http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Weltbewegt
Langsam muß auch der Letzte merken, wohin es geht.
Quelle hat geschrieben:Zugleich nahmen die Karlsruher Richter ihre Kompetenz zur Überprüfung europäischer Entscheidungen zurück. Eine Kontrolle komme nur in Betracht, wenn „das kompetenzwidrige Handeln der Unionsgewalt offensichtlich ist und der angegriffene Akt im Kompetenzgefüge zwischen Mitgliedstaaten und Union (...) erheblich ins Gewicht fällt“
"Entweder wir schwimmen gemeinsam – oder wir gehen getrennt unter“, warnte der konservative Politiker. Die milliardenschwere öffentliche Verschuldung habe in der Krise ihren Sinn gehabt. Jetzt aber sei der Zeitpunkt, das Ruder herumzureißen. Als Lehre aus der Schuldenkrise müssten die großen Ungleichgewichte zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Ländern reduziert werden.
So soll sich die EU künftig früher in die Planung der nationalen Haushalte einschalten. Außerdem sollen europäische Behörden ab 211 erstmals Entscheidungsbefugnisse in der bisher rein nationalen Finanzaufsicht bekommen.
Ach?Torsten hat geschrieben:Wenn Du in diesen bürgerlichen Kategorien denkst - Nationalstaat gegen EU - dann hast Du schon verloren.
Du musst globaler denken.Niels hat geschrieben:Ich kann mir ein vereintes (Kern-)Europa auch ohne EU sehr gut vorstellen.
Seit wann gibt es Nationalstaaten?cantus planus hat geschrieben:Ist doch klar: große Staatseinheiten und -bünde haben sich geschichtlich nie als lebensfähig erwiesen. Jeder Nationalstaat hat länger überlebt als das beste Bündnis. Und unser Torsten meint nun: wenn's nicht funktioniert, machen wir das Bündnis eben noch größer, holen mehr Staaten ins Boot, verpulvern mehr Geld und lassen uns noch weiter einschränken, um "regierbar" zu bleiben.
Die Logik bleibt auf der Strecke, aber zumindest kann ich den Gedankengang nachvollziehen.

Was ist mit dem alten Reich?cantus planus hat geschrieben:Ist doch klar: große Staatseinheiten und -bünde haben sich geschichtlich nie als lebensfähig erwiesen. Jeder Nationalstaat hat länger überlebt als das beste Bündnis.
Das hat doch knapp tausend Jahre geschafft und war mitnichten ein Nationalstaat. Ich glaube das Problem bei der EU ist gerade, dass man aus einem Staatenbund "von oben" einen Bundesstaat machen will, oder zumindest eine dem Bundesstaat angenäherte Entität.cantus planus hat geschrieben:Was soll damit sein?
Sicher, aber da ließe sich ja irgendeine andere ideelle Basis finden, war bei der Gründung der EWG ja auch nicht anders. Das alte Reich ist mit Sicherheit kein Nationalstaat gewesen, aber es wäre durchaus vertretbar, in Bayern, Hessen, Brandenburg etc Analogien zu den heutigen Staaten zu sehen, in diesem Sinne war das Reich also ein Staatenbund. Allerdings ein wesentlich loserer als es die EU heute ist (keine Zollfreiheit).cantus planus hat geschrieben:Das Reich kann man weder mit einem modernen Nationalstaat, noch mit einer Art modernem Bündnis vergleichen. Da hinkt's an jedem Vergleich. Sowas wäre auch heute gar nicht mehr möglich, weil jeder dahinterstehende Sinn, unter anderem die Sakralität der Königswürde, etc. gar nicht mehr zu vermitteln sind;
Das alte Reich war insofern kein Staatenbund, als es a) gar nicht aus Staaten im heutigen Sinne bestand und b) auch kein Verbund im Sinne eines Zusammenschlusses war, sondern eine Entität eigenen Rechts. Auch die anderen christlichen Monarchen waren in einer gewissen Weise auf den Kaiser hin geordnet, auch wenn sie außerhalb des Reiches standen. Bis weit in die Neuzeit hinein wäre es völlig undenkbar gewesen, daß der französische oder der englische König den Kaisertitel angenommen hätte - es konnte nur einen geben. Allerdings haben ein- oder zweimal französische Könige versucht, sich von den Kurfürsten zum römischen Kaiser wählen zu lassen.Maurus hat geschrieben:Sicher, aber da ließe sich ja irgendeine andere ideelle Basis finden, war bei der Gründung der EWG ja auch nicht anders. Das alte Reich ist mit Sicherheit kein Nationalstaat gewesen, aber es wäre durchaus vertretbar, in Bayern, Hessen, Brandenburg etc Analogien zu den heutigen Staaten zu sehen, in diesem Sinne war das Reich also ein Staatenbund. Allerdings ein wesentlich loserer als es die EU heute ist (keine Zollfreiheit).
Gibt es doch. Einschließlich sakraler Riten.Maurus hat geschrieben:Sicher, aber da ließe sich ja irgendeine andere ideelle Basis findencantus planus hat geschrieben:Das Reich kann man weder mit einem modernen Nationalstaat, noch mit einer Art modernem Bündnis vergleichen. Da hinkt's an jedem Vergleich. Sowas wäre auch heute gar nicht mehr möglich, weil jeder dahinterstehende Sinn, unter anderem die Sakralität der Königswürde, etc. gar nicht mehr zu vermitteln sind;
civilisation hat geschrieben:(...)
Typisch freimaurerisches Gewäsch.
...aber weder die jetzige Parteienlandschaft noch die eingespielten Lobbyistenseilscahften* werden ein erstarktes Reich als Kristalisationspunkt einer ethisch-orientiertenen Nationalregierung zulassen! Wenn ein HEILIGES römisches Reich deutscher Nation wiedererstehen soll, so kann das nur im Einklang mit Österreich geschehen und mit der Einladung an einen Beitritt anderer Nachbarstaaten, die auf selbigen Grundlagen stehen.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Gibt es doch. Einschließlich sakraler Riten.Maurus hat geschrieben:Sicher, aber da ließe sich ja irgendeine andere ideelle Basis findencantus planus hat geschrieben:Das Reich kann man weder mit einem modernen Nationalstaat, noch mit einer Art modernem Bündnis vergleichen. Da hinkt's an jedem Vergleich. Sowas wäre auch heute gar nicht mehr möglich, weil jeder dahinterstehende Sinn, unter anderem die Sakralität der Königswürde, etc. gar nicht mehr zu vermitteln sind;
Das ist mir klar, daher die Formulierung "Analogien zu den heutigen Staaten". Wenn man sich darüber hinwegsetzt, dass Bayern und Co noch keine Staaten im heutigen Sinn, sondern Personenvereinigungen waren, dann entspricht die Verfassung des alten Reiches der eines Staatenbundes. Das Reich ist so oder so mit einem Staatenbund besser vergleichbar als mit einem Nationalstaat.Bernado hat geschrieben:Das alte Reich war insofern kein Staatenbund, als es a) gar nicht aus Staaten im heutigen Sinne bestand und b) auch kein Verbund im Sinne eines Zusammenschlusses war, sondern eine Entität eigenen Rechts.Maurus hat geschrieben:Sicher, aber da ließe sich ja irgendeine andere ideelle Basis finden, war bei der Gründung der EWG ja auch nicht anders. Das alte Reich ist mit Sicherheit kein Nationalstaat gewesen, aber es wäre durchaus vertretbar, in Bayern, Hessen, Brandenburg etc Analogien zu den heutigen Staaten zu sehen, in diesem Sinne war das Reich also ein Staatenbund. Allerdings ein wesentlich loserer als es die EU heute ist (keine Zollfreiheit).
Das käme doch dem Recht nahe was gewünscht und benöthigt wird: Lokalität in der Verwaltung der Menschen vor Ort (Realitäts- & Menschennähe der Verwaltung) und Vergleichbarkeit in Reich (Schulausbildung).Maurus hat geschrieben:(...)Das Reich ist so oder so mit einem Staatenbund besser vergleichbar als mit einem Nationalstaat.
Die Europäische Union will den Einfluss auf die nationale Wirtschaftspolitik deutlich ausweiten. Im Rahmen eines sogenannten Warnsystems sollen künftig auch die Finanz- und Lohnpolitik der einzelnen EU-Länder überwacht und gegebenenfalls Änderungen eingefordert werden. ...
Nach Informationen aus hohen Berliner Regierungskreisen ist die Bundesregierung bereit, dem neuen „Warnsystem“ zuzustimmen. Es ginge jetzt nur noch um „Detailfragen“, hieß es.
So kann man - unter Hinweis auf den Zwang aus Brüssel - auch in D. Vorhaben durchziehen, für die es im Parlament nie eine Mehrheit gegeben hätte. Und der Bundestag wird es abnicken und seinem weiteren Machtverlust zustimmen.civilisation hat geschrieben: http://www.welt.de/wirtschaft/article98 ... Weltbewegt
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Nach Informationen aus hohen Berliner Regierungskreisen ist die Bundesregierung bereit, dem neuen „Warnsystem“ zuzustimmen. Es ginge jetzt nur noch um „Detailfragen“, hieß es.