Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.

Moderator: Hubertus

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overkott
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Beitrag von overkott » Sonnabend 23. August 2008, 19:12

Das ist natürlich eine Frage nach Gerechtigkeit.

Gretchen
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Beitrag von Gretchen » Sonnabend 23. August 2008, 20:16

overkott hat geschrieben:Das ist natürlich eine Frage nach Gerechtigkeit.
Wie schon gesagt; wenn man anfängt danach zu fragen, kann man gleich lassen, was man tut.
Die Wege des Herrn sind eben unergründlich. So sehe ich das jedenfalls - und meine Freundin auch. Alleine unseres Berufes wegen...

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Hubertus
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Hubertus » Dienstag 8. November 2016, 17:55

"Das Erdbeben und die Strafe Gottes"

Daraus:
„Wir werden alles wiederaufbauen“, hat Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi erklärt. Derselbe Renzi hat jedoch am 23. Juli 2016 seine Unterschrift unter das Durchführungsdekret zum Staatsgesetz [gesetzt ...] das die „Homo-Ehe“ in Italien legalisiert.

Dieses Gesetz ist ein moralisches Erdbeben, weil es die Mauer des göttlichen Naturrechts niederreißt. Wie könnte man nur denken, daß dieses schändliche Gesetz folgenlos bliebe?
[...]
Der Mensch lehnt sich gegen das Naturrecht auf, das sein Fundament in Gott hat, und die Unordnung der Natur explodiert.
[...]
Der Papst wiederholt, daß man keine Mauern errichten, sondern Mauern einreißen soll: Nun denn, die Mauern brechen ein, aber mit ihnen bricht auch der Glauben und die katholischen Moral ein, mit ihnen stürzt auch die christliche Zivilisation ein, die in Norcia, der Heimat des heiligen Benedikt, ihre symbolische Wiege hat.
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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taddeo
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von taddeo » Dienstag 8. November 2016, 18:00

:D Es gibt in Bayern eine volkstümliche Variante dieser Ansicht:
"Seit sich die Bauern nicht mehr an die 10 Gebote halten, hält sich der Herrgott nicht mehr an die Bauernregeln." ;D
Der liebe Gott ist ein Masseur mit Händen aus Musik. (Martin Walser)

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Juergen
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Juergen » Dienstag 8. November 2016, 18:29

Gott straft noch. Er versperrt Wege.

Gruß
Jürgen

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Raphael
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Raphael » Mittwoch 9. November 2016, 06:38

Juergen hat geschrieben:Gott straft noch.
ER gibt Zeichen, die man deuten können sollte! :ja:

Und wenn man's schon nicht selber kann, dann sollte man wenigstens die kundige Hilfe von Anderen in Anspruch nehmen. :hmm:
JESUS CHRISTUS ist ein guter Lehrer:
Erst führt ER die Schüler an ihre Grenzen und dann darüber hinaus!

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Niels
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Niels » Mittwoch 9. November 2016, 08:57

Gott straft auch durch Nutzer wie U.........u, die hier ungestraft dummes Zeug schreiben dürfen.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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Sascha B.
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Sascha B. » Mittwoch 9. November 2016, 15:25

Niels hat geschrieben:Gott straft auch durch Nutzer wie U.........u, die hier ungestraft dummes Zeug schreiben dürfen.
Der Herr züchtigt jene welcher er liebt. Und er prüft unsere Geduld. Eine manchmal recht harte Prüfung.
Um den Frieden von oben und das Heil unserer Seelen lasset zum Herrn uns beten.
Herr, erbarme dich.

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Niels
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Niels » Mittwoch 9. November 2016, 17:25

Das ist wohl wahr.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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overkott
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von overkott » Donnerstag 2. Februar 2017, 20:56

Der Herr ist langmütig und geduldig. Er hat keine Freude daran zu strafen. Er schlägt mit dem Stock seines Wortes, damit der Törichte umkehrt vom falschen Weg und der Starrsinnige nicht ins Verderben läuft.

Tinius
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Tinius » Freitag 3. Februar 2017, 08:06

overkott hat geschrieben:
Donnerstag 2. Februar 2017, 20:56
Der Herr ist langmütig und geduldig. Er hat keine Freude daran zu strafen. Er schlägt mit dem Stock seines Wortes, damit der Törichte umkehrt vom falschen Weg und der Starrsinnige nicht ins Verderben läuft.
Da wurde dann aber im Ur-Alten-Testament noch richtig derb reingeknüppelt. :pfeif: :pfeif: :pfeif:
Überall harte Strafen, die Kinder sterben einem weg, es gibt keinen Regen, man wird grausig krank und Kinder und Enkel müssen harte Strafen erdulden, weil man was falsch gemacht hat.

Pilgerer
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Pilgerer » Mittwoch 6. September 2017, 18:02

Die Frage ist, mit welchem Motiv jemand straft. Ist der Zweck der Strafe die Besserung und seelische Heilung - oder ist der Zweck die Schädigung des Bestraften?

Bei Gott, der gut ist, der die Liebe ist und der für Seine Feinde Sich Selbst am Kreuz opferte, es es unvorstellbar, dass er Strafe als Schädigung versteht. Vielmehr dient hier die aktive Strafe Gottes stets der Läuterung. Das kann manchmal schmerzhaft sein, das ist aber auch wohltuend, weil es eine Heilung bringt.

Von der aktiven Strafe Gottes zu unterscheiden ist das Schicksal, das jemanden ereilt, der gegen die Gebote Gottes verstößt oder anderweitig sich von Gott entfernt. Ungerecht zu handeln oder sich von Gott entfernen sind identisch. In beiden Fällen entfernt sich jemand damit von Gott und unterwirft sich den Mächten der "dunklen Welt". Das geschah zum Beispiel, wenn Israel andere Götter neben dem HERRN verehrte. Da kamen von allen Seiten die missgünstigen Nachbarn und tyrannisierten das Volk Gottes. Diese Strafe kam nicht von Gott, sondern durch das Leben ohne Gott.

Es ist heute und immer nötig, dass Christen sich zur Liebe Gottes bekehrt, die alles übertrifft, was wir in dieser Welt an Liebe erfahren. Die Läuterung durch die alle Vorstellung sprengende Liebe Gottes ist die Heilung der Seele. Sie ist eine Läuterung im o.g. Sinn. Sie bestraft und belohnt zugleich.
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

Tinius
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Tinius » Donnerstag 7. September 2017, 23:55

Also...wenn 230.000 Leute (incl. Neugeborene mit Erbsünde) von einem Tsunami ersäuft werden....

Was ist das?

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umusungu
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von umusungu » Freitag 8. September 2017, 00:18

Tinius hat geschrieben:
Donnerstag 7. September 2017, 23:55
Also...wenn 230.000 Leute (incl. Neugeborene mit Erbsünde) von einem Tsunami ersäuft werden....

Was ist das?
eine Naturkatastrophe innerhalb der Schöpfung, die in Wehen liegt.

Pilgerer
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Re: Gott des Alten + Neuen Testamentes - straft Gott heute noch?

Beitrag von Pilgerer » Freitag 8. September 2017, 11:28

Unsere Welt ist eine gefallene Welt, die die Gottlosigkeit der gefallenen Menschen in sich trägt. Darum gibt es in ihr auch Knappheit, Schrecken und Katastrophen, die es in Gottes Welt nicht gibt. Wer sich von Gott entfernt, kommt ins Unheil. Wer sich Gott annähert, kommt immer mehr in die Glückseligkeit. Weil Gott sich in Jesus uns nun noch mehr als woanders annähert, gilt hier: "25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.?" (Johannes 11)
10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. (Jesaja 35,10)

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