Rund um den Freiherrn zu Guttenberg

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Robert Ketelhohn
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Rund um den Freiherrn zu Guttenberg

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 28. November 2009, 21:11

Anläßlich der Abhalfterung von Ex-Minister Jung schrieb ich nebenan:
Guttenberg wird zum Führer … äh, zur Führungspersönlichkeit aufgebaut.
Man stelle sich vor, Frau Merkel würde plötzlich umkommen (der Herr ver-
schone sie, uns aber auch). Guttenberg wäre der geborene Nachfolger.
Nun schau einer an, wie ihn uns »Die Welt« heute präsentiert, den Führer von
morgen:

Bild
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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Raphael
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Raphael » Sonnabend 28. November 2009, 21:37

Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg wird maximal Bundeskanzler und hat mit dem Führer nichts am Hut! :doktor:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Robert Ketelhohn
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonnabend 28. November 2009, 21:39

iustus hat geschrieben:Mit Guttenberg als Kanzler könnte ich vielleicht wieder CDU wählen. :hmm:

Ansonsten sieht´s gemischt aus: Dass von der Leyen endlich aus dem Familienministerium raus ist, gäbe Anlass zur Hoffnung, wenn nicht Köhler nachfolgen würde, die dem Vernehmen nach bislang keinen sehr moralischen Lebenswandel geführt hat. Das zeigt, dass von der CDU endgültig keine Hochschätzung der normalen Familien mehr zu erwarten ist. :heul:
Na ja. Die jetzige Aktion ist kein Zufall. Die Bildzeitung feuert nicht einfach
mal so auf die militärische Führung und einen Minister. Ihr Material hat sie
auch kaum zufällig auf dem Müllplatz gefunden.

Guttenberg hat sich als Wirtschaftsminister bei den wichtigen Leuten vorge-
stellt. Ich schätze, er hat gefallen. Er mag auch Hinweise erhalten haben, daß
aus dem Opel-Verkauf nichts werde. Jedenfalls hat er sich da sehr zurückge-
halten. Und es war nicht er, den die Amis mit dem unverschämten Rückzie-
her desavouiert haben, sondern Frau Merkel, die sich noch am Vormittag ge-
bumfidelt fühlte, weil sie bei Obama speichellecken durfte, bevor am Nach-
mittag die Pustekuchenbombe platzte.

Jemand hat also, das ist ganz klar, über eigne Leute in der Bundeswehr und
die Bildzeitung Guttenberg einen hervorragenden Paß zugespielt, den dieser
bravourös angenommen und umgehend verwandelt hat. Ein klassisches Vol-
leytor, sozusagen.

Aber in wessen Mannschaft spielt Guttenberg? Wer hat ihn da in Position ge-
bracht? (Nein, Sееhofеr gewiß nicht.)

Stell doch dem Freiherrn mal einige Gretchenfragen.
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holzi
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von holzi » Sonnabend 28. November 2009, 22:03

Psst, Robert! Nicht noch mehr Theorien, sonst macht Overkott wieder einen Bilderroman draus! :vogel:
Die Zeit ist, bei Licht besehen, immer gleich gut und gleich schlecht am Ende vom Jahre wie am Anfange desselben, nur die besseren Menschen machen die Zeiten besser, und bessere Menschen macht nur das treu geübte Christentum.
Adolph Kolping

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Nassos
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Nassos » Sonnabend 28. November 2009, 22:17

Als ich den Namen zum ersten Mal hörte (nein, nicht Overkott sondern Guttenberg) dachte ich - rein assoziativ - an zu Sebottendorf. Hier ist wieder ein Verweis ans Dritte Reich. Schon wieder ein merkwürdiger Zufall.
Grauenhaft und hoffentlich ganz weit weg von dem Mann im Parlament.
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Lutheraner
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Lutheraner » Sonnabend 28. November 2009, 22:20

iustus hat geschrieben:wenn nicht Köhler nachfolgen würde, die dem Vernehmen nach bislang keinen sehr moralischen Lebenswandel geführt hat.
Woher weißt Du das?
Sie ist ledig und kinderlos, was für eine Familienministerin außergewöhnlich ist, aber sie ist auch Glied der sichtbaren rechtgläubigen Kirche (SELK). Letzteres macht Hoffnung.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"

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cantus planus
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von cantus planus » Sonnabend 28. November 2009, 22:35

Das mit dem nicht so moralischen Lebenswandel ist mir auch neu. Bisher war alles, was ich über sie gelesen habe, recht erfreulich. :achselzuck:
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Maurus
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Maurus » Sonnabend 28. November 2009, 23:55

Ob Guttenberg das ganze nützt ist ja noch nicht raus. Die Opposition wird nichts unversucht lassen, den Kabinettsliebling etwas zurechtzustutzen.

//nur getestet, ab wann das Forum einen Edit-Vermerk generiert
Zuletzt geändert von Maurus am Sonntag 29. November 2009, 01:00, insgesamt 2-mal geändert.

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lifestylekatholik
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 29. November 2009, 00:16

Nassos hat geschrieben:Als ich den Namen zum ersten Mal hörte (nein, nicht Overkott sondern Guttenberg) dachte ich - rein assoziativ - an zu Sebottendorf.
Wie kommst du denn auf den?

(Wenn ich auch mal meine damals erste Assoziation zu Guttenberg in die Runde werfen darf: Stoltenberg.)
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

iustus
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von iustus » Sonntag 29. November 2009, 00:37

Lutheraner hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:wenn nicht Köhler nachfolgen würde, die dem Vernehmen nach bislang keinen sehr moralischen Lebenswandel geführt hat.
Woher weißt Du das?
Wie ich schrieb, habe ich es vernommen - von Leuten, die sie besser kennen. Allerdings ist sie wohl "seit längerer Zeit fest liiert". Ich würde mich freuen, wenn sie mich positiv überrascht.

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Christiane
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Christiane » Sonntag 29. November 2009, 00:50

Raphael hat geschrieben:Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg
Ich steh auf Adel. Nehmt mich heute nacht bitte nicht zu ernst.
viewtopic.php?f=10&t=6577&start=1280
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ad_hoc
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von ad_hoc » Sonntag 29. November 2009, 02:27

Wie ich durch den Deutschlandfunk vorgestern erfuhr, gedenkt die neue Familienministerin demnächst ihren Freund zu ehelichen; Kinder sind geplant.

Was den derzeitigen Verteidigungsminister anbelangt, so hat er das notwendige Gespür für Handlungsbedarf bzw. den Verzicht darauf, die Intelligenz und entsprechendes Wissen sowieso, und vor allen Dingen ist er entscheidungsfreudig und er agiert und reagiert ohne Verzögerung. Beziehungen hat er ohne Ende.
Das ist ein Mann, von deren Sorte eine Regierung gar nicht genug haben kann.

Kommt nichts dazwischen, ist Tante Merkel in längstens vier Jahren weg vom Fenster.
Ich denke, dass sich diejenigen, die in der CDU/CSU noch was werden wollen und den notwendigen Ehrgeiz besitzen, sich um ihn scharen werden. Für die Opposition wird es zusehends ungemütlicher werden, und klar, werden sich diese auf von Guttenberg einschießen. Sonst können sie ja nichts.

Gruß, ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

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ar26
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von ar26 » Sonntag 29. November 2009, 08:22

Nun mal halb lang. Zu den politischen Qualitäten der neuen Familienministerin hab ich ja schon geschrieben. Da ist nicht viel zu erwarten. Allerdings find ich es erbärmlich, sich an deren Lebensumständen hochzuziehen.

Zunächst ist sie nicht katholisch. Damit muss sie die kanonische Formpflicht nicht erfüllen. Die moralische Beurteilung ihres Zusammenlebens orientiert sich also an ihrer Gemeinschaft. Deren Gemeinschaft kennt kein Ehesakrament und auch keine Formpflicht, dafür akzeptiert sie aber Ehescheidung.

Wenn nun K und ihr Partner sich ausdrücklich oder konkludent deutlich gemacht haben, daß sie zusammen gehören, spricht aus meiner Sicht nichts gegen die Annahme einer Naturehe. Andernfalls müsste man annehmen, die Erklärung vor einem dt. Standesamt mache für einen Katholiken einen moralischen Unterschied. Dem widerspreche ich als Kulturkämpfer. Das Standesamt ist nur dazu da, die Rechtsgrundlage für Steuerklasse III zu legen. Dies wiederum ist keine Frage der Moral.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

iustus
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von iustus » Sonntag 29. November 2009, 08:38

Die Familienumstände des Familienministers oder der Familienministerin sind natürlich von Bedeutung für seine/ihre Bewertung. Dass sie seit Längerem fest liiert ist, war gar nicht Gegenstand meiner Kritik.

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Nassos
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Nassos » Sonntag 29. November 2009, 12:13

lifestylekatholik hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Als ich den Namen zum ersten Mal hörte (nein, nicht Overkott sondern Guttenberg) dachte ich - rein assoziativ - an zu Sebottendorf.
Wie kommst du denn auf den?

(Wenn ich auch mal meine damals erste Assoziation zu Guttenberg in die Runde werfen darf: Stoltenberg.)
Ich weiß es nicht, kannst Du immer alle Deine Assoziationen nachvollziehen? Vielleicht war mir der Dorfname einfach geblieben, wegen des ganzen Thuleschnickschnacks und weil es ein nichtalltäglicher Name ist. Dazu kommt das Doppel-T.
Irgendwas in der Richtung... :panisch:
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Robert Ketelhohn
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 29. November 2009, 22:18

Wobei ich darauf hinweisen darf, daß der Name derer zu Guttenberg historisch
korrekt mit langem -ū- auszusprechen ist. Konsonantenverdopplung als Anzeiger
einer vorausgehenden Vokallänge ist eine im Frühneuhochdeutschen gar nicht so
selten anzutreffende Marotte.
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Nassos
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Nassos » Sonntag 29. November 2009, 22:34

Wobei "Marotte" schnell ausgesprochen wird :breitgrins: entsprechend dem Doppelkonsonanten

Danke Robert! An Sprachlichem stets interessiert,
Nassos
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lifestylekatholik
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von lifestylekatholik » Sonntag 29. November 2009, 22:35

Robert Ketelhohn hat geschrieben:mit langem -ū- auszusprechen
Ein langes ū? In Gegensatz zu kurzem ū? Also sozusagen ein u mit Überlänge?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Robert Ketelhohn
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Montag 30. November 2009, 00:39

Nein, das war ein „weißer Schimmel“. Ein durchaus erlaubtes Stilmittel. :P
Spülmittelfrei hätte es natürlich heißen müssen:
„… mit langem -u- (-ū-) auszusprechen …“.
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Juergen
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Juergen » Montag 30. November 2009, 00:46

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Nein, das war ein „weißer Schimmel“.
Besser als schwarzer Schimmel
Gruß
Jürgen

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Esperanto
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Esperanto » Donnerstag 3. Dezember 2009, 03:08

Jedenfalls ist der gute Freiherr von und zu nur deshalb etwas geworden, weil er in der Atlantik-Brücke ist und brav macht, was die Amerikaner von ihm erwarten:
http://seniora.org/index.php?option=com ... &Itemid=87

maliems
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von maliems » Freitag 4. Dezember 2009, 00:27

weiß nicht, ob das ein hinreichedner Grund gewesen ist, aber es gibt schlechtere.

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cantus planus
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Re: Jung sieht alt aus

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 17. Dezember 2009, 12:02

cantus planus hat geschrieben:Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan wirft das Handtuch. Vermutlich das Klügste, was er tun konnte... Jung wird ja von der eigenen Partei bereits pauschal freigesprochen (er habe nichts gewusst, was für einen Minister auch kein Kompliment ist). Da wird die Suche nach dem Bauernopfer bald weitergehen. Vermutlich wird der damals kommandierende Oberst auch noch abgesägt werden.
Ex-General Schneiderhan keilt gegen Minister zu Guttenberg: "Unwahrheit gesagt"

Auch wachsen die Zweifel, ob die Entlassung des Generalinspekteurs gerechtfertigt war: http://www.zeit.de/newsticker/29/12/1 ... 327298xml
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Linus
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Linus » Donnerstag 17. Dezember 2009, 13:14

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wobei ich darauf hinweisen darf, daß der Name derer zu Guttenberg historisch
korrekt mit langem -ū- auszusprechen ist. Konsonantenverdopplung als Anzeiger
einer vorausgehenden Vokallänge ist eine im Frühneuhochdeutschen gar nicht so
selten anzutreffende Marotte.
Das heißt ein Herr Schlütter (ich habe in letzter Zeit nit einem solchen öfter zu tun) spricht sich korrekt also "Schlüüter"?
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cantus planus
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 17. Dezember 2009, 19:00

Das kann man pauschal schlecht beantworten, weil es auch auf die Herkunftsregion ankommt. In meiner Heimatstadt gibt es einen Stadtteil namens "Buer". Der wird "Buhr" ausgesprochen. Die gleichnamiger Stadt Buer im Ruhrgebiert heißt hingegen "Bühr". Der Familienname Coenen kann "Köhnen" ausgesprochen werden oder "Kohnen". Granzow als Familienname "Granzoff", "Granzau" oder "Granzoo".
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Juergen
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Juergen » Donnerstag 17. Dezember 2009, 19:04

Threadtitel: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?


Oder doch nur Ex-Verteidigungsminister ? :hmm:
Gruß
Jürgen

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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 17. Dezember 2009, 19:07

Glaube ich nicht. Die Opposition ist froh, mal von eigenen Problemen ablenken zu können. Objektiv gesehen gibt es keinen vernünftigen Grund, warum zu Guttenberg zurücktreten sollte. Noch eine Woche, und das Trara ist vorüber.
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Edi » Donnerstag 17. Dezember 2009, 19:23

cantus planus hat geschrieben:Glaube ich nicht. Die Opposition ist froh, mal von eigenen Problemen ablenken zu können. Objektiv gesehen gibt es keinen vernünftigen Grund, warum zu Guttenberg zurücktreten sollte.
Wenn er die beiden Herren zu Unrecht geschasst hat, dann schon. Das wird sich wohl erst in Wochen herausstellen. Guttenberg ist jedenfalls zu vorschnell und schneidig.
Zuletzt geändert von Edi am Donnerstag 17. Dezember 2009, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von conscientia » Donnerstag 17. Dezember 2009, 19:24

Kanzler in spe?: Ich vermute, dass nicht. Einer aus der CSU wird weder Bundeskanzler noch -präsident. Außerhalb Bayerns kommt die Partei zu klerikal rüber (obwohl das nicht stimmt, ich weiß). Hans Maier hätte einen guten B'präsidenten gegeben und wurde es nicht.

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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Robert Ketelhohn » Freitag 18. Dezember 2009, 10:00

Linus hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wobei ich darauf hinweisen darf, daß der Name derer zu Guttenberg historisch
korrekt mit langem -ū- auszusprechen ist. Konsonantenverdopplung als Anzeiger
einer vorausgehenden Vokallänge ist eine im Frühneuhochdeutschen gar nicht so
selten anzutreffende Marotte.
Das heißt ein Herr Schlütter (ich habe in letzter Zeit nit einem solchen öfter zu tun) spricht sich korrekt also "Schlüüter"?
Historisch gesehen natürlich. Ob die Familie selber das noch weiß und
sich so spricht, ist ’ne andere Frage. Frag ihn.
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von HeGe » Freitag 18. Dezember 2009, 11:33

cantus planus hat geschrieben:Das kann man pauschal schlecht beantworten, weil es auch auf die Herkunftsregion ankommt. In meiner Heimatstadt gibt es einen Stadtteil namens "Buer". Der wird "Buhr" ausgesprochen. Die gleichnamiger Stadt Buer im Ruhrgebiert heißt hingegen "Bühr". Der Familienname Coenen kann "Köhnen" ausgesprochen werden oder "Kohnen". Granzow als Familienname "Granzoff", "Granzau" oder "Granzoo".
Da setze ich noch einen drauf: ;D

Die Gemeinde Buir, heute ein Ortsteil von Kerpen, wird auch wie "Bühr" ausgesprochen.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Linus
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Re: Freiherr Guttenberg – Kanzler in spe?

Beitrag von Linus » Freitag 18. Dezember 2009, 13:24

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wobei ich darauf hinweisen darf, daß der Name derer zu Guttenberg historisch
korrekt mit langem -ū- auszusprechen ist. Konsonantenverdopplung als Anzeiger
einer vorausgehenden Vokallänge ist eine im Frühneuhochdeutschen gar nicht so
selten anzutreffende Marotte.
Das heißt ein Herr Schlütter (ich habe in letzter Zeit nit einem solchen öfter zu tun) spricht sich korrekt also "Schlüüter"?
Historisch gesehen natürlich. Ob die Familie selber das noch weiß und
sich so spricht, ist ’ne andere Frage. Frag ihn.
Ja er stellte sich mit "Schlütter" vor - und ich dachte sofort "ah Piffke dem ist das ie verlustig gegangen". Er kommt aus Mainz.

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