Das Grabtuch von Turin

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.

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Inabikari
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Re: Grabtuch von Turin

Beitrag von Inabikari » Sonntag 1. März 2009, 21:46

Der Film wurde auf 3Sat gesendet, und zwar am 6.4.2007 und am 2.5.2008. Er hieß: Das Jesus-Foto oder das Geheimnis von Manoppello

Autor: Friedrich Klütsch

Kurzbeschreibung:

Gibt es ein wahres Abbild von Jesus Christus? Und wird dieses Bild statt im Petersdom in einem abgelegenen Kapuzinerkonvent in den Abbruzzen aufbewahrt? Mit seiner Pilgerreise zum "Volto Santo" hat Papst Benedikt XVI. im September 2006 das öffentliche Interesse am "Geheimnis von Manoppello" vervielfacht. - Der Film stellt Ergebnisse bisher unveröffentlichter Untersuchungen vor.

Vielleicht hat man inzwischen diese "unveröffentlichten Untersuchungen" irgendwo veröffentlicht?

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LaudaSion
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Re: Grabtuch von Turin

Beitrag von LaudaSion » Sonntag 1. März 2009, 21:57

Danke Dir für die Präzisierung!
Ich frage mich immer, wie die Sender an Ergebnisse angeblicher Untersuchungen herankommen, die nirgendswo sonst bekannt oder veröffentlicht sind....aber vielleicht sind sie es ja :hae?:
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sofaklecks
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Hinweis

Beitrag von sofaklecks » Sonntag 1. März 2009, 23:06

Hinweis: Wir haben hier schon ausführlich darüber diskutiert:

http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... =Manopello

sofaklecks

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LaudaSion
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Re: Hinweis

Beitrag von LaudaSion » Sonntag 1. März 2009, 23:24

sofaklecks hat geschrieben:Hinweis: Wir haben hier schon ausführlich darüber diskutiert:

http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php? ... =Manopello

sofaklecks
Danke für den Verweis, dass wir off topic sind! Hier also weiter mit der Sindonologie....
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Amandus2
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Turiner Grabtuch - eine Fälschung!

Beitrag von Amandus2 » Dienstag 6. Oktober 2009, 13:35


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anneke6
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Re: Turiner Grabtuch - eine Fälschung!

Beitrag von anneke6 » Dienstag 6. Oktober 2009, 13:37

Naja, ob das ein Beweis ist… :/
???

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cantus planus
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Re: Turiner Grabtuch - eine Fälschung!

Beitrag von cantus planus » Dienstag 6. Oktober 2009, 13:38

Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.

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Sebastian
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Re: Turiner Grabtuch - eine Fälschung!

Beitrag von Sebastian » Dienstag 6. Oktober 2009, 13:40

anneke6 hat geschrieben:Naja, ob das ein Beweis ist… :/
Haaallo! Wenn "yahoo" das bringt, dann wird das schon was heissen. :roll:
;D
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Re: Turiner Grabtuch - eine Fälschung!

Beitrag von taddeo » Dienstag 6. Oktober 2009, 13:40

Es wäre wohl sinnvoll, entweder im Titel dieses Threads das Ausrufe- durch ein Fragezeichen zu ersetzen oder, noch besser, das Thema mit dem schon bestehenden Strang im Scriptorium zu vereinen ...

Hat sich durch die Fusion bereits erledigt. Verschiebe das Thema noch ins "Scriptorium".
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Sebastian
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Re: Turiner Grabtuch - eine Fälschung!

Beitrag von Sebastian » Dienstag 6. Oktober 2009, 13:43

taddeo hat geschrieben:Es wäre wohl sinnvoll, entweder im Titel dieses Threads das Ausrufe- durch ein Fragezeichen zu ersetzen oder, noch besser, das Thema mit dem schon bestehenden Strang im Scriptorium zu vereinen ...
Es wäre wohl sinnvoll, taddeo zum Moderator der "Pforte" zu machen ;D
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Pit
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Re: Turiner Grabtuch - eine Fälschung!

Beitrag von Pit » Dienstag 6. Oktober 2009, 13:49

Sebastian hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:Naja, ob das ein Beweis ist… :/
Haaallo! Wenn "yahoo" das bringt, dann wird das schon was heissen. :roll:
;D
Eben, nämlich reine Fakten, dann werden die "Experten" auch erklären können, warum sich im Gewebe des Turiner Grabtuches Spuren von Pflanzen fanden, die zur Zeit Jesu in Israel wuchsen, aber nicht mehr im 13. oder 14. Jahrhundert, warum - was die Grundkonturen des Gesichtes betrifft - das Grabtuch und das Tuch von Manopello übereinstimmen, warum auf dem Grabtuch Spuren einer Geisselung erkennbar sind, warum die Kreuzesmale an den Hand-und Fussgelenken und nicht- wie bei mittelalterlichen Darstellungen üblich an der Handfläche zu finden sind usw.?
Tja, wahre "Experten" eben! :freude:
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Robert Ketelhohn
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Robert Ketelhohn » Dienstag 6. Oktober 2009, 22:24

Das Turiner Tuch ist nicht pigmentiert.
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Leguan
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Leguan » Dienstag 6. Oktober 2009, 23:18

Diese neuartig Entdeckte "Methode zur Herstellung Turiner Grabtücher" hat doch schon vor ein paar Jahren ein Fuzzi in Galileo Mystery vorgeführt. :hae?:
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anneke6
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von anneke6 » Dienstag 6. Oktober 2009, 23:36

Bei dieser Sendung fragt man sich sowieso, was der Namensgeber dazu sagen würde…
???

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Maurus
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Maurus » Dienstag 6. Oktober 2009, 23:44

anneke6 hat geschrieben:Bei dieser Sendung fragt man sich sowieso, was der Namensgeber dazu sagen würde…
Kohle für die Verwendung des Namens verlangen?

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anneke6
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von anneke6 » Mittwoch 7. Oktober 2009, 00:05

Da wird nicht mehr viel zu machen sein. 70 Jahre tot…Patent ausgelaufen.
???

Siard
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Siard » Montag 12. Oktober 2009, 21:28

ich fand das buch eines anglikaners dazu recht informativ:

Das Turiner Grabtuch. Die Wahrheit. von Ian Wilson

ist bei goldmann erschienen und nur noch antiquarisch erhältlich. wilson setzt sich da mit einigen argumenten gegen die echtheit auseinander, darunter auch die aussagekraft der c14-methode. er kam zu dem schluß, daß das tuch vermutlich echt ist.
gerade die datierung des tuches durch die c14-methode ins mittelalter ist in vielfacher hinsicht zweifelhaft, war es damals doch noch nicht möglich auch nur annähernd eine so genaue zeitangabe zu machen.

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incarnata
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von incarnata » Mittwoch 14. Oktober 2009, 01:28

Zurück zum Turiner Grabtuch:Was Felzmann in dem verlinkten Auschnitt seines Buches zur Entstehung des Bildes auf dem Grabtuch schreibt, halte ich für gar nicht so blöd.Es kann ja durchaus sein,dass Jesus bewusstlos ins Grab gelegt wurde und das Bild unter der Mitwirkung der Öle ,mit denen er gesalbt wurde schon im "noch lebenden"Zustand entstanden ist.Damit ist aber keinesfalls bewiesen,dass er dann nicht doch noch gestorben ist-und insbesondere ist dies kein Beweis gegen die Auferstehung vom Tode !
Denn ein aus dem Koma nach einer solchen Folterung wieder Erwachter wäre schwerst pflegebedürftig gewesen und keineswegs so fit,dass er hätte am dritten Tag danach mit den
Emmausjüngern viele Kilometer marschieren und dabei noch tiefsinnige Gespräche führen können.Ganz zu schweigen von den Erscheinungen mit all den anderen Jüngern,die einem höchst lebendigen-aber eben doch verwandelten Jesus begegneten.Eben auf dem Zeugnis von diesen Begegnungen fusst das ganze Christentum.Für ein blosses Hirngespinst oder eine Vereinbarung der Jünger untereinander,was sie erzählen wollten-hätte später sicher keiner Verfolgung,Not und die Mühen,die die die Ausbreitung der Botschaft mit sich brachte auf sich genommen !

Den Glauben an die Auferstehung Jesu und Seine göttliche Natur kann man nicht an dem Tuch festmachen-das wäre Kleinglauben!Selig sind die nicht sehen-und doch glauben !Schön ist aber,dass wir anhand des Tuches bis heute überliefert haben,wie Er konkret als Mensch ausgesehen hat.Denn wir sind Menschen mit Sinnen und Gefühlen und so etwas kann deshalb unserer Vorstellungskraft auf die Sprünge helfen.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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incarnata
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Re: Grabtuch von Turin

Beitrag von incarnata » Mittwoch 14. Oktober 2009, 01:48

Lupus hat geschrieben:Beim Hostienwunder von Lanciano soll man ebenfalls die Blutgruppe AB festgestellt haben!

Interessiert mich deshalb besonders, weil AB meine Blutgruppe ist!
Opfer der Globalisierung, Einflüsse asiatischer Mongolenfürsten? etwa Dschingis Kahn (bloß nicht der olle Kicker Oliver!)? Immerhin dann doch Blaues Blut, oder nicht? Tolle Aussichten! :freude: :erschrocken:

+L.
Ist wahrscheinlich schlesisches Erbe!Meine Mutter mit nachgewiesenem innerschlesischem Stammbaum bis ins 14. Jahrhundert und von sehr dunklem Teint hat auch AB.Der ein oder andere Mongole wird um die Schlacht von Wahlstatt herum schon im Lande seine Spuren hinterlassen haben !Aber wo verläuft die Verbindung zwischen der mongolischen Steppe und Palästina ?
Schlage vor diesen "off topic" Zweig unter der Überschrift:schlesische Neigung zu christlicher Mystik genetisch bedingt ? in den Gemüsegarten zu verschieben !
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Siard
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Siard » Mittwoch 14. Oktober 2009, 19:17

incarnata hat geschrieben:... Es kann ja durchaus sein,dass Jesus bewusstlos ins Grab gelegt wurde ...
ehr unwahrscheinlich - die römer verstanden ihr handwerk

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incarnata
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von incarnata » Donnerstag 15. Oktober 2009, 12:48

Vielleicht war er nach heutigen Kriterien ab dem Moment,da er am Kreuz seinen "Geist aufgab"
hirntot;das Blut konnte aber noch in die "falsche" Richtung fliessen,nicht wie bei einer auch herztoten Leiche!
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Marion
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Marion » Donnerstag 15. Oktober 2009, 14:00

Huhu, aber hallo! Wir sind im Scriptorium, also im katholischenm Bereich.
Da muss man nicht drüber diskutieren wie feste Jesus am Kreuz gestorben ist.

Er ist da gestorben und zwar so feste wie es überhaupt geht. Fester gehts nicht, gings nie und wird es nie gehen. Vollekanne Ratzeputze tot.


Zum Tuch - Ich glaub das ist echt :)
Da müsst mir erst einer das Gegenteil beweisen.
Ist das irgendwo schön dukumentiert wo das Tuch die letzten 2000 Jahre verbracht hat und durch welche Finger es ging?

Ich glaub auch daß Jesus Schlappen echt sind. Warum sagt man eigentlich zu so Sandalen mit Zehriehmen Jesusschlappen? Die wir da ja noch haben sind richtig anständige Schuhe.
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incarnata
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von incarnata » Dienstag 20. Oktober 2009, 21:33

Marion hat geschrieben:Huhu, aber hallo! Wir sind im Scriptorium, also im katholischenm Bereich.
Da muss man nicht drüber diskutieren wie feste Jesus am Kreuz gestorben ist.

Er ist da gestorben und zwar so feste wie es überhaupt geht. Fester gehts nicht, gings nie und wird es nie gehen. Vollekanne Ratzeputze tot..
Das hab ich auch nicht bezweifelt !habe dargelegt,warum die Argumentation Felzmann´s auch nicht als Nahrung für solche Zweifel angeführt werden kann(er hält das Tuch ja auch für echt).Die Frage,die sich nach seinem Schreiben nur ergibt ist: was wird auf dem Tuch abgebildet ?Der erste Augenblick der Auferstehung via quasi photographischer Reaktion oder der letzte Augenblick vor dem "Ratzeputze tot"via biochemische Reaktion.?
Für den Glauben an Tod und Auferstehung Jesu ist dies allerdings in der Tat nur von akademischem
Interesse.

Ein sehr schönes Büchlein,das alle wichtigen Erkenntnisse zusammenträgt und sich mit den Argumenten der Grabtuch-Echtheits-Zweifler auseinander setzt hat Wolfgang Graf Waldstein geschrieben !
Da stehen auch die verschlungenen Wege drin,die das Tuch bis nach Turin genommen hat-und die Geschichte seiner wiederholten wunderbaren Rettung aus den Bränden,die den Dom heimsuchten !
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Kilianus
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Kilianus » Mittwoch 21. Oktober 2009, 17:45


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Niels
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Niels » Mittwoch 21. Oktober 2009, 19:19

Was willst Du von der "Springer"-Presse anderes erwarten? :achselzuck:
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Robert Ketelhohn
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Robert Ketelhohn » Mittwoch 21. Oktober 2009, 21:49

Hat einer Andream Ang(e)licum schon mal italienisch sprechen hören?
»I Templari e la sindode di Cristo«! :hae?: :vogel: :vogel: :vogel: :vogel: :vogel: :vogel: :vogel:
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Niels » Donnerstag 22. Oktober 2009, 07:21

Nein, aber in einigen Talkrunden auf deutsch, und das war verwirrend genug...
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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cantus planus
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 22. Oktober 2009, 09:44

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Hat einer Andream Ang(e)licum schon mal italienisch sprechen hören?
Nein. Aber ich kann Niels' Eindrücke aus deutschen Talkshows nur bestätigen. Außerdem habe ich seine Bücher gelesen. Das hat mir gereicht...
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Linus
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Linus » Donnerstag 22. Oktober 2009, 12:01

incarnata hat geschrieben:Zurück zum Turiner Grabtuch:Was Felzmann in dem verlinkten Auschnitt seines Buches zur Entstehung des Bildes auf dem Grabtuch schreibt, halte ich für gar nicht so blöd.Es kann ja durchaus sein,dass Jesus bewusstlos ins Grab gelegt wurde und das Bild unter der Mitwirkung der Öle ,mit denen er gesalbt wurde schon im "noch lebenden"Zustand entstanden ist.Damit ist aber keinesfalls bewiesen,dass er dann nicht doch noch gestorben ist-und insbesondere ist dies kein Beweis gegen die Auferstehung vom Tode !
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Den Glauben an die Auferstehung Jesu und Seine göttliche Natur kann man nicht an dem Tuch festmachen-das wäre Kleinglauben!Selig sind die nicht sehen-und doch glauben !Schön ist aber,dass wir anhand des Tuches bis heute überliefert haben,wie Er konkret als Mensch ausgesehen hat.Denn wir sind Menschen mit Sinnen und Gefühlen und so etwas kann deshalb unserer Vorstellungskraft auf die Sprünge helfen.
Jesus lebte nicht mehr - im Gegensatz zu seinen Mitgekreuzigten, denen die Beine zertrümmert wurden, damit das Sterben beschleunigt würde.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein

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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Thomas83 » Freitag 23. Oktober 2009, 17:07

Sollte dieses Grabtuch tatsächlich echt sein, könnte ich mich trotzdem nicht darüber freuen. Denn es ist meine Überzeugung, dass es keine "Zeichen und Wunder" braucht, um an Jesus zu glauben.

Jesus sagt in Matthäus 12,39: "[...] Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona."

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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von taddeo » Freitag 23. Oktober 2009, 17:32

Linus hat geschrieben:Jesus lebte nicht mehr - im Gegensatz zu seinen Mitgekreuzigten, denen die Beine zertrümmert wurden, damit das Sterben beschleunigt würde.
Darauf kann man gar nicht deutlich genug hinweisen angesichts der ständig wiederkehrenden Fabeln, Jesus sei nicht wirklich tot gewesen.

Die römischen Soldaten, die die Hinrichtung beaufsichtigten und durchführten, waren äußerst professionelle Mordhandwerker. Die lernten das von der Pike auf, wann ein Delinquent auch wirklich tot ist. Der genau plazierte Lanzenstoß war etwa so ein Mittel, um möglichen Scheintoten ein lebendiges Begräbnis zu ersparen. Und das Beinebrechen half bei allzu zähen Kandidaten, das Martyrium der Kreuzigung deutlich abzukürzen.
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Re: Das Grabtuch von Turin

Beitrag von Marion » Freitag 23. Oktober 2009, 17:52

Thomas Thurnheer hat geschrieben:Sollte dieses Grabtuch tatsächlich echt sein, könnte ich mich trotzdem nicht darüber freuen. Denn es ist meine Überzeugung, dass es keine "Zeichen und Wunder" braucht, um an Jesus zu glauben.

Jesus sagt in Matthäus 12,39: "[...] Ein böses und abtrünniges Geschlecht fordert ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Propheten Jona."
Zeichern fordern ist nix, das stimmt - fordern (egal was) ist sowieso nix.

Zeichen und Wunder haben allerdings schon viele zum Glauben gebracht. Unnötig sind sie auf keinen Fall, wenn auch nur ein einziger durch das Wunder gerettet wird
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