Juden und Christen

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.

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FranzSales
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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Mittwoch 17. Januar 2018, 09:58

Als Hinführung zum Thema sei das Buch von Scott Hahn
Scott Hahn sagt zum Thema folgendes:

“God's covenant with Israel was neither revoked nor abolished. It was fulfilled in Jesus Christ, and Honey from the Rock is powerful proof of that fulfillment. Israel's prayer and piety, vocation and sacrifice - all are transformed as they are restored. All find their completion in the lives we encounter here. Pope Pius XI put it well when he said that Spiritually we are Semites. May all Catholics be enriched by this movement of the Spirit, because for us it's a movement homeward” aus einer Buchbesprechung "Honey from the rock".

und/oder

"The covenant God made with the Jews “is still binding. Yes it is not revoked, and yes, the Jewish people are witnesses of the kingdom…”[ aus U.S. News Post-Gazette vom 14.08.2002 zitiert von Ann Rodgers-Melnick.

Inwieweit ist Scott Hahn also ein Kronzeuge Deiner Auffassungen?
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 10:05

Ich möchte noch auf ein weiteres Detail hinweisen, welches im Verhältnis von Christentum und Judentum nicht unwesentlich ist:
Schon in der frühen Kirche gab es einen Streit darüber, ob die Heiden zunächst Juden werden müßten, bevor sie dann das Christentum annehmen dürfen. Die Kirche hat diesen Zwischenschritt für überflüssig erachtet. Daraus resultiert eindeutig, daß das Judentum nicht (mehr) heilsnotwendig ist.

Das Judentum hatte heilsgeschichtlich die Aufgabe, den Messias hervorzubringen und diese Aufgabe hat es erfolgreich gemeistert. Allerdings ist es im Weiteren dann mit dem Messias so umgegangen wie es im Neuen Testament niedergeschrieben und bezeugt worden ist.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 10:11

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 09:58
Als Hinführung zum Thema sei das Buch von Scott Hahn
Scott Hahn sagt zum Thema folgendes:

“God's covenant with Israel was neither revoked nor abolished. It was fulfilled in Jesus Christ, and Honey from the Rock is powerful proof of that fulfillment. Israel's prayer and piety, vocation and sacrifice - all are transformed as they are restored. All find their completion in the lives we encounter here. Pope Pius XI put it well when he said that Spiritually we are Semites. May all Catholics be enriched by this movement of the Spirit, because for us it's a movement homeward” aus einer Buchbesprechung "Honey from the rock".

und/oder

"The covenant God made with the Jews “is still binding. Yes it is not revoked, and yes, the Jewish people are witnesses of the kingdom…”[ aus U.S. News Post-Gazette vom 14.08.2002 zitiert von Ann Rodgers-Melnick.

Inwieweit ist Scott Hahn also ein Kronzeuge Deiner Auffassungen?
Die Antwort findest Du (hoffentlich) in dem um 10:05 Uhr verfaßten Beitrag. :huhu:

Scott Hahn vertritt die Ansicht, daß von Gott aus (!!!) der Alte Bund nicht aufgekündigt worden ist. Nichtsdestoweniger wurde der Alte Bund von jüdischer Seite aus aufgekündigt. Die entsprechende Passage aus der Hl. Schrift wurde bereits zitiert.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Mittwoch 17. Januar 2018, 10:14

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 09:58
Als Hinführung zum Thema sei das Buch von Scott Hahn
Scott Hahn sagt zum Thema folgendes:

“God's covenant with Israel was neither revoked nor abolished. It was fulfilled in Jesus Christ, and Honey from the Rock is powerful proof of that fulfillment. Israel's prayer and piety, vocation and sacrifice - all are transformed as they are restored. All find their completion in the lives we encounter here. Pope Pius XI put it well when he said that Spiritually we are Semites. May all Catholics be enriched by this movement of the Spirit, because for us it's a movement homeward” aus einer Buchbesprechung "Honey from the rock".

und/oder

"The covenant God made with the Jews “is still binding. Yes it is not revoked, and yes, the Jewish people are witnesses of the kingdom…”[ aus U.S. News Post-Gazette vom 14.08.2002 zitiert von Ann Rodgers-Melnick.

Inwieweit ist Scott Hahn also ein Kronzeuge Deiner Auffassungen?
Ich habe das Buch nicht gelesen, du FranzSales?
Amazon Costumer schreibt:
Hahn argumentiert, daß Gott seinen Bund mit den Menschen immer mehr ausweitete, angefangen mit Adam (Bund mit den Eheleuten) über Noah (Bund mit der Sippe), Abraham (Bund mit dem Stamm), Moses (Nation), David (Nationales Königreich) bis hin zum Bund Jesu mit der ganzen Menschheit - institutionell verkörpert in der katholischen Kirche.
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 10:22

Der Forant Nietenolaf hatte in der Vergangenheit 'mal einen IMHO leicht verständlichen Text eingestellt (hier), der das Verhältnis von Judentum und Christentum näherhin beleuchtet:
Diakon Andrej Kuraew hat geschrieben:"Die Religion Israels ist relativ spät auf der Arena der Weltgeschichte erschienen. Die Menschheit hatte mehr als ein Jahrtausend Kulturgeschichte hinter sich. Die ägyptischen Pyramiden standen schon. Die sumerischen Legenden waren schon geschrieben. Auf Kreta war das Labyrhinth bereits gebaut. In den verschiedensten Völkern wurden verschiedene Varianten der Legende erzählt, daß Gott gestürzt und/oder getötet worden ist. Seine Stelle nahmen inzwischen die jetzigen "Herren des Himmels" ein: die "Baale" ("Baalim", vgl. z.B. Ri. 2,11; 3,7 u.a.). Die Verwandten der Hebräer, die Bewohner Kanaans, glaubten so; der Höchste Gott (der von ihnen El genannt wurde; daher "Allah" bei den Moslems und El, Eloah, Elohim als Namen Gottes in der Bibel) sei von seinem Urenkel Baal gestürzt worden. Ähnliches glaubten die Griechen; die Welt wurde in ihren Vorstellungen vom Usurpator Zeus beherrscht, der seinen Vater Kronos entmachtet hatte. Im Sumer wurde geglaubt, daß ihr derzeitiger Gott - Marduk - an die Macht kam, nachdem er die Urmutter Tiamat getötet hatte...

Die Menschen dienten Geistern, und die Religion war untrennbar mit Magie und Zauberei verbunden. Das lag nicht nur am schwachen menschlichen Wesen. Jene Geister, die unter so verschiedenen Namen angerufen wurden, waren hinreichend real. Sie konnten den Menschen eine gewisse Hilfe gewähren, aber unter der Bedingung, daß sich die Anbetung durch die Menschen auf sie beschränkt und nicht Gott sucht.

Mit einem Wort - die Menschheit hatte zur Zeit Mose schon eine sehr lange, und nicht allzu erfolgreiche religiöse Geschichte hinter sich. Das, was mit Moses passierte, ist nicht zu verstehen, wenn man ihn lediglich aus unserer Zeit und mit unseren Maßstäben betrachtet. Wenn die Sonne strahlt, scheint einem ein kleines Lichtchen unnötig, es macht eher Ruß als Licht. Aber stellen wir uns vor, daß die Sonne noch nicht aufgegangen ist. Dann finden sich gute Worte auch über ein kleines Licht.

Die Brutalitäten des Alten Testaments scheinen erschreckend. Aber ... wenn wir darüber so empfinden, dann heißt das, es hat uns letzten Endes doch zu dem Ziel geführt, dessentwegen es einst gegeben wurde. Die Welt ist tatsächlich besser geworden. Das moralische Empfinden hat sich verfeinert. Wir sind inzwischen fähig, uns über das, was in früheren Zeiten als selbstverständlich galt, zu empören.

(...)

Ein ganz und gar nicht heller Hintergrund existiert beim Auftauchen Israels und umgibt es im Verlaufe seiner Wanderungen. Die Welt ist von Heidentum und Tod befallen. Da bauen die Menschen den babylonischen Turm. Wozu? Nicht dazu, um zu den Füßen Gottes niederzufallen, sondern dazu, sich vor dem Himmel und den anderen Menschen mit den Errungenschaften ihrer "wegweisenden Technologie" zu brüsten und "sich einen Namen" zu machen.

Darin liegt das Problem: wenn Gott verloren wurde, ist es dem Menschen unmöglich, Ihn wiederzufinden. Wie es einst der hl. Johannes Chrysostomos ausdrückte - wie kann der Mensch das wiederherstellen, was Gott Selbst zerstört hat? Wenn Gott Sein Gesicht abgewendet hat, kann der Mensch in keiner Weise "drumrumlaufen", um Ihm wieder in die Augen zu schauen. (...)

Zurück zur Ausgangssituation für die ganze Geschichte Israels. Gott wurde einsam auf der Welt. "Es ist kein Mensch auf Erden, der Gutes tue..." (Ekkl. 7:20). Die Strahlung der Sünde und des Todes hat nach einer Reihe von ersten Katastrophen (von den Ereignissen im Garten Eden bis zum Turmbau zu Babel) die ganze Erde erfaßt.

Stellen wir uns vor, auf der Erde hat ein Atomkrieg stattgefunden. Eine gewisse Anzahl Menschen hat überlebt. Aber sie befanden sich nun in einer Welt, in der nicht einmal Bunker sie vor dem Tod schützen können. Die ganze Erde, das Wasser, die Luft sind von der tödlichen Strahlung durchdrungen. Es gibt eine einzige Chance, wenigstens einer Handvoll Menschen aus zukünftigen Generationen Sicherheit zu geben: während des Kriegs war eine Raumstation im Orbit, auf der man Experimente zum Pflanzenwuchs in der Schwerelosigkeit durchführte. Da sie sich im Orbit befand, haben die Stürme des Atomkriegs sie nicht behelligt. Auf dieser Raumstation, und nur dort gibt es gesundes Saatgut, eine Handvoll unverseuchte Erde und einen Tank mit sauberem Wasser. Und diese Raumstation wird auf die Erde geholt, damit man diese nun schon unikalen Ressourcen nutze. Wenn man die Samen, die sich auf ihr befinden, einfach nur verteilt, würde das niemandem helfen.

Die Regierung, die die verbliebene Menschheit führt, entscheidet sich für harte Maßnahmen: es wird ein kleines Grundstück ausgewählt, von dem die obere, verseuchte Erdschicht abgetragen wird. Die zutagegetretenen Schichten werden mit Feuer ausgebrannt und durchgeglüht, damit keine einzige Spore eines mutierten Gewächses auf dieser Oberfläche bleibe.

Auf dieses gesäuberte Grundstück wird die gesunde Erde von der Raumstation geschichtet. Das gesunde Saatgut von ebendaher wird dort ausgesät, und sparsam mit unverstrahltem Wasser gegossen. Und an den Begrenzungen des Grundstücks wird eine Wache aufgestellt, damit keiner von den Menschen oder Tieren diesen einmaligen Anbau zertreten könne. Damit nicht einmal der Blütenstaub von Mutanten oder radioaktiver Staub hereindringt, wird das Grundstück mit einer durchsichtigen Kuppel überdacht.

Trotzdem dringt durchs Grundwasser, durch Risse in der Kuppel, durch eintretende Menschen, Hintergrundstrahlung von benachbarten Grundstücken die Radioaktivität selbst hier hinein. Die Pflanzen sind weniger krank als in nichtgereinigten Bereichen, aber trotzdem auch krank. Auch hier tauchen hin und wieder mutierte Pflanzen auf. Und wenn der eine oder andere Trieb so aussieht, als würde er diese krankhaften Mutationen zeigen, schneidet der Gärtner ihn ohne Gnade ab und verbrennt die vertrockneten oder mutierten Halme und Zweige. Die erste Ernte wird nicht unter den Menschen verteilt. Sie wird vollständig wieder angepflanzt (denkt daran, wie der Gärtner Robinson Crusoe seinen Garten bestellte). Manche verhungern - aber auch ihnen wird keine Handvoll der wertvollen Körner gegeben. Und das läuft so viele Generationen lang, bis, letztlich, ein Saatgut entstanden ist, das so resistent gegen die Strahlung ist, daß man daraus ein Gegenmittel gewinnen kann und alle Pflanzen zu heilen vermöge - sowohl unter der Kuppel, als auch außerhalb - auf der ganzen Erde. Letzlich hat unter den vielen Tausend Trieben ein Zweigchen die Frucht gebracht, wegen welcher diese seltsame Art Gärtnerei angelegt wurde. Diese Frucht kann man aus dem Bereich der Versuchskuppel heraustragen und allen denen geben, die sie wünschen, damit bei ihnen, die schon seit Generationen krank sind, eine neue, diesmal eine gutartige, Mutation stattfinde.

Analog zu diesem Szenario sind auch die Grausamkeiten in der Geschichte Israels nicht so sehr durch die Grausamkeit des Volkes von Israel und seines Gottes bedingt, als durch die Einmaligkeit Jener Gabe, Die durch Israel in die Welt treten sollte. Damit die "neue Generation Israels nicht Pepsi-Cola wählt", wird um Israel herum eine Wand der Isolation aufgebaut. Jeder Mensch und jedes Volk trägt das Heidentum in sich. Wenn man dem religiösen Gefühl des Menschen freien Lauf läßt, schafft es sich genau das Heidentum, eine angenehme Religion des Verkehrs mit Geistern. Wenn es dazu noch eine äußere Einwirkung gibt, die von der heidnischen Kultur und dem Alltag ausgeht, wird das gänzlich unvermeidlich. Also wird eine strenge Quarantäne verordnet.

Und das alles, damit auf dem Baum Jesse ein einziger Zweig entstünde, ein einziger Trieb. Damit es auf der Erde eine Seele von solcher Reinheit gäbe, solch einer Offenheit vor Gott, daß, wenn Sie sagt: "Siehe, ich bin des HERRN Magd; mir geschehe, wie Du gesagt hast", in Ihr das Wort Gottes menschlichen Leib annehmen könne. Auf der Erde entsteht jenes Himmlische Brot, das man nunmehr schon allen Menschen, allen Epochen verteilen kann.

Das ist der fundamentale Unterschied zwischen dem christlichen Verständnis der Geschichte Israels und dem jüdischen. Vom Standtpunkt der Christen hat die Geschichte Israels ein Ziel. Das ist ein schwerer, aber notwendiger Weg, der eines Tages zu Ende sein wird. Und das, was am Ende dieses Weges erworben werden sollte, wird nicht nur Israel und nicht nur um Israel willen gegeben werden. Durch Israel wird es allen und um aller Menschen willen gegeben werden. Das bedeutet - Israel tötet die Heiden nicht für das Glück seiner eigenen Nachkommen, sondern ebenso für das Heil der Nachkommen derer, die ihm und seiner Mission jetzt noch entgegenstehen.

Das Christentum achtet die historische Mission des Volkes Israel weit höher als Israel selbst. Nicht um seiner selbst willen existiert Israel, sondern um der ganzen Menschheit willen. Jenes Maß an Nähe zu Gott, das es hat, wurde ihm nicht dafür gegeben, es für immer von den anderen Völkern abzuheben, sondern dafür, daß die besonderen Privilegien Israels einmal allen Menschen zuteil würden."
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 17. Januar 2018, 10:30

Eine grundsätzliche Bemerkung
wä5re hier im Forum akzeptabel Katholiken als Götzendiener und Anhänger der Hure Babylon zu bezeichnen?
ich denke nicht und den gleichen Respekt sollte man auch dem religiösen Judentum entgegen bringen
die offizielle katholische Position ist zur Zeit für jene die das II Vatikanum akzeptieren die Position die Johannes Paul II in der verbindlichen Interpretation des Konzilsdokument Nostra aetate postuliert hat

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FranzSales
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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22

Scott Hahn vertritt die Ansicht, daß von Gott aus (!!!) der Alte Bund nicht aufgekündigt worden ist. Nichtsdestoweniger wurde der Alte Bund von jüdischer Seite aus aufgekündigt.
Welche Juden haben wann den Alten Bund gekündigt? Ein Bund im biblischen Sinne ist kein juristischer Vertrag, sondern -wie Scott Hahn übrigens permanent betont- ein Austausch von Personen, also eine Art "Familienband". Man kann einen Bund (z.B. Ehe) brechen, aber nicht kündigen. Dies gilt auch für die göttlichen Bundesschlüsse. Der Bund an sich bleibt bestehen.
Die Bundesinitiativen sind immer von Gott ausgegangen, nie von den Menschen.

Eine gute katholische Darlegung findet sich bei Kardinal Avery Dulles (leider auf Englisch):
https://www.firstthings.com/article/200 ... ith-israel
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 13:09

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Scott Hahn vertritt die Ansicht, daß von Gott aus (!!!) der Alte Bund nicht aufgekündigt worden ist. Nichtsdestoweniger wurde der Alte Bund von jüdischer Seite aus aufgekündigt.
Welche Juden haben wann den Alten Bund gekündigt?
Warum liest Du nicht einfach die Bibelstelle, die Du - warum auch immer :roll: - nicht mitzitiert hast? :detektiv:
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Ein Bund im biblischen Sinne ist kein juristischer Vertrag, sondern -wie Scott Hahn übrigens permanent betont- ein Austausch von Personen, also eine Art "Familienband".
Die juristische Form »Vertrag« kann in analoger Weise sehr wohl zur Erläuterung des Bundes zwischen Gott und Menschen herangezogen werden. Wie bei einem Vertrag zwei Partner einen Vertrag schließen, wird auch beim Bund eine »Vereinbarung« zwischen den Bündnispartnern abgeschlossen.

Diese Bündnispartner stehen dann naturgemäß in mehr oder weniger regelmäßigem Austausch wie die "normalen" irdischen Vertragspartner bei einem Vertrag auch.
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Man kann einen Bund (z.B. Ehe) brechen, aber nicht kündigen. Dies gilt auch für die göttlichen Bundesschlüsse.
Aber selbstverständlich kann auch ein Bund beendet werden.
Warum denn auch nicht? :detektiv:
Auch das jüdische Verständnis des Alten Bundes war sehr juristisch: Wer die Gebote und Gesetzlichkeiten einhielt hatte quasi einen Anspruch auf das Beisammensein mit Gott. Nicht zuletzt deswegen war das Judentum ja bereits zu Jesu Lebzeiten auf Erden zu einer Gesetzesreligion mit einer kaum überschaubaren Anzahl von Regeln geworden.

Darüber hinaus kann man einen Bund auch erfüllen und Jesus Christus hat den Alten Bund erfüllt (Mt 5, 17)! :ja:

Analog dazu gibt es bei der irdischen Juristerei die Spezialform des Werkvertrages. Dieser wird automatisch beendet, wenn das vom Werkvertragsnehmer bestellte Werk produziert und ausgeliefert worden ist.
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Die Bundesinitiativen sind immer von Gott ausgegangen, nie von den Menschen.
Die Sendung Jesu als den eingeborenen Sohn Gottes in die Welt darf man schon sehr wohl als eine Bundesinitiative Gottes ansehen. :huhu:

Sie führte zum Neuen Bund, der den Alten Bund obsolet machte. :ikb_clap: :ikb_clap: :ikb_clap:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von RomanesEuntDomus » Mittwoch 17. Januar 2018, 13:51

FranzSales hat geschrieben:Ein Bund im biblischen Sinne ist kein juristischer Vertrag, sondern -wie Scott Hahn übrigens permanent betont- ein Austausch von Personen, also eine Art "Familienband". Man kann einen Bund (z.B. Ehe) brechen, aber nicht kündigen. Dies gilt auch für die göttlichen Bundesschlüsse. Der Bund an sich bleibt bestehen.
Gegen jede "Kündigungs"-, "Obsolet"- oder "Der-Mohr-hat-seine-Schuldigkeit-getan"-Primitivtheologie spricht unter anderem auch, daß beim Bundesschluß vom Sinai oft von einem "ewigen Bund", "ewigen Ordnungen", "ewiger Satzung" usw. die Rede ist, z.B. ...
So sollen denn die Söhne Israel den Sabbat halten, um den Sabbat in all ihren Generationen zu feiern, als ewigen Bund.
Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Söhnen Israel für ewig. [Ex 31,16f, Unterstr. von mir]
Ist "ewig" etwa gleichbedeutend mit "bis mir mit euch der Kragen platzt und ich es mir anders überlege" oder "bis ihr obsolet seid, weil ich eine bessere Idee habe, um die Welt zu retten"? Und was würde es für Christen bedeuten, wenn "ewig" gar nicht mehr "ewig" bedeuten würde?

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Re: Juden und Christen

Beitrag von CIC_Fan » Mittwoch 17. Januar 2018, 13:57

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 13:09
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Scott Hahn vertritt die Ansicht, daß von Gott aus (!!!) der Alte Bund nicht aufgekündigt worden ist. Nichtsdestoweniger wurde der Alte Bund von jüdischer Seite aus aufgekündigt.
Welche Juden haben wann den Alten Bund gekündigt?
Warum liest Du nicht einfach die Bibelstelle, die Du - warum auch immer :roll: - nicht mitzitiert hast? :detektiv:
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Ein Bund im biblischen Sinne ist kein juristischer Vertrag, sondern -wie Scott Hahn übrigens permanent betont- ein Austausch von Personen, also eine Art "Familienband".
Die juristische Form »Vertrag« kann in analoger Weise sehr wohl zur Erläuterung des Bundes zwischen Gott und Menschen herangezogen werden. Wie bei einem Vertrag zwei Partner einen Vertrag schließen, wird auch beim Bund eine »Vereinbarung« zwischen den Bündnispartnern abgeschlossen.

Diese Bündnispartner stehen dann naturgemäß in mehr oder weniger regelmäßigem Austausch wie die "normalen" irdischen Vertragspartner bei einem Vertrag auch.
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Man kann einen Bund (z.B. Ehe) brechen, aber nicht kündigen. Dies gilt auch für die göttlichen Bundesschlüsse.
Aber selbstverständlich kann auch ein Bund beendet werden.
Warum denn auch nicht? :detektiv:
Auch das jüdische Verständnis des Alten Bundes war sehr juristisch: Wer die Gebote und Gesetzlichkeiten einhielt hatte quasi einen Anspruch auf das Beisammensein mit Gott. Nicht zuletzt deswegen war das Judentum ja bereits zu Jesu Lebzeiten auf Erden zu einer Gesetzesreligion mit einer kaum überschaubaren Anzahl von Regeln geworden.

Darüber hinaus kann man einen Bund auch erfüllen und Jesus Christus hat den Alten Bund erfüllt (Mt 5, 17)! :ja:

Analog dazu gibt es bei der irdischen Juristerei die Spezialform des Werkvertrages. Dieser wird automatisch beendet, wenn das vom Werkvertragsnehmer bestellte Werk produziert und ausgeliefert worden ist.
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Die Bundesinitiativen sind immer von Gott ausgegangen, nie von den Menschen.
Die Sendung Jesu als den eingeborenen Sohn Gottes in die Welt darf man schon sehr wohl als eine Bundesinitiative Gottes ansehen. :huhu:

Sie führte zum Neuen Bund, der den Alten Bund obsolet machte. :ikb_clap: :ikb_clap: :ikb_clap:
die Kirche lehrt seit Nostra Aetate etwas anderes

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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Mittwoch 17. Januar 2018, 14:23

Sie führte zum Neuen Bund, der den Alten Bund obsolet machte.
"Die Aussagen des NT über einen "neuen Bund" beziehen sich alle auf Jer. 31,31-34, wobei das Neue des neuen Bundes darin besteht, dass die alte Torah den Juden ins Herz geschrieben wird, so dass die Menschen von innen heraus den Willen Gottes tun. Der Hebräerbrief zitiert diese Passage wört­lich (8,8-12; 10,16f). Auch 2 Kor 3 und die Abendmahlsworte (1. Kor. 11,25; Lk. 22,20) sehen die erwartete Erneuerung des alten Bundes mit Christus begin­nen, wie es in Jer. 31 verheißen ist. Obwohl Jer. 31 nur von Israel spricht, sieht das frühe Christentum zunehmend auch die Menschen aus den Völkern einbezogen (vgl. Mk. 14,24).

Der neue Bund ist also ein "erneuerter Bund", der die auf dem Boden der vorhergehenden Bundesschlüsse von der Treue Gottes zu Israel und zu allen Menschen spricht."
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Mittwoch 17. Januar 2018, 15:25

RomanesEuntDomus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 13:51
FranzSales hat geschrieben:Ein Bund im biblischen Sinne ist kein juristischer Vertrag, sondern -wie Scott Hahn übrigens permanent betont- ein Austausch von Personen, also eine Art "Familienband". Man kann einen Bund (z.B. Ehe) brechen, aber nicht kündigen. Dies gilt auch für die göttlichen Bundesschlüsse. Der Bund an sich bleibt bestehen.
Gegen jede "Kündigungs"-, "Obsolet"- oder "Der-Mohr-hat-seine-Schuldigkeit-getan"-Primitivtheologie spricht unter anderem auch, daß beim Bundesschluß vom Sinai oft von einem "ewigen Bund", "ewigen Ordnungen", "ewiger Satzung" usw. die Rede ist, z.B. ...
So sollen denn die Söhne Israel den Sabbat halten, um den Sabbat in all ihren Generationen zu feiern, als ewigen Bund.
Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Söhnen Israel für ewig. [Ex 31,16f, Unterstr. von mir]
Ist "ewig" etwa gleichbedeutend mit "bis mir mit euch der Kragen platzt und ich es mir anders überlege" oder "bis ihr obsolet seid, weil ich eine bessere Idee habe, um die Welt zu retten"? Und was würde es für Christen bedeuten, wenn "ewig" gar nicht mehr "ewig" bedeuten würde?
Ewig.
Das ist ein „Gonsen-Kōan“. ;D
Was bedeutet ewig?
Jesus sprach: Ehe Abraham war, bin ich.
Bedeutet, daß in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen.
Aus der Perspektive der Juden besteht der Alte Bund ewig.
Warum?
Es ist ihr Glaube.
Doch das Wort ist Fleisch geworden.
In Jesus Christus erneuert Gott seinen Bund.
Wie kann das sein?
Weil es ihn bereits von Anfang an gab.
Weil er ohne Anfang und Ende ist.
Weil er der Erste und der Letzte ist.
Weil deswegen der Neue Bund ewig ist.
Aus der Prespektive der Christen ist das der Neue Bund.
Aus der Prespektive der Christen ist das der ewige Bund.
Warum?
Es ist ihr Glaube.
Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.
Amen.
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
(Pietro Antonio Domenico Bonaventura Trapassi)

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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 15:41

Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:25
Jesus sprach: Ehe Abraham war, bin ich.
Bedeutet, daß in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen.
Begründung? :detektiv:

Wenn Jesus seine Göttlichkeit offenbart, wie ER dies in Joh 8,58 getan hat, folgt daraus nicht, daß "in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen"!
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Mittwoch 17. Januar 2018, 15:51

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:41
Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:25
Jesus sprach: Ehe Abraham war, bin ich.
Bedeutet, daß in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen.
Begründung? :detektiv:

Wenn Jesus seine Göttlichkeit offenbart, wie ER dies in Joh 8,58 getan hat, folgt daraus nicht, daß "in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen"!
Wenn nicht in Ewigkeit, wann dann?
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
(Pietro Antonio Domenico Bonaventura Trapassi)

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 16:01

Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:51
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:41
Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:25
Jesus sprach: Ehe Abraham war, bin ich.
Bedeutet, daß in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen.
Begründung? :detektiv:

Wenn Jesus seine Göttlichkeit offenbart, wie ER dies in Joh 8,58 getan hat, folgt daraus nicht, daß "in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen"!
Wenn nicht in Ewigkeit, wann dann?
Du hattest 'ne Behauptung aufgestellt, die ohne Begründung geblieben war.
Anstatt eine Begründung zu liefern, stellst Du jetzt 'ne Gegenfrage.
Das ist ein bißchen dünn, um das 'mal höflich zu formulieren! :daumen-runter:
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Mittwoch 17. Januar 2018, 16:27

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:01
Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:51
Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:41
Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 15:25
Jesus sprach: Ehe Abraham war, bin ich.
Bedeutet, daß in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen.
Begründung? :detektiv:

Wenn Jesus seine Göttlichkeit offenbart, wie ER dies in Joh 8,58 getan hat, folgt daraus nicht, daß "in Ewigkeit Alter und Neuer Bund zusammenfallen"!
Wenn nicht in Ewigkeit, wann dann?
Du hattest 'ne Behauptung aufgestellt, die ohne Begründung geblieben war.
Anstatt eine Begründung zu liefern, stellst Du jetzt 'ne Gegenfrage.
Das ist ein bißchen dünn, um das 'mal höflich zu formulieren! :daumen-runter:
Ich habe lediglich über ewig meditiert.
Keine Behauptung aufgestellt/aufstellen wollen.
In Jesus Christus fallen Alter und Neuer Bund zusammen, weil er den linearen Zeitlauf im Sinne erster und zweiter Bund sprengt, insofern er ohne Anfang und Ende ist.
Da du die Aussage als Behauptung klassifizierst, mißfällt dir irgend etwas.
Aber bloß was? :hmm:
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
(Pietro Antonio Domenico Bonaventura Trapassi)

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Sempre » Mittwoch 17. Januar 2018, 16:43

Der heilige Kirchenrat von Trient erklärt, dass "nicht nur die Heiden nicht durch die Kraft der Natur, sondern auch nicht die Juden durch den Buchstaben des Gesetzes Mosis" Rechtfertigung erlangen können.
Cum hoc tempore hat geschrieben:Primum declarat sancta Synodus, ad justificationis doctrinam probe et sincere intelligendam oportere, ut unusquisque agnoscat et fateatur, quod, cum omnes homines in prævaricatione Adæ innocentiam perdidissent3, »facti immundi« et (ut Apostolus inquit) »natura filii iræ«, quemadmodum in decreto de peccato originali exposuit, usque adeo servi erant peccati et sub potestate diaboli ac mortis, ut non modo gentes per vim naturæ, sed ne Judæi quidem per ipsam etiam litteram Legis Moysi inde liberari aut surgere possent, tametsi in eis liberum arbitrium minime exstinctum esset, viribus licet attenuatum et inclinatum.
Was nützte es also den Juden, wenn ihr Bund nicht mit dem Vorhang im Tempel zerrissen?
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

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Raphael
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 16:47

Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:27
Ich habe lediglich über ewig meditiert.
Meditation geschieht für gewöhnlich innerlich und ist daher für Andere nicht wahrnehmbar.
Das, was Du hier im Forum vorgeführt hast, kann also im besten Falle als Reflektion bezeichnet werden. Allerdings bedarf eine Reflektion einer gewissen logischen Konsistenz.
Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:27
Keine Behauptung aufgestellt/aufstellen wollen.
Du hast einem Deiner "meditierten Sätze" mit einem weiteren Satz eine Bedeutung mitgegeben, die ohne logische Verbindung zu dem zuvor Gesagten war.
Daher handelte es sich bei der "Bedeutung" um eine Behauptung, die begründungsbedürftig ist.
Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:27
In Jesus Christus fallen Alter und Neuer Bund zusammen, weil er den linearen Zeitlauf im Sinne erster und zweiter Bund sprengt, insofern er ohne Anfang und Ende ist.
Auch das sind wieder Sätze ohne jegliche logische Verbindung: Aus der Ewigkeit Christi, d.h. aus der Ewigkeit der 2. Person Gottes, folgt nicht, daß Alter und Neuer Bund ebenfalls ewig sind.
Tatsache ist, daß schon der Alte Bund einen Anfang hat. So berichtet das AT von dem ersten Bundesschluß Gottes mit Abraham; dieser ist als Alter Bund allgemein bekannt geworden. Dann wird in der Hl. Schrift weiterhin von dem Neuen Bund berichtet, der durch, mit und in Jesus Christus mit den Menschen geschlossen worden ist. Auch dieser Neue Bund hat also einen zeitlichen Anfang.

Wenn etwas einen Anfang hat, dann ist es nicht ewig. :doktor:
Melicus hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:27
Da du die Aussage als Behauptung klassifizierst, mißfällt dir irgend etwas.
Aber bloß was? :hmm:
Mit fehlt - wie soeben ausgeführt - die logische Verbindung in dem von Dir Gesagten. :hmm:
Zuletzt geändert von Raphael am Mittwoch 17. Januar 2018, 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 16:55

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:31
Raphael hat geschrieben:Von Verbrechen hast Du gesprochen!
Auch hier hast Du wieder nicht richtig gelesen. Ich sprach von einem Vergehen. Deine unsorgfältige Leseweise legt den Schluss auf eine mögliche Sehschwäche nahe.
Du hattest von einem verabscheuungswürdigen Vergehen geschrieben. Damit wurde das "normale" Vergehen gesteigert und demzufolge zu einem Verbrechen! 8)

Aber möglicherweise hast Du das "verabscheuungswürdig" schon wieder "vergessen", denn es war ja Dein eigenes Vergehen. :pfeif:
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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Mittwoch 17. Januar 2018, 16:57

Update:

Den Aufsatz von Kardinal Avery Dulles habe ich jetzt doch noch auf Deutsch gefunden. Lesenswert!
https://www.stjosef.at/artikel/dulles_b ... israel.htm
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Mittwoch 17. Januar 2018, 17:08

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:57
Update:

Den Aufsatz von Kardinal Avery Dulles habe ich jetzt doch noch auf Deutsch gefunden. Lesenswert!
https://www.stjosef.at/artikel/dulles_b ... israel.htm
Watt denn nu? :roll:

Bringtet watt oder bringtet nix? :pfeif:
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Donnerstag 18. Januar 2018, 14:13

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 13:09
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 12:22
Die Bundesinitiativen sind immer von Gott ausgegangen, nie von den Menschen.
Die Sendung Jesu als den eingeborenen Sohn Gottes in die Welt darf man schon sehr wohl als eine Bundesinitiative Gottes ansehen. :huhu:

Sie führte zum Neuen Bund, der den Alten Bund obsolet machte. :ikb_clap: :ikb_clap: :ikb_clap:
Der Hebräerbrief sagt dazu:
Indem er von einem "neuen" Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe.
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
(Pietro Antonio Domenico Bonaventura Trapassi)

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Donnerstag 18. Januar 2018, 14:29

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 17. Januar 2018, 16:47
Auch das sind wieder Sätze ohne jegliche logische Verbindung: Aus der Ewigkeit Christi, d.h. aus der Ewigkeit der 2. Person Gottes, folgt nicht, daß Alter und Neuer Bund ebenfalls ewig sind.
„Ehe Abraham war, bin ich“.
Das ist für mich die Verbindung.
Denn Jesus übersteigt in seiner Aussage sein irdisches Dasein.
Er betet:
„Vater, ich will, daß die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt“ (Johannes 17, 24).
Wo ich bin.
Vor der Grundlegung der Welt.
Vor allem Anfang.
Dort, in der Überzeitlichkeit, fallen in dem geliebten Sohn Alter und Neuer Bund zusammen.
(Das erhebt nicht den Anspruch logisch zu sein.)
„Manchmal verliert man das Gute, wenn man das Bessere sucht.“
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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Donnerstag 18. Januar 2018, 15:00

Indem er von einem "neuen" Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe.
Die Juden des alten Bundes sind aber nach 2000 Jahren immer noch nicht verschwunden. Vielmehr ist die nach wie vor bestehende Existenz des Volkes Israel nach so langer Zeit ein echtes Phänomen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie wieder an ihrem angestammten Platz leben. Was würde der Verfasser des Hebräerbriefes wohl heute sagen?
"Herr Jesus Christus, wir beten Dich an und benedeien Dich. In Deinem Heiligen Kreuz hast Du die Welt erlöst."

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Re: Juden und Christen

Beitrag von RomanesEuntDomus » Donnerstag 18. Januar 2018, 15:14

Melicus hat geschrieben:
Donnerstag 18. Januar 2018, 14:13
... Der Hebräerbrief sagt dazu:
Indem er von einem "neuen" Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe.
Und im selben Absatz steht auch, woran man das Volk des Neuen Bundes erkennt:
Und es wird keiner mehr seinen Mitbürger und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen. [Hebr 8,11]
:umkuck:

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Protasius
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Protasius » Donnerstag 18. Januar 2018, 15:27

FranzSales hat geschrieben:
Donnerstag 18. Januar 2018, 15:00
Indem er von einem "neuen" Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe.
Die Juden des alten Bundes sind aber nach 2000 Jahren immer noch nicht verschwunden. Vielmehr ist die nach wie vor bestehende Existenz des Volkes Israel nach so langer Zeit ein echtes Phänomen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie wieder an ihrem angestammten Platz leben. Was würde der Verfasser des Hebräerbriefes wohl heute sagen?
Sind die Juden von heute denn wirklich dasselbe Volk wie die Juden des alten Bundes? Es gibt meines Wissens weder Tempel noch Opfer, Leviten, Priester oder Hohepriester im heutigen Judentum. Oder unterliege ich da einem Irrtum?
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Melicus » Donnerstag 18. Januar 2018, 15:50

FranzSales hat geschrieben:
Donnerstag 18. Januar 2018, 15:00
Indem er von einem "neuen" Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber veraltet und sich überlebt, ist dem Verschwinden nahe.
Die Juden des alten Bundes sind aber nach 2000 Jahren immer noch nicht verschwunden. Vielmehr ist die nach wie vor bestehende Existenz des Volkes Israel nach so langer Zeit ein echtes Phänomen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie wieder an ihrem angestammten Platz leben. Was würde der Verfasser des Hebräerbriefes wohl heute sagen?
Hallo?
Was sind 2000 Jahre bei Gott?
Wer bist du, daß du hier eine irdische Brille trägst?
Es geht doch nicht um das realexistierende Judentum ...
Es geht um den Alten und Neuen Bund.
Also alles, wofür die Gottesbünde mit den Menschen stehen.
Der Verfasser würde erkennen, daß das Christentum in den Kinderschuhen steckt.
Er würde erkennen, daß die Menschen noch genauso unfrei sind.
Abhängig von Eifersucht, Neid, Gier, Mißgunst, Zorn und Haß.
Und nur wenige den Weg der Umkehr wählen.
Aus Liebe.
In Liebe.
Aus Barmherzigkeit.
In Barmherzigkeit.
Doch das Angebot des Neuen Bunds steht.
Nur umkehren wollen muß jeder selbst.
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Re: Juden und Christen

Beitrag von RomanesEuntDomus » Donnerstag 18. Januar 2018, 16:17

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 18. Januar 2018, 15:27
... Sind die Juden von heute denn wirklich dasselbe Volk wie die Juden des alten Bundes? Es gibt meines Wissens weder Tempel noch Opfer, Leviten, Priester oder Hohepriester im heutigen Judentum. Oder unterliege ich da einem Irrtum?
Um es kurz zu machen: der Tempeldienst samt Personal war innerjüdisch schon in vorchristlicher Zeit höchst umstritten bzw. wurde als zweitrangig angesehen. Das wird auch in mehreren Prophetenbüchern deutlich:
Denn ich habe euren Vätern des Tages, da ich sie aus Ägyptenland führte, weder gesagt noch geboten von Brandopfer und anderen Opfern; sondern dies gebot ich ihnen und sprach: Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf allen Wegen, die ich euch gebiete, auf dass es euch wohl gehe. [Jer 7, 22]
Denn ich habe Lust an der Liebe, und nicht am Opfer, und an der Erkenntnis Gottes, und nicht am Brandopfer. [Hos 6,6]
usw. usw.

Das Judentum kam schon immer (z.B. vor dem Bau des ersten Tempels, nach dessen Zerstörung, im Exil oder auch nach der Zerstörung des zweiten Tempels) auch ohne ihn aus.

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Re: Juden und Christen

Beitrag von FranzSales » Donnerstag 18. Januar 2018, 16:41

Sind die Juden von heute denn wirklich dasselbe Volk wie die Juden des alten Bundes? Es gibt meines Wissens weder Tempel noch Opfer, Leviten, Priester oder Hohepriester im heutigen Judentum. Oder unterliege ich da einem Irrtum?
Hat Israel aufgehört das Bundesvolk zu sein, als es im babylonischen Exil war? Dort gab es auch keinen Tempel, Opfer, Leviten und Priester. Ist der kultische Vollzug das alleinige Kriterium? Was wäre denn mit uns Katholiken, wenn -rein theoretisch- eine Messfeier nicht mehr möglich wäre und man "nur noch" Gebetsversammlungen halten könnte. Würde dann die Kirche aufhören zu existieren? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Von der grundsätzlichen Frage des Bundesvolkes mal abgesehen, kann man aber in der Tat fragen, ob das Judentum des zweiten Tempels mit dem rabbinischen Judentum identisch ist. Das wird man so nicht sagen können. Das rabbinische Judentum ist allerdings aus dem Judentum des zweiten Tempels erwachsen (wie im übrigen auch das Christentum). Daher ist nicht nur das Christentum vom Judentum beeinflusst, sondern auch umgekehrt. Die neuere Forschung geht vermehrt davon aus, dass das was wir "rabbinisches Judentum" nennen, in nicht unerheblicher Weise sich aus der kritischen Auseinandersetzung mit dem aufstrebenden Christentum entwickelt hat.
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 18. Januar 2018, 17:40

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 18. Januar 2018, 15:27
Es gibt meines Wissens weder Tempel noch Opfer, Leviten, Priester oder Hohepriester im heutigen Judentum. Oder unterliege ich da einem Irrtum?
Die Wiederaufnahme des Tempeldienstes (nach dem angestrebten Neubau des Tempels) ist aber erklärtes Ziel diverser Gruppen im nachmessianischen Judentum.
Dafür sind sogar viele praktische Voraussetzungen bereits erfüllt (Baupläne, Neuschöpfung der liturgischen Gefäße und Gewänder, usw., nur mit dem roten Rind tut man sich etwas schwerer):

Siehe hier:
http://www.templemountfaithful.org/
und
https://www.templeinstitute.org/main.htm

Auch gibt es genetische Forschungen zur levitischen Blutlinie zwecks Feststellung der Kohanim:
https://www.breakingisraelnews.com/4993 ... LpOsQIH.97
etwa:
http://www.ucl.ac.uk/tcga/tcgapdf/Thoma ... -Cohen.pdf
Ich kann das wissenschaftlich nicht beurteilen.

Vom christlichen Standpunkt her kann die Wiederinbetriebnahme des Tempels mit seinen Opfern und der Priesterklasse nur als freventliches Unterfangen bewertet werden.
Der Mittelweg ist der einzige Weg, der nicht nach Rom führt (Arnold Schönberg)
*
Fac me Tibi semper magis credere, in Te spem habere, Te diligere
*
... una cum omnibus orthodoxis, atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus

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Re: Juden und Christen

Beitrag von Raphael » Freitag 19. Januar 2018, 08:04

Protasius hat geschrieben:
Donnerstag 18. Januar 2018, 15:27
Sind die Juden von heute denn wirklich dasselbe Volk wie die Juden des alten Bundes? Es gibt meines Wissens weder Tempel noch Opfer, Leviten, Priester oder Hohepriester im heutigen Judentum. Oder unterliege ich da einem Irrtum?
Es gibt aber wohl noch etliche, die die alten Bräuche pflegen und praktizieren. Durch die Erfahrung der Diaspora hat sich auch im Judentum die Heterogenität erhöht, sodaß die Spannweite von den weiter oben im Thread von Ralf erwähnten atheistischen Juden bis hin zu den Ultraorthodoxen, die in Israel staatlich gewährte Priviligien zugesprochen bekommen haben, geht.
Streng jüdisch Agierende gibt es aber nicht nur in Israel, wie diese Frau zu berichten weiß: Deborah Feldman!

Darüber hinaus haben sich Juden anderen Organisationsformen (JWC et al.) zugewandt, um ihren Interessen weltweit Geltung zu verschaffen.
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Re: Juden und Christen

Beitrag von Niels » Freitag 19. Januar 2018, 09:36

FranzSales hat geschrieben:
Donnerstag 18. Januar 2018, 15:00
Vielmehr ist die nach wie vor bestehende Existenz des Volkes Israel nach so langer Zeit ein echtes Phänomen.
Blaise Pascal hielt das sogar für einen Gottesbeweis.
"Im Umgang mit der Liturgie entscheidet sich das Geschick von Glaube und Kirche." (Joseph Kardinal Ratzinger)

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