Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 24. September 2017, 16:57


Lilaimmerdieselbe
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 24. September 2017, 17:05

Direktkandidaten kommen doch nichts ins Parlament für die AfD, man hätte sich um die mit den aussichtsreichen Listenplätzen kümmern sollen.

CIC_Fan
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 24. September 2017, 17:10

nah prächtig es steht zu hoffen daß sich die Herrschaften im Bundestag zu unbedachte Äusserungen hinreißen lassem

Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 24. September 2017, 17:23

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 17:05
Direktkandidaten kommen doch nichts ins Parlament für die AfD, man hätte sich um die mit den aussichtsreichen Listenplätzen kümmern sollen.
Im Osten hat die AfD bei den letzten Landtagswahlen einige Direktmandate geholt und rechnet damit auch bei den BTW.

Lilaimmerdieselbe
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 24. September 2017, 17:26

Die meisten, mit denen sich der Tagesspiegel abgegeben hat, sind chancenlose Wessis.

Hinreißen braucht sich M. Renner, ganz oben auf der NRW-Liste, gar nicht lassen, der liest seine Entgleisungen vom Blatt ab. Petrys Mann hat ihn intrigant aus der NRW-Fraktion fernhalten können, als das aufflog, schickten sie ihn dann in den Bundestag.

Pilgerer
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Pilgerer » Sonntag 24. September 2017, 17:31

Yeti hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 00:45
Das HRRDN war nicht übernational. Auch das ist eine moderne Deutung, s.o. bei "natio"; keineswegs waren alle darin lebenden Völker (zu Beginn des HRRDN, also zur Zeit Heinrichs I., gab es gar keine Slawen darin, das ist schon durch die damaligen Grenzen ausgeschlossen) gleichberechtigt.
Das Heilige Römische Reich war primär ein christliches politisches Gebilde, der Versuch das Reich Gotts als politisches Gemeinwesen zu verwirklichen. Die Nationalitäten waren da nachrangig. Die deutsche Sprache wurde jedoch auch eine wichtige Sprache und bewirkte bei der Ostmission, dass die Slawen die Sprache der christlichen Sachsen und Franken annahmen und so zu den Deutschen wurden, die jetzt zwischen Elbe und Oder leben. Trotzdem war im Heiligen Römischen Reich die Nationalität nicht wichtig. Der Zusatz "Deutscher Nation" kam erst, als es seinen Schwerpunkt in den germanischen Regionen fand. Das bezeichnete jedoch kein nationales Reich, sondern ein übernationales Reich auf deutschem Gebiet. Die Nation bedeutete den Leute damals emotional nicht viel. Das entstand erst nach der französischen Revolution als Ersatzreligion.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 24. September 2017, 20:10

Jetzt flippt Gauland total aus:
Wir werden die Regierung jagen!
Wir werden uns unser Land zurückholen!

nein, wir werden ihm unser Land nicht überlassen!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 24. September 2017, 20:24

die Parteien müssen im BD eine einzige Front gegen die AfD bilden das ist ohne weiters möglich

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 24. September 2017, 21:20

Man braucht doch nicht alle auf einer Seite, um mit 13% fertig zu werden. So stark sind die nicht.

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 24. September 2017, 21:28

87% der Wähler haben zur Afd NEIN gesagt!

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 24. September 2017, 21:33

Die Mehrheitsverhältnisse im Römischen Reich waren deutlich schlechter! :ikb_smoke:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Sempre
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Sonntag 24. September 2017, 21:35

Gratulation an Höcke und die AfD zum tollen Ergebnis in Mitteldeutschland!
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Raphael
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Sonntag 24. September 2017, 21:38

Sempre hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 21:35
Gratulation an Höcke und die AfD zum tollen Ergebnis in Mitteldeutschland!
Noch ist Deutschland nicht verloren! :tanz:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Caviteño
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 24. September 2017, 21:52

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 20:24
die Parteien müssen im BD eine einzige Front gegen die AfD bilden das ist ohne weiters möglich
Eine "Einheitsfront" der etablierten Parteien gab es doch schon vor der Wahl. Genutzt hat das wenig bis nichts.

Durch eine "Einheitsfront" werden die Probleme nicht gelöst, man würde sie im Parlament unter den Teppich kehren, sie blieben am im täglichen Leben, im Stadtbild usw. erhalten. Die Folge wäre ein weiteres Ansteigen der Partei bei den nächsten Wahlen.

Das "Problem" AfD kannst Du nur lösen, indem Du die Probleme löst, die von Merkel geschaffen wurden. Wenn alle Parteien (= Einheitsfront) eine Lösung hätten, warum haben sie sie dann nicht angewandt? Es war doch genügend Zeit seit September 2015.
Was soll eine "Einheitsfront" im Parlament denn bewirken? Werden dadurch die Innenstädte sicherer? :nein:
Meine Frau ist gestern abend um 21.00 Uhr ca. 400 m von der Bushaltestelle zur Wohnung (zentrale Innenstadtlage) gelaufen. Ihr begegneten ausschl. Araber und Türken und sie fühlte sich unwohl. Würde sich das durch eine "Einheitsfront" ändern? Natürlich nicht.
Glaubst Du wirklich, daß durch eine "Einheitsfront" die "Merkel-Poller" bei der Zufahrt in die Innenstädte nicht mehr notwendig sind oder daß es künftig keine Kontrollen bei Volksfesten mehr geben wird?

Eine "Einheitsfront" wäre doch nur Kosmetik. Mich wundert, das ein denkender Mensch darauf anspringt.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 24. September 2017, 22:00

Sempre hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 21:35
Gratulation an Höcke und die AfD zum tollen Ergebnis in Mitteldeutschland!
Auch bei uns gab es ein Ergebnis von 17% :D

https://wahl.gelsenkirchen.de/wahlen.ph ... ode=grafik

Die SPD hat über 10% verloren und ist - von den früher üblichen-50%+ - auf 33% abgestürzt.
Inzwischen fallen die auch die Hochburgen der SPD im Ruhrgebiet. Klar - hier zeigt der Verdrängungswettbewerb zwischen denen, die schon länger hier leben und denen, die vor kurzem gekommen sind, sein Gesicht. Billige Wohnungen, Jobs für Ungelernte usw. - "Integration" und "Willkommenskultur" klappen eben nicht so, wie man es sich im Willy-Brandt-Haus vorstellt.
Das ist nun mal das Ergebnis, wenn der Kontakt mit der Basis fehlt.

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Edi
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Sonntag 24. September 2017, 22:03

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 21:52
Durch eine "Einheitsfront" werden die Probleme nicht gelöst, man würde sie im Parlament unter den Teppich kehren, sie blieben am im täglichen Leben, im Stadtbild usw. erhalten. Die Folge wäre ein weiteres Ansteigen der Partei bei den nächsten Wahlen.
Die Merkel will doch jetzt nach den Wahlen die Probleme lösen, die sie selber geschaffen hat. Damit hätte sie schon längst anfangen können, wenn sie es ernsthaft gewollt hätte. Mal sehen wie der Wendehofer demnächst in den Koalitionsverhandlungen reagiert oder ob er wieder umfällt. Dabei ist seine 200.000 er Obergrenze noch viel zu hoch. Man sollte erst einmal die Asylanträge abarbeiten, die schon vorliegen und dann auch Konsequenzen ziehen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Sonntag 24. September 2017, 22:19

Edi hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 22:03
Die Merkel will doch jetzt nach den Wahlen die Probleme lösen, die sie selber geschaffen hat. Damit hätte sie schon längst anfangen können, wenn sie es ernsthaft gewollt hätte.
Merkel kann die Probleme nicht lösen, weil sie dann eingestehen müßte, einen Fehler gemacht zu haben - ein absolutes "no go" für sie. Man wird es bei kosmetischen Korrekturen lassen und dann - im Wirrwarr der Zuständigkeiten - einem anderen die Schuld zuzuweisen. So funktioniert das doch schon seit Jahren und offensichtlich mit Erfolg.

Die Frage ist mE nur: Verbiegen sich FDP und Grüne mehrfach, um in die Regierung zu kommen oder gibt es Neuwahlen? Lindner könnte - wenn er sich von Neuwahlen ein besseres Ergebnis verspricht und das ist denkbar - die Verhandlungen platzen lassen. Verkaufen könnte er das mit der Angabe, daß die Union und die Grünen nicht bereit waren, eine härtere Migrationspolitik (einschl. konsequenter Abschiebungen) mitzutragen. Neben Stimmgewinnen würde das die Merkel-CDU unter Druck setzen, ihre Spitzenkandidaten zu überdenken.... :breitgrins:

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Sonntag 24. September 2017, 22:24

Wenn Lindner die Koalitionsgespräche platzen läßt, dann nicht wegen den Flüchtlingen. Da bieten sich für ihn grüner Klimaschutz, EU-Finanzen, Steuerentlastungen in der Mitte usw wesentlich günstiger an.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Sonntag 24. September 2017, 22:37

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 22:00
Sempre hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 21:35
Gratulation an Höcke und die AfD zum tollen Ergebnis in Mitteldeutschland!
Auch bei uns gab es ein Ergebnis von 17% :D
:daumen-rauf:
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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umusungu
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Sonntag 24. September 2017, 22:41

im hiesigen Wahlkreis hat die Afd großartige 7.5% erzielt.....

Braun war hier noch nie angesagt......

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Sempre
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Sonntag 24. September 2017, 23:00

umusungu hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 22:41
Braun war hier noch nie angesagt...
Hoecke & AfD sind keine braunen Sozis sondern Liberale. "Aufgeklaerte", Kantianer usf. Das sind heutzutage die moderaten Antichristen (im Gegensatz u.a. zur DBK-Sekte). :feuerwehr:
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Yeti » Sonntag 24. September 2017, 23:14

Pilgerer hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 17:31
Yeti hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 00:45
Das HRRDN war nicht übernational. Auch das ist eine moderne Deutung, s.o. bei "natio"; keineswegs waren alle darin lebenden Völker (zu Beginn des HRRDN, also zur Zeit Heinrichs I., gab es gar keine Slawen darin, das ist schon durch die damaligen Grenzen ausgeschlossen) gleichberechtigt.
Das Heilige Römische Reich war primär ein christliches politisches Gebilde, der Versuch das Reich Gotts als politisches Gemeinwesen zu verwirklichen. Die Nationalitäten waren da nachrangig. Die deutsche Sprache wurde jedoch auch eine wichtige Sprache und bewirkte bei der Ostmission, dass die Slawen die Sprache der christlichen Sachsen und Franken annahmen und so zu den Deutschen wurden, die jetzt zwischen Elbe und Oder leben. Trotzdem war im Heiligen Römischen Reich die Nationalität nicht wichtig. Der Zusatz "Deutscher Nation" kam erst, als es seinen Schwerpunkt in den germanischen Regionen fand. Das bezeichnete jedoch kein nationales Reich, sondern ein übernationales Reich auf deutschem Gebiet. Die Nation bedeutete den Leute damals emotional nicht viel. Das entstand erst nach der französischen Revolution als Ersatzreligion.
Damals waren alle Staaten Europas christliche Gebilde. Religion und Politik pflegten damals nicht getrennt zu werden, sie bedingten auch einander. Und wenn sich die Leute damals ihrer Volkszugehörigkeit bewusst waren, ist es ziemlich schwierig, aus heutiger Sicht zu behaupten, sie wäre ihnen unwichtig gewesen. Wenn dem so gewesen wäre, hätte die Identität der Volkszugehörigkeit ja auch keine Rolle gespielt. Und ja, darüber schreiben wir ja schon die ganze Zeit: Die "Nation" gab es nicht, wohl aber Volkszugehörigkeit. Die Zugehörigkeit zu einem Volk wurde aus dem Lateinischen kommend in der Gelehrtenwelt als "natio" bezeichnet. Und die Nation - selbst aus heutiger Sicht - als Ersatzreligion zu bezeichnen, die durch die franz. Revolution entstand, ist etwas - sagen wir mal - willkürlich. Wenn man von der Geburt eines wirklichen Nationalgedankens im heutigen Sinne (nicht Volkszugehörigkeit) sprechen möchte, muss man früher ansetzen, nämlich bei Luther und seinen direkten Vorläufern wie z.B. Jan Hus.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Yeti » Sonntag 24. September 2017, 23:24

Einigen hier gönne ich von ganzem Herzen diesen Wahlausgang der AfD und zwar nicht, weil ich sie gewählt hätte. Der Wahlausgang ist einfach persönlichkeitsbildend, indem die Praxis sich mal wieder beharrlich weigert, sich der Theorie anzupassen. In Frau Merkels Haut wiederum würde ich nun nicht stecken wollen. Bei diesem Wahlausgang für ihre Partei ist das Messerwetzen im Hintergrund schon förmlich zu hören. Freiwillig wird sie niemals zurücktreten. Da muss schon ein Misstrauensvotum her. Oder sie wird gar nicht zur Kanzlerin gewählt.
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Sempre » Sonntag 24. September 2017, 23:36


https://youtu.be/qa8leK9ejrw

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Sonntag 24. September 2017, 23:39

Yeti hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 23:24
Einigen hier gönne ich von ganzem Herzen diesen Wahlausgang der AfD und zwar nicht, weil ich sie gewählt hätte. Der Wahlausgang ist einfach persönlichkeitsbildend, indem die Praxis sich mal wieder beharrlich weigert, sich der Theorie anzupassen. In Frau Merkels Haut wiederum würde ich nun nicht stecken wollen. Bei diesem Wahlausgang für ihre Partei ist das Messerwetzen im Hintergrund schon förmlich zu hören. Freiwillig wird sie niemals zurücktreten. Da muss schon ein Misstrauensvotum her. Oder sie wird gar nicht zur Kanzlerin gewählt.
Es war in dieser Wahl nicht möglich, Merkel abzuwählen, bzw. ihre rot-grüne Politik. Die einzige Möglichkeit des Wählers bestand darin, ihr ein zermürbendes Wahlergebnis zu bescheren und das hat er getan. Ihre einzige Hoffnung besteht nunmehr darin, dass sich die Bundesgrünen auf Kretschmer-Kurs begeben und eine nahezu bürgerliche Politik betreiben oder wenigstens so tun. Die CSU wird keine Kompromisse machen (können) und sie wird anders als bisher gebraucht. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ar26 » Sonntag 24. September 2017, 23:57

@Sempre
Nachdem letztes Mal bei der CDU die Toten Hosen zur Siegesfeier gesungen wurden, passt das diesmal gut. Besonders die von Dir zitierte Zeile dürften den ca. 70 ausgeschiedenen Unionsabgeordneten leicht von den Lippen gehen...
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von DarPius » Montag 25. September 2017, 00:11

Raphael hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 21:38
Sempre hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 21:35
Gratulation an Höcke und die AfD zum tollen Ergebnis in Mitteldeutschland!
Noch ist Deutschland nicht verloren! :tanz:
Wie bitte??? Rechne das Ergebnis CDU+SPD+FDP+LINKE+GRÜNE zusammen.

Es wird noch schlimmer kommen.
Die Grünen werden Bildung, Kultur und Landwirtschaft bekommen. Die kriegen von der Mutti freie Hand. Die Sodomiten-"Ehe" hat sie ihnen schon geschenkt. Gnade uns Gott.

Positiv ist zu bemerken, dass einige vielleicht leichter dazu bewegt werden können, die Koffer zu packen und aus diesem Land zu verschwinden. Positiv ist auch (aus polnischer Sicht), dass sich im Osten eine gewisse Pufferzone zu Polen bildet, wo man dem Islam nicht so geneigt ist, das verschafft etwas Zeit.

Derweil in Polen:
https://www.youtube.com/watch?v=5UCTFQ7_mVw
Eine Million Menschen an den polnischen Grenzen wollen Rosenkranz beten und sich so auf den bevorstehenden Kampf vorbereiten.
Wer nah an der Grenze wohnt, soll die Gelegenheit nutzen, Kontakte zu knüpfen, um Hilfe zu erbeten, wenn es hier richtig losgeht.

Kötzdemir als Außenminister wäre ein Traum - aus der polnischen Sicht. Da könnte Polen, Ungern, Tschechen, die Slovakei & Co die Intermarium-Idee endlich durchziehen und so wäre vielleicht das östliche Europa noch zu retten.

Mann o Mann, man kann dieses Land nur verachten, das verblödete hier länger lebende Volk ist offensichtlich bereit erst dann umzudenken, wenn alles in Schutt und Asche liegt.
'Et portae inferi non praevalebunt eam'

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Montag 25. September 2017, 01:26

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 22:24
Wenn Lindner die Koalitionsgespräche platzen läßt, dann nicht wegen den Flüchtlingen. Da bieten sich für ihn grüner Klimaschutz, EU-Finanzen, Steuerentlastungen in der Mitte usw wesentlich günstiger an.
Die Bevölkerung erwartet eine Regierungsbildung und das bedeutet, daß sich Union, Grüne und FDP einigen sollen/müssen. Lindner kann es sich daher nur dann erlauben, die Koalitionsgespräche scheitern zu lassen, wenn er danach voraussichtlich ein besseres Ergebnis erzielen wird. Andernfalls würde er bei den zu erwartenden Neuwahlen abgestraft. Stimmengewinne sind aber nur mit dem Thema "Flüchtlinge" möglich. Heute abend wurde immer wieder klar gesagt, daß dieses Thema für die Verluste von Union und SPD entscheidend war und es spricht nichts dafür, daß sich das bis zu Neuwahlen in ca. einem halben Jahr ändern wird.

Klimaschutz, EU-Finanzen und Steuerentlastungen sind damit verglichen Randthemen. Dazu kommt, daß er beim Thema "Flüchtlinge" die CSU an seiner Seite weiß. Beide Parteien könnten versucht sein mit einer unnachgiebigen Haltung ihr Wahlergebnis bei Neuwahlen zu verbessern und der AfD Stimmen abzunehmen. Glaubst Du, das wäre auch der Fall bei den von Dir genannten Themen? :neinfreu:

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Montag 25. September 2017, 04:57

ar26 hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 23:39
Yeti hat geschrieben:
Sonntag 24. September 2017, 23:24
Einigen hier gönne ich von ganzem Herzen diesen Wahlausgang der AfD und zwar nicht, weil ich sie gewählt hätte. Der Wahlausgang ist einfach persönlichkeitsbildend, indem die Praxis sich mal wieder beharrlich weigert, sich der Theorie anzupassen. In Frau Merkels Haut wiederum würde ich nun nicht stecken wollen. Bei diesem Wahlausgang für ihre Partei ist das Messerwetzen im Hintergrund schon förmlich zu hören. Freiwillig wird sie niemals zurücktreten. Da muss schon ein Misstrauensvotum her. Oder sie wird gar nicht zur Kanzlerin gewählt.
Es war in dieser Wahl nicht möglich, Merkel abzuwählen, bzw. ihre rot-grüne Politik. Die einzige Möglichkeit des Wählers bestand darin, ihr ein zermürbendes Wahlergebnis zu bescheren und das hat er getan. Ihre einzige Hoffnung besteht nunmehr darin, dass sich die Bundesgrünen auf Kretschmer-Kurs begeben und eine nahezu bürgerliche Politik betreiben oder wenigstens so tun. Die CSU wird keine Kompromisse machen (können) und sie wird anders als bisher gebraucht. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Bei den Grünen gibt es neben Kretschmann, Habeck und Palmer noch eine paar weitere, die einigermaßen vernünftig geblieben sind. Das Problem ist nur, daß diese auf der Bundesebene der Partei bislang nicht viel zu melden haben. :hmm:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 25. September 2017, 07:26

Koalitionsverhandlungen werden bis mindestens Weihnachten dauern, letztes Mal ging es auch nicht schneller. Bis dahin können sich die SPD-Politiker wieder einigermaßen berappelt haben und konstruktiv werden und die AfD ihre ersten Streits bereits hinter sich haben. Lindner hat bereits der CSU empfohlen, der 'AfD nicht hinterher zu rennen, da würde dann immer das Original gewählt.
Unvermeidbar halte ich bis jetzt nur diese vermaledeite PKW-Maut.

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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Montag 25. September 2017, 10:11

es beginnt unterhaltsam
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 69661.html
sie wird nicht die letzte sein

Lilaimmerdieselbe
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Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Montag 25. September 2017, 10:12

Ja, die sind wirklich viel flotter, als ich dachte.

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