Sondierungsgespräche

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Raphael
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Raphael » Mittwoch 22. November 2017, 04:21

umusungu hat geschrieben:
Dienstag 21. November 2017, 22:47
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 21. November 2017, 22:15
Herr Trittin pflegt offensichtlich ein sehr spezielles Verhältnis zur Wahrheit!
Du hast offensichtlich keinerlei Ahnung und Durchblick....
...... sprach der mittlerweile saturierte Alt-68-er und zog sich wieder in seine bequeme (und natürlich fremdfinanzierte) Hängematte zurück! :D :D :D
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Caviteño
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 22. November 2017, 08:09

Das Handelsblatt berichtet, das Lindner und Kubicki bereits am Sonntag morgen die Unionsspitze (Merkel, Seehofer, Kauder und Dobrindt) vorgeschlagen haben, die Gespräche abzubrechen, weil die inhaltlichen Differenzen mit den Grünen unüberbrückbar seien. Trotzdem hat man - auf Wunsch der Union - noch weiter verhandelt.

Neben einer Formulierung zum ESM waren es auch die Klimapolitik und der Familiennachzug, der zu keiner Einigung führte. Eine Passage aus dem Bericht zeigt das enge Verhältnis von Merkel zu den Grünen:
Nach mehreren Stunden trat dann wieder um 22 Uhr die kleine Runde zusammen. Was dann passiert ist, darüber gibt es keine Aufzeichnung, weil alles auf Zuruf geschah. Es reichte aber offenbar, damit die FDP den Entschluss fasste, die Gespräche an diesem Punkt zu beenden. So wehrten sich die Grünen gegen eine Formulierung von Union und FDP zum Euro-Rettungsfonds ESM. Merkel wollte den Satz daraufhin streichen. Während Union und FDP ihre skeptische Haltung zu weiteren Risikoteilungen in der europäischen Bankenunion verankern wollten, lehnten die Grünen das ab. Merkel wollte die Formulierung von den Grünen übernehmen. In der Wahrnehmung der FDP-Unterhändler war die Kompromissbereitschaft der Kanzlerin gegenüber ihnen und den Grünen recht ungleich verteilt.
http://www.handelsblatt.com/my/politik/ ... 11316.html - Bericht nicht allgemein zugänglich.

Bemerkenswert, daß hier zwischen Merkel und der Union deutlich unterschieden wird.

Auf die Frage Merkels nach dem genauen Grund für den Abbruch habe Lindner geantwortet: „Es gibt keinen einzelnen Grund, es gibt nur keine gemeinsame Vorstellung, wohin das Land gehen soll.“

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Raphael
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Raphael » Mittwoch 22. November 2017, 08:24

Das kann man positiv formulieren, obwohl es für Deutschland schlecht ist: :pfeif:
Als ehemaliges Mitglied des DA bleibt die Herrin der Rauten sich selbst treu. :bedrippelt:

Apres nous le deluge ....................
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Edi
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Edi » Mittwoch 22. November 2017, 08:56

Die Grünen und die CDU wollten auch nicht Abstand nehmen von der Absicht, daß z.B. auch deutsche Volksbanken bei südeuropäischen Bankencrashs in Haftung genommen werden, obwohl ja die Volksbanken und auch die Kreissparkassen einen eigenen Feuerwehrfonds für solche Fälle haben, der sich längst bewährt hat. Herr Schäuble hat diese Haftung immer abgelehnt, aber der ist ja nun Bundestagspräsident. Daß Altkommunisten wie Trittin immer noch diesen Einfluß bei den Grünen haben, ist kennzeichnend für diese Partei.
Kein vernünftiger Mensch wird einsehen, daß deutsche Banken für die Fehler und Schlampereien von Vorständen ausländischer Banken einstehen sollen wie z.B. italienischen. Daß auch die FDP hier nicht mitmachen wollte, ist sehr gut.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Niels » Mittwoch 22. November 2017, 09:09

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 04:21
umusungu hat geschrieben:
Dienstag 21. November 2017, 22:47
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 21. November 2017, 22:15
Herr Trittin pflegt offensichtlich ein sehr spezielles Verhältnis zur Wahrheit!
Du hast offensichtlich keinerlei Ahnung und Durchblick....
...... sprach der mittlerweile saturierte Alt-68-er und zog sich wieder in seine bequeme (und natürlich fremdfinanzierte) Hängematte zurück! :D :D :D
:kugel:
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Niels » Mittwoch 22. November 2017, 09:57

Nachrichten, die die Welt nicht braucht: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ieren.html
Warum gibt die "Welt" so Leuten wie Herrn Bütikofer eine Plattform? :patsch:
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Cath1105 » Mittwoch 22. November 2017, 10:03

Weil die Springer-Presse grün verseucht ist.
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von RomanesEuntDomus » Mittwoch 22. November 2017, 10:06

umusungu hat geschrieben:Vor dem gestrigen Vormittag kannte in Deutschland praktisch niemand den Begriff einer Minderheitsregierung. Kein Wähler hat mit einer solchen auch nur gedanklich geliebäugelt - weil völlig unbekannt. Parlamentarische Mehrheitsregierungen sind wir gewohnt - und wollen wir.
Wer war das? :motz: Da hat doch jemand Hochwürden einige Tradi-Pillen ins Essen gemischt!
ar26 hat geschrieben:Jetzt hört doch mal auf mit Minderheitsregierung. De facto regiert Merkel seit Jahren mit einer All-Parteien-Regierung. Wenn sie mit den Grünen konkubiniert und sich wahlweise je nach Thema von den Sozen oder den Liberalen die Zustimmung holt, ist das doch keine Neuerung sondern business at usual.
Ich wüßte nicht recht, was sich daran geändert hätte, wenn eine Mehrheitsregierung zustande gekommen wäre. (Hatten wir doch auch schon einmal: Schwarz-Gelb zum Beispiel, danach war der Gilb erst einmal reif für die Tonne und Schwarz hat sich einen neuen Doofen gesucht.) Und du glaubst doch nicht im Ernst, daß man es zuläßt, daß sich wirklich etwas wesentliches ändert, Mehrheitsregierung hin oder her?

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 22. November 2017, 10:29

Will denn eine Mehrheit, dass sich wesentliches ändert? Ich vermute nicht und die, die wollen, dass sich was ändert wollen keineswegs alle dasselbe.

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Niels » Mittwoch 22. November 2017, 10:31

umusungu hat geschrieben:Vor dem gestrigen Vormittag kannte in Deutschland praktisch niemand den Begriff einer Minderheitsregierung. Kein Wähler hat mit einer solchen auch nur gedanklich geliebäugelt - weil völlig unbekannt. Parlamentarische Mehrheitsregierungen sind wir gewohnt - und wollen wir.
Das "Magdeburger Modell" dürfte doch bekannt sein: https://de.wikipedia.org/wiki/Magdeburger_Modell
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 22. November 2017, 10:34

Die zwei Jahre rot-grüne Minderheitsregierung in NRW ist mir als die bessere Zeit ihrer Regierung in Erinnerung geblieben.

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von RomanesEuntDomus » Mittwoch 22. November 2017, 10:49

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 10:29
Will denn eine Mehrheit, dass sich wesentliches ändert? Ich vermute nicht und die, die wollen, dass sich was ändert wollen keineswegs alle dasselbe.
Das stimmt allerdings. Vor allem der Schluß ("die, die wollen ...").

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 22. November 2017, 10:56

Edi hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 08:56
Die Grünen und die CDU wollten auch nicht Abstand nehmen von der Absicht, daß z.B. auch deutsche Volksbanken bei südeuropäischen Bankencrashs in Haftung genommen werden, obwohl ja die Volksbanken und auch die Kreissparkassen einen eigenen Feuerwehrfonds für solche Fälle haben, der sich längst bewährt hat. Herr Schäuble hat diese Haftung immer abgelehnt, aber der ist ja nun Bundestagspräsident. Daß Altkommunisten wie Trittin immer noch diesen Einfluß bei den Grünen haben, ist kennzeichnend für diese Partei.
Kein vernünftiger Mensch wird einsehen, daß deutsche Banken für die Fehler und Schlampereien von Vorständen ausländischer Banken einstehen sollen wie z.B. italienischen. Daß auch die FDP hier nicht mitmachen wollte, ist sehr gut.
Das ist ja auch für die Linken, zu der auch die Merkel-CDU zählt, nachvollziehbar.
Wenn die südeuropäischen Banken straucheln, wackelt der Euro. Der ital. Staat mit seiner horrenden Verschuldung würde eingreifen - obwohl er das eigentlich nach den Abwicklungsregeln nicht dürfte. Aber wer legt sich schon mit den Sparern an. Das Ganze haben wir ja vor wenigen Monaten im Fall Monte dei Paschi durchdeklinieren können. Die erst vor kurzem beschlossene Bankenabwicklungsrichtlinie wurde trickreich (dafür sind die ital. "Partner" ja schließlich bekannt) umgangen und die Sparer verschont. Nachvollziehbar - sind doch spätestens im Frühjahr Wahlen und einige Parteien geben (zu Recht) dem Euro die Schuld an der wirtschaftlichen Misere. Glaubt jemand, das wäre künftig in IT oder z.B. GR anders? :D :kugel: :D

Der ital. Staat, pleite wie immer, müßte also Geld aufnehmen und würde sich an den ESM wenden. Der darf inzwischen auch zur Bankensanierung angezapft werden.

Lange Rede - kurzer Sinn: Im Ende geht es um die Wahl, ob der (überwiegend) deutsche Steuerzahler über den ESM oder der (überwiegend) deutsche Sparer über die Einlagensicherung zahlt. Während man ein Wackeln oder sogar Wegbrechen der Einlagensicherung kaum bzw. erst im Ernstfall bemerkt und die Refinanzierung geräuschlos über niedrigere Guthabenzinsen und höhere Gebühren/Sollzinsen erfolgen kann, müssen Auszahlungen des ESM jetzt breit im Parlament (wg. AfD) diskutiert werden.

Wie würdest Du entscheiden, Edi?
Unter dem Gejohle der Mainstream-Medien wird dem wirtschaftlich ungebildeten Volk eine sichere Bankenunion verkauft, die zur Stärkung und Sicherung des Euros "alternativlos" ist. Einzig die Volksbanken und Sparkassen werden murren - aber die kann man über Regulierungsvorschriften milde stimmen.

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Edi » Mittwoch 22. November 2017, 12:59

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 10:56

Wie würdest Du entscheiden, Edi?
Unter dem Gejohle der Mainstream-Medien wird dem wirtschaftlich ungebildeten Volk eine sichere Bankenunion verkauft, die zur Stärkung und Sicherung des Euros "alternativlos" ist. Einzig die Volksbanken und Sparkassen werden murren - aber die kann man über Regulierungsvorschriften milde stimmen.
Ich bin hier marktwirtschaftlich eingestellt. Grundsätzlich sollte derjenige haften, der die Pleite verursacht hat, also in dem Falle die Vorstände der Banken bis ins Private und ggfs. auch strafrechtlich. Das hätte wohl auch eine Wirkung in der Hinsicht, daß die Banken nicht mehr so leichtfertig Kredite vergeben. Wenn sonst eine private Firma in die Bredouille kommt oder gar Pleite macht, haftet auch nicht der Staat dafür.

Meine Volksbank hat vor vielen Jahren auch mal viel Geld verloren mit einem Kredit, der sie aber nicht so geschädigt hat, daß sie ins Wanken gekommen wäre. Die Konsequenz war, daß sie danach bei Krediten deutlich restriktiver vorgegangen ist. Später hat sie einen kleinere Raffeisenbank übernommen, deren Vorstand hernach linke Dinge getrieben hat und die deswegen sozusagen fast Pleite gegangen wäre, wenn sie nicht vom bestehenden Feuerwehrfond gerettet worden wäre. Damit konnte sie weiter arbeiten, der Bankkunde hat davon nichts gemerkt. Den Vorstand hat man rausgeschmissen und soweit ich weiß auch verklagt.

Mir wird immer klarer: Der ganze beschissene Sozialismus will immer mehr die Eigenverantwortung auf andere abwälzen, statt diese zu stärken. Das ist in der Krankenversicherung so und auch auf anderen Gebieten. Warum soll eine Firma bzw. die allgemeine Krankenversicherung die Folgen von Sportunfällen wie Gleitflug und anders mehr tragen, warum für Unfälle mit dem Auto, wenn man private Fahren macht usw. usw. Warum für das Rauchen. Ich habe schon vor Jahren als der Drehhofer noch Gesundheitsminister in Bonn war. diesem geschrieben, er solle dafür sorgen, daß z.B. die Tabaksteuer in Teilen nach einem Schlüssel an die privaten und allgemeinen Krankenkassen überwiesen wird, damit sie die Beiträge senken. Genauso könnte man das mit der Branntweinsteuer machen. Ich bin aber nicht dagegen, daß wenn Menschen in Not kommen, denen nicht geholfen werden soll, aber wie gesagt, mehr Eigenverantwortung ist nötig.
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 22. November 2017, 14:00

Edi hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 12:59
Ich bin hier marktwirtschaftlich eingestellt. Grundsätzlich sollte derjenige haften, der die Pleite verursacht hat, also in dem Falle die Vorstände der Banken bis ins Private und ggfs. auch strafrechtlich. Das hätte wohl auch eine Wirkung in der Hinsicht, daß die Banken nicht mehr so leichtfertig Kredite vergeben. Wenn sonst eine private Firma in die Bredouille kommt oder gar Pleite macht, haftet auch nicht der Staat dafür.
Außerdem haben die verbandseigenen Sicherungssysteme der Volksbanken und Sparkassen noch einen ganz großen Vorteil. Nicht irgendeine ferne Aufsichtsbehörde überwacht das Geschäftsverhalten, sondern "der eigene Verein". Dessen Prüfer haben ausreichende Fachkenntnis, um die Gefahren frühzeitig zu erkennen. Sie können in Gesprächen auf Abhilfe drängen und ggfs. werden eben die Beiträge erhöht. All das hat eine disziplinierende Wirkung bei der Kreditvergabe.
Wie soll die EZB oder die Bafin aber jede kleine Volksbank/Sparkasse so intensiv prüfen? Die haben weder das Personal noch die fachspezifischen Kenntnisse.

Aber es geht in "Europa" ja nicht darum, was sinnvoll und richtig ist, sondern um "eine immer enger werdende und solidarische Union". Gott sei Dank macht die FDP auf diesem Irrweg nicht jeden von Medien geforderten Blödsinn mit.

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Edi » Mittwoch 22. November 2017, 14:35

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 14:00
Edi hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 12:59
Ich bin hier marktwirtschaftlich eingestellt. Grundsätzlich sollte derjenige haften, der die Pleite verursacht hat, also in dem Falle die Vorstände der Banken bis ins Private und ggfs. auch strafrechtlich. Das hätte wohl auch eine Wirkung in der Hinsicht, daß die Banken nicht mehr so leichtfertig Kredite vergeben. Wenn sonst eine private Firma in die Bredouille kommt oder gar Pleite macht, haftet auch nicht der Staat dafür.
Außerdem haben die verbandseigenen Sicherungssysteme der Volksbanken und Sparkassen noch einen ganz großen Vorteil. Nicht irgendeine ferne Aufsichtsbehörde überwacht das Geschäftsverhalten, sondern "der eigene Verein". Dessen Prüfer haben ausreichende Fachkenntnis, um die Gefahren frühzeitig zu erkennen. Sie können in Gesprächen auf Abhilfe drängen und ggfs. werden eben die Beiträge erhöht. All das hat eine disziplinierende Wirkung bei der Kreditvergabe.
Wie soll die EZB oder die Bafin aber jede kleine Volksbank/Sparkasse so intensiv prüfen? Die haben weder das Personal noch die fachspezifischen Kenntnisse.

Aber es geht in "Europa" ja nicht darum, was sinnvoll und richtig ist, sondern um "eine immer enger werdende und solidarische Union". Gott sei Dank macht die FDP auf diesem Irrweg nicht jeden von Medien geforderten Blödsinn mit.
Das Ganze läuft immer mehr auf eine EU-Diktatur hinaus, die fast jeden Schritt und Tritt des Bürgers regeln will. Die kleinen Diktatoren recken sich schon deutlich in etlichen Parteien hervor. Altkommunisten wie Trittin und Kretschmann können offenbar ihre ehemalige Einstellung nicht recht ablegen und wollen alles von oben regeln. Den dummen Bürger mit oder ohne Anführungszeichen geschrieben, muss man in die Schuhe reinbringen, das ist deren Absicht.
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Edi » Mittwoch 22. November 2017, 15:59

Noch was zu den Grünen: Die haben soundsoviel Gigawatt Kohlestrom abschaffen wollen. Sie konnten aber die Frage nicht mal beantworten, ob dadurch nicht die Versorgungssicherheit infrage gestellt wäre. Nach wie vor braucht man ja Grundlast bei der Stromerzeugung, weil Ökostrom nicht regelmässig zur Verfügung steht und die Speichertechnologie auch noch in den Kinderschuhen steckt. Nicht zu wissen, wieviel Grundlaststrom man maximal braucht, ist doch Verantwortungslosigkeit pur. Oder wollen die Grünen, daß notfalls Atomstrom aus dem Ausland bezogen werden muss? Haben die Parteien überhaupt geeignete Fachleute solche Fragen zu beantworten oder nehmen sie wenigstens fachlichen Rat hierzu in Anspruch? Sieht nicht unbedingt danach aus.
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von umusungu » Mittwoch 22. November 2017, 19:41


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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 23. November 2017, 01:51

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 22. November 2017, 19:41
https://secure.avaaz.org/campaign/de/ko ... 1e847655e
Sag mal, umusungu, was sind denn "anerkannte Asylbewerber"?
Früher hießen die "Asylanten" - darf man das jetzt nicht mehr sagen? :D

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 23. November 2017, 07:21

Der Boykott der AfD durch Steinmeier ist aufgehoben; er empfängt jetzt AfD und Linkspartei zu einem Gespräch.
Er wolle sich dabei „einen Gesamtüberblick von der politischen und parlamentarischen Lage“ verschaffen, sagte eine Sprecherin am Mittwoch laut Nachrichtenagentur afp.
(...)
Ursprünglich hatte es geheißen, Steinmeier wolle sich nur mit den Chefs potentieller Regierungsparteien treffen, also nicht mit der AfD und der Linkpartei. AfD-Fraktionschefin Alice Weidel warf ihm daraufhin vor, die AfD undemokratisch auszugrenzen. Ihre Fraktion erwarte „im Namen der Wähler einen Gesprächstermin“.
https://jungefreiheit.de/politik/deutsc ... nkspartei/

Das wird Steinmeier überhaupt nicht passen und sein Gesichtsausdruck wird Bände sprechen - sofern überhaupt Bilder veröffentlicht werden (dürfen). Steinmeier händeschüttelnd mit Gauland und Weidel - oder macht er den Moslem und verweigert Frau Weidel den Handschlag? :breitgrins:

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Raphael » Donnerstag 23. November 2017, 07:54

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 23. November 2017, 07:21
Der Boykott der AfD durch Steinmeier ist aufgehoben; er empfängt jetzt AfD und Linkspartei zu einem Gespräch.

...........

Das wird Steinmeier überhaupt nicht passen und sein Gesichtsausdruck wird Bände sprechen - sofern überhaupt Bilder veröffentlicht werden (dürfen). Steinmeier händeschüttelnd mit Gauland und Weidel - oder macht er den Moslem und verweigert Frau Weidel den Handschlag? :breitgrins:
Das hat in der Tat einen ganz speziellen Witz! :zirkusdirektor:
Nun muß Steinmeier beweisen, daß er als Präsident tatsächlich über den Niederungen des Parteienstreits steht. :emil:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Niels » Donnerstag 23. November 2017, 09:05

Da muss er jetzt durch... beim Gedanken an den "Ehrensold" wird sich die Miene schon positiv verziehen... :zirkusdirektor:
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 23. November 2017, 09:15

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 23. November 2017, 07:54
Das hat in der Tat einen ganz speziellen Witz! :zirkusdirektor:
Nun muß Steinmeier beweisen, daß er als Präsident tatsächlich über den Niederungen des Parteienstreits steht. :emil:
Zumindest hat er ja noch im letzten Augenblick "die Kurve gekriegt". Es wäre in der Tat merkwürdig, wenn er die drittstärkste Partei im Parlament nicht in seine Sondierungen einbezogen hätte.

Die NZZ bringt es auf den Punkt:

Nicht Deutschland, sondern Merkels Machterhalt steht im Mittelpunkt
Vor allem bei der CDU steckt hinter den staatspolitischen Appellen ein so banales wie nachvollziehbares Interesse. Es geht um den Machterhalt. Das jüngste Wahlergebnis war für die Partei das schlechteste seit 1949. Mit ihrem ordnungspolitischen Schlingerkurs und ihrem verheerenden, die innere Sicherheit des Landes gefährdenden Missmanagement der Flüchtlingskrise hat die Kanzlerin bürgerliche Wähler in Scharen vergrault. Wenn die CDU und die in Mithaftung genommene CSU in ein paar Monaten erneut mit der Kanzlerkandidatin Merkel antreten müssten, dann droht beiden ein Debakel. Mit Christian Lindners FDP gibt es für diese Wähler nun eine echte Alternative. Das hat der junge Parteichef mit seinem mutigen und völlig richtigen Nein zu Jamaica bewiesen. Nur deshalb soll die SPD jetzt weiterregieren. Es geht nicht ums Land. Es geht um die zittrig gewordene CDU-Führung.
Bis zu evtl. Neuwahlen (im Februar - April) hätte die Presse ihr "Jamaika-Pulver" verschossen und es würde in großen Teilen der Bevölkerung die Erkenntnis reifen, das mit Frau Merkel keine neue Regierung zu bilden ist. Voraussetzung hierzu wären natürlich klare Ansagen von SPD und FDP, ähnlich wie bei der BTW 1961. Damals hatte sich die Partei klar gegen eine weitere Kanzlerschaft Adenauers ausgesprochen. Adenauer war zu dem Zeitpunkt seit 1949 (also seit 12 Jahren) Kanzler. Bei den Wahlen erzielte die FDP mit 12,8% fast eine Verdoppelung ihres Stimmenanteils.

http://www.deutschlandfunk.de/kanzler-a ... _id=127510

Ebenso schnell wie der Erfolg kam der Absturz: Sie stimmte einer auf zwei Jahre begrenzten Kanzlerschaft Adenauers zu und hatte seit diesem Zeitpunkt den Ruf der "Umfallerpartei".

https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Dem ... utschlands

Es zahlt sich eben nicht aus, die Wähler so deutlich hinter die Fichte zu führen. Lindner hat das am Wochenende erkannt und entsprechend gehandelt.

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Edi » Donnerstag 23. November 2017, 17:52

Siemens will demnächst etwa 7000 Arbeitsplätze abbauen, davon in Deutschland ca. 2000. Das behagt keinem, der davon betroffen ist. Besonders der SPD-Schulz hat harte Worte dafür. Aber wie der Siemenschef sagt, kommt die Flaute von der Energiewende der Merkel, die ja andere Parteien auch befürwortet haben. Die Energiewende sei im Prinzip richtig sagte er, aber falsch getimt und durchgeführt worden. Ich bin aber auch der Meinung und jetzt komme ich wieder zu Merkel, daß deren Aussenpolitik Rußland betreffend der Firma Siemens und nicht nur der, sehr geschadet hat. Aber genau dieser SPD-Schulz hat diese Aussenpolitik auch sehr befürwortet mal ganz abgesehen von der Grünen. Offenbar hätte die FDP da weniger oder gar nicht mitgemacht. Wieder ein Grund für die FDP keine Koalition mit der CDU einzugehen und erst recht nicht mit den kriegslüsternen Grünen.
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Torsten » Donnerstag 23. November 2017, 18:55

Die Grünen sind nicht kriegslüstern, die sind kriegserfahren. Wer hat denn damals im Jugoslawienkrieg eine "friedliche Lösung, notfalls auch mit militärischen Mitteln"(Gerhard Schröder) mitgetragen?

https://www.youtube.com/watch?v=MYcRjHX ... .be&t=1m6s

Es ist eine geistige Erkrankung. Man nennt sie landläufig Schizophrenie. Und sie dreht sich nicht nur um "friedliche Lösungen mit militärischen Mitteln", das kannst du auch hier bei vielen Usern bei unterschiedlichen Themen beobachten. Raphael, der mit der AfD die herrschende Ordnung in Frage gestellt sieht, oder Caviteno, der mit der Frage nach der Kanalreinigung sein Wertesystem offenbart, bei dem keiner für die Scheiße Verantwortung trägt, wenn er nicht aus elendigen Gründen dazu gezwungen wird.

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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Raphael » Donnerstag 23. November 2017, 19:56

:gaehn:
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Caviteño » Freitag 24. November 2017, 00:28

Klasse Kommentar im Spiegel zum Scheitern der Sondierungsgespräche von Jan Fleischhauer, dessen erster Satz die zwölf Jahre Merkel auf den Punkt bringt:

Schwarz-grüne Annäherung "Liebe Frau Roth, Sie waren großartig!"
Das ist also das Ergebnis nach zwölf Jahren Merkel: Die Grünen sind für die CDU der natürliche Partner, die FDP der politische Feind.
(...)
Als die FDP 2009 in die Verhandlungen mit der Union ging, dachten sie bei den Freidemokraten, sie würden an die Zeiten anknüpfen, als man das Land als liberal-konservatives Bündnis regierte. Das war ein verhängnisvoller Irrtum. Tatsächlich fanden sie eine CDU vor, die sich in den vier Jahren an der Seite der SPD selbst sozialdemokratisiert hatte. Diesmal musste man bei der FDP feststellen, dass die CDU schon vor den Sondierungsgesprächen eine innere Wende zu den Grünen eingeleitet hatte.
Man muß sagen, daß es nicht "die" CDU ist, die eine Wendung eingeleitet hat, sondern Merkel und ihr Stab. Egal ob Altmeier oder Spahn - alle können sich eine Koalition mit den Grünen "gut" vorstellen. Die große Masse der CDU-Mitglieder (in der CSU dürfte es noch ausgeprägter sein) findet dagegen eine Koalition mit den Grünen nicht ganz so prickelnd und würde schwarz-gelb bevorzugen. Daß die staatstragenden Medien eine andere Sicht der Dinge haben, wurde schon häufig thematisiert.

Der Hinweis in dem Kommentar, das Kohl der FDP immer pfleglich behandelte und ihr auch Erfolge gönnte, zeigt den Unterschied zwischen den beiden CDU-Kanzlern deutlich. Wie schreibt Fleischhauer zutreffend:
Menschen haben ein langes Gedächtnis für Demütigungen, Parteien auch. Manchmal begegnet man sich ein zweites Mal. Das ist dann für denjenigen dumm, der dachte, er käme ohne die Hilfe dessen aus, den er eben in den Graben geschubst hat. Möglicherweise hat Angela Merkel vergessen, wie schäbig sie in der Union die FDP unter ihrem Vorsitz behandelt haben.
:daumen-rauf:

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Raphael
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Raphael » Freitag 24. November 2017, 07:07

Lindner hat die Fehler der FDP in der Vergangenheit, die zu dem Absturz bei der BTW 2013 geführt haben, sehr genau und schonungslos analysiert. Nur deswegen ist es ihm und seinen Mitstreitern in der Partei gelungen, die entscheidende Wende herbeizuführen und das Ergebnis zu erzielen, welches ihm bei der BTW 2017 beschert worden ist.

Hätte er die Sondierungsgespräche nicht abgebrochen, hätte er diese Fehler ein zweites Mal gemacht. Warum in aller Welt sollte er das tun? :detektiv:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Schwenkelpott
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Schwenkelpott » Freitag 24. November 2017, 15:16

So oder so treten die FDP-"Basher" auf den Plan. Als die FDP 2009 kleiner Koalitionspartner wurde, haben so manche Leute gejammert und schon die apokalyptischen Reiter am Firmament gesehen. Dieselben hauen jetzt drauf, da nun die FDP nicht um jeden Preis in eine Bundesregierung will. Wie man's als FDP macht, ist es "falsch".
Der Katholik steht und will stehen in Allem auf historischem Boden; nur das Erdreich der Überlieferung gibt ihm Festigkeit und Nahrung; nur was sich an Überliefertes anschließt, gedeiht und treibt zu neuen Blüten und neuem Samen.
H. Bone, Cantate! 1847

Lilaimmerdieselbe
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Freitag 24. November 2017, 16:22

Ob "die große Masse der CDU-Mitglieder" tatsächlich Grüne automatisch ablehnt, da bin ich mir gar nicht so sicher, viele jetzt alte haben auch nicht mehr junge grüne Kinder, wie man auch in Pfarreien oft besichtigen kann.

RomanesEuntDomus
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von RomanesEuntDomus » Freitag 24. November 2017, 19:09

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 24. November 2017, 16:22
Ob "die große Masse der CDU-Mitglieder" tatsächlich Grüne automatisch ablehnt, da bin ich mir gar nicht so sicher, viele jetzt alte haben auch nicht mehr junge grüne Kinder, wie man auch in Pfarreien oft besichtigen kann.
Das ist bei uns ganz ähnlich.

Die "vielen jetzt Alten" (also die über 75-Jährigen) sind mehrheitlich CDU-Anhänger, man findet aber durchaus auch SPD-Mitglieder und auch die berühmten "Alt-68er". Der durchschnittliche Grünen-Anhänger ist "auch nicht mehr jung", also etwa im Renteneintrittsalter. Zumindest bei uns arbeiten alle weitgehend spannungsfrei und reibungslos zusammen.

Wie alt der durchschnittliche AfD-Anhänger ist, kann ich gar nicht sagen. Mir ist noch nie einer in einer Gemeinde begegnet. Mir scheint manchmal, daß ihr heldenhafter Kampf für das christliche Abendland vorwiegend anonym in Internetforen und Kommentarspalten stattfindet. FDP-Sympathisanten kenne ich auch nicht.

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Protasius
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Re: Sondierungsgespräche

Beitrag von Protasius » Freitag 24. November 2017, 20:41

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Freitag 24. November 2017, 19:09
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Freitag 24. November 2017, 16:22
Ob "die große Masse der CDU-Mitglieder" tatsächlich Grüne automatisch ablehnt, da bin ich mir gar nicht so sicher, viele jetzt alte haben auch nicht mehr junge grüne Kinder, wie man auch in Pfarreien oft besichtigen kann.
Das ist bei uns ganz ähnlich.

Die "vielen jetzt Alten" (also die über 75-Jährigen) sind mehrheitlich CDU-Anhänger, man findet aber durchaus auch SPD-Mitglieder und auch die berühmten "Alt-68er". Der durchschnittliche Grünen-Anhänger ist "auch nicht mehr jung", also etwa im Renteneintrittsalter. Zumindest bei uns arbeiten alle weitgehend spannungsfrei und reibungslos zusammen.

Wie alt der durchschnittliche AfD-Anhänger ist, kann ich gar nicht sagen. Mir ist noch nie einer in einer Gemeinde begegnet. Mir scheint manchmal, daß ihr heldenhafter Kampf für das christliche Abendland vorwiegend anonym in Internetforen und Kommentarspalten stattfindet. FDP-Sympathisanten kenne ich auch nicht.
Auf die Gefahr hin, daß das wie eine Verschwörungstheorie klingt: Sich als AfD-Anhänger zu outen, kann einen gesellschaftlich ziemlich ins Abseits stellen; in der Anonymität eines Internetforums, einer Kommentarspalte oder der Wahlkabine (immerhin drittgrößte Fraktion im Bundestag) kann man seine Meinung diesbezüglich äußern ohne Nachteile dadurch befürchten zu müssen.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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