausgeweitet werden und unter bestimmten Voraussetzungen müssen dann youtube Kanäle eine Rundfunklizenz beantragen:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 45278.html

Vielleicht wäre es preiswerter, von China und Nordkorea die dort genutzte Zensurtechnik für das Netz zu erwerben.....

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Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Caviteño » Freitag 19. Mai 2017, 18:43

Ganz so schnell, wie Wahrheitsminister Maas sich das vorgestellt hat, scheint das Netzwerkdurchsetzungsgesetz wohl nicht Rechtskraft zu erlangen, denn die Fraktionen haben kalte Füße bekommen und Änderungen angemeldet:

http://www.bundestag.de/#url=L2Rva3VtZW ... =mod493054

Hoffen wir, daß der neue Bundestag sich damit beschäftigen muß.....

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