Donald Trump - 45. Präsident der USA

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Moderator: Hubertus

Caviteño
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 1. Februar 2017, 01:26

Gallus hat geschrieben:
Sonntag 29. Januar 2017, 17:50
Heute gab es in der Messe eine Fürbitte gegen Donald Trump. Kann man sich nicht ausdenken, diesen Schwachsinn in der Kirche der Politischen Korrektheit. :bedrippelt:
Scheint wohl kein Einzelfall zu sein:
Am Sonntag stand der Gottesdienst ganz im Zeichen der wohlfeilen Empörung über die erste Woche der Präsidentschaft Donald J. Trumps. Nach politischen Fürbitten für den Zusammenhalt „aller demokratischen Parteien“ und für das Ende der Militäraktion gegen die Kopfabschneider in Aleppo[...].
(...)
Während seine Gegenkandidatin einst deutlich gemacht hatte, dass hinsichtlich der Positionen zur Abtreibung und zur Geburtenkontrolle „die Kirchen ihre Positionen werden verändern müssen“, hat der nicht zuletzt durch eine Mehrheit der US-amerikanischen Katholiken gewählte Trump schon nach wenigen Tagen im Amt die „[...] US-Finanzierung für diese Barbarei im Ausland [ge]stoppt. Außerdem wird es auch in den USA selbst künftig keine Steuermittel mehr dafür geben.
http://ef-magazin.de/2017/01/31/10467-t ... nen-erfolg

@Gamaliel:
Die Umfragewerte zu diesem Thema bzw. dieser Entscheidung dürften in Europa wohl nicht viel anders aussehen. Deswegen müssen die Leitmedien und die Politik jetzt aus allen Rohren schießen, damit die Forderung hier nicht auch erhoben wird.
Zuletzt geändert von Hubertus am Montag 6. Februar 2017, 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Sempre
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Sempre » Mittwoch 1. Februar 2017, 20:07

Bild

Gebet für den Obersten Gerichtshof nach der Ernennung von Richter Neil Gorsuch.
facebook.com/DonaldTrump
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 3. Februar 2017, 04:25

http://kath.net/news/58349
Man kann über den neuen US-Präsidenten Trump geteilter Meinung sein. Doch dass sein Signal gegen Abtreibung von deutschen Bischöfen mit Schweigen überdeckt wurde, stimmt bedenklich. kath.net-Kommentar von Peter Winnemöller
Der Hype um den neuen US- Präsidenten verschont auch deutsche Bischöfe nicht. In unserer Medienwelt ist zwar schon alles zum neuen Mann in Washington gesagt, aber noch nicht von jedem. So muss auch unser deutsches Episkopat ran.

Es ist zwar schon alles gesagt, aber eben noch nicht von Herrn Winnemöller, und so muss uns dieser Trump-Apologet auch noch beglücken.
Wer also gegen Herrn Trump ist, ist für die Abtreibung, Wer keine nationalistischen Parolen schreit, ist ein Vaterlandsverräter. Wer die Grenze zum Nachbarn nicht zumauert, gefährdet das eigene Volk. Wer eine Verteidigungsministerin wie Frau von der Leyen duldet, zersetzt die Wehrkraft.

So einfach ist die Welt des Herrn Winnemöller und seiner Kollegen, darunter ein abgehalfterter Limburger Bistumssprecher, die sie uns seit einiger Zeit auch in ihrer Zeitung "The GermanZ" erklären. Nun ja, wenn man einem Bistum auch vor Gericht nicht klarmachen kann, daß man zur Belehrung der Gläubigen ein völlig unverzichtbarer Mitarbeiter ist, muss man sein Sendungsbewusstsein anderweitig zur Geltung kommen lassen. Irgendwo werden ja schon Idioten sitzen, die einem noch glauben.


The GermanZ: Offensichtlich von schlichten Gemütern für eben solche gemacht.

Hatten wir das nicht alles schon mal in Deutschland ?

Pipi Langfstrumpf lässt im übrigen grüssen.
Es genügt, wenn ich das sage! (Bischof Gerhard Ludwig Müller und das Kirchenrecht)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Raphael » Freitag 3. Februar 2017, 06:24

Vir Probatus hat geschrieben:
Freitag 3. Februar 2017, 04:25
Pipi Langfstrumpf lässt im übrigen grüssen.
Stimmt, die machte sich auch ihre Orthographie selber! :emil:
JESUS CHRISTUS ist ein guter Lehrer:
Erst führt ER die Schüler an ihre Grenzen und dann darüber hinaus!

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Hubertus
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Hubertus » Freitag 3. Februar 2017, 16:43

"Trumps Leibarzt enthüllt pikante Details über die Haare des US-Präsidenten"

Daraus:
Demnach nimmt Trump täglich Finasterid zu sich – ein Mittel gegen genetisch bedingten Haarausfall.

[...]Finasterid hemmt wiederum die Umwandlung des Sexualhormons Testosteron in DHT. Der Arzneistoff vermindert allerdings die Libido und führt zu Potenzstörungen. Vereinzelt wird auch von depressiven Verstimmungen als Nebenwirkung berichtet.

Leserin "Karin Möller" kommentiert passend:
Bruahahaha,

nicht echt jetzt, oder? Jetzt werden sogar schon Trumps Haare benutzt, um ihn in ein schlechtes Licht zu rücken. Und ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis ein "Experte" daherkommt, der uns erklärt wie gefährlich Trump aufgrund seiner Eitelkeit und der dadurch verursachten Potenzprobleme und Deppressionen ist.
:D :daumen-rauf:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Vir Probatus » Freitag 3. Februar 2017, 16:53

Wenn einer, der nur selten kann und möchte aber täglich: Dann gehe er zu Neckermann, denn Neckermann macht's möglich!
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Sempre » Freitag 3. Februar 2017, 16:55

Ärzte in den U.S.A. werden wohl auch Schweigepflicht haben.

Vermutlich wollte Trump, dass die ganze Welt weiß, dass seine Haare echt sind und er kerngesund ist, wie Dr. Bornstein auch berichtet hat.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Hubertus » Freitag 3. Februar 2017, 17:14

Sempre hat geschrieben:
Freitag 3. Februar 2017, 16:55
Ärzte in den U.S.A. werden wohl auch Schweigepflicht haben.

Vermutlich wollte Trump, dass die ganze Welt weiß, dass seine Haare echt sind und er kerngesund ist, wie Dr. Bornstein auch berichtet hat.
Davon gehe ich auch aus. Daß der Arzt, der Trump bereits seit Jahrzehnten behandelt, etwas ohne dessen Einwilligung ausplaudert, halte ich für ausgeschlossen.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 4. Februar 2017, 11:32

Europäische Medien über den amerikanischen Präsidenten - Trump und das Ende der Neosozialisten - Tief durchatmen!
Die alten sozialistischen Eliten in Europa haben noch nicht einmal ansatzweise begriffen, was die Trump-Präsidentschaft für sie und ihre Zukunft tatsächlich bedeutet. Der Westen steht vor einem Systemwechsel.
[...]
Trump hat eine Zeitenwende eingeleitet. Die alten erschlafften Eliten spüren das. Sie sind längst in der Defensive. Sie geifern und hetzen, versuchen mit immer neuen Zensurmaßnahmen, schrillerer Propaganda, Repressalien, mit inszenierten Neustarts und eilig präsentierten Plänen ihren Ab- und Untergang hinauszuzögern. Es wird ihnen nichts mehr nutzen. Der Trumpismus hat Europa längst erfasst.
Was ist, wenn wirklich die Befürchtungen der "Eliten" eintreten und Trump erfolgreich ist? Wenn die Industrie ihre Fabriken zurück in die USA verlagert und Arbeitslose dort einen neuen Job finden? Dann werden uns die Medien erklären, daß man das nicht vergleichen kann. Schließlich werden auch die wirtschaftlichen Erfolge in Norwegen mit dem Öl und die der Schweiz mit den Banken begründet - obwohl der Ölpreis fällt und der Bankensektor in der Schweiz nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Auch bei einem Erfolg GB nach dem Brexit wird man irgendwelche Entschuldigungen finden und falls alles nichts nützt, bleiben noch die "europäischen Wertvorstellungen" (Asyl, Hilfe, Solidarität usw.), die man doch nicht aufgeben darf.....

Aber zum Glück gibt es inzwischen auch Stimmen, die nicht in den konzertierten Chor der Medien einstimmen und einräumen, daß einige Forderungen von Trump durchaus ihre Berechtigung haben:

Trumps Chefökonom hat recht

Ja, die deutsche Wirtschaft hat es sich im Euro bequem gemacht und genießt dessen Wertverluste, um exportieren zu können. Diese Darstellung bringt es auf den Punkt:
Im Jahr der Grenzöffnung 1989 hatte Deutschland einen ausgeglichenen Außenhandel. [...]
Der Wechselkurs ist quasi derselbe wie 1989, der Außenhandelsüberschuss ist von Null auf 280 Milliarden € angestiegen. Deswegen können die Vorwürfe aus Washington eben nicht als „abwegig“ abgetan werden. Merkel verteidigt sich mit dem Argument, sie könne dagegen nichts machen, die Europäische Zentralbank agiere unabhängig, ohne deutschen Einfluss.
(Quelle: s.o. - Hervorhebung von mir)

Sollte sich der Druck von Trump bzw. der USA, den Euro aufgrund der hohen deutschen Außenhandelsüberschüsse aufzuwerten, auf D. (und damit die Eurozone) erhöhen, gibt es nur zwei Möglichkeiten:
1. Der Euro wertet auf mit entsprechenden negativen Auswirkungen für die Südländer, die dann noch weniger exportieren können. (Folge: Hilfs- oder Ausgleichszahlungen der Exportprofiteure, also vor allem D., würden dann im politischen Raum erhoben werden)
oder
2. D. (und ggfs. NL, A. FIN) treten aus dem Euro aus, um mit einer eigenen Währung dann aufzuwerten. Damit bliebe der niedrige Euro (oder auch dann nationale) Wechselkurs für die Südländer erhalten und die Nordländer hätten wieder eine Währung, die der eigenen Wirtschaftskraft entsprechen würde. (Folge: Die Forderungen D. an die Südländer würden -erheblich- an Wert verlieren)

Wenn Trump seine Politik durchzieht kann dies Auswirkungen haben, die weit über die bisher diskutierten Maßnahmen ("Muslim ban", "America First") hinausgehen. Er selbst hat schon erste Maßnahmen für seine Wiederwahl in die Wege geleitet und sich den Slogan "Keep America great!" rechtlich schützen lassen. Mangelnde Zuversicht kann man ihm nicht vorwerfen. :D ;D
Welch ein Unterschied zu den "politischen Eliten" Europas....
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Sonnabend 4. Februar 2017, 19:44

Das Titelbild der aktuellen „Spiegel“-Ausgabe spaltet die Meinungen. Der US-Präsident wird darauf mit blutigem Messer in der einen und dem abgetrennten Kopf der Freiheitsstatue in der anderen Hand dargestellt:

Aktuelles „Spiegel“-Cover entwertet den Journalismus
Wer einen Ritus ändert, verletzt einen Gott.
(Nicolás Gómez Dávila)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von martin v. tours » Sonnabend 4. Februar 2017, 20:37

Vielleicht gibt es in einer fernen Zukunft einmal ein Museum zum Thema Gehirnwäsche und Orwellsches Neusprech. In der Vitrine mit Ausstellungstücken zum Thema Agitation und Propaganda wird dieses Cover gleich neben einem Exemplar des "Stürmers" und der "Prawda" liegen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Sempre
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Sempre » Sonnabend 4. Februar 2017, 21:48

"Die Tagesschau" berichtet über besorgte Trump-Gegner:
tagesschau.de hat geschrieben:Trumps Politik bietet viel Neues, viel Umstrittenes und für viele auch jede Menge Grund zur Sorge. Auch deutsche Politiker diskutieren über den Kurs des US-Präsidenten. Die Alarmsignale reichen dabei von einem gelassenen Gelb bis zu einem warnenden Tiefrot.
Die Bürger sollten die besorgten Eliten jetzt nicht allein lassen, sonst besteht Gefahr, dass die Volksverdrossenheit überhand nimmt.
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von umusungu » Sonnabend 4. Februar 2017, 22:37

Sempre hat geschrieben:
Sonnabend 4. Februar 2017, 21:48
Die Bürger sollten die besorgten Eliten jetzt nicht allein lassen, sonst besteht Gefahr, dass die Volksverdrossenheit überhand nimmt.
Dumpfbacken haben zur Zeit Konjunktur!

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Sempre » Sonnabend 4. Februar 2017, 23:00

umusungu hat geschrieben:
Sonnabend 4. Februar 2017, 22:37
Sempre hat geschrieben:
Sonnabend 4. Februar 2017, 21:48
Die Bürger sollten die besorgten Eliten jetzt nicht allein lassen, sonst besteht Gefahr, dass die Volksverdrossenheit überhand nimmt.
Dumpfbacken haben zur Zeit Konjunktur!
"Dumpfbacken"? Heisst dass nicht inzwischen "dunkeldeutsches Pack"? Wie auch immer. Auch was Kirchenvolksverdrossenheit angeht: Die "Hirten" sollten an der Hand genommen und vorsichtig genudged werden.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Sonntag 5. Februar 2017, 13:41

"Diese Geheimnamen nutzt der Secret Service für die Trumps": https://www.welt.de/politik/ausland/art ... rumps.html

"Ich bin ein Geheimagent, den zum Glück kein Schwein erkennt. Würde mich ein Schwein erkennen, wär' ich nicht geheim zu nennen." (poeta laureatus Otto Waalkes)
:narr:
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 5. Februar 2017, 14:58

Er wird lernen daß man heut nicht mehr so ohne weiters per Dekret regiert die Bundesrichter erweisen sich als gute Pädagogen
http://orf.at/stories/2378139/2378142/

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von taddeo » Sonntag 5. Februar 2017, 15:07

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 14:58
Er wird lernen daß man heut nicht mehr so ohne weiters per Dekret regiert die Bundesrichter erweisen sich als gute Pädagogen
http://orf.at/stories/2378139/2378142/
Anderswo geht das problemlos, dann nennt man solche Dekrete "Motuproprio" ... :/
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 5. Februar 2017, 15:13

naja die USA haben eine andere Verfassung

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Sonntag 5. Februar 2017, 16:04

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 14:58
Er wird lernen daß man heut nicht mehr so ohne weiters per Dekret regiert die Bundesrichter erweisen sich als gute Pädagogen
http://orf.at/stories/2378139/2378142/
Zum großen Teil von den Demokraten in beiden Kammern unter Obama eingesetzt. :zirkusdirektor:
Oder irre ich da?
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Gallus » Sonntag 5. Februar 2017, 16:13

Niels hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 16:04
CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 14:58
Er wird lernen daß man heut nicht mehr so ohne weiters per Dekret regiert die Bundesrichter erweisen sich als gute Pädagogen
http://orf.at/stories/2378139/2378142/
Zum großen Teil von den Demokraten in beiden Kammern unter Obama eingesetzt. :zirkusdirektor:
Oder irre ich da?
In dem Fall würden vermutlich republikanisch ernannte Richter auch nicht anders entscheiden. Das Recht ist eindeutig, da kommt man auch als Präsident nicht drumherum. Die Frage ist für mich, ob es Trump dabei bewenden läßt, oder ob er irgendwann (wenn nicht bei diesem Thema, dann bei einem anderen) eine Verfassungskrise riskiert und Gerichtsentscheidungen ignoriert. Das wäre dann wirklich eine Katastrophe.

Bisher kann man sich allerdings auch die ganze Häme gegen Trump auf dieser Seite des Atlantiks sparen. Daß Regierungen von Gerichten zurückgepfiffen werden, ist normales Geschäft. Man muß sich nur mal anschauen, wie oft deutsche Regierungen aller Couleur schon beim BVerfG unterlegen sind. :achselzuck:

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 5. Februar 2017, 16:14

da spielt das Parlament nicht bitt und es gibt ein Amtsenthebungsverfahren

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 5. Februar 2017, 16:18

Niels hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 16:04
CIC_Fan hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 14:58
Er wird lernen daß man heut nicht mehr so ohne weiters per Dekret regiert die Bundesrichter erweisen sich als gute Pädagogen
http://orf.at/stories/2378139/2378142/
Zum großen Teil von den Demokraten in beiden Kammern unter Obama eingesetzt. :zirkusdirektor:
Oder irre ich da?
das ist so natürlich nicht richtig die Richter in den USA halten sich strikt an die Verfassung das hat auch der supreme court in der Zeit bewiesen als es eine klare Konservative Mehrheit gab vor dem Tod von Richter Scalina ich bin gespannt was man bis Montag noch für Argumente bringt so oder so der Fall geht durch alle Instanzen ich vermute daß das in dieser Präsidentschaft häufig der Fall sein wird

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Sonntag 5. Februar 2017, 17:25

Danke für die Antworten. Ihr kennt die USA und ihre Verfassung wohl besser als ich (habe mich nie sonderlich damit beschäftigt.)
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Montag 6. Februar 2017, 01:58

Gallus hat geschrieben:
Sonntag 5. Februar 2017, 16:13

In dem Fall würden vermutlich republikanisch ernannte Richter auch nicht anders entscheiden. Das Recht ist eindeutig, da kommt man auch als Präsident nicht drumherum. Die Frage ist für mich, ob es Trump dabei bewenden läßt, oder ob er irgendwann (wenn nicht bei diesem Thema, dann bei einem anderen) eine Verfassungskrise riskiert und Gerichtsentscheidungen ignoriert. Das wäre dann wirklich eine Katastrophe.
Es wird bei der ganzen Berichterstattung übersehen, daß es sich bisher immer nur um Fälle handelte, in denen bereits ein Visa erteilt war. Die sog. "Muslim-Ban" - also die Anweisung, die nächsten 90 Tage keine Visa an Staatsangehörigen bestimmter Länder auszugeben - wurde nie von einem Gericht beurteilt und dürfte wohl auch kaum anfechtbar sein.

So klar, wie in den deutschen Medien dargestellt, scheint die Rechtslage wohl nicht zu sein. Die NZZ schreibt:
Viele Rechtsexperten erläuterten jedoch im amerikanischen Fernsehen, das Justizministerium habe durchaus Chancen, zumindest eine Aussetzung der Blockade durch den Bundesrichter zu erwirken. Sie verwiesen darauf, dass Ausländer an sich kein garantiertes Recht auf Einreise in die USA und auch kein automatisches Recht auf ordentliche Prozeduren unter Statuten der USA hätten. Ein Schwachpunkt der Gegenseite könne auch sein, dass der Richter in Seattle für seine Entscheidung landesweite Geltung beansprucht habe.
https://www.nzz.ch/international/aufheb ... -ld.143721

Ein Bundesrichter in Massachusetts hat im übrigen entgegengesetzt entschieden:
Ebenfalls hatten die Kläger dem Richter darzulegen, dass die Behauptung, das Dekret sei verfassungswidrig, gut begründet sei und damit gute Aussicht darauf habe, einer genauen Prüfung standzuhalten. Das erscheint insofern fraglich, als ein Bundesrichter in Massachusetts ebenfalls am Freitag zu einer gegenteiligen Einschätzung kam und einen Antrag abwies, eine früher verfügte Suspendierung des Dekrets in seinem Kompetenzbereich zu verlängern. Er verlieh seinem Urteil jedoch keine landesweite Gültigkeit.
Angesichts solcher Widersprüche wirkt es fast unvermeidlich, dass relativ bald das Oberste Gericht der USA in dieser Sache entscheiden muss.
https://www.nzz.ch/international/einrei ... -ld.143689

Es bleibt das Recht eines jeden Landes, darüber zu entscheiden, wer unter welchen Voraussetzungen in sein Hoheitsgebiet einreisen kann. Daß dieser simple Grundsatz durch die Entscheidung der Kanzlerin, die Grenzen für sog. "Flüchtlinge" zu öffnen und diese ohne Kontrolle einreisen zu lassen, in D. nicht zu gelten scheint, ändert nichts daran, das andere Länder von ihrem Recht noch Gebrauch machen und es anwenden. Daß die Mehrheit der Bevölkerung in den USA die Entscheidung gutheißt, wird in den deutschen Medien natürlich nicht/kaum thematisiert.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Montag 6. Februar 2017, 02:29

Es bleibt das Recht eines jeden Landes, darüber zu entscheiden, wer unter welchen Voraussetzungen in sein Hoheitsgebiet einreisen kann
Außer hierzulande. Dafür haben wir Frau Dr. Merkel (und vielleicht bald Herrn Schulz, aber das glaube ich eher nicht). :panisch:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Montag 6. Februar 2017, 02:58

Trump und seine Gegner - Politische Amnesie und hysterische Paranoia

Daraus:
Die Dämonisierung von Donald Trump bedient sich auch offensichtlicher Realitätsausblendungen – was aber letztlich nur ihm nutzen dürfte.
(...)
Wenn man effektiv gegen Donald Trump und dessen Angriff auf die Meinungsfreiheit vorgehen möchte, reicht es nicht aus, die New York Times zu verteidigen. Echte Meinungsfreiheit hat auch für Breitbart und alle anderen Mainstream-Abtrünnigen zu gelten, ansonsten ist sie keine. Wer Trumps Mauerbau kritisieren will, muss den Mauerbau ab 1993 kritisieren. Wer Trumps antimuslimische Ausbrüche ablehnt, sollte Obamas Politik und die seiner Vorgänger ebenfalls kritisch sehen. Wer an diesen Punkten nicht konsequent ist, hält Trump im Amt.
Insbesondere der letzte Absatz sollte den Politikern und Medien hierzulande zu denken geben... Sorry, ich vergaß, es geht ja nicht um Meinungsfreiheit, bei uns werden "fake news" und "hate speech" bekämpft - und das ist gut so... :breitgrins:
Zuletzt geändert von Hubertus am Montag 6. Februar 2017, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Donnerstag 9. Februar 2017, 09:43

Trump macht beides: seine Wahlversprechen wahr, aber nur ein bisschen. Was macht ihn unkalkulierbar? Das Presseecho, vor allem. Durch Einlösung seiner Wahlversprechen müht er sich um Kalkulierbarkeit, durch Mäßigung um Schadensbegrenzung. Doch seine Kritiker in den Medien lassen das nicht gelten: Tut nichts, Trump ist ein Lump.

Jedes Räuspern wird zum Donnerhall - die Schelte seines jüngsten Kandidaten für das Oberste Richteramt, zum Beispiel: Meine Mutter hat gesagt, eine Freunding hat gesagt, die hat gehört... Aus Bedenken in einem vertraulichen Gespräch wird eine "schallende Ohrfeige".

Weit entfernt ist der Medienbetrieb von Selbstkritik, von Kritik an der Rechtsbeugung durch Bundesverwaltungsrichter etwa, die Bundesbürgern ihr Recht auf Vertragsfreiheit vorenthalten. Da sollten die Gazetten titeln: DEMORALISIEREND UND ENTMUTIGEND.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Lupus » Donnerstag 9. Februar 2017, 11:15

Ein Beitrag zur Diskussion: http://www.tichyseinblick.de

+L.
Zuletzt geändert von holzi am Donnerstag 9. Februar 2017, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link repariert
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Donnerstag 9. Februar 2017, 11:48

Der Name Trump ist jedenfalls eine Art Gewürz, die beinahe jeder Nachricht Pfeffer geben kann.

Die Süddeutsche etwa verbindet den Namen Trump mit einem Exportrekord zu einem scharfen Cocktail.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/e ... -1.3370853

Sind die USA und Deutschland überhaupt vergleichbar?

Oder vergleicht man da Größenordnungen wie Europa mit dem US-Bundesstaat Delaware?

Sind also Binnenhandel und Außenhandel vergleichbar?

Und wie setzt sich der Exportüberschuss überhaupt zusammen?

Geht da etwa auch der verschenkte Strom an Luxemburg & Co. mit ein?

http://www.energieverbraucherportal.de/ ... barlaender

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Donnerstag 9. Februar 2017, 13:28

overkott hat geschrieben:
Donnerstag 9. Februar 2017, 11:48

Und wie setzt sich der Exportüberschuss überhaupt zusammen?
Ja, das gleiche gilt auch für die Exporte der USA. Die USA sind ja das High-Tech-Land und exportieren eben weniger Maschinen, Autos uä, sondern software und alles, was mit dem Internet zusammenhängt. Wer von uns könnte sich ein Internet ohne Microsoft, Apple, Google vorstellen? Wer schlägt amazon als globalen Händler und wie könnte man im Netz bezahlen, wenn nicht mit paypal oder den beiden US-Kreditkartenriesen?
Kein Wunder, kommen doch die zehn wertvollsten Unternehmen der Welt alle aus den USA und von den Top 100 sind es noch immer 59 - also mehr als die Hälfte.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u ... 96047.html

All diese Firmen sind auch dafür bekannt, das sie Mrden an Auslandserlösen in Steueroasen angelegt haben, weil aufgrund des US-Steuersystems im Ausland erzielte Erlöse erst dann (mit immerhin 35%) versteuert werden, wenn sie repatriiert werden. Insgesamt sollen sich die im Ausland liegenden Gelder der US-Konzerne auf mehr als zwei Billionen USD belaufen.

Gehen diese Gelder überhaupt in die Zahlungsbilanz ein? In der Handelsbilanz werden sie vermutlich nicht auftauchen, das es sich ja nicht um Waren handelt, sondern um Dienstleistungen uä (z.B. Lizenzgebühren). Wie sieht die Zahlungsbilanz der USA aus, wenn man dies berücksichtigt? Fragen über Fragen, die eigentlich ein dankbares Gebiet für einen erklärenden Artikel in den sog. "Qualitätsmedien" wäre. Aber da pflegt man das Feindbild "Trump" und beschäftigt sich lieber damit, ob ein Richter in einem vorläufigem Verfahren eine EO von POTUS bestätigt oder kassiert hat.

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overkott
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Freitag 10. Februar 2017, 09:00

Wer den Streit um das Einreiserecht in den USA beobachtet, mag politisch zu einer anderen Einschätzung kommen als der US-Präsident. Rechtlich gesehen ist das Urteil des Berufungsgerichts im Spiegel der Berichterstattung nicht nachzuvollziehen. Denn die Interessen der Bundesstaaten entziehen sich der rechtlichen Berurteilung, Einreise von Ausländern ist kein Verfassungsrecht und laut Verfassung hat niemand ein Recht auf Familie, will man pursuit of happiness nicht willkürlich überinterpretieren. Damit erscheint die Gewaltenteilung im Rechtsstaat ins Gegenteil verkehrt. Richter überschreiten ihre Kompetenz.

Das Selbe ist auch in Deutschland der Fall. Der Streit um die Rundfunksteuer offenbart sich als Systemkrise. Der Staat überschreitet seine Kompetenz und greift milliardenschwer in das Grundrecht seiner Bürger ein. Bundesverwaltungsrichter begründen diabolisch. Sie heben das überlebte Rundfunksystem in Verfassungsrang, eröffnen die Möglichkeit einer zweckfremden Verwendung der Rundfunksteuer, behaupten die ungewollte Möglichkeit der Nutzung als erbrachte Leistung, sprechen von individueller Zurechenbarkeit aufgrund einer statistischen Wahrscheinlichkeit. Auch nach dem Wechsel des Vorsitzenden Richters zeichnet sich noch keine Besserung ab. Das politische System traut der Vertragsfreiheit seiner Bürger nicht, fürchtet, die Bewusstseinsbürokratie könnte unter der bürgerlichen Freiheit kollabieren. Dabei dürfte es sich beim Hörfunk um Kleckerbeträge handeln. Auch das Korrespondentennetz dürfte nicht das Problem sein. Der Willkürstaat fühlt sich offenbar gezwungen, den Bürgern das Brot zu nehmen, um ihnen im Fernsehen Spiele zu präsentieren.

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overkott
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Freitag 10. Februar 2017, 22:25

Der US-Präsident ist nicht nur ein Freund Israels, sondern überrascht auch mit politischer Weisheit: Er glaube nicht, dass die israelische Siedlungspolitik auf dem Gebiet der Palästinenser gut für den Frieden sei, mahnt er die Freunde. Auch bei der Verlegung der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem drängt es ihn nicht mehr zur Eile. In beidem findet er die Unterstützung der deutschen Außenpolitik. Denn auch die Bundesrepublik legt nicht nur viel Wert auf freundschaftliche Beziehungen zu Israel, sondern verliert im Blick auf den Frieden auch die berechtigten Interessen der Palästinenser nicht aus den Augen. Konflikte, die man bereits entschärft hat, muss man später nicht mehr beseitigen. Das entspricht der angekündigten Linie des Präsidenten, sich in die Weltpolitik nicht mehr einzumischen, als unbedingt nötig.

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