Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

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Moderator: Hubertus

CIC_Fan
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 28. September 2017, 14:54

ar26 hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 14:39
CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 14:13
Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 11:39
"Eine Alternative für Konservative ? "

" Denn die Hoffnung, der Schutz von Ehe und Familie, des Lebens und anderer Menschenrechte
sei bei der AfD gut oder auch nur besser aufgehoben als bei den Unionsparteien,
ist – nach Lage der Dinge – in etwa so realistisch, wie die kleinbürgerliche Utopie,
wenn jeder für sich selbst sorge, sei am Ende allen geholfen.
Die Wirklichkeit ist jeweils eine andere.
http://www.die-tagespost.de/politik/Lei ... 315,182004
Außerdem:
Mit den 94 neu ins Parlament gewählten AfD-Abgeordneten steigt der Anteil
der konfessionslosen Abgeordneten gewaltig.
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... e-christen
Wie sagte Frau Weidel so schön die AfD ist die letzte Schutzmacht für LGBT Menschen
https://kurier.at/politik/ausland/spitz ... 87.371.961
wie man das mit "konservativen" Werten wie sie z.b. die unsägliche Frau von Storch vertritt unter einen Hut kriegen soll bleibt mir verborgen
Dazu hatte sich der Staatssekretär Spahn schonmal geäußert. Es seien nicht traditionelle Katholiken, die ihn anpöbelten, wenn er mit seinem Partner durch Berlin laufe, sondern andere. Im übrigen hatte sich auch Seidel gegen die Ehe für alle ausgesprochen, da sie dem GG widerspricht.
Also die Dame von Storch wird jetzt zur Schutzfrau für LGBT Menschen?

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Peti
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Donnerstag 28. September 2017, 16:19

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 14:25
Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 11:39
Außerdem:
Mit den 94 neu ins Parlament gewählten AfD-Abgeordneten steigt der Anteil
der konfessionslosen Abgeordneten gewaltig.
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... e-christen
Diese Aussage ist mindestens tendenziös, wenn nicht sogar schlichtweg falsch! :daumen-runter:

Von den 94 AfD-Abgeordneten haben 70 keine Angabe zu ihrer Konfessionangehörigkeit gemacht. Vom Einzug der AfD in den Bundestag auf einen Anstieg der konfessionslosen Abgeordneten zu schließen ist daher mehr als gewagt .................
Wenn ein Bundestagsabgeordneter seine Glaubenskonfession nicht einmal angibt, dann bedeutet sie ihm wahrscheinlich nicht viel.
Und unter den Parlamentariern der AfD, die ihre Religion in ihren Profilen auf der Internetseite des Bundestags angegeben haben, finden sich auch überdurchschnittlich viele Konfessionslose.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Donnerstag 28. September 2017, 17:12

Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 16:19
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 14:25
Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 11:39
Außerdem:
Mit den 94 neu ins Parlament gewählten AfD-Abgeordneten steigt der Anteil
der konfessionslosen Abgeordneten gewaltig.
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... e-christen
Diese Aussage ist mindestens tendenziös, wenn nicht sogar schlichtweg falsch! :daumen-runter:

Von den 94 AfD-Abgeordneten haben 70 keine Angabe zu ihrer Konfessionangehörigkeit gemacht. Vom Einzug der AfD in den Bundestag auf einen Anstieg der konfessionslosen Abgeordneten zu schließen ist daher mehr als gewagt .................
Wenn ein Bundestagsabgeordneter seine Glaubenskonfession nicht einmal angibt, dann bedeutet sie ihm wahrscheinlich nicht viel.
Schon das ist eine unzulässige Vermutung.
Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 16:19
Und unter den Parlamentariern der AfD, die ihre Religion in ihren Profilen auf der Internetseite des Bundestags angegeben haben, finden sich auch überdurchschnittlich viele Konfessionslose.
Ja und? :achselzuck:

Wilst Du jetzt von denen, die eine Angabe gemacht haben, auf diejenigen schließen, die keine Angabe gemacht haben? :patsch:

Es ist logisch evident, daß aus der Nichtangabe bei der Konfessionszugehörigkeit kein Rückschluß auf das Vorhandensein einer Konfessionszugehörigkeit möglich ist.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Peti » Donnerstag 28. September 2017, 17:55

Findest du es gut, dass man bei uns seine Glaubenskonfession nicht mehr angibt ?
Wenn man gegen Islamisierung ist, sollte man sich zunächst einmal zu seiner eigenen Religion bekennen.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
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Hubertus
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Hubertus » Donnerstag 28. September 2017, 22:13

martin v. tours hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 21:36
Ich hätte die AfD nicht gewählt (bin ja kein Deutscher) aber diese pauschale hasszerfressene Verurteilung ALLER AfD Wähler oder Sympathisanten als Nazis, widert mich an.
Dieser Kolportage kann bereits durch einen nüchternen Blick auf die Zahlen abgeholfen werden:

Die AfD mobilisiert insbesondere die Nichtwähler (nach u.g. Quelle rd. 1,2 Mio bei der Bundestagswahl).

Rechtsradikale Parteien haben aber üblicherweise eine hoch motivierte Wählerschaft (daher ja immer wieder die Aufrufe, zur Wahl zu gehen, zum "Schutz vor Radikalen"). Die Annahme, daß rd. 1,2 Mio. Rechtsradikale bei den letzten BTagswahlen nicht gewählt haben, um jetzt ihre Stimme der AfD zu geben, ist absurd. Wanderungsbewegungen von den beiden Großparteien hin zur AfD belaufen sich auf 980'000 (CDU) bzw. 470'000 (SPD)Stimmen. Ganze 400'000 AfD-Wähler kamen von der Linkspartei. Und sogar 40'000 ehemalige Grün-Wähler machten diesmal ihr Kreuzchen bei der AfD, rd. ebensoviele frühere FDP-Sympathisanten. Bleiben noch die Wähler der "Anderen". Von diesen hat die AfD rd. 690'000 Stimmen erhalten. Selbst wenn - was nicht der Fall sein dürfte, darunter dürften auch Parteien wie die ödp o.ä. sein - angenommen würde, daß alle davon zuletzt eine rechtsradikale Partei gewählt hätten, beliefe sich der Anteil auf rd. 9,38, also nicht mal 10 Prozent.

Am einfachsten freilich ist es, die AfD-Wähler durchweg als tumbe Neo-Nazis zu desavouieren. Vllt. bleibt auch einfach nicht mehr übrig, angesichts der teilweise doch intellektuell erbärmlichen "Einwendungen", die (nicht nur hier) gegen die AfD erhoben werden, ohne freilich in der Sache überzeugen zu können.

(Quelle)
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Sempre
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Freitag 29. September 2017, 00:01



Ein recht erbaulicher Vortrag von Dr. Thor von Waldstein zur aktuellen Situation auf deutschem Boden.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 29. September 2017, 06:43

Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 17:55
Findest du es gut, dass man bei uns seine Glaubenskonfession nicht mehr angibt ?
Wenn man gegen Islamisierung ist, sollte man sich zunächst einmal zu seiner eigenen Religion bekennen.
Die AfD wendet sich gegen den Islamismus als politisch totalitäre Ideologie. Sie will diese politisch totalitäre Ideologie mit demokratischen Mitteln, die dem Rechtsstaat durchaus zur Verfügung stehen, bekämpfen. Mithin ist die Auseinandersetzung auf der politischen Ebene zu führen. Aus diesem Grunde spielt die Konfessionszugehörigkeit der AfD'ler nur eine untergeordnete Rolle.

Für eine Bekämpfung des verderblichen Einflusses des Islam auf der religiösen Ebene wären in unserem Kulturkreis eigentlich die Kirchen zuständig. Doch da geht man mehrheitlich lieber auf Schmusekurs und labert über abrahamitische Religionen anstatt gemäß dem Missionsbefehl Jesu die Frohe Botschaft zu verbreiten und die Göttlichkeit Jesu Christi herauszustellen.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 29. September 2017, 10:20

Bisherige AfD-Chefin Frauke Petry vollzieht Parteiaustritt

Die bisherige AfD-Vorsitzende Frauke Petry vollzieht ihren angekündigten Austritt aus der Partei. «Sie wird im Laufe des Tages aus der AfD austreten und ihre Parteiämter niederlegen», sagte ein Sprecher am Freitag. Zuerst hatte die «Welt» über den unmittelbar bevorstehenden Austritt berichtet. Petry hatte zuvor bereits erklärt, sie wolle der neuen AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören.
(Quelle)
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 1. Oktober 2017, 12:14

Interessantes Interview mit Stanislaw Tillich, in dessen Bundesland die AfD die höchsten Ergebnisse erzielt und sogar die CDU von Platz 1 verdrängt hat.
Worauf führen Sie den Hass zurück, der Kanzlerin Merkel im Wahlkampf entgegengeschlagen ist?

Es war sicher vordergründig ein Ausdruck der Ablehnung über die Art und die Umsetzung der Flüchtlingspolitik. Dazu kam das Gefühl, für die Neuangekommenen sei plötzlich viel Geld da, für die Einheimischen aber nicht. Das machten auch die Demonstranten und Störer bei den Wahlkampfveranstaltungen deutlich.

Paradoxerweise leben in vielen Gegenden, in denen die AfD starken Zulauf hat, kaum Flüchtlinge. Wovor haben diese Wähler Angst?

Die Leute wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt. Sie wollen keine Parallelgesellschaften und keinen Anstieg der Kriminalität. Sie wollen nicht, dass religiöse oder politische Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen hier ausgetragen werden. Da hat der Staat noch viel zu tun.
Die Worte hörte man vor dem Wahlkampf immer wieder von den Kandidaten der AfD. Was führt zu dem Sinneswandel? Muß es wirklich erst ein so deutliches Ergebnis wie in Sachsen geben, bis die Politik aufwacht? Man behauptet doch immer, auf den Bürger zu hören - offensichtlich hatte man in den letzten zwei Jahren wohl einen Hörsturz.

Ob Tillich dazugelernt hat, erscheint trotzdem fraglich. Natürlich war es - nach seiner Ansicht - nicht nur Merkels Flüchtlingspolitik, denn "auch von anderen Parteien seien Wähler zur AfD gewandert." Was für eine fadenscheinige Begründung! Die anderen Parteien haben doch ebenfalls die "Flüchtlings"politik mitgetragen, keine Partei hat im Parlament Rechenschaft von der Kanzlerin gefordert. Alle haben die Kritiker als "Rechtspopulisten" usw. beschimpft und die Teddybärwerfer gelobt.

Tillich meint, es handele sich zum großen Teil um Protestwähler und bezieht sich dabei auf die Demoskopen. Das mag sein, aber wie will er bzw. die CDU diese Wähler denn wieder zurückholen, wenn die "Flüchtlings"politik nicht grundlegend geändert wird? Sollte den Subsidiären tatsächlich der Familiennachzug erlaubt werden, werden sich die Ergebnisse der AfD verfestigen oder sogar noch weiter steigen.
Die von Tillich unterstützte -phantasielose- Forderung, die Fluchtursachen zu bekämpfen, wirkt jedenfalls nicht bis zu den Wahlen im nächsten Jahr - sofern sie überhaupt wirken kann. Keine Ideen, was gemacht werden soll - wie will er da die nächsten Landtagswahlen gewinnen? :D

Interview mit Sarrazin:

Autor Thilo Sarrazin zur AfD: «Merkel hat nichts verstanden»

Zum Thema "Sachsen" sagt er:
Aber es ist doch absurd, dass die AfD in Bundesländern wie Sachsen am stärksten ist, wo es mit einem Anteil von 4 Prozent kaum Ausländer gibt.

Diese Frage geht von einem falschen Ansatz aus. Nehmen wir Sachsen. Ich war vor der Wahl ein paar Mal dort. Es gab auch dort in den letzten Monaten mehr Einbrüche und Vergewaltigungen. Das wirkt besonders bedrohlich, wenn man es vorher so nicht kannte. Und dann gibt es auch die Leute, die nach Berlin fahren und sich sagen, ich will nicht, dass es bei uns jemals solche Zustände gibt.
Er beschäftigt sich in dem Interview auch mit den Themen Einwanderung und Europa. Erwähnenswert ist mE, das Sarrazin häufig nur noch in Schweizer Medien zu Wort kommt. :breitgrins:

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ar26
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Sonntag 1. Oktober 2017, 12:52

Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 16:19
Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 14:25
Peti hat geschrieben:
Donnerstag 28. September 2017, 11:39
Außerdem:
Mit den 94 neu ins Parlament gewählten AfD-Abgeordneten steigt der Anteil
der konfessionslosen Abgeordneten gewaltig.
http://www.katholisch.de/aktuelles/aktu ... e-christen
Diese Aussage ist mindestens tendenziös, wenn nicht sogar schlichtweg falsch! :daumen-runter:

Von den 94 AfD-Abgeordneten haben 70 keine Angabe zu ihrer Konfessionangehörigkeit gemacht. Vom Einzug der AfD in den Bundestag auf einen Anstieg der konfessionslosen Abgeordneten zu schließen ist daher mehr als gewagt .................
Wenn ein Bundestagsabgeordneter seine Glaubenskonfession nicht einmal angibt, dann bedeutet sie ihm wahrscheinlich nicht viel.
Und unter den Parlamentariern der AfD, die ihre Religion in ihren Profilen auf der Internetseite des Bundestags angegeben haben, finden sich auch überdurchschnittlich viele Konfessionslose.
Aktueller Stand ist, dass bislang - zum Zeitpunkt derAuswertung von katholisch.de galt das nochmehr - zahlreiche AfD-Abgeordnete noch überhaupt keine biographischen Angaben gemacht haben. Da steht auf der Bundestagsseite nur Geburtsdatum und Geburtsort. Hier zB http://www.bundestag.de/abgeordnete/bio ... 46&dir=ltr
Dieser Abgeordnete ist Protestant und hat das gegenüber dem sächsischen Landtag, dem er bislang angehört auch so angegeben.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 1. Oktober 2017, 13:23

wird das noch vervollständigt?

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ar26
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Sonntag 1. Oktober 2017, 13:43

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 13:23
wird das noch vervollständigt?
Sicherlich. Ich schätze mal, dass so ein neugewählter Abgeordneter ne Menge zu tun hat und manche das nicht als das Vordringlichste erachteten.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 1. Oktober 2017, 14:13

bei den AfD-Abgeordneten einiger Landtage ergibt sich folgendes Bild:

Brandenburg keinerlei Angaben

Sachsen 7 konfessionslos - 1 kath - 2 evangelisch

Sachsen-Anhalt 8 konfessionslos - 1 kath - 3 evangelisch - 9 ohne Angabe

Thüringen 6 ohne Angabe - 2 kath

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 1. Oktober 2017, 15:58

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 12:14
Die Leute wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt.
Welches Deutschland schwebt diesen Leuten denn vor?

Das Deutschland von 1815 - oder von 1850 - oder von 1867 - oder von 1872 - oder von 1910- oder von 1915 - oder von 1929 - oder von 1933 - oder von 1945 - oder von 1953 - oder von 1988 - oder von 1910- oder oder oder?

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 1. Oktober 2017, 16:15

umusungu hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 15:58
Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 12:14
Die Leute wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt.
Welches Deutschland schwebt diesen Leuten denn vor?

Das Deutschland von 1815 - oder von 1850 - oder von 1867 - oder von 1872 - oder von 1910- oder von 1915 - oder von 1929 - oder von 1933 - oder von 1945 - oder von 1953 - oder von 1988 - oder von 1910- oder oder oder?
Nicht ich habe das geschrieben, sondern die Äußerung von MP Tillich in dem Interview.
Was die Leute wollen, ist im folgenden Satz des von Dir verkürzt wiedergegebenen Zitats zu lesen und von Tillich in dem ganzen Interview an mehreren Stellen gut beschrieben:
Das Wahlergebnis zeigt: Die Menschen wünschen sich einen starken Staat. Und sie haben den Eindruck, dass der Staat nicht in der Lage ist, das Asylrecht konsequent genug umzusetzen. Bei den Abschiebungen gibt es erhebliche Defizite.
(...)
Die Leute wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt. Sie wollen keine Parallelgesellschaften und keinen Anstieg der Kriminalität. Sie wollen nicht, dass religiöse oder politische Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen hier ausgetragen werden. Da hat der Staat noch viel zu tun.
(...)
Das Wahlergebnis ist doch recht deutlich. Wir müssen uns fragen: Was ist wichtig für die Menschen im Land? Die Ehe für alle war es jedenfalls nicht. Ein Großteil der Bevölkerung fühlt sich nicht verstanden. Wir müssen umschalten, da hat Seehofer recht. Ich unterstütze seine Forderung nach einem Kurs "Mitte-rechts".
(...)
Wenn man über die Mitte hinweg nach links geht, darf man die Stammwähler nicht vergessen: die rechtschaffenen Leute, die an Recht und Ordnung glauben. Wer Steuern zahlt, muss sicher leben können.
https://www.morgenpost.de/politik/artic ... -nahe.html

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 1. Oktober 2017, 17:51

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 16:15
Nicht ich habe das geschrieben, sondern die Äußerung von MP Tillich in dem Interview.
Was die Leute wollen, ist im folgenden Satz des von Dir verkürzt wiedergegebenen Zitats zu lesen und von Tillich in dem ganzen Interview an mehreren Stellen gut beschrieben:
Du hattest allerdings keine Quelle angegeben

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 1. Oktober 2017, 18:12

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 12:14
Interview mit Sarrazin:

Autor Thilo Sarrazin zur AfD: «Merkel hat nichts verstanden»
...........
Er beschäftigt sich in dem Interview auch mit den Themen Einwanderung und Europa. Erwähnenswert ist mE, das Sarrazin häufig nur noch in Schweizer Medien zu Wort kommt. :breitgrins:
Der Mann hat neben einer bestechenden analytischen Begabung auch noch cojones! :daumen-rauf:
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 1. Oktober 2017, 19:08

Dann warten wir mal, wie sich die analytische Begabung in Niedersachsen bewahrheitet.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 1. Oktober 2017, 19:31

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 19:08
Dann warten wir mal, wie sich die analytische Begabung in Niedersachsen bewahrheitet.
Etwas anderes als abzuwarten, wird Dir auch nicht übrig bleiben! :roll:

Im Übrigen sei daran erinnert, daß Prognosen immer dann besonders schwierig sind, wenn sie die Zukunft betreffen ...............
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 1. Oktober 2017, 19:39

Ich mache deshalb keine, Sarrazin schon.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 1. Oktober 2017, 19:58

dieses Video sollten sich viele Menschen anschauen - auch und gerade in Deutschland, besonders vielleicht in Sachsen:

http://www.t-online.de/tv/news/id_82356 ... viral.html

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 1. Oktober 2017, 20:15

Man kann Leute aus der Armee rausschmeißen, aber nicht Mitbürger aus unserem Land.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Petrus » Sonntag 1. Oktober 2017, 21:06

umusungu hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 19:58
dieses Video sollten sich viele Menschen anschauen - auch und gerade in Deutschland, besonders vielleicht in Sachsen:

http://www.t-online.de/tv/news/id_82356 ... viral.html
aha.

also, wie ich Deinem Beitrag entnehme, sollten sich "dieses Video" viele Menschen anschauen, auch und gerade in Deutschland, besonders vielleicht in Sachsen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 1. Oktober 2017, 21:19

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Sonntag 1. Oktober 2017, 20:15
Man kann Leute aus der Armee rausschmeißen, aber nicht Mitbürger aus unserem Land.
das ist auch nicht der Punkt: aber man kann sich genauso entschieden gegen jede Art von Diskriminierung stellen wie dieser General!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Montag 2. Oktober 2017, 16:22

Bei den Abgeordneten mit Migrahi liegt die AfD im Mittelfeld - hinter den Linken und Grünen, aber deutlich vor der CDU:
Am höchsten ist der Anteil im neuen Bundestag demnach in der Linksfraktion mit 18,8 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 14,9 Prozent. Den mit Abstand niedrigsten Wert gibt es den Angaben zufolge in der Unionsfraktion mit nur 2,9 Prozent. Die besonders migrationskritische AfD liegt mit 7,5 Prozent im Mittelfeld. Für die SPD wird ein Anteil von 9,8 Prozent angegeben, für die FDP von 6,3 Prozent.
Diese Fraktionen haben den höchsten Anteil an Migranten

:breitgrins:

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Mittwoch 4. Oktober 2017, 14:50

ein wieder verlässt ein Abgeordneter die AfD-Fraktion im Bundestag. Es geht noch was ........ :klatsch:

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 4. Oktober 2017, 15:16

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 4. Oktober 2017, 14:50
ein wieder verlässt ein Abgeordneter die AfD-Fraktion im Bundestag. Es geht noch was ........ :klatsch:
Selbst wenn sie alle die AfD verlassen würde und die aufgelöst würde, wären damit die Probleme, warum die Partei gewählt wurde, gelöst? Natürlich nicht. Du hättest dann im Parlament - wie bisher - keine Oppositionspartei. Bei den wichtigsten Fragen (Migration, Euro, künftig auch Mobilität) würde unter Leitung der Kanzlerin synchron genickt.

Es würde sich eine neue Partei gründen, die dann gewählt würde. Ob die dann so zahm wie die AfD wäre,darf man bezweifeln und das sie "nur" 12,6% der Stimmen bekäme, wenn die Fehler nicht korrigiert werden, ebenfalls.

Wie ich es schon häufig geschrieben habe: Wenn die AfD gewählt wurde, weil in den Augen der Wähler bestimmte Probleme nicht gelöst werden, müssen die Altparteien das nachholen. Es funktioniert - s. das Beispiel der Republikaner und den Asylkompromiß.

CIC_Fan
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 4. Oktober 2017, 16:30

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 4. Oktober 2017, 14:50
ein wieder verlässt ein Abgeordneter die AfD-Fraktion im Bundestag. Es geht noch was ........ :klatsch:
wer wann und wo?

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 4. Oktober 2017, 17:37

Googeln ist echt schwierig: :roll:
Mario Mieruch
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 4. Oktober 2017, 19:09

http://www.heute.de/afd-abgeordneter-mi ... 72930.html
interessanter ist, was uns der Herr über die Mehrheitsverhältnisse in der Fraktion erzählt,

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 5. Oktober 2017, 09:47

Wenn es der Partei nicht gelingt sich vom "Flügel" klar abzugrenzen wird sie über ihr jetziges Wähler Segment
nicht hinaus kommen

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Lupus
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lupus » Donnerstag 5. Oktober 2017, 10:26

"Dein Wort in Gottes Ohr!"
+L.
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