Wurde Papst Benedikt gestürzt?

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Moderator: Hubertus

CIC_Fan
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von CIC_Fan » Montag 19. Oktober 2015, 09:00

Isidor_von_Sevilla hat geschrieben:Nachtrag:
Wenn hier also nur darüber spekuliert werden soll, welche Motive PP em. Benedikt XVI. zum Rücktritt bewegt haben, dann füge ich 'mal ein eigene Spekulation hinzu! 8)
Seine Motivation stellt PP em. Benedikt XVI. selber in Freiburg dar: Rede im Konzerthaus.

Es geht ihm um Entweltlichung und da das Papstamt zwangsläufig mit weltlichem Einfluß, wenn nicht sogar weltlicher Macht, verbunden ist, setzt er durch seine persönliche Hinwendung zum Gebet ein Zeichen, weniger auf den weltlichen Einfluß der Kirche zu schielen, sondern eher das Gespräch mit Gott in den Vordergrund zu setzen.
absoluter blödsinn ich tue jetzt was für die Entweltlichug in denm ich meinem Ego entspreche und mich zurückziehe aber von dem Autor erwartet man ja nix anderes,als eben absoluten blödsinn

Isidor_von_Sevilla
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Montag 19. Oktober 2015, 09:02

Niels hat geschrieben:Dann hätte er aber folgerichtig wünschen müssen, dass kein Nachfolger gewählt wird. :unbeteiligttu:
Nö, 'ne Folgerichtigkeit sehe ich da nicht! :unbeteiligttu:

Er will auf seinem eigenen Glaubensweg ein spezielles Zeugnis geben; das können andere Katholiken durchaus anders handhaben .........
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

Isidor_von_Sevilla
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Montag 19. Oktober 2015, 09:03

CIC_Fan hat geschrieben:
Isidor_von_Sevilla hat geschrieben:Nachtrag:
Wenn hier also nur darüber spekuliert werden soll, welche Motive PP em. Benedikt XVI. zum Rücktritt bewegt haben, dann füge ich 'mal ein eigene Spekulation hinzu! 8)
Seine Motivation stellt PP em. Benedikt XVI. selber in Freiburg dar: Rede im Konzerthaus.

Es geht ihm um Entweltlichung und da das Papstamt zwangsläufig mit weltlichem Einfluß, wenn nicht sogar weltlicher Macht, verbunden ist, setzt er durch seine persönliche Hinwendung zum Gebet ein Zeichen, weniger auf den weltlichen Einfluß der Kirche zu schielen, sondern eher das Gespräch mit Gott in den Vordergrund zu setzen.
absoluter blödsinn .......... absoluten blödsinn
Danke dafür, denn dieses "Lob" bestärkt mich in meiner Ansicht! :pfeif:
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

CIC_Fan
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von CIC_Fan » Montag 19. Oktober 2015, 09:04

bitte gern

Isidor_von_Sevilla
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Isidor_von_Sevilla » Montag 19. Oktober 2015, 09:44

CIC_Fan hat geschrieben:bitte gern
Letzteres ist unglaubwürdig! :pfeif:
Es gibt auch solche, die wohl die Sprache verehren, nicht aber DAS WORT anbeten!

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Niels
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Niels » Montag 19. Oktober 2015, 10:29

Isidor_von_Sevilla hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Dann hätte er aber folgerichtig wünschen müssen, dass kein Nachfolger gewählt wird. :unbeteiligttu:
Nö, 'ne Folgerichtigkeit sehe ich da nicht! :unbeteiligttu:
Ich schon. (Sonst hätte ich es ja nicht hier geschrieben.) ;D

Mauritius
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Mauritius » Montag 19. Oktober 2015, 11:49

Nein, der Papst wurde nicht gestürzt. Er ist der intelligenteste Papst der Kirchengeschichte.
Für ein politisches Amt aber bereits zu alt, zu sensibel und "durchgeistet" gewesen.

Mit dem freiwilligen Rücktritt hat er einen riesigen Coup gelandet und sich in die Geschichtsbücher eingeschrieben.
Für zukünftige Päpste hat er damit eine große Vorarbeit geleistet.

CIC_Fan
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von CIC_Fan » Montag 19. Oktober 2015, 11:58

ja zur V ernichtung des Amtes und zur Vollendung der protestantinisierung der Kirche die seit 1963 betrieben wird
Josef Ratzinger ist sich treu geblieben man lese den Bd VII seiner Gesammtausgabe bei herder

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 23. Mai 2016, 18:28

Der Pontifikat Benedikts XVI. Der Amtverzicht und die ‚zwei Päpste’. ‚Decuit, potuit, fecit’ – es geziemte sich, weil es sinnvoll war.

Von Erzbischof Georg Gänswein

Daraus:
Seit der Wahl seines Nachfolgers Franziskus am 13. März 2013 gibt es keine zwei Päpste, aber de facto ein erweitertes Amt - mit einem aktiven und einem kontemplativen Teilhaber. Darum hat Benedikt XVI. weder den weißen Talar noch seinen Namen abgelegt. Darum ist seine korrekte Anrede auch heute noch ‚Heiliger Vater’ (auf Italienisch: Santità), und darum zog er sich auch nicht in ein abgelegenes Kloster zurück, sondern in das Innere des Vatikans – als sei er nur beiseite getreten, um seinem Nachfolger und einer neuen Etappe in der Geschichte des Papsttums Raum zu geben, den er mit diesem Schritt bereichert hat um das Kraftwerk seines Gebets und Mitleidens in den Vatikanischen Gärten.
:hae?: :nein: :(

„Decuit, potuit, fecit“??? Da möchte ich doch gerne nachfragen „Cui bono?“!

Kardinal Raymond Burke hat kürzlich in einem Interview erklärt, dass die aktuelle kirchliche Situation den Eindruck geben könnte, als ob „zwei Kirchen“ existierten. Das scheint die Lage wesentlich realistischer zu charakterisieren als Gänsweins These von einem quasi „erweiterten Papstamt“.
Zuletzt geändert von Libertas Ecclesiae am Montag 23. Mai 2016, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Niels » Montag 23. Mai 2016, 18:36

Vatikan (endgültig) auf Prawda-Kurs? :hmm:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Hubertus
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Hubertus » Montag 23. Mai 2016, 21:38

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Der Pontifikat Benedikts XVI. Der Amtverzicht und die ‚zwei Päpste’. ‚Decuit, potuit, fecit’ – es geziemte sich, weil es sinnvoll war.

Von Erzbischof Georg Gänswein

Daraus:
Seit der Wahl seines Nachfolgers Franziskus am 13. März 2013 gibt es keine zwei Päpste, aber de facto ein erweitertes Amt - mit einem aktiven und einem kontemplativen Teilhaber. Darum hat Benedikt XVI. weder den weißen Talar noch seinen Namen abgelegt. Darum ist seine korrekte Anrede auch heute noch ‚Heiliger Vater’ (auf Italienisch: Santità), und darum zog er sich auch nicht in ein abgelegenes Kloster zurück, sondern in das Innere des Vatikans – als sei er nur beiseite getreten, um seinem Nachfolger und einer neuen Etappe in der Geschichte des Papsttums Raum zu geben, den er mit diesem Schritt bereichert hat um das Kraftwerk seines Gebets und Mitleidens in den Vatikanischen Gärten.
:hae?: :nein: :(

„Decuit, potuit, fecit“??? Da möchte ich doch gerne nachfragen „Cui bono?“!

Kardinal Raymond Burke hat kürzlich in einem Interview erklärt, dass die aktuelle kirchliche Situation den Eindruck geben könnte, als ob „zwei Kirchen“ existierten. Das scheint die Lage wesentlich realistischer zu charakterisieren als Gänsweins These von einem quasi „erweiterten Papstamt“.
Weiterhin daraus:
Das Schlüsselwort dieser (sc. Benedikts Rücktritts-) Erklärung ist der Begriff Munus Petrinum, das hier – wie meistens – als Petrusdienst übersetzt wurde. Doch das lateinische Munus hat eine vielfältige Bedeutung. Es kann Dienst, Aufgabe, Leitung, oder Geschenk heißen - bis hin zu Wunderwerk. Als Teilhabe an einem solchen „petrinischen Dienst“ aber verstand und versteht Benedikt seine Aufgabe vor und nach dem Rücktritt bis heute. Er hat seinen Stuhl geräumt, doch diesen Dienst hat er mit seinem Schritt vom 11. Februar 2013 eben nicht verlassen. Er hat das personale Amt stattdessen ergänzt um eine kollegiale und synodale Dimension, als einen quasi gemeinsamen Dienst
:ikb_shocking:
Gut, daß Msgr. Gänswein nicht die Hlgst. Trinität selber in den Sinn gekommen ist - ein Dienst, der aber in sich Gemeinschaft ist oder so ... *)
Im Ernst - der Dienst des Petrusamtes besteht ja genau darin, daß einer die Einheit der Kirche sichtbar verkörpert und ihr auch - als erster Beter usw. - vorsteht.
Man sieht, wie schwer die Wahrnehmung vieler von dem, was das Petrusamt eigentlich auszeichnet, durch diesen Rücktritt beeinträchtigt wurde. Das Verständnis vom Papstamt ist dabei, sich irgendwo im Numinosen aufzulösen ... :glubsch:

*) [Wer wäre bei dieser Auffassung eigentlich das vinculum amoris? :pfeif:]
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Montag 23. Mai 2016, 21:51

Hubertus hat geschrieben:Im Ernst - der Dienst des Petrusamtes besteht ja genau darin, daß einer die Einheit der Kirche sichtbar verkörpert und ihr auch - als erster Beter usw. - vorsteht.
Man sieht, wie schwer die Wahrnehmung vieler von dem, was das Petrusamt eigentlich auszeichnet, durch diesen Rücktritt beeinträchtigt wurde. Das Verständnis vom Papstamt ist dabei, sich irgendwo im Numinosen aufzulösen ... :glubsch:
Leser "adiutor" hat heute unter besagtem Artikel auf kath.net folgenden Kommentar veröffentlicht:

[quote="Leser "adiutor" auf kath.net"]Zweisamkeit
Es ist sehr gut, dass die Kirche in dieser schwierigen Zeit ... auf die Zweisamkeit der beiden Päpste zählen kann.

Papst Benedikt XVI hat eine sehr kluge Entscheidung getroffen und mit seinem Rückzug hinter die Kulissen das Papstamt sehr gestärkt und reformiert. Vielleicht werden wir alsbald erleben, dass sich dieses Amt noch mehr wandelt und gar ein "Papstgremium" entsteht?

7 Päpste, welche sich die Führung der Kirche teilen und einen unter ihnen als offiziellen Repräsetanten ernennen? Arbeit gibt es sicher genug für alle und auf diese Weise wäre es auch möglich, gleichzeitig Päpste aus der ganzen Welt von verschiedenen Kontinenten und Kulturen zu haben.[/quote]
Soll das jetzt Realsatire sein, oder ist das wirklich ernst gemeint??? Bei kath.net und seinen Lesern bin ich mir da manchmal nicht mehr so sicher ...

:hae?: :panisch: :patsch:
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Siard
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Siard » Dienstag 24. Mai 2016, 00:03

Wollen die mit aller Gewalt beweisen, daß die römische Kirche doch nicht die katholische ist?

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Niels
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Niels » Dienstag 24. Mai 2016, 00:17

Sieht fast so aus. :onkel:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Raphael
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Raphael » Dienstag 24. Mai 2016, 06:37

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:Der Pontifikat Benedikts XVI. Der Amtverzicht und die ‚zwei Päpste’. ‚Decuit, potuit, fecit’ – es geziemte sich, weil es sinnvoll war.

Von Erzbischof Georg Gänswein

Daraus:
Seit der Wahl seines Nachfolgers Franziskus am 13. März 2013 gibt es keine zwei Päpste, aber de facto ein erweitertes Amt - mit einem aktiven und einem kontemplativen Teilhaber. Darum hat Benedikt XVI. weder den weißen Talar noch seinen Namen abgelegt. Darum ist seine korrekte Anrede auch heute noch ‚Heiliger Vater’ (auf Italienisch: Santità), und darum zog er sich auch nicht in ein abgelegenes Kloster zurück, sondern in das Innere des Vatikans – als sei er nur beiseite getreten, um seinem Nachfolger und einer neuen Etappe in der Geschichte des Papsttums Raum zu geben, den er mit diesem Schritt bereichert hat um das Kraftwerk seines Gebets und Mitleidens in den Vatikanischen Gärten.
:hae?: :nein: :(

„Decuit, potuit, fecit“??? Da möchte ich doch gerne nachfragen „Cui bono?“!

Kardinal Raymond Burke hat kürzlich in einem Interview erklärt, dass die aktuelle kirchliche Situation den Eindruck geben könnte, als ob „zwei Kirchen“ existierten. Das scheint die Lage wesentlich realistischer zu charakterisieren als Gänsweins These von einem quasi „erweiterten Papstamt“.
EB Gänswein ist sicherlich Kirchenrechtler genug um zu wissen, daß es nur einen Papst gibt, der im Amt ist. Ein emeritierter Papst ist eben nicht mehr im Amt und kann demzufolge keine Rechtsakte als Papst erlassen. Punkt.

Das Charisma eines emeritierten Papstes ist jedoch nicht rein kirchenrechtlich zu fassen, weil es sui generis die kirchenrechtlichen Kategorien übersteigt. IMHO wollte EB Gänswein lediglich auf diesen - nicht ganz unbeachtlichen Umstand - hinweisen.
Just my two cents! :heiligschein:
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 24. Mai 2016, 10:55

Siard hat geschrieben:Wollen die mit aller Gewalt beweisen, daß die römische Kirche doch nicht die katholische ist?
man könnte bei dem Geschwätz meinen sie ist es nicht mehr

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Lupus » Dienstag 24. Mai 2016, 17:00

Wie kann ein kirchlich interessierter und religiöser Mensch seine Gedanken frei darlegen, wenn ihm immer gleich bedeutet wird, dass seine Worte oder Gedanken nur "Geschwätz" sind?

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von CIC_Fan » Dienstag 24. Mai 2016, 17:44

das Geschwätz war auf die gesamte Debatte und insbesonders auf die Äußerungen von Mgr Gänswein bezogen
es sagt sehr viel über das Konservativ Katholische Segment aus, wenn so Leute wie der Türöffner von Papst Franziskus als großer Hoffnungsträger gesehen werden

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Mittwoch 25. Mai 2016, 09:58

Raphael hat geschrieben:EB Gänswein ist sicherlich Kirchenrechtler genug um zu wissen, daß es nur einen Papst gibt, der im Amt ist. Ein emeritierter Papst ist eben nicht mehr im Amt und kann demzufolge keine Rechtsakte als Papst erlassen. Punkt.

Das Charisma eines emeritierten Papstes ist jedoch nicht rein kirchenrechtlich zu fassen, weil es sui generis die kirchenrechtlichen Kategorien übersteigt. IMHO wollte EB Gänswein lediglich auf diesen - nicht ganz unbeachtlichen Umstand - hinweisen.
Just my two cents! :heiligschein:
[quote="Leser "Plaisch" auf gloria.tv am 25. Mai 2016"]

Die Idee mit dem kontemplativen Papsttum ist natürlich ein Unsinn. Ich habe kein Problem mit der Demission und mit der Benützung der weissen Soutane. Normalerweise darf man die Insignien der letzten Beförderung behalten, also Domherren oder Bischöfe oder Pfarrer werden als das angesprochen und ins Grab gelegt, auch wenn sie nicht mehr kanonisch amtieren.
Kein Mensch sagt, ein emeritierter Bischof würde geistlicherweise mit dem amtierenden zusammen das "Bischofsamt" ausüben. Das "Bischofsamt" ist ja das Prieteramt, welches ad intra und ad extra orientiert ist.
[/quote]
:daumen-rauf:
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 25. Mai 2016, 10:21

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:EB Gänswein ist sicherlich Kirchenrechtler genug um zu wissen, daß es nur einen Papst gibt, der im Amt ist. Ein emeritierter Papst ist eben nicht mehr im Amt und kann demzufolge keine Rechtsakte als Papst erlassen. Punkt.

Das Charisma eines emeritierten Papstes ist jedoch nicht rein kirchenrechtlich zu fassen, weil es sui generis die kirchenrechtlichen Kategorien übersteigt. IMHO wollte EB Gänswein lediglich auf diesen - nicht ganz unbeachtlichen Umstand - hinweisen.
Just my two cents! :heiligschein:
[quote="Leser "Plaisch" auf gloria.tv am 25. Mai 2016"]

Die Idee mit dem kontemplativen Papsttum ist natürlich ein Unsinn. Ich habe kein Problem mit der Demission und mit der Benützung der weissen Soutane. Normalerweise darf man die Insignien der letzten Beförderung behalten, also Domherren oder Bischöfe oder Pfarrer werden als das angesprochen und ins Grab gelegt, auch wenn sie nicht mehr kanonisch amtieren.
Kein Mensch sagt, ein emeritierter Bischof würde geistlicherweise mit dem amtierenden zusammen das "Bischofsamt" ausüben. Das "Bischofsamt" ist ja das Prieteramt, welches ad intra und ad extra orientiert ist.
:daumen-rauf:[/quote]
Und nu? :hmm:
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Granuaile » Mittwoch 25. Mai 2016, 11:48

Ich möchte mich hier an dieser Stelle nicht zur Person von Benedikt XVI., seine Motive zum Rücktritt und wie weit diese mit seiner damals mindestens bereits ansatzweise zu erkennenden Gebrechlichkeit zusammenhängen, äussern. Darüber wurde schon viel geschrieben.
Die Spekulation, dass eine "St. Galler Gruppe" von Kardinälen und Bischöfen einen Sturz des Papstes Benedikt XVI. und die Ersetzung desselben durch Kardinal Jorge Mario Bergoglio in die Wege geleitet habe, scheint mir reichlich gewagt. Sie erinnert mich an die Gerüchte um die Papstwahl von 1958, als es osteuropäische oder französische Kardinäle, von denen einige zu allem Überfluss auch noch den Freimaurern nahe gestanden sein sollen, gewesen sein sollen, welche die Wahl bzw. den Amtsantritt von Kardinal Siri ("Gregor XVII.") hintertrieben und Kardinal Roncalli zum Papst Johannes XXIII. gemacht haben sollen. Offenbar ist die Unzufriedenheit mit einem Inhaber des Stuhls Petri sehr geeignet, die Fantasien stark zu beflügeln und Schlumpfungen zu kreieren. Es sollte aber nie vergessen werden, dass das Kardinalskollegium aus einer grösseren Anzahl von Männern besteht, welche in der Regel intelligent sind und sich nicht einfach von einer Splitterfraktion um den Finger wickeln und instrumentalisieren lassen. Und es braucht immerhin eine 2/3-Mehrheit für eine Papstwahl. Wenn also Gedanken der "St. Galler Gruppe", was auch immer deren Besonderheiten gewesen sein sollen, zur Wahl von Franziskus geführt haben sollen, so dürften diese Gedanken im Kreis der Kardinäle weit über die "St. Galler Gruppe" hinaus bereits vor dem Konklave gut vertreten gewesen sein.

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Niels » Mittwoch 25. Mai 2016, 12:09

Ein erfrischend ander Blick.
(Nicht nur) dafür mag ich Dich. :)
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Granuaile » Mittwoch 25. Mai 2016, 15:50

Granuaile hat geschrieben: ... und Schlumpfungen zu kreieren. ...
Ich weiss echt nicht, wie das sinnlose Wort "Schlumpfungen" in meinen Beitrag gelangte. Ich meinte natürlich "Schlumpfungen".

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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von taddeo » Mittwoch 25. Mai 2016, 15:53

Granuaile hat geschrieben:
Granuaile hat geschrieben: ... und Schlumpfungen zu kreieren. ...
Ich weiss echt nicht, wie das sinnlose Wort "Schlumpfungen" in meinen Beitrag gelangte. Ich meinte natürlich "Schlumpfungen".
Das ist eine vom Administrator voreingestellte Autokorrektur der Forumssoftware. Wurde schon vielfach bemängelt, aber Primus Administrator a nemine iudicatur ...
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 25. Mai 2016, 15:55

Raphael hat geschrieben:
Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:EB Gänswein ist sicherlich Kirchenrechtler genug um zu wissen, daß es nur einen Papst gibt, der im Amt ist. Ein emeritierter Papst ist eben nicht mehr im Amt und kann demzufolge keine Rechtsakte als Papst erlassen. Punkt.

Das Charisma eines emeritierten Papstes ist jedoch nicht rein kirchenrechtlich zu fassen, weil es sui generis die kirchenrechtlichen Kategorien übersteigt. IMHO wollte EB Gänswein lediglich auf diesen - nicht ganz unbeachtlichen Umstand - hinweisen.
Just my two cents! :heiligschein:
[quote="Leser "Plaisch" auf gloria.tv am 25. Mai 2016"]

Die Idee mit dem kontemplativen Papsttum ist natürlich ein Unsinn. Ich habe kein Problem mit der Demission und mit der Benützung der weissen Soutane. Normalerweise darf man die Insignien der letzten Beförderung behalten, also Domherren oder Bischöfe oder Pfarrer werden als das angesprochen und ins Grab gelegt, auch wenn sie nicht mehr kanonisch amtieren.
Kein Mensch sagt, ein emeritierter Bischof würde geistlicherweise mit dem amtierenden zusammen das "Bischofsamt" ausüben. Das "Bischofsamt" ist ja das Prieteramt, welches ad intra und ad extra orientiert ist.
:daumen-rauf:
Und nu? :hmm:[/quote]
Man wird jetzt genau aufpassen müssen ob Mgr Gänswein verrückt vor sich hinplaudert oder oder das ein Versuchsballon war sollte zweiteres der Fall sein muß man sich wirklich die Frage nach dem Papa Haeretikus waren sobald dieser Irrsinn in offizielle Dokumente Einzug hält wenn ja wird die frage des Papa haeretikus aktuell so lange ein unbedeutender Kurienerzbischof vor sich hinplaudert kann man das ignorieren
Zuletzt geändert von CIC_Fan am Mittwoch 25. Mai 2016, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.

Fragesteller
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von Fragesteller » Mittwoch 25. Mai 2016, 16:10

Die Existent zweier Päpste im kirchenrechtlichen Sinne hat Gänswein klar ausgeschlossen, insofern hat Raphael recht. Was mich nervt, ist die apodiktische Redeweise des Erzbischofs über eine Angelegenheit, über die die Geschichte ihr Urteil noch zu fällen hat. Hätte er offen formuliert in der Art "in gewisser Hinsicht wohnt der Situation auch ein eigenes Charisma inne, denn ..." wäre das klug und bedenkenswert, aber so unrelativiert und mit heilsgeschichtlichem Vokabular (potuit, decuit) den Rücktritt zum glänzenden Schlussstein eine Ausnahmepontifikats zu erklären, riecht dich unangenehm nach Personenkult.

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Pilger
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Seit 5 Jahren im Ruhestand Papst Benedikt XVI.

Beitrag von Pilger » Sonntag 11. Februar 2018, 13:03

Heute am 11. Februar 2018 sind seit der „freiwillige Rücktrittserklärung“ von Papst Benedikt XVI. vom aktiven Dienst des Papstes, fünf lange Jahre vergangen. Wie im Februar 2013 heißt es nun auch im Februar 2018 er begebe sich „auf die Wallfahrt nach Hause" Im Februar 2013 glaubte ich wie viele andere vermutlich auch, dass Papst Benedikt XVI. eine schwere Krankheit die Kräfte rauben und er innerhalb des Jahres 2013 seine Wallfahrt nach Hause zum Vater vollenden wird. Doch die Jahre kamen und gingen und Josef Ratzinger blieb er trat mit altersbedingten Einschränkungen immer wieder als "Papa Emeritus" Benedikt XVI. In die Öffentlichkeit oder traf sich mit Jorge Mario Bergoglio dem Bischof von ROM. Er verfasste noch im Sommer 2017 ein Grußwort zur der Beerdigung von Joachim Kardinal Meisner und Vorworte zu diversen Büchern und Festschriften. Nun nach 5 Jahren „Ruhestand“ und kurz vor der Vollendung des 91. Lebensjahr (16.April) rückt „der Weg der Wallfahrt nach Hause" wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Wobei das bei jedem Menschen der sich kurz vor der Vollendung des 91. Lebensjahr befindet zutreffend ist.Aber wie heißt eine alte Weisheit der Menschen? „Wenn du Gott zum Weinen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen“


Wann die „Wallfahrt nach Hause" beendet wird, entscheidet weder Josef Ratzinger noch die Mächtigen der Medien (Ausnahme Mord) sondern alleine der Pantokrator der allmächtige der dreifaltige Gott. Der nach der Heimholung des verehrten Heiligen Vater den Heiligen Papst Johannes Paul II. am Nachmittag des 19. April 2005 Josef Kardinal Ratzinger zum Vicarius Iesu Christi durch den Hl Geist zu Papst Benedikt XVI. berufen hat.


Von den verehrten Heiligen Papst Johannes Paul II. Ist auch der Ausspruch überliefert „Einmal Vater immer Vater“ Ein (heiliger) Vater kann von seiner Vaterschaft nicht zurücktreten er bleibt Vater bis er seine Wallfahrt nach Hause zum ewigen Vater vollenden hat. So stand er schwer leidend und von schwerster Krankheit gezeichnet am Ostersonntag Anno Domini Nostri lesu Christi

2005 am Fenster der Papstwohnung und segnete wortlos nahezu verstummt die Stadt ROM und den Erdkreis (Urbi et orbi). Rücktrittsforderungen oder Rücktrittempfehlungen lehnte der verehrte Heilige Vater der Heilige Papst Johannes Paul II. bis zuletzt ab. In seiner festen Überzeugung, dass er trotz Alter, Krankheit und Schwäche nicht von dem Kreuz herabsteigen dürfe, dass ihm nach Willen des Heiligen Geistes auferlegt sei. So fand seine Wallfahrt nach Hause zum Vater in der Nacht zum „Barmherzigkeitsonntag - Weißen Sonntag“ ihr Ziel im Haus des ewigen Vaters.


Der „freiwillige“ Rücktritt zumindest ein Rücktritt ohne sichtbaren Zwang, von Josef Ratzinger von Seiner Berufung durch den Heiligen Geist zu Papst Benedikt XVI. Ist ein einmaliges und singuläres Ereignis in der langen Geschichte der Päpste. Der Vergleich mit dem Rücktritt von Coelestin V. ist nicht möglich. Pietro di Morrone ( Coelestin V) wurde aus einer Trotzreaktion der Kardinäle im Juli 1294 zum Bischof von Rom gewählt, obwohl allen beteiligten bewusst sein musste das Pietro di Morrone weder körperlich noch intellektuell zur Ausführung des Amtes des Papstes geeignet war.


Der „freiwillige“ Rücktritt von Josef Ratzinger von Seiner Berufung durch den Heiligen Geist zu Papst Benedikt XVI. Gründet vor allem darin, das er in der konzertierten Medienkampagne gegen die katholische Kirche (Krise in der Kirche) nicht die „Mächte des Bösen“ erkennen konnte/wollte. Es war der „Rauch Satans“ der durch einen Spalt des VK II. In die Kirche eingedrungen war. Anstatt diesen Spalt mit Entschlossenheit zu verschließen, stieg er vom Kreuz in den „Ruhestand“ herab. Erst sein „freiwilliger“ Rücktritt öffnete die Pforten der Kirche für das neue Denken für die neue Lehre für die neue Interpretation des Lehramtes der Kirche das wir vor vielen anderen in den Worten des Bischofs von Rom in der „Theologie der Barmherzigkeit“ von Herr Kardinal Kasper und des Kardinal aus München hören.


Nun warten die Mächtigen der Medien, die Lehrer der neuen Lehre die den Ohren der Menschen schmeichelt und der emeritierte Papst Benedikt XVI. auf die Ankunft im väterlichen Pilgerhaus. Ich fürchte dieser Pilgerweg die „Wallfahrt nach Hause" ist erst zu Ende. Wenn der emeritierten Papst Benedikt XVI. die ganze Wahrheit bezüglich seines „freiwilligen“ Rücktritt von Seiner Berufung durch den Heiligen Geist zu Papst Benedikt XVI. erkannt und zumindest seinen engsten Umfeld mitgeteilt hat.
Komm bald Herr Jesu
Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach,
der ist mein nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird's verlieren;
und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden."

CIC_Fan
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Re: Wurde Papst Benedikt gestürzt?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 11. Februar 2018, 15:09

Entschuldigung aber das ist völliger Blödsinn es spricht nichts aber absolut nichts da für daß der Rücktritt nicht freiwillig war die Äußerung die er brieflich jetzt gemacht hat heißt nichts anderes es geht ihm eben wie einem Menschen im 91 Lebensjahr

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