Freimaurer

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ottaviani
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Kirchen und Freimaurer

Beitrag von ottaviani » Sonntag 1. August 2004, 12:15

Das Thema wurde nicht von Ottaviani eröffnet; abgesplittt aus "St.Pölten-Links. Es bezieht sich auf folgenden Link von Thierry:
Radio Vatikan Newsletter hat folgendes geschrieben:
Österreich
Die Kirche in Österreich hat durch falsche Personal- und Richtungsentscheidungen Schaden genommen. Das hat der frühere Vizekanzler Erhard Busek in einem Gastkommentar für die Zeitung "Kurier" festgestellt. "Jene, die dazu beigetragen haben, dass es zu falschen Besetzungen kam, sollten Einkehr und Buße tun", so Busek. Er wehre sich dagegen, "dass Rom allein Schuld sei, wie so gerne gesagt wurde". Es sei "wohl weniger der Heilige Geist verantwortlich als vielmehr jene, die sich dafür halten: Die Einflüsterer, die unbarmherzig Rechtgläubigen, die Frühstücksgäste bei Hofe usw."

__________________________________________________



sp spricht ein echter freimaurer mehr ist zu herrn buskek nicht zu sagen ;D

Henry44
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Beitrag von Henry44 » Sonntag 1. August 2004, 20:41

Bitte um Beweise für diese Behauptung, Herr Ottaviani. Ich persönlich halte es zwar nicht für ehrenrührig, Mitglied der Freimauerer zu sein, aber da die Kirche die Freimaurer ablehnt, könnte es sein, dass Herr Dr.Busek, der in der katholischen Hochschuljugend aktiv war und den ich sehr schätze, anderer Meinung ist.

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Montag 2. August 2004, 11:01

lieber henry
on der herr busek nominell logen mitglied ist kann ich naturgemäß nicht wissen das darf er ja nicht sagen was ich meinte ist er atmet den geist der loge on er da jetzt einen schurz hat oder nicht ist unerheblich
als katholik verfällt man ja der exkomunikation wenn man da mitglied ist wenn auch der allseits verehrte kardibal könig sich emsig bemüht hat das auch dem cic raus zu kriegen

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Clown
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Beitrag von Clown » Montag 2. August 2004, 13:08

Ich versteh die Hass-kickse einiger Katholiken gegen die Freimaurer nicht. Vielleicht können die erbitterten Freimauerer Gegener ja erklären was sie gegen die FM haben? (Würd mich jedenfalls mal interessieren)



Mfg


Clown
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Henry44
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Beitrag von Henry44 » Montag 2. August 2004, 22:23

Bisher konnte mir noch niemand schlüssig erklären, was die Kirche gegen die Freimaurer hat. Bekannte Freimaurer waren z.B. Josef Haydn, Franz Liszt, Goethe, Lessing, alles Kirchengegner? Auch von Mozart wurde behauptet, er sei Freimaurer gewesen und die herrliche Zauberflöte soll angeblich eine Freimaurer Oper sein.

In der NS Zeit waren die Freimaurer verboten, die Logen wurden aufgelöst, ihr Vermögen eingezogen. Nicht wenige Freimaurer wurden vertrieben oder ins KZ verbracht, einige ermordet. Lt. Jügen Holtorf, Die Logen der Freimaurer, Heyne Verlag.

Bitte um Aufklärung, warum ein Christ nicht Freimauer sein darf/soll/kann.

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Edith
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Beitrag von Edith » Dienstag 3. August 2004, 00:06

Henry44 hat geschrieben: In der NS Zeit waren die Freimaurer verboten, ...
so auch die "Bibelforscher" (=Zeugen Jehovas) oder Homoseuelle, Zigeuner, Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten- und eine nicht unerhebliche Zahl zölibatär lebender kath. Priester - alles was störte im eigenen Weltbild.
For the record: nur weil man von den Nazis verfolgt war, ist man noch nicht richtig mit seiner Aufassung....

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ottaviani
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Beitrag von ottaviani » Dienstag 3. August 2004, 08:59

bitte die entzyklika HUMANUM GENUS von Leo XIII lesen da steht alles drin :mrgreen:

florian3
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Beitrag von florian3 » Dienstag 3. August 2004, 14:16

bliebe dann noch die frage, warum Haydn und Mozartmessen und oratorien dann überhaupt möglich sind und sich über die jahrhunderte ständiger beliebtheit erfreut haben...

Geronimo

Beitrag von Geronimo » Dienstag 3. August 2004, 14:31

Ganz einfach, Henry - das Christentum und das Gedankengebäude der Freimaurer sind von Grund auf nicht zu vereinbaren. Das liegt in der Natur der Sache ...
Google bietet übrigens außerordentlich viel unter dem Stichwort "Kirche und Freimaurerei".

Geronimo

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Benedikt
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Beitrag von Benedikt » Dienstag 3. August 2004, 14:52

Hier der Text der argentinischen Bischofskonferenz aus dem Jahre 1959:
http://www.freimaurer-ilv.ch/info/kirche/01_kath.htm

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Clown
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Beitrag von Clown » Dienstag 3. August 2004, 19:33

Ich finde die Paranoia mancher Katholiken gegen die Freimaurerei einfach nur albern. Die Freimaurer sind halt ein beliebter Gegner und wenn man irgend was "satanisches" wittert dann werden's halt wieder die Freimaurer gewesen sein (früher war es halt die jüdisch-freimaurerische Verschwörung). Ich weiß zwar nicht wirklich was für Ziele die Freimaurerei hat aber ich find sie von ihrem Gedankengut genauso wenig einladend wie die KK.
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Clown
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Beitrag von Clown » Dienstag 3. August 2004, 19:43

Die Kirche Christi ist allen Bereichen unseres Vaterlandes vorgestanden. Sie war gegenwärtig, wachsam und wirksam in allen entscheidenden Tatsachen unserer Geschichte. Katholisch ist der Ursprung, die Wurzel und der innerste Kern des argentinischen Wesens. Wer also das Katholische angreift, verschwört sich gegen das Vaterland. Noch mehr: Der schwindende Glaube im argentinischen Volk ist gleichbedeutend mit schwindendem Patriotismus. Deshalb ist die Verteidigung des katholischen Glaubens und die Erneuerung des Landes in Christus die reinste und höchste Form von Dienst am Vaterland.

Aus der Erklärung der kath. Bischöfe in Argentinien.

Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte. :sauer: :sauer:
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Geronimo

Beitrag von Geronimo » Dienstag 3. August 2004, 19:45

Na, Clown, dann solltest dich einfach informieren ... sicher ist es schwierig, über was zu diskutieren, was man gar nicht genau kennt ... :D

Wie ich schon sagte - bei Google gibt's Material zum Thema Freimaurerei und Kirche en masse.

Es will mir aber scheinen, dass du die grundsätzliche Aversion der Freimaurer gegen die Kirche nicht so erschröcklich findest, sondern die Meßlatte anders anlegst.

Mhm ...

Geronimo

Ich hab hier extra keine Statuten der Freimaurer reingestellt - die kann man überall nachlesen; auch der Aufbau der Logen etc.

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doncamillo
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Beitrag von doncamillo » Dienstag 3. August 2004, 21:16

Liebe Leute,

Auf http://www.laudeturjesuschristus.net/diverses.htm

findet ihr zwei aussagekräftige links:


1. Kirchliche Dokumente

2. Ein Interview mit einem bekehrten Freimaurer



Gott segne die Kirche
doncamillo
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen:
"Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt." Mt 28,18.20

florian3
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Beitrag von florian3 » Mittwoch 4. August 2004, 09:59

jetzt mal konkret: müßte demnach jeder gute katholik Haydn, Mozart, Goethe, Lessing, Beethoven, Liszt, Fichte... meiden, wie der deibl das geweihte wasser? das kann ich mir doch sehr schwer vorstellen, es grenzt an absurdität, vor allem weil wie gesagt messen und oratorien (und mit Haydns Schöpfung wohl eines der schönsten stücke musik, sozusagen wahrheit in töne gegossen) in kirchen aufgeführt werden...

sehr viele von uns kennen wahrscheinlich "Nathan der Weise" und "Faust" aus der schule, auch wenn wir damals alles andere als begeistert waren, das zu lesen (laaaangweilig ;)). ich könnte mir vorstellen, das es nicht schwer ist herauszufinden, daß in dieses texten etwas steckt, nämlich ein stück wahrheit - egal von wem es verfaßt wurde. dasselbe bei der musik - das ist dann wirkiche schönheit, wenn sie uns teilhaben läßt an der abgründigen wahrheit des seins - sozusagen ein stücke "seinsaufhellung" bewirkt - und in jedem wirklichen kunstwerk läßt sich etwas entdecken, das wahre schöhnheit ist, und uns immer neu das wahre und gute in der schöpfung entdecken läßt - egal, wer der komponist war.

also: hören gute katholiken nur Wagner? wendet man sich mit grauen ab, wenn man eine mozartugel angeboten angeboten bekommt? ist man bereit, weltliteratur aus weltanschaulichen gründen abzulehnen anstatt aus lesefaulheit? macht man um den deutschen idealismus einen weeeiten bogen?

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Clown
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Beitrag von Clown » Mittwoch 4. August 2004, 11:20

Na, Clown, dann solltest dich einfach informieren ... sicher ist es schwierig, über was zu diskutieren, was man gar nicht genau kennt ...
Schwierig ist es sicher, aber die KK schafft es beim Thema Verhütung etc. ja auch. (Wie gut sie es schafft wär ein anderes Thema)
Wie ich schon sagte - bei Google gibt's Material zum Thema Freimaurerei und Kirche en masse.
Sicher gibt es viel Material, aber ich habe hauptsächlich die Selbstdarstellung selbsterklärter Logen gefunden und ob die stellvertretend für die Freimaurerei sind?
Beim Thema Freimaurerei und Kirche hat man im Internet noch mehr als bei anderen Themen das Problem dass die Berichte in der Regel immer sehr stark durch die jeweilige Propaganda beider Seiten gefärbt sind. Da ist es schwer etwas ausgewogenes zu finden.
Es will mir aber scheinen, dass du die grundsätzliche Aversion der Freimaurer gegen die Kirche nicht so erschröcklich findest, sondern die Meßlatte anders anlegst.

Stimmt, ich teile diese Aversion ja zum Teil.
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Benedikt
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Beitrag von Benedikt » Mittwoch 4. August 2004, 11:58

Florian, gut dass du Nathan den Weisen genannt hast. Gerade diese Schrift ist doch eine gute Zusammenfassung der frühen Freimaurerideale. Die dort propagierte Gleichheit aller Religionen (bzw. der drei großen monotheistischen) entspricht allerdings nicht der Selbstauffassung dieser Religionen.

Henry44
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Beitrag von Henry44 » Mittwoch 4. August 2004, 12:22

Meiner Ansicht nach sagt „Nathan der Weise“ nicht aus, dass alle Religionen gleich seien, sondern nur, dass es nicht möglich ist, die Wahrheit einer Religion zu beweisen. Wäre ein solcher Beweis möglich, dann würde sich doch jeder zu der einen wahren Religion bekennen.

Daher muss jede Religion zumindest den Anspruch erheben, mehr von der Wahrheit Gottes zu verstehen und zu vermitteln als jede andere, wenn nicht schon jenen, als einzige im Besitz der ganzen Wahrheit zu sein. Ohne den Anspruch, der Wahrheit jedenfalls am nächsten zu sein, müsste sich jede Religion selbst aufgeben.

Zum Papier der argentinischen Bischöfe: Von den Freimaurern weiß ich nicht genug, um etwas dazu sagen zu können, aber die Zivilehe, staatliche Ehescheidung oder die Trennung von Staat und Kirche abzulehnen, ist mit einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft unvereinbar. So einen Gottesstaat zu errichten, haben katholische Diktaturen mit zweifelhaftem Erfolg versucht, zum Beispiel in Spanien, Portugal und auch in Österreich 1934.

Ich wünsche allen einen gesegneten Tag.

Henry44
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Geronimo

Beitrag von Geronimo » Mittwoch 4. August 2004, 19:03

florian3 hat geschrieben:jetzt mal konkret: müßte demnach jeder gute katholik Haydn, Mozart, Goethe, Lessing, Beethoven, Liszt, Fichte... meiden, wie der deibl das geweihte wasser? das kann ich mir doch sehr schwer vorstellen, es grenzt an absurdität, vor allem weil wie gesagt messen und oratorien (und mit Haydns Schöpfung wohl eines der schönsten stücke musik, sozusagen wahrheit in töne gegossen) in kirchen aufgeführt werden...

sehr viele von uns kennen wahrscheinlich "Nathan der Weise" und "Faust" aus der schule, auch wenn wir damals alles andere als begeistert waren, das zu lesen (laaaangweilig ;)). ich könnte mir vorstellen, das es nicht schwer ist herauszufinden, daß in dieses texten etwas steckt, nämlich ein stück wahrheit - egal von wem es verfaßt wurde. dasselbe bei der musik - das ist dann wirkiche schönheit, wenn sie uns teilhaben läßt an der abgründigen wahrheit des seins - sozusagen ein stücke "seinsaufhellung" bewirkt - und in jedem wirklichen kunstwerk läßt sich etwas entdecken, das wahre schöhnheit ist, und uns immer neu das wahre und gute in der schöpfung entdecken läßt - egal, wer der komponist war.

also: hören gute katholiken nur Wagner? wendet man sich mit grauen ab, wenn man eine mozartugel angeboten angeboten bekommt? ist man bereit, weltliteratur aus weltanschaulichen gründen abzulehnen anstatt aus lesefaulheit? macht man um den deutschen idealismus einen weeeiten bogen?
Darum gehts ja nicht ... es geht ums grundsätzliche eigene Bekenntnis, und ich glaube, bei zwei so völlig unterschiedlichen Gedankengebäuden wie Christentum und Freimaurerei muss man schon abwägen, was wichtiger für einem selbst ist ... welchen Spagat man geistig macht, um beides zu vereinbaren (was ja auch von manchem versucht wurde und wird). Freimaurerei hört sich für viele natürlich anziehend an, weil es im Begriff irgendwie den Atem der Freiheit impliziert, was natürlich denen zu paß kommt, die Kirche generell fälschlicherweise mit Gefängnis und gedanklichem Kerker gleichsetzen.
Diese Anziehung hat den Freimaurer immer viel Zulauf beschert. Faktisch geht es einzig darum, dass die katholische Kirche ihren Mitgliedern abrät davon, sich mit diesen Dingen einzulassen ...ganz einfach, weil sie konträr zum christlichen Glauben stehen. Anders kann sie nicht handeln, ohne sich selbst zu verraten. Das darf man ihr nicht zum Vorwurf machen.
Welche Wege der einzelne Christ bzw. Katholik indes einschlägt ...tja, wer will das schon ergründen wollen ...

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Robert Ketelhohn
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Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 4. August 2004, 20:32

Geronimo hat geschrieben:»… abrät …«
Nein, nicht bloß das. Es besteht völlige Unvereinbarkeit. Also mehr sogar als ein strenges Verbot.
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Beitrag von Benedikt » Donnerstag 5. August 2004, 19:55

So sieht das Freimaurerzentrum in Stockholm aus:
Bild
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Hübsch, nicht?
Zuletzt geändert von Benedikt am Sonntag 15. August 2004, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.

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roncalli
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Beitrag von roncalli » Sonntag 15. August 2004, 20:42

Nach Aussage des Offizials der Diözese Graz-Seckau gibt es derzeit keine kirchliche Pauschalverurteilung der Fraumaurerei. Die Bewegung der Freimaurer ist keine homogene Größe, vieles, was in den Logen passiert, bleibt unbekannt. Es lässt sich also gar nicht sagen, ob und wieweit historische päpstliche Freimaurer-Verurteilungen auf heutige Logenbrüder zutreffen.
Bei uns in Österreich vernadert man auch "fortschrittlich" denkende Bischöfe und Prälaten gerne als "Freimaurer". Kardinal Franz König hat gegen den Vorwurf, er sei Freimaurer, sogar einmal (erfolgreich) den Rechtsweg beschritten.

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 15. August 2004, 21:31

Roncalli hat geschrieben:»Nach Aussage des Offizials der Diözese Graz-Seckau gibt es derzeit keine kirchliche Pauschalverurteilung der Fraumaurerei.«
Nicht der Fraumaurerei, wohl aber der Freimaurerei. Alles andere wäre eine definitive Falschaussage.
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Beitrag von roncalli » Sonntag 15. August 2004, 21:36

Lieber Robert, du wirst noch viele Tippfehler von mir erleben (bin auf das "Zwei-Finger-System" angewiesen).

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Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 15. August 2004, 21:40

Das kenn’ ich selber. Aber dieser war einfach zu niedlich, um ihn stillschweigend zu übergehen.

Entscheidend ist, daß dieser Grazer Offizial schlicht nicht die Wahrheit sagt.
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Beitrag von roncalli » Sonntag 15. August 2004, 21:42

Klar! Es gibt doch keine Frau(en-Frei)maurer. Die haben mit der Frauenordination nichts am Hut! - Nur Brüder... :D

Justus
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Freimaurer

Beitrag von Justus » Montag 21. März 2005, 15:49

Es ist allgemein bekannt, dass die katholische Kirche die Lehren der Freimaurerei immer schon strikt abgelehnt hat. Seit einiger Zeit - wahrscheinlich seit dem 2. Vat. Konzil - hat sich die Meinung der Kirchenoberhäupter zu dieser Organisation sehr gewandelt. Surft man mal so durch die Seiten des Internets trifft man nicht selten auf erstaunliche Berichte über Freimaurerei und deren Verhältnis zum Vatikan. Viele Kardinäle sind Freimaurer bzw. bedienen sich der Freimaurerei.

Wenn man so etwas liest macht man sich natürlich erhebliche Sorgen! Ist es wirklich denkbar, dass die Freimaurer den Vatikan unterwandern um einen ihrer Mitglieder an die Spitze der Kirche zu bringen? Es ist entsetzlich und absolut beunruhigend das von manchen Bischöfen sogar Gemeinsamkeiten hervorgehoben werden und deshalb der ständige Austausch empfohlen wird.

Was glaubt ihr wie gefährlich kann das werden? Darf ein Katholik eigentlich Mitglied einer Loge sein? Oder ist das auch schon aufgehoben worden? Wäre ein böses Zeichen!

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Re: Freimaurer unterwandern den Vatikan?

Beitrag von Angelika » Montag 21. März 2005, 17:16

Justus hat geschrieben:Viele Kardinäle sind Freimaurer bzw. bedienen sich der Freimaurerei.
Kannst du das irgendwie belegen ? :roll:

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Re: Freimaurer unterwandern den Vatikan?

Beitrag von Linus » Montag 21. März 2005, 18:10

Justus hat geschrieben:Was glaubt ihr wie gefährlich kann das werden? Darf ein Katholik eigentlich Mitglied einer Loge sein? Oder ist das auch schon aufgehoben worden? Wäre ein böses Zeichen!
nach dem alten CIC von 1917 war das so, der neue von 1983 hat hier nichts mehr explit erwähnt. Dennoch gilt noch immer der Syllabus errorum, der wurde mW noch nicht revidiert. :mrgreen:
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Beitrag von Justus » Montag 21. März 2005, 19:45

Kannst du das irgendwie belegen ?


Belegen kann man so etwas wohl überhaupt nicht. Das ist wohl einer der Hauptgefahren der Freimaurer. Aber schau dich mal im Internet um, solche Stories kannst du auf einigen Seiten finden.

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FioreGraz
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Beitrag von FioreGraz » Montag 21. März 2005, 19:47

@Justus

Im Internet findet man Stories zu jeder Theorie die man sucht nur leider selten belegbar. Dort findest auch Theorien das die Erde ne Scheibe ist.

LG
Fiore

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Juergen
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Beitrag von Juergen » Montag 21. März 2005, 20:04

FioreGraz hat geschrieben:Dort findest auch Theorien das die Erde ne Scheibe ist.
Was für ein Quatsch.
Die Erde ist keine Scheibe, sondern hohl!!

http://www.hohle-erde.de/
Gruß
Jürgen

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