Homosexualität in der Bibel

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.

Moderator: Hubertus

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Homosexualität in der Bibel

Beitrag von 139:11-12 » Donnerstag 18. Mai 2017, 17:09

Es geht mir hier nicht um eine generelle Diskussion zur Frage, ob und warum homosexuelle Handlungen Sünde sind.
Vielmehr würde mich interessieren, warum Lehramt und Tradition die entsprechenden Schriftstellen relativ konstant für verbindlich erklärt haben, während zum Beispiel dem Verbot, Blut zu essen, welches auch im AT und NT gegeben ist, in fast keiner Tradition eine über die Zeit des Urchristentums heraus gehende Bedeutung zugeschrieben wurde.
(Stellen gegen den Verzehr von Blut:
1. Mose 9,4 : "Nur das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen."
•3. Mose 17,14 : "... Das Blut allen Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele allen Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isst, soll ausgerottet werden."
•5. Mose 12,23 : "Nur halte daran fest, kein Blut zu essen,..."
Apg 15,28-28" "Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Dinge: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei"

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Sempre
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Re: Homosexualität in der Bibel

Beitrag von Sempre » Freitag 19. Mai 2017, 06:16

139:11-12 hat geschrieben:
Donnerstag 18. Mai 2017, 17:09
Es geht mir hier nicht um eine generelle Diskussion zur Frage, ob und warum homosexuelle Handlungen Sünde sind.
Vielmehr würde mich interessieren, warum Lehramt und Tradition die entsprechenden Schriftstellen relativ konstant für verbindlich erklärt haben, während zum Beispiel dem Verbot, Blut zu essen, welches auch im AT und NT gegeben ist, in fast keiner Tradition eine über die Zeit des Urchristentums heraus gehende Bedeutung zugeschrieben wurde.
(Stellen gegen den Verzehr von Blut:
1. Mose 9,4 : "Nur das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen."
•3. Mose 17,14 : "... Das Blut allen Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele allen Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isst, soll ausgerottet werden."
•5. Mose 12,23 : "Nur halte daran fest, kein Blut zu essen,..."
Apg 15,28-28" "Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Dinge: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei"
Das Essen von Fleisch im alten Bund war immer mit dem Opfer verbunden. Es wurde nur Opferfleisch gegessen, es gab kein Fleisch zu essen, das nicht Opfer war. Das Blutverbot steht damit im Zusammenhang. Christus hat nun die Schlachtopfer des alten Bundes abgeschafft und durch sein makelloses Opfer ersetzt. Damit entfallen diverse Speiseregeln.
Die Lehren der Kirche zu glauben mag manch einem Schwierigkeiten bereiten. Sie aber nach eigenem Gutdünken nachzubessern und das Resultat dann für wahr zu halten, ist infantil.

Tinius
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Re: Homosexualität in der Bibel

Beitrag von Tinius » Freitag 19. Mai 2017, 12:14

Das ist so nicht richtig. Die Bevölkerung außerhalb der Stadt Jerusalem (Tempelkult mit einziger Opferstätte) lebte nicht ausschließlich ovo-lacto-vegetarisch.

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