Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 10:56

Caviteño hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 08:48
Mach Dich doch erst einmal sachkundig, bevor Du schreibst.
Der Oberlehrer hat gesprochen!

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 10. März 2017, 11:00

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 10:56
Caviteño hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 08:48
Mach Dich doch erst einmal sachkundig, bevor Du schreibst.
Der Oberlehrer hat gesprochen!
Das hat mit Oberlehrer nix zu tun! :neinfreu:

Gib einfach zu, daß Du dummes Zeugs geschrieben hast ..................
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overkott
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von overkott » Freitag 10. März 2017, 11:29

Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 11:00
umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 10:56
Caviteño hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 08:48
Mach Dich doch erst einmal sachkundig, bevor Du schreibst.
Der Oberlehrer hat gesprochen!
Das hat mit Oberlehrer nix zu tun! :neinfreu:

Gib einfach zu, daß Du dummes Zeugs geschrieben hast ..................
O Gott, Kinder. Ein bisschen mehr Argumente: Warum bricht die AfD ein? Was hat das mit extremistischer Rechtfertigung von Massenmördern zu tun? Warum sehe die Bischöfe eine rote Linie?

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 10. März 2017, 12:51

overkott hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 11:29
Warum sehe die Bischöfe eine rote Linie?
Das ist in der Tat eine interessante Frage! :ja:

Als Spitzenkandidat der AfD für die BTW, also Platz 1 der Landesliste in NRW, wurde Martin Renner gewählt. Bevor er zur AfD kam, war er 25 Jahre CDU-Mitglied.

Er schreibt über sich:
privat

Verheiratet, 2 erwachsene Kinder
langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten in karitativen und kirchlichen
Einrichtungen. Im Lions Club Haan und als Kirchenvorstand in der kath.
Kirchengemeinde St. Chrysanthus und Daria in Haan

beruflich

Diplom-Betriebswirt
Marketingdirektor in einem international tätigen Pharmazie- und Kosmetikunternehmen
22 Jahre geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmens- und Kommunikationsberatung für die pharmazeutische und kosmetische Industrie
Tätigkeitsschwerpunkte: Internationale Kommunikation und Strategieentwicklung
(Quelle)

Wieso entwickeln deutsche Bischöfe bei solchen Personen Berührungsängste? :achselzuck:
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overkott
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von overkott » Freitag 10. März 2017, 13:01

Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 12:51
overkott hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 11:29
Warum sehe die Bischöfe eine rote Linie?
Das ist in der Tat eine interessante Frage! :ja:

Als Spitzenkandidat der AfD für die BTW, also Platz 1 der Landesliste in NRW, wurde Martin Renner gewählt. Bevor er zur AfD kam, war er 25 Jahre CDU-Mitglied.

Er schreibt über sich:
privat

Verheiratet, 2 erwachsene Kinder
langjährige ehrenamtliche Tätigkeiten in karitativen und kirchlichen
Einrichtungen. Im Lions Club Haan und als Kirchenvorstand in der kath.
Kirchengemeinde St. Chrysanthus und Daria in Haan

beruflich

Diplom-Betriebswirt
Marketingdirektor in einem international tätigen Pharmazie- und Kosmetikunternehmen
22 Jahre geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmens- und Kommunikationsberatung für die pharmazeutische und kosmetische Industrie
Tätigkeitsschwerpunkte: Internationale Kommunikation und Strategieentwicklung
(Quelle)

Wieso entwickeln deutsche Bischöfe bei solchen Personen Berührungsängste? :achselzuck:
Weil sie naturwissenschaftlich gebildet sind und wissen, welche Probleme ein Eisberg birgt.

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 10. März 2017, 13:09

overkott hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 13:01
Weil sie naturwissenschaftlich gebildet sind und wissen, welche Probleme ein Eisberg birgt.
Welche Probleme verbirgt denn der durch und durch bürgerliche Herr Renner, der sogar bereits in der katholischen Kirche als Kirchenvorstand aktiv geworden war? :detektiv:

Wird er den 3. Weltkrieg anzetteln, wenn er denn einst im Bundestag sitzen wird? :panisch:
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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 13:54

Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 13:09
Welche Probleme verbirgt denn der durch und durch bürgerliche Herr Renner, der sogar bereits in der katholischen Kirche als Kirchenvorstand aktiv geworden war?
Wer Deutsche ausbürgern und in die Staatenlosigkeit entlassen will - gegen Art 16 GG, der kann sich nicht mehr auf vergangene katholische Meriten berufen.

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 13:57

Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 11:00
umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 10:56
Caviteño hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 08:48
Mach Dich doch erst einmal sachkundig, bevor Du schreibst.
Der Oberlehrer hat gesprochen!
Das hat mit Oberlehrer nix zu tun! :neinfreu:

Gib einfach zu, daß Du dummes Zeugs geschrieben hast ..................
das dumme Zeug heißt: die Forderung der AfD ist gegen Art 16 GG gerichtet. Dieser Artikel ist ein Essential unseres Grundgesetzes aus den Erfahrungen des 3. Reiches und der DDR geboren.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 10. März 2017, 14:00

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 13:54
Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 13:09
Welche Probleme verbirgt denn der durch und durch bürgerliche Herr Renner, der sogar bereits in der katholischen Kirche als Kirchenvorstand aktiv geworden war?
Wer Deutsche ausbürgern und in die Staatenlosigkeit entlassen will - gegen Art 16 GG, der kann sich nicht mehr auf vergangene katholische Meriten berufen.
Wenn er sich da nicht mehr auf katholische Meriten berufen können soll, kannst Du sicherlich präzise darlegen, inwieweit das Ansinnen der AfD gegen die katholische Soziallehre verstößt. :pfeif:
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 10. März 2017, 14:02

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 13:57
Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 11:00
umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 10:56
Caviteño hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 08:48
Mach Dich doch erst einmal sachkundig, bevor Du schreibst.
Der Oberlehrer hat gesprochen!
Das hat mit Oberlehrer nix zu tun! :neinfreu:

Gib einfach zu, daß Du dummes Zeugs geschrieben hast ..................
das dumme Zeug heißt: die Forderung der AfD ist gegen Art 16 GG gerichtet. Dieser Artikel ist ein Essential unseres Grundgesetzes aus den Erfahrungen des 3. Reiches und der DDR geboren.
Die etablierten Parteien haben vor ca. 25 Jahren ebenfalls den Art. 16 GG den damaligen aktuellen Erfordernissen angepaßt. Sind das jetzt auch alles Verfassungfeinde? :detektiv:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 14:33

Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 14:02
Die etablierten Parteien haben vor ca. 25 Jahren ebenfalls den Art. 16 GG den damaligen aktuellen Erfordernissen angepaßt. Sind das jetzt auch alles Verfassungfeinde?
"Politisch verfolgte genießen Asylrecht."
Durch Gesetz vom 28. Juni 1993 wurde Artikel 16 Absatz 2 Satz 2 mit Wirkung vom 30. Juni 1993 aufgehoben.

Durch Gesetz vom 1. Dezember 2000 wurde dem Artikel 16 Absatz 2 mit Wirkung vom 2. Dezember 2000 folgender Satz angefügt:
"Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind."

Genau diese Änderungen hat es an Art 16 GG gegeben. Damit hat es keine substanziellen Änderungen gegeben.
Die AfD greift in das Grundrecht der Nicht-Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit ein. Das ist verfassungsfeindlich. Diese Aussage kann natürlich vom BVerfG überprüft werden. Bis dahin halte ich allerdings die Aussage der Verfassungsfeindlichkeit der AfD aufrecht.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 10. März 2017, 17:29

Auszug aus dem Wahlprogramm der AfD für die BTW 2017:
4.1 Ausweisung, Abschiebung und Ausbürgerung
Der erhebliche Anteil von Ausländern gerade bei der
Gewalt- und Drogenkriminalität begegnet derzeit nur halbherzigen
ausländerrechtlichen Maßnahmen. Insbesondere
können sich ausländische Kriminelle sehr häufig auf Abschiebungshindernisse
berufen und sind auf diese Weise von
Abschiebung verschont.
Wir fordern daher: 1. Erleichterung der Ausweisung, insbesondere
die Wiedereinführung der zwingenden Ausweisung
bei ernstzunehmender Kriminalität; 2. Verhängung
der Ausweisung bereits durch die Strafgerichte; 3. Ermöglichung
der Unterbringung nicht abschiebbarer Krimineller
im Ausland aufgrund bilateraler Vereinbarungen mit
geeigneten Staaten.
Die Einbürgerung Krimineller ist zuverlässig zu verhindern
durch: 1. Verhinderung des Erwerbs der deutschen
Staatsangehörigkeit durch bloße Geburt in Deutschland,
weil hierdurch u.a. Angehörige krimineller Clans automatisch
zu deutschen Staatsbürgern werden können; 2. Abschaffung
des einklagbaren Anspruchs auf Einbürgerung;
3. Verschärfung der Ausschlussgründe für Einbürgerung
bei Kriminalität.
Schließlich muss die Ausbürgerung krimineller Staatsbürger
mit Migrationshintergrund möglich werden: 1.
bei erheblicher Kriminalität innerhalb von zehn Jahren
nach erfolgter Einbürgerung; 2. bei Mitwirkung in
Terrororganisationen (z.B. IS); 3. bei Zugehörigkeit zu
kriminellen Clans und zwar auch dann, wenn die
Ausgebürgerten dadurch staatenlos werden.
Hierzu ist Art. 16, Abs. 1 GG entsprechend zu ändern.
(Quelle)

Bei der Ausbürgerung geht es demzufolge höchstens um kriminell aktive Mitmenschen; also solche, die die Grundwerte unserer Gesellschaft mit Füßen getreten habe.
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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overkott
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von overkott » Freitag 10. März 2017, 17:49

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 14:33
Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 14:02
Die etablierten Parteien haben vor ca. 25 Jahren ebenfalls den Art. 16 GG den damaligen aktuellen Erfordernissen angepaßt. Sind das jetzt auch alles Verfassungfeinde?
"Politisch verfolgte genießen Asylrecht."
Durch Gesetz vom 28. Juni 1993 wurde Artikel 16 Absatz 2 Satz 2 mit Wirkung vom 30. Juni 1993 aufgehoben.

Durch Gesetz vom 1. Dezember 2000 wurde dem Artikel 16 Absatz 2 mit Wirkung vom 2. Dezember 2000 folgender Satz angefügt:
"Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind."

Genau diese Änderungen hat es an Art 16 GG gegeben. Damit hat es keine substanziellen Änderungen gegeben.
Die AfD greift in das Grundrecht der Nicht-Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit ein. Das ist verfassungsfeindlich. Diese Aussage kann natürlich vom BVerfG überprüft werden. Bis dahin halte ich allerdings die Aussage der Verfassungsfeindlichkeit der AfD aufrecht.
Politikwissenschaftler unterscheiden zwischen Verfassungswidrigkeit und Verfassungsfeindlichkeit. Verfassungswidrig ist die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, verfassungsfeindlich ist die Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von overkott » Freitag 10. März 2017, 18:11

Die AfD hat sicher ein gestörtes Verhältnis zur Staatsangehörigkeit, zur Freiheit und Gleichheit vor dem Gesetz. Das zeigt sich in den angestrebten Auflagen für Wohlverhalten nach der Einbürgerung. Wer Zugereiste einbürgert, von denen er in den nächsten zehn Jahren erhebliche Kriminalität erwartet, der ist politisch nicht ernst zu nehmen, aber durch Verfassungswidrigkeit gefährlich.

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 18:21

Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 17:29
Bei der Ausbürgerung geht es demzufolge höchstens um kriminell aktive Mitmenschen; also solche, die die Grundwerte unserer Gesellschaft mit Füßen getreten habe.
die müssen angeklagt, verurteilt und ins Gefängnis!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sascha B. » Freitag 10. März 2017, 19:14

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 18:21
Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 17:29
Bei der Ausbürgerung geht es demzufolge höchstens um kriminell aktive Mitmenschen; also solche, die die Grundwerte unserer Gesellschaft mit Füßen getreten habe.
die müssen angeklagt, verurteilt und ins Gefängnis!
Und wer zahlt für deren Gefängnisaufenthalt? :pfeif:
"Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte." Adolph Kolping

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 19:33

Sascha B. hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 19:14
Und wer zahlt für deren Gefängnisaufenthalt?
dumme Frage!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von martin v. tours » Freitag 10. März 2017, 19:59

Nein eine berechtigte Frage, aber eine dumme Antwort.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 20:20

martin v. tours hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 19:59
Nein eine berechtigte Frage, aber eine dumme Antwort.
Von allen AfD-Wählern wird eine Anti-Soli-Gefängnis-Abgabe erhoben.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Freitag 10. März 2017, 20:42

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 18:21
Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 17:29
Bei der Ausbürgerung geht es demzufolge höchstens um kriminell aktive Mitmenschen; also solche, die die Grundwerte unserer Gesellschaft mit Füßen getreten habe.
die müssen angeklagt, verurteilt und ins Gefängnis!
Wieviele Gefängnisse soll man noch bauen?
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Freitag 10. März 2017, 20:49

Edi hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 20:42
Wieviele Gefängnisse soll man noch bauen?
Statt ihn in den Knast zu schicken, hätte man Ulrich Hoeness auch ausbürgern - oder auf den Mond schicken können.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Freitag 10. März 2017, 22:37

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 18:21
Raphael hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 17:29
Bei der Ausbürgerung geht es demzufolge höchstens um kriminell aktive Mitmenschen; also solche, die die Grundwerte unserer Gesellschaft mit Füßen getreten habe.
die müssen angeklagt, verurteilt und ins Gefängnis!
Diese kriminell aktiven Mitmenschen mit Migrationshintergrund haben die Großzügigkeit, die zur Gewährung des Gastrechtes in Deutschland geführt hat, mißbraucht und damit Selbiges verwirkt. :daumen-runter:

Wenn Dir Leute wiederholt und penetrant in Dein Kirchengebäude pinkeln, erteilst Du denen doch auch Hausverbot, oder? :detektiv:
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Freitag 10. März 2017, 23:26

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 20:49
Edi hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 20:42
Wieviele Gefängnisse soll man noch bauen?
Statt ihn in den Knast zu schicken, hätte man Ulrich Hoeness auch ausbürgern - oder auf den Mond schicken können.
Hoenes ist trotz seines Steuerbetrugs, den er ja wieder gut gemacht hat, weiterhin ein grosser Steuerzahler, der nicht auf Kosten des Staats lebt und wird wohl kaum mit dem Betrügen weitermachen.
Bei den Migranten, die nicht arbeiten, legen wir nur drauf, die sollen doch da, wo sie herkommen, ihre Kriminalität ausleben oder von mir aus auch im Vatikan beim Franziskus, aber der hat hohe Mauern und ist wehrhaft. Da kommt keiner so problemlos rein.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 11. März 2017, 04:53

umusungu hat geschrieben:
Freitag 10. März 2017, 14:33
Die AfD greift in das Grundrecht der Nicht-Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit ein. Das ist verfassungsfeindlich. Diese Aussage kann natürlich vom BVerfG überprüft werden. Bis dahin halte ich allerdings die Aussage der Verfassungsfeindlichkeit der AfD aufrecht.
Was soll denn daran "verfassungsfeindlich" sein? Die Vorschrift gehört nicht zur Ewigkeitsgarantie des Grundgesetzes. Natürlich können auch Grundrechte geändert werden. Früher durften Deutsche nie an das Ausland ausgeliefert werden. Durch europäischen Haftbefehl und den Internationalen Strafgerichtshof wurde auch dieses wesentliche Grundrecht aufgehoben.
Man muß schon ein ziemlich kurzes Gedächtnis haben oder sich die Welt entsprechend zurechtbiegen, wenn man meint, Grundrechte gehörten zu den unabänderlichen Bestandteilen des Grundgesetzes. "Verfassungsfeindlich" wäre es, wenn jemand versuchen würde, diese Änderungen außerhalb eines rechtstaatlichen Verfahrens durchzusetzen.

Erklär mal, was Du unter "Verfassungsfeindlichkeit" verstehst, damit man darauf gezielt antworten kann. Dabei wäre es auch hilfreich, wenn Du darlegen würdest, warum die gegen das GG und die intern. Verträge von der Kanzlerin durchgesetzte Grenzöffnung keinen "verfassungsfeindlichen" Charakter haben soll, eine mögliche im parlamentarischen Konsens (notwendige 2/3 Mehrheit in Bundestag und Bundesrat) durchgesetzte Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft aber sehr wohl.
Aber wahrscheinlich werden wir - wie üblich - auf eine Antwort von Dir warten können, bis die Hölle einfriert.

Im übrigen scheinst Du nicht zu verstehen, was "Staatenlosigkeit" bedeutet. Ich hatte schon in meinem vorherigen post (ist der eigentlich gelöscht worden, wenn ja, warum) darauf hingewiesen, daß die Ausweisung von Staatenlosen praktisch unmöglich ist. Wohin sollen die denn ausgewiesen werden? Was allerdings ebenfalls fast unmöglich ist, sind Reisen ins Ausland, jedenfalls sofern an der Grenze eine Identitätskontrolle erfolgt.

Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 11. März 2017, 06:52

Sempre hat geschrieben:
Donnerstag 9. März 2017, 03:12
Hamburg: AfD-Politiker Ludwig Flocken fliegt nach Merkel-Attacke aus der Bürgerschaft
Die immer weiter um sich greifende Selbstkastrierung der Parlamente durch Redebeschränkungen oder Ausschluß sollte eigentlich alle Demokraten nachdenklich stimmen:

Ein Parlament ist kein safe-space

Ein Vorreiter ist dabei das Europäische Parlament, bei dem Abgeordnete bei nicht mainstream-konformen Reden sogar zu Geldbußen verurteilt werden können. Daß deren Reden dann nicht im Netz übertragen werden, versteht sich von selbst.
In D. kann man immerhin von der Sitzung ausgeschlossen werden, wenn man sich entsprechend äußert.
Nachdem er in einer Parlamentsrede den Satz „Unser Feind ist nicht in Moskau, unsere Feinde sind in Moscheen“ geäußert hatte, meldete sich sofort der frühere Bundesvorsitzende der Grünen, Reinhard Bütikofer („Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa“), empört zu Wort und verlangte, dass das EP-Präsidium gegen diese „Volksverhetzung“ einschreiten müsse. Ein anständiger Parlamentarier hält Gegenreden, brüllt Zwischenrufe, macht Öffentlichkeitsarbeit – aber er ruft nicht schmollend nach einer höheren Autorität – hier dem Präsidium –, wenn ein Kollege etwas ihm nicht Wohlgefälliges von sich gibt. Ein Parlament ist kein ‚Safe Space‘, kein Schutzraum vor dem Unliebsamen, sondern eine Arena, in der Standpunkte aufeinanderprallen.
Kein Wunder, dass der schräge Vogel Korwin-Mikke, im Heimatland Polen für kontroverse Fernsehauftritte gebucht, aber politisch marginal, von einer internationalen YouTube-Fangemeinde als Stimme gegen das EU-Establishment hochgehalten wird. Er vertritt die Positionen von Konservativen, von Libertären und/oder EU-Gegnern und hat als demokratischer gewählter Abgeordneter sein Existenzrecht in Brüssel und Straßburg. Ihn mit Bußgeldern und Sitzungsausschluss zu bedrohen, zeigt die Schwäche des EU-Establishments, mit unbequemen Kritikern umgehen zu können.
Jetzt hat das EP im § 165 seiner Geschäftsordnung auch die Bestimmung aufgenommen, dass bei „Hate Speech“ die Live-Übertragungen der Parlamentsdebatten umgehend gestoppt und entsprechende Passagen anschließend aus der Mediathek gelöscht werden können. Damit unterhöhlt man den Grundsatz, dass Plenarsitzungen öffentlich zu sein haben; Wähler können sich dann kein authentisches Bild von der Arbeit ihrer Abgeordneten machen. So behandelt das EP die Bevölkerung nicht einmal als vollwertige Zuschauer, sondern als unmündiges Volk, das vor seiner ‚Verhetzung‘ geschützt werden müsste.
(...)
Versuche, missliebige Auffassungen auf Facebook und bei Twitter löschen zu lassen, finden ihre Fortsetzung in gewählten Volksvertretungen. Nicht einmal der demokratische legitimierte Abgeordnete soll noch Meinungsfreiheit genießen, wenn seine Position außerhalb des vom Mainstream als akzeptabel definierten Spektrums fällt. Das schwächt den Parlamentarismus, das freie Mandat des Abgeordneten, die öffentliche Auseinandersetzung, ja, die Demokratie insgesamt und bestätigt all jene, deren Vertrauen in die staatliche Politik bereits erschüttert ist.
Eine besorgniserregende Entwicklung - ähnlich wie ein Parlament, in dem bei den großen Fragen jede Opposition fehlt, in der die Abgeordneten sich unter Zeitdruck setzen lassen und Mrden-Bürgschaften in wenigen Stunden durchwinken sowie offensichtliche Rechtsbrüche der Regierung noch nicht einmal hinterfragen. Was kann man von solchen "Volksvertretern" eigentlich noch erwarten? :/

Prüfung? Kontrolle? Fremdworte für die Abgeordneten und die vierte Gewalt im Staate tritt einen shit-storm los, wenn sich ein Parteivorsitzender unter Alkoholeinfluß an einer Theke zu Dirndl und Oberweite äußert.

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Heulsuse
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Heulsuse » Sonnabend 11. März 2017, 09:09

Ich mische mich jetzt einfach mal in die Diskussion ein.
Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich einige Personen, die als gläubige Katholiken von der CDU zur AfD gegangen sind. Das haben sie nicht getan, weil sie vom Glauben abgefallen sind, sondern u.a. gerade deshalb, weil sie sich bei der CDU als Katholiken nicht mehr aufgehoben fühlten. Ich habe den Eindruck, dass der Auslöser vor allem darin zu suchen ist, dass die Unionsparteien ihren konservativen Flügel regelrecht mit Füßen getreten haben. Deshalb sind viele ausgetreten. Und was sollen die machen, die sich trotzdem politische engagieren wollen? Da bleibt im Grunde nur die AfD übrig. Alternativen sind entweder nicht vorhanden oder erfolglose Splitterparteien.
Unter diesem Gesichtspunkt halte ich die AfD durchaus für wählbar. Ich freue mich natürlich, wenn mir hier jemand eine gangbare Alternative für alle die Wähler zeigen kann, die Frau Merkel nicht mehr unterstützen wollen/können.

Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 11. März 2017, 13:44

Heulsuse hat geschrieben:
Sonnabend 11. März 2017, 09:09
Unter diesem Gesichtspunkt halte ich die AfD durchaus für wählbar. Ich freue mich natürlich, wenn mir hier jemand eine gangbare Alternative für alle die Wähler zeigen kann, die Frau Merkel nicht mehr unterstützen wollen/können.
Natürlich gibt es keine andere gangbare Alternative als die AfD, wenn man Frau Merkel nicht mehr haben will.
Es gäbe zwar noch die Möglichkeit, R2G zu wählen und die CDU in die Opposition zu schicken. Aber ob Merkel und Schulz sich gewaltig unterscheiden, darüber kann man geteilter Meinung sein. Beide werden künftig auf mehr Europa setzen, den Staatsanteil ausweiten wollen und in die gleiche Richtung marschieren.

Inzwischen wage ich sogar zu bezweifeln, ob die CDU selbst in der Post-Merkel-Ära wählbar sein wird. Wenn Merkel gestürzt wird oder zurücktreten sollte, bleibt doch die Masse der bisherigen Funktionsträgern auf ihren Posten. Allenfalls einige Exponenten des Merkel-Kurses werden ebenfalls über attraktive Versorgungsposten ausscheiden.
Soll man aber einen Abgeordneten wählen, der nicht den Mut hatte, gegen Merkel zu stimmen? Dem die Eignung fehlte, entsprechende Netzwerke zu gründen und so Merkel zur Korrektur ihrer Politik gezwungen zu haben? Wer wollte einem solchen Menschen noch sein Vertrauen schenken, einem Abnicker, dem es offensichtlich egal war, ob D. künftig mit dreistelligen Mrden-Beträgen durch Energiewende, Eurobürgschaften oder Einwanderung belastet werden wird? Hauptsache, er bleibt auf seinem Posten....
Wenn man diesen Abgeordneten im kommenden Bundestagswahlkampf fragen wird, wird er niemals zugeben, das Merkels Politik falsch ist. Er wird sie "erklären" wollen, für Akzeptanz werben und falls alles nichts nutzt, die Totschlagkeule "rechts" herausholen.
Sofort nach einem Fall Merkels, wird er seine Meinung ändern und war schon immer dagegen, hat gewarnt und wollte es anders....
Mit diesen Wendehälsen ist kein Staat oder keine Partei zu machen und man sollte ihnen keine zweite Chance geben.

Vielleicht wird die CDU das Schicksal ihrer früheren ital. Schwesterpartei erleiden. Sie hat sich seit der von Kohl durchgesetzten Euro-Einführung von ihren Wählern entfernt. Unter Merkel hat sich diese Entfremdung noch verstärkt. Trotz teurer Energiewende und kostspieliger Euro-Rettung haben die Wähler ihr die Treue gehalten. Ob die Merkels Grenzöffnung der Tropfen war, der das Faß zum Überlaufen bringt, werden wir nach der nächsten Wahl wissen.

Ach so - und warum sollte die AfD für einen Christen nicht wählbar sein? Nur weil hier ein Forant unfundiert von "Verfassungsfeindlichkeit" redet, ohne das zu belegen? Weil der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz vor der AfD warnt, aber gleichzeitig den Rechtsbruch der Kanzlerin anerkennt und beklatscht? :D

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Robert Ketelhohn
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 12. März 2017, 00:20

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, der Himmel und Erde geschaffen hat, an Jesum Christum, seinen eingeborenen Sohn, gekreuzigt unter Pontio Pilato, gestorben und begraben, hinabgefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, und an den Heiligen Geist, den Tröster. Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben.
Herr Marx glaubt an die politische Correctesse des Merkel-Régimes. Da gibt es keine Gemeinschaft im Glauben und in den Sakramenten. Was der Herr vertritt, ist eine andere Kirche. Die Gegenkirche. Ἄπαγε Σατανά.
http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 17396.html
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Sonntag 12. März 2017, 00:33

Für den Herrn Marx, um auf den Link von Robert einzugehen, ist aber der Krieg in Syrien, der mit durch die USA und auch andere westliche Nationen mit Billigung Merkels angefacht wurde, in Ordnung. Nachdem uns unser Grundgesetz zur Friedenförderung verpflichtet, sind die Handlungen der Merkelregierung insgesamt durchweg verfassungswidrig,
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 12. März 2017, 02:46

Wen interessiert denn, was Kardinal Marx, die Deutsche Bischofskonferenz oder die großen Kirchen allgemein zur Wahl sagen? Diese Körperschaften erreichen mit ihren politischen Aussagen doch niemanden mehr, ebenso wie im übrigen die Gewerkschaften mit den "Wahlprüfsteinen".

Die Zeiten, in denen von der Kanzel aus aufgerufen wurde, "christlich" zu wählen sind Gott sei Dank vorbei. Die Kirchen sollten jetzt nicht den Fehler machen, die Kanzel durch die Pressekonferenz zu ersetzen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 12. März 2017, 06:16

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 12. März 2017, 02:46
Wen interessiert denn, was Kardinal Marx, die Deutsche Bischofskonferenz oder die großen Kirchen allgemein zur Wahl sagen?
Nicht Jeder bildet sich heute aufgrund von frei zugänglichen Informationen eine eigene politische Meinung. Die Gründe hierfür sind vielfältig und - wie soll es auch anders sein :pfeif: - subjektiv unterschiedlich.
Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 12. März 2017, 02:46
Diese Körperschaften erreichen mit ihren politischen Aussagen doch niemanden mehr, ebenso wie im übrigen die Gewerkschaften mit den "Wahlprüfsteinen".
Ob derlei Empfehlungen ein empirische Wirkung entfalten, wird schwierig zu überprüfen sein.
Ohne jeden Einfluß werden sie jedoch auch nicht sein, weil sich - das sagt die allgemeine Lebenserfahrung :unbeteiligttu: - nachwievor eine große Anzahl von Menschen nach diesen Empfehlungen richtet.
Es war schon immer einfacher, mit dem Strom zu schwimmen!
Und es ist leider weitgehend unbekannt, daß der Weg zur Quelle gegen den Strom führt ......................
Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 12. März 2017, 02:46
Die Zeiten, in denen von der Kanzel aus aufgerufen wurde, "christlich" zu wählen sind Gott sei Dank vorbei. Die Kirchen sollten jetzt nicht den Fehler machen, die Kanzel durch die Pressekonferenz zu ersetzen.
Führende Mitglieder im deutschen Episkopat sind der Ansicht, daß sie in der politischen Arena keine Fehler machen können, weil "Jesu Herrschaft nicht von dieser Welt ist". Daher möchte man es sich einerseits nicht mit dem Establishment verderben, weil es vielfältige Abhängigkeiten gibt, und andererseits kann man sich in dem wohligen Bewußtsein suhlen, die Wahrheit zu vertreten.

Richtig ist jedoch, daß der Episkopat in der politischen Arena genauso fehlbar ist wie jeder andere Staatsbürger auch. Und es ist daran zu erinnern, daß in den unsäglichsten zwölf Jahren der deutschen Geschichte der Episkopat als Gesamtheit eher einen Kuschelkurs mit dem Regime gefahren ist als in die offene Opposition zu gehen. Mutige Bekenner wie von Galen und von Preysing waren in der Unterzahl.
Sprachphilosophie ist Theologie für den weltlichen Bereich!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 12. März 2017, 09:03

Bei einem Bevölkerungsanteil von ca. 30% (ca. 23,8 Mio) und einem Anteil von sonntäglichen Messbesuchern von 2,5 Millionen (alle Zahlen hier) erscheint der Einfluß doch begrenzt. Von den 2,5 Millionen Gottesdienstbesuchern müssen noch diejenigen, die über kein Wahlrecht verfügen (Kinder, Jugendliche, Ausländer) abgezogen werden. Wenn ich mir dann noch die Zusammensetzung der Gottesdienstbesucher anschaue, sehe ich mehr typische Stamm- als Wechselwähler.

Natürlich kann man einwenden, daß nicht die Gottesdienstbesucher sondern alle Katholiken der Adressat von Kardinal Marx Aufruf "contra AfD" seien. Ich wage allerdings die Prognose, das Personen, die sich soweit von der kath. Kirche entfernt haben und noch nicht einmal zum sonntäglichen Gottesdienst gehen, diesen Aufruf überhaupt zur Kenntnis nehmen, geschweige denn ihn etwa beherzigen.

Daß das "typische" Wählermilieu der beiden (früher: großen) Volksparteien sich veflüchtigt bzw. wegstirbt, ist doch überall zu beobachten. Egal ob es sich um die kath. Vereine für die CDU oder die gewerkschafts- und parteinahen Vereinigungen für die SPD handelt: Sie sterben aus. Dementsprechend sinkt auch der Einfluß der Kirche und ihrer Vertreter - abgesehen von dem Umstand, das sie für viele Menschen nicht besonders glaubwürdig sind.

Ich setze das Ergebnis dieser Wahlaufrufe auf die gleiche Stufe wie die Erfolge des sog. Straßenwahlkampfes. Vor kurzem las ich den Bericht eines Grünen, der zugab, daß dieser Wahlkampf ziemlich sinnlos sei, denn so würden keine Wähler gewonnen. Man will nur Präsenz zeigen. Das gilt auch im vorliegenden Fall für die Deutsche Bischofskonferenz. Hätte sie es ohne diesen Aufruf auf die ersten Seiten der Medien geschafft? ;D

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