Ungarn schafft "die Demokratie" ab

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overkott
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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von overkott » Mittwoch 26. August 2015, 13:11

Caviteño hat geschrieben:
Dieter hat geschrieben:
Frage: Was nützt dann der Zaun an der ungarischen Grenze? Auch dieser Zaun wird schlichtweg überrannt werden.
Ich hatte bereits weiter oben darauf hingewiesen, daß es eben auch (und sogar an der EU-Außengrenze) Grenzbefestigungen gibt, die nicht so einfach überrannt werden können. Auch dort wird von der Waffe kein Gebrauch gemacht.
overkott hat geschrieben: Beim ersten Schuss ist Ungarn raus aus der EU.
Kann man ein Land gegen seinen Willen aus der EU ausschließen? Ich glaube nicht.

Aber davon abgesehen wäre Ungarn vielleicht noch nicht einmal so traurig darüber. Die oberlehrerhafte Haltung aus Brüssel wird dort nicht immer auf große Begeisterung stoßen.
Wir werden in der nächsten Woche sehen, wenn der Stau vor der Grenze eine kritische Größe überschreitet.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 26. August 2015, 14:00

overkott hat geschrieben: Wir werden in der nächsten Woche sehen, wenn der Stau vor der Grenze eine kritische Größe überschreitet.
Welchen "Stau" meinst Du?
LKW? Wirtschaftsmigranten?

Ungarn hat jetzt eine Grenzjäger-Truppe aufgestellt. Das dürfte aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein:
Als Antwort auf die Flüchtlingskrise stellt Ungarn sechs sogenannte «Grenzjäger«-Einheiten auf. Die 21 Mann starke Truppe soll aus den Reihen der Polizei gebildet werden und Mitte September einsatzbereit sein, erklärte der ungarische Landespolizeikommandant Karoly Papp am Mittwoch vor der Presse in Budapest. Die «Grenzjäger» würden auf der Grundlage des Polizeibefugnisgesetzes agieren, fügte Papp hinzu. Dies bedeute, dass es keinen Schiessbefehl im Umgang mit den Flüchtlingen gebe.
Ungarn errichtet derzeit an der Grenze zu Serbien einen 175 Kilometer langen Grenzzaun, dessen erste Sperrlinie - ein bis zu eineinhalb Meter hoher Stacheldraht - fast fertiggestellt ist.
http://www.nzz.ch/international/ungarn- ... 1.186217

Die Sache hat doch mehr Symbolcharakter als das eine wirkliche Grenzsicherung ist:
Stacheldraht iHv einem bis eineinhalb Meter Höhe - der sollte wohl zu überwinden sein...
2.1 Mann für eine 175 km lange Grenze = bei 3 Schichten wären das 7 Grenzjäger je Schicht und jeweils vier Grenzjäger müßten einen km bewachen.....

Aber warum sollte Ungarn auch viel investieren? :pfeif: Dort wollen die sog. "Flüchtlinge" doch nicht bleiben....

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Maurus
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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Maurus » Mittwoch 26. August 2015, 15:47

Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Gruselig.
Alternativen? :achselzuck:
Die Flüchtlingswelle als Schicksal annehmen und entsprechende Initiativen starten, um weitere Wellen zu verhindern. Es kann schließlich den meisten Ländern nicht irgendwie egal sein, wenn die leistungsfähigsten Glieder ständig das Land verlassen.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 26. August 2015, 16:47

Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Gruselig.
Alternativen? :achselzuck:
Die Flüchtlingswelle als Schicksal annehmen
Bei der Masse handelt es sich nicht um Flüchtlinge, sondern um Wirtschaftszuwanderer. Willst Du jeden einreisen lassen, den es danach gelüstet? :patsch:
Maurus hat geschrieben: und entsprechende Initiativen starten, um weitere Wellen zu verhindern.
Welche "entsprechenden Initiativen" sollen das denn sein?
Die Frage wurde hier doch schon mehrfach diskutiert; an einen Lösungsvorschlag von Dir kann ich mich allerdings nicht erinnern.
Maurus hat geschrieben: Es kann schließlich den meisten Ländern nicht irgendwie egal sein, wenn die leistungsfähigsten Glieder ständig das Land verlassen.
Doch - oder glaubst Du ernsthaft, die herrschende Klasse in Eritrea, Pakistan oder Äthopien ist ernsthaft daran interessiert, ihre Privilegien durch eine unruhig, leistungsfähige junge Generation, die eine Änderung der Verhältnisse fordert, zu verlieren? :D

Die Schwierigkeiten sieht man doch schon bei der Ausschaffung der sich hier widerrechtlich aufhaltenden Wirtschaftsflüchtlinge. Diese Personen versuchen so weit wie möglich ihre Identität zu verschleiern:
Problematisch ist die Identitätsfeststellung zum einen bei Ländern ohne funktionierendes Meldewesen; dies betrifft aktuell vor allem Afghanistan. Zum anderen ergeben sich Schwierigkeiten bei Herkunftsländern, die sich durch ein hohes Maß an Korruption auszeichnen, was zu einer Häufung von gefälschten Dokumenten führt. Aktuell ist hier neben Afghanistan auch Pakistan besonders auffällig. Darüber hinaus kommt es bei somalischen Asylsuchenden zu Manipulationen an den Fingerkuppen, um einen Abgleich der Fingerabdrücke zu verhindern. Nigerianische Asylbewerber geben dagegen oftmals Kamerun, Simbabwe sowie den Sudan als Herkunftsland an, was jedoch teilweise durch die Sprach- und Textanalyse falsifiziert werden kann. Darüber hinaus kommt es oftmals vor, dass Asylbewerber aus den Nachbarstaaten Myanmars vorgeben, aus Myanmar zu stammen und der Volksgruppe der Rohingya anzugehören.
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/D ... cationFile

Aber nicht nur die Betroffenen auch die Staaten verweigern häufig eine zielgerichtete Zusammenarbeit und legen alle möglichen Hindernisse in den Weg.
Dieses Verhalten ist - aus Sicht der Regierenden - auch verständlich, denn jeder Staatsbürger, der sich im Ausland aufhält, ist erst einmal weg und unterstützt mit Geld (aus Arbeit oder aus den Sozialleistungen des Gastlandes) die eigene Familie. Warum sollten sie Interesse daran haben, die Leute zurückzuholen oder gar im Land zu behalten? :hmm:

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von overkott » Mittwoch 26. August 2015, 16:53

Mal was ganz anderes: Das Abkippen von gegenwärtiger Schuld auf die Vergangenheit ist beschämend. Nach 25 Jahren Soli kann man nicht so tun, als sei der Anschluss erst gestern passiert. Der seltsam übersteigerte Nationalismus im Beitrittsgebiet war damals die ideologische Eintrittskarte in das Wirtschaftssystem der Bonner Republik: Ich, ich bin Deutscher, also habe ich Anspruch.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Maurus » Mittwoch 26. August 2015, 17:19

Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Gruselig.
Alternativen? :achselzuck:
Die Flüchtlingswelle als Schicksal annehmen
Bei der Masse handelt es sich nicht um Flüchtlinge, sondern um Wirtschaftszuwanderer. Willst Du jeden einreisen lassen, den es danach gelüstet? :patsch:
Unter Umständen ist das ja kein Unterschied. Und von "jeden" hat ja niemand etwas gesagt.
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: und entsprechende Initiativen starten, um weitere Wellen zu verhindern.
Welche "entsprechenden Initiativen" sollen das denn sein?
Die Frage wurde hier doch schon mehrfach diskutiert; an einen Lösungsvorschlag von Dir kann ich mich allerdings nicht erinnern.
Die Europäer könnten daran gehen, die failed states, die sie auf dem Kerbholz haben, wieder aufzurichten. Es kann ja beispielsweise schlecht behauptet werden, dass die europäischen NATO-Mitglieder völlig unschuldig an der Massenflucht aus dem Kosovo sind. Herr Erdogan arbeitet gerade an einer kurdischen Fluchtwelle. Auch da sind mir keine Gegenmaßnahmen der Europäer oder gar Amerikaner bekannt. Angesichts dessen braucht man sich halt nicht zu wundern.
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: Es kann schließlich den meisten Ländern nicht irgendwie egal sein, wenn die leistungsfähigsten Glieder ständig das Land verlassen.
Doch - oder glaubst Du ernsthaft, die herrschende Klasse in Eritrea, Pakistan oder Äthopien ist ernsthaft daran interessiert, ihre Privilegien durch eine unruhig, leistungsfähige junge Generation, die eine Änderung der Verhältnisse fordert, zu verlieren? :D
Mittelfristig ist das sicher richtig, langfristig aber nicht. So ganz ohne Bürger ist halt auch kein Staat zu machen.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von overkott » Mittwoch 26. August 2015, 17:30

Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:Gruselig.
Alternativen? :achselzuck:
Die Flüchtlingswelle als Schicksal annehmen
Bei der Masse handelt es sich nicht um Flüchtlinge, sondern um Wirtschaftszuwanderer. Willst Du jeden einreisen lassen, den es danach gelüstet? :patsch:
Unter Umständen ist das ja kein Unterschied. Und von "jeden" hat ja niemand etwas gesagt.
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: und entsprechende Initiativen starten, um weitere Wellen zu verhindern.
Welche "entsprechenden Initiativen" sollen das denn sein?
Die Frage wurde hier doch schon mehrfach diskutiert; an einen Lösungsvorschlag von Dir kann ich mich allerdings nicht erinnern.
Die Europäer könnten daran gehen, die failed states, die sie auf dem Kerbholz haben, wieder aufzurichten. Es kann ja beispielsweise schlecht behauptet werden, dass die europäischen NATO-Mitglieder völlig unschuldig an der Massenflucht aus dem Kosovo sind.
Das Kapitel ist abgearbeitet. Neuere Entwicklungen lesen sie bitte hier:

http://www.sueddeutsche.de/politik/balk ... -1.2621888
Herr Erdogan arbeitet gerade an einer kurdischen Fluchtwelle. Auch da sind mir keine Gegenmaßnahmen der Europäer oder gar Amerikaner bekannt.
Der Abzug des Luftschutzes drückt Unbehagen mit der Politik des Herrn Erdogan aus.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Maurus » Mittwoch 26. August 2015, 17:53

overkott hat geschrieben: Das Kapitel ist abgearbeitet. Neuere Entwicklungen lesen sie bitte hier:

http://www.sueddeutsche.de/politik/balk ... -1.2621888
Die Entspannungspolitik zwischen Serbien und dem Kosovo ändert nichts an den Verhältnissen in dem Land. Die Leute flüchten nicht wegen den Serben.
overkott hat geschrieben:
Herr Erdogan arbeitet gerade an einer kurdischen Fluchtwelle. Auch da sind mir keine Gegenmaßnahmen der Europäer oder gar Amerikaner bekannt.
Der Abzug des Luftschutzes drückt Unbehagen mit der Politik des Herrn Erdogan aus.
Das wird ihn sicher ungemein beeindrucken. :roll:

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von overkott » Mittwoch 26. August 2015, 18:03

Maurus hat geschrieben:
overkott hat geschrieben: Das Kapitel ist abgearbeitet. Neuere Entwicklungen lesen sie bitte hier:

http://www.sueddeutsche.de/politik/balk ... -1.2621888
Die Entspannungspolitik zwischen Serbien und dem Kosovo ändert nichts an den Verhältnissen in dem Land. Die Leute flüchten nicht wegen den Serben.
overkott hat geschrieben:
Herr Erdogan arbeitet gerade an einer kurdischen Fluchtwelle. Auch da sind mir keine Gegenmaßnahmen der Europäer oder gar Amerikaner bekannt.
Der Abzug des Luftschutzes drückt Unbehagen mit der Politik des Herrn Erdogan aus.
Das wird ihn sicher ungemein beeindrucken. :roll:
Die Türkei ist ein schönes Land. Man kann nur hoffen, dass das auch so bleibt.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Mittwoch 26. August 2015, 18:23

Maurus hat geschrieben:
Unter Umständen ist das ja kein Unterschied. Und von "jeden" hat ja niemand etwas gesagt.
Natürlich - wenn man "die Flüchtlingswelle als Schicksal annehmen" soll, muß man jeden einreisen lassen - insbesondere wenn noch die Aussage noch verstärkt wird, daß es u. U. keinen Unterschied macht.

Traurig, daß Du zulässige Aufnahme nach den Vorschriften der Asylbestimmungen und illegale Einwanderung als Wirtschaftsflüchtling gleich behandelst - da lohnt sich eigentlich keine Diskussion.
Maurus hat geschrieben:
Die Europäer könnten daran gehen, die failed states, die sie auf dem Kerbholz haben, wieder aufzurichten. Es kann ja beispielsweise schlecht behauptet werden, dass die europäischen NATO-Mitglieder völlig unschuldig an der Massenflucht aus dem Kosovo sind. Herr Erdogan arbeitet gerade an einer kurdischen Fluchtwelle. Auch da sind mir keine Gegenmaßnahmen der Europäer oder gar Amerikaner bekannt. Angesichts dessen braucht man sich halt nicht zu wundern.
Ich hätte mal das Geschrei hören mögen, wenn die NATO eben nicht in Jugoslawien einmarschiert wäre, um die Moslems vor den Serben zu schützen - aber egal...
Wie sollen denn die Staaten dort "wieder aufgerichtet werden"? Denen wurde sogar ein Beitritt in die EU :heul: :panisch: in Aussicht gestellt. Was soll denn noch gemacht werden?

Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben:
Doch - oder glaubst Du ernsthaft, die herrschende Klasse in Eritrea, Pakistan oder Äthopien ist ernsthaft daran interessiert, ihre Privilegien durch eine unruhig, leistungsfähige junge Generation, die eine Änderung der Verhältnisse fordert, zu verlieren? :D
Mittelfristig ist das sicher richtig, langfristig aber nicht. So ganz ohne Bürger ist halt auch kein Staat zu machen.
Erstens sind wir langfristig alle tot, zweitens - und das ist entscheidend - wenn ein Teil der Bevölkerung im Ausland arbeitet, schickt der Geld an die Familien, die natürlich dort bleiben. Damit kann man lange Zeit überleben, das ganze kann sich sogar zu einem profitablem Geschäftsmodell entwickeln. Die Philippinen sind hier zwar weltweit führend mit ca. 10% der Bevölkerung, die im Ausland arbeitet. Aber auch Länder wie Bangladesh oder Pakistan haben nicht wenige Bauarbeiter z.B. in den arabischen Ölstaaten.

Etwas besseres als einen Teil der Bevölkerung im Ausland zu haben, kann diesen Staaten doch nicht passieren. In Notfällen wird die Familie von ihren Auslandsverwandten unterstützt und macht keinen Aufstand, um von staatlichen Stellen Geld zu bekommen, Sie wird mit den Auslandsüberweisungen sediert. Warum soll man auf Änderungen im eigenen Staat dringen, wenn das Geld auch so kommt? ;D Außerdem sind die eigenen Staatsangehörigen im Ausland eine beliebte Melkkuh für allerlei Gebühren, Steuern usw., wovon nicht nur die Regierung, sondern auch ganze Verwaltungen profitieren. Man muß auch keine wettbewerbsfähige Exportwirtschaft aufbauen; die Devisen für die notwendigen Importe kommen ja aus den Auslandsüberweisungen.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Maurus » Sonnabend 29. August 2015, 10:10

Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Unter Umständen ist das ja kein Unterschied. Und von "jeden" hat ja niemand etwas gesagt.
Natürlich - wenn man "die Flüchtlingswelle als Schicksal annehmen" soll, muß man jeden einreisen lassen - insbesondere wenn noch die Aussage noch verstärkt wird, daß es u. U. keinen Unterschied macht.

Traurig, daß Du zulässige Aufnahme nach den Vorschriften der Asylbestimmungen und illegale Einwanderung als Wirtschaftsflüchtling gleich behandelst - da lohnt sich eigentlich keine Diskussion.
Du hättest es einfacher, wenn du nicht, wie beispielsweise bei diesem Beitrag die Begriffe "Flüchtling" (siehe den Beitrag, auf den ich ursprünglich geantwortet habe) und Asylbewerber einfach gleichsetzen würdest.

Zudem fehlen noch Hinweise von dir, wie die Bundesrepublik in kürzester Zeit bei 800.000 erwarteten Flüchtlingen feststellen soll, ob das "Wirtschaftsflüchtlinge" oder wirkliche Asylbewerber mit Chance auf Aufnahme sind. Es gibt in der Bundesrepublik offensichtlich keine Verwaltung, das zu leisten in der Lage wäre. Und das Problem auf deine Weise mit mehr Polizisten zu lösen ist höchstens mittelfristig möglich. Die Bundespolizei schiebt jetzt schon Überstunden en masse vor sich her und ist für diese Aufgabe personell nicht gut genug aufgestellt. Die Ausbildung neuer Polizisten dauert Jahre, außerdem ist es fraglich, ob sich bei den niedrigen Arbeitslosenzahlen überhaupt genügend geeignete Kandidaten finden. Dann geht das ganze nur über den Preis. Am Ende ist deine Lösung also womöglich sehr viel teurer.
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: Die Europäer könnten daran gehen, die failed states, die sie auf dem Kerbholz haben, wieder aufzurichten. Es kann ja beispielsweise schlecht behauptet werden, dass die europäischen NATO-Mitglieder völlig unschuldig an der Massenflucht aus dem Kosovo sind. Herr Erdogan arbeitet gerade an einer kurdischen Fluchtwelle. Auch da sind mir keine Gegenmaßnahmen der Europäer oder gar Amerikaner bekannt. Angesichts dessen braucht man sich halt nicht zu wundern.
Ich hätte mal das Geschrei hören mögen, wenn die NATO eben nicht in Jugoslawien einmarschiert wäre, um die Moslems vor den Serben zu schützen - aber egal...
Das ändert nichts an der Verantwortung.
Caviteño hat geschrieben:Wie sollen denn die Staaten dort "wieder aufgerichtet werden"? Denen wurde sogar ein Beitritt in die EU :heul: :panisch: in Aussicht gestellt. Was soll denn noch gemacht werden?
Was nutzt ein EU-Beitritt, wenn ein Land von einer mafiösen Politikerkaste ausgenommen wird?

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Sonnabend 29. August 2015, 11:04

Maurus hat geschrieben: Du hättest es einfacher, wenn du nicht, wie beispielsweise bei diesem Beitrag die Begriffe "Flüchtling" (siehe den Beitrag, auf den ich ursprünglich geantwortet habe) und Asylbewerber einfach gleichsetzen würdest.
Soweit ich mit entsinne hast Du pauschal von "Flüchtlingswelle" gesprochen, während ich bei einer Einwanderung differenziert habe nach den "Vorschriften der Asylbestimmungen" und der "illegalen Einwanderung als Wirtschaftsflüchtling".
Jetzt mal genau:
Wer fällt denn bei Dir unter den Begriff "Flüchtlingswelle", wenn kann man einreisen lassen (eine Auswahl soll ja getroffen werden, da von "jeden" niemand etwas gesagt hat) und was passiert mit Rest?
Maurus hat geschrieben:
Zudem fehlen noch Hinweise von dir, wie die Bundesrepublik in kürzester Zeit bei 8. erwarteten Flüchtlingen feststellen soll, ob das "Wirtschaftsflüchtlinge" oder wirkliche Asylbewerber mit Chance auf Aufnahme sind. Es gibt in der Bundesrepublik offensichtlich keine Verwaltung, das zu leisten in der Lage wäre.
Das ist doch genau das, was ich unter Politikversagen verstehe. Wenn Länder wie die Schweiz oder Norwegen innerhalb von 48 Stunden bei den sog. "Flüchtlingen" aus den Balkanstaaten eine Entscheidung treffen können, das muß es also Verfahren geben, die das ermöglichen.
Auf der Suche nach einem besseren Asylsystem ließ sich die Schweiz von Norwegen inspirieren. Der skandinavische Vorzeigewohlfahrtsstaat erledigt bereits seit 14 Jahren Asylanträge von Personen aus sicheren Staaten innerhalb von 48 Stunden. Im Sommer 212 zog die Schweiz nach, zunächst für Bürger von Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina. Sie werden seither direkt nach der Ankunft an der Grenze in Sammelzentren gebracht, wo die Behörden sie anhören und ihre Asylgesuche bearbeiten. Währenddessen versuchen Beamte Identitätspapiere aufzutreiben. Nach der Ablehnung bekommen die Migranten Ersatzreisedokumente ausgestellt und müssen umgehend die Rückreise antreten – oder sie werden inhaftiert und abgeschoben.
http://m.welt.de/print/welt_kompakt/pri ... unden.html

Wenn die gegenwärtigen Gesetze in D. ein solches Verfahren nicht zulassen, müssen sie eben geändert werden. Wie schnell Entscheidungen getroffen werden können, haben wir ja in der Vergangenheit bei "Rettungspaketen" gesehen. "Wo ein Wille, da ist ein Weg" (O-Ton Merkel) - aber offensichtlich will man nicht.
Maurus hat geschrieben:
Was nutzt ein EU-Beitritt, wenn ein Land von einer mafiösen Politikerkaste ausgenommen wird?
und was soll die EU tun? Wieder einmarschieren und das Land als Protektorat verwalten?
Das sind doch nebulöse Andeutungen von Verantwortung und Hilfe, praktische Vorschläge fehlen.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Maurus » Montag 31. August 2015, 11:04

Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: Du hättest es einfacher, wenn du nicht, wie beispielsweise bei diesem Beitrag die Begriffe "Flüchtling" (siehe den Beitrag, auf den ich ursprünglich geantwortet habe) und Asylbewerber einfach gleichsetzen würdest.
Soweit ich mit entsinne hast Du pauschal von "Flüchtlingswelle" gesprochen, während ich bei einer Einwanderung differenziert habe nach den "Vorschriften der Asylbestimmungen" und der "illegalen Einwanderung als Wirtschaftsflüchtling".
Jetzt mal genau:
Wer fällt denn bei Dir unter den Begriff "Flüchtlingswelle", wenn kann man einreisen lassen (eine Auswahl soll ja getroffen werden, da von "jeden" niemand etwas gesagt hat) und was passiert mit Rest?
Die meisten deiner "Wirtschaftsflüchtlinge" sind doch Balkan-Flüchtlinge. Deren Ablehnungsquote ist über 99%. Zur Flüchtlingswelle gehören natürlich alle, die auf irgendeine Weise hier landen. Behalten muss man von Gesetzes wegen alle, die berichtigterweise um Asyl bitten. Des weiteren können und sollten die Behörden soviele Menschen aufnehmen, wie sich sinnvollerweise integrieren lassen; dazu zählen dann auch jene, die man aufnimmt um dem demografischen Wandel etwas entgegenzusetzen. Dafür bräuchte es aber mal ein vernünftiges Einwanderungsgesetz. Bislang ist das ja eher Stückwerk.
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: Zudem fehlen noch Hinweise von dir, wie die Bundesrepublik in kürzester Zeit bei 800.000 erwarteten Flüchtlingen feststellen soll, ob das "Wirtschaftsflüchtlinge" oder wirkliche Asylbewerber mit Chance auf Aufnahme sind. Es gibt in der Bundesrepublik offensichtlich keine Verwaltung, das zu leisten in der Lage wäre.
Das ist doch genau das, was ich unter Politikversagen verstehe. Wenn Länder wie die Schweiz oder Norwegen innerhalb von 48 Stunden bei den sog. "Flüchtlingen" aus den Balkanstaaten eine Entscheidung treffen können, das muß es also Verfahren geben, die das ermöglichen.
Hilfreich bei dieser Ermöglichung ist vermutlich die gering(er)e Zahl.

Caviteño hat geschrieben:Wenn die gegenwärtigen Gesetze in D. ein solches Verfahren nicht zulassen, müssen sie eben geändert werden. Wie schnell Entscheidungen getroffen werden können, haben wir ja in der Vergangenheit bei "Rettungspaketen" gesehen. "Wo ein Wille, da ist ein Weg" (O-Ton Merkel) - aber offensichtlich will man nicht.
Ein Gesetz muss auch ausgeführt werden, insofern dafür erheblicher Personalbedarf besteht, ist dies nicht einfach. Die aktuelle Flüchtlingswelle wäre ohne Freiwillige auch nicht handhabbar.
Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: Was nutzt ein EU-Beitritt, wenn ein Land von einer mafiösen Politikerkaste ausgenommen wird?
und was soll die EU tun? Wieder einmarschieren und das Land als Protektorat verwalten?
Das sind doch nebulöse Andeutungen von Verantwortung und Hilfe, praktische Vorschläge fehlen.
Ach was. Sie bräuchte bloß die Regierung erpressen, anstatt sie zu füttern. Anderswo macht man das ja auch.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Montag 31. August 2015, 12:24

Maurus hat geschrieben:
Die meisten deiner "Wirtschaftsflüchtlinge" sind doch Balkan-Flüchtlinge. Deren Ablehnungsquote ist über 99%. Zur Flüchtlingswelle gehören natürlich alle, die auf irgendeine Weise hier landen. Behalten muss man von Gesetzes wegen alle, die berichtigterweise um Asyl bitten. Des weiteren können und sollten die Behörden soviele Menschen aufnehmen, wie sich sinnvollerweise integrieren lassen; dazu zählen dann auch jene, die man aufnimmt um dem demografischen Wandel etwas entgegenzusetzen. Dafür bräuchte es aber mal ein vernünftiges Einwanderungsgesetz. Bislang ist das ja eher Stückwerk.
Das Possesivpronomen paßt in diesem Fall nicht - es sind nicht "meine" Wirtschaftsflüchtlinge.
Die Anzahl derer, die hier berechtigterweise um Asyl bitten bzw. die aufgrund der Genfer Flüchtlingskonvention vorläufig nicht abgeschoben werden dürfen, liegt unter 50%. Die große Masse der "Flüchtlingswelle" hält sich hier also illegal auf. Das sollte zunächst einmal festgestellt werden.

Was das Einwanderungsgesetz betrifft:
De Maziere hat zu Recht darauf hingewiesen, daß wir ein Einwanderungsgesetz haben, es nennt sich Aufenthaltsgesetz und regelt auch den Zuzug von Hochqualifizierten bzw. bei Mangelberufen. Inwieweit der Zuzug von ungelernten Personen erwünscht sein sollte, erschließt sich mir nicht - es sei denn, man spekuliert auf eine "industrielle Reservearmee".
Die Lösung eines Einwanderungsgesetzes kann doch nicht sein, zunächst einmal jeden hereinzulassen, um dann festzustellen, ob er einen Arbeitsplatz findet. Da ist es doch sinnvoller, gezielt überall auf der Welt nach entsprechenden Kräften zu suchen und diesen dann eine Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis zu geben. Insoweit bringt eine Vermischung des gegenwärtigen "Flüchtlings"Themas mit den ggfs. fehlenden Facharbeitskräften und dem demographischen Wandel nichts.
Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: Das ist doch genau das, was ich unter Politikversagen verstehe. Wenn Länder wie die Schweiz oder Norwegen innerhalb von 48 Stunden bei den sog. "Flüchtlingen" aus den Balkanstaaten eine Entscheidung treffen können, das muß es also Verfahren geben, die das ermöglichen.
Hilfreich bei dieser Ermöglichung ist vermutlich die gering(er)e Zahl.
Der natürlich auch in den Ländern kleinere Behörden gegenüberstehen. Im übrigen können solche Bearbeitungszeiten nicht durch eine Aufstockung des Personals bzw. weniger Anträge erreicht werden. In diesen Ländern müssen ganz andere Regeln gelten - die kann man durchaus kopieren, schließlich handelt es sich bei der Schweiz und Norwegen ebenfalls um Demokratien.
Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: und was soll die EU tun? Wieder einmarschieren und das Land als Protektorat verwalten?
Das sind doch nebulöse Andeutungen von Verantwortung und Hilfe, praktische Vorschläge fehlen.
Ach was. Sie bräuchte bloß die Regierung erpressen, anstatt sie zu füttern. Anderswo macht man das ja auch.
Wo denn?

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Maurus » Montag 31. August 2015, 13:23

Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Die meisten deiner "Wirtschaftsflüchtlinge" sind doch Balkan-Flüchtlinge. Deren Ablehnungsquote ist über 99%. Zur Flüchtlingswelle gehören natürlich alle, die auf irgendeine Weise hier landen. Behalten muss man von Gesetzes wegen alle, die berichtigterweise um Asyl bitten. Des weiteren können und sollten die Behörden soviele Menschen aufnehmen, wie sich sinnvollerweise integrieren lassen; dazu zählen dann auch jene, die man aufnimmt um dem demografischen Wandel etwas entgegenzusetzen. Dafür bräuchte es aber mal ein vernünftiges Einwanderungsgesetz. Bislang ist das ja eher Stückwerk.
Das Possesivpronomen paßt in diesem Fall nicht - es sind nicht "meine" Wirtschaftsflüchtlinge.
Die Anzahl derer, die hier berechtigterweise um Asyl bitten bzw. die aufgrund der Genfer Flüchtlingskonvention vorläufig nicht abgeschoben werden dürfen, liegt unter 50%. Die große Masse der "Flüchtlingswelle" hält sich hier also illegal auf. Das sollte zunächst einmal festgestellt werden.
Nein, das ist falsch. Illegal halten sich diese auf, die es amtlich haben, dass sie keine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Diese Diskussion hatte wir schonmal, wenn ich mich recht entsinne.
Caviteño hat geschrieben:Was das Einwanderungsgesetz betrifft:
De Maziere hat zu Recht darauf hingewiesen, daß wir ein Einwanderungsgesetz haben, es nennt sich Aufenthaltsgesetz und regelt auch den Zuzug von Hochqualifizierten bzw. bei Mangelberufen. Inwieweit der Zuzug von ungelernten Personen erwünscht sein sollte, erschließt sich mir nicht - es sei denn, man spekuliert auf eine "industrielle Reservearmee".
Ja sicher tut man das. Das gibt es schon längst, lt. "Spiegel online" sind in den letzten Jahren 1 Mio solcher Arbeitsplätze geschaffen worden. Eine Gesellschaft braucht halt nicht nur Akademiker und Facharbeiter. Bildungsziel aber ist es ja, dass am besten alle Akademiker werden. Man muss sich nur angucken, was an den Universitäten abläuft. Gut, ein Drittel bricht ab. Aber daran arbeiten die fleißigen Bildungspolitiker noch...


Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
Caviteño hat geschrieben: und was soll die EU tun? Wieder einmarschieren und das Land als Protektorat verwalten?
Das sind doch nebulöse Andeutungen von Verantwortung und Hilfe, praktische Vorschläge fehlen.
Ach was. Sie bräuchte bloß die Regierung erpressen, anstatt sie zu füttern. Anderswo macht man das ja auch.
Wo denn?
Ernst gemeinte Frage? Google halt nach Ländern, gegen die man EU-weit Sanktionen verhängt hat. Das sind ja nicht so wenige. Und der Fall Griechenland hat ja nun gezeigt, dass man dergleichen sogar innerhalb der EU ganz gut kann, wenn man halt will.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Mauritius » Freitag 4. September 2015, 14:33

Das freie Ungarn hält unseren feigen Politikern wieder den Spiegel vor die Nase, wie einst 1989!

Einfach nur großartig! :D

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Freitag 4. September 2015, 15:52

Maurus hat geschrieben: Google halt nach Ländern, gegen die man EU-weit Sanktionen verhängt hat. Und der Fall Griechenland hat ja nun gezeigt, dass man dergleichen sogar innerhalb der EU ganz gut kann, wenn man halt will.
Das Verhängen von Sanktionen ist keine Erpressung.

Wer im Fall GR wen erpreßt hat, darüber muß man nicht lange diskutieren. Geld floß jedenfalls nach GR, das spricht eigentlich gegen eine Erpressung durch die EU - oder zahlt ein Erpresser?
Wenn eine Regierung ihre Wahlkampfversprechen nicht dem Geld bezahlen kann, das sie an Steuern erhebt und sie keine Kredite mehr oder solchen nur noch gegen Auflagen erhält - dann ist das keine Erpressung. Oder gibt es inzwischen ein Recht auf Verschuldung bzw. sind Dritte verpflichtet, Kredite zu verlängern bzw. neu zu gewähren? :neinfreu:

Aber man kann natürlich auch Herrn Tsipras folgen und von "Erpressung" reden..... :D

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Freitag 4. September 2015, 15:55

Mauritius hat geschrieben:Das freie Ungarn hält unseren feigen Politikern wieder den Spiegel vor die Nase, wie einst 1989!

Einfach nur großartig! :D
Man muß schon feststellen, daß die Bundesregierung in Europa ziemlich isoliert ist und mit ihrer Politik einen Sonderweg geht. Eigentlich nicht typisch......

Mauritius
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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Mauritius » Freitag 4. September 2015, 17:47

Es sieht so aus, daß die Bundesrepublik-Politiker alle "Flüchtlinge" haben wollen! Die meinen es mit der "Willkommenskultur" wirklich ernst! :freude:
Aus Serbien, Tschechien und der Slowakei kommen ja noch viel schlimmere Sprüche als vom Orban, die "Qualitätsmedien"
haben jetzt also ihre neuen Feindbilder gefunden! Vielleicht hat die Journaille gehofft, daß dort Zwang gegen "Flüchtlinge" angewendet wird, aber so dumm waren die gottseidank nicht! Ungarn hat aus dem Vorfall mit den Bahngleisen gelernt und weiß jetzt, was es von
"westlichen" Journalisten zu halten hat!

Übrigens, Ungarn ist schuldenfrei und von der EU nicht erpressbar!

Caviteño
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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Montag 7. September 2015, 19:34

Interessante Rede von Viktor Orbán in Rumänien. Er nimmt zur EU, Europa und der unkontrollierten Einwanderung Stellung.

http://www.miniszterelnok.hu/in_english ... _balvanyos
Vor einem Jahr habe ich gesagt, dass wir in Zeiten leben, in denen alles passieren kann, und diese Aussage halte ich auch heute noch aufrecht. Wer hätte gedacht, dass Europa nicht in der Lage sein würde, seine eigenen Grenzen selbst gegen unbewaffnete Flüchtlinge zu schützen? Wer hätte gedacht, dass sich beispielsweise die Dinge in Frankreich soweit entwickeln könnten, dass der Leiter der dortigen Islamgemeinde dem französischen Staat ein offenes Angebot unterbreitete, die entvölkerten christlichen Kirchen seiner Gemeinde zu überlassen, da man aus diesen gerne islamische Gotteshäuser machen würde? Wer hätte gedacht, dass die Vereinigten Staaten von Amerika führende deutsche Politiker abhören?
(...)
Ich stimme mit dem früheren Präsidenten Sarkozy, der vor einigen Tagen im französischen Fernsehen darüber gesprochen hat, dass die derzeitige Völkerwanderungswelle erst der Anfang sei, völlig überein. In Afrika leben derzeit eine Milliarde einhundert Millionen Menschen, von denen mehr als die Hälfte jünger als 25 Jahre ist. Sarkozy vertritt die Ansicht, dass innerhalb kürzester Zeit mehr als rund Hundertmillionen Menschen kein Obdach und keinen Zugang zu einer ausreichenden Wasser- und Nahrungsmittelversorgung haben werden, weshalb sich diese Menschen irgendwohin auf den Weg machen werden, und zwar denen folgend, die bereits heute unterwegs sind. Daraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden, meine sehr verehrten Damen und Herren und hochverehrter Herr Bischof, dass für uns heute Europa, die Lebensart der europäischen Bürger, die europäischen Werte, das Überleben oder Verschwinden der europäischen Nationen, und noch präziser ausgedrückt, deren Veränderung bis zur Unkenntlichkeit auf dem Spiel steht. Heute lautet die Frage nicht mehr lediglich dahingehend, in was für einem Europa wir Ungarn leben möchten, sondern, ob all das, was wir heute unter dem Begriff Europa verstehen, überhaupt noch existieren wird. Unsere diesbezügliche Antwort ist völlig klar: Wir möchten, dass Europa weiterhin den Europäern gehört.
(...)
Wir müssen aber auch darauf zu sprechen kommen, dass die immer stärker werdende Migration auch damit zusammenhängt, dass der Fundamentalismus des Westens im Bereich Menschenrechte allen Menschen, unabhängig davon, aus welchem Grund diese ihre Heimatsländer verlassen möchten, eine moralische Ermunterung bietet. Dabei gibt es selbstverständlich auch echte Flüchtlinge, wobei aber dennoch diejenigen deutlich in der Mehrzahl sind, die lediglich die Vorteile der europäischen Lebensart genießen möchten. Da aber so viele Menschen auf legalem Weg niemals auf das Gebiet der Union gelangen könnten, nehmen immer mehr Menschen die Gefahren, die mit einer illegalen Einwanderung verbunden sind, auf sich, und es werden Ihnen künftig immer mehr gleich tun.
aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht scheint Ungarn erfolgreich zu sein, wie Orbán weiter ausführt:
Es ist vielen noch in Erinnerung, dass das erste Land, das als Folge der Krise im Jahr 28 gezwungen war, ein internationales Rettungspaket in Anspruch zu nehmen, nicht Griechenland, sondern Ungarn war. Nach 21 ist es uns dennoch gelungen, so weit zu kommen, dass Ungarn eines der Mitgliedsländer ist, die übrigens sehr wenige sind, deren Staatsverschuldung, ausgewiesen im Prozent des Bruttosozialprodukts nicht gewachsen, sondern zurückgegangen ist. Wenn wir die Anstrengungen der Ungarn gebührend bewerten und würdigen möchten, sollten wir ein wachsames Auge auf Griechenland werfen. Wir sind stolz darauf, dass wir unsere Schulden an den IMF vorzeitig zurückbezahlt haben, und selbst von der Unterstützung, die wir von der Union erhalten haben, lediglich noch ein kleiner Anteil zu tilgen ist, den wir Anfang 216 zum Zeitpunkt der Fälligkeit zurückzahlen werden. Und beachten Sie dabei bitte auch, dass Ungarn für seine Schulden zu keinem Zeitpunkt eine Begünstigung oder einen Aufschub verlangt hat. In den Augen von einigen gilt dies als Schwäche, in den Augen von anderen wiederum als Tugend, wobei ich zu den letzteren gehöre. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass dies auf eine Weise geschehen ist, dass das Wachstumstempo des ungarischen Bruttosozialproduktes unter den Mitgliedsländern der Union herausragte.
Er spricht auch zum Thema "Migration und Sicherheit" - die Rede ist sehr lesenswert, sieht man doch hier ein anderes politisches Bild als man es von bundesdeutschen oder "europäischen" Politikern gewohnt ist.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Mauritius » Montag 7. September 2015, 20:22

Ich bin der Meinung, daß der ungarische Grenzzaun unter stiller Duldung unserer Bundeskanzlerin gezogen [Punkt] :breitgrins:

Da wir aber eine gleichge ... Presse/Medien haben, werden wir in dieser Richtung keinen Investigativjournalismus sehen!

Und Orban wird sich auch nicht verplappern! Die neuen Grenzsicherungsanlagen der EU werden in etwa so aussehen wie die US-mexik. Grenze oder die Zäune in Ceuta!

Das hat folgenden Grund: Deutschland darf als Zahlmeister nicht ausfallen, denn
spätestens bei 5.000.000 Mio "Flüchtlingen" in Deutschland würde auch die EU finanziell kollabieren!

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Maurus » Freitag 11. September 2015, 17:34

Caviteño hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben: Google halt nach Ländern, gegen die man EU-weit Sanktionen verhängt hat. Und der Fall Griechenland hat ja nun gezeigt, dass man dergleichen sogar innerhalb der EU ganz gut kann, wenn man halt will.
Das Verhängen von Sanktionen ist keine Erpressung.
Natürlich, was denn sonst? Es werden wirtschaftliche Nachteile angedroht (oder gar zugefügt) mit dem Ziel, politische Änderungen herbeizuführen. Das ist Erpressung, aber halb so schlimm, denn Staaten sind moralisch nicht so zu bewerten wie natürliche Personen und unterliegen auch keinem Gesetz, das so etwas verbieten würde.
Caviteño hat geschrieben:Wer im Fall GR wen erpreßt hat, darüber muß man nicht lange diskutieren. Geld floß jedenfalls nach GR, das spricht eigentlich gegen eine Erpressung durch die EU - oder zahlt ein Erpresser?
Ja, sicher. Das hängt allein von der Art der Erpressung ab. Und dass es eine Gegen-Erpressung nicht geben kann, hat ja niemand behauptet.
Caviteño hat geschrieben:Aber man kann natürlich auch Herrn Tsipras folgen und von "Erpressung" reden..... :D
Der meinte das allerdings sicher moralisch. Ich ganz und gar nicht. Die EU war zweifellos berechtigt, Griechenland zu erpressen.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Dieter » Sonntag 13. September 2015, 12:55

Interview mit Viktor Orbán:

http://www.bild.de/politik/ausland/vikt ... .bild.html

Offensichtlich ist Orbán der einzige Politiker in der EU, der noch einen klaren Kopf behält.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Sonntag 13. September 2015, 15:26

Dieter hat geschrieben:Interview mit Viktor Orbán:

http://www.bild.de/politik/ausland/vikt ... .bild.html

Offensichtlich ist Orbán der einzige Politiker in der EU, der noch einen klaren Kopf behält.
Danke, ich hatte das Interview auch gelesen, aber nicht mehr den link präsent. Erstaunlich, daß die BILD, die sonst kaum im Internet auf Inhalte zugreifen läßt, dieses Interview freischaltet....

Man sollte sich diese Aussage von Orbán vor Augen führen:
BILD: Gehört eine „Islamisierung“ zu den Gefahren für Europa, vor denen Sie warnen?

Orbán: „Ich persönlich bin ein Verehrer des Islam. Ohne die Philosophie des Islam wäre ein Teil der Welt längst der Barbarei verfallen. Aber auch hier dürfen wir uns nichts vormachen: Durch Zuwanderung werden Muslime in absehbarer Zukunft in Europa in der Mehrheit sein. Wenn Europa einen Wettkampf der Kulturen zulässt, dann werden die Christen verlieren. Das sind die Fakten. Der einzige Ausweg für diejenigen, die Europa als christlichen Kulturkreis erhalten wollen, ist: nicht immer mehr Muslime hereinlassen! Aber darüber reden Europas Spitzenpolitiker nicht gern.“
Auf den Punkt gebracht!

Man muß froh sein, daß es noch Politiker in Europa gibt, die nicht durch Brüssel weichgespült wurden.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von martin v. tours » Sonntag 13. September 2015, 15:44

Ja ist ein gutes Interview. Aber spätestens seit Ungarn "Gott" in die Verfassung geschrieben hat ( http://orf.at/m/stories/253825/25384/ ) wird Orban von der veröffentlichten Meinung " schlechtgeschrieben".
Das gefällt den freigeistigen Menschenrechtsanbetern in Brüssel gar nicht.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von DarPius » Sonntag 13. September 2015, 15:54

Was mich noch besonders freut: Bald bekommt Orban Verstärkung aus Polen. In nicht mal 6 Wochen gibt es Parlamentswahlen in Polen. Die Chancen stehen gut, das PiS (Recht und Gerechtigkeit) allein regieren kann. Dazu noch der Präsident Duda - ebenfalls PiS.
Linke PO-Regierung in Polen würde zwar der Mutti die Füße küssen, steht aber mit dem Rücken gegen die Wand.

Meine Prognose:
-Noch in diesem Jahr fährt Schengen gegen die Wand - jedes Land führt Grenzkontrollen wieder ein.
- 2017 ist EU Geschichte - wenn Front Nationale in Frankreich die Präsidentin stellt
- Ost-europäische Länder (Polen, Tschechen, Ungarn, Sklovakei, vllt. Estland, Littauen und Lettland) bilden Visehrader Union
- die Mutti kann froh sein, wenn sie dem Causescu-Schicksal entkommt.

Und auf Deutschlands Straßen: Vergewaltigungen (zum Teil schon da, nur verheimlicht) , Unruhen, Krankheiten (zum Teil schon da, nur verheimlicht), Blut. Mach euch nichts vor. Schaut euch mal die Bilder aus Ungarn.
Ich sehe schon, dass die jungen islamischen Invasoren ihre Enttäuschung mit Tränen auskurieren werden.

Gott sei uns gnädig.
'Et portae inferi non praevalebunt eam'

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Caviteño » Sonntag 13. September 2015, 16:07

martin v. tours hat geschrieben:Ja ist ein gutes Interview. Aber spätestens seit Ungarn "Gott" in die Verfassung geschrieben hat ( http://orf.at/m/stories/253825/25384/ ) wird Orban von der veröffentlichten Meinung " schlechtgeschrieben".
Das gefällt den freigeistigen Menschenrechtsanbetern in Brüssel gar nicht.
Ich muß leider gestehen, daß Orbán bis vor wenigen Tagen überhaupt nicht auf meinem "Radar" war. :tuete:

Ich freue mich, einen solchen Politiker in der EU zu haben. Es sind nicht die großen Sprüche und das anschließende "Schwanz einkneifen und Kuschen", das wir z.B. von Seehofer kennen.

Eine wohltuende Alternative - Gott sei Dank.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Niels » Freitag 16. September 2016, 17:24

Resurrexit, sicut dixit, alleluia

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von HeGe » Dienstag 21. November 2017, 14:39

Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von martin v. tours » Dienstag 21. November 2017, 19:09

Eigentlich sollte sich die Welt gegen Soros wehren. Den alten Freimaureronkel der sich überall mit seinen NGO´s einmischt und versucht seine Interessen durchzudrücken,
Mich erinnert er immer an diesen "Schurken":
https://www.starwars-union.de/bilder/ne ... rator.jpeg
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Torsten » Dienstag 21. November 2017, 19:24

welt.de hat geschrieben:In dem Schreiben setzt sich Soros mit den sieben Vorwürfen auseinander, die Orbán ihm im Oktober gemacht hat – in Briefen an sämtliche Wähler des Landes. Vier stellt Soros richtig. So habe er zwar 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise in Europa, in einem Kommentar tatsächlich davor gewarnt, dass die EU in den kommenden Jahren mit einem jährlichen Zustrom von einer Million Asylsuchender rechnen müsse. Im kommenden Jahr habe er sich aber angesichts der veränderten Ausgangslage korrigiert und für die Aufnahme von 300.000 Flüchtlingen plädiert.
So weit scheint also weder die finanzielle noch die intellektuelle Macht des George Soros zu reichen, wenn er für die Aufnahme von Flüchtlingen plädiert, statt das Problem viel grundsätzlicher zu durchdringen. Vielleicht will er das auch gar nicht? Irgendwoher muss der Profit ja kommen, so wie die Stimmen für Orban.

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Re: Ungarn schafft "die Demokratie" ab

Beitrag von Torsten » Dienstag 21. November 2017, 19:57

https://de.wikipedia.org/wiki/Offene_Gesellschaft

Die offene Gesellschaft ist ein in der Tradition des Liberalismus stehendes Gesellschaftsmodell Karl Poppers, das zum Ziel hat, „die kritischen Fähigkeiten des Menschen“ freizusetzen.
Fähigkeit beginnt vielleicht bei der Selbstkritik. Und wirkliche Selbstkritik setzt bei der Erbsünde an, die jedem Menschen innewohnt. Welcher Religion oder Konfession auch immer. Die Kapitalisten sind ein Spezialfall. :D

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