Situation der deutschen Medienlandschaft

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.

Moderator: Hubertus

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8105
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Pit » Donnerstag 6. Dezember 2007, 19:05

Hallo !

Robert Ketelhohn schreibt an anderer Stelle im Kreuzgang-Forum, daß - wenn ich ihn jetzt aus dem Gedächtnis korrekt zitiere - die wesentlichen Medien in der Bundesrepublik gleichgeschaltet sind!
Wie seht ihr das?
Ich bin defenitiv nicht der Meinung, denn alleine die Tatsache, daß Tages- wie auch Wochenzeitungen, die jeweils eine Ausrichtung von politisch links bis politisch rechts (nicht rechtsextrem) vertreten, veröffentlicht werden dürfen, spricht gegen eine gleichgeschaltete Medienlandschaft. Ähnlich sieht es in der TV- und Rundfunklandschaft aus.
Allein die Tatsache, daß Robert Ketelhohn über gleichgeschaltete Medien im heutigen Deutschland schreibt und gleichzeitig aus der "Jungen Freiheit" zitiert, zeigt schon den Widerspruch seiner Aussage.
Der Ausgeglichenheit wegen:
Er könnte auch aus dem "Neuen Deutschland" zitieren, solange er sich an die Verfassung dieses Landes hält.

Gruß,Pit
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8705
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Donnerstag 6. Dezember 2007, 19:49

Was mir zu den deutschen Medien bzw. Journalisten oft genug auffällt, ist eine Anpassung, wenn nicht gar Servilität den Politikern gegenüber.
Nur um ein Beispiel zu nennen, das ich vor kurzem mitgekriegt habe. Im Fernsehen sollte endlich auch einmal das gemeine Volk zu Worte kommen und daher durften Leute aus dem Volk Fragen an Politiker stellen. Da kamen auch sehr kritische Fragen zustande z.B. wie man von der oder jener Rente leben könne, obwohl jemand das ganze Leben voll gearbeitet habe, bzw. von Hartz leben könne. Wie es so üblich ist, sind die gefragten Politiker den Fragen ausgewichen bzw. haben nicht präzise darauf geantwortet. So. Was haben die begleitenden Journalisten der ARD dann gemacht? Haben sie etwa nachgehakt, nein. Sie wollten ja nur zeigen, dass sie auch einmal so grosszügig sind das gemeine Volk reden und fragen zu lassen, ob dessen Fragen korrekt beantwortet werden, hat sie nicht interessiert.

Journalisten sagen bzw. schreiben nicht wie ich vor 2 Tagen dem näselnden Pofalla geschrieben habe, wie er es damit halte, das er und seine Genossen aller Couleur nun bald 700 Euro monatlich mehr bekommen (sie erhalten ja beriets schon 7000 Euro im Monat), während man einem Hartzempfänger weniger als 400 Euro zubillige. Eine Antwort habe ich zum Thema keine erhalten, nur hat seine Schreibtante sich beschwert weil ich näselnd geschrieben habe. Das sei sozusagen unter der Gürtellinie und persönlich.

Die Medien werden doch auch oder oft ganz durch eigene Interessen geleitet wie jetzt gerade die Springerpresse, die ja an einem neuen Postdienst beteiligt ist, und daher keinen Mindestlohn haben will. Aber auch Auflageninteresse existiert und zudem sind sie von den grossen Inserenten abhängig. Diese Abhängigkeit findet man u.a. auch an den Unis, die von grossen Geldgebern sog. Drittmittel einspielen müssen, damit es ihnen reicht, denn der Staat zahlt insgesamt zu wenige für die Forschung. Was werden sie dann erforschen und begutachten? Eben das, was ihren Geldgebern dienlich ist und das ist mit den Interessen des Volks nicht immer eins.
So wie die ganze Gesellschaft heute ist, so sind auch die Medien im Wesentlichen, da tut es wenige zur Sache, wenn sie sich da und dort natürlich auch unterscheiden. In wesentlichen Fragen sind sie wieder alle gleichgeschaltet, jetzt haltnicht mehr durch einen Diktator, sondern freiwllig. Vor kurzem hat ein Kenner der Medienszene der BRD das irgendwo auch geschrieben z.B. dass es hier nur 2 oder 3 Presseagenturen gibt, die den lokalen Medien die Infos liefern und diese übernehmen diese eben, weil es so einfacher und auch billiger für sie ist, als selber zu recherchieren.
Wenn dann Bild oder andere einflussreiche Medien berichten, dann steht das eben am nächsten Tag auch in der Lokalpresse und kommt ähnlich im Radio oder Fernsehen. Man erinnere sich an den Fall Hohmann, wo die Springertante die Merkel erpresst hat. Kaum eine Zeitung hat den gesamten Vortrag von Hohmann abgedruckt und diskutiert, geschweige denn über diese Erpressung berichtet, die vor kurzem in einem andern Forum ein Beobachter dieser Geschichte von damals in Berlin bei der CDU wieder neu bestätigt hat.

Schreib mal einen kritischen Leserbrief in der Art wie Robert es schon gemacht hat, der wird meistens unterschlagen. Ich habe das vor Jahren auch einige Male getan, entweder wird er nicht veröffentlicht oder aber werden die entscheidenden Stellen gekürzt oder ganz weggelassen, angeblich aus Platzgründen.

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus » Donnerstag 6. Dezember 2007, 20:26

Natürlich gibt es eine Gleichschaltung. Wobei das "selige Inselchen Österreich" eine nicht so ganz gleichgeschaltete Meinung (der Medien, dafür gleichegschaltete Meinung der Leute - immerhin "lesen" fast 44 % der Ösis das Blatt) hat. Der Rest der Zeitung ist definitiv links(liberal).Konservative Feigenblätter (etwa Michael Prüller in der Presse) gibt es überall.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8105
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit » Donnerstag 6. Dezember 2007, 21:56

Über die Situation der Medien in Österreich kenne ich mich nicht aus, kann also kein Angaben dazu machen.
Gleichschaltung der Medien in Deutschland hiesse konkret, daß den Zeitungsredaktionen sowie den TV- und Rundfunksendern in der Bundesrepublik Deutschland vom Staat genau vorgeschrieben wird, was sie schreiben bzw. senden dürfen, und das sie bei Nichteinhaltung - z.B. bei Verbreiten oppositioneller Aussagen - strafrechtlich behandelt werden oder sogar mit einem Entzug der Lizenz rechnen müssen.
Ist das in der Bundesrepublik Deutschland de facto so?

Gruß,Pit
Linus hat geschrieben:Natürlich gibt es eine Gleichschaltung. Wobei das "selige Inselchen Österreich" eine nicht so ganz gleichgeschaltete Meinung ... hat. ...
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8705
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:02

Pit hat geschrieben:Über die Situation der Medien in Österreich kenne ich mich nicht aus, kann also kein Angaben dazu machen.
Gleichschaltung der Medien in Deutschland hiesse konkret, daß den Zeitungsredaktionen sowie den TV- und Rundfunksendern in der Bundesrepublik Deutschland vom Staat genau vorgeschrieben wird, was sie schreiben bzw. senden dürfen, und das sie bei Nichteinhaltung - z.B. bei Verbreiten oppositioneller Aussagen - strafrechtlich behandelt werden oder sogar mit einem Entzug der Lizenz rechnen müssen.
Ist das in der Bundesrepublik Deutschland de facto so?

Gruß,Pit
Linus hat geschrieben:Natürlich gibt es eine Gleichschaltung. Wobei das "selige Inselchen Österreich" eine nicht so ganz gleichgeschaltete Meinung ... hat. ...
Ob nun jemand von oben gleichgeschaltet ist oder die Medien sich selber gleichschalten, ist doch am Ende piepegal, weil es auf dasselbe herauskommt. Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist so oder so bedroht. Wie kann es denn sein, dass eine Zeitung eine Partei erpresst und keine andere Zeitung das veröffentlicht? Wie kann es sein, dass eine Zeitung wie bei Frau Herman geschehen eine Meinung vorgibt und fast die gesamte Medienlandschaft der BRD diese Meinung übernimmt?

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8105
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:15

Dann schlage ich den Menschen, die meinen, wir hätten hier (!) eine gleichgeschaltete Presse, einmal nach China zu reisen und dort öffentlich die KP zu kritisieren.
Entschuldige bitte, wenn ich deutlicher werde. Natürlich ist es nicht gerade berauschend, wenn manche Zeitungsredaktionen es nicht mehr wagen, kritisch zu berichten, oder es leider nicht wollen. Aber solange hierzulande noch die "Junge Freiheit", die "Neues Deutschland", die "TAZ" udn diverse andere Zeitungen erscheinen dürfen, ist die Medienlandschaft nicht gleichgeschaltet.
Und entgegen anderen Beiträgen von Robert haben wir hierzulande auch keine Reichskanzlerin, keinen Reichsgerichtshof etc.
Denn - werter Herr Ketelhohn - so sehr sie auch die Bundesrepublik mit ihrer - wenn auch alles andere als perfekten - Demokratie ablehnen, wir leben hier nicht (!!!!) in der Fortsetzung des Nationalsozialismus.

Gruß,Pit
Edi hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Über die Situation der Medien in Österreich kenne ich mich nicht aus, kann also kein Angaben dazu machen.
Gleichschaltung der Medien in Deutschland hiesse konkret, daß den Zeitungsredaktionen sowie den TV- und Rundfunksendern in der Bundesrepublik Deutschland vom Staat genau vorgeschrieben wird, was sie schreiben bzw. senden dürfen, und das sie bei Nichteinhaltung - z.B. bei Verbreiten oppositioneller Aussagen - strafrechtlich behandelt werden oder sogar mit einem Entzug der Lizenz rechnen müssen.
Ist das in der Bundesrepublik Deutschland de facto so?

Gruß,Pit
Linus hat geschrieben:Natürlich gibt es eine Gleichschaltung. Wobei das "selige Inselchen Österreich" eine nicht so ganz gleichgeschaltete Meinung ... hat. ...
Ob nun jemand von oben gleichgeschaltet ist oder die Medien sich selber gleichschalten, ist doch am Ende piepegal, weil es auf dasselbe herauskommt. Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist so oder so bedroht. Wie kann es denn sein, dass eine Zeitung eine Partei erpresst und keine andere Zeitung das veröffentlicht? Wie kann es sein, dass eine Zeitung wie bei Frau Herman geschehen eine Meinung vorgibt und fast die gesamte Medienlandschaft der BRD diese Meinung übernimmt?
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8705
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:23

Pit hat geschrieben:Dann schlage ich den Menschen, die meinen, wir hätten hier (!) eine gleichgeschaltete Presse, einmal nach China zu reisen und dort öffentlich die KP zu kritisieren.
Entschuldige bitte, wenn ich deutlicher werde. Natürlich ist es nicht gerade berauschend, wenn manche Zeitungsredaktionen es nicht mehr wagen, kritisch zu berichten, oder es leider nicht wollen. Aber solange hierzulande noch die "Junge Freiheit", die "Neues Deutschland", die "TAZ" udn diverse andere Zeitungen erscheinen dürfen, ist die Medienlandschaft nicht gleichgeschaltet.
Dann eben weitgehend gleichgeschaltet. Die von dir genannten haben ja nicht den riesigen Einfluss. Zum andern sollten wir uns nicht gerade mit chinesischen Verhältnissen vergleichen. Dass wir im Vergleich zu China immer noch deutlich besser abschneiden, versteht sich von selber.

Kurt
Beiträge: 1481
Registriert: Montag 5. Februar 2007, 22:29

Beitrag von Kurt » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:25

Die Gleichschaltung erfolgt nicht mehr so plump wie 1933, sondern subtil. Das, was Juristen als herrschende Meinung bezeichnen, ist bittere Wirklichkeit in der deutschen Medienlandschaft. Der Mut zu echter, auch risikobehafteter Kontroverse ist minimalst. Die Wucht der verborgenene, subtilen Manipulation übermächtig.

Beispiele dafür gibt es zuhauf.

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8105
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:26

Dann wäre es doch am Besten grundsätzlich keine Zeitung mehr zu lesen, und Fernsehen und Radio auch direkt abzuschaffen. Oder?

Gruß,Pit
Edi hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Dann schlage ich den Menschen, die meinen, wir hätten hier (!) eine gleichgeschaltete Presse, einmal nach China zu reisen und dort öffentlich die KP zu kritisieren.
Entschuldige bitte, wenn ich deutlicher werde. Natürlich ist es nicht gerade berauschend, wenn manche Zeitungsredaktionen es nicht mehr wagen, kritisch zu berichten, oder es leider nicht wollen. Aber solange hierzulande noch die "Junge Freiheit", die "Neues Deutschland", die "TAZ" udn diverse andere Zeitungen erscheinen dürfen, ist die Medienlandschaft nicht gleichgeschaltet.
Dann eben weitgehend gleichgeschaltet. Die von dir genannten haben ja nicht den riesigen Einfluss. Zum andern sollten wir uns nicht gerade mit chinesischen Verhältnissen vergleichen. Dass wir im Vergleich zu China immer noch deutlich besser abschneiden, versteht sich von selber.
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:27

Pit hat geschrieben:Über die Situation der Medien in Österreich kenne ich mich nicht aus, kann also kein Angaben dazu machen.
Gleichschaltung der Medien in Deutschland hiesse konkret, daß den Zeitungsredaktionen sowie den TV- und Rundfunksendern in der Bundesrepublik Deutschland vom Staat genau vorgeschrieben wird, was sie schreiben bzw. senden dürfen, und das sie bei Nichteinhaltung - z.B. bei Verbreiten oppositioneller Aussagen - strafrechtlich behandelt werden oder sogar mit einem Entzug der Lizenz rechnen müssen.
Ist das in der Bundesrepublik Deutschland de facto so?
Freiwillige Selbstzensur der Gutmenschelnden Journaille.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:31

Pit hat geschrieben:Dann schlage ich den Menschen, die meinen, wir hätten hier (!) eine gleichgeschaltete Presse, einmal nach China zu reisen und dort öffentlich die KP zu kritisieren.
Übe mal Fundamentalkritik am Gesellschaftsbild der Sozialisten. Du wirst abserviert noch eh du den Drang hast aufs Klo zu gehen. Ich sag nur BUTTIGLIONE
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8705
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:32

Pit hat geschrieben:Dann wäre es doch am Besten grundsätzlich keine Zeitung mehr zu lesen, und Fernsehen und Radio auch direkt abzuschaffen. Oder?
Das kann jeder halten wie er will. Ich habe seit vielen Jahren keine Zeitung mehr, kein Fernsehen mehr, nur noch Radio.

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:33

Pit hat geschrieben:wir leben hier nicht (!!!!) in der Fortsetzung des Nationalsozialismus.
Jein. Er ist in der That nichtr national, sondern International der Sozialismus. Die Brut ist dieselbe.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8105
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:42

"Die Brut ist dieselbe."
Also:
damals Nationalsozialismus, heute Internationaler Sozialismus, damals Reichskanzler Hitler, heute Bundeskanzlerin Merkel,
damals Reichswehr, heute Bundeswehr.

Richtig kombiniert? :-(

Gruß,Pit
Linus hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:wir leben hier nicht (!!!!) in der Fortsetzung des Nationalsozialismus.
Jein. Er ist in der That nichtr national, sondern International der Sozialismus. Die Brut ist dieselbe.
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:50

Schön langsam verstehst du es. Die Sache ändert sich nicht, auch wenn man sie umbenennt. Der Johann Oarschgucker bleibt der Johann Oarschgucker, auch wenn er sich Hansi Hinterseer nennt. :D
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8705
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:52

Pit hat geschrieben:wir leben hier nicht (!!!!) in der Fortsetzung des Nationalsozialismus.
Aber einige Herren wie z.B. der Vater der heutigen Familienministerin von der Leyen, der ehemalige CDU-Minsterpräsident Albrecht und auch Strauss haben die Altnazis immer wieder protegiert. Siehe auch die Aktivitäten der noch lebenden Tochter Gudrun Burwitz des damaligen Polizeiministers Himmler und ihres Vereins, der bis 1999 steuerlich bevorzugt war, was dann endlich verboten wurde. Aber erst der Bundesfinanzhof entschied im November 1999, dass ihrem Verein „Stille Hilfe“ die Gemeinnützigkeit abzuerkennen ist. "Unsere" Politiker waren vorher nicht dazu in der Lage.

Benutzeravatar
Pit
Beiträge: 8105
Registriert: Freitag 23. April 2004, 17:57

Beitrag von Pit » Donnerstag 6. Dezember 2007, 22:54

Wenn Du auf "Gut Deutsch" damit sagen möchtest, daß es immer Oportunisten gab, Menschen, die ihre Fahne nach dem Wind drehten, da hast Du recht, die Arschkriecher (nenne die Leute ruhig beim Namen) gab es zu jeder Zeit und in jeder Kultur und Gesellschaft.
Aber denoch ist die CDU nicht mit der NSDAP gleichzusetzen und die BUndeskanzlerin Merkel nicht mit dem Reichskanzler Hitler.

Gruß,Pit
Linus hat geschrieben:Schön langsam verstehst du es. Die Sache ändert sich nicht, auch wenn man sie umbenennt. Der Johann Oarschgucker bleibt der Johann Oarschgucker, auch wenn er sich Hansi Hinterseer nennt. :D
carpe diem - Nutze den Tag !

Benutzeravatar
Peregrin
Moderator
Beiträge: 5422
Registriert: Donnerstag 12. Oktober 2006, 16:49

Beitrag von Peregrin » Donnerstag 6. Dezember 2007, 23:06

Pit hat geschrieben: Gleichschaltung der Medien in Deutschland hiesse konkret, daß den Zeitungsredaktionen sowie den TV- und Rundfunksendern in der Bundesrepublik Deutschland vom Staat genau vorgeschrieben wird, was sie schreiben bzw. senden dürfen, und das sie bei Nichteinhaltung - z.B. bei Verbreiten oppositioneller Aussagen - strafrechtlich behandelt werden oder sogar mit einem Entzug der Lizenz rechnen müssen.
Ist das in der Bundesrepublik Deutschland de facto so?
Fast, nur daß nicht "der Staat" vorschreibt (sondern selber vorgeschrieben kriegt), sondern andere Mächte, und daß bei Nichteinhaltung existenzvernichtende Mobbingkampagnen gegen den betreffenden Journalisten folgen. Wobei kritisches Aufmucken da und dort schon einmal toleriert (aber vermutlich auch notiert) wird, solange es die Gesamtstimmung nicht beeinflußt.

Aktuelles Beispiel: Am 29. November wurde im EU-Parlament über eine von der deutschen Grünen Kallenbach vorgelegte verschärfte Waffenrichtlinie abgestimmt, die am deutschen Waffenrecht wenig ändern wird, aber zB das bislang liberalere Österreichs praktisch abschaffen wird. Entsprechend tat sich die österrreichischen "Initiative für ein liberales Waffenrecht" (IWÖ) seit einem Jahr durch besonders heftiges Lobbying dagegen hervor.

Am 12. November brachten alle österreichischen Zeitung groß folgende Meldung: "Besorgte Eltern" hatten eine Pressekonferenz (!) abgehalten und die Öffentlichkeit informiert, daß ein offenbar zum Amoklauf bereiter Schüler ihre Kinder terrorisiere, ihnen bereits mit dem Erschießen gedroht habe, alle möglichen anderen Straftaten begangen hätte, "Gewaltvideos" auf dem Handy vorspiele und die Direktion nicht einschreite. Zwei Lehrer hätten bereits um Versetzung ersucht. Bei dem präsumtiven Amokläufer handle es sich um den Sohn eines Waffenlobbyisten, der zuhause Zugang zu Waffen habe etc. Der "Lobbyist" erwies sich - als der rührige Generalsekretär der IWÖ.

Der Wiener Stadtschulrat (SPÖ-dominiert) kündigte Prüfung an, die Wiener Jugendanwaltschaft (SPÖ-dominiert) ebenfalls und schob noch Presseerklärungen über die Jugendgefährdung des Waffengesetzes hinterher, der ORF (SPÖ-dominiert) widmete dem Thema einen Hauptabend. Grosses Geschrei und Gezerre.

Die "besorgten Eltern" stellten sich als eine (SPÖ-nahe) höhere Beamtin heraus, vertreten durch einen (SPÖ-nahen) Staranwalt. Die Vorwürfe erwiesen sich als heiße Luft. Natürlich verwahrte der Vater seine Waffen ordnungsgemäß und also außer Reichweite des Kindes (13), "Gewaltvideo" wurde keines gefunden, die Raub- und Prügelvorwürfe ließen sich nicht erhärten, der Direktor sagte, die "besorgte" Mutter habe seine Vermittlungsversuche nicht angenommen, die Klassenkameraden sagten, der Kleine sei ein prima Kerl. Auch die (SPÖ-nahe) Talkmasterin am Hauptabend konnte ihm im Kreuzverhör nichts anhängen. Außer Spesen nichts gewesen, die "besorgte" Mutter ließ schließlich Gegendarstellungen "veröffentlichen" (ganz klein, irgendwo hinten), in denen sie darstellte, sie habe das alles nicht so gesagt und sei falsch zitiert worden. Der schwer beschuldigte Vater steht mit weißer Weste da und hat ein paar Gegenklagen angestrengt, war aber gute zwei Wochen lang gut beschäftigt (bitte nachrechnen).
***
Am 18.11. schlagzeilt ganz Deutschland: "Amoklauf in Köln verhindert". Am Jahrestag von Erfurt hätten zwei Bösewichter da die Schule ausrotten wollen. Die Polizei hätte gerade noch rechtzeitig zugegriffen. Ein "Waffenlager" sei ausgehoben worden.

Auch dieser Amoklauf stellte sich als Ente heraus. Der ältere der "Täter" wollte von einem geplanten Amoklauf nichts wissen, die "gehorteten Waffen" entpuppten sich als ein paar Spielzeugpistolen (!) und eine defekte (!) Armbrust. Als Opfer auf der Strecke blieb der hauptbeschuldigte 16jährige, den die Ermittler so in die Mangel genommen hatten, daß er sich vor eine Straßenbahn geworfen hatte.
***
Am 20.11. vebreitet sich erneut eine Meldung, ein "Amoklauf" in Klaarst/Düsseldorf sei geplant gewesen. Laut einem Tip aus Finnland habe da wer gehört, daß wer was gehört habe ... die Geschichte war so dünn, daß es nur zu einem Aufguß reichte, aber immerhin konnte zu diesem Anlaß ausgiebig des Amoklaufes von Emsdetten gedacht werden.
***
Am 22.11. wird der nächste "Amoklauf verhindert", diesmal in der Schweiz in St. Gallen. Der Fall hatte sich allerdings schon ein halbes Jahr zuvor zugetragen und der Beschuldigte, ein verwirrter 16jähriger, der Drohungen ausgestoßen hatte, sitzt seither in der Klapse. Waffe hatte er übrigens auch keine, aber angeblich finstere Pläne, sich eine zu beschaffen.
***
Am 30.11. meldet eine motivierte Lokalzeitung noch einen "angedrohten Amoklauf" einer gelangweilten 13jährigen (keine Waffe). Diese Meldung ist zwar auch nicht lächerlicher als die obenstehenden, aber das veröffentlichte Interesse an diesen Dingen ist sichtlich abgeflaut. Die Meldung schafft es nicht mehr auf die Titelseiten.
Zuletzt geändert von Peregrin am Donnerstag 6. Dezember 2007, 23:11, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus » Donnerstag 6. Dezember 2007, 23:11

Pit hat geschrieben:CDU nicht mit der NSDAP gleichzusetzen
doch, du kannst auch noch SPD, PDS usw. dazufügen in die Gleichung. Der Unterschied ist der farbliche Anstrich, die Kack(ihr innerer Wert) bleibt braun. (bzw rot, wenns die Hämorrhoiden sind)
Beispiel:
Wer will den Zugriff auf die Kinder möglichst früh? Historisch wars die SED und und die NSDAP heute ists die CDU unds die anderen....

Der Johann Oarschgucker heißt nur gefälliger.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Botschafter Lukas
Beiträge: 174
Registriert: Mittwoch 17. Oktober 2007, 16:24

Beitrag von Botschafter Lukas » Dienstag 11. Dezember 2007, 01:44

Ich kann mich nicht erinnern, dass die CDU oder die SPD irgendwelche Konzentrationslager einrichten wollen :sauer:
Von denen sind zu Hitlers Zeiten genug im Knast gesessen.
Die Sache mit den Medien ist eher ein allgemeines Qualitätsproblem; auf der Suche nach Quote bleibt die ordentliche Recherche meist auf der Strecke. Was die politische Willfährigkeit angeht, ist das eher ein modischer Zug, auf den alle aufspringen, kombiniert mit Oberflächlichkeit und Feigheit. Eine staatliche Lenkung ist das kaum.

B. L.

Benutzeravatar
Linus
Beiträge: 15073
Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2003, 10:57
Wohnort: 4121 Hühnergeschrei

Beitrag von Linus » Dienstag 11. Dezember 2007, 08:05

Botschafter Lukas hat geschrieben:Ich kann mich nicht erinnern, dass die CDU oder die SPD irgendwelche Konzentrationslager einrichten wollen
Das kommt noch, seit Hitler gehts nicht mehr soschnell, dafür aber zielstrebig und stetig.
Die Sache mit den Medien ist eher ein allgemeines Qualitätsproblem; auf der Suche nach Quote bleibt die ordentliche Recherche meist auf der Strecke. Was die politische Willfährigkeit angeht, ist das eher ein modischer Zug, auf den alle aufspringen, kombiniert mit Oberflächlichkeit und Feigheit. Eine staatliche Lenkung ist das kaum.

B. L.
Das siehst du mit Qualitätsproblem zu kurz. Es ist ein allgemein gutmenschender Geist in den Redakteursstuben drin, der willfährig in seiner Fortschrittsgläubigkeit "richtig" (im Sinne von dem Regime genehm) recherchiert.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11199
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Beitrag von Raphael » Dienstag 11. Dezember 2007, 08:46

Botschafter Lukas hat geschrieben:Ich kann mich nicht erinnern, dass die CDU oder die SPD irgendwelche Konzentrationslager einrichten wollen :sauer:
Die Beseitigung des Menschen findet jetzt nicht mehr in den geheimen Gaskammern von Auschwitz statt, sondern in den aseptischen Operationssälen der Krankenhäuser.
Selbstverständlich wird diese Beseitigung gegenüber der Krankenkasse abgerechnet und von der fortschrittlichen Solidargemeinschaft finanziert. Das Tun ist zwar rechtswidrig, wird aber nicht mit Strafe bedroht.

Schöne, neue Welt .....................
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

Benutzeravatar
Ewald Mrnka
Beiträge: 6970
Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06

Beitrag von Ewald Mrnka » Mittwoch 12. Dezember 2007, 05:44

Pit hat geschrieben:Dann wäre es doch am Besten grundsätzlich keine Zeitung mehr zu lesen, und Fernsehen und Radio auch direkt abzuschaffen. Oder?
Das ist grundsätzlich richtig: Kennt man eine, kennt man alle. Man sollte aber, schon aus klinischem Interesse, gelegentlich in die Presse schauen, damit man weiß, wie aktuell gelogen und desinformiert wird.

Abschaffen kann das System die Systempresse ohnehin nicht, denn die Medien haben für die meisten Leute nicht nur einen hohen Unterhaltungswert; die gleichgeschalteten Medien dienen vorzugsweise der Propaganda und der Indoktrinierung des geistigen Pöbels.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19254
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Beitrag von overkott » Mittwoch 19. Dezember 2007, 19:28

Wer in den Zeitungen immer nur das Gleiche sieht, sieht wahrscheinlich immer nur die gleichen Agenturnachrichten.

Deshalb empfiehlt es sich nicht nur mehrere Zeitungen zu lesen, sondern auch mehr Zeitung. Die eigenen Geschichten sind immer noch die besten.

Paul Heliosch
Beiträge: 1615
Registriert: Sonnabend 15. Dezember 2007, 11:52

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Paul Heliosch » Donnerstag 20. Dezember 2007, 12:08

Pit hat geschrieben:Hallo !

Robert Ketelhohn schreibt an anderer Stelle im Kreuzgang-Forum, daß - wenn ich ihn jetzt aus dem Gedächtnis korrekt zitiere - die wesentlichen Medien in der Bundesrepublik gleichgeschaltet sind!
Wie seht ihr das?
...
Prinzipiell geht es jedem Staat um maximale Kontrolle. Das ist natürlich legitim, solange es ihm zu 100% um den Schutz und
die Förderung des Lebens seiner Bürger geht (Den Wendepunkt zur Illegitimität hat Raphael weiter oben skizziert).
Die wichtigste Kontrollfunktion erstreckt sich dabei auf die für
den MOB (= MassenOrientierterBerufsbürger) verfügbaren
Informationen zunächst nur um Ruhe und Sicherheit zu gewährleisten.
Die schlauesten Köpfe eines jeden Staates haben wohl in irgendeinem Semester Leben und Werk von Edward L. Bernays (*1891 †1995) inhaliert. Er gilt als „Vater der Public Relations“. Bernays wohl bekanntestes Buch „Propaganda“ beginnt mit
dem Kapitel „Organising Chaos“ und den Worten:

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

Folgendes gilt es dabei zu bedenken: Es gibt in Deutschland lediglich 5 (in Worten: fünf) für die Massenmedien informationsrelevante Nachrichtenagenturen:

"Marktführerin ist dpa, die für die meisten Zeitungen auch wegen ihrer Landesdienste unverzichtbar ist. Ihr Basistextdienst wurde 1999 von 132 der 136 publizistischen Einheiten (Tageszeitungen mit Vollredaktion) bezogen und erreicht damit 98,5 Prozent der
Gesamtauflage. AP beliefert 92 (84,4 Prozent), Reuters 52 (62,5 Prozent), AFP 31 (42,1 Prozent) und die 1999 vom Fernsehsender Pro7 übernommene Nachrichtenagentur ddp 24 publizistische Einheiten mit einer Reichweite von 35,1 Prozent der gesamten Zeitungsauflage von rund 24 Millionen. Lediglich 18,4 Prozent beschränken sich auf den Bezug einer einzigen Nachrichtenagentur (zumeist dpa). 41,2 Prozent haben Verträge mit zwei Agenturen,
wobei dpa und AP die häufigste Kombination ist. Je stärker die Konkurrenz zwischen den Zeitungen in einem Verbreitungsgebiet, desto eher die Neigung zum Bezug von mindestens
drei Agenturen. Zum Markt der Rundfunkkunden gibt es keine neueren Zahlen; doch liegt nach einer Untersuchung aus dem Jahr 1996 auch hier dpa auf Platz 1, gefolgt von den etwa gleichauf
rangierenden Zweitagenturen AP, rtr und AFP sowie ddp. Noch in Bewegung ist der Markt der Online-Angebote und Web-Portale als Bezieher von Agenturmeldungen." | Quelle |

Zusammenfassend meine ich, daß man dumm wäre, wenn man mit obigen Erkenntnissen bei jeglichen Publikationen nicht auf strategische Informationsverteilung abzielen würde.

Benutzeravatar
overkott
Beiträge: 19254
Registriert: Donnerstag 8. Juni 2006, 11:25

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von overkott » Donnerstag 20. Dezember 2007, 19:04

Paul Heliosch hat geschrieben:
Pit hat geschrieben:Hallo !

Robert Ketelhohn schreibt an anderer Stelle im Kreuzgang-Forum, daß - wenn ich ihn jetzt aus dem Gedächtnis korrekt zitiere - die wesentlichen Medien in der Bundesrepublik gleichgeschaltet sind!
Wie seht ihr das?
...
Prinzipiell geht es jedem Staat um maximale Kontrolle. Das ist natürlich legitim, solange es ihm zu 100% um den Schutz und die Förderung des Lebens seiner Bürger geht
Da sind wir ja schon mitten in einer Debatte "Offene Diskussion statt totalitäre Propaganda - zur Rolle der Medien in pluralen Gesellschaften".

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8705
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Sonnabend 29. Dezember 2007, 22:42

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 55,00.html

"Armee entdeckt Bombenmaterial in Zuckersäcken

Mehr als sechs Tonnen Bombenmaterial hat die israelische Armee sichergestellt. Die tödliche Chemie befand sich in Zuckersäcken der EU - und rollte auf einem Lastwagen in Richtung Gazastreifen.
Jerusalem - Etwa 6,5 Tonnen Natriumcarbonat hat die israelische Armee sichergestellt. Die Substanz, die zum Bau von Sprengsätzen verwendet werden könne, sei bereits vor mehreren Wochen bei einer Kontrolle im Westjordanland gefunden worden, teilte die Armee mit."

Wollen die uns verarschen oder haben sie wieder unsauber recherchiert? Natriumcarbonat ist nichts anderes als simple Soda, die u.a. auch in Waschmitteln eingesetzt wird. Damit kann man keine Bomben bauen. Etwas anderes wäre es, wenn es sich um Natriumpercarbonat handeln würde, womit man über kleine Umwege evtl. Apex oder etwas anderes herstellen könnte. Aber Natriumpercarbonat wird auch in Waschmitteln als Bleichmittel eingesetzt oder als Wäschebleiche allein eingesetzt.

Benutzeravatar
Robert Ketelhohn
Beiträge: 24449
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
Wohnort: Velten in der Mark
Kontaktdaten:

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 29. Dezember 2007, 22:57

Auch Apex ist natürlich zum Bombenbau völlig ungeeignet. – Ich würde der Spiegelredaktion empfehlen, mal eine kleine Rakete mit Apex zu laden und auf einen Sack Soda auf der Straßenseite gegenüber zu feuern. ;D ;D ;D
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8705
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Beitrag von Edi » Sonnabend 29. Dezember 2007, 23:04

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Auch Apex ist natürlich zum Bombenbau völlig ungeeignet. – ;D ;D ;D
Stimmt, weil Apex so extrem empfindlich ist, dann man durch die Herstellung schon selber hin sein kann. Dafür ist aber Harnstoff (chemisch leicht verändert) geeignet und der wird von Paliterroristen auch verwendet, so meine Infos zutreffen.

Benutzeravatar
Unam Sanctam
Beiträge: 71
Registriert: Sonnabend 24. März 2007, 16:33
Kontaktdaten:

Koran - mächtigste Buch der Welt laut Der SPIEGEL 52/2007

Beitrag von Unam Sanctam » Montag 31. Dezember 2007, 09:53

Ich war eigentlich vom Spiegel bis jetzt nur sehr selten enttäuscht, aber anscheinend hat die Qualität des Blattes so stark abgenommen, dass die Redaktion die Leser mittels Provokation mobilisieren muss. Ein sehr schlechtes Anzeichen für ein sachliches Wochenmagazin.
"Ich fühle mich in meinen religiösen Gefühlen zutiefst verletzt und rufe daher zum hl. Boykott des Spiegels auf!" :ikb_blowup: :ikb_blowup: :ikb_blowup:


Bild






:freude:

Benutzeravatar
Gamaliel
Beiträge: 8559
Registriert: Donnerstag 22. Januar 2009, 07:32

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von Gamaliel » Freitag 6. August 2010, 11:05

Kopp online:

Viel Papier, wenig Gehalt: Deutsche Medien auf dem Marsch in den Einheitsjournalismus?

Daraus:
Während deutsche Journalisten vollauf damit beschäftigt waren, Haider Konten in Liechtenstein anzudichten, wurden im afrikanischen Nigeria nach offiziellen Regierungsangaben 32 Polizisten ermordet, zum Teil bei lebendigem Leib zu Tode geröstet. Die Täter nennen sich »Boko Haram« (»Westliche Werte sind Sünde«) und wollen mit ihrer »Protestaktion« gegen Christen und gegen westliche Werte demonstrieren. [...] Überall in Afrika empören sich Politiker und Journalisten derzeit über die ständigen barbarischen Übergriffe dieser Gruppe – nur in Deutschland werden die Nachrichten ignoriert. Googeln Sie einfach einmal »Boko Haram« in deutschen Medien – Sie werden dazu in deutschen Sprache (im Gegensatz zu den anglo-amerikanischen Medien) nichts finden. Kein Wunder, denn deutsche Qualitätsjournalisten konzentrieren sich halt lieber auf den angeblich so bösen Haider oder auf die Berichterstattung über »interkulturelle Kompetenz«.

Benutzeravatar
lifestylekatholik
Beiträge: 8661
Registriert: Montag 6. Oktober 2008, 23:29

Re: Situation der deutschen Medienlandschaft

Beitrag von lifestylekatholik » Freitag 6. August 2010, 11:11

Nun muss man aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die Afrikaberichterstattung in bundesdeutschen Medien generell stark unterbelichtet ist. Auch ohne Haider.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Christian und 7 Gäste