Donald Trump - 45. Präsident der USA

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overkott
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Sonnabend 19. November 2016, 12:04

Barron Trump kann einem leid tun. Der zehn Jahre alte Junge schlief auf der Bühne nach dem Wahlsieg seines Vaters fast ein. Als Statist neben seinem Vater wirkte er sichtlich überfordert. Der kleine Junge mag offenbar nicht öffentlich vorgeführt werden. Das ist normal. Und er kann auch ungezogen sein. Das ist auch normal. Nicht alle Kinder sind dazu geboren, als Tanzbären aufzutreten, mit Geige oder als Opernsängerin. Dass solche Tanzbären gehörig gestört sein können, sieht man an Mozart. Der kleine Barron hat es als Einzelkind ohne gleichaltrige Geschwister, noch dazu als Sohn reicher Eltern, schwer. Ihm fehlt ein Stück Normalität der Mittelschicht. Ob er vor dem Computer ruhig gestellt wird? Das sollte nicht unsere Sorge sein. Ihm ist auf jeden Fall eine Kindheit zu gönnen, die ihn nicht einer kranken Presse aussetzt:

http://www.bunte.de/panorama/politik/ba ... pross.html

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overkott
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Sonnabend 19. November 2016, 12:36

Das Netz spekuliert über Autismus. Wer ein bisschen scrollt, stellt fest: Da gibt es ein breites Spektrum. Und dann gibt es da noch unterschiedliche Grade.

Mal umgekehrt: Im Bereich der Normalität gibt es ein breites Spektrum. Da ist dann auch Platz für schüchterne Typen, die nicht sofort erkennen können, ob der Erwachsene gegenüber ihm die Hand geben will oder nicht; die eine politische Rede nicht verstehen und völlig zufällig an irgendwelchen Stellen applaudieren; die Langeweile haben in öffentlichen Veranstaltungen ( und sei es in der Heiligen Messe ).

Man sollte sich also nicht in den Psychologismus verrennen.

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Raphael
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Raphael » Dienstag 22. November 2016, 07:35

Erste Absichtserklärungen des President-elect:
AFP hat geschrieben:Trump kündigt Ausstieg der USA aus pazifischem Freihandelsabkommen an

Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits am ersten Tag seiner Amtszeit den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP erklären. Dies kündigte Trump in einer am Montag veröffentlichten Videobotschaft an, in der er sechs Sofortmaßnahmen für die Zeit nach seiner Vereidigung am 20. Januar nannte. Dazu zählen auch die Rücknahme von Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien und schärfere Kontrollen von Arbeits-Visa.

«Meine Agenda beruht auf einem einfachen Kernprinzip: Amerikas zuerst», sagte Trump. Das geplante Zwölf-Länder-Abkommen TPP sei eine «potenzielle Katastrophe für unser Land», sagte der Rechtspopulist. «Stattdessen werden wir gerechte, bilaterale Handelsverträge vereinbaren, die Arbeitsplätze und Industrien zurück nach Amerika bringen.»
Noch am ersten Tag werde er eine entsprechende Absichtserklärung zum Rückzug aus dem Abkommen vorlegen, sagte Trump. Damit würde er ein Wahlkampfversprechen umsetzen, mit dem er vor allem bei der wirtschaftlich bedrängten Arbeiterschaft der USA Anklang fand.
Das transpazifische Handelsabkommen TPP zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten sollte nach bisherigem Stand eigentlich noch vor Ende der Amtszeit von Präsident Barack Obama im Januar vom Kongress in Washington ratifiziert werden. Zusammen stehen diese Länder für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Trump kündigte in der Videobotschaft zudem eine Abkehr von Obamas Energiewende und eine Rückbesinnung auf die Förderung fossiler Energieträger an. «Ich werde die arbeitsplatzvernichtenden Restriktionen bei der Produktion von Energie in Amerika abschaffen und dadurch viele Millionen gut bezahlter Jobs schaffen», sagte Trump. Namentlich nannte er die von Obama aus Umwelt- und Klimaschutzgründen erlassenen Beschränkungen bei der Kohleförderung und bei der Gewinnung von Energie aus Ölschiefer.

Das Arbeitsministerium will der künftige Präsident zur strengen Überprüfung von Missbräuchen bei Arbeitsvisa für Ausländer anweisen; derartiger Missbrauch schade «dem amerikanischen Arbeiter».

Die Bürokratie will Trump bekämpfen, indem er für jede neu erlassene Regelung zwei bestehende streichen will. Für hochrangige Amtsträger der Regierung solle künftig eine fünfjährige Karenzzeit vor einem Wechsel in einen Lobbyistenjob gelten. Das Verteidigungsministerium will er anweisen, einen umfassenden Plan zum Schutz der sicherheitsrelevanten IT-Infrastruktur vor ausländischen Hackerangriffen auszuarbeiten.

Bei den angekündigten Schritten handelt es sich um Maßnahmen, die Trump als Präsident per Dekret durchsetzen kann, ohne die Zustimmung des Kongresses einholen zu müssen.

Keine Erwähnung fanden in Trumps Videobotschaft einige jener Versprechen, mit denen er im Wahlkampf die größte Aufmerksamkeit erregt hatte - etwa den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, die Abschiebung von Millionen illegalen Einwanderern, Einreisebeschränkungen für Muslime und die Rücknahme von Obamas Gesundheitsreform.
Sei der Wahl vor zwei Wochen hatte sich Trump weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und interne Gespräche mit Anwärtern für wichtige Regierungsposten geführt. Noch für diese Woche werden weitere wichtige Nominierungen für sein Spitzenteam erwartet.
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 23. November 2016, 08:12

Tja so ist das
http://orf.at/stories/2367868/2367869/
Sollte bei uns Herr Hofer Bundespräsident werden wird es ähnlich wenn auch nicht so extrem sein

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Raphael
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 23. November 2016, 08:25

CIC_Fan hat geschrieben:Tja so ist das
http://orf.at/stories/2367868/2367869/
Sollte bei uns Herr Hofer Bundespräsident werden wird es ähnlich wenn auch nicht so extrem sein
Das ist für die Kritiker von The Donald natürlich ausgesprochen tragisch, wenn Selbiger nach seiner Wahl auch noch Gnade vor Recht ergehen lassen kann! :pfeif:
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 23. November 2016, 09:24

Donald Trump - Der Volkstribun

Daraus:
Europas Sozialisten, Sozialdemokraten und Grüne in allen Parteien werden lernen müssen: Europa ist der Verlierer. Was auf dieser Seite des Atlantiks an Jobs und damit Wohlstand möglich bleibt, ist das, was Trump übrig lässt, ist Wirtschaft für den heimischen Bedarf und Arbeit in den Stäben der Konzerne und den Kopfstellen der mittleren und kleinen Unternehmen. Die Produktionsjobs wandern über den großen Teich. Wie schnell und in welchem Umfang der Verlust durch Europas Wirtschaft in Asien und Afrika – ja und Russland – kompensiert werden kann, steht in den Sternen. Denn natürlich wird Trumps Amerika auch mit den Staaten dort bilaterale Abkommen treffen.
Da könnten wir uns in relativ kurzer Zeit verwundert die Augen reiben - denn wie heißt der wichtigste Kunde für die deutsche Wirtschaft: USA!

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Niels
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Mittwoch 23. November 2016, 11:52

Klagt sich Schlumpfine gegen den Schlumpf ins Präsidentenamt?
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... aehlt.html
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 23. November 2016, 13:21


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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Mittwoch 23. November 2016, 15:37

Wenn die "Experten" das raten, sollte man das wohl machen. :ja:
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 23. November 2016, 15:38

Niels hat geschrieben:Wenn die "Experten" das raten, sollte man das wohl machen. :ja:
Wenn man sich 'ne Abfuhr holen will, dann ja! :maske:
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Mittwoch 23. November 2016, 15:42

Vielleicht kommt es anders als man so denkt..., denn:

"In der Politik geschieht geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war." Franklin Delano Roosevelt (1882-1945)
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Vir Probatus » Mittwoch 23. November 2016, 15:43

Niels hat geschrieben:Wenn die "Experten" das raten, sollte man das wohl machen. :ja:
"Die Experten" sind da drüben die gleichen wie hier in solchen Fällen: Die, die sich die Taschen damit vollmachen, egal wie es ausgeht: Anwälte.

Treffen sich 2 Anwälte. Sagte der Erste "wie geht's?"
Sagt der Zweite "Ich kann nicht klagen".
Wir sind Gourmets des Geistes, wir Intellektuellen: Wir lieben es, zum Frühstück ein Kolumbus-Ei zu pellen!

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 23. November 2016, 17:31

eine nochmalige Zählung wäre vernünftig wenn es berechtigte Zweifel gibt

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 23. November 2016, 17:32

Raphael hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Wenn die "Experten" das raten, sollte man das wohl machen. :ja:
Wenn man sich 'ne Abfuhr holen will, dann ja! :maske:
das sieht man nach der neuerlichen Zählung

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 23. November 2016, 18:14

CIC_Fan hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Wenn die "Experten" das raten, sollte man das wohl machen. :ja:
Wenn man sich 'ne Abfuhr holen will, dann ja! :maske:
das sieht man nach der neuerlichen Zählung
Der "Gag" an der Sache wäre, daß im Wahlkampf The Donald von HRC attackiert wurde, weil er es offen ließ, ob er das Wahlergebnis anerkennen würde. :pfeif:

Darüber hinaus würde sich HRC nach dem für sie ungünstigen Wahlausgang als besonders schlechte Verliererin erweisen, wenn sie, die supergute Demokratin, den Wahlausgang gerichtlich überprüfen ließe. :roll:
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Mittwoch 23. November 2016, 18:33

Trump sollte an seinem historischen Sieg keinen Zweifel lassen und einer Anfechtung der Wahl stattgeben.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 23. November 2016, 18:49

das liegt doch am Gericht und Herr Trump hat da nichts zu erlauben oder nicht

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Torsten
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Torsten » Mittwoch 23. November 2016, 18:51

spon hat geschrieben:Nach dem brutalen Verbrechen in Hameln attackiert Polizeigewerkschafter Rainer Wendt die Justiz - und erntet scharfe Kritik, auch aus den eigenen Reihen.
Von Ansgar Siemens und Jean-Pierre Ziegler

[...]
Der Deutsche Richterbund hält Wendts Vorstoß für eine Grenzüberschreitung: "Das ist den Kollegen aus der Justiz gegenüber ehrabschneidend", sagte Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn. Wendts Aussagen seien purer Populismus, er sei im postfaktischen Zeitalter angekommen. "Rainer Wendt ist der Donald Trump der deutschen Innenpolitik", sagte Rebehn. Der Richterbund hat 16.500 Mitglieder, zwei Drittel aller deutschen Richter und Staatsanwälte sind dort vertreten.
Interessant, wie hier der Deutsche Richterbund gegenüber dem frischgekürten nächsten Präsidenten der USA indirekt auftritt. Auch inhaltlich. Das Wort "postfaktisch" darf nicht fehlen. Man kann ja an Wendt Kritik üben, aber auf diese Art? Als Richterbund?

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 23. November 2016, 18:54

Blödsinn in Reinkultur ist was die Herren da von sich geben

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overkott
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Mittwoch 23. November 2016, 19:48

Trump hat von einer Neuauszählung nichts zu befürchten. Zunächst kann er von der Korrektheit der Ergebnisse ausgehen. Eine Neuauszählung könnte allerdings auch Fehler bei der Auszählung von Wahlzetteln ergeben. Die Korrektheit der Wahlmaschinen wäre dann für die Demokraten sehr peinlich. Schließlich könnte schlicht die Korrelation von Wahlmaschine und Wahlergebnis so viel miteinander zu tun haben, wie die Korrelation meiner Postings mit der Kanzlerkandidatur von Herrn Schäuble.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 23. November 2016, 19:58

dann kann eine Neu auszählung in besagten Bundesstaaten ja nicht schaden aber wie gesagt eintscheiden müssen das die Gerichte

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Niels
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Mittwoch 23. November 2016, 20:49

Genau. Lass die mal zählen, Onkel Primus...
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overkott
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Mittwoch 23. November 2016, 21:42

FAZ-Herausgeber Steltzner schreibt mit heißer Feder über die Weltmacht Amerika. Sein Rat an den designierten US-Präsidenten lautet, die Vereinigten Staaten nicht mit Wut im Bauch zu regieren. Anlass für Steltzners Sorge ist Trumps Entscheidung, das pazifische Freihandelsabkommen nicht zu ratifizieren. Was es damit auf sich hat, hätte der geneigte Leser gerne vom Leitartikler erfahren. Bei der Transpazifischen Partnerschaft ( TPP ), weiß Wikipedia zu berichten, handelt es sich um ein Abkommen, das nach sieben Jahren soeben zur Unterschrift vorgelegt wurde. Mit seiner Weigerung - so darf man zwischen den Zeilen lesen - versucht Trump zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Denn Kritik an TPP kommt nicht nur aus dem eigenen Lager. Hollywood machte gegen das Abkommen Stimmung wegen der japanischen Jagd auf Delphine. So kann man sich gut vorstellen, warum es Japans Premier Abe so eilig hatte, in die Staaten zu reisen. Bedenken von Lobbyisten mit Sitz in New York im Hinblick auf Gefahren für Menschen- und Bürgerrechte sowie für die Demokratie teilt offenbar auch der umstrittene Aktivist Julian Assange. Mit seiner ersten Maßnahme scheint Trump als Präsident aller Amerikaner auftreten zu wollen. Auch die ersten Personalentscheidungen deuten in dieselbe Richtung. Wut sieht jedenfalls anders aus. Mit seinen Sorgen um einen Handelskrieg haut Steltzner also gehörig auf die Pauke. Vielleicht sollte die FAZ mehr informieren und weniger spekulieren.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Mittwoch 23. November 2016, 23:32

Über die Personalie Betsy DeVos ( 58 ) als soeben designierte US-Bildungsministerin schreibt die Washington Post, dass sie in den Vorwahlen zunächst andere Kandidaten als Donald Trump unterstützt habe. Schließlich galt die Milliardärin jedoch als eine Hauptsponsorin. Die vierfache Mutter und Ehefrau des Unternehmers Dick DeVos ( 61 ) aus Michigan engagiert sich für die Wahlfreiheit zwischen öffentlichen und privaten Schulen sowie in der Begabtenförderung. Sie selbst besuchte die Holland Christian High School und studierte an der Calvin School Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von Niels » Donnerstag 24. November 2016, 16:27

Tage nach der Wahl wird der Gummilöwe plötzlich sehr mutig: https://www.welt.de/politik/ausland/art ... poert.html
:narr:
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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Donnerstag 24. November 2016, 19:00

Noch im August lasen wir in der Tageszeitung, dass die EU Strafzölle verhängt gegen gelenkte Wirtschaften mit hochsubventionierten Billigprodukten. Nun trauen wir unseren Augen nicht, dass der US-Präsident auf ähnliche Ideen kommen könnte? Der Ersatz von TPP durch bilaterale Abkommen könnte sich auch für Japan lohnen. Haben sich Trump und Abe zum Abschluss die Hand zum Gimmefive gereicht?

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Sonnabend 26. November 2016, 21:20

Das Wort hat sich geändert. Der Stil ist geblieben: kurz und bündig. Beim gesuchten Wort geht es um Drahtnachrichten. Telegramme werden heute getwittert. Der angehende US-Präsident twittert gerne. Und sein Gezwitscher wird auch gelesen. So informierte er knapp über den Tod Fidel Castros. Später äußerte er sich etwas breiter, nannte ihn einen brutalen Diktator, brachte seine Verbundenheit mit dem kubanischen Volk zum Ausdruck.

Als Hinterbänkler im EU-Parlament kann man weniger offiziell seine Memoiren schreiben. Solche Memoiren landen in manchen Redaktionen auf dem "Friedhof". Gemeint ist damit der Stapel vorgefertigter Artikel, die beim erwarteten Ableben einer bekannten Persönlichkeit schnell veröffentlicht werden können. Vermutlich wird auch Hans-Olaf Henkel heute nicht in Hektik verfallen sein. Die FAZ konnte jedenfalls einen lesenswerten Artikel an Land ziehen, bei dem es dem unabhängigen Autor gelungen ist, sich als Menschenrechtler darzustellen, dem der Drahtseilakt gelungen ist, sich auf die unüberwindliche Nähe zu einem brutalen Diktator einzulassen.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Sonntag 27. November 2016, 15:26

War der Präsident schon schlafen gegangen? Ein inoffizieller Botschafter Englands, der seine Insel ins europäische Abseits schwatzen wollte, postet auf Twitter ein Selfie von sich dem künftigen US-Präsidenten. Muss Schäuble auf dieses Selfie neidisch sein? Oder hat ein Kanzler Besseres zu tun, als alberne Selfies von sich zu posten?

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Montag 28. November 2016, 21:56

Der nächste US-Präsident, Trump, geht auf Kuba zu und will mehr Menschenrechte und Waren bringen. Dazu will er den Vertrag seines Vorgängers nachverhandeln.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Dienstag 29. November 2016, 13:05

Ein Schlapphut sollte eigentlich vorsichtig mit Frauen sein. Und mit Dokumenten. Herr Petraeus ist da unbefangener. Fernab der Heimat in Afghanistan gingen ihm die Hormone durch. Ein Krösken mit der schönen Paula kostete ihn Kragen und Posten. Nach nur einem Jahr im Amt trat der General als CIA-Direktor zurück. Paula hatte ihn bei seiner Eitelkeit gepackt. Sie schrieb über ihn eine Biografie. Ob soviel Wirbel um die eigene Person das Richtige für einen Schlapphut ist? Das Buch schlug im Markt ein wie ein Besteller. Der Mann mit dem Primanergesicht war im Antiterrorkrieg der Mann fürs Grobe. Er wusste, dass man in Algerien und Vietnam schweigsame Zeugen nicht nur mit Bier und Schokolade zum Reden brachte. Ob Reserveoffizier Paula Broadwell nur die professionelle Distanz verloren hatte oder einfach nur die sanftere Methode wählte, ihren Gesprächspartner locker zu machen? Ob sie Teil einer Intrige gegen Petraeus war? Dazu fehlt uns naiven Lesern schlicht die Phantasie. Der kommende US-Präsident wird wegen Ehebruch nicht den Moralapostel spielen. Da könnte sich der gechassete Schlapphut wieder für ein Amt anbieten. Trump tut gut, Kenntnis, Erfahrung und Loyalität des Ex-Generals zu loben. Ob dieser jedoch der richtige Außenminister sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Donnerstag 1. Dezember 2016, 09:56

Wahlfinanzierer Steve Mnuchin wird US-Finanzminister: "Der Mann versteht auf jeden Fall was von Geld", glaubt die Korrespondentin mit bebender Stimme etwas feindselig einsteigen zu müssen. Dass sie selbst davon nicht so viel versteht, belegt sie mit ihrer abschließend kritischen Bemerkung.

Nach fünf Jahren in den USA sollte man sich dort doch eigentlich zum Thema Steuern in den Staaten auskennen. Nominal zahlen Unternehmen in den USA mit 35 Prozent mehr Steuern als in den meisten Ländern dieser Welt. Trump strebt jetzt mit 15 Prozent den Steuersatz von Deutschland an. Ob das gut geht?

Real sieht die Situation schon wieder etwas anders aus. Einerseits kommt in Deutschland noch die Gewerbesteuer drauf. Andererseits gibt es in den USA Steueroasen, die selbst Finanzminister Schäuble anprangert. Das El Dorado der Steuerzahler liegt keine drei Stunden südlich von New York, ein Bundesstaat mit weniger Einwohnern als in Köln: Delaware. Heimatanschrift der Börsenriesen der Welt. Fast zwei Drittel der 500 größten Konzerne sind hier notiert. Auch Las-Vegas-Staat Nevada verlangt nicht viel von Unternehmen.

Wer im Trump Tower bei Starbucks Kaffee schlürft, weiß inzwischen aber auch um die kreativen Steuertricks der Kette. Vermutlich sind die selbst dem Vermieter nicht entgangen. Starbucks, Google & Co. belassen ihre Gewinne in Holland, Luxemburg und Irland sowie in drei weiteren Steueroasen. Nun fragt sich der gewählte Präsident: Wie kann man das im Ausland geparkte Kapital von US-Unternehmen zurück in die Heimat holen?

Und dann gibt es da noch das Provinzstädtchen Monheim am Rhein. 17,8 Prozent der Wähler stimmten dort 2014 für die CDU. Die SPD erreichte ganze 8,9 Prozent. Sonstige bekannte Namen blieben unter fünf Prozent. Der Rest wählte die No-Name-Partei Peto mit 65,6 Prozent.

Die lange Geschichte lässt sich stark verkürzen. Der junge Bürgermeister senkte die Gewerbesteuer. Und - bumm - wurden aus 120 Millionen Euro minus im Stadtsäckel 120 Millonen plus. Statt zu sparen, investierte er in Kindertagesstätten, Internet, Busbahnhof und allerlei sonstige Notwendigkeiten für eine Provinzstadt.

Das weiß die Korrespondentin mit der bebenden Stimme wahrscheinlich gar nicht. Sonst hätte sie sich nicht zu ihrem dümmlichen Schlusssatz verleiten lassen.

Aber wo Licht ist, ist auch Schatten. Natürlich kann man die Monheim-Geschichte auch kritisch beleuchten. Was wäre, wenn alle Städte so wie Monheim handeln würden? Dann sähe es selbst in Monheim düster aus.

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Re: Donald Trump - Trumpf oder Schlumpf?

Beitrag von overkott » Freitag 2. Dezember 2016, 01:53

overkott hat geschrieben:Barron Trump kann einem leid tun. Der zehn Jahre alte Junge schlief auf der Bühne nach dem Wahlsieg seines Vaters fast ein. Als Statist neben seinem Vater wirkte er sichtlich überfordert. Der kleine Junge mag offenbar nicht öffentlich vorgeführt werden. Das ist normal. Und er kann auch ungezogen sein. Das ist auch normal. Nicht alle Kinder sind dazu geboren, als Tanzbären aufzutreten, mit Geige oder als Opernsängerin. Dass solche Tanzbären gehörig gestört sein können, sieht man an Mozart. Der kleine Barron hat es als Einzelkind ohne gleichaltrige Geschwister, noch dazu als Sohn reicher Eltern, schwer. Ihm fehlt ein Stück Normalität der Mittelschicht. Ob er vor dem Computer ruhig gestellt wird? Das sollte nicht unsere Sorge sein. Ihm ist auf jeden Fall eine Kindheit zu gönnen, die ihn nicht einer kranken Presse aussetzt:

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Nun hat der Junge wohl seine Ruhe, darf offenbar bis zum Ende der Schulzeit in New York bleiben, muss seine Freunde nicht verlassen und wird wohl auch nicht mehr von einem Youtuber belästigt, der wenig Schmeichelhaftes über ihn äußerte. Letzterer hat sich jedenfalls in aller Form entschuldigt.

Darüber hinaus tratscht ein Emailportal über Frau Sarkozy, deren Neigung zur Selbstdarstellung nicht jedermanns Geschmack trifft. Auch singen Pfadfinderinnen nach dem dritten Tschai ( je nach Altersstufe eine Art Glühwein ) wahrscheinlich schöner. Karla Kolumna mag sie charismatisch finden. Eigen ist sie sicherlich.

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