Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

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ziphen
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ziphen » Dienstag 26. September 2017, 13:23

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 12:45
ich denke ihr Mandat wird sie wohl behalten wie das ja auch völlig zurecht Frau Steinbach getan hat
Wäre auch widersinnig. Im meine, dann würde der Kandidat mit den zweitmeisten Erststimmen im Wahlkreis nachrücken, ein CDU-Kandidat.
Edit: Meine Behauptung ist vermutlich falsch. Siehe § 48 BWahlG
Zuletzt geändert von ziphen am Dienstag 26. September 2017, 13:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Edi
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Dienstag 26. September 2017, 13:33

ziphen hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:23
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 12:45
ich denke ihr Mandat wird sie wohl behalten wie das ja auch völlig zurecht Frau Steinbach getan hat
Wäre auch widersinnig. Im meine, dann würde der Kandidat mit den zweitmeisten Erststimmen im Wahlkreis nachrücken, ein CDU-Kandidat.
Das wäre mir neu. Bin ich da etwa falsch informiert? Normalerweise rückt doch da ein Ersatzkandidat der gleichen Partei nach.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
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ziphen
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ziphen » Dienstag 26. September 2017, 13:35

Edi hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:33
ziphen hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:23
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 12:45
ich denke ihr Mandat wird sie wohl behalten wie das ja auch völlig zurecht Frau Steinbach getan hat
Wäre auch widersinnig. Im meine, dann würde der Kandidat mit den zweitmeisten Erststimmen im Wahlkreis nachrücken, ein CDU-Kandidat.
Das wäre mir neu. Bin ich da etwa falsch informiert? Normalerweise rückt doch da ein Ersatzkandidat der gleichen Partei nach.
Siehe oben
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 26. September 2017, 13:42

jedenfalls zeigt die Sache 2 Dinge
1.) Es ist gut daß ein Mandat nicht von der Fraktion abhängt
2.) Das Problem von Parteien wieder AfD ist und bleibt zu viele Strömungen unter einen Hut bringen zu wollen

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Niels
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Niels » Dienstag 26. September 2017, 13:47

Der mit Steuergeldern Überalimentierte "spricht": https://www.welt.de/politik/deutschland ... sgang.html
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 26. September 2017, 13:50

wieso überalimentiert?

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Dienstag 26. September 2017, 14:24

Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Edi
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Dienstag 26. September 2017, 14:35

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:50
wieso überalimentiert?
Jeder weiß doch sein Gehalt ist viel zu hoch, was im übrigen auch mal der ehemalige Präsident Wulff eingeräumt hat, geändert aber hat sich seither nichts. im Gegenteil die Summe ist inzwischen nochmals erhöht worden. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäss. Die einen kriegen das Geld nachgeschmissen, die anderen müssen sich zum Teil von den Suppenküchen ernähren in dem Lande Merkels, in dem angeblich alle gut und gerne leben.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 26. September 2017, 14:40

es ist so unzeitgemäß wie die bezahlung deutscher Bischöfe durch den Staat
http://blog.handelsblatt.com/handelsblo ... sgehalter/

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Dienstag 26. September 2017, 17:03

Ja....wurde damals hier geschimpft und gezehtert, als ich auf die wirre Gedanken und das ausschließlich egomanische Verhalten der damaligen Freischuss-Frey und der Brezel hinweisen musste.
Jetzt hat sich Petry erstmal den Heimatschuss gesetzt und wartet auf die Auflösung der Fraktion.

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Dienstag 26. September 2017, 17:32

Tinius hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 17:03
Ja....wurde damals hier geschimpft und gezehtert, als ich auf die wirre Gedanken und das ausschließlich egomanische Verhalten der damaligen Freischuss-Frey und der Brezel hinweisen musste.
Jetzt hat sich Petry erstmal den Heimatschuss gesetzt und wartet auf die Auflösung der Fraktion.
Frauke Petry ist konsequent in ihrem Verhalten und agiert keineswegs verwirrt. 8)

Darüber hinaus disqualifiziert sich die von Dir geäußerte Kritik von selbst, weil sie als Schmähkritik daherkommt. :daumen-runter:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Hubertus
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Hubertus » Dienstag 26. September 2017, 17:33

CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:42
1.) Es ist gut daß ein Mandat nicht von der Fraktion abhängt
Das stimmt grundsätzlich. In diesem Falle hinterläßt die Aktion dennoch einen mehr als faden Beigeschmack - übrigens unabhängig von der konkreten Partei. Petry dürfte v.a. auch deshalb ihren Wahlkreis gewonnen haben, weil sie Bundesvorsitzende war und daher von ihren Wählern mit einem gewissen Vertrauensvorschuß hinsichtlich der künftigen Parlamentsarbeit der AfD ausgestattet wurde. Wenn sich z.B. ein Abgeordneter nach heftigen Zerrüttungen entschließt, an einem bestimmten Punkt die Reißleine zu ziehen (vgl. z.B. Fr. Steinbach) ist das sicher etwas anderes, als sich am Tag nach der Wahl hinzustellen und anzukündigen, der Fraktion jener Partei, für die man kandidiert hat, ja der man offiziell vorsteht, nicht angehören zu wollen. Das wirkt berechnend bis verlogen, und ich könnte verstehen, wenn der eigene Wahlkreis dies nicht goutiert.

Ich glaube, daß Petry ihrem Anliegen auf diese Weise keinen großen Gefallen getan hat.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Dienstag 26. September 2017, 19:55

Zurück zum Threadthema:

Die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, dass genau in den völlig ENTCHRISTLICHTEN Gebieten Ostdeutschlands die AfD massiv gewählt wurde.
Das hat Gründe.

Lilaimmerdieselbe
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 26. September 2017, 20:14

Unser Wahlkreis hat zu 13% AfD gewählt, auch die Wahlbeteiligung lag im Bundesdurchschnitt. Einige Wahlbüros hatten allerdings eine Wahlbeteiligung von um die 50% und dort gab es Ergibnisse für die AfD um die 20%. Das hat sicher auch Gründe, ich weiß aber noch nicht welche.

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Dienstag 26. September 2017, 20:30

Niels hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:47
Der mit Steuergeldern Überalimentierte "spricht": https://www.welt.de/politik/deutschland ... sgang.html
Höre ich aus diesem Posting einen mächtigen Neid heraus?

Achtung vor dem obersten Repräsentanten unseres Staates sieht anders aus.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 26. September 2017, 20:39

In dessen Gehalt sind auch die Arbeitsleistung seiner Frau und ihre Unkosten inbegriffen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 26. September 2017, 21:22

Es ist aber schon erstaunlich, was das Ehepaar Petry/Pretzell so an Mandaten gesammelt hat, Parteiposten nicht gerechnet, immerhin 2 Landtags-, 1 Europaparlament- und ein Bundestagsmandat. Zweimal einer Landtagsfraktion standen sie auch noch vor.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von taddeo » Dienstag 26. September 2017, 21:35

Tinius hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 19:55
Zurück zum Threadthema:

Die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, dass genau in den völlig ENTCHRISTLICHTEN Gebieten Ostdeutschlands die AfD massiv gewählt wurde.
Das hat Gründe.
Die Wahlkreise Passau, Deggendorf, Rottal-Inn und Straubing sind die nominell katholischsten Gegenden Deutschlands, und dort hat die AfD durchgängig zwischen 14 und fast 20% und ist überall zweitstärkste Kraft hinter der CSU geworden.
nemini parcetur

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Dienstag 26. September 2017, 21:46

Meine Verwandten dort stehen eisern zur CSU. :ja: :ja:

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von marcus-cgn » Dienstag 26. September 2017, 21:55

taddeo hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 21:35

Die Wahlkreise Passau, Deggendorf, Rottal-Inn und Straubing sind die nominell katholischsten Gegenden Deutschlands, und dort hat die AfD durchgängig zwischen 14 und fast 20% und ist überall zweitstärkste Kraft hinter der CSU geworden.
Woran liegt's? :hmm:

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Marcus
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Marcus » Dienstag 26. September 2017, 22:02

Edi hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:33
ziphen hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:23
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 12:45
ich denke ihr Mandat wird sie wohl behalten wie das ja auch völlig zurecht Frau Steinbach getan hat
Wäre auch widersinnig. Im meine, dann würde der Kandidat mit den zweitmeisten Erststimmen im Wahlkreis nachrücken, ein CDU-Kandidat.
Das wäre mir neu. Bin ich da etwa falsch informiert? Normalerweise rückt doch da ein Ersatzkandidat der gleichen Partei nach.
Bei Landtagswahlen in BaWü, wo es keine Landesliste gibt, würde der Ersatzkandidat nachrücken. Bei Bundestagswahlen würde hingegen der nächste, noch nicht über die Landesliste eingezogene Kandidat nachrücken. Ausnahme: Es handelte sich um ein Überhangmandat. Hier wäre kein Nachrücken möglich, da bei Überhangmandanten kein Kandidat mehr über die betreffende Landesliste in den Bundestag einziehen kann, so dass der Sitz im Bundestag entfiele.
Jesus spricht: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Dienstag 26. September 2017, 22:22

Im Ruhrgebiet hat die AfD am stärksten in Gebieten gewonnen, die jahrzehntelang selbst sozialdemokratische Besenstiele gewählt haben und zuletzt das Wählen in Mehrheit eingestellt haben.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Dienstag 26. September 2017, 22:24

Marcus hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 22:02
Ausnahme: Es handelte sich um ein Überhangmandat. Hier wäre kein Nachrücken möglich, da bei Überhangmandanten kein Kandidat mehr über die betreffende Landesliste in den Bundestag einziehen kann, so dass der Sitz im Bundestag entfiele.
genau das glaube ich nicht. Die sog. Überhangmandate sollen die Verhältnisse der Parteien im BT wahren.

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Hubertus
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Hubertus » Dienstag 26. September 2017, 23:01

Hubertus hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 17:33
CIC_Fan hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 13:42
1.) Es ist gut daß ein Mandat nicht von der Fraktion abhängt
Das stimmt grundsätzlich. In diesem Falle hinterläßt die Aktion dennoch einen mehr als faden Beigeschmack - übrigens unabhängig von der konkreten Partei. Petry dürfte v.a. auch deshalb ihren Wahlkreis gewonnen haben, weil sie Bundesvorsitzende war und daher von ihren Wählern mit einem gewissen Vertrauensvorschuß hinsichtlich der künftigen Parlamentsarbeit der AfD ausgestattet wurde. Wenn sich z.B. ein Abgeordneter nach heftigen Zerrüttungen entschließt, an einem bestimmten Punkt die Reißleine zu ziehen (vgl. z.B. Fr. Steinbach) ist das sicher etwas anderes, als sich am Tag nach der Wahl hinzustellen und anzukündigen, der Fraktion jener Partei, für die man kandidiert hat, ja der man offiziell vorsteht, nicht angehören zu wollen. Das wirkt berechnend bis verlogen, und ich könnte verstehen, wenn der eigene Wahlkreis dies nicht goutiert.

Ich glaube, daß Petry ihrem Anliegen auf diese Weise keinen großen Gefallen getan hat.
Sollte Spaltung ihr Ziel gewesen sein, hat sie sich wohl verspekuliert:

"Keiner zieht mit: Frauke Petry hat sich offenbar mit ihrem Rückzug verkalkuliert"
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Dienstag 26. September 2017, 23:23

Diese ganze Wirrniss ist eigentich dem herrischen Charakter der F. Petry geschuldet, die wohl keinerlei Teamfähigkeit hat. Auch die chaotischen privaten Lebensentwürfe des sonderbaren Ehebrecher-Paares Petry und Brezel dürfte viele Leute in der AfD aufgeschreckt haben.

Man fühlt sich bei dieser Partei an die Soldatenkaiser des Römischen Reiches erinnert. Im 3.Jahrhundert folgte bis zur Stabilisierung durch Diocletian eine seltsame und kurze Regierungszeit der anderen.
Da haben wir erst den seltsam spröden und emotionsarmen Lucke, der von Petry gestürzt wird.
Diese Petry ist ebenfalls extrem verhaltensauffällig und wird von Weidel und Gauland gestürzt.
Dann haben wir jetzt (noch) neben dem sonderbaren Gauland noch die absolut nicht geerdete homosexuelle Weidel, die ohne kreischen kaum eine Rede halten kann.
Wer ist der nächste?

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Mittwoch 27. September 2017, 00:28

Tinius hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 19:55
Zurück zum Threadthema:

Die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, dass genau in den völlig ENTCHRISTLICHTEN Gebieten Ostdeutschlands die AfD massiv gewählt wurde.
Das hat Gründe.
Die AfD hat ausgerechnet auch im Wahlkreis Bautzen, dort leben die katholischen Sorben, zu denen auch MP Tillich gehört, das Direktmandat gewonnen. Zwar lassen die Ergebnisse einiger sorbischer Gemeinden noch die seit jeher starke Bindung an die CDU erkennen. In der sorbischen Gemeinde Radibor zB, aus der der selige Alois Andricki stammt, hat die AfD die Mehrheit geholt. https://www.statistik.sachsen.de/wpr_ne ... t=14625490
Ganz so einfach ist es daher nicht. Zu Bedenken ist auch, dass die Protestanten in den hügeligeren Regionen Sachsens durchaus noch stärker präsent sind, das sind aber auch Regionen, in denen die AfD stark ist.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 27. September 2017, 01:49

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 22:22
Im Ruhrgebiet hat die AfD am stärksten in Gebieten gewonnen, die jahrzehntelang selbst sozialdemokratische Besenstiele gewählt haben und zuletzt das Wählen in Mehrheit eingestellt haben.
Das dürfte daran liegen, daß das typisch sozialdemokratische Milieu kaum noch existiert. Viele sind inzwischen verstorben und durch die Schließung der großen Stahlwerke und Zechen gibt es immer weniger "Arbeiter". Die, die noch dazugehören, fühlen sich von den neuen SPD-Funktionären (Lehrer, Verwaltungsbeamte) nicht vertreten.
Im schlimmsten Fall verkommen die Stadtteile und immer mehr ziehen weg. Ob die jetzt dort wohnenden Neubürger, selbst wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben, unbedingt wählen gehen, ist auch die große Frage.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 27. September 2017, 07:15

Ich habe eher den Eindruck, dass jedenfalls in Bochum diese AfD-Hochburgen die Reste sozialdemokratischer Milieus sind, in denen die Wut so tief geht wie im Osten. Sie haben die Agenda 2010 in all ihren Verästelungen genossen und wissen, wer sie ihnen eingebrockt hat. Sie konnten noch nicht mal den Clement rausschmeißen. Der Schulz-Hype mit der sozialen Gerechtigkeit war für sie in dem Moment vorbei, als der mit den Kindergartenbeiträgen konkretisiert wurde. Ich frage mich wirklich, ob die in der SPD noch in der Lage sind, einen Schuß zu hören. Wenn es ein Problem gibt, das diese Leute nicht haben, dann sind es Kitabeiträge.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 27. September 2017, 08:27

ar26 hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 00:28
Tinius hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 19:55
Zurück zum Threadthema:

Die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, dass genau in den völlig ENTCHRISTLICHTEN Gebieten Ostdeutschlands die AfD massiv gewählt wurde.
Das hat Gründe.
Die AfD hat ausgerechnet auch im Wahlkreis Bautzen, dort leben die katholischen Sorben, zu denen auch MP Tillich gehört, das Direktmandat gewonnen. Zwar lassen die Ergebnisse einiger sorbischer Gemeinden noch die seit jeher starke Bindung an die CDU erkennen. In der sorbischen Gemeinde Radibor zB, aus der der selige Alois Andricki stammt, hat die AfD die Mehrheit geholt. https://www.statistik.sachsen.de/wpr_ne ... t=14625490
Ganz so einfach ist es daher nicht. Zu Bedenken ist auch, dass die Protestanten in den hügeligeren Regionen Sachsens durchaus noch stärker präsent sind, das sind aber auch Regionen, in denen die AfD stark ist.
Das Wahlergebnis in Sachsen ist eines der wirklichen Knaller dieser BTW! 8)
Die CDU hat dort seit der Wende stabile Ergebnisse eingefahren, zuletzt immerhin noch über 40%. Jetzt fällt sie bei den Zweitstimmen hinter die AfD zurück und verliert drei Direktmandate an selbige, wobei es bei der BTW 2013 in diesen Wahlbezirken noch Vorsprünge von tlw. über 30% bei den Erststimmen gab. Ein politisches Erdbeben ..............

Ein Erfolg übrigens, der nicht zuletzt der Arbeit von Frauke Petry zu verdanken sein wird. :emil:
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 27. September 2017, 09:34

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 08:27
Das Wahlergebnis in Sachsen ist eines der wirklichen Knaller dieser BTW! 8)
Die CDU hat dort seit der Wende stabile Ergebnisse eingefahren, zuletzt immerhin noch über 40%. Jetzt fällt sie bei den Zweitstimmen hinter die AfD zurück und verliert drei Direktmandate an selbige, wobei es bei der BTW 2013 in diesen Wahlbezirken noch Vorsprünge von tlw. über 30% bei den Erststimmen gab. Ein politisches Erdbeben ..............
Etwas ähnliches gibt es auch in Baden-Württemberg, wie die FAZ schreibt. Hier sei das Zweitstimmenergebnis mit 34,4% sogar noch schlechter als in Bayern. Früher habe die CDU dort Ergebnisse deutlich über dem Bundesdurchschnitt geholt. Das Ziel "40% plus ein fettes X" wurde deutlich verfehlt. Der Grund wie überall: Die von der Kanzlerin zu verantwortende "Flüchtlings"politik.
Schaut man auf die Wahlanalysen, zeigen sich vor allem bei einer Wählergruppe große Schwierigkeiten: männlichen Durchschnittsverdienern mit mittleren Bildungsabschlüssen und einem Einkommen von etwa 2.500 Euro brutto. Der Arbeiteranteil unter den CDU-Wählern im Südwesten liegt immer noch bei 28 Prozent, aber in dieser Wählergruppe ist die AfD besonders erfolgreich, der Arbeiteranteil unter den AfD-Wählern liegt bei 21 Prozent.
Union in der Krise - Mit der Faust in der Tasche

Der Wahlkampf sei vollkommen falsch konzipiert worden. Man habe einen "Wohlfühlwahlkampf" führen wollen - angesichts den im Straßenbild gegenwärtigen "Flüchtlinge" eine verwegene Strategie, die an Suizid grenzt. Hier war die AfD nun einmal erheblich besser aufgestellt.

Wie aber ist es zu erklären, daß die AfD im Osten und Süden sehr erfolgreich ist, während die Ergebnisse im Norden und Westen sich nicht so entwickelt haben? Die Arbeitslosigkeit ist auch im Ruhrgebiet und Ostfriesland hoch, das kann nicht der alleinige Grund sein. Ebenso wie in Baden-Württ. gibt es auch im Norden boomende Regionen (z.B. Münsterland), wo allerdings das Ergebnis der AfD gering ist. In Münster erreichte die AfD noch nicht einmal die 5%-Grenze.

Aber Merkel kann noch immer keine Fehler erkennen. Sie wisse nicht, was man hätte besser machen können, sagte sie. Spätestens eine solche Bemerkung zeigt, daß die Dame lernresistent ist und abgelöst werden muß. Die Bilanz ihrer inzwischen zwölfjährigen Amtszeit ist auch nicht so, daß sich ein Verlängerung bzw. ein neues Mandat aufdrängt - ganz im Gegenteil.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Mittwoch 27. September 2017, 09:44

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 08:27
ar26 hat geschrieben:
Mittwoch 27. September 2017, 00:28
Tinius hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 19:55
Zurück zum Threadthema:

Die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, dass genau in den völlig ENTCHRISTLICHTEN Gebieten Ostdeutschlands die AfD massiv gewählt wurde.
Das hat Gründe.
Die AfD hat ausgerechnet auch im Wahlkreis Bautzen, dort leben die katholischen Sorben, zu denen auch MP Tillich gehört, das Direktmandat gewonnen. Zwar lassen die Ergebnisse einiger sorbischer Gemeinden noch die seit jeher starke Bindung an die CDU erkennen. In der sorbischen Gemeinde Radibor zB, aus der der selige Alois Andricki stammt, hat die AfD die Mehrheit geholt. https://www.statistik.sachsen.de/wpr_ne ... t=14625490
Ganz so einfach ist es daher nicht. Zu Bedenken ist auch, dass die Protestanten in den hügeligeren Regionen Sachsens durchaus noch stärker präsent sind, das sind aber auch Regionen, in denen die AfD stark ist.
Das Wahlergebnis in Sachsen ist eines der wirklichen Knaller dieser BTW! 8)
Die CDU hat dort seit der Wende stabile Ergebnisse eingefahren, zuletzt immerhin noch über 40%. Jetzt fällt sie bei den Zweitstimmen hinter die AfD zurück und verliert drei Direktmandate an selbige, wobei es bei der BTW 2013 in diesen Wahlbezirken noch Vorsprünge von tlw. über 30% bei den Erststimmen gab. Ein politisches Erdbeben ..............

Ein Erfolg übrigens, der nicht zuletzt der Arbeit von Frauke Petry zu verdanken sein wird. :emil:
Das mit Petry glaub ich nicht so. Ich denke meine Landsleute haben das mit Eurer Demokratie zu wörtlich genommen und gingen fest davon aus, dass der Wahlzettel zumindest 2 Möglichkeiten bieten muss. Wenn da 4 oder 5 mal Merkel drauf steht, muss man halt die Variante gegen Merkel nehmen, wenn man diese nicht will.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Petrus » Mittwoch 27. September 2017, 09:50

Tinius hat geschrieben:
Dienstag 26. September 2017, 23:23
Diese ganze Wirrniss ist eigentich dem herrischen Charakter der F. Petry geschuldet, die wohl keinerlei Teamfähigkeit hat. Auch die chaotischen privaten Lebensentwürfe des sonderbaren Ehebrecher-Paares Petry und Brezel dürfte viele Leute in der AfD aufgeschreckt haben.
nun, Tinius,

wenn ich Deine Diktion bevorzugen würde, wäre Horst Seehofer ja wohl auch ein "Ehebrecher".

oder?

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