Die Erbsündenlehre – Dogmatik der katholischen Kirche

Schriftexegese. Theologische & philosophische Disputationen. Die etwas spezielleren Fragen.

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Raphael
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Re: Die Erbsündenlehre – Dogmatik der katholischen Kirche

Beitrag von Raphael » Montag 16. April 2018, 12:01

Petrus hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 10:58
Meine Quelle ist die Biblia Hebraica, hier: Gen. 1,1.

elohim ist Plural, schamajim ist Plural, äräz ist Singular.

Zur Erläuterung: Im Anfang gab es viele Götter, und der Stammesgott der Israeliten war einer unter vielen Göttern.

Dass die Israeliten der Verehrung anderer Götter nicht abgeneigt waren, zeigt die Geschichte vom Goldenen Kalb. Und "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben", dieses Gebot macht nur Sinn, wenn es andere Götter gibt und diese illegalerweise auch von Israeliten verehrt werden (die zehn Gebote waren ja für Israel gedacht, und nicht für die ganze Welt).

Dann bildete sich die herrschende Meinung heraus, dass der Stammesgott der Israeliten stärker als alle anderen Götter sei (hierzu z. B. die Geschichte des Kräftemessens mit den Baals-Priestern, die der Stammesgott Israels eindeutig für sich entscheiden konnte).

Endpunkt der Entwicklung war dann der Monotheismus - außer JHWH gibt es überhaupt keine Götter.

"Sch'ma Jisroel ... " Höre Israel, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig."

Böse Menschen könnten sagen, wir Christen hätten die Vielgötterei wieder eingeführt - wegen der Dreifaltigkeit. Dieser Meinung bin ich nicht.
Also haben - entgegen Deiner zuvor gemachten Einlassung :pfeif: - doch nicht "die Götter" die Erde geschaffen, sondern der eine Gott. Gut, daß das endlich 'mal klargestellt wurde! :roll:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Raphael
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Re: Die Erbsündenlehre – Dogmatik der katholischen Kirche

Beitrag von Raphael » Montag 16. April 2018, 13:23

Petrus hat geschrieben:
Montag 16. April 2018, 10:58
Böse Menschen könnten sagen, wir Christen hätten die Vielgötterei wieder eingeführt - wegen der Dreifaltigkeit. Dieser Meinung bin ich nicht.
Noch eins:
Gegen den Glauben an die Dreifaltigkeit richten sich naturgemäß etliche Polemiken. Unverständnis bei Externen ist angesichts von Glaubensgeheimnissen nichts Ungewöhnliches und bei dem Glauben an die Dreifaltigkeit handelt es sich um ein Glaubensgeheimnis sensu strictu.

In religionswissenschaftlicher Sprache ausgedrückt ist der Glauben an die Trinität Supranaturalismus. Mithin gelten dort andere Gesetzmäßigkeiten als innerhalb der natürlichen Theologie.
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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