Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft, Weltgeschehen.

Moderator: Hubertus

Benutzeravatar
umusungu
Beiträge: 4555
Registriert: Donnerstag 1. Januar 2004, 13:30

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Mittwoch 20. September 2017, 15:53

endlich kann wieder direkt an 1948 angeknüpft werden:

Jens Maier: „Wir stehen vor einem der größten Erfolge seit '45, liebe Freunde. Wir, eine patriotische Partei, eine wirklich patriotische Partei, ziehen in den Bundestag ein.“
http://www.taz.de/!5449273/

Petrus
Beiträge: 477
Registriert: Sonntag 5. Oktober 2003, 20:58

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Petrus » Mittwoch 20. September 2017, 16:53

umusungu hat geschrieben:
Dienstag 19. September 2017, 16:34
Ich bin stolz auf meinen Großvater, in dessen Bäckerei kein Schild "Juden werden hhier nicht bedient" aufgehängt wurde ...
bei dem französische Kriegsgefangene mit am Tisch essen durften ...
der am 21. Juli 1944 für mehrere Tage verhaftet wurde......
oh -
danke Dir, umusungu,
für die Erinnerung.

ich bin stolz auf meinen Großvater, väterlicherseits,
der gepredigt hat, die Juden seien nach wie vor das auserwählte Volk Gottes. Das stünde so in der Bibel. (diese Familien-Bibel befindet sich nach Umwegen derzeit in meinem Besitz, und ist mir eine kostbare Reliquie).
Die Gestapo hat ihn dann nach dem Verhör wieder laufen lassen,
weil die hielt ihn einfach für einen religiösen Spinner. Was er nicht war.

ich bin stolz auf meinen Opa, mütterlicherseits,
weil, der hat immer gesagt, auch schon mir, als Kind, dass das gut sei, dass Deutschland den Krieg verloren hat.

Tinius
Beiträge: 1772
Registriert: Sonnabend 28. Juni 2014, 00:13

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Mittwoch 20. September 2017, 17:17

Ja..Petrus. Interessant...aber in diesem Forum werden gerne die Fähnchen der Ewiggestrigen, verkleidet im Tarnmäntelchen, geschwenkt.

Caviteño
Beiträge: 7894
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 20. September 2017, 17:52

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 15:53
endlich kann wieder direkt an 1948 angeknüpft werden:

Jens Maier: „Wir stehen vor einem der größten Erfolge seit '45, liebe Freunde. Wir, eine patriotische Partei, eine wirklich patriotische Partei, ziehen in den Bundestag ein.“
http://www.taz.de/!5449273/
Tja, umusunugu, wenn Du das Strategiepapier 2017 der AfD gelesen hättest, wüßtest Du, was damit beabsichtigt ist:
Die AfD muß - selbstverständlich im Rahmen und unter Betonung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Landes - ganz bewußt und ganz gezielt immer wieder politisch inkorrekt sein, zu klaren Worten greifen und auch vor sorgfältig geplanten Provokationen nicht zurückschrecken. Dabei muß die Seriosität allerdings gewahrt werden. (...)
Je nervöser und je unfairer die Altparteien auf Provokationen reagieren desto besser. Je mehr sie versuchen die AfD wegen provokanter Worte zu stigmatisieren, desto positiver ist das Profil der AfD. Niemand gibt der AfD mehr Glaubwürdigkeit als ihre politischen Gegner. Deren negative Reaktion muß daher ganz bewußt von der AfD einkalkuliert werden.
AfD-Manifest 2017 - S. 10 unten

Vielleicht sollte es Dir so allmählich dämmern, daß das Wahlkampfkonzept der AfD doch nicht so einfallslos ist, wie Du es meinst. Es gehört schon ein gehörige Portion Strategie und Cleverness dazu, die Gegner zu bewegen, (unbeabsichtigt) Wahlkampf für die Partei zu machen. :breitgrins:

Stattdessen tappt insbesondere die SPD immer in die Falle. Hat Gabriel das Manifest nicht gelesen?

Frau Petry wurde aus der Schußlinie genommen, als sich die Aufhebung ihrer Immunität abzeichnete. Stattdessen hob man Frau Weidel auf den Schirm, die auch das "Gesicht" der Partei wurde, während sich Herr Gauland zurückhält und allenfalls mit gezielten Provokationen eine Duftmarke setzt. In einer Art Pawloscher Reflex nimmt die Meute dann Witterung auf und rennt los..... Man kann sich das Gelächter und Schenkelklopfen im AfD-Keller gut vorstellen....

Gegen Frau Petry dürfte genügend Schmutz und Schund in den Schubladen der Redaktionen lagern; bei Frau Weidel wurde man auf dem falschen Fuß erwischt und war ziemlich "nackt". Auch die "Reizfigur" Höcke hält sich im Wahlkampf bemerkenswert zurück und von dem NRW-Parteivorsitzenden und Ehemann von Frau Petry hört man überhaupt nichts.

All das zeigt, das hier keine Dilettanten oder Amateure am Werk sind, sondern Profis, von denen sich die anderen Parteien noch eine ganz dicke Scheibe abschneiden können.

Das Ziel der AfD (s. S. 3 des Manifests), sich am Ende d.J. als dauerhafte politische Kraft in D. etabliert zu haben und drittstärkste Partei im Bundestag zu sein, scheint erreichbar. Sie könnte langfristig das werden, was Grüne und Linke für die SPD wurden: Eine Partei, die dauerhaft konservative Wähler bindet und so das Erreichen früherer Wahlergebnisse von 40%+ für die CDU als unmöglich erscheinen läßt.

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8879
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Mittwoch 20. September 2017, 18:05

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 15:53
endlich kann wieder direkt an 1948 angeknüpft werden:

Jens Maier: „Wir stehen vor einem der größten Erfolge seit '45, liebe Freunde. Wir, eine patriotische Partei, eine wirklich patriotische Partei, ziehen in den Bundestag ein.“
http://www.taz.de/!5449273/
Patriotismus an sich ist nichts Schlechtes, Chauvinismus aber schon. Patrioten sind keine Menschen, die für andere Länder und Menschen nichts übrig haben wie du das hier unterstellst. Punkt. Was dieser Maier darunter versteht, weiß ich nicht. Da kann man erst urteilen, wenn man Näheres über ihn kennt.

Da wir ja in die EU eingebunden sind, was an sich auch kaum jemand ändern will (der Euro ist wieder ein anderes Thema), wird es weiterhin Zusammenarbeit in den Ländern der EU geben. Die EU hat ja auch Vorteile gebracht, aber sie hat auch Nachteile wie ich heute erneut wieder erfahren habe. Diese Nachteile sind Überbürokratisierung fast ohne Ende. Irgendein keiner EU-Wichtigtuer will allen Mitgliedern der EU noch mehr vorschreiben und nicht nur sinnvolle Dinge, sondern auch Sinnloses. Davon sind Pfarrer wohl weniger betroffen. Kirchen aber schon.

Diejenigen, die überall nur Nazis sehen, sollten sich mal fragen, ob in ihnen nicht selber ein kleiner Nazi steckt nur mit umgekehrtem Vorzeichen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 2108
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Mittwoch 20. September 2017, 18:32

Von dem NRW-Parteivorsitzenden und Ehemann von Frau Petry hört man tatsächlich nichts. Der wollte aber im NRW-Parlament Opposition machen und ist sogar darein gewählt worden.

Benutzeravatar
ziphen
Beiträge: 1296
Registriert: Donnerstag 26. August 2010, 18:44

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von ziphen » Mittwoch 20. September 2017, 19:11

Ein AfD-Spitzel bzw. treu-doofer AfD-Parteisoldat in der Polizei
ndr.de hat geschrieben:[Bodo] Suhren ist stellvertretender Bundesschatzmeister der AfD und arbeitet als Verwaltungsbeamter bei der Polizei in Osnabrück. Seine Büro- und Wohnräume wurden heute durchsucht. […]

Der NDR hatte gestern darüber berichtet, dass Suhren Polizei-Interna an den AfD-Vorstand weitergereicht hat - darunter ein als Verschlusssache eingestuftes Gutachten des Bundeskriminalamts sowie mindestens einen Polizei-Lagebericht, der nur für den Dienstgebrauch bestimmt war.
Wenn böse Zungen stechen, / mir Glimpf und Namen brechen, / so will ich zähmen mich; /
das Unrecht will ich dulden, / dem Nächsten seine Schulden / verzeihen gern und williglich.

Paul Gerhardt: O Welt, sieh hier dein Leben

Benutzeravatar
umusungu
Beiträge: 4555
Registriert: Donnerstag 1. Januar 2004, 13:30

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von umusungu » Mittwoch 20. September 2017, 22:53

untenstehender Text aus einer email wird nicht mehr als Fälschung bezeichnet.
Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen“.
Frl. Alice hat sich geoutet .....

Tinius
Beiträge: 1772
Registriert: Sonnabend 28. Juni 2014, 00:13

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Tinius » Mittwoch 20. September 2017, 23:59

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 22:53
untenstehender Text aus einer email wird nicht mehr als Fälschung bezeichnet.
Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen“.
Frl. Alice hat sich geoutet .....
Aua...dass tut weh. Und bekanntlich hatten sich diverse Schattengestalten hinter diese sonderbare Frau gestellt.
Aber die verhetzten Anhänger von kreischenden Wirren ficht das doch alles nicht an.
Heute hat sie sogar die AfD als einzige Schutzmacht für Lesben und Schwule in die Mediengeschichte eingeführt.
Kann es sein, dass hier ein böses Spiel mit der AfD gespielt wird und diese Frau eine Agentin der Gegenseite ist, die die AfD kompett ruinieren soll?

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 2108
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 21. September 2017, 00:22

Ich wundere mich überhaupt nicht mehr: https://philosophia-perennis.com/2017/0 ... interview/

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11816
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Donnerstag 21. September 2017, 06:44

umusungu hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 22:53
untenstehender Text aus einer email wird nicht mehr als Fälschung bezeichnet.
Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen“.
Frl. Alice hat sich geoutet .....
Belege? :detektiv:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11816
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Donnerstag 21. September 2017, 07:20

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 00:22
Ich wundere mich überhaupt nicht mehr: https://philosophia-perennis.com/2017/0 ... interview/
Was willst Du uns mit dem Hinweis auf dieses Interview mitteilen? :hmm:

Das Komplizierte an der Person Alice Weidel ist doch, daß sie von ihrem Lebensentwurf her viel besser in die grüne Szene passen würde. Nur ist es offenbar so, daß in der Homo-Szene die politische Landschaft genauso bunt ist wie in der sonstigen Bevölkerung.
Da jibbet eben Rote, Schwarze, Blaue, Gelbe, Dunkelrote und Grüne ....................
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8879
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Donnerstag 21. September 2017, 08:12

Raphael hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 07:20
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 00:22
Ich wundere mich überhaupt nicht mehr: https://philosophia-perennis.com/2017/0 ... interview/
Was willst Du uns mit dem Hinweis auf dieses Interview mitteilen? :hmm:

Das Komplizierte an der Person Alice Weidel ist doch, daß sie von ihrem Lebensentwurf her viel besser in die grüne Szene passen würde. Nur ist es offenbar so, daß in der Homo-Szene die politische Landschaft genauso bunt ist wie in der sonstigen Bevölkerung.
Da jibbet eben Rote, Schwarze, Blaue, Gelbe, Dunkelrote und Grüne ....................
Diese ganzen Widersprüche gibt es doch selbst beim jetzigen Papst. In der Theorie ist er gegen homosexuelles Verhalten, aber in der Praxis ist er für staatlich anerkannte homosexuelle Verbindungen. Das ist nur ein Beispiel für sein widersprüchliches Verhalten, es gibt noch viel mehr. Wenn schon der oberste Kirchenführer so eingestellt ist, was will man dann von Menschen erwarten, die mit dem Glauben gar nichts zu tun haben?
Und im übrigen finden sich bei vielen anderen Politikern aller Parteien auch reichlich Widersprüche zwischen dem, was sie offiziell vertreten und dem was sie tun.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11816
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Donnerstag 21. September 2017, 08:42

Edi hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 18:05
Patriotismus an sich ist nichts Schlechtes, Chauvinismus aber schon.
Mit diesem Hinweis wird wohl ein schwerwiegendes Problem der politischen Debatte ganz gut beschrieben. Diese Debatte ist nicht an der Wahrheit™ interessiert, sondern an einer möglichst negativen Etikettierung des politischen Gegners zur besseren Durchsetzung der eigenen Interessen. Diese negative Etikettierung wird nicht nur über die wortwörtliche Bedeutung der Begriffe ausgefochten, sondern auch über die allgemein bekannten Konnotationen von selbigen.

Klar wird dies beispielsweise an dem Begriff Volk.
In der politischen Debatte in Deutschland ist dieser Begriff negativ konnotiert, weil bekanntermaßen das braune Regime von 1933 bis 1945 die Begriffsbedeutung mißbraucht und bewußt pervertiert hat. Man beruft sich daher im politischen Kontext höchst ungern auf den Begriff Volk, weil damit dem politischen Gegner sofort die Möglichkeit gegeben wird Jemanden, der diesen Begriff Volk eben nutzt, in die Nazi-Ecke zu stellen. Dieses "in die Ecke stellen" geschieht dabei völlig unabhängig von einer moralischen Zulässigkeit und insbesondere ohne ein echtes Bemühen, denjenigen zu verstehen, der den Begriff Volk genutzt hat.

Wenn jedoch der Begriff Volk im kirchlichen Rahmen genutzt wird, geschieht dies völlig unproblematisch: Gott ruft sein Volk zusammen! :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

CIC_Fan
Beiträge: 5227
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 21. September 2017, 09:46

Caviteño hat geschrieben:
Montag 18. September 2017, 21:01
Auch ein Grund, warum die AfD von den Altparteien so bekämpft wird:

Sie hat Anspruch auf eine Vertretung in vielen Ausschüssen von Gremien, die meist kaum bekannt, aber einflußreich sind.

Durchmarsch der AfD
Das Spektrum reicht von Rundfunkräten bis zur Parlamentarischen Versammlung des Europarats, vom Verwaltungsrat der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bis zu den Entwicklungshelfern von der staatlichen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Der Beirat der Behörde für die Stasi-Unterlagen zählt ebenso dazu wie das Kuratorium der Vertriebenenstiftung oder der Stiftungsrat des Deutschen Historischen Museums. Zu beschicken sind auch die Parlamentarischen Versammlungen internationaler Organisationen von Europarat bis Nato, wo schon längst die Kollegen vom französischen Front National oder der niederländischen Wilders-Partei vertreten sind.
Aber man behauptet lernfähig zu sein - eine Lex AfD, wie bei der Wahl des Alterspräsidenten soll es nicht wieder geben. Mal sehen, welche Taschenspielertricks sich die Damen und Herren Parlamentarier noch einfallen lassen, falls es zu einer GroKo kommt und die AfD stärkste Oppositionspartei wird.
Der Artikel deutet bereits an, daß man - allen Beteuerungen zum Trotz - doch wieder neue Regeln bei wichtigen Posten einführen will:
Im Parlament selbst wird es um den Vorsitz in den Ausschüssen gehen, vor allem im wichtigen Haushaltsausschuss, der traditionell von der größten Oppositionsfraktion geführt wird. Sollte es wieder eine große Koalition geben und die AfD auf den dritten Platz kommen, sind die übrigen Parteien allerdings entschlossen, von dieser Regel abzuweichen. Auch dass es einen Vizepräsidenten von der AfD geben wird, ist kein Automatismus. Die Grünen mussten bis 1994 darauf warten, dass die Union ihnen einen Platz abtrat, und Kandidaten der Linken fielen am Anfang mehrfach durch.
Da redet die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen (schaffen die es in den Bundestag?)davon, daß der Bundestag ein "ein souveränes und selbstbewusstes Parlament mit klaren Regeln" sei. :D :D :D
Warten wir einmal ab, ob auch die Redefolge bei der Haushaltsdebatte (erste Antwort durch die größte Oppositionspartei) im Falle einer GroKo geändert wird.

Zum Schluß noch eine Frage:
Wer wird eigentlich Bundestagsvizepräsident, wenn die AfD wider Erwarten und allen Vorhersagen, stärker wird als die SPD? :breitgrins:
die Bundestags Vizepräsidenten werden in freier (geheimer) Wahl gewählt also wo ist das Problem es war bis jetzt nur "brauch" aber nicht vorgeschrieben daß nach den größen Verhältnissen zu machen
also dazu muß man nicht mal die Geschäftsordnung ändern selbstverständlich wird die AfD einen Kandidaten ins Rennen schicken ob er gewählt wird liegt an den Abg

CIC_Fan
Beiträge: 5227
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 21. September 2017, 09:52

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Dienstag 19. September 2017, 16:13
Ich finde es überhaupt nicht schwierig, mich mit Vater, Mutter und Großeltern in nationaler Geschichte zu identifizieren. Aber daraus folgt weder ein "du sollst" noch ein "du sollst nicht" sondern Empathie. Ich lerne statt dessen etwas über den beschränkten Rahmen, in dem sich die menschliche Freiheit und Verantwortung verwirklicht.
besteht dazu eine Notwendigkeit
ich z.b. entstamme einer Familie die zum Teil aus der Slowakei kommt ,Österreich, Ungarn und Rumänien warum sollte ich mich mit diesen Nationen identifizieren

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 2108
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 21. September 2017, 09:55

Das ist doch nicht der Punkt. Neu kam mir vor, dass sich die AfD als Homo-Lobby bewirbt.

CIC_Fan
Beiträge: 5227
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 21. September 2017, 09:57

Caviteño hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 13:47
CIC_Fan hat geschrieben:
Mittwoch 20. September 2017, 11:14
Man wird mit der AfD so umgehen wie mit der früheren PDS das funktionierte ganz gut
das die Bundestagsverwaltung niemand erreicht mit dem man offene Fragen besprechen kann zeigt was das für eine Chaostruppe ist
Erste Fraktion Krise vor Weihnachten würde ich sagen und erste Spaltung spätestens im Mai
Was soll das denn?
Lies doch den verlinkten Artikel vernünftig, bevor Du schreibst. Dort steht:
daß die Bundestagsverwaltung laut Presseberichten für die Fraktionsvorbereitungsgruppe der AfD bisher nicht erreichbar ist.
Wer ist für wen nicht erreichbar und wer wäre dann - um in Deinem Jargon zu bleiben - die "Chaostruppe"?

Aber was anderes als "Hau drauf" kannst Du Dir wohl nicht vorstellen. Armselig.

Zu Deinen Vorhersagen: Was ist denn eigentlich aus Deinen Vorhersagen zur Korrektur des Brexits bzw. zu Trump geworden?
laß Dir zeit noch ist der Brexit nicht durch und Herr Trump mäßigt sich zumindest Innenpolitisch weil er sieht so geht es nicht gerichte und das Parlament setzten ihm klare Grenzen dem Artikel hab ich nur überflogen und das falsch verstanden entschuldigung
Zur Spaltung kommt es besonders wenn die Fraktion groß ist es sind da einfach zu viele Strömungen unter einem Dach

CIC_Fan
Beiträge: 5227
Registriert: Donnerstag 24. April 2014, 14:08

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 21. September 2017, 10:01

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 00:22
Ich wundere mich überhaupt nicht mehr: https://philosophia-perennis.com/2017/0 ... interview/
Auch wegen dieser "Vielfältigkeit" spaltet sich die Fraktion man will zu viel unter einen Hut bringen

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11816
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Donnerstag 21. September 2017, 10:04

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 09:52
ich z.b. entstamme einer Familie die zum Teil aus der Slowakei kommt ,Österreich, Ungarn und Rumänien warum sollte ich mich mit diesen Nationen identifizieren
Eine österreichische Kultur ist ja auch jenseits der Sprache nicht zu identifizieren! :pfeif:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Lilaimmerdieselbe
Beiträge: 2108
Registriert: Dienstag 4. Dezember 2012, 11:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Lilaimmerdieselbe » Donnerstag 21. September 2017, 10:07

CIC, das habe ich nicht gemeint. Die Geschichten der Nationen sind Abstraktionen, mit denen eine Identifikation nur durch Willen möglich ist. Aber die eigene und die Sippengeschichte findet ja in diesen Nationen statt und wurde von ihnen geprägt. Dazu kann es dann auch einen emotionalen Zugang geben genauso wie zur Heimat. Der ist aber dann mit dem öffentlichen Gedenken an historische Ereignisse nicht identisch, genauso wenig wie die Heimat mit dem Nationalstaat.

Caviteño
Beiträge: 7894
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 21. September 2017, 10:16

Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 09:55
Das ist doch nicht der Punkt. Neu kam mir vor, dass sich die AfD als Homo-Lobby bewirbt.
Vielleicht merken inzwischen einige Homosexuelle, daß Merkels Gäste sie nicht so akzeptieren, wie das sonst in diesem Land üblich ist. Da kann die AfD noch einige Stimmen gewinnen. Warum sollte sie auf diesen Punkt nicht hinweisen?

Falls eine Partei ein konservatives Familienbild vertritt, bedeutet das doch nicht, daß man etwas gegen Homosexualität hat. Das wird zwar von den Gegnern so dargestellt - aber man muß ja nicht alles glauben, was aus den Parteizentralen kommt. :D

Da ich bereits gewählt habe, beobachte ich den ganzen Wahlk(r)ampf mehr unter Marketinggesichtspunkten. Natürlich war jedem politisch Interessiertem klar, daß Frau Weidel homosexuell ist, schließlich hat sie nie einen Hehl daraus gemacht, mit wem sie zusammenlebt. Ihr "coming out" gestern vor der Wahl hätte vielleicht ein paar Tage früher erfolgen sollen, aber immerhin hat sie es wieder in die Schlagzeilen gebracht:

Alice Weidel, die AfD und die Toleranz

Die AfD-Anhänger interessiert es nicht:
Kann die AfD eine homosexuelle Spitzenkandidatin aushalten? Zumindest an diesem Abend in Viernheim haben die meisten ihrer Anhänger andere Ängste.
Auch die veröffentlichten Leserzuschriften sind interessant.

Pilgerer
Beiträge: 2689
Registriert: Freitag 3. Juni 2011, 00:45

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Pilgerer » Donnerstag 21. September 2017, 16:52

Für eine rechtspopulistische Partei ist die AfD mit den ostdeutschen NPD-Sympathisanten eindeutig zu weit nach rechts gedriftet. Das ist mittlerweile mehr nationalkonservativ, teils auch faschistisch (revolutionäre Überhöhung der Volksgemeinschaft).
In unser System gehört eine Partei, die rechts von der CDU ist, solange die CDU "mitte-rechts" bleibt. Das hätte die AfD werden können, aber sie hat den Bereich der zivilisierten rechten demokratischen Partei verlassen. Besser wäre, wenn sie sich an der mitregierenden "Fortschrittspartei" in Norwegen orientieren würde. Die sind auch rechtspopulistisch, aber seriöser als die AfD.
Doch mal sehen, wie sich die AfD im Bundestag entwickelt. Manche Parteien wie die Grünen oder die Linke wurden da schon gezähmt.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

Benutzeravatar
Niels
Beiträge: 21463
Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13
Kontaktdaten:

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Niels » Donnerstag 21. September 2017, 16:57

Der gute Herr muss es ja wissen: https://www.welt.de/politik/deutschland ... chaft.html
„AfD-Wähler sind eine Minderheit, nicht Durchschnitt der Gesellschaft“
:zirkusdirektor:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8879
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Donnerstag 21. September 2017, 17:09

Pilgerer hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 16:52
Für eine rechtspopulistische Partei ist die AfD mit den ostdeutschen NPD-Sympathisanten eindeutig zu weit nach rechts gedriftet. Das ist mittlerweile mehr nationalkonservativ, teils auch faschistisch (revolutionäre Überhöhung der Volksgemeinschaft).
In unser System gehört eine Partei, die rechts von der CDU ist, solange die CDU "mitte-rechts" bleibt. Das hätte die AfD werden können, aber sie hat den Bereich der zivilisierten rechten demokratischen Partei verlassen. Besser wäre, wenn sie sich an der mitregierenden "Fortschrittspartei" in Norwegen orientieren würde. Die sind auch rechtspopulistisch, aber seriöser als die AfD.
Doch mal sehen, wie sich die AfD im Bundestag entwickelt. Manche Parteien wie die Grünen oder die Linke wurden da schon gezähmt.
Die AfD kann man nicht allein an den schrillen Tönen messen, die einige Mitglieder dieser Partei von sich gegeben haben. Mitglieder dieser Partei sind auch ehemalige CDU-ler, SPD-ler, Gewerkschafter usw. Zudem wird die AfD keine 51 % im Bundestag erreichen, womit sie dann alle anderen Parteien überstimmen könnte. Sie wird also im Parlament Federn lassen müssen.

Nur die Gegner der AfD, also die Systemparteien, tun jetzt so als ob mit der AfD die Welt unterginge. Das sind aber leicht durchschaubare Reaktionen, weil diese Gegner natürlich auch wissen, daß sie, wenn die AfD ins Parlament kommt, Sitze verlieren werden, die sie bisher hatten und das kann vielen schon weh tun. Also diffamiert man eben in der Hoffnung, daß diese Diffamierung wenigstens noch manche Wähler von der Wahl der AfD abhalten wird. Es könnte aber auch dazu führen, daß gerade deswegen die AfD erst recht gewählt wird.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Caviteño
Beiträge: 7894
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 21. September 2017, 17:16

Vielleicht hat man in der Schweiz - auch als rk Priester - einen distanzierteren Blick auf die AfD:

Die verteufelten Unzufriedenen
Von den Linken bis zur CSU, von den Medien – vor allem vom deutschen Fernsehen – bis zu den Kirchen, von Künstlern bis zu den Intellektuellen und jenen, die sich gerne dazuzählen, wird die AfD dämonisiert und werden ihre Wähler verunglimpft als Neonazis, Wutbürger und Halb- beziehungsweise flüchtig Gebildete, wobei gemeint ist: ein dummes und primitives Volk.
(...)
Der AfD kann es recht sein. Ihre Verteufelung durch die sogenannten und selbsternannten Anständigen wird sich als kontraproduktiv erweisen. Die AfD wird bei der Wahl des Deutschen Bundestages ein deutlich zweistelliges Ergebnis einfahren. Ich kann gut verstehen, dass viele Unzufriedene sagen: jetzt erst recht!
Die Kernfrage, auf die alle AfD-Basher keine Antwort gegeben haben, ist doch: Wen soll man wählen, wenn man weder mit der Euro"rettungs-" noch mit der Migrationspolitik der Altparteien einverstanden ist?
Man darf ja wohl noch gegen die Bürgschaften und Schulden in hoher dreifacher Mrden Höhe sein und es ist auch nicht verwerflich, wenn man die von Frau Merkel veranlaßte Einwanderung von über einer Million junger Männer mit geringer Bildung aus einem kulturfremden Raum als Gefahr für das künftige Zusammenleben sieht. Welche Partei sollen also Menschen, die diese Sorgen teilen, wählen? :achselzuck:

Benutzeravatar
Raphael
Beiträge: 11816
Registriert: Sonnabend 11. Oktober 2003, 19:25
Wohnort: Erzdiözese Köln

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Raphael » Donnerstag 21. September 2017, 18:19

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 16:57
Der gute Herr muss es ja wissen: https://www.welt.de/politik/deutschland ... chaft.html
„AfD-Wähler sind eine Minderheit, nicht Durchschnitt der Gesellschaft“
:zirkusdirektor:
Seit wann gehört es denn zu einer guten Demokratie, daß die Minderheiten abgeschafft werden? :achselzuck:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8879
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Donnerstag 21. September 2017, 18:42

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 17:16
Vielleicht hat man in der Schweiz - auch als rk Priester - einen distanzierteren Blick auf die AfD:

Die verteufelten Unzufriedenen
Von den Linken bis zur CSU, von den Medien – vor allem vom deutschen Fernsehen – bis zu den Kirchen, von Künstlern bis zu den Intellektuellen und jenen, die sich gerne dazuzählen, wird die AfD dämonisiert und werden ihre Wähler verunglimpft als Neonazis, Wutbürger und Halb- beziehungsweise flüchtig Gebildete, wobei gemeint ist: ein dummes und primitives Volk.
(...)
Der AfD kann es recht sein. Ihre Verteufelung durch die sogenannten und selbsternannten Anständigen wird sich als kontraproduktiv erweisen. Die AfD wird bei der Wahl des Deutschen Bundestages ein deutlich zweistelliges Ergebnis einfahren. Ich kann gut verstehen, dass viele Unzufriedene sagen: jetzt erst recht!
Die Kernfrage, auf die alle AfD-Basher keine Antwort gegeben haben, ist doch: Wen soll man wählen, wenn man weder mit der Euro"rettungs-" noch mit der Migrationspolitik der Altparteien einverstanden ist?
Man darf ja wohl noch gegen die Bürgschaften und Schulden in hoher dreifacher Mrden Höhe sein und es ist auch nicht verwerflich, wenn man die von Frau Merkel veranlaßte Einwanderung von über einer Million junger Männer mit geringer Bildung aus einem kulturfremden Raum als Gefahr für das künftige Zusammenleben sieht. Welche Partei sollen also Menschen, die diese Sorgen teilen, wählen? :achselzuck:
Diese Sorgen sind doch unberechtigt, solange Merkel regiert, sie sagt doch wir schaffen das und das ist für alle Merkelgläubigen wie eine Offenbarung, seien es Kirchenfürsten oder wer auch immer. Wir haben es bisher immer geschafft und wenn es am Geld fehlt, dann verschulden wir uns halt noch viel mehr. Was Merkel bisher versprochen hat, hat sie ja auch eingehalten, gelogen hat sie nie. Eine ehrlichere und rechtschaffenere Bundeskanzlerin hatten wir noch nie. :nein:
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Caviteño
Beiträge: 7894
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 21. September 2017, 18:48

Niels hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 16:57
Der gute Herr muss es ja wissen: https://www.welt.de/politik/deutschland ... chaft.html
„AfD-Wähler sind eine Minderheit, nicht Durchschnitt der Gesellschaft“
:zirkusdirektor:
Im Text steht "kleine Minderheit" - würde er das auch zu FDP, Linken und Grünen sagen...... :D

Im übrigen kommt der Herr vom Institut Allensbach und das ist bekanntlich das Institut, das vor Jahren zugegeben hat, die Wahlvorhersagen manipuliert zu haben, um die Republikaner nicht stärken:
Für öffentliche Kritik sorgten Umfragen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 1992 und Landtagswahl in Baden-Württemberg 1996, bei denen das Institut die Umfragewerte der Partei Die Republikaner viel zu niedrig ansetzte. Allensbach prognostizierte 4,5 bzw. 4 Prozent Stimmenanteil. Die tatsächlichen Wahlergebnisse der Republikaner lagen jedoch bei 10,9 und 9,1 Prozent. In einem Interview zu den Vorfällen sagte Renate Köcher sinngemäß, sie habe aufgrund aufsteigender Werte in den Umfragen ein höheres Ergebnis erwartet. Man habe aber zu dem Zeitpunkt nicht sicher wissen können, ob dieser aufsteigende Trend verlässlich sei. Man habe sich deshalb entschlossen, nur mit den Rohdaten (4,5 Prozent) an die Öffentlichkeit zu gehen. Ein anderes Vorgehen wäre im Nachhinein als Versuch ausgelegt worden, die Republikaner hochzureden. Dieses Vorgehen stieß in der Publizistik und Wissenschaft auf Kritik. In einem Interview mit dem SWF entgegnete Köcher: „Wir wollten nicht durch die Veröffentlichung der Umfragedaten vor der Wahl eine Sensation schaffen in dem Sinne, daß (sic!) dann jeder nur noch über die Republikaner gesprochen hätte.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_ ... Allensbach

Auch die Vorhersagen aller Institute zu den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt waren bemerkenswert. Die AfD wurde von allen Instituten in Baden-Württ. zwischen 9 und 13,5% taxiert - ihr tatsächliches Ergebnis lag jedoch über den magischen 15%. Noch extremer war die Fehlleistung in Sachsen-Anhalt. Dort erreichte die AfD 24,2%; die Vorhersagen lagen deutlich unter 20%

Man kann sich Eindrucks nicht erwehren, daß in beiden Ländern versucht wurde, die AfD nicht über bestimmte Grenzwerte zu heben.

Quelle: http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/index.htm

In diesem Zusammenhang:
Lilaimmerdieselbe hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 12:20
Ich werde auf Demoskopen nicht einprügeln, egal wie das Ergebnis ausfällt. Es ist völlig unberechenbar, wie die Wahlbeteiligung ausfällt und welche Träger welcher Meinung tatsächlich zur Wahl gehen oder nicht. Am Telefon irgendwas zu sagen ist da etwas völlig anderes.
Dieses Argument galt bei den Wahlen in NRW nicht. Hier lagen die Vorhersagen (zwischen 6% bis 9%) ziemlich nah am Endergebnis für die AfD (7,4%). Auch in Schleswig-Holstein wurde ein genaues Ergebnis vorhergesagt. Merkwürdig, daß die Vorhersagen klappen, wenn die Ergebnisse sich im einstelligen Bereich bewegen.....

Warten wir ab, wie es am Sonntag abend aussieht...

Caviteño
Beiträge: 7894
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 21. September 2017, 19:00

Edi hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 18:42
Wir haben es bisher immer geschafft und wenn es am Geld fehlt, dann verschulden wir uns halt noch viel mehr. Was Merkel bisher versprochen hat, hat sie ja auch eingehalten, gelogen hat sie nie. Eine ehrlichere und rechtschaffenere Bundeskanzlerin hatten wir noch nie. :nein:
Na ja, Schulden - das paßt nicht, denn die Schulden sind gesunken, aber dafür paßt dieser Artikel:

Das Kartell der Steuer-Erhöher
Das ist der Wahlkampf des Noch-nie: Noch nie gab so viele Jobs (44 Millionen). Noch nie haben wir so gut verdient wie heute, noch nie so hohe Steuern und Abgaben bezahlt (über 850 Milliarden Euro), noch nie so lange dafür gearbeitet – vom 1. Januar bis zum 6. Juli um 3.27 Uhr. Noch nie hat der Staat so hohe Einnahmen kassiert wie 2017 (mehr als 850 Milliarden Euro).
(...)
Das ist der eigentliche Grund für die Geldflut in den öffentlichen Kassen: Erkläre gut verdienende Facharbeiter für reich, und der Staat greift deren „Reichtümer“ ab. Gnädig gestimmt an­gesichts der perversen Geldflut, wollen jetzt die GroKo­Parteien diese Grenze auf 60.000 Euro anheben – natürlich mit der Ansage der SPD, dafür die „Rei­chen“ an anderer Stelle zu schröpfen.
Man muß sich einmal vorstellen, daß die (mindestens) 40 Mrden € "Flüchtlings"kosten ohne einen Nachtragshaushalt oder eine Erhöhung der Schulden finanziert werden konnten. An eine grundlegende Anpassung des Einkommensteuer-Tarifs wird nicht gedacht und eine Senkung der Umsatzsteuer steht nicht zur Debatte. Stattdessen sind die Staatskassen gut gefällt und wecken Begehrlichkeiten - nicht nur in D..

Benutzeravatar
Edi
Beiträge: 8879
Registriert: Montag 12. Januar 2004, 18:16

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Edi » Donnerstag 21. September 2017, 19:51

Caviteño hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 19:00
Edi hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 18:42
Wir haben es bisher immer geschafft und wenn es am Geld fehlt, dann verschulden wir uns halt noch viel mehr. Was Merkel bisher versprochen hat, hat sie ja auch eingehalten, gelogen hat sie nie. Eine ehrlichere und rechtschaffenere Bundeskanzlerin hatten wir noch nie. :nein:

Na ja, Schulden - das paßt nicht, denn die Schulden sind gesunken.....
Auf dem Papier mögen die Schulden gesunken sein, wenn man aber die Gelder, die an Griechenland gingen, mitrechnet werden sie viel grösser werden. Oder glaubt jemand dieses Land sei jemals in der Lage seine Schulden komplett wieder zu tilgen? Dieses Geld wird grossteils futsch sein. Man wird nach den Wahlen sehen, ob nicht erneut wieder ein Schuldenschnitt für GR infrage kommen wird.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

Caviteño
Beiträge: 7894
Registriert: Sonntag 14. März 2010, 02:31
Wohnort: Diözesen Imus und Essen

Re: Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 21. September 2017, 21:08

Edi hat geschrieben:
Donnerstag 21. September 2017, 19:51
Auf dem Papier mögen die Schulden gesunken sein, wenn man aber die Gelder, die an Griechenland gingen, mitrechnet werden sie viel grösser werden. Oder glaubt jemand dieses Land sei jemals in der Lage seine Schulden komplett wieder zu tilgen? Dieses Geld wird grossteils futsch sein. Man wird nach den Wahlen sehen, ob nicht erneut wieder ein Schuldenschnitt für GR infrage kommen wird.
und vergiß bitte nicht die Target-Salden. Die belaufen sich inzwischen auf einen Betrag von über 850 Mrden € - immerhin ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts. Da kann man sich schon fragen, wie unsere Euro-Befürworter zu dem Ergebnis kommen, daß D. vom Euro profitiert. :D
Na ja - auch das gehört zu den Lebenslügen der Republik.

Natürlich sind sowohl die Target-Salden als auch die Kredite an GR und die durch den ESM vergebenen Beträge verloren. Ein "ehrbarer Kaufmann" müßte sie in der Bilanz wertberichtigen. Aber seit wann orientiert sich Merkel denn am Bild des "ehrbaren Kaufmanns"`? :D :kugel: :freude:
Zuletzt geändert von Hubertus am Donnerstag 21. September 2017, 23:03, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert.

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema