Integrationspolitik 2

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Yeti
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Yeti » Dienstag 3. Januar 2017, 19:19

Gallus hat geschrieben:Brandenburg führt ein Bleiberecht für eigentlich ausreisepflichtige Asylbewerber ein, wenn diese Opfer rechter Gewalt wurden.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 28441.html

Man muß kein Hellseher sein, um einen sprunghaften Anstieg "rechter Gewalt" vorherzusehen.
Ein Missbrauch der Neuregelung soll aber verhindert werden, berichtet die Potsdamer Zeitung weiter. So dürfe das Verhalten des Opfers für die Gewalttat nicht mitursächlich gewesen sein. Zudem dürfe er selbst keine Straftaten begangen haben.
Das ist ganz offenbar Symbolpolitik. Davon dürften nicht mehr als ein paar Fälle profitieren. Brandenburg hat sicher ein Problem mit Rechtsextremismus, keine Frage. Aber kaum einer stellt den offenkundigen Zusammenhang mit der dort hohen Arbeitslosenquote her. Brandenburg ist seit der Wende tiefrotes SPD-Land und von den SPD-Landesregierungen Stolpe, Platzeck und Woidke; es stammt ein großer Teil des brandenburgischen SPD-Politikerpersonals von der letzten DDR-Regierung Modrow vor der ersten (und letzten) freien Volkskammerwahl 199; man kann sich also vorstellen, was für Alt-Kader der SED da dabei sind. Infolgedessen bekam das Land Brandenburg auch erst 29 einen Stasi-Beauftragten (als letztes Bundesland). Immer wieder gehen auch Meldungen über die sehr schleppende SED- und Stasi-Aufarbeitung in Brandenburg durch die (allerdings meist nur regionale) Presse:
Potsdamer Neueste Nachrichten hat geschrieben:Für die Stasi-Aufarbeitung wurde mit dem "menschlichen Maß" ein neues Kriterium gefunden, das durch seine Milde das faktische Ende der Stasi-Überprüfungen im öffentlichen Dienst bedeutet. Im Ergebnis gibt es im Vergleich zu anderen ostdeutschen Ländern in Brandenburg heute überdurchschnittlich viele Stasi-Zuträger in der Polizei, im Landtag, in den Gerichten und in den Schulen. Die Linkspartei, Koalitionspartner der SPD, ließ Stasi-Spitzel zur Wahl antreten.
Und so werden einstige treue SED- und Stasi-Kader weiter mitgeschleppt:
Die strikte Linie gegenüber sich nicht bekennenden IMs und die erneute Überprüfung beschränkt sich im wesentlichen auf den brandenburgischen Landtag. In den Kommunen ist eher die Regel, dass Rot-Rot gemeinsam gegen eine erneute Stasiüberprüfung stimmt. In der Landesverwaltung hat die SPD dafür gesorgt, dass nur bei Spitzenpositionen überprüft wird.
In einem solchen S(P)(E)D-regierten Bundesland ist "Internationalismus" deshalb natürlich an der Tagesordnung, wenn auch, wie gesagt, nur symbolisch. Wirkliche Probleme wie die genannte Arbeitslosigkeit werden nicht angepackt, da steht Brandenburg allerdings auch nicht allein da. Wirtschaftlich reiht sich Brandenburg in die Reihe der ökonomischen SPD-Versagerländer Bremen, Rheinland-Pfalz und NRW mit ein.
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Niels
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Niels » Mittwoch 4. Januar 2017, 10:07

Lustige Truppe im Anmarsch, und der Staat versagt schon an der Grenze: https://www.welt.de/politik/deutschland ... hweiz.html
Ein Polizeisprecher sagt, dass Tage vor Silvester junge Männer beim Grenzübertritt aus Frankreich und der Schweiz kontrolliert wurden. Auf Nachfrage durch Bundespolizisten gaben sie an, in Köln Silvester feiern zu wollen.
:auweia: :glubsch: :vogel: :panisch:

Da lobe ich mir doch die Bundespolizei in Dessau Hbf (damals noch BGS). Selbst erlebt, Mitte der 199er Jahre: Da kam ein tschechisches Punkerpärchen auf die Beamten zu und fragte: "Wo geht es nach Hannover? Wir wollen zu den Chaos-Tagen." Die Beamten ganz lässig: "Da müssen Sie in Richtung Frankfurt an der Oder fahren. Wir bringen Sie gern zum Gleis." :kugel: :freude:
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Yeti
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Yeti » Mittwoch 4. Januar 2017, 19:56

"Die Deutschen sind zu gutmütig" - Marokkaner erklärt, was im Umgang mit kriminellen Nordafrikanern falsch läuft Wäre vielleicht generell nicht schlecht, wenn man auch hier in Deutschland ansässige gut integrierte Nordafrikaner fragt, wie man mit Nafris umgehen sollte.
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 5. Januar 2017, 03:52

Yeti hat geschrieben:"Die Deutschen sind zu gutmütig" - Marokkaner erklärt, was im Umgang mit kriminellen Nordafrikanern falsch läuft Wäre vielleicht generell nicht schlecht, wenn man auch hier in Deutschland ansässige gut integrierte Nordafrikaner fragt, wie man mit Nafris umgehen sollte.
Das dürfte auch der politischen und administrativen Elite bekannt sein - aber das will man um keinen Preis, weil es u.U. einen Sturm der Entrüstung in den Medien erzeugen würde.

Michael Klonovsky hat in seinem blog einige Links zum Thema Ausländerkriminalität veöffentlicht:

Statistisches Bundesamt - verurteilte Deutsche und Ausländer nach Art der Straftat, Altersklassen und Geschlecht ab2007 Man muß berücksichtigen, daß Doppelstaatler, die neben einer deutschen auch eine ausl. Staatsangehörigkeit haben, immer als Deutsche gezählt werden. Unter diesem Gesichtspunkt verliert die Statistik künftig an Aussagekraft, da alle hier geborenen Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, sofern bestimmte Voraussetzungen (betr. Aufenthaltsrecht der Eltern) erfüllt sind.

Migration und Kriminalität Vortrag von Oberstaatsanwalt Roman Reusch vor jungen Stipendiaten der Hans Seidel Stiftung. Roman Reusch war in Berlin eine Leiter einer speziellen Anklagebehörde für junge Kriminelle und sehr erfolgreich. Allerdings hatte er sich mit Justizsenatorin angelegt und wurde versetzt. Mehr dazu hier. Daraus:
Die Reusch-Abteilung hatte sich unbeliebt gemacht, weil sie immer wieder darauf hinwies, dass trotz umfangreicher Präventionsmaßnahmen sich die kriminelle Energie junger Straftäter immer krasser entfaltete. Die Analyse der Intensivtäterstatistik ergab zudem, dass in bürgerlichen Vierteln von Berlin gerade mal eine Handvoll dieser gefährdeten Jugendlichen lebt, in den schwierigsten aber die Mehrheit (im Jahre 2006 waren es 99 in Neukölln, inzwischen sind es 113, 44 leben in Moabit, 70 in Wedding, und 55 in Kreuzberg). Zudem stammten unverhältnismäßig viele junge Serientäter aus arabischen Familien (46 Prozent), zumeist Libanesen, Mhallamiye-Kurden und Palästinenser, die wiederum nur eine kleine Minderheit der Berliner Zuwanderer ausmachen.
Diese Fakten sind längst stadtbekannt, sie haben es sogar - keineswegs durch Wahlkämpfe irgendwo ausgelöst - immer mal wieder aus den Lokalteilen der Zeitungen auf Seite 1 und in die Kommentarspalten geschafft; auf den Leserseiten und im Internet wird darüber lebhaft debattiert. Wer dort nachliest, kann kaum zu der Erkenntnis kommen, hier würden arme Jungs oder ganz normale Gauner stigmatisiert. Vielmehr ergibt sich das Bild einer beunruhigenden Unsicherheit auf Berliner Straßen, Schulhöfen und Schulwegen, für U-Bahn-Benutzer, Lehrer und nicht selten auch Polizisten. Die forschen Einwände von Politikern der Grünen, der Linken, aber auch aus der Sozialdemokratie, dies alles werde wieder gut, sofern wir nur alle nett zueinander seien und noch mehr Geld in die Schulen gepumpt werde, können da kaum noch verfangen. Wer zudem glaubt, mit der Versetzung eines Beamten könne die Diskussion erstickt werden, ist mindestens naiv.
Die Versetzung von Roman Reusch erfolgte vor knapp zehn Jahren. Man kann wohl kaum zu dem Ergebnis kommen, daß es in Berlin sicherer wurde bzw. man die Probleme in den Griff bekommen hat. Wahrscheinlich will man sich auch nicht mit den Migranten, deren Verbänden und der Asylindustrie anlegen.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 5. Januar 2017, 04:48

Yeti hat geschrieben: Das ist ganz offenbar Symbolpolitik. Davon dürften nicht mehr als ein paar Fälle profitieren. Brandenburg hat sicher ein Problem mit Rechtsextremismus, keine Frage.
Da wäre ich nicht so sicher. In Brandenburg gehen die Uhren anders, sowohl was die Statistik betrifft als auch den Kampf gegen rechts:
Ministerpräsident Woike hat geschrieben: In Bezug auf die Statistik erklärte Woidke im Inforadio des rbb, in Brandenburg habe es hinsichtlich der Erhebung rechtsextremer Straftaten Änderungen gegeben. "Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt."
http://www.rbb-online.de/politik/beitra ... osten.html

Wer die Statistik "kreativ frisiert", wird wohl auch in der Lage sein, die sog. "Schutzbedürftigen" unter fadenscheinigen Gründen vor einer Ausweisung zu bewahren. Im übrigen sehe ich das ganze auch als Salamitaktik: Wer heute den "Opfern rechter Gewalt" ein Bleiberecht einräumt, wird morgen auch andere Gründe finden, um die gesetzlich vorgeschriebene Ausweisung "zum Wohle der Menschen" zu umgehen.
Die Asyl- und Migrationsindustrie wird weiter daran arbeiten, entsprechende Ausnahmevorschriften zu schaffen und über kurz oder lang wird das Vortäuschen rechter Gewalt zu einer Betrugsmasche werden - wie heute der angebliche Verlust des Reisepasses oder Staatsangehörigkeit "Syrer".

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Ewald Mrnka
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 5. Januar 2017, 11:33

Die BRD taumelt unaufhaltsam in einen Belagerungszustand.

Nach Köln ist überdeutlich geworden, in welche Richtung die Post abgeht.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 5. Januar 2017, 13:31

Ewald Mrnka hat geschrieben:Die BRD taumelt unaufhaltsam in einen Belagerungszustand.

Nach Köln ist überdeutlich geworden, in welche Richtung die Post abgeht.
Die Frage ist allerdings, wer diesen Belagerungszustand flächendeckend durchsetzen soll.
Die Bundeswehr ist durch die Abschaffung der Wehrpflicht geschwächt und kaum in der Lage, eine neue Auslandsmission mit ein paar tausend Soldaten zu schultern. Wie sollte sie da großflächig ganze Stadtbereiche kontrollieren? Bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht muß berücksichtigt werden (sofern politisch überhaupt durchsetzbar), daß durch die Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts in 2000 nunmehr alle hier geborenen Türken usw. die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben und somit auch Wehrdienst leisten müßten. Wie kann sichergestellt werden, daß ihre Loyalität im Falle eines Belagerungszustandes dem Land und denen, die "schon länger hier wohnen" und nicht ihren Landsleuten bzw. den "Gläubigen" gilt?

Die Polizei wurde seit Jahren kaputtgespart. Neue Polizeibeamte stehen nicht so schnell und nicht in dem Umfang zur Verfügung wie neue "geschenkte Menschen". Da können innerhalb von wenigen Monaten eine Million rekrutiert werden. :breitgrins:

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Ewald Mrnka
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Ewald Mrnka » Donnerstag 5. Januar 2017, 16:42

Caviteño hat geschrieben:
Ewald Mrnka hat geschrieben:Die BRD taumelt unaufhaltsam in einen Belagerungszustand.

Nach Köln ist überdeutlich geworden, in welche Richtung die Post abgeht.
Die Frage ist allerdings, wer diesen Belagerungszustand flächendeckend durchsetzen soll.
Die Bundeswehr ist durch die Abschaffung der Wehrpflicht geschwächt und kaum in der Lage, eine neue Auslandsmission mit ein paar tausend Soldaten zu schultern. Wie sollte sie da großflächig ganze Stadtbereiche kontrollieren? Bei einer Wiedereinführung der Wehrpflicht muß berücksichtigt werden (sofern politisch überhaupt durchsetzbar), daß durch die Änderung des Staatsbürgerschaftsrechts in 2000 nunmehr alle hier geborenen Türken usw. die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten haben und somit auch Wehrdienst leisten müßten. Wie kann sichergestellt werden, daß ihre Loyalität im Falle eines Belagerungszustandes dem Land und denen, die "schon länger hier wohnen" und nicht ihren Landsleuten bzw. den "Gläubigen" gilt?

Die Polizei wurde seit Jahren kaputtgespart. Neue Polizeibeamte stehen nicht so schnell und nicht in dem Umfang zur Verfügung wie neue "geschenkte Menschen". Da können innerhalb von wenigen Monaten eine Million rekrutiert werden. :breitgrins:
Inhaltlich bin ich ohne Vorbehalte d´accord.

Ein Belagerungszustand muß nicht explizit erklärt & ausgerufen werden; ein solcher Zustand ergibt sich aufgrund der konkreten Situation. Wie man die jeweilige Lage schließlich etikketiert, ist letzlich ohne Belang & eine Frage der politischen Definition.

Köln hat zweifellos die realen Möglichkeiten & engen Grenzen des Systems BRD aufgezeigt. Man ahnte das, jetzt aber weiß man, was Sache ist.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?

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Niels
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Niels » Donnerstag 5. Januar 2017, 20:43

"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Niels » Donnerstag 5. Januar 2017, 20:44

"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Edi » Donnerstag 5. Januar 2017, 21:01

Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 5. Januar 2017, 22:39

Einzelfälle (man beachte die Merkwürdigkeit einer Pluralbildung), durch die wir uns die Willkommenskultur nicht verderben lassen sollten..... ;D

Aus dem verlinkten Artikel:
Die Lücke im System: Nicht nur in Braunschweig wurden bei der Registrierung lediglich Porträtfotos aufgenommen, nicht jedoch Fingerabdrücke genommen. So war es möglich, dass sich Täter mehrfach registrieren ließen, sich dazu fiktive Vor- und Zunamen ausdachten, andere Geburtstage angaben, ihr Äußeres veränderten und so Scheinidentitäten schafften. Dann wurden diese Personen unterschiedlichen Gemeinden zugeteilt, und die Täter kassierten mehrfach Sozialleistungen.
Küch machte die Bundesbehörden dafür verantwortlich, dass es zu dieser Art des Sozialmissbrauchs kommen konnte. „Alle haben das kommen sehen“, sagte er. Aber statt die Flüchtlinge – wie von der Polizei gefordert – per Fingerabdruckscanner zu identifizieren, habe man das Problem beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge offenbar verdrängt.
Erst viel zu spät sei dann reagiert worden. Die Fingerabdruckgeräte hätten schon viel früher eingeführt werden können. Aber erst ab Mai oder Juni 2016 sei dies passiert. „Man sieht, wie bitter sich das jetzt rächt.“
Da weigern sich die Medien, von einem Staatsversagen zu sprechen. Als was soll es denn sonst bezeichnet werden? Etwa als Vollzugsdefizite?
Wahrscheinlich werden die wirklichen Betrugszahlen niemals öffentlich werden, es fehlt an einer parlamentarischen Opposition, die diesen Namen verdient. Alle Altparteien haben gejubelt und sich an den schönen Bildern im Herbst 2015 berauscht. Jetzt wird die Rechnung nachgereicht und wenn man nach dem Auftraggeber fragt, will es niemand gewesen sein.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 7. Januar 2017, 10:29

Roland Tichy beschäftigt sich mit der Abschiebung sich illegal hier aufhaltender Ausländer und kommt diesem Ergebnis:

Von der Überforderung zum Kollaps - Asyl: Der Rechtsstaat kapituliert
Der letzte Rettungsanker gegen eine Abschiebung ist schließlich der Pastor, die Kommunalpolitik und/oder der Fußballverein. CSU-Generalsekretär Scheuer hat es mit seinem (natürlich als rassistisch eingestuften) Hinweis auf den fußballspielenden ministrierenden Senegalesen auf den Punkt gebracht: Ein Flüchtling kann nichts Besseres tun, als sich im örtlichen Kirchenkreis oder Fußballverein zu engagieren und sich dort unentbehrlich zu machen. Sodann zählen nicht mehr Recht und Gesetz, die ein Bleiberecht eindeutig negieren, sondern nur noch der arme freundliche Ausländer, der sich so wunderbar in die Gemeinde integriert hat und allen Einwohnern und Kirchengemeindemitgliedern ans Herz gewachsen ist.

Im äußersten Notfall gewährt die Kirche auch Kirchenasyl: Der betroffene Ausländer wird im Pfarrheim untergebracht. Die Behörden kennen den Aufenthaltsort des Abzuschiebenden. Die staatlichen Sozialleistungen laufen natürlich weiter. Obwohl die wirklich guten Menschen in der betreffenden Kirchengemeinde sitzen, zahlen nicht sie für den Aufenthalt des Abzuschiebenden, sondern selbstverständlich der Steuerzahler. Aber wegen der guten Menschen in den Kirchengemeinden traut sich der Staat nicht, jemanden aus dem Kirchenasyl heraus abzuschieben. Denn der dumme Steuerzahler zahlt für so vieles, da kommt es auf die Kosten des Kirchenasyls auch nicht mehr an. Pastor und Amtsarzt vollenden, was Überforderung und Überlastung durch die Merkel-Politik sowie lange Verfahrenswege noch nicht geschafft haben:

Die Kapitulation unseres Rechtsstaats.

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martin v. tours
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 7. Januar 2017, 20:31

Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 7. Januar 2017, 20:53

martin v. tours hat geschrieben:Ganz feine Jungs:
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/si ... -1.658624
Dazu passend:

Sylvester in Deutschland - Im Belagerungszustand
Auch nach einem Jahr der Integrationspropaganda haben sich junge afrikanisch-arabische Einwanderer wieder gezielt und unbeeindruckt zusammengerottet, um Staatsmacht und Einheimische herauszufordern und ihnen den öffentlichen Raum streitig zu machen. Trotz aller Appelle haben viele Bürger die „Feiern“ im Hochsicherheitstrakt gemieden. Wenn in gerade einmal einem Jahr mehr junge Männer im wehrfähigen Alter aus fremden Kulturkreisen einströmen, als Bundeswehr und NVA zusammen auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges unter Waffen hielten, verändert sich ein Land drastisch. Die „Schutzsuchenden“ der grünen Propaganda treten auf wie Invasoren.
Ein Polizeiaufgebot wie in dieser Silvesternacht kann nur punktuell und nicht an 365 Tagen im Jahr mobilisiert werden. Die alltägliche Unsicherheit bleibt, der öffentliche Raum geht den Bürgern verloren, Feiertage in Kampfmontur statt im Kreis der Familie werden für die Sicherheitskräfte zur Normalität. Sollen wir uns daran gewöhnen, daß ein Quasi-Polizeistaat errichtet werden muß, um den Anschein der Ordnung aufrechtzuerhalten und den Verursachern der Misere ihre Privilegien zu retten? Um Deutschland seinen Bürgern zurückzugeben, bedarf es mehr. Voraussetzung für eine Wende ist die vollständige Brechung der angeschlagenen Diskurshegemonie grün-linker Schreibtischtäter.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Siard » Sonnabend 7. Januar 2017, 20:58

Das Ganze gab es in österreichischen Städten auch – und ebenso organisiert (s. Innsbruck).

Caviteño
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 7. Januar 2017, 22:17

Integration - Warum es Türken in Deutschland so schwer haben
Die Türkischstämmigen haben gemäss der Statistik weniger Einkommen, weniger Wohnraum, weniger Bildung. Und zwar nicht nur die erste Generation, die einst als Gastarbeiter nach Deutschland kam, sondern auch deren Nachkommen, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Unter den 17- bis 45-Jährigen mit türkischem Hintergrund, steht im Report, haben 40 Prozent höchstens die Hauptschule abgeschlossen, die niedrigste Stufe. 51 Prozent haben nach der Schulzeit keinen Berufsabschluss erreicht, doppelt so viele wie im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Zusammengefasst bleibt in den Köpfen vieler die vereinfachte Meinung: „Die Türken, die schaffen es nicht.“ Was läuft da auch nach so vielen Jahren schief? Zumal Deutschland mit der Aufnahme von Flüchtlingen nun vor neuen Herausforderungen steht.
(...)
Warum aber schaffen es die Vietnamesischstämmigen? Warum die Kinder, deren Eltern vor wenigen Jahren aus Osteuropa eingewandert sind? Viele von ihnen legen einen schnelleren Aufstieg hin und sind dabei nicht selten ähnlichen sozialen Widrigkeiten unterworfen wie die Türkischstämmigen. „Eltern, die aus Vietnam stammen, pflegen häufig eine Erziehung zur Leistungsmotivation. Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, aus Polen, Ungarn haben aufgrund funktionierender Bildungssysteme in den Herkunftsländern meist gute Grundlagen.
Ostasiaten gehören auch in den USA zu den besten Schülern.

Tinius
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Tinius » Dienstag 10. Januar 2017, 17:51

http://www.spiegel.de/video/serbien-flu ... 33928.html

Tausende Pakistani und Afghanen fordern der Durchmarsch von Serbien über Ungarn....nach....???

Erst begibt man sich absichtlich in eine schreckliche Wintersituation, dann mobilisiert man die Medien und Helfer, sendet erschütternde Bilder....und dann?

Dem Pakistani und Afghanen kann schnell geholfen werden: Abschiebung nach Kabul und Islamabad !!! Dort droht ihm keinerlei politische Verfolgung.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Dieter » Donnerstag 12. Januar 2017, 15:18

Marokko verbietet Burka bzw Vollverschleierung.

http://www.stern.de/politik/ausland/mar ... 7794.html
6 Prozent sind für ein Burka-Verbot
Jüngere Bürger eher dagegen

Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger - nämlich 6 Prozent - ist dafür, dass das Tragen von Ganzkörperschleiern in der Öffentlichkeit bei uns verboten werden sollte.
35 Prozent der Bürger sprechen sich explizit gegen ein Burka-Verbot aus.
Vor allem die jüngeren, unter 3-Jährigen, sprechen sich überwiegend gegen ein Burka-Verbot aus (56 Prozent). Auch Anhänger der Grünen und der Linkspartei sind eher dagegen.
Im Osten des Landes finden sich überdurchschnittlich viele Menschen, die für ein Burka-Verbot sind (71 Prozent), sowie insbesondere unter den Anhängern der AfD.
Generell hat sich die Einstellungen der Bundesbürger zu diesem Thema durch die aktuelle Debatte aber nicht wesentlich verändert: Der Anteil der Befürworter mit 6 Prozent in dieser Umfrage ist fast genauso hoch wie im Oktober 215. Da sprachen sich 58 Prozent für ein solches Verbot aus.
Was die Parteienverteilung angeht, so lässt sich feststellen, dass es keine Partei gibt, deren Anhänger sich klar mehrheitlich gegen ein Burka-Verbot ausspricht. Selbst unter den Anhängern der Linken oder der Grünen sind 51 Prozent bzw. 5 Prozent für ein Burka-Verbot in der Öffentlichkeit.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Freitag 13. Januar 2017, 07:49

Tinius hat geschrieben: Dem Pakistani und Afghanen kann schnell geholfen werden: Abschiebung nach Kabul und Islamabad !!! Dort droht ihm keinerlei politische Verfolgung.
Abschiebung :D :freude: Das ist doch wohl die Lachnummer im deutschen Aufenthaltsrecht.

Es empfiehlt sich die Lektüre dieses Zeitungsartikels:

Abschiebehaft: Gesetz und Wirklichkeit liegen weit auseinander

Obwohl das Gesetz die Möglichkeit gibt, insgesamt eine Abschiebehaft von 18 (iW: achtzehn) Monaten zu verhängen, sind Haftanordnungen über drei Monate die absolute Ausnahme:
Doch das ist der Gesetzestext. Die Wirklichkeit sieht in Deutschland schon seit längerer Zeit anders aus. Einer, der darüber sehr genau berichten kann, ist der Leiter der Stabsstelle Rückkehr im Bundesministerium des Innern (BMI), Christian Klos. Das Aufenthaltsrecht biete zwar „eine ganze Menge“ Möglichkeiten, einen abgelehnten Asylbewerber in Abschiebehaft zu nehmen, sagt Klos. „Doch die Richter ordnen sie immer seltener an.“
(...)
Wie sehr Gesetz und Wirklichkeit auseinanderfallen, macht die durchschnittliche Dauer der Abschiebehaft deutlich. Nach Auskunft von Stabsstellenleiter Klos ist sie sehr weit entfernt von den gesetzlich zulässigen sechs plus zwölf Monaten: „Das hat aber mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Im Durchschnitt liegt sie bei wenigen Tagen bis wenigen Wochen.“ Mehr als sechs Wochen seien äußerst selten. „Fälle von Abschiebehaft, die länger als drei Monate dauern, gibt es nur im einstelligen oder sehr niedrigen zweistelligen Bereich.“
Dabei sieht das Gesetz nach Darstellung von Klos durchaus jetzt schon vor, dass die Abschiebehaft dazu dient, die Identität eines Ausländers zu klären. Doch auch hier verweist Klos auf die Realität: „Die Rechtssprechung ist jedoch anders, danach darf Abschiebehaft nicht als Beugehaft zur Identitätsfindung genutzt werden.“ Auch die Regelungen des Paragraphen 58a für Personen, die als Gefahr für die Sicherheit dienen, sieht Klos skeptisch: „Das klingt toll, funktioniert aber in der Praxis nicht, weil die Hürde für eine solche Einstufung sehr hoch ist.“
Es ist doch als Staatsversagen einzustufen, wenn gegen diese Mißstände nicht vom Gesetzgeber vorgegangen wird. Wenn die Richter meinen, so urteilen zu müssen, hat das Parlament die Gesetze so zu formulieren, daß der richterliche Ermessensspielraum eingeschränkt wird und/oder gegen Null tendiert. "Wo ein Wille, da ein Weg" - sagte die Kanzlerin. Aber man will offensichtlich nicht und versucht das Volk mit placebos ruhigzustellen.

Abschiebung ist aller Munde, aber wenn in einer „Gewahrsamseinrichtung für Ausreisepflichtige“ bei 40 vorhandenen Plätzen nur 17 belegt sind, dann zeugt das nicht unbedingt von einem starken Willen, Abschiebungen auch tatsächlich durchzuführen. Das ist allerdings auch bei einer grünen Ministerin, die für diesen Bereich verantwortlich ist, nicht verwunderlich.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Peti » Sonnabend 14. Januar 2017, 08:41

Mal was anderes im Kreuzgang: Eine interessante Kolumne von Thomas Fischer:

Unser Sexmob
" Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer.
9 Prozent davon sind Deutsche, 1 Prozent Ausländer."
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 14. Januar 2017, 08:46

Peti hat geschrieben:Mal was anderes im Kreuzgang: Eine interessante Kolumne von Thomas Fischer:

Unser Sexmob
" Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer.
9 Prozent davon sind Deutsche, 1 Prozent Ausländer."
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht
In Zeiten doppelter Staatsbürgerschaft hat diese Zahl freilich praktisch keine Aussagekraft mehr.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Peti » Sonnabend 14. Januar 2017, 08:57

Hubertus hat geschrieben:
Peti hat geschrieben:Mal was anderes im Kreuzgang: Eine interessante Kolumne von Thomas Fischer:

Unser Sexmob
" Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer.
9 Prozent davon sind Deutsche, 1 Prozent Ausländer."
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht
In Zeiten doppelter Staatsbürgerschaft hat diese Zahl freilich praktisch keine Aussagekraft mehr.
Um auf diese Kolumne eine vernünftige Antwort zu geben, braucht man mehr als ein paar Minuten.
Thoms Fischer verdient eine gründlichere Auseinandersetzung
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Hubertus » Sonnabend 14. Januar 2017, 09:04

Peti hat geschrieben:
Hubertus hat geschrieben:
Peti hat geschrieben:Mal was anderes im Kreuzgang: Eine interessante Kolumne von Thomas Fischer:

Unser Sexmob
" Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer.
9 Prozent davon sind Deutsche, 1 Prozent Ausländer."
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht
In Zeiten doppelter Staatsbürgerschaft hat diese Zahl freilich praktisch keine Aussagekraft mehr.
Um auf diese Kolumne eine vernünftige Antwort zu geben, braucht man mehr als ein paar Minuten.
Thoms Fischer verdient eine gründlichere Auseinandersetzung
Du selbst hast diesen ellenlangen Text auf diesen Satz zusammengedampft. Diesen habe ich kommentiert. Nichts weiter. :achselzuck:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Peti » Sonnabend 14. Januar 2017, 09:11

Ist klar, man reagiert oft gerne auf Schlagwörter. Ich auch.
Aber vielleicht hast du Lust irgendwann das Ganze zu lesen und dann zu antworten.
Muss ja nich gleich sein.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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martin v. tours
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 14. Januar 2017, 09:12

Wenn jemand aus deiner engsten Familie kriminell wird ist das tragisch, aber er wird, ob Du willst oder nicht, immer Teil deiner Familie sein.
Wenn der Untermieter in deinem Haus kriminell wird, kannst Du ihn rausschmeissen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Caviteño
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 14. Januar 2017, 14:39

Peti hat geschrieben:Mal was anderes im Kreuzgang: Eine interessante Kolumne von Thomas Fischer:

Unser Sexmob
" Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer.
9 Prozent davon sind Deutsche, 1 Prozent Ausländer."
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ettansicht
Wo hat er denn die Zahlen her?
Im übrigen und die Fragen habe ich schon mal hier gestellt:

1. Wer ist statistisch häufiger kriminell - Frauen oder Männer?
2. Welche Altersgruppe ist häufiger kriminell - die jungen Heranwachsenden bis 3/35 Jahren oder die Älteren und Rentner ab 45/5 Jahren?

3. Zu welcher Gruppe gehört der überwiegende Teil von Merkels Gästen? Männer oder Frauen? Junge Heranwachsende oder Ältere?

Man kann die bisherige Argumentation der Regierung usw. auch umkehren. Von dieser Seite wird immer darauf hingewiesen, das man in der Kriminalitätsstatistik gleiche soziale Gruppen miteinander vergleichen muß, damit man eine Aussagekraft erhält. Wird dies getan, so ergibt sich kein Unterschied zwischen Inländern und Ausländern. Trifft diese Annahme zu, dann muß die Kriminalität anwachsen, wenn ein starker Zuzug einer dieser (kriminalitätsbelasteten) Gruppe erfolgt. Das gilt unabhängig davon, ob es die eine oder andere Gruppe wächst. :breitgrins:

Siard
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Siard » Sonnabend 14. Januar 2017, 18:01

Peti hat geschrieben:Thoms Fischer verdient eine gründlichere Auseinandersetzung
Da bin ich mir über weite Strecken nicht so sicher.

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Niels
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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Niels » Sonnabend 14. Januar 2017, 18:15

Siard hat geschrieben:
Peti hat geschrieben:Thoms Fischer verdient eine gründlichere Auseinandersetzung
Da bin ich mir über weite Strecken nicht so sicher.
Ich mir auch nicht.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Niels » Sonnabend 14. Januar 2017, 18:15

"Erika Steinbach verlässt die CDU und wirft Merkel Rechtsbruch vor": https://www.welt.de/politik/deutschland ... l#Comments
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Edi » Sonnabend 14. Januar 2017, 20:54

Näheres zu Steinbach, die soll ja mal eine Freundin von Merkel gewesen sein. Der AfD wünscht sie nun alles Gute.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 32.html
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Integrationspolitik 2

Beitrag von Tinius » Sonnabend 14. Januar 2017, 21:35

Eine ideale Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl.
Angeblich ist sie jetzt mit Alexander Gauland liiert (Achtung: Satire. Hinweis für Leser, die keine Satire erkennen können).
Seit 13 Jahren hält die Dame der SELK die Treue.

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